Leserstimmen zu
Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness

Diana & Matthew Reihe (1)

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Meine Meinung Eine Liebe, stärker als das Leben selbst …: Worum geht es: Diana Bishop ist das Kind zweier mächtigen Hexen. Als sie im alter von sieben Jahren ihre Eltern verliert, entschließt sie sich der Magie abzuschwören und ein "normales" Leben zu führen. Sie wird eine grandiose Wissenschaftlerin. Ihre Welt: alte Manuskripte. Doch um sie herum wimmelt es von Hexen, Dämonen und Vampiren. Als sie bei einer Recherche auf ein altes verschollen geglaubtes Manuskript stößt, schwebt sie in großer Gefahr. Doch sie bekommt überraschend Hilfe von einem Geschöpf, vor dem sie jeder gewarnt hat.... Zum Cover: Das Cover, war das erste was mir bei diesem Buch aufgefallen ist. Ich liebe die Blumen darauf. Der Titel ist recht klein und in weiß in eine Ecke gedruckt. Fakten: Die Seelen der Nacht ist wirklich ein gelungedes Buch. Nach einem nicht ganz leichten Einstieg wird man quasi in das Buch gesogen und kann es nicht mehr an die Seite legen. Die Protagonisten Diana und Matthew sind auf der einen Seite geheimnissvoll und auf der anderen Seite unglaublich liebenswürdig. Die Geschichte hinter diesem Buch ist einnehmend und sehr gut recheriert. So finden z.B. viele Gespräche statt, die sich mit Wissenschaft oder auch Wein beschäftigen. Diese sind absolut wahrheitsgemäß und liesen alles unglaublich Real wirken. Der Schreibstil ist angenehm und einnehmend. Ich bin komplett in der Geschichte versunken und kann kaum glauben das es schon vorbei ist (zumindest mit dem ersten Teil). Jetzt habe ich wirklich dieses dicke Buch in knapp 3 Tagen gelesen. Jeder Charakter ist super ausgearbeitet und dem Leser fällt es leicht sich ein Bild zu Zaubern und doch lässt die Autorin platz für eigene Phantasien. Immer wieder werden neue Spannungsbögen aufgebaut und man Fiebern jedem Handlungstrang entgegen. Mein Fazit Was für ein toller erster Teil. Ich gehe mir mal schnell Teil zwei besorgen. Weil ich am Anfang leichte Schwierigkeiten hatte und ich auch Platz nach oben lassen mag für die beiden nächsten Teile bekommt Die Seelen der Nacht von mir vier Schmetterlingsbücher.

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Nach dem ich den Klapptext gelesen hatte dachte ich, dass es einfach nur um ein besonderes Manuskript gehen würde aber das war dann ganz und gar nicht so, die Story ist viel komlexer als zu Anfang gedacht. Die Geschichte bewegt sich auf einen Kampf zu, welcher die Zukunft von Hexen, Vampiren und Dämonen bestimmen soll. Die Hexe Diana Bishop und ihre anfangs vollständige Abneigung gegen Magie und alles was auch nur im entferntesten damit zu tun hat, ging mir irgendwann auf die Nerven. Dabei merkt sie nich einmal, dass sie dadurch ihre Sitauation nur noch verschlimmert. Aber nach den ersten paar Kapitel konnte mich das Buch dann doch noch in seinen Bann ziehen, dabei haben mir die vielen wissenschaftlichen Begriffe auch nicht sonderlich was ausgemacht, manchmal fand ich das auch ganz interessant. Ich war neugierig wie es wohl als nächstes weiter gehen wird. Matthew als Charakter hat mir auch sehr gefallen, er zeigt Diana, dass Magie ein natürlicher Teil ihres Lebens ist und langsam kann auch sie es akzeptieren.

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Inhalt: Diana Bishop ist Historikerin durch und durch. Aus einem unerfindlichen Grund ist sie leider nicht nur irgendeine Historikerin, nein, die Geschichte liegt ihr im Blut, denn sie ist eine Hexe. Weit ab im nebligen London versucht sie dennoch ein Leben ohne Magie zu leben, sehr zum Verdruss ihrer zwei Tanten daheim in Madison. Sie wollen, dass Diana sich endlich zu ihrem Erbe bekennt, doch seit dem unfreiwilligen Tod ihrer Eltern hat sie die Magie verbannt und sieht sich soweit menschlich wie möglich. Was sie nicht weiß ist, dass sie ihre Gene soweit verdrängen kann wie sie will, außenstehende magische Wesen, und davon gibt es immerhin drei verschiedene Arten, wissen immer wer und was sie ist. Zudem ist Diana nicht irgendeine Hexe, sie gehört zum mächtigsten Familienstamm, was ihr hier und dort auch hilfreich ist. Als Diana 7 Jahre alt war, wurden ihre Eltern auf brutale Weise in Afrika umgebracht und noch heute weiß keiner, wer es wirklich getan hat - Hexen, Vampire, Dämonen oder verängstigte Menschen. Seither lebt sie zusammen mit ihren zwei Tanten und ist mehr als genervt von ihren ewigen Ermahnungen, sie solle sich unter Ihresgleichen mischen. An einem der üblichen Tage in der Bodleian Bibliothek kommt ihr ein altes Manuskript in die Hände. Sie spürt die Magie in diesem Werk und öffnet es unbewusst durch ihre Berührung. Sie ist hingerissen vom Inhalt und bekommt kaum mit, dass sie von vielen Augen beobachtet wird. Als sie fertig ist mit ihrer Suche in dem Schriftstück, gibt sie es an der Ausleihe zurück. Sehr zum Verdruss der magischen Wesen, die nun in einer unnatürlich hohen Anzahl die Bibliothek bevölkern. Denn viele sind hinter Ashmole 782 her und bisher galt es als verschollen. Wie kommt es also, dass Diana es einfach an der Ausleihe anfordern kann? Auch der Vampir Matthew Clairmont befindet sich in der Bibliothek und zeigt nun reges Interesse an Diana. Diese wiederum fühlt sich aus einem für sie noch nicht ersichtlichen Grund zu dem abweisenden Vampir hingezogen, obwohl es so scheint, als wenn dieser ihr nur Ärger einhandeln wird. Kurz darauf wimmelt es in London von Hexen, Vampiren und Dämonen. Mit ihnen trifft sie auf Peter Fox, einem sehr unangenehmen Zeitgenossen, der nichts von vornehmer Zurückhaltung hält und Diana schnell klar macht, dass sie ihre Kräfte vielleicht doch ein wenig hätte trainieren sollen. Während Diana und Matthew sich näher kennenlernen, wird klar, dass Dianas bisher ruhiges Leben vorbei ist. Als sie einen Umschlag mit einem Foto erhält, welches ihre toten und verstümmelten Eltern zeigt, bricht sie zusammen und nur Matthew kann ihr jetzt helfen, denn er weiß weit mehr als er preisgibt. Meinung: Deborah Harkness hat mit 'Die Seelen der Nacht' einen gelungenen Auftakt zur All Souls Trilogy vorgelegt. Von der ersten Seite an ist Diana sympathisch und man will schon wissen, wie schlägt sie sich ohne ihre Magie. Wenn dann Matthew dazu kommt, weiß man als Leser natürlich was passiert zwischen den Beiden. Da gibt es kaum Überraschungen, meiner Ansicht nach. Allerdings bietet das Buch neben der Liebesgeschichte auch viel Spannung und Aktion. Wenn man erst einmal akzeptiert hat, dass Hexen, Vampire und Dämonen unerkannt unter den Menschen leben, kann man sich ganz auf das Wesentliche der ersten Hälfte konzentrieren. Hier geht es um das Manuskript, dessen Inhalt und natürlich auch der Frage: Warum wollen es alle haben? Leider gibt es einen Schnitt und die zweite Hälfte befasst sich dann größtenteils mit der Beziehung zwischen den zwei Hauptcharakteren. Auch hier gibt es Überraschungen und die Spannung lässt in keinem Fall nach, doch ich muss dafür einen halben Stern abziehen. Ich hätte mir gewünscht, dass hier die zwei Stränge näher miteinander verwoben sind. Nun bin ich natürlich gespannt wie es weiter geht. Mit 800 Seiten ist der erste Teil alles andere als Lektüre für Zwischendurch und ich hoffe wirklich, dass die folgenden Teile halten können, was dieses Buch verspricht.

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In unserer Welt ist einiges nicht so wie es scheint. Die leidenschaftliche Historikerin Diana Bishop weiß das am Besten. Denn sie ist eine Hexe. Und obwohl sie aus einer der ältesten Hexenfamilien stammt, ignoriert sie seit dem Tod ihrer Eltern im Alltag ihre Fähigkeiten. Als ihr jedoch in der Bibliothek von Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kommen Dinge ins Rollen, die dafür sorgen, dass sie ihr magisches Erbe nicht länger ignorieren kann. Von nun an verfolgen sie Damönen, Hexen und Vampire und Diana weiß nicht weshalb. Bald entwickelt sich eine Verfolgungsjagd nach Diana und ihrer Fähigkeit, das magische Manuskript zu rufen, in dessen Verlauf sie ausgerechnet von unerwarteter Seite Hilfe bekommt. Der Vampir Matthew Clairmont ist Wissenschaftler und stammt aus einer der mächtigsten Vampirfamilien. Mit ihm versucht Diana das Geheimnis des Manuskripts zu ergründen und bald verbindet die Beiden mehr als die Geschichte um das Manuskript. "Die Seelen der Nacht" ist einfach lesenswert. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so begeistert. Es ist nicht nur der Schreibstil von Deborah Harkness, sondern auch der Facettenreichtum der Figuren und Ihrer Vergangenheit. Man entdeckt immer neue Seiten und möchte mehr über diese Personen wissen. Die verbotene Liebesbeziehung zwischen Diana und Matthew, die Jagd nach dem geheimnisumwitterten Manuskript und die Hintergrunddetails über Geschichte und Wissenschaft machen das Buch zu einem absoluten Sahnestück. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Wo die Nacht beginnt", der schon auf meinem Lesestapel liegt.

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Diese Rezension fällt mir wirklich etwas schwer, denn „Die Seelen der Nacht“ hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Ich habe verdammt lange gebraucht, bis ich in das Buch reingefunden habe. Die Story ist teilweise so mit (geschichtlichem) Wissen vollgestopft, dass sich mir der Kopf gedreht hat. Das war für meinen Geschmack alles so viel, dass ich mit dem Buch nur sehr langsam voran kam. Da bekommt man seitenweise wissenschaftliche Fakten um die Ohren gehauen. Und genau aus diesem Grund war der Lesefluss für mich etwas zäh. Manche Abschnitte musste ich mehrmals lesen, andere habe ich dann aber einfach übersprungen, weil es mir dann doch zu viel wurde. Aber andererseits ist die Story an sich wirklich super und die Idee dahinter gefällt mir sehr. Natürlich gibt es etliche Bücher mit übernatürlichen Wesen, aber Deborah Harkness hat es geschafft, dieses Thema irgendwie ganz anders zu behandeln. Die Geschichte ist super durchdacht und total komplex. Und trotz dieses sehr kompakten Themas wird es nie unlogisch. Alles ist perfekt bedacht bis zum Schluss, alles macht irgendwann einen Sinn. Und dann sind da natürlich noch die Charaktere! Diana war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch. Auch wenn ich lange nicht so intelligent bin wie sie und über ihre wissenschaaftlichen Ausführungen so manches Mal die Stirn gerunzelt habe, so war sie doch wirklich liebenswert. Sie hat eine starke Persönlichkeit und weiß ganz genau, was sie will. Durch die Ich-Perspektive hatte ich das Gefühl ganz nah am Geschehen zu sein. Ich wusste immer, was Diana denkt und was sie fühlt. Das hat mich ihr noch näher gebracht. Und auch Matthew ist ganz wundervoll, anfangs sehr geheimnisvoll und unnahbar. Doch mit der Zeit wird er immer sympathischer und liebenswerter. Und auch die ganzen anderen Protagonisten drumherum sind einfach zum Gernhaben. So hat es mir nach den Startschwierigkeiten wirklich sehr viel Spaß gemacht Dianas und Matthews Geschichte zu verfolgen. Fazit „Die Seelen der Nacht“ ist ein sehr guter Reihenauftakt, bei dem man aber anfangs etwas Durchhaltevermögen braucht.

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Romance-Fantasy-Autorin Deborah Harkness schuf mit "Die Seelen der Nacht" ihren Auftakt zu einer sehr außergewöhnlichen Saga um Hexen, Vampire und Dämonen. Eine Liebe, die es so gar nicht geben darf und gegen alle Regeln des herrschenden Kodex verstößt. Eine Liebe, die sich nicht unterbinden lässt... "Die Seelen der Nacht" ebnet den Weg für den zweiten Band "Wo die Nacht beginnt". Zum Inhalt: "Eine Liebe, stärker als das Leben selbst … Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag möglichst zu ignorieren. Doch dann fällt Diana in einer Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände, und plötzlich wird sie von Hexen, Dämonen und Vampiren verfolgt, die ihr das geheime Wissen entlocken wollen. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr Leben …" Handlung: Eine ehrgeizige und erfolgsverliebte Doktorandin, die Hexe Diana Bishop, die sich ihrer Magie abgeschworen hat. Das zumindest glaubt sie. Bis Mathhew Claitmond in ihr Leben tritt. Ein 1500 Jahre alter Vampir, der mit seinen Mitte dreißig das Sinnbild eines Traummannes zu sein scheint. Diana bricht einen Bann, indem sie das sagenumwobene Skript Ashmole 782 in der Bibliothek studiert. Dieser Bruch verändert alles in der Welt der Gestalten. Hexen, Dämonen und Vampire, sie alle sind in höchster Aufruhr und Alarmbereitschaft. Der Bann wurde gebrochen, und Diana Bishop scheint der Schlüssel zu all dem verborgenen Wissen des Ashmole 782 zu sein... Diana ist in Gefahr, aber nicht nur die wachsamen und gierigen Gestalten bergen die Gefahr, nein, da ist auch noch Vampir Matthew, dem sie sich nicht entziehen kann. Er meint sie zu schützen, doch ist sein Bemühen auch ernst? Und die Gefühle? Eine Liebe wächst, die nicht nur Gefühle zu Tage führt, sondern auch Diana´s all verborgenen Mächte und Magie entblößt. Ein Spiel aus Feuer und Eis, aus Heiß und Kalt, aus Leben und Tod... Schreibstil: Die Autorin besitzt einen sagenhaft bildhaften, nahen und gefühlvollen Schreibstil. Noch nie habe ich in einem Buch eine solche Fülle an Wissen, Spezialwissen, Details und Lebendigkeit gelesen. Wirklich faszinierend. Sie informiert den Leser gleich zu Beginn indirekt über die Vorgeschichten und Vergangenheiten der Protagonisten. Wir nähern uns jedoch nur Häppchenweise an Diana und Matthew und somit an die Herkunft der Hexen und Vampire heran. Die Autorin Deborah Harkness spielt hier mit gekonnten Perspektivenwechsel um einzelne Handlungsstränge zu erschaffen und auch mal einen Blick zurück zu wagen. Schon in den ersten Seiten schafft Deborah Harkness eine Umgebung, die lebendiger und detailreicher scheint, als jeder Film. Sie erzeugt Kopfkino der Extraklasse. Wir erleben hier die alte Schulstadt Oxford mit all seinen alten Gebäuden und Universitäten, die kleinen Gasse, die nähe zum Fluß und die altertümliche Beschaffenheit. Ein geschickter Schachzug der Autorin Harkness. Der übliche Fantasy-Romance-Mystery Roman ist es nicht, denn die Autorin begibt sich zunächst in den Alltag der Hexe Diana Bishop, die alles andere als Hexerei im Sinn hat. Sie will Erfolg, und den will sie sich selbst erarbeiten. So erleben wir ihren Alltag in der Welt der Historie, der Bibliothek und der Universität. Eie alltägliche Welt der Hauptprotagonistin Diana, die zunächst alles andere als magisch oder prickelnd ist. Dann tritt Matthew in Dianas Leben und die Autorin Harkness beginnt ein sagenhaft leidenschaftliches Spiel mit den Gefühlen und Anziehungskräften der beiden Stars in dem Buch. Vampir Matthew und Hexe Diana. Eine unmögliche und von Gefahr geprägte Liebe... Autorin Deborah Harkness bedient sich einer ganz anderen Art des Fantasy, denn sie würzt ihre Story mit viel Spezialwissen der Alchemie, der Sagen und Mythen, der Literatur und Kultur. Die Autorin schreibt unheimlich nah, erweckt lebhafte Bilder, konzentriert sich aufs Detail, formt wunderbare Dialoge und spielt mit der Phantasie der Leser. Sie trifft den Nerv der Zeit. Mit ihrem für Teil 1 offenen Ende schafft sie einen Cliffhanger, der Vorfreude auf die Fortsetzung macht! "Wenn der Schmetterling zum lieblichen Licht fliegt, weiß er nicht, dass ihn die Flamme verzehren kann" Seite 334 Charaktere: Die Auswahl der Charaktere, bzw. der Hauptprotagonisten sollte das Herzstück des Romans sein. Dies ist hier leider nicht ganz so ausgeprägt. Meiner Meinung nach dominieren in diesem Roman eher die Schauplätze, als die Charaktere. Hier fehlt mir etwas die Nähe und Verbundenheit. Wir erleben die zunächst trotzige Diana, aus Ihrer Sicht wird der Roman überwiegend dargestellt. Diana ist eine Hexe, will sich aber allerlei Magischem abwenden und ein ganz normales Leben führen. Diese Einstellung verdankt sie dem tragischen und viel zu frühen Tod ihrer berühmten Hexeneltern. Dann tritt Vampir Matthew an ihre Seite. Matthew trägt ein schlimmes Geheimnis. Will er sie wirklich nur schützen? Oder will er auch nur an das magische Buch gelangen? Zusätzlich treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade die fantastischen Wesen aus Dämonen, Hexen und Vampiren vereint zaubern eine berauschende Welt aus Haupt- und Nebenrollen, die ein Spiel mit dem Feuer garantieren. Neben all dem Übersinnlichen, hat mir der Part der wissenschaftlichen Vampire um Matthew mit Marcus und Mirian sehr gefallen. Vampire in einem DNA Labor zwischen Blutproben und alten Aufzeichnungen. Genial. Pluspunkt! Deborah Harkness hat einen Pool aus Figuren erschaffen, die mit viel Sympathie bewegen, aber auch mit Antipathie aufwarten können. Einige Protagonisten nehmen im Laufe der Handlung einen ganz neuen Part ein und werden den Leser überraschen. Harkness´Chraktere warten mit viel Sympathie auf, aber hier fehlt mir die Liebe zum Detail, die sie so schön an den Schauplätzen an den Leser bringt. Diese Magie hätte ich mir auch bei den Protagonisten gewünscht. Schade. Die wachsene Liebe zwischen Vampir und Hexe reißt mich dann aber doch wieder voll mit. Auch die Gedankenwelt um Matt und Diana und deren Pakt lässt den Leser unerwartetes erkennen und macht neugierig auf die Fortsetzung. "Ich will, was ich nicht wollen soll, und ich begehre, was ich nie bekommen darf"... Matthew über Diana auf Seite 156. Meinung: Die Autorin hat mit mir eine Achterbahn ans Laufen gebracht. Ständig wankte ich zwischen vorzeitigen Beenden des Buches und gebannten Weiterlesen bis hin zu nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin froh, das ich dem Buch treu geblieben bin, denn so warte ich ganz neugierig und voller Vorfreude auf Teil 2. Die grandiose und unbeschreibliche Landschaft hat mich vollends begeistert, mit ihrer Story, mit den sagenhaften bildhaften Schreibstil, mit den detailierten Kulissen. fDer Cliffhanger ist zunächst etwas ärgerlich, aber ein Ansporn nach Teil 2 zu trachten und die Tage zu zählen, bis man die Geschichte zum Abschluß bringen kann. Für mich gab es leider zu den vielen Stärken auch viele Schwächen, die mir einen Sternabzug gekostet haben. Die Autorin sticht dennoch heraus, hat definitiv einzigartigen Wiedererkennungswert und mich als Leserin gewonnen. Schwächen: - langsammer Einstieg in die Handlung - etwas blasse (nicht weil Vampir!) Charaktere - fehlende Tiefe bei den Protagonisten, obwohl so viel Potential da ist - viele unnötige Ausschweifungen und Umschreibungen - zu viel Intensität in den Bibliothek-Aufenthalten - die Ernsthaftigkeit der Gefahr kristallisiert sich nur schwach heraus Stärken: - unverwechselbare und traumhaft lebendige Kulissen und Schauplätze! Sagenhaft, ich bin begeistert! - interessantes Spezialwissen im Bereich Alchemie, alte Sagen, wissenschaftliche Genetik, alte Literatur und Länderkultur, Mythen und Magie - Dämonen, Vampire und Hexen mit einem Ziel, eine großartige Idee - charakterisierte Dialoge, wunderbarer Sarkasmus, schwarzer Humor und hinreißende Liebe - angebrachte Zitate berühmter Urheber - langer Lesespaß auf knapp 800 Seiten - eine Fortsetzung ist schon im Handel! Lieblingsstelle / Lieblingszitat: "Auf dem Gipfel meiner Lust begann es Sterne zu regnen. Ein paar davon blieben unter der Decke hängen, wo sie funkelnd und flackernd ihr kurzes Leben beendeten, während wir einander in den Armen lagen und darauf warteten, dass der Morgen uns fand." Seite 604 Die Autorin: "Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com)." Verlag und Link zum Buch: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Seelen-der-Nacht-Roman/Deborah-Harkness/e366856.rhd Originaltitel: A Discovery of Witches Originalverlag: Penguin Viking, New York 2011 Aus dem Amerikanischen von Christoph Göhler Erschienen: 21. Januar 2013 Cover / Buch: Das Cover ist wunderschön und passt zum Inhalt. Es gibt den Anklang für die Trilogie der Saga. Ein schönes Bild ergibt sich im Bücherregal. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Buch liegt trotz seiner 800 Seiten angenehm in der Hand. Eine Leseprobe zu Teil 2 gibt es auch. Fazit: Dieser Fantasy hat mich glücklich gemacht, auch wenn es eine Berg und Talfahrt war. "Mühsam nährt sich das Eichhörnchen".

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Inhalt: Im Zuge ihrer wissenschaftlichen Arbeit über altertümliche alchemistische Schriften fordert Diana Bishop in der Bibliothek der Oxford University ein Manuskript an, das schon seit vielen Jahrhunderten als verschollen gilt. Schon auf den ersten Blick ist ihr klar, dass es sich um einen verhexten Gegenstand handelt, doch aus Angst vor der Magie, die sich zwischen den Seiten verbirgt, ignoriert Diana seine Aura und gibt es ungelesen wieder zurück. Doch nicht nur sie spürt die Magie von Ashmole 782, denn schon einige Tage später wimmelt es in der Bibliothek von Vampiren, Hexen und Dämonen, die gleichermaßen die Lesesäle bevölkern. Denn jede Rasse will das Manuskript für sich haben, da es unschätzbare Informationen über die Herkunft der einzelnen Arten beinhaltet. Auch stehen mächtige Zaubersprüche und alchemische Formeln darin niedergeschrieben, die die Vorherrschaft einer der drei Rassen sichern können. Noch ahnt Diana nicht, auf welche Art und Weise ihr Schicksal mit dem des Buches verknüpft ist, lediglich der charmante Vampir Matthew Clairmont steht ihr bei der Suche nach Antworten zur Seite. Doch sind seine Absichten wirklich so ehrenhaft, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat…? Mein Eindruck: Zunächst einmal bin ich wirklich begeistert von der liebevollen Covergestaltung des Romans, die sofort Lust darauf macht, im Buch zu schmökern. Auch die Farbwahl finde ich persönlich gelungen, denn eine so grelle pinke Farbe findet sich nicht alle Tage im Inneren eines Buches ;) Auch im Regal ist der Roman ein wirkliches Schmuckstück, das ich nicht mehr missen möchte! Noch zu Beginn hatte ich einige Probleme, mich wirklich in die Geschichte einzufinden, denn auf den ersten 100 Seiten passiert kaum etwas Nennenswertes außer dem Fund des verhexten Manuskripts. Hier hält sich die Autorin immer wieder mit unwesentlichen Details auf, was die Erzählung unnötig in die Länge zieht. Dabei bleibt die Sprache jedoch stets flüssig und kunstvolle Satzgeflechte schaffen es immer wieder, über fehlende Handlung hinwegzutrösten. Doch nach den ersten langen Passagen nimmt der Roman immer weiter an Fahrt auf, sodass der Leser schon im Mittelteil das Buch nur sehr schwer aus den Händen legen kann, da die Erzählung genau die richtige Mischung aus Dramatik, Romantik und Spannung aufweist. Mit Hilfe verschiedenster Erzählperspektiven versucht die Autorin dabei, dem Leser die Hauptfiguren des Romans näherzubringen. Leider muss ich sagen, dass mir zweitweise vor allem Diana etwas unsympathisch erschienen ist. Als Historikerin ist sie eine ernstzunehmende Persönlichkeit, doch im Hinblick auf ihre magischen Wurzeln reagiert sie teilweise sehr unreif und bockig. Nur in seltenen Fällen lässt sie sich einen Rat geben und zeigt sehr wenig Kooperationsbereitschaft. So wirken einige Dialoge mit ihr anstrengend, doch im Großen und Ganzen harmoniert sie sehr gut mit dem männlichen Hauptprotagonisten Matthew, der sich immer wieder in einen Mantel des Schweigens hüllt und Geheimnisse aus seiner Vergangenheit nur sehr zaghaft preisgibt. Er wirkt vor allem zum Ende des Romans hin wie ein Ruhepol für die aufgekratzte Diana, sodass sich die beiden wirklich gut ergänzen. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden ist sehr glaubwürdig, denn stehen sie sich zu Beginn noch mit offensichtlicher Skepsis gegenüber, so lernen sie doch im Handlungsverlauf, einander zu vertrauen und füreinander da zu sein. Doch auch viele Nebencharaktere flicht Deborah Harkness in ihre magische Geschichte ein, die gelungen dazu beitragen, die Handlung voranzutreiben. Dabei ist es wirklich schön, dass jede einzelne der Personen einen sehr eigenwilligen, tiefgründigen Charakter hat, die sie allesamt einzigartig erscheinen lässt. Besonders gelungen ist die Verwebung zwischen fantastischen Elementen und moderner Wissenschaft gelungen, sodass der Leser einen wirklich guten Kurzeinblick in Genetik, Molekularbiologie und neueste Forschungserkenntnisse erhält. Alle Fakten wirken gut recherchiert und glaubwürdig. So hat der Leser die Möglichkeit, einen kleinen Schritt in Richtung besserer Allgemeinbildung zu machen.

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Eine Hexen- und Vampirgeschichte

Von: Monika Stutzke aus Berlin

04.08.2013

Diana Bishop wächst als Waise bei ihrer Tante und deren Lebensgefährtin auf, nachdem ihre Eltern beide ermordet wurden. Die Mutter war eine mächtige Hexe, der Vater ein Hexenmeister und Diana, das Kind der beiden, versucht als "normaler" Mensch zu leben. Sie wendet sich von der Macht und der Magie der Hexen ab. Diana ist Historikerin und arbeitet viel zu Recherchezwecken in der Bodlaian-Bibliothek, wo ihr viele alte Schriften und Belege zur Verfügung stehen. Dort fällt ihr eines Tages ein seit langem verschollen geglaubtes Manuskript in die Hände, das mit einem Zauberbann belegt ist. Durch einfaches Händeauflegen gelingt es Diana, dieses Buch zu öffnen und auf ein paar Seiten einen Blick zu werfen. Sie spürt die Kraft dieses Werkes und gibt es am Ausleihschalter der Bibliothek wieder zurück. Das widerum veranlasst viele Kreaturen, sich an Dianas Fersen zu heften, um durch sie in den Besitz dieses Manuskriptes zu kommen. Dieses soll die Geheimnisse, Herkünfte und die Zukunft der Hexen, Vampire und Dämonen beinhalten, so dass jede Art dieses Werk für sich beansprucht. Diana wird verfolgt und belästigt und Hilfe erfährt sie ausgerechnet von einem 1500 Jahre alten Vampir, dem Professor Matthew Clairmont. Aber ist es möglich, dass Diana einem Vampir trauen kann? Und vor allem, welche Ziele verfolgt dieser Vampir, wenn er ihr Hilfe anbietet? ... Meine Meinung: Deborah Harkness hat hier einen nicht ganz gewöhnlichen Hexen- und Vampirroman geschaffen. Die üblichen Klischees und das vorhandene Wissen und die Eigenschaften der Vampire kommen hier nicht zur Geltung. Diese Vampire sind anders. Die Welt unterteilt sich in 4 Arten... Menschen, Hexen, Vampire und Dämonen. Die Autorin hat sich die Mühe gemacht und versucht glaubhaft und wissenschaftlich zu erklären, wie die Arten entstanden sind. Selbst die DNA-Analysen werden so gekonnt wiedergegeben, dass sie dem Leser einleuchtend erscheinen und für bare Münze gehalten werden. Noch authentischer geht einfach nicht. Der Leser ist von Beginn an mitten im Geschehen. Die Protagonisten Diana und Matthew sind glaubwürdig in ihrer Art. Ganz sacht und leise lässt die Autorin die Liebesgeschichte der beiden beginnen, angefangen von der Abneigung der beiden zueinander bis zum Beschützerinstinkt und der beginnenden Liebe. Nichts wird übereilt, alles ist wunderbar und romantisch im Einklang. Auch die Nebencharaktere sind hervorragend herausgearbeitet, zu benennen hier die beiden Tanten, die Mutter von Matthew und auch sein Sohn. Großen Spaß hatte ich beim Lesen über das Eigenleben des magischen Hauses von den Tanten. Türen werden einfach zugeschlagen, es wird mit Sachen geworfen und es werden Zimmer angebaut. Der Fantasie der Autorin sei Dank. Das Level der Spannung wurde kontinuierlich gehalten. Bevor es zum Ende noch richtig spannend und dramatisch wurde, gab es zwischendurch ein paar Höhepunkte. Zum Ende konnte ich nur fassenlos fragen: Wie, schon zu Ende? Dass es kein Ende ist, ist gewiss. Es ist der 1. Teil der All Souls Trilogie. Der 2. Teil soll im Sommer 2012 erscheinen und man kann nur hoffen, dass es dann mit der Übersetzung ins Deutsche nicht so lange dauert. Besonders erwähnen möchte ich noch das einmalig schöne Cover des Buches. Ich finde die Gestaltung des schwarzen Hintergrundes mit den pinkfarbenen Blüten und den Blättern richtig gut gelungen. Das ist im Laden ein wirklicher Hingucker und Augenmagnet. Da das Buch in meinen Augen ein paar Längen hatte, ziehe ich einen Punkt in der Bewertung ab.

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