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Leserstimmen (18)

Caragh O'Brien: Die Stadt der verschwundenen Kinder

Die Stadt der verschwundenen Kinder Blick ins Buch

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€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-53422-3

Erschienen: 11.03.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Toller Trilogieauftakt!

Von: LisasBuecherwelt Datum : 16.03.2017

https://lisasbuecherwelt.wordpress.com/

Meine heutige Rezension ist zum ersten Teil der eher unbekannten Birthmarked Trilogie! Dieses Buch habe ich zusammen mit meiner Bookstagram Whatsappgruppe gelesen, und ich habe mich nicht gerade auf das Buch gefreut, da Die Insel der besonderen Kinder dadurch in der Abstimmung verloren hat. Dadurch bin ich eher kritisch an das Buch herangegangen…

Originaltitel: Birthmarked

Autorin: Caragh O’Brien

Verlag: Heyne fliegt

Seiten: 462

Preis: 16,99€

Buch: Verlag

Amazon

Inhalt:

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …

Cover:

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Ich bin ja ein großer Fan der Farbe Blau, weshalb ich dieses Cover von Anfang an mochte! Das Gesicht finde ich jetzt nicht so passend, aber es passt ins Cover und fällt sofort ins Auge. Was die Punkte bedeuten, wird im Buch noch aufgelöst. Was den Nebel angeht, bin ich mir auch noch nicht so sicher…

Aber betrachtet man das Cover ohne Buchinhalt, ist es sehr gut gelungen!

Meinung:

Durch den super angenehmen und leicht zu lesenen Schreibstil von Caragh O’Brien, kommt man sofort problemlos in die Geschichte rein. Sie baut gleich auf den ersten Seiten Spannung auf, die auch nicht verloren geht. Man möchte mit Gaia durch die Stadt laufen und sich alles angucken und bestaunen. Die Welt im Buch ist dystopisch und es erstaunt einen, wenn man dann auf einmal von riesigen Bildschirmen hört, über die bewegliche Bilder laufen, genannt Tvaltarsendungen, was mich stark an Die Tribute von Panem erinnert hat. Jedoch hat das Buch keine weiteren Ähnlichkeiten mit anderen Büchern…

Allein der Schreibstil von O’Brien hat mich überzeugt, dass ich mir weitere ihrer Bücher angucken werde, jedoch gleich auf Englisch!

Die Charaktere haben mich wirklich beeindruckt! Vor allem Gaia, die wirklich eine riesige Veränderung innerhalb des Buches durchmacht! Die gibt nur auf, obwohl ihr praktisch von allen Leuten Steine in den Weg gelegt werden…

Mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen, Gaia hat mich persönlich einfach so beeindruckt, und ich finde, dass ihr euch selbst ein Bild davon machen müsst!!!

Sehr gut gefallen haben mir außerdem die Karte am Anfang des Buches und die tollen Kapitelüberschriften. Bei vielen Büchern schreiben die Autoren nur noch ‚Kapitel 1,2,3,usw.‘ und ich persönlich finde das immer sehr langweilig…

Die Idee der Handlung wurde wirklich gut umgesetzt, ist nicht vorhersehbar und es wird immer im genau richtigen Moment Spannung erzeugt!

Fazit:

Dafür, dass ich mich so gar nicht auf das Buch freuen konnte, hat es mich wirklich umgehauen! Ich bin absolut begeistert von Caragh O’Brien und ihren Büchern und bei der nächsten reBuy Bestellung werden auch bestimmt Teil 2 und 3 der Trilogie bei mir einziehen :)

Eine wirklich tolle Dystopie mit einer interessanten Thematik!

Von: Sinah Datum : 25.05.2016

pinkmaibooks.blogspot.de/


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Der Inhalt:
Gaia wächst außerhalb der Enklave auf und arbeitet mit ihrer Mutter als Hebamme. Jeden Monat muss sie die ersten drei Neugeborenen an die Enklave abgeben, denn so sieht es das Gesetz vor. Eines Tages werden ihre Eltern verhaftet und Gaia macht sich auf herauszufinden, was es damit auf sich hat. Doch was dann passiert, hätte sie nie erwartet...

Rezension:
Das Cover selber finde ich echt hübsch :) Die Punkte auf dem gesamten Cover sind auch überhaupt nicht störend. Sie machen das Cover meiner Meinung nach besonders. Finde aber, dass im Hinblick auf Gaia vielleicht ein Gesicht Narben hätte haben sollen. Allerdings hätte das vermutlich den "Ästhetik' Aspekt kaputt gemacht. Aber ich finde das Cover insgesamt sehr schön!

Das Cover selber kommt nicht mit in meine Wertung, weshalb ich mal zum Buch selber komme ;)

Im Buch selber gibt es zunächst mal eine Karte!! Das hat mich natürlich mega gefreut, da ich ein riesen Fan von Karten bin!! Mir hat es sehr geholfen eine Vorstellung von der Enklave und der Umgebung zu bekommen. Das ist für mich immer ein Pluspunkt!! :)

Der Einstige in die Geschichte selber ist mir sehr leicht gefallen, wenn auch der Anfang sehr plötzlich kommt. Es geht direkt damit los, dass Gaia ein Baby entbindet. Trotzdem wurde mir durch Gaias Gedankengänge schnell wichtige Infos klar und ich konnte der Handlung gut folgen. Das verschwinden Gaias Eltern kommt ziemlich schnell und man wird sofort in den Strudel aus Verwirrung gesogen. Dennoch hatte ich zu Beginn das Gefühl, dass es danach erst sehr schleppend voran ging. Als Gaia sich dann auf den Weg macht, dass Geheimnis zu lüften, wird es deutlich spannender und ich hab gebannt das Buch gelesen und konnte es kaum weglegen.
Die Idee der Geschichte fand ich sehr interessant. Gerade das die Hebamme als Beruf so im Vordergrund steht finde ich sehr interessant und passt interessanterweise gut in eine Dystopie.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung der Enklave und der Sektoren. Auch wenn die Enklave eigentlich sehr "modern" sein soll, wirkte sie auch oft eher mittelalterlich auf mich. Glaube das lag einfach daran, dass die Sektoren keine technischen Mittel besitzen bzw. nur wenige und die Geschichte dort beginnt. Irgendwie habe ich mir alles so vorgestellt :D Dabei spielt es in der Zukunft. Trotzdem wurde der Unterschied zwischen Sektoren und Enklave deutlich.

Gaia selber finde ich einen sehr tollen Charakter. Sie ist keine typische Rebellin. Stark, hübsch und hat atemberaubende Fähigkeiten. Gaia ist zwar mutig und leistet oft Widerstand durch ihre Wortwahl, dennoch ist sie keine Standard Heldin. Ihr Gesicht ist durch ein Narbengewirr der puh rechten oder linken Gesichtshälfte gekennzeichnet und sie selber leidet sehr darunter. Doch ich finde gerade das unterscheidet sie von anderen Heldinnen die oftmals als hübsch beschrieben werden. Obwohl sie natürlich nicht hässlich ist nur durch eine Narbe! Dennoch ist das etwas, dass man nicht so häufig bei weiblichen Protagonisten sieht. Sie selber hat keine Kampferfahrungen oder eine andere Art sich zu verteidigen gelernt, sondern ist eine einfach Hebamme. Doch trotzdem überrascht sie immer wieder.
Auch Gaias Eltern waren mir unglaublich sympathisch und haben, wenn auch verhaftet, viel zur Geschichte beigetragen ;) Besonders ihren Vater!! Die Art wie er beschrieben wird, fand ich sehr schön.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Nicht besonders herausstechend aber gut zu lesen und flüssig. Der Leser kann sich gut in Gaia hineinversetzen - wie sie die für sich fremde Welt wahrnimmt und wie sie sich fühlen muss. Ein wenig hat es mir aber, so zu Beginn, an Emotionen gefehlt. mit der Zeit fand wurde dies jedoch immer stärker und ich hab richtig mitgefiebert.

Das Ende kam für mich sehr überraschend und bleibt offen. Ich muss auf jeden Fall Band 2 lesen!!!

Fazit:
Ein toller 1. Band einer ruhigen aber zugleich spannenden Dystopie. Ich fand den Aspekt der Geburten und Hebammen sehr interessant und finde, dass das Buch gerade durch Gaia und die Thematik hervorsticht. Ich finde, es lohnt sich das Buch zu lesen!

Ein Muss für jeden Dystopie Fan!

Von: http://www.lenasweltderbuecher.de/2013/08/rezension-caragh-obrien-die-stadt-der.html Datum : 02.05.2016

www.lenasweltderbuecher.de

Meine Meinung:
Ich habe mich wirklich sehr auf diese Reihe gefreut, da für mich der Inhalt total spannend klang und wirklich mal was anderes ist. Dennoch war ich skeptisch. Denn wirklich viel habe ich über diese Trilogie noch nicht gehört, da sie doch recht unbekannt zu sein scheint.
Was ich nachdem lesen absolut nicht verstehen kann! Denn dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Die Geschichte fängt gleich total spannend an und bleibt es auch durchweg. Es gab wenig ruhige Stellen und das fand ich wirklich toll und sorgte dafür, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.
Ich fand die Idee dieser Dystopie wirklich toll, aber auch schrecklich, also genau die passende Mischung für eine Dystopie. Zwischen durch hatte ich aber das Gefühl, dass das ganze in der Vergangenheit spielt und nicht in der Zukunft, da die üblichen Merkmale für die Zukunft, wie z.B. mehr Technik, nicht vorkam, weder innerhalb der Mauer noch außerhalb. Dies ist aber kein großer Punkt der mich stört, da es der Geschichte nicht schadet.
Gaia die Hauptprotagonistin hat mir richtig gut gefallen. Sie ist wirklich super sympatisch und hat auch ihre Schwächen, was ich wirklich toll fand. Denn sie ist nicht das super hübsche Mädchen mit dem perfekten Charakter. Ganz im Gegenteil, denn Gaia hat eine große Narbe im Gesicht, die sie in ihren Augen hässlich macht und weswegen sie oft gehänselt wurde.

Fazit:Alles in allem ist Caragh O´Brien ein richtig tolle Auftakt einer Dystopie gelungen, die in meinen Augen mehr aufmerksam verdient! Denn die Idee ist wirklich richtig toll und die Geschichte überzeugt mit viel Spannung, überraschenden Wendungen und tollen Charakteren. Ich hoffe, dass das im zweiten Band so bleibt.
Ein MUST READ für alle Dystopiefans!

Ein toller Auftakt einer Trilogie

Von: Scaramira Datum : 14.01.2016

scaramira.blogspot.de/

Das Buch hat mich gefesselt, vom ersten Kapitel an, die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und es passiert immer neues was man gar nicht erwartet hat.
Interessant fand ich auch das Enklavenleben, wie schlecht es doch Gaia und den anderen Bewohnern geht und sie nichts dagegen machen und ihre Kinder sogar abgeben.
Mir zerbrach jedes mal mein Herz wenn wieder ein Baby abgegeben werden musste.
Daher fand ich es dann besonders spannend als Gaia dann doch alles hinterfragte und in die "verbotene Stadt" geht und dort raus findet was genau passiert.

Auch die sich anbahnende Liebes Geschichte ist eine gute Abwechslung, sie tritt aber nicht zu sehr in den Vordergrund das die eigentliche Geschichte untergeht.

Das zweite Buch wurde auch sofort gekauft und gelesen

Spannende Dystopie

Von: Caro1893 Datum : 25.08.2015

buecherohneende.blogspot.de

Zum Inhalt:
Gaia lebt in einer Welt, in der jeden Monat die ersten drei Neugeborenen sofort nach der Geburt an der Stadtmauer abgegeben werden müssen. Für Gaia und ihre Mutter - beides Hebammen - ist das völlig normal, sodass sie dies noch nie in Frage gestellt haben. Doch als Gaias Eltern urplötzlich verschwinden, ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Gaia beschließt sich hinter die Stadtmauern zu schleichen um rauszubekommen, was dort vor sich geht und was mit ihren Eltern geschehen ist. Dabei begibt sie sich in höchste Gefahr und entdeckt Dinge, mit denen sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Lange, sehr lange lag "Die Stadt der verschwundenen Kinder" auf meinem SUB. Und das völlig zu unrecht, wie ich jetzt feststellen musste.

Von der ersten Seite an packte mich die spannende, aber auch erschreckende Geschichte rund um die junge Gaia. Fasziniert von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, flogen die Seiten nur so dahin. Ich begleitete Gaia auf ihrem gefährlichen Weg hinter die Stadttore und konnte kaum glauben, was ich von dort zu lesen bekam.

Gaia erscheint zunächst als etwas naives 16-jähriges junges Mädchen, das alles tut, was die Regierung von ihr will, ohne dies jemals in Frage zu stellen. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie natürlich damit aufgewachsen und es somit für sie normal ist. Man merkt jedoch recht schnell, dass ihr das alles gar nicht so egal ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und so konnte ich recht schnell den Wandel von einer kindlichen in eine sehr reife Persönlichkeit, die für das kämpft, was ihr wichtig ist, beobachten.

Die Spannung machte es mir leicht, an der Geschichte dran zu bleiben und schwer das Buch ab und an für Schlaf zu unterbrechen. Denn natürlich wollte ich von Beginn an wissen, was hinter diesem merkwürdigen Gesetz steckt und ob Gaia ihre Eltern wiederfindet. Dass dieser Weg hinein in das innerste der Stadtgrenzen mit einem gewissen Risiko verbunden ist, ist klar. Und so gab es nicht nur eine Situation, in der ich mit Gaia zitterte und mir große Sorgen machte, ob sie das alles heil überstehen würde.

Die unterschiedlichen Personen, die mir auf diesem Weg begegnet sind, sind alle toll dargestellt und jede für sich einzigartig. Viele wuchsen mir schnell ans Herz, einige riefen tiefe Abscheu in mir hervor. Sobald ich mit Protagonisten Emotionen verbinden kann, macht der Autor alles richtig.

Dass es nebenbei auch noch eine kleine, wirklich zarte Liebesgeschichte gib, die sich nur sehr langsam entwickelt, rundet das Buch perfekt ab und lässt mich schnell darüber hinwegsehen, dass es in der Geschichte die ein oder andere Szene gab, die für mich doch recht vorhersehbar war. Ich bin gespannt, wie sich diese Liebe im nächsten Teil weiterentwickelt.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die von einer erschreckenden Welt erzählt, in der man auf keinen Fall leben möchte. Ein toller Schreibstil und die Spannung, die über die komplette Zeit hochgehalten wird, machen die Geschichte zu einem tollen Leseerlebnis.

Interessanter Auftakt, der aber etwas schwächelt

Von: Hauntedcupcake Datum : 17.08.2015

www.liebezwischendenzeilen.blogspot.ch

Nach dem spannenden Klappentext und den unzähligen lobenden Rezensionen habe auch ich mich an "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O'Brien gewagt.

Gaia, eine junge Hebamme, lebt mit ihren Eltern ausserhalb der Enklave. Seit klein auf befolgt sie die Regeln des Protektors und bringt wie vorgeschrieben, jeden Monat die ersten drei Babys, die sie zur Welt bringt, an die Mauer. Doch dann werden ihre Eltern verhaftet, und Gaia beginnt langsam, das System zu hinterfragen. Ein Freund der Familie hilft ihr, in die Enklave zu gelangen, wo sie sich auf die Suche nach ihren Eltern macht. Doch natürlich kommt alles anders als geplant und bald ist Gaia selbst eine Gefangene...und entdeckt eine grausame Wahrheit.

Die Geschichte ist sehr originell und eigentlich auch sehr spannend. Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt, an manchen Stellen sind die Beweggründe der Hauptcharaktere überhaupt nicht nachzuvollziehen und diese wirken auch noch etwas flach, ich hoffe, dass sich dies in den Folgebänden ändert. Aus reiner Neugierde, wie es mit Gaia weitergeht, habe ich mir Band 2 auch bestellt.

Ein gelungener Auftakt

Von: Yvonnes Lesewelt Datum : 04.08.2015

www.yvonnes-lesewelt.de

Etwas irritierend ist zu Anfang, dass der Teil der Stadt, der dritte westliche Sektor, in dem Gaia lebt wirkt, als würde die Geschichte im Mittelalter spielen. Schnell merkt man aber, dass in der Enklave Wohlstand mit allen technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit herrscht. So bekommt man dann auch den Dreh, dass das Buch in der Zukunft spielt, in der nicht mehr genug Energie und Wasser für alle vorhanden ist. Caragh O´Brien hat eine Welt geschaffen, in der es nur noch zwei Klassen gibt. Diejenigen, die in Wohlstand in der Enklave leben, und die anderen, die in Armut außerhalb leben und jeden Monat die drei erstgeborenen Babys in der Enklave abgegeben müssen und dafür Nahrungsmittel und Wasser erhalten. Insofern ist der Titel „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ etwas irreführend, da die Kinder nicht wirklich verschwinden.

Es wird die Geschichte von Gaia, einer jungen Hebamme erzählt. Zunächst erfährt man recht viel über ihr Leben in Wharfton, so dass man sich sie und ihre Eltern gut vorstellen kann. Nachdem ihre Eltern von den Herrschern der Enklave verhaftet wurden lebt Gaia zunächst weiter, als ob nichts gewesen wäre. Es ist normal, dass Menschen für Befragungen abgeholt werden und irgendwann wieder auftauchen. Sie macht sich zwar Sorgen, aber unternimmt nichts. Erst als sie hört, dass ihr Eltern ermordet werden sollen macht sie sich auf, um diese zu retten. Der größte Teil des Buches spielt dann auch in den Mauern der Enklave, wo Gaia zunächst gefangen genommen wird, sich aber mit der Zeit und mit Hilfe befreien kann.

Die Figur, Gaia ist schön gezeichnet, so dass man sie direkt vor sich sehen kann und ihre Handlungen gut nachvollziehen kann. Sie wirkt authentisch, vor allem darin, wie sie nach und nach erkennt, dass die Tradition, die ersten 3 Kinder die außerhalb der Enklave geboren werden, dort abzugeben nicht richtig ist.

Als wichtigste Nebenfigur taucht Leon auf, ein Wächter der Enklave. Zunächst ist immer wieder unsicher, wie er zu Gaia steht. Einerseits möchte man glauben, dass er ihr helfen will, andererseits werden immer wieder Teile der Geschichte so geschrieben, dass man sich nicht sicher ist, ob er sie nicht doch nur ausnutzen will. So wird hier gut die Spannung aufrecht erhalten. Im Laufe des Buches werden aber immer mehr Stücke aus seiner Vergangenheit aufgedeckt und er zeigt immer mehr seine Zuneigung zu Gaia, so dass man langsam Vertrauen zu ihm fasst.

Fazit:
Die Stadt der verschwundenen Kinder ist ein gelungener Auftakt der Trilogie, der Lust auf mehr macht. Der in sich abgeschlossene Band kann aber auch gut alleine gelesen werden. Die Autorin schafft es mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil den Leser in ihren Bann zu ziehen. Auf jeden Fall lesenswert!

Ich hatte mir mehr erhofft

Von: darkshadowroses Datum : 18.07.2015

booksandtheirwolrd.blogspot.de/

Eine junge Heldin, ein furchtbares Geheimnis, eine Welt zwischen Licht und Dunkel. Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in der Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder…


Zu Anfang der Geschichte lernen wir erst einmal Gaia und ihr Handwerk als Hebamme kennen, denn sie ist gerade dabei ein Baby zu entbinden. Es ist ihr erstes Baby, das sie alleine zur Welt und dann zur Enklave bringt. Und damit starten wir in die Geschichte, denn als Gaia nach Hause kommt, sind ihre Eltern nicht mehr da.
Stattdessen wartet einer der Soldaten auf sie und sagt ihr, dass ihre Eltern verhaftet wurden.

Ich persönlich habe am Anfang der Geschichte gedacht, dass es besser werden würde. Ich hatte also höhere Erwartungen an die Story und am Ende wurde ich dann etwas enttäuscht.

Die Idee finde ich super, mit den Babys, das war mal etwas Neues, allerdings hat es an der Umsetzung gehapert.
Sehr oft habe ich mir Fragen um Fragen gestellt, aber keine davon wurde beantwortet, ich hatte auch oft das Gefühl, das die Erklärungen etwas schwammig waren.

Ziemlich oft wusste ich schon was passiert, es war also wenig Überraschendes für mich dabei.
Was mich auch gestört hat, es wurde immer mal wieder aus der Kindheit von Gaia erzählt. Normalerweise mag ich sowas sehr gerne, aber teilweise gingen diese Erzählungen ein ganzes Kapitel lang und das fand ich dann eher etwas verwirrend, zumal ab der Mitte des Buches abrupt gar keine Kindheitsgeschichten mehr erzählt wurden.

Was mich wohl aber auch am meisten gestört hat war die Protagonistin selbst.
Sie hat eine Narbe auf der Wange und ich kann mir vorstellen das es nicht einfach damit ist und das es vielleicht auch nicht so schön ist, aber trotzdem habe ich keine Lust darauf in jedem Kapitel zweimal zu hören, dass sie hässlich ist, oder eine, ich zitiere: „Missgeburt“ oder sonst etwas in der Richtung. Das wurde mir dann einfach viel zu viel. Sowas mag ich immer gar nicht bei einem Buch.
Aber auch sonst kam sie mir nicht immer sehr sympathisch herüber. In vielen Momenten hat sie mich einfach nur genervt.
Es tauchen auch zahlreiche Nebencharaktere auf, einige von ihnen fand ich wirklich toll. Andere waren eher blass.

Teilweise fand ich es auch etwas langatmig. Es ist einfach zu wenig oder immer das Gleiche passiert. Auch das Ende konnte mich nicht so recht überzeigen. Es war zwar überraschend und auch schön, dennoch hätte ich mir mehr gewünscht. Vor allen Dingen fand ich, dass es am Ende einfach zu viel Flucht war.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war wirklich sehr schnell und einfach zu lesen und ich hatte das Gefühl, mich nicht lange an dem Buch aufgehalten zu haben.

Ein Buch mit einer wirklich tollen Idee, bei der es aber leider etwas an der Umsetzung und der Protagonistin gescheitert ist. Dennoch fand ich, dass es ganz schön zu lesen war und auch den zweiten Teil werde ich noch anfangen. Das Buch bekommt von mir gute 3,5 Sterne.

wo sind denn all die kinder?

Von: drei Lockenköpfe Datum : 19.06.2015

leseratten-drei-lockenkoepfe.blogspot.de/


Ein tolles Buch.
Durch einen Zufall bin ich über das Buch " Die Stadt der verschwundenen Kinder" gestolpert.
Da mein Lesevorrat zur neige ging habe ich es gleich mitgenommen. Und ich bin nicht Enttäuscht worden.
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich hatte auf einen "Lückenfüller" für zwischendurch gehofft und ein tolles spannendes Buch bekommen.

Schon nach wenigen Seiten war mir klar: ich möchte mehr davon lesen.
Das Buch ist in einem schönen flüssigen Schreibstil geschrieben. Es gibt kaum Rechtschreibfehler und keine verschachtelten undurchsichtigen Sätze.


Die junge 16 jährige Hebamme Gaia lebt vor der Mauer und muss als Hebamme monatlich 3 Kinder vorbringen. Diesen Kindern soll es hinter der Mauer besser gehen. Sie werden von wohlhabenden Familien Adoptiert.

Solche Menschenopfer haben wir ja in vielen Top-Buch-Titeln schon gehabt.

Die Geschichte spielt im 24 Jahrhundert (Nachdem eine Klimakatastrope die Menschheit fast Aussterben liess), allerdings hat man den Eindruck es ist eine Geschichte aus der Vergangenheit. Auf der einen Seite leben die Menschen so unzivilisiert und primitiv auf der anderen Seite sind sie Hochentwicktelt.

Die Menschen vor der Mauer leben für und mit dem nötigsten um zu Überleben. Das Leben hinter der Mauer ist dagegen ein Paradies. Oder?

Hier stellen sich mir eine Fragen ;-)

Warum benötigt die Enklave so viele Kinder?

Niemand weiss genau was mit den Kindern geschieht. Keines wurde je wiedergesehen. Die Kinder haben das Recht nach ihrem 13 Geburtstag zu ihren Leiblichen Eltern zurück zu kehren. Aber das kam noch nie vor.

Als eines Abends die Eltern von Gaia zum verhör in die Enklave gebracht werden, beginnt ihr eigentliches "Abenteuer".


Der junge Soldat Leon Grey, Hauptmann der Wache, hat die Aufgabe Gaia zu verhören. Die Geheimen Aufzeichnungen ihrer Mutter werden von der Enklave dringend benötigt. Gaia weiss zu diesem Zeitpunkt nicht was das für Aufzeichnungen sein sollen.


In den nächsten Wochen geht Gaia ihren pflichten als Hebamme nach und übergibt, nach dem Gesetz, die ersten 3 neugeborenen der Enklave. Immer wieder versucht sie herauszubekommen wo ihre Eltern sind, wie es ihnen geht. Leider vergebens. Bis ihr eines Tages eine Nachricht von ihrer Mutter zugesteckt wird.

Gaia fasst einen Plan.

Sie versucht mit allen Mitteln ihre Eltern zu retten. Sie bricht in die Enklave ein.


Der Titel des Buches passt nicht wirklich zur Geschichte. Es ist ein wenig verwirrend. Die Kinder verschwinden nicht wirklich. Sie leben hinter der Mauer in der Enklave bei Pflegefamilien.


Man merkt schon in der Mitte des Buches, das die Geschichte noch nicht zu ende erzählt ist. Es wird schnell klar das dies der Anfang einer Serie ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mir gleich alle drei Teile zugelegt. Das lange Pfingstwochenende habe ich zum Lesen genutzt und die ersten beiden Teile regelrecht verschlungen.

Ein toller Auftakt einer Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht!

Von: Michelle T. // Rainbow Datum : 23.05.2015

walkingaboutrainbows.blogspot.com

"Der Kopf des Jungen hüpfte auf vertraute Art, seine Haut bekam etwas Farbe, und mit einem Rudern seiner Arme stieß er seinen ersten, klagenden Schrei der Empörung aus: Empörung darüber, am Leben zu sein."

TITEL
Die Reihe von Caragh O'Brien hat meiner Meinung nach die Ehre, wunderschöne Titel zu tragen. Und obwohl der erste fast noch der "schlechteste" von den dreien ist, gefällt er mir unheimlich gut. Es passt einfach perfekt zum Buch und beschreibt die Handlung in einem Satz. Die Stadt der verschwundenen Kinder. Das ist wie eine winzige Zusammenfassung des Buches.
2 | 2 Punkte

COVER
Mir gefällt das Cover recht gut. Leider werden gerade halbe Gesichter in letzter Zeit sehr oft auf Büchern benutzt. Von daher hat das Buch vom Cover her leider nicht unbedingt das Wiedererkennungspotenzial, das man sich als Leser wünscht. Die Protagonistin, Gaia, spricht davon, eine sehr auffällige Narbe im Gesicht zu haben. Ich hätte es sehr besonders gefunden, wäre diese mit ins Cover eingerarbeitet. So hatte ich nicht wirklich dass Gefühl, dass Gaia abgebildet ist. Was ich aber gut finde, sind die Punkte. Ohne Details zu verraten, lässt sich sagen, dass die Punkte im Buch in einer bestimten Sequenz vorkommen, die für das Voranschreiten der Handlung nicht unwichtig ist. Alles in allem gefällt mir das Cover zwar recht gut, aber die Details und das Besondere hätte mehr herausgearbeitet werden können.
2 | 3 Punkte

INHALTSANGABE
Leider spricht mich die Inhaltsangabe von der Art, in der sie verfasst wurde, kaum an. So wird kurz und knapp heruntergeleiert, worum es in dem Buch geht - so etwas wie Spannungsaufbau etc. fehlt mir an dieser Stelle noch. Allerdings ist mir aufgefallen, dass mehr oder weniger der Titel im letzten Satz wiederverwendet wird, was mir sehr gut gefällt, da ich es ja sehr gerne mag, wenn einzelne Elemente erneut auftauchen. Ansonsten packt mich die Inhaltsangabe allerdings nicht wirklich.
2 | 4 Punkte

IDEE/THEMA
Die erschrecke Grundidee des Buches ist es, dass der ärmere Teil der Bevölkerung den "Besseren" ihre Babys abgeben müssen, damit sich unter dem angeblich besseren Teil der ummauerten Stadt keine weiteren Krankheiten ausbreiten, die durch die Kinder übertragen wurden. Doch dann kommt es zu Problemen - die Kinder werden von den Hebammen einfach in die Hände einer Schwester gelegt, die das Kind vermittelt, kaum eine Stunde nach der Geburt. Ist es da wirklich möglich, keine Inzucht zu gewährleisten? Leider nein ... Doch wie wird man jetzt die Paare, die eventuell blutsverwandt sind, erkennen? Hat Gaias Mutter etwa Aufzeichnungen gemacht? Ich fand das Thema sehr interessant und ganz Neu. Es ist auf keinen Fall eine tpische Dystopie, bei der sich die Protagonistin aufwendet. Bisher sehe ich Gaia eher als Mädchen, die vor der Realität zu fliehen versucht. Mal schauen, ob sich das in den zwei Folgebänden noch ändert, oder bestehen bleibt. Aber der erste Teil hat mich mitgerissen und begeistern können.
4 | 4 Punkte

UMSETZUNG
Man wird bereits mit dem ersten Satz komplett ins eiskalte Wasser geworfen. Man weiß noch nichts über die Stadt oder die Protagonistin Gaia, sondern man ist einfach sofort nahe am Geschehen dran und spürt Gaias' Anspannung, während sie das erste Kind vorbringt, dass sie als Hebamme entgegen genommen hat. Doch als sie nachhause kommt, wartet dort eine böse Überraschung: Ihre Eltern sind verschwunden... Ich fand es klasse, dass die Handlung direkt einsetzte. Ich bin keine Person, die erst mal zweihundert Seiten Vorgeschichte liest, ehe dann auch mal für zwanzig Seiten eine Handlung einsetzt. Ich mag es, wenn es abrupt losgeht und die Handlung nicht stopt. Genau so ein Buch war dieses hier - sehr spannend und ich hatte das Gefühl, dass die Handlung nie wirklich gehangen hat. Es ging immer und immer weiter. Etwa in der Mitte des Buches hing ich zwei, drei Tage fest, wobei ich nicht wirklich weiß, woran das lag. Ich tippe darauf, dass es mich gestört hat, dass Gaia plötzlich sehr wichtige Punkte nicht mehr bedacht hat und sie sich strikt auf die eine Sache konzentriert hat. Viele Fragen, die während des Buches aufkommen, werden beantwortet, einige bleiebn aber auch offen.
3 | 4 Punkte

SCHREIBSTIL
Ich mag es sehr gerne, wenn Bücher aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Hier betrachtet wir Gaia jedoch als Aupenstehender. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr angenehm. Allerdings gibt es jetzt nicht tausend Stellen, die ich gerne zitiert hätte, weil sie so gut ausgedrückt waren. Es war tatsächlich überraschend angenehm, aber auch sehr normal und durchschnittlich. Meistens sehr schön und klar wie auch deutlich. Einige Fehler haben sich eingeschlichen, habe ich so das Gefühl. Einige Kommas, wo gar keine hingehören. Aber dennoch fand ich den Schreibstil gelungen und absolut lesenswert.
3 | 5 Punkte

CHARAKTERE
Gaia als Protagonistin war mir sehr sympathisch. Sie handelt manchmal sehr unüberlegt und zu schnell, sodass ich ihre Handlungen an ihrer Stelle bereuen würde, aber Gaia macht einfach weite rund lässt sich nicht aus der Bahn werfen. Obwohl ich mich langsam ein bisschen besser mit ihr verstanden habe, mit ich nicht vollendens mit ihr klargekommen. Die Nebencharaktere fand ich alle eigentlich ganz gut entworfen, allerdings hätte ich ein wenig mehr Ausarbeitung gewünscht. Diese schien, gerade bei den Nebencharakteren, etwas gelitten zu haben.
2 | 3 Punkte


GESAMTEINDRUCK
Wer eine angenehm zu lesende Trilogie sucht, dem kann ich zumindest den ersten Teil dieser Reihe sehr empfehlen. "Die Stadt der verschwundenen Kinder" überzeugt nicht nur mit einem tollen Titel und schönem Cover, sondern ist auch inhaltlich sehr gelungen. Der Scheibstil ist ideal für zwischendurch und man schafft es durch den sehr simpel gehaltenen Stil sehr schnell, das Buch durchzulesen. Auch die Idee ist genial. Wie bei so ziemlich jeder Dystopie ist sie gut durchdacht und erweckt den Eindruck, dass sich die Autorin darüber viele Gedanken gemacht hat. Die Umsetzung des Themas gelingt nahtlos.

An dieser Stelle nocheinmal vielen Dank an HEYNE FLIEGT
für die Zustellung dieses Rezensionsexemplares!

"Du musst uns verlassen. Du bist hier nirgends in Sicherheit. Nicht in der Enklave, nicht in Wharfton. Wenn sie dich finden, werden sie dich benutzen. Dir bleibt keine Wahl."

18 | 25 Punkte ~ Ein toller Auftakt einer Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht.

So schön

Von: Harakiri Datum : 06.04.2015

www.fantasybuch.de

Gaia ist 16 und Hebamme. Sie lebt in einer Welt, die zweigeteilt ist: in einer Enklave hinter Mauern leben die Reichen und Privilegierten. Außen herum leben die anderen in Armut. Diese jedoch sollen doch die Babyquote den Genpool in der Enklave verstärken. Die ersten 3 Neugeborenen eines Monats müssen am Tor der Enklave vorgebracht werden. Auch Gaia ist verpflichtet, die Kinder abzuliefern.

Als ihre Eltern verhaftet und in die Enklave gebracht werden ist sie wie erstarrt, will dann aber herausfinden, was mit ihnen passiert ist und warum sie verhaftet wurden.Durch einen Helfer gelangt sie ins Innere der Mauer – wird dann aber schnell entdeckt weil sie ein Baby rettet. Im Gefängnis trifft sie den Soldaten Leon wieder, der sie schon einmal verhört hat und der ihr sympathisch ist. Dieser versucht ihr zu helfen, jedoch sind ihm auch die Hände gebunden. Gaia soll den Code knacken, den ihre Eltern erdacht haben um die vorgebrachten Kinder wieder erkennen zu können.

Doch Gaia will nur eins: ihre Mutter wieder finden und fliehen. Leon hilft ihr – und bald sind beide von Soldaten verfolgt und in großer Gefahr.


Uff – ein Buch, das einen fühlen lässt wie auf der Autobahn: schnell und rasant, und die Handlung wird immer schneller und die Räder des Schicksals drehen sich mit. Mit Gaia ist der Autorin eine sehr sympatische Person gelungen. Sie kämpft – für sich, für ihre Eltern und für jedes neue Leben. Und hört nicht da auf, wo es unbequem wird. Auch Leon, anfangs etwas undurchsichtig, wird dem Leser schnell sehr plastisch und er sorgt für manche Überraschung.

Das Buch ist für Jugendliche konzipiert, ich würde jedoch sagen, dass Leser aller Altersstufen hier ihre Freude und viele schöne Lesestunden haben werden, denn die Handlung reißt einen einfach mit. Und der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sich schnell das zweite Buch „Das Land der verlorenen Träume“ herbeisehnt.

Das Buch ist sehr vielschichtig aufgebaut und behandelt viele Themen, die junge Leute heute angehen: Schönheit, Tod der Eltern, Klimawandel. Aber auch sozialkritische Themen wie Machtmissbrauch oder Knappheit an Grundversorgung. Was hier besonders auffällt, ist dass das Buch zwar in der Zukunft spielt, aber sehr an die Vergangenheit angelehnt ist. Viele Szenen muten geradezu historisch an.

Fazit: wundervoll geschriebenes Leseabenteuer für jung und alt, Frau und Mann, das man mit einem Seufzer am Ende weglegen wird, weil es leider zu schnell vorbei ist.

Faszinierende und erschreckende Zukunftsvision

Von: Aleshanee Datum : 03.04.2015

blog4aleshanee.blogspot.de/

Zum Inhalt

Gaia ist 16 Jahre alt, als sie zum ersten Mal einer Frau alleine bei ihrer Geburt zur Seite steht. Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter - diese ist Hebamme im dritten, westlichen Bezirk von Wharfton. Alles ist gut verlaufen und Gaia ist stolz auf sich. Die junge Mutter sieht glücklich aus mit ihrem Baby im Arm, doch Gaia weiß, das wird sie nicht lange bleiben.
Wie alle Hebammen in Wharfton ist auch Gaia verpflichtet, die ersten drei Neugeborenen jeden Monats "vorzubringen", sie abzuliefern an der Mauer, die die Stadt der Priviligierten umgibt.
Warum dieses alte, unbarmherzige Gesetz besteht, ist Gaia nicht wirklich bewusst, aber sie kennt es nicht anders und hat sich mit den Regeln der Enklave abgefunden.

Doch an diesem Abend ändert sich alles. Nicht nur, dass Gaia ihr erstes Baby pflichtgemäß am Wachturm abgibt - als sie heimkommt, findet sie ihr zuhause verlassen vor. Die Wachen der Enklave haben ihre Eltern verhaftet und nur die alte Meg scheint den Grund dafür zu wissen. Die Alte flüchtet allerdings lieber, als sich den Verhören auszuliefern und lässt Gaia mit nur wenigen Informationen zurück.
Alles, was die junge Gaia bisher für richtig gehalten hat, stellt sie jetzt in Frage - und Antworten kann sie nur an einem Ort finden: in der Enklave hinter der Mauer ...

Meine Meinung

Das Buch hat mich sofort auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Mich hat schon allein die Idee und was dahintersteckt interessiert und ich wurde nicht enttäuscht. Caragh O´Brien hat einen ruhigen, angenehmen Schreibstil, der sehr gut Situationen und Gefühle erfasst und bildhaft zum Ausdruck bringt.

Die Fiktion einer Gesellschaft, wie sie sich hier entwickelt hat, ist vorstellbar und gut durchdacht worden. Viele Fragen werden schon im ersten Teil geklärt und auch wenn mir manche Kleinigkeiten kurzzeitig fragwürdig waren, hat mich die Geschichte so gefesselt, dass ich diese kleinen Unstimmigkeiten gleich wieder vergessen habe :)

Die Protagonistin Gaia, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, ist eine sehr sympathische junge Frau, deren Leben von einem Tag auf den anderen aus der Bahn geworfen wird. Trotz ihrer Fügsamkeit in das harte, rationierte Leben eines unnachgiebigen Systems außerhalb der Enklave wirkt sie nicht (oder wenig) naiv. Am Anfang gibt es Rückblicke, die einen guten Einblick in Gaias Welt und ihre Sicht der Dinge geben.
Die Verhaftung ihrer Eltern und die Sorge um sie weckt ungeahnte Kräfte in der jungen Frau und sie hält an ihrem Ziel und ihrem Willen fest. Sie macht eine große Verwandlung durch und erkennt, wo ihre Prioritäten liegen.
Obwohl alle anderen Figuren ihre Rolle eher am Rande spielten, sind sie mir gut im Gedächtnis geblieben. Die Autorin hält sich bei ihrer Idee und ihren Figuren nicht an reine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern findet viele diffizile Merkmale, die Charakter, Erfahrung und Entwicklung vereinen.

Nachdem Klimakatastrophen die Menschen und die Fruchtbarkeit der Natur dezimiert haben, hat sich hier eine Gesellschaftsform entwickelt, deren System sich in ein immer negativeres Stadium entwickelt hat. Besonders gefesselt hat mich hier meine Ungewissheit, wohin das ganze führen wird. Das Schicksal der Menschen in Wharfton hängt ganz von den Gesetzen und der scheinbaren Willkür der Enklave ab, bzw. des Protektors, der über all die Vorgänge bestimmt.
Vertrauen, Sicherheit und Freiheit werden für die Menschen dieser Welt einer harten Prüfung unterzogen und das Abwägen über Leben und Zukunft kann hier schnell zum Tod führen.

Fazit

Ein faszinierender und erschreckender erster Teil einer Zukunftsversion, wie sie sich hoffentlich niemals ergeben wird. Eine junge, ungewöhnliche Heldin im Kampf gegen ein unbarmherziges System, das seinen Anfang, wie so oft, in einem gut gemeinten Beweggrund genommen hat. Ich bin sehr gespannt, welchen Weg die junge Gaia weitergehen wird!

Eine etwas ungewohnte dystopische Welt

Von: Nadja Bookworm Datum : 02.04.2015

bookwormdreamers.blogspot.de/

Erster Satz
Im Halblicht der ärmlichen Hütte zwang sich die Frau, ein letztes, qualvolles Mal zu pressen, und das Baby glitt heraus, in Gaias griffbereite Hände.


Klappentext
Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an den Mauern der Stadt abgegeben werden. So lautet das uralte, unbarmherzige Gesetz. Doch was verbirgt sich dahinter? Für die junge Gaia gibt es nur einen Weg, das herauszufinden: Sie begibt sich heimlich in die verbotene Stadt…


Meine Meinung
Die Idee der dystopischen Welt, die hinter diesem Buch steckt, hat mich anfangs ein wenig skeptisch gemacht: Kinder werden in die Enklave gebracht, um fernab von ihrer richtigen Familie ein Leben ohne Sorgen zu führen. Doch warum gerade die ersten drei Kinder jeden Monats aus jedem Teil der Stadt? Warum nicht besonders begabte Kinder oder Kinder mit besonderer DNS? Irgendwie war mir das am Anfang ein wenig willkürlich, vor allem da auch nirgendwo vermerkt wurde, wer die leiblichen Eltern sind. Was passiert mit Kindern derselben Eltern, die nicht voneinander wissen, dass sie Geschwister sind? Diese Fragen und noch mehr gingen mir am Anfang des Buches durch den Kopf und ich war recht skeptisch über den weiteren Verlauf der Geschichte. Andererseits war ich auch neugierig, wie sich die Menschheit dahin entwickeln konnte. Ein wenig zwiegespalten habe ich dann weitergelesen, aber als nach und nach die Erklärungen kamen, konnte ich mich auch mit der Welt mehr anfreunden und es wurde auch interessanter.

Die Protagonistin Gaia ist am Anfang noch sehr naiv, aber sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Sie stellt mehr und mehr Fragen und nimmt nicht mehr so leicht Sachen hin. Diese Entwicklung gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt, wie das über die weiteren Bücher sich verhält.

Die Geschichte beginnt eher ruhig und langsam, aber dennoch emotional, doch nach und nach überschlagen sich die Ereignisse und es treten einige überraschende Wendungen in der Geschichte auf, die sie noch eine Spur interessanter machen und auf die Fortsetzung hoffen lassen, da doch einige Fragen am Ende offen geblieben sind.


Bewertung
Am Anfang war es mir ein wenig zu ruhig und ich brauchte einen Moment, um mich mit der Idee der dystopischen Welt anzufreunden, aber der Rest harmonierte dann perfekt, daher bekommt das Buch

4 von 5 Würmchen

Eine sehr spannende Dystopie

Von: Winterhummel Datum : 11.03.2015

Die Geschichte spielt in weiter Zukunft, ungefähr 400Jahre weiter. Gaia und ihr Mutter sind die mit die wichtigstens Frauen in ihrer Gemeinschaft. Sie sind Hebammen, bzw Gaia ist nur in der Ausbildung bei ihrer Mutter und die Geschichte beginnt mit der ersten Geburt, die Gaia alleine betreut. Als Hebammen müssen sie die ersten 3 Neugeborenen zur Mauer der Stadt (genannt Enklave) bringen. Und bis jetzt haben sie das auch nie hintergefragt, genauso wenig wie die andere der Gemeinschaft (inklusive der Frauen, die die Kinder gebähren). Dann, ganz unvorbereitet, werden Gaias Eltern verhaltet und in ein Gefängnis in der Enklave gebracht. Gaia begibt sich auf die Suche und fängt (endlich) an, die Gesellschaft zu hinterfragen und vorallem, warum ihre Mutter die Kinder beibringen musste.


Insgesamt gesehen hat mir die Geschichte gut gefallen. Der Schreibstil ist wirklich flüssig und sehr angenehm. Man schließt Gaia ins Herz und freut sich für sie, dass sie Freunde und Vertraute hat, auf die sie bauen kann, die ihr helfen und viel für sie tun, sogar ihr Leben riskieren.
Im Moment hab ich ja sowie so eine Schwäche für Dystopien und auch deswegen hat mir die Geschichte zugesagt.
Es ist nicht überragend und das Beste was ich ja gelesen habe aber zum schmökern super geeignet. Den zweiten Teil werde ich mir auch auf jeden Fall zu Gemüte führen.

Was für ein Buch

Von: Kerry Datum : 07.03.2015

www.lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Die 16-jährige Gaia lebt mir ihren Eltern in Wharfton, in unmittelbarer Nähe der Enklave. Ihre Mutter ist die Hebamme des Bezirkes und Gaia hat bei ihr ihre Ausbildung zur Hebamme gemacht. Nun ist es soweit, bei einer jungen Frau haben die Wehen eingesetzt und Gaia eilt zur Entbindung. Gaia hofft, dass ihre Mutter ihr folgen wird, da sie noch keine Entbindung allein durchgeführt hat, dennoch stellt sie sich der Herausforderung. Es ist der 21. April. Alles geht gut und ein gesundes Mädchen erblickt das Licht der Welt. Doch Gaias Aufgabe ist noch nicht erfüllt, denn eine jede Hebamme muss die ersten 3 Kinder des jeweiligen Monats, die sie entbunden hat, binnen 90 Minuten an die Enklave übergeben. Die Mutter ist geschockt, denn so spät im Monat hat sie nicht damit gerechnet, dass ihr Kind zu den "Auserwählten" gehören wird, sie ging davon aus, dass die Quote bereits erfüllt worden ist, doch es war Gaias erste Geburt und von daher ihr erstes Kind des Monats, das entbunden wurde. Gaia flüchtet mit dem Kind, um es der Enklave zu überbringen. Die Mitglieder der Enklave sind zufrieden und Gaia wird offiziell zur Hebamme ernannt und im Namen der Enklave eingestellt.

Sie ist glücklich, kann sie doch mit dem Gehalt, was jetzt zusätzlich in den Haushalt fließt, ihre Eltern unterstützen. Doch als sie zu Hause ankommt, stellt sie fest, dass ihre Eltern entführt wurden und ein Soldat auf sie wartet, um sie zu befragen. Der junge Soldat ist Leon Grey, der Hauptmann der Wache. Er sucht nach Aufzeichnungen, die ihre Mutter über die Geburten gemacht hat. Gaia weiß nicht, wovon er spricht und er verlässt sie ohne Ergebnis.

In den darauf folgenden Tagen und Wochen geht Gaia ihrem Dienst als Hebamme nach und übergibt, wie es das Gesetzt verlangt, die ersten drei geborenen Kinder des Monats an die Enklave, damit diese behütet und gut versorgt im Wohlstand aufwachsen. Immer wieder fragt sie nach dem Schicksal ihrer Eltern, ohne eine Antwort zu erhalten. Sie ist verzweifelt, weiß aber, dass sie ohne Hilfe nicht in die Enklave hineinkommt. Eines Tages wird ihre eine Nachricht ihrer Mutter zugesteckt und Gaia fasst einen Plan: Sie wird in die Enklave einbrechen und ihre Eltern befreien.

Wider erwartend gelingt es ihr, in die Enklave einzusteigen, doch sie bleibt nicht lange unentdeckt und wird gefangen genommen. Noch immer sind sie hinter den Aufzeichnungen ihrer Mutter her. Wird es Gaia gelingen, ihre Eltern zu befreien und aus der Enklave zu fliehen und wie hoch ist der Preis dafür, den sie zahlen muss? Denn nach und nach kommt sie hinter das Geheimnis, was die eingebrachten Kinder angeht und ist somit eine Gefahr für die Enklave geworden ...


Was für ein Buch! Einfach genial. Von Anfang an hat mich dieses Buch in seinen Bann geschlagen. Von der ersten Seite an habe ich mit Gaia mitgefühlt und gelitten, ja die Geschichte hat mich regelrecht in ihren Bann gesogen. Die Charaktere weisen allesamt viel Liebe zum Detail und Tiefe auf, sodass diese ausgesprochen glaubhaft dargestellt wurden und auch den Schreibstil kann ich einfach nur als packend beschreiben. Nach diesem Buch heißt es jetzt, voller Ungeduld auf den nächsten Band der Reihe Das Land der verlorenen Träume warten.

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Von: Prettytiger Datum : 04.03.2015

Inhalt:

Die Welt, in der die junge Gaia Stone lebt, ist eine grausame. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, außerhalb der sicheren Mauern der Enklave, in Wharfton. Lediglich einem kleinen Kreis von Auserwählten ist es gestattet, ein Leben in der Enklave zu führen, wo sie Reichtum, Luxus, sowie ein Leben ohne Sorgen erwarten. Die Auswahl erfolgt vollkommen willkürlich. Jeden Monat müssen die ersten drei Babys, die eine Hebamme entbunden hat, innerhalb von 90 Minuten nach ihrer Geburt an die Enklave abgeliefert werden. So war es schon immer und so wird es auch immer sein, auch wenn diese Regel für die Hebammen, als auch für die Eltern der Neugeborenen sehr grausam ist. Als Gaia nach ihrer Ausbildung nun endlich ihr erstes Baby selbst entbindet ist sie wahrhaft stolz auf ihre Leistung. Als ihre Eltern aus heiterem Himmel verhaftet werden, tut Gaia etwas, an das andere sich nicht einmal zu denken trauen: sie hinterfragt den Sinn der Vorbringung von Neugeborenen an die Enklave.

Um der Sache auf den Grund zu gehen und mit dem Plan, ihre inhaftierten Eltern zu befreien, begibt sich Gaia auf die andere Seite der Mauer. Dort taucht sie in eine Welt ein, die sich von der Ihren von Grund auf unterscheidet. Und sie macht eine Entdeckung, die das Leben sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Mauern vollkommen verändern könnte…

Mein Eindruck:

Noch vor der Lektüre hat mich vor allem der Klappentext des Romans wirklich angesprochen. Denn Schlagworte wie Geburtenkontrolle und Überwachungsstaat sind vor allem auch in unserer heutigen Zeit sehr aktuell. Zudem hat mich das Grundkonzept an einigen Stellen an Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“ erinnert, denn auch dort leben die Menschen in einer zukünftigen Welt, die über viele Generationen hinweg durch Gedankenlosigkeit, sowie mangelndes Umweltbewusstsein zerstört und an vielen Stellen unbewohnbar gemacht worden ist. Auch dort findet sich jedoch eine andere Welt, jenseits von Armut, die die Bevölkerung plagt. Eine typische Zweiklassengesellschaft. Der Großteil der Bewohner fügt sich den Regeln der Obrigkeit, doch ein geringer Bruchteil macht sich Gedanken über die Rechtmäßigkeit des Systems und versucht sich im Putsch. In diesem Roman jedoch viel unterschwelliger als in Suzanne Collins Romanen. Zwischen den Zeilen möglichweise ein Aufruf zum aktiven Mitdenken in der Politik. Sich nicht alles gefallen lassen, stets aufmerksam sein und die Beschlüsse hinterfragen. Aus diesen Gründen hat mich der Jugendroman von Caragh O’Brien schon seit langem gereizt. Umso größer ist dann natürlich auch die Freue gewesen, als das Buch tatsächlich den Weg in mein Regal gefunden hatte.

Während der Geschichte begleitet der Leser die Hauptprotagonistin Gaia bei ihrem Abenteuer innerhalb der Enklave. Sie entführt uns in eine vollkommen fremde Welt, in der fließendes Wasser ein Luxus ist und die Menschen beinahe täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Nahrung, Kleidung, alles ist strengstens rationiert. Die Abgabe der Rationen strengstens überwacht. Schon von den ersten Seiten an, ist mir Gaia sehr sympathisch erschienen. Als Hauptfigur des Romans ist sie weder perfekt, noch unfehlbar. Selbst von einigen Leuten außerhalb der Mauer wird sie auf Grund ihres Aussehens gemieden. Dennoch erweckt sie nicht das Mitleid des Lesers, sondern erscheint als starker Charakter. Auch Captain Leon Grey lässt sich nicht einfach in das Grundmuster eines typischen Helden pressen. Zusammen harmonieren die beiden wirklich passend und ergänzen sich mit ihrem Wissen um die zwei verschiedenen Welten immer wieder sehr gekonnt.

Auch die Handlung ist von den ersten Seiten an packend. Sie kommt dabei ohne viel Aktion aus und lässt den Leser dennoch nicht lost. Die Geschichte packt den Leser, sodass dieser vollkommen darin abtaucht und mitfiebert. Dabei arbeitet die Autorin an vielen Stellen auch mit Rückblenden, sodass durch Gaias Erinnerungen und Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit Tiefgang entsteht. Insgesamt ein wunderbarer Auftakt für eine vielversprechende Reihe. Für mich wird dies definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein!

Nicht die typische Dystopie

Von: Casus Angelus Datum : 02.03.2015

casusangelus.blogspot.de

Inhalt:
Die 16-jährige Hebamme Gaia hat das erste Mal ohne die Hilfe ihrer Mutter ein Baby entbunden und es nun an der Mauer vorgebracht, wo es ein Leben im Schutze der Enklave erwartet. Doch anstatt nun mit ihrer Mutter die erste Geburt feiern zu können, muss Gaia feststellen, dass ihre Eltern festgenommen wurden. War sie vorher noch voller Erfurcht vor der Enklave, beginnen sich nun Zweifel zu regen. Als sie dann auch noch von dem Todesurteil für ihre Eltern erfährt, geht Gaia das Wagnis ein, ins Innere der Mauer vorzudringen.

Meine Meinung:
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" ist der erste Teil von Caragh O'Briens dystopischen Birthmarked-Trilogie. Hauptperson ist die 16-jährige Gaia, die ihr ganzes Leben lang mit einer Brandnarbe im Gesicht leben musste. Sie ist vollauf von dem Gesetz, dass die ersten drei Babys eines Monats an die Enklave gehen. Denn dort erwartet sie ein Leben in Wohlstand und mit Schulbildung, ein Leben, dass außerhalb der Mauer nicht möglich wäre und welches Gaia wegen ihrer Narbe verwehrt blieb. Was sollte daran also schlecht sein? Doch mit der Festnahme ihrer Eltern vollziehen ihre Gedanken eine Wandlung, die ich als Leser sehr gut nachvollziehen konnte. Es gibt keinen plötzlichen kompletten Sinneswandel, sondern langsam immer mehr Zweifel an dem System.

Dies hat die Welt, in der die Geschichte spielt, für mich auch sehr faszinierend gemacht. Man erfährt anfangs zwar nicht sehr viel, außer dass die Enklave hinter der Mauer aus reichen Bürgern besteht, die Leute vor der Mauer ziemlich arm sind und die Hebammen scheinen auf Grund der Babyquote auch sehr wichtig zu sein. Doch ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass mir wichtige Informationen über die Gesellschaft gefehlt haben. Natürlich weiß man nicht viel über die Enklave, doch der Protagonistin geht es auch nicht wirklich anders, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. So hat das ganze System für mich auch nicht, wie in manch anderen Dystopien, einfach nur grausam gewirkt. Natürlich ist es schlimm, einer frischen Mutter ihr Baby wegzunehmen, doch genau wie Gaia kann man sich eine gute Zukunft für sie vorstellen. Doch sobald Gaia innerhalb der Mauer ist, bekommt man so einige Grausamkeiten der Enklave mit.

Manche Sachen in der Geschichte konnte ich schon vorausahnen, allerdings ist es dadurch nicht langweilig geworden. Es war eher ein miträtseln bei der Story, was sich denn noch so offenbaren könnte, wodurch es dann immer so kleine "Erfolgserlebnisse" nach dem Motto "Ja, ich hatte Recht" für mich gab.

Eine Liebesgeschichte fehlt auch in diesem Buch nicht, doch sie hält sich sehr dezent im Hintergrund und ist somit nicht aufdringlich. Auch ist es keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine langsame Entwicklung, die ich beim Lesen gut nachvollziehen konnte. Ich war mir zwischendurch auch nicht ganz sicher, ob meine Vermutung hier richtig war.

Fazit:
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O'Brien war für mich mal keine typische Dystopie in der alles von Anfang an grausam für die Protagonisten ist, sondern sich diese erst entwickeln. Die Geschichte war immer wieder ziemlich traurig und hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Von mir gibt es daher alle 5 Muscheln und eine ganz dicke Leseempfehlung.