Leserstimmen zu
Hibiskussommer

Alyson Noël

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eBook
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Es ist die Geschichte einer 17-jährigen, die in ihrer Selbstfindungsphase ist. Colby sieht eigentlich nicht ein nach Griechenland zu fahren, nur weil ihre Eltern sich trennen. Sie reagiert wütend und trotzig, weil ihre Eltern ihr Leben durcheinander bringen. Teilweise ist Colbys Verhalten noch sehr kindlich, doch das ist verständlich, wenn man ihre Situation bedenkt. Zu Beginn sieht sie die große Chance, die sich ihr bietet nicht. Doch im Laufe der Zeit macht sie eine große Entwicklung durch. Während sie zu Beginn noch jeden Tag ins Internetcafe geht, um ihre Freunde in den USA auf dem Laufenden zu halten, ist es ihr am Ende nicht mehr wichtig. Sie hat in ihren Sommerferien erkannt, dass Amandas Clique nicht ihre Welt ist und sich einer alte Freundin, sowie einer neuen Liebe zuwendet. Wollte sie zu Beginn gar nicht nach Griechenland, so will sie zum Ende der Ferien gar nicht mehr fort. Toll fand ich, dass der gesamte Roman aus Blogeinträgen, Tagebuchnotizen und Briefen an Colbys Eltern besteht. So erfährt man immer direkt zur jeweiligen Situation, was Colby von den Situationen hält, auch wenn leider die anderen Charaktere immer nur durch ihre Augen gesehen werden. Die Insel und überhaupt die ganze Umgebung werden so gut beschrieben, dass man sich selbst nach Griechenland versetzt fühlt. Ich habe den Roman während meines Dänemark-Urlaubes gelesen und er war genau richtig dafür. Eine leichte, teilweise romantische Sommergeschichte.

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Zu Beginnt muss ich zugeben, dass mich das Buch recht wenig gepackt hat. Das ganze ist keine fließende Geschichte, sondern nur eine Ansammlung von Briefen, eMails und Texten, die Colby selbst verfasst hat. Sehr gewöhnungsbedürftig zumal man das ganze immer nur einseitig vorliegen hat. Sie bezieht sich auf Aussagen, die der Leser nie zu Gesicht bekommt, da man nur Colbys Seite vor sich hat. Aus dem Kontext kann man aber sehr schnell schließen, was zu ihr gesagt wurde und wie die anderen Personen mit ihr umgehen. Wie der Umgangston ist, und was für Probleme sie zuhause hat. Relativ schnell wächst Colby einem allerdings ans Herz. Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck und auch auf der Zunge und nicht nur das eine Mal ist dem Leser nach schmunzeln oder weinen. Ich weiß nicht, ob ich mich mehr als manch anderer mit Colby identifizieren konnte, da auch ich ein Scheidungskind bin, aber Colby wirkte spätestens ab dem ersten Drittel so vertraut. Ich konnte mich sehr in sie hineinversetzen und hatte das Gefühl, ihre Reise mit ihr zu bestreiten. Diese Geschichte lebt nicht von einer Tiefe, oder zig Wendepunkten. Auch nicht von einer atemberaubenden Geschichte. Im Grunde ist es nur ein Sommer eines emotional aufgewühlten Teenagers. Dieses Buch ist vom Leben geschrieben worden. Überzeugt mit seiner Ehrlichkeit und den Emotionen! Colby ist jung. So verhält sie sich auch. Wie jedes andere unsichere Mädchen in dem Alter möchte sie nur das eine: sie möchte dazugehören. Gesehen werden. Vom Niemand zum Jemand werden. Gerade als ihr das vermeintliche Glück hold war, muss sie gehen. Vom jugendlichen Stursinn getrieben, kann sie der ganzen Situation nichts abgewinnen, dementsprechend führt sie sich auch auf. Doch auf wunderliche Weise verändert sich ihre Auffassung im Laufe der Geschichte. Das ganze ist so einfach geschrieben, als kämen die Worte tatsächlich aus der Feder der Heranwachsenden, die Gefühle so echt und greifbar. Auch die Umgebung und der griechische Lebensstil kommen hier nicht zu kurz. Die Autorin hat schlichtweg an alles gedacht, das es zu bedenken galt. Dieses Buch werde ich meiner Schwester schenken, da es hilft, so vieles von einem anderen Blickwinkel zu sehen. Sein Leben zu überdenken und das Glück in seiner Situatin zu sehen, wo vorher nur ausweglose Schwärze war. Ein Umdenkbuch für die Jüngeren unter uns, das sicher auch die älteren Leser bannt und in ihre Jugend zurück versetzt.

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