Leserstimmen zu
Todeswunsch

Michael Robotham

Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz (5)

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Das Buch "Todeswunsch" ist nicht der erste Band rund um Joe O´Loughlin. Ich habe dennoch mit diesem Buch begonnen und bin problemlos mitgekommen. Natürlich wird häufig auf das Privatleben von Joe Bezug genommen, z.B. auf die Entführung seiner Tochter Charlie, aber es wird immer kurz wiederholt, was vorgefallen ist, sodass man auch als Erstleser gut mitkommt. Joe O´Loughlin ist Psychologe, der seine Praxis aufgegeben hat um in Teilzeit an einer Uni zu lehren. Bis in Ronnie Cray bei der Ermordung von Ray Hegarty, dem Vater Siennas um Hilfe bittet. Eigentlich wollte er nie wieder in einen Kriminalfall verwickelt werden, aber da es sich um die beste Freundin seiner Tochter handelt und er einer der wenigen ist, die Sienna für unschuldig halten, gibt er seine Vorsätze auf und hilft der Polizei bei der Aufklärung des Falls. Er kommt als Psychologe natürlich nicht umhin, die menschliche Psyche zu hinterfragen und verweist dabei hin und wieder auf bekannte psychologische Studien oder Definitionen. Ich als Psychologiestudentin fand das natürlich besonders interessant, vor allem da ich so das Gefühl hatte, wirklich schon was gelernt zu haben :D Aber ich denke, auch ohne Psychologiekenntnisse kommt man problemlos mit. In diesem Buch geht es nicht "nur" um Mord. Es geht um sexuellen Missbrauch, Machtmissbrauch, Manipulation und Rassismus und um Nebenthemen wie das Ritzen, Familie, Scheidung, Parkinson, Psychologie und das Rechtssystem. Jedes dieser Themen hat seinen Platz im Buch und wird auf die ein oder andere Weise behandelt. Hat Siennas Vater sie wirklich missbraucht? Hat sie ihn deswegen getötet? Was ist mir Gordon Ellis, dem Lehrer von Sienna und Charlie, der von allen Schülerinnen angehimmelt wird? Sagt er die Wahrheit? Oder hat er Sienna verführt und sie systematisch manipuliert? Hat er sie dann sexuell missbraucht? Und wie hängt das alles mit der Ermordung einer Asylantenfamilie zusammen? Fragen über Fragen, die Joe immer mehr verwirren und ihn dazu veranlassen, immer tiefer zu graben, bis er Dinge herausfindet, die schrecklicher sind als er erwartet hat. Mir hat es sehr gut gefallen, dass in diesem Buch nicht nur Polizisten einen Mord aufklären, sondern auch ein Psychologe maßgeblich daran beteiligt ist. Logisch, immerhin werde ich auch irgendwann mal Psychologe sein, da finde ich es natürlich besonders interessant wie so jemand an einen Fall herangeht und ihn löst. Insbesondere die letzten Kapitel fand ich dann nochmal sehr spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Allerdings ging es zum Schluss dann wirklich sehr schnell und ich beinahe etwas überfordert zu erkennen, wie jetzt alles zusammenhängt. Wie bereits erwähnt, kenne ich die Vorgänger-Bücher nicht. Vielleicht hatte ich deshalb auch nicht so hohe Erwartungen? In anderen Rezensionen wird oft bemängelt, dass "Todeswunsch" nicht an die ersten Bücher von Michael Robotham heranreichen würde. Wenn die anderen Bücher noch besser sind als dieses hier, muss ich sie auf jeden Fall alle lesen! fazit Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Figuren sind allesamt vielschichtig dargestellt und detailliert skizziert. Die Geschichte ist spannend und einfühlsam geschrieben, man kann mitfiebern und hoffen, dass sie den richtigen Mistkerl doch noch schnappen können. Der Autor schreibt spannend, sensibel und glaubwürdig. Ich werde mir definitiv auch die anderen Bücher von Michael Robotham anschauen und lesen. Volle Punktzahl für dieses Buch :)

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Todeswunsch

Von: Nicole Plath

11.08.2016

Die 14-jährige Sienna Hegarty steht eines Abends blutüberströmt vor dem Haus ihrer Freundin Charlie. Irgendjemand hat ihrem Vater im Kinderzimmer die Halsschlagader durchgeschnitten. Sienna kann sich an nichts erinnern. Alles spricht dafür, dass sie ihren Vater umgebracht hat. Charlies Vater, der Psychologe Joe O’Loughlin, kann nicht glauben, dass Sienna dies getan haben soll. Gemeinsam mit Ex-Polizist Vincent Ruiz macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter, auch wenn für die Polizei die Sache glasklar ist. Die Nachforschungen von O’Loughlin und Ruiz betreffen auch den Lehrer Gordon Ellis. Er scheint mehr als nur eine Lehrer/Schüler-Beziehung mit Sienna zu pflegen. Ist ihr Vater dahinter gekommen und musste deshalb sterben? Der Roman beginnt spannend, und auch wer die Vorgänger-Romane nicht kennt, findet leicht in die Geschichte. Nach kurzer Zeit jedoch nimmt die Spannung immer weiter ab. Erst gegen Ende gewinnt die Geschichte langsam aber sicher wieder an Fahrt. Eben dieses Ende und der gute Anfang lassen die schwache Mitte des Romans schnell vergessen. Und da ist noch Mr. Parkinson – wie O’Loughlin seine Krankheit nennt. Die Krankheit sorgt für einige Missverständnisse in seinem Umfeld, da er seine Bewegungen nicht immer kontrollieren kann. Mr. Parkinson spielt zwar nur eine kleine Nebenrolle in diesem Roman, trotzdem wird dem Leser schnell klar, welche Auswirkungen diese Krankheit auf den Alltag von O’Loughlin hat.

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Todeswunsch

Von: Seehase1977

29.08.2015

Klappentext: Der Psychologe Joe O’Loughlin ist sich nicht sicher, ob er sich ausgerechnet die frühreife Sienna Hegarty als beste Freundin für seine Tochter Charlie wünscht. Doch als sie eines Abends blutüberströmt bei den O’Loughlins auftaucht, versucht Joe alles, um ihr zu helfen. Denn im Haus der Hegartys ist etwas Schreckliches passiert: Siennas Vater liegt tot in ihrem Zimmer – jemand hat ihm die Halsschlagader durchtrennt, und Sienna kann sich an nichts erinnern ... Zum Inhalt: Eines Abends steht die beste Freundin von Psychologe Joe O’Loughlins Tochter Charly vor der Tür. Sienna ist blutüberströmt, völlig verstört und läuft kurz danach panisch wieder weg. Als Joe sie findet ist sie nicht ansprechbar. Der Psychologe erfährt, dass Siennas Vater ermordet in ihrem Zimmer liegt, erschlagen und mit aufgeschlitzter Kehle. Alles deutet daraufhin, dass Sienna ihren Vater ermordet hat. O’Loughlin glaubt nicht an die Theorie der Polizei und will dem völlig traumatisierten Teenager helfen. Er wird damit betraut, das psychologische Gutachten über Sienna zu erstellen und taucht bald tief hinein in einen Sumpf aus Lügen, Missbrauch und Gewalt, die auch den hartgesottenen Psychologen an die Grenzen seiner Belastbarkeit führen… „Todeswunsch“ ist der fünfte Teil der Thriller-Reihe von Michael Robotham rund um den Psychologen Joe O’Loughlin. Man ist gleich mitten in der Story und sogleich davon gefangen, obwohl der Autor in seinem gewohnt trägen Stil erzählt, was nicht negativ zu werten ist, im Gegenteil, ich mag die Schreibweise von Robotham und die darin verborgenen vielen Details sehr gerne. In mehreren Handlungssträngen wir der Leser geschickt zum Ende und zur Aufklärung des Falles geführt. Bis dahin werden viele falsche Fährten gelegt, um möglichst lange die wahre Identität des Mörders zu verschleiern. Man erfährt wieder ein Stück mehr über O’Loughlin und seine Probleme mit „Mr. Parkinson“ und wie er wegen der erst kürzlich erfolgten Trennung von seiner Frau und der dadurch zwangsläufigen räumlichen Trennung von seinen beiden Töchtern leidet. Auch der zwischenzeitlich Pensionierte Polizist Vincent Ruiz ist wieder mit von der Partie, den ich aufgrund seiner ganz speziellen Art in mein Herz geschlossen habe. Es empfiehlt sich schon alleine deswegen, die Vorgängerbände zu lesen um den Überblick zu behalten. Obwohl „Todeswunsch“ wieder absolut gut gelungen, voller Spannung und mit vielen psychologischen Anmerkungen versehen ist, habe ich doch einen kleinen Kritikpunkt. Ich hatte den Eindruck, dass nicht alle offenen Fragen beantwortet wurden, z.B. das Szenario um Gunsmoke wurde meines Erachtens nicht aufgeklärt. Robotham hat mich aber wie so oft bestens unterhalten. Ein Muss für alle Fans des Autors und von mir natürlich eine Leseempfehlung.

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