Leserstimmen zu
Windfire

Lynn Raven

(3)
(1)
(2)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Klappentext: Leidenschaft trifft Magie Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr. Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht. Meinung: Dieses Buch war ein lang gehegter Wunschzetteltraum und ich habe diesem wirklich entgegengefiebert. Durch ihre anderen Romane hatte mich Lynn Raven wirklich überzeugt und ich war so gespannt auf ihr neues Werk. Und nun hab ich mich so schwer getan mit dieser Bewertung. Ich hab lange gezögert sie zu schreiben. Die Autorin hat als Handlungsort u. a. Las Vegas genommen. Ich selbst verbinde viele positive Erinnerungen mit dieser Stadt. Kann mich aus privaten Gründen selbst dort gut hindenken und hab direkt alles vor Augen – auch wenn die Autorin bei den Ortschaften mit bildlicher Schreibweise gespart hat. Die Grundidee des ganzen hat mich schon angefixt und es mangelte nicht am Erfindungsreichtum. Denn immerhin spielen hier Wesen eine Rolle – die definitiv nicht alltäglich sind und von den üblichen Verdächtigen wie Wölfen, Vampiren etc. ist keine Spur. Die Elemente spielen hier eine tragende Rolle – weil sich darauf die Wesen aufbauen. Djinn – Feuer, Faye – Wasser, Erdmagier und Windhexen. Darüber war ich wirklich begeistert – gerade weil es mal was „neues“ ist und tolle märchenhafte Elemente wie eine Wunderlampe vorgekommen sind. Aber eine schöne Idee kann einen nur verzücken – wenn alles stimmt. Und das war leider hier nicht der Fall. Mich hat das ewige zickenhafte Wesen von Jessica unwahrscheinlich gestört. Auch wenn sie mir als Hauptprotagonistin sonst sehr sympathisch war – mit Ihren 3 Jobs – ihrem kranken Stiefbruder und Ihrer finanziellen Not – aber dieses Verhalten war dermaßen durchtrieben das es mich schon wieder genervt hat. Und was fehlt dann noch zum Leserglück – ein männlicher Protagonist – dem das Wort „Macho“ auf der Stirn geschrieben steht und sich keinen Deut besser Verhält als Jessica. Und trotz dessen, das hier wirklich von Antipathie geredet werden kann, verlieben die beiden sich ineinander. Was die nächste Katastrophe hervorruft – da sie unterschiedlichen Völkern angehören – wird dieses nämlich nicht geduldet. Klar Liebe und Tragik ist man irgendwie von der Autorin gewohnt. Aber das eine Story so flach aufgebaut ist – das war mir von ihr neu. Ich bin wirklich absolut enttäuscht. Da tröstet es einen auch nicht, dass sich dieses Buch mit einem flüssigen Schreibstil aufwarten kann und ein absolut fantastisch tolles Cover bereithält. Auch der Schluss ist nicht gerade so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich mein klar – man kann selten alle zufrieden stellen. Aber zum Ende hin galoppierte die Story wirklich davon. Es kam vieles einfach Schlag auf Schlag. Ging mir einfach viel zu flott und es sind noch so viele offene Fragen hängen geblieben. Ich hatte immer das Gefühl, das die Autorin wirklich unter Zeitdruck stand und zum Ende hin einfach nur noch fertig werden wollte. Fazit: Schöne Idee – Tolle Wesen – Flache Charaktere – Flache Story. Es tut mir Leid – aber es hat mich nicht überzeugt. Ich musste mit mir ringen, dieses Buch bis zum Ende zu lesen und hab lange mit mir wegen der Bewertung gehadert. Ich hoffe beim nächsten Mal ist die Autorin weniger unter Druck und schafft es ihr begnadetes Talent vollendet auf ein Blatt Papier zu bringen.

Lesen Sie weiter

Als ich gesehen habe, dass es einen neuen Roman von Lynn Raven geben wird, musste ich zugreifen. Ich weiß schon gar nicht mehr, welche Bücher von ihr ich als erstes gelesen habe, aber ich liebe einfach ihren Schreibstil und auch die Dinge selbst, die sie sich ausdenkt. Jedes Buch bzw. jede Buchreihe hat einen eigenen Charme und eine einzigartige Grundidee. Die Geschichten unterscheiden sich schlicht von den übrigen im Genre. Das macht sie so besonders. Auch bei Windfire war das der Fall: Eine einzigartige Idee, umgesetzt mit dem typischen Schreibstil und tollen Charakteren. Es hat größtenteils echt Spaß gemacht, Jesse und Shane in ihrem Abenteuer zu verfolgen. Allerdings ist mir diese Geschichte ein bisschen zu wirr gewesen. Ich kann nicht genau benennen, was mich gestört hat, aber dieses Buch fand ich nicht soo super wie die bisherigen der Autorin. An den Figuren lag das sicherlich nicht: Jesse ist ein tolles Mädchen, das gelernt hat, für sich und seinen Bruder zu kämpfen und hart zu arbeiten. Sie ist stark, leidenschaftlich und argwöhnisch in Bezug auf Fremde. Shane ist einfach der tolle Kerl, auf den jedes Mädchen irgendwann einmal wartet / gewartet hat: Gutaussehend, viel zu oft mies drauf und mit vielen schlechten Angewohnheiten, über die man aber wegen all der guten Charaktereigenschaften gern hinweg sieht. Meistens jedenfalls. Die beiden bilden ein tolles Paar, was auch Jesses kleiner Bruder sofort erkennt, und sind doch nur am Streiten. Herrlich. :) Die Szenen zwischen den beiden gefielen mir immer am besten. Dazu kommt dann die Magie, die hier so einzigartig ist. Nach Familien unterteilt und auch nach Art der Magie gibt es Djinn, Feuer-, Wasser-, Erd- und Windmagier, wobei die Erdmagier offenbar das Böse darstellen, die Djinn irgendwie mit dem Feuer zusammenhängen und die Windmagier eine Familie voller Intrigen sind. Hierbei muss ich gestehen, dass ich das System dahinter noch nicht ganz durchschaue - ich werde dieses Buch also definitiv erneut lesen, irgendwann -, aber das ist völlig normal für mich und Lynn Raven-Bücher. Auch bei der Dämonen-Reihe hat es eine Weile gedauert, bis ich wirklich das Drama verstanden habe. Aber das macht das Buch nur irgendwie besser, da man auch beim zweiten Mal Lesen wieder etwas neues entdeckt. Das hat man ja sehr, sehr selten. Fazit Nicht so genial wie erwartet, aber noch immer ein tolles Buch über tolle Menschen und jede Menge Magie. Es lohnt sich, wenn man etwas mit Magie, Mystery und Familiendramen anfangen kann.

Lesen Sie weiter