Leserstimmen zu
My Berlin Kitchen

Luisa Weiss

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Luisa, in Berlin geboren und nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrem Vater in Boston aufgewachsen, erzählt in dieser schnörkellosen aber wunderbar leicht und flüssig zu lesenden Liebesgeschichte über ihr Leben, ihre Städte und ihre Rezepte. Diese stammen von ihrer italienischen Mutter, ihrer Großmutter, ihrem Onkel, ihrer Tagesmutter, deren deutschem Schwiegervater, kurz von den Leuten, die in ihrem Leben eine große Rolle spielen. Ins Kochen hat sie sich bereits als junges Mädchen verliebt und in ihrer Küche fühlt sie sich ihren Wurzeln, von denen sie gar nicht so genau weiß, wo sie sind, sehr nah. Ihre Mutter Italienerin, ihr Vater Amerikaner, im damaligen Westberlin geboren, ist sie immer auf der Suche nach dem Ort, dem sie sich zugehörig fühlt. Nach langem Hin und Her, unter anderem nach Aufenthalten in Paris und New York, geht es nach einer schmerzlichen Trennung zurück nach Berlin, dem Zuhause ihrer Kindheit. Dort findet sie zu sich selbst und endlich auch die wahre Liebe. Die Autorin lebt heute mit Mann und Sohn in Berlin und schreibt einen preisgekrönten Foodblog, der in der deutschen Presse schon einiges an Anerkennung gefunden hat.

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In dem Buch „My Berlin Kitchen“ erzählt uns Luisa Weiss ihre Geschichte und bereichert sie mit jeder Menge Rezepten. Trotzdem ist dies nicht in erster Linie ein Kochbuch! Es gibt keine Bilder zu den Rezepten, dafür jede Menge Geschichten. Der Erzählstil war für mich sehr angenehm, es ist nicht anstrengend, das Buch zu lesen, sondern sehr angenehm und wie ein Gespräch auf der Couch mit einer lieben Freundin. Wer gern liest, reist und kocht, wird dieses Buch bestimmt so gern lesen wie ich! P.S. Die komplette Rezension und ein Rezept für einen flaumigen Quarkauflauf mit Sauerkirschen gibt es auf meinem Blog.

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Zugegeben, Luisa Weiss ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die in ihrem noch relativ jungen Leben ziemlich viel erlebt hat und viel rumgekommen ist. Aber während des Lesens habe ich mich doch ab und zu gefragt, ob das allein ein ganzes Buch rechtfertigt. Dann bin ich wieder komplett in ihre Erzählungen abgetaucht und die Zweifel waren wie weggeblasen. Die Foodbloggerin hat eine sehr blumige Sprache, so dass sich selbst eine alltägliche Begebenheit liest wie ein Trip ins Abenteuerland. Luisa ist die Tochter eines Amerikaners und einer Italienerin. Geboren in Berlin, ist sie nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrem Vater zurück in die USA. Dort hat sie bis zu ihrem 10. Lebensjahr verbracht. Trotz den Bemühungen ihres Vaters ist sie voller Heimweh zurück zu ihrer Mutter nach Berlin. Studiert hat sie in Boston und Paris. Aus Liebe zu ihrem damaligen Freund Max ist sie wieder zurück nach Berlin, hat sich dann aber entschieden nach New York zu ziehen - ohne Max. Nach einer langen Beziehung mit einem anderen Mann, ist sie mittlerweile mit Max verheiratet und lebt wieder in Berlin. Geheiratet haben sie in Italien, auf dem Landsitz ihres verstorbenen Großvaters. Wie ihr seht, bekommt man beim Lesen dieser Biografie allerhand geboten. Allerdings sollte man nicht die Konzentration verlieren, denn es ist besondere Vorsicht geboten. Sie streut des Öfteren Anekdoten ein, die man gar nicht so schnell einer Zeit zuordnen kann - dabei handelt es sich hauptsächlich um Familiengeschichten. Da ihre große Familie in der Welt verstreut ist und Luisa sich oft einsam fühlt, ist Kochen für sie wie nach Hause kommen, ihr Foodblog, ein Treffen mit ihrer "Sippschaft". Leider schreibt sie kaum etwas über das Bloggen, obwohl sie dadurch zu diesem Buch kam und ich deswegen dieses Buch überhaupt mit nach Hause genommen habe. Doch was diesen Bereich betrifft wurde ich leider enttäuscht, denn bis auf ein paar Anekdoten findet er kaum Erwähung. Jedes der 40 Kapitel endet mit einem Rezept! Yummi... Hier wird nicht auf Salzgehalt, Kalorien oder ähnliches geachtet. Hier wird gekocht, gegessen und genossen. Ganz nach meinem Geschmack... Hier eine kleine Auswahl: Geschmorte Artischocken mit Kartoffeln Käsekuchen Elsässer Flammkuchen Spargelsalat Zusammengefasst - was erwartet euch in diesem vielseiten Schmöker: Luisa Weiss erzählt in ihrer Biografie nicht nur über ihren Werdegang und ihre vielen Wohnortwechsel, sondern auch von der Liebe zu ihrer Familie, die in der ganzen Welt verstreut ist. Sie erzählt von ihrer Liebe zum Kochen und Essen, erzählt warum sie so viele Familienrezepte kocht und wie sie diese mit verschiedenen Ereignissen in ihrem Leben verbindet. Außerdem erfährt man von ihrer Liebe zu ihrem jetzigen Mann Max - vom ersten Date bis zu ihrer Hochzeit, von den Höhen und Tiefen ihrer Beziehung und ihrer langen Trennungsphase. "Es gehört viel Mut dazu, sein Leben komplett umzukrempeln, vor allem, wenn einem jeder sagt, wie glücklich man eigentlich sein müsste..." Fazit: Im Großen und Ganzen habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und fand die Lebensgeschichte der Bloggerin sehr interessant. Allerdings hätte ich gerne mehr über ihren Blog erfahren, vor allem wie sie es geschafft hat dadurch bekannt zu werden.

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My Berlin Kitchen

Von: nef

20.08.2015

Luisa ist gebürtige Berlinerin - ihr Vater stammt aus Amerika, ihre Mutter aus Italien. Als sich ihre Eltern trennen, ist Luisa noch sehr jung und muss sich entscheiden. Sie geht mit ihrem Vater nach Amerika, in dem kleinen Bostoner Vorort Brookline bewohnen sie eine kleine Wohnung. Doch Luisa sehnt sich sehr nach ihrer Mutter und bittet schließlich ihren Vater nach Berlin zu ihrer Mutter ziehen zu dürfen. Das einzig beständige in ihrem Leben ist das Kochen. Ihre Mutter kocht nicht gern, doch die Gerichte aus ihrer italienischen Heimat sind selbst Luisa ins Blut übergegangen. Doch auch hier gibt es etwas was ihr fehlt. Sie sieht sich immer als Außenseiterin, denn sie hat keine klaren Wurzeln. In Deutschland versucht sie sich europäisch zu geben - in Boston wie eine Amerikanerin. Selbst ihre Freunde kennen sie nicht ganz. Als es Zeit wird zu entscheiden was sie in Zukunft machen will, geht sie für ein Jahr nach Paris. Um sich selbst zu finden. Doch dort findet sie nur Einsamkeit. Einzig die franszösische Küche ist ihr Trost. Bis sie auf Max trifft. Er ist liebevoll, fröhlich und hat immer ein Ohr für sie. Luisa verliebt sich bis über beide Ohren in ihn und gemeinsam gehen sie zurück nach Deutschland. Doch auch jetzt ist Luisa rastlos. Da erhält sie ein unglaubliches Angebot von einem New Yorker Verlag und beschließt zurück nach Amerika zu gehen - ohne Max. Im Grund weiß sie nicht einmal genau warum sie der Sache zwischen ihnen beiden nicht ganz getraut hat. Doch Max lässt sie lange nicht los. Um sich auf andere Gedanken zu bringen und endlich mal Herrin zu werden über die vielen gesammelten Rezepte aus den Wochenzeitungen beginnt sie einen Blog. Eine Freundin hat sie auf die Idee gebracht und ihr von Julie Powell erzählt. Der jungen Frau die sich ein Jahr lang durch Julia Childs Mastering the Art of French Cooking kocht und darüber bloggt. Luisa ist begeistert und beginnt zaghaft ihre ersten Erlebnisse mit der Welt zu teilen. Nie hätte sie gedacht, dass sie derart viel Zuspruch erhält und gerade in schwierigen Zeiten sind ihre Leser für sie da. Eine hoffnungslose Beziehung zu Sam, einem Amerikaner und ein gebrochenes Herz bringen Luisa am Ende dorthin zurück wo sie hingehört - nach Berlin und zurück zu ihrer großen Liebe. Dieses Buch ist die Lebens- und auch Liebesgeschichte der Luisa Weiss. Mich hat vor allem der Plot angesprochen. Als Hobbybäckerin greife ich im Moment gern alle Bücher auf, die sich um das Thema kochen und backen drehen und so landete ich natürlich auch bei 'My Berlin Kitchen'. Luisa ist eine sehr sympathische Frau deren Probleme schon in jungen Jahren beginnen. Sie beschreibt sehr anschaulich ihre ersten Jahre in Berlin und danach die Zerrissenheit während sie zwischen ihren beiden Elternteilen pendelt. So richtig heimisch fühlt sie sich erst später und das liegt wohl auch an ihrer großen Liebe Max. Jedes Kapitel endet mit wenigstens einem Rezept, welches auch im Kapitel selbst beschrieben wird. Luisa Weiss macht das so detailreich, dass ich die Düfte der unterschiedlichen Eintöpfe, Fleischgerichte und Backwaren förmlich durch das Buch riechen konnte. Man sollte in dem Buch also nicht lesen, wenn man gerade einen knurrenden Magen hat. Das wäre reine Folter. Ich bin überhaupt keine gute Köchin - was wohl daran liegt, das sich nie begonnen habe zu kochen. Das Backen liegt mir da schon weit mehr. Aber nach diesem Buch werde ich es einfach mal ausprobieren. Die Rezepte werden alle ausprobiert und vielleicht ist es ja wirklich so einfach, wie sie es beschreibt. Ich hatte viel Freude beim Lesen und bin jede Sekunde liebend gern mit Luisa durch New York, Paris und Berlin gegangen. Sie schreibt so mitreißend, dass ich vor dem Umblättern jeder Seite gehofft habe, dass sie es jetzt geschafft hat ihren Platz zu finden. Dieses Buch hilft vielleicht dabei seinen Platz im Leben zu finden oder einfach nur der eigenen Seele um zu wissen, es geht auch anderen Menschen so. Mein Jahreshighlight 2013.

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