Leserstimmen zu
Das Glück wächst nicht auf Bäumen

Wendy Wunder

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Zoe und Hannah sind beste Freundinnen, die beide mit Problemen zu kämpfen haben. Sie stehen aber immer zueinander. Sie sind die perfekte Kombination. Es war schön zu sehen, wie die zwei harmonieren, auch wenn Zoe zeitweise etwas nerven konnte. Das gehört aber zu ihrem Charakter. In dem Buch wird die Krankheit der bipolaren Störung behandelt, mit der ich jedoch nicht so vertraut bin. Im Buch wird sie jedoch sehr "positiv" dargestellt und durch den Roadtrip, den die beiden Mädchen unternehmen, als ein Abenteuer rübergebracht. Die Geschichte braucht ein wenig, bis sie in die Gänge kommt. Das Leben von Zoe und Hannah wird anfangs vorgestellt, damit die Gründe für ihren Roadtrip nachvollziehbar werden. Beide haben es nicht einfach im Leben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich hab inhaltlich ein ähnliches Buch zur gleichen Zeit gelesen und musste das andere wegtun, weil es bei weitem nicht so gut war, wie dieses. Ich hab gerne von dem Trip gelesen und war immer gespannt, wo es die beiden als nächstes hinverschlägt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nach der Eingewöhnungsphase wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand geben. Wendy Wunder hat mit ihren Ideen einen Hunger nach Abenteuer in mir geweckt. Mir gefällt die Botschaft sehr, die sie mit ihrer Geschichte zu vermitteln versucht. Glück erlangt man nicht, indem man daheim sitzt und nichts gegen die derzeitige unglückliche Situation unternimmt. Unbewusst lernt man viel von den beiden Mädchen fürs eigene Leben. Fazit Das Glück wächst nicht auf Bäumen ist eine Geschichte, bei der man sich von dem Mut der Charaktere einige Scheiben abschneiden kann. Ein schönes Buch über Freundschaft und Loyalität und was wirklich zählt im Leben. Ein toller Schreibstil rundet das Ganze wunderbar ab und lässt mich die Geschichte als Highlight in Erinnerung behalten.

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Worum es geht: Hannah und Zoe, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sind seit jeher unzertrennlich. Zoe, die flippige Flirtexpertin mit einer bipolaren Störung und eventuel auch manisch depressiv, Hannah die schüchtern und wenig von sich überzeugt ist. Beide wissen nur zu gut was sie in ihrem Leben erwartet, nämlich nichts. Hannah entstammt nämlich aus einer Linie Frauen die sich grundsätzlich nur mit Alkoholabhängigen einlassen. Dementsprechend sieht ihr Vater auch nicht ein für ihre Uni zu bezahlen, wenn sie mit 19 sowieso Schwanger und auf sich allein gestellt, oder noch schlimmer, mit dem Alkoholiker/Schläger Typ zusammen ist. Als Zoe kurz davor ist in eine Nervenheilanstalt verwiesen zu werden, schliesslich ist sie davon überzeugt dass Aliens sie demnächst wieder abholen kommen, machen die Mädchen sich Hals über Kopf auf die Flucht. Ein Roadtrip den Zoe dafür nutzt Hannah zu zeigen was in ihr steckt und dass wenigstens einer von ihnen es schaffen könnte glücklich zu sein. “I am a freshwater girl. I live on the lake, and in New Jersey, that's rare. The girls on the other side of town have swimming pools, and the girls in the south have the seashore. Other girls are dry, breezy, salty, and bleached. I, on the other hand, am dark, grounded, heavy, and wet. Fed by springs, tangled in soft fernlike seaweed, I am closer to the earth. Saturated to the bone. I know it, and so do the freshwater boys, who prefer the taste of salt.” Meine Meinung: Seit "Flamingos im Schnee" habe ich auf ein weiteres Buch von Wendy Wunder gewartet. Soll Flamingos nur ein One Hit Wonder gewesen sein? Bereits nach wenigen Seiten war klar dass dies nicht so ist. Die Sprache ist lyrisch, lässt träumen und erschafft deutliche Bilder. Wendy weiss wie man Menschen erschafft und ihre Figuren leiden lässt. Trotz des süssen Covers ist schnell klar dass dies wieder ein ernsteres Buch, diesmal über Ängste, seelische Probleme und menschliche Abstürze, ist. Und es ist wundervoll. Mit kaum einer anderen Jugendbuchautorin kann man so schön leiden wie mit Wendy Wunder. Obwohl Zoe diejenige mit den Problemen ist wird schnell klar dass sie alles daran setzt Hannah etwas beizubringen. Sich selbst zu lieben, nicht alles zu ernst zu nehmen, zu lernen was sie wirklich will, ... Hightlights: - Eine Freundschaft stärker als Familie - Erste grosse Liebe nur als Nebenrolle, und schön eingeführt - Die problematischen Themen mit Witz aber ohne lächerlich zu machen He smiles at me, feeling the same elation I am, I can tell. I can tell because the feeling hangs between us like a rope. When you share a feeling with someone it takes on matter and weight. Even if you're the only one who can sense it, it becomes a tangible thing with properties like shape and weight an heat."

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Zoe und Hannah sind beste Freundinnen, die beide mit Problemen zu kämpfen haben. Sie stehen aber immer zueinander. Sie sind die perfekte Kombination. Es war schön zu sehen, wie die zwei harmonieren, auch wenn Zoe zeitweise etwas nerven konnte. Das gehört aber zu ihrem Charakter. In dem Buch wird die Krankheit der bipolaren Störung behandelt, mit der ich jedoch nicht so vertraut bin. Im Buch wird sie jedoch sehr "positiv" dargestellt und durch den Roadtrip, den die beiden Mädchen unternehmen, als ein Abenteuer rübergebracht. Die Geschichte braucht ein wenig, bis sie in die Gänge kommt. Das Leben von Zoe und Hannah wird anfangs vorgestellt, damit die Gründe für ihren Roadtrip nachvollziehbar werden. Beide haben es nicht einfach im Leben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich hab inhaltlich ein ähnliches Buch zur gleichen Zeit gelesen und musste das andere wegtun, weil es bei weitem nicht so gut war, wie dieses. Ich hab gerne von dem Trip gelesen und war immer gespannt, wo es die beiden als nächstes hinverschlägt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nach der Eingewöhnungsphase wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand geben. Wendy Wunder hat mit ihren Ideen einen Hunger nach Abenteuer in mir geweckt. Mir gefällt die Botschaft sehr, die sie mit ihrer Geschichte zu vermitteln versucht. Glück erlangt man nicht, indem man daheim sitzt und nichts gegen die derzeitige unglückliche Situation unternimmt. Unbewusst lernt man viel von den beiden Mädchen fürs eigene Leben. Fazit Das Glück wächst nicht auf Bäumen ist eine Geschichte, bei der man sich von dem Mut der Charaktere einige Scheiben abschneiden kann. Ein schönes Buch über Freundschaft und Loyalität und was wirklich zählt im Leben. Ein toller Schreibstil rundet das Ganze wunderbar ab und lässt mich die Geschichte als Highlight in Erinnerung behalten.

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Meine Meinung: Ich habe ein Buch voller Abenteuer mit einer eher schüchternen und bedachten und einer zweiten, wilden und todkranken Protagonistin erwartet. Ich dachte vor allem an Krebs oder eine anderer schwer heilbare oder unheilbare Krankheit. Ich habe ein typisches Ausreisserinnenbuch erwartet und zwei junge Frauen, die aufbrechen um nach dem Sinn des Lebens, seinen schönen Seiten und vielleicht auch der grossen Liebe zu suchen. Bekommen habe ich eine durchaus intelligente, interessierte und vernünftige Protagonistin und deren nicht körperlich, sondern psychisch kranke beste Freundin, eine eher unrealistische Flucht und ein ganz und gar konstruiertes und leider unrealistisches Ende. Ich mochte den Schreibstil der Autorin und den Anfang der Geschichte sehr. Ab der Mitte des Buches wurde die ganze Situation immer schräger und ich habe mich im Ernst gefragt, was mir mit diesem Buch gesagt werden will. Schreibstil und Handlung: Der Schreibstil entsprach mir voll und ganz: schlichte Sätze, schöne Formulierungen und spannend aufgebaute Abschnitte. Auch die Dialoge der zwei jungen Frauen empfand ich als sehr authentisch, sie entsprachen nämlich Gesprächen, die unter Teenagern immer wieder vorkommen und auch die Gedanken und Probleme, die Hannah und Zoe beschäftigen, kenne ich noch gut aus meiner Jugend. Leider konnte mir die Handlung dann nicht wirklich zusagen. Der Klappentext suggeriert ja, dass wir es mit einer todkranken jungen Frau zu tun haben, die noch einmal ihr Leben geniessen will, bevor sie dies nicht mehr kann und dies ist so einfach nicht der Fall. Vielmehr haben wir es mit Zoe mit einer jungen Frau zu tun, die unter einer psychischen Krankheit leidet. Der Beschreibung nach ist es eine bipolare Störung, vielleicht sogar Schizophrenie. Dass diese Krankheit ein Leben beenden soll oder gar junge Menschen noch einmal dazu bringen soll, alles auf eine Karte zu setzen, lässt sich schwer nachvollziehen und dass Hannah, die ja sonst eher vernünftig ist und weiss, wie und dass sie Zoe helfen kann und soll, sich Zoe einfach fügt und nicht schon von Anfang an Hilfe holt, macht irgendwie keinen Sinn. Nur die fantastischen Darstellungen vom Verhältnis von Zoe zu ihrem Bruder Noah haben das Buch für mich lesenswert gemacht. Noah leidet nämlich an einer schwachen Form des Autismus. Es könnte sich dabei um ein Aspergersyndrom handeln und Zoe versucht immer wieder, ihm die Gefühlswelt der anderen, fühlenden Menschen, näher zu bringen indem sie kleine Ausstellungen für ihn gestaltet und dabei für jede Ausstellung ein Gefühl als Thema wählt. Darauf bezieht sich übrigens auch der Originaltitel des Buches. Auch die Schlussszene, bei der Noah eine entscheidene Rolle hat, wurde nur wegen diesem kleinen und intelligenten Jungen so berührend. Mein Fazit: Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich dieses Buch empfehlen kann oder will. Der Schreibstil ist grandios, die Sprache berührend und wunderschön, aber die Handlung geht einfach irgendwie so überhaupt nicht auf. Ich legte dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen aus der Hand.

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Die Rezension ist auf meinem YouTube Kanal thegalaxyofbooks pia zusehen und auf meinem Blog www.thegalaxyofbooks.blogspot.com

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In 80 Wörtern durch das Buch: Hannah ist schüchtern, angepasst und fällt ungern auf. Zoe ist impulsiv, temperamentvoll und liebt es, unsinnige Dinge zu tun. Hannah und Zoe sind beste Freundinnen. Nichts und niemand könnte sie trennen. Als Zoe den Drang verspürt, aus ihrer kleinen Heimatstadt in New Jersey zu verschwinden, begleitet Hannah sie. Gemeinsam machen sie sich mit ihrem Auto auf und lassen alles hinter sich: ihre Eltern, ihre enttäuschten Lieben, das College. Auf ihrer Reise begreift Hannah langsam, was Zoe ihr zeigen will: dass das Leben wunderschön ist, dass man Grenzen einreißen darf, dass es Spaß macht, mutig zu sein. Doch wegen Zoes bipolarer Störung macht Hannah sich auch Sorgen und weiß nicht wie weit sie noch wegrennen können bis Zoe komplett durchdreht. Die Autorin: Wendy Wunder unterrichtet Yoga in Boston, wenn sie nicht gerade schreibt oder Zeit mit ihrem Mann und ihrer Tochter Cadence verbringt. Und ja, Wendy Wunder ist tatsächlich ihr richtiger Name. Cover: Ich mag das Cover, da es süß aussieht und Charme hat und so auch die fröhliche Seite der Geschichte zeigt. Meine Meinung: Ich habe das erste Buch von Wendy Wunder ja auch schon sehr gemocht! Dieses Mal geht es aber nicht um Krebs, sondern um eine psychische Krankheit. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ich habe mich sofort wohl gefühlt im Zauber des Buches. Beide, obwohl sie unterschiedlich sind, waren sehr gut nachvollziehbar und ich mochte sie sofort. Auch die Nebencharaktere hatten ihren Charme und haben das Buch gut abgerundet! Die Botschaft des Buches ist wunderschön und die Abenteuer der Mädchen sehr aufregend und bunt. Es hat soo Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich bin in der Geschichte versunken. Der Schreibstil schafft eine Bindung an das Buch und die Charaktere, dass man mitfiebert und das Gefühl hast Teil der Geschichte, Teil dieser besonderen Freundschaft zu sein. Die Handlung war immer abwechslungsreich, kreativ und spannend. Manchmal waren auch nicht ganz normale Elemente eingebaut, die mich aber nicht weiter gestört haben und eher unterstrichen haben, dass das Buch zeigen will wie einzigartig das Leben ist und dass man nicht alles verstehen kann, so wie die Menschen Zoe nicht verstanden haben. Die Autorin hatte sehr viele witzige Ideen, die das Buch einzigartig gemacht haben! Fazit: Eine einzigartige Geschichte mit witziger Idee, Tiefgründigkeit und wunderbaren Charakteren!

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Hannah fand ich ziemlich blass. Sogar so blass, dass ich ihren Namen jetzt nicht mehr gewusst hätte. Der Fokus liegt eigentlich mehr auf Zoe, die ja auch Energie genug für zwei hat, und ihre verrückten Aktionen. Und verrückte Aktionen sind eigentlich kein Ausdruck… Denn Zoe hat eine bipolare Störung, was bedeutet, dass sie Phasen hat, in denen sie extrem hyperaktiv ist und Phasen, in denen sie manisch depressiv ist. Ich fand es interessant, mal über eine solche Krankheit zu lesen und denke, das Buch vermittelt ein sehr realistisches Bild. Ich war überrascht, dass es so lange dauert, bis der eigentliche Roadtrip beginnt. Allerdings war das auch gar nicht so schlecht, denn so hat man die Chance, Hannah und Zoe in ihrer normalen Umgebung kennen zu lernen. Obwohl das Buch Seitenmäßig so kurz ist, hatte ich manchmal das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Längen hatte das Buch eigentlich nicht, weil ständig irgendwas Aufregendes passiert, aber es hat mich manchmal leider genervt oder gelangweilt, so dass ich zwischendurch keine Lust hatte, weiterzulesen. Die Dinge, die die beiden auf ihrem Roadtrip erleben, fand ich schon ziemlich originell, allerdings wird vieles auch schon im Klappentext erwähnt. Auf den ersten 50 Seiten passiert etwas, dass Zoe merklich verändert. Was mich hier extrem gestört hat, ist dass ich nie eine Erklärung dafür bekommen habe. Zoe bringt sich und Hannah auch öfter mal mit ihren Aktionen in Gefahr, weshalb ich sie eher unsympathisch fand und immer ein bisschen Angst hatte, was sie als nächstes macht. Deshalb fand ich es auch ab einem gewissen Punkt unverantwortlich von Hannah, alleine mit Zoe durchs Land zu fahren und sie damit durchkommen zu lassen, dass sie keine Hilfe annimmt. Dann ist da noch diese bescheuerte Liebesgeschichte. Danny, Hannahs Love Interest, verhält sich schon komisch, bevor Hannah mit ihrer besten Freundin wegfährt. Da war er komisch bis unsympathisch. Und später war die Beziehung zwischen den beiden einfach soo… blöd. Und unnötig. Ich kann euch ja jetzt leider nicht sagen, was genau mich gestört hat, aber ich finde einfach, die Geschichte wäre genauso gut gewesen, wenn man diese Beziehung nicht noch zwanghaft mit da reingestopft hätte… Das Ende fand ich vorhersehbar und in gewissem Maße verwirrend. Es bleiben ein paar Fragen offen. Fazit: Ihr merkt schon, dass dieses Roadtripbuch bei mir nicht so super angekommen ist. Ich habe einige Kritikpunkte und insgesamt hat mir das Buch wohl eher nicht gefallen. Positiv waren allerdings die coolen Erlebnisse, die die Freundinnen unterwegs haben und generell fand ich es mal interessant, über so eine psychische Erkrankung und ihre Folgen zu lesen. Abgesehen davon konnte es mich leider nicht überzeugen.

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Skurril schön

Von: Marie

25.06.2015

Inhalt: Hannah ist schüchtern, angepasst und fällt ungern auf. Zoe ist impulsiv, temperamentvoll und liebt es, unsinnige Dinge zu tun. Hannah und Zoe sind beste Freundinnen. Nichts und niemand könnte sie trennen. Als Zoe den Drang verspürt, aus ihrer kleinen Heimatstadt in New Jersey zu verschwinden, zögert Hannah keine Sekunde, sie zu begleiten. Gemeinsam machen sie sich mit ihrem Auto auf und lassen alles hinter sich: ihre Eltern, ihre enttäuschten Lieben, das College. Und während sie Tornados jagen, Kermit befreien und neue Freunde finden, begreift Hannah immer mehr, was Zoe ihr zeigen will: dass das Leben wunderschön ist, dass man Grenzen einreißen darf, dass es Spaß macht, mutig zu sein. Und Hannah weiß auch, dass ihnen vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt – denn Zoe ist krank und jeder Tag mit ihr ein kostbares Geschenk. Meine Meinung: Gute Geschichten wachsen nicht auf Bäumen. Und klingende Autoren-Namen in Form von Alliterationen sind kein Garant für faszinierende Lektüren. Aber manchmal eben doch. Manchmal schreiben Autorinnen mit dem bezeichnenden Namen Wendy Wunder Geschichten, die voller Wunder, Leben und Faszination stecken und auf ihre Art unheimlich besonders sind. Und dann kommt "Das Glück wächst nicht auf Bäumen" dabei heraus und erzählt eine so verrückt-skurrile Geschichte über das Leben mit derart vielen Facetten, das man teilweise gar nicht hinterherkommt und auch, wenn die Geschichte um Hannah und Zoe nicht perfekt ist (was dem Leben im Grunde auch ziemlich nahe kommt!), hat mich dieses Buch im Herzen erreichen können. Denn Wendy Wunder kann schreiben. Und wie sie schreiben kann. Ihr Stil ist voller doppelter Böden, sprudelt frisch aus den Seiten hervor und malt farbenprächtige, surreale Bilder in die Gedanken. Dabei steckt er noch so voller Wahrheiten, das man sich das Buch am liebsten krallen möchte, um sich damit zuzudecken, auch wenn definitiv nicht alles munter und fröhlich ist. "Das Glück wächst nicht auf Bäumen" steckt voller Kontraste und Dunkelheit, doch genau mit dieser Art von Erzählung, werden die hellen Seiten noch viel strahlender und geben dem Buch trotz irrer Wendungen eine ganz besondere Glücksatmsosphäre. Denn "Das Glück wächst nicht auf Bäumen" lebt durch seine Figuren. Und die sind alle sehr besonders. Angefangen bei Zoe, die manisch depressiv ist und ihrem kleinen Bruder Noah, der Asperger hat, bis hin zu der Protagonistin Hannah, aus deren Sicht die Geschichte erzählt ist, die einen unzuverlässigen Vater und eine desinteressierte Mutter hat, die unter Existenzängsten leidet und kein Licht in ihrem Leben finden kann. Jede Figur, ganz gleich, wie unbedeutend sie auch erscheinen mag, bringt eine bestimmte Lebendigkeit in die Geschichte, die man selten in Romanen findet. Auch wenn nicht jeder unbedingt nahe wirkt, so wecken sie doch alle das Interesse des Lesers und erzählen ihre eigene Geschichte, was eine ganz besondere Dynamik in das Buch bringt und dazu führt, das man es nicht aus der Hand legen kann. Über den Plot lässt sich streiten, denn ich persönlich muss sagen, dass ich beispielsweise den Einstieg erst etwas schwierig fand und zwischendurch erst einmal damit klar kommen musste, das dem Buch der rote Faden im Grunde fehlt. Das ist jedoch nicht negativ zu verstehen, denn sobald man sich darauf eingelassen hat, passt diese Art, eine Geschichte zu erzählen, einfach perfekt zum Inhalt. Nichts ist Gewiss, man muss das Leben so nehmen, wie es kommt, immer das Beste herausholen und nicht immer nur nach den Regeln des Alltags tanzen. All das und noch viel mehr suggeriert die Geschichte. Das Ende fand ich sehr abrupt und ist, neben dem etwas schwierigen Einstieg, das einzige, was ich zu kritisieren habe. Irgendwie geht plötzlich alles sehr schnell und man hat kaum Zeit, es zu verarbeiten. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, die etwas glatter und stimmiger hätte sein können. Fazit: Wenn man schon Wunder mit Nachnamen heißt, kann vielleicht nur eine wundervolle Geschichte dabei herauskommen. Mit "Das Glück wächst nicht auf Bäumen" beweist Wendy Wunder jedenfalls, dass ihr Name nicht von irgendwo kommt und nimmt den Leser mit auf einen völlig chaotischen Road Trip voller Glück, Leben, Liebe und vor allen Dingen Freundschaft. Eine bewegende, berührende und etwas andere Geschichte, die mit einem grandiosen Schreibstil und viel Dynamik zu begeistern weiß. Wenn ihr auf der Suche nach einem kleinen literarischen Wunder seid, in dem es nicht immer nur Sonnenschein gibt, solltet ihr euch die Geschichte von Hannah und Zoe einmal genauer ansehen...

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