Leserstimmen zu
Das Gold der Mühle

Martha Sophie Marcus

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eBook
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Bisher war mir die Autorin gänzlich unbekannt. Aber nach der Lektüre dieses Buches bin ich schon fast zum Fan geworden. Sehr plastisch beschreibt sie ihre Protagonisten und auch die Schauplätze, so meint man kennt man wie seine Westentasche. Zu Beginn muss man sich recht viele Namen merken, was ich aber nicht als störend empfunden habe. Ich habe mich zu jeder Zeit bestens unterhalten gefühlt und es kamen auch keinerlei Längen auf. Man leidet mit den Protagonisten, man freut sich mit ihnen und man fiebert auf der langen Reise mit ihnen. Der Autorin ist es gelungen ihren Figuren Leben einzuhauchen, man erlebt die damalige Zeit in einem prächtigen, farbenfrohen Roman den ich hier gerne weiterempfehle. Liebhaber historischer Romane, aber auch Fans von Abenteuerromanen werden an diesem tollen Buch ihre wahre Freude haben. Natürlich vergebe ich hier 5 von 5 Sternen.

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Suchtgefahr

Von: Carmen

13.12.2015

Ein Historischer Roman mit Sucht-Potenzial. Mit ihrem gefühlvollen Schreibstil schafft es die Autorin uns in das Jahr 1372 zu locken. Wir dürfen das Leben eines Müller´s, seiner Schwester und ihrer Familie miterleben . Liebe, Leid, Krieg und die Sorgen einer Mutter lassen uns oftmals das Buch nicht aus der Handlegen. Auch wenn man am Anfang denkt das man mit den Norddeutschen Begriffen und Namen seine Schwierigkeiten hat so muß ich sagen das dies nicht der Fall ist, und sollte es doch einmal Vorkommen so gibt es im Anhang ein paar Erklärungen. Bis jetzt kannte ich nur das Kinderbuch von der Autorin Martha Sophie Marcus aber ich bin von der Art zu schreiben so Fasziniert das es bestimmt nicht mein letzter Historischer Roman aus ihrer Feder gewesen ist den ich lese.

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Die Witwe Brida lebt mit ihren drei Kindern bei ihrem Bruder in der Thomasburger Mühle im Lüneburgischen Land. 1372 leiden die Menschen in dieser Gegend unter dem Erbfolgekrieg den Herzog Magnus gegen die Albrecht von Sachsen-Wittenberg ausficht. Als sie den verletzten Ritter Ulrich am Straßenrand findet und ihn in der Mühle gesund pflegt, ahnt sie nicht, dass der Krieg bald schon ihr Leben bedroht. Ihre älteste Tochter Ann Durt begleitet Ulrich, als dieser mit seinem Onkel Kunzmann ein Erbe klären will. Als die heimliche Flucht der beiden entdeckt wird, macht sich auch Brida auf den Weg zu Kunzmann. Auf ihrem Weg widerfährt ihr einiges, sodass sie länger fortbleibt als gedacht. Von daher beschließen auch ihre jüngsten Kinder Stina und Nickel, sich auf die Suche zu machen. Martha Sophie Marcus beweist zum wiederholten Mal, dass sie Talent hat, eine historische Zeit lebendig werden zu lassen. Sie versetzt ihre Leser mit wenigen Seiten in eine mittelalterliche Zeit, in der die Menschen hart für ihr Überleben arbeiten mussten, sich gegen Raubritter zur Wehr setzten, Spielmänner für eine warme Mahlzeit Kunststücke vorführten und vor allem die Macht der Burgvogte allgegenwärtig war. Alles zusammen platziert sie vor eine bildhaft beschriebene Umgebung der Mühle, was die Situation fast wieder zu einem Idyll werden lässt. Ihre Charaktere haben alle eine wichtige Funktion. Brida, die nach dem Tod ihres Mannes für das Auskommen der Familie sorgt, ohne sich selber verkaufen zu müssen, steht stellvertretend für die Frau im Mittelalter. Ihre älteste Tochter, die an der Seite vom Ritter Ulrich von einem angenehmeren Leben träumt und erst recht die harten Seiten des Lebens kennenlernen muss, ist mit sechszehn Jahren längst kein Kind mehr. Zudem finden sich die beiden jüngsten Kinder auf ihrer Suche bald in einer Gruppe Söldner wieder, die auf dem Weg in die Schlacht um die Wolfsburg sind. So verknüpft die Autorin ihre fiktiven Figuren mit den historisch belegten Geschehnissen im Erbfolgekrieg der Lüneburger und lässt eben jede Geschichte wieder lebendig werden. Die Historie an sich beinhaltet für Geschichtsinteressierte schon Spannung genug, wobei das Ende bekannt ist. Durch die Figuren erhält der Verlauf der Handlung einige unvorhergesehene Wendungen, sodass schnell die Neugier des Lesers geweckt wird. Die Dialoge bergen genügend Humor, sodass das Grausame der Zeit gemildert wird, ohne an Authentizität zu verlieren. Das Leben der Landbevölkerung unter der Last des Krieges wird greifbar. Im Anschluss an den Roman befindet sich ein Personenregister, das Aufschluss über Wahrheit und dichterische Freiheit gibt. Ebenso werden in einem Glossar die verwendeten Ausdrücke erklärt, die heute nicht mehr im Sprachgebrauch sind. Das Buch bietet alles, was ich mir von einem historischen Roman wünsche.

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Meine Meinung: Auf der Suche nach einem Buch zur Teilnahme an einer Challenge bin ich auf dieses aufmerksam geworden. Das Buchcover sprach mich sehr an und der Name der Autorin sagte mir auch etwas. Da ich gerne historische Bücher lese, was ich des öfteren schon erwähnt habe, landete dieses Buch dann auf meinem Stapel zu lesender Bücher. Sehr fesselnd hat Martha Sophie Marcus die Geschichte der Witwe Brida und ihrer Familie beschrieben. So habe ich zunächst etwas über sie und dem Alltagsleben rund um die Mühle erfahren. Zur damaligen Zeit hatten es Witwen nicht leicht, Brida hatte allerdings großes Glück, sie konnte mit ihren Kindern zu ihrem Bruder in die Mühle ziehen. Die beiden größeren Söhne konnten Thomas, dem Müller helfen und die ältere Tochte Ann Durt war für den Haushalt zuständig. So war eigentlich für alle bestens gesorgt und die Zukunft gesichert. Es änderte sich dramatisch, als Brida einen verletzten Ritter fand und ihn gesund pflegte. Ann Durt hatte sich in ihn verliebt und schlich heimlich mit ihm fort. Ritter Ulrich wollte nach Hause und dort sein Erbe antreten. Nun war es damals nicht gerade ungefährlich durch die Gegend zu reisen, vor Wegelagerern musste man sich in Acht nehmen und auch vor feindlichen Soldaten. Aus Sorge um die Tochter macht sich Brida auf die Suche. Mir kam das Verhalten der Tochter und der Mutter etwas sehr naiv vor. Beide wussten nicht, wohin es gehen sollte. Aber dadurch bescherten sie mir eine spannende Lesezeit. Die Geschichte wurde im Wechsel aus Sicht des Familienmitgliedes erzählt. Um das Chaos perfekt zu machen, haben sich Stina und Nickel, die jüngsten Kinder von Brida auch auf den Weg gemacht, sie wollten die Mutter finden. Eigentlich konnte ich über soviel Dummheit nur den Kopf schütteln, aber auch die beiden sorgten für sehr viel Spannung. Ich als Leserin hatte ja den Überblick, wo sich alle aufhielten und wie knapp sie sich manchmal verfehlten. Aber nun will ich nicht mehr über den Inhalt des Buches verraten. Von den Beteiligten waren mir Brida und Brose die liebsten, beide konnte ich sehr gut leiden und hoffte, dass beide alles gut überstehen würden. Stina und Nickel hatten bei mir den Welpenbonus, sie waren einfach noch zu jung, um die Tragweiten ihres Verhaltens zu übersehen. Stina hätte ich im Laufe der Zeit doch mehr Cleverness zugetraut und angenommen, dass sie aus ihren Fehlern endlich mal lernen würde. So richtig Mitleid konnte ich mit ihr nicht haben. Man merkt, ich war mal wieder voll drin im Geschehen und habe mich auf die Seite verschiedener Beteiligter geschlagen. Deshalb habe ich das Buch auch wieder regelrecht verschlungen. Egal, ob meine Sympathie nun groß oder klein war, ich wünschte allen, dass sie aus diesem Abenteuer gut rauskommen und wollte natürlich auch erfahren, wie es endet. Fazit: Auch wenn ich es nicht immer gut heißen konnte, wie die Beteiligten dieses Buch sich verhalten haben, habe ich doch einen interessanten Eindruck von dem Leben der damaligen Zeit bekommen. Und darum ging es mir in der Hauptsache.

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Man erfährt viel über das Leben der Müller im Lüneburgischen ohne klar zu erfahren, wo es sich nun genau abspielt. Vorrangig dreht sich alles um die älteste Tochter der Hauptfigur Brida, die mit einem hübschen, jungen Ritter durchbrennt. Von da an verzweigt sich die Geschichte in zuerst zwei, dann drei und später vier Stränge. Zu zwei Dritteln ist der Roman wunderbar für Regentage auf dem Sofa geeignet, im letzten Drittel kommen die letzten beiden Stränge hinzu und damit auch die Verquickung mit dem Märchen “Rumpelstilzchen”. Hier fasert der Erzählstrang zu sehr aus. Eigentlich möchte man die Geschichte von Brida zu Ende lesen (und kann es auch), dabei stört eine bisherige Nebenfigur, die zum Hauptdarsteller avanciert. So habe ich den Roman trotz der eigentlich sehr guten Geschichte am Ende fast erleichtert zur Seite gelegt.

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