Leserstimmen zu
Die Mondscheinbäckerin

Sarah Addison Allen

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Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe. "Zur Erinnerung an den berühmten sanften Riesen Robert Pershing Wadlow ...", beginnt die Widmung von Sarah Addison Allens Buch "Die Mondscheinbäckerin". Die siebzehnjährige Emily muss nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Großvater Vance. Dieser lebt in der kleinen Stadt Mullaby. Hier scheint jeder jeden zu kenne und doch ist Mullaby eine besondere Stadt. Über allem liegt etwas Geheimnisvolles, magisches. Von der Thematik nicht ganz neu, fällt das aber nicht sonderlich ins Gewicht, denn durch das Erscheinungsbild des Großvaters gibt es dem Ganzen etwas Besonderes. Von daher versteht sich auch die Widmung zu Beginn. "Die Mondscheinbäckerin" ist nicht mein erster Roman der Autorin. Das war auch der Grund, warum ich gern mehr von ihr lesen wollte. Das Buch liest sich durchgehend flüssig, die Beschreibungen und die Wortwahl sind genau richtig. Mit ihrer Art erweckt sie die Geschichte zum Leben. Man kann sich vieles bildhaft vorstellen. Die Charaktere dieses Romans sind so beschrieben, dass man sie fühlen und bildlich vorstellen kann. Das Cover ist sehr schön und mystisch gestaltet und farblich harmonisch abgestimmt. Es passt alles. "Die Mondscheinbäckerin" ist eine großartige Geschichte, eine Lesereise, die ich nicht missen möchte. Es verzaubert - und berührt zugleich! Und hinter all dem steckt eine Botschaft für den Leser, die zu erkennen und zu akzeptieren es gilt. Jeder Mensch hat Schwächen. Schwächen bedeuten aber nicht, dass derjenige schlecht oder gar minderwertiger ist als andere.

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Merkwürdige und wunderbare Dinge

Von: Janine2610 aus 2002 Großmugl/Österreich

18.05.2014

Und was für merkwürdige und wunderbare Dinge in Mullaby passieren... Angefangen bei einer Tapete, die ihre Farbe je nach Laune des Zimmerbewohners ändert, manchmal auftauchende Irrlichter im Wald, bis hin zu frisch gebackenem Kuchen, dessen Duft geliebte Menschen anlocken kann/soll. Nun gut, das sind dann aber auch schon (fast) alle unrealistische Dinge, die in diesem Büchlein vorkommen. Etwas wäre da noch, aber das kann ich nicht verraten - da würde ich spoilern. Die junge und liebenswerte Emily musste wegen dem Tod ihrer Mutter Dulcie zu ihrem über 2,50 Meter großen Großvater Vance nach Mullaby ziehen, da sie keine anderen lebenden Verwandten mehr hat. Das war auch schon das Erste, was mir aufgefallen ist: bemerkenswert viele bereits Verstorbene Leute wurden erwähnt, wo ich mir gedacht habe: Ist Mullaby vielleicht verflucht? ;-P Naja, jedenfalls gab es dann noch Julia, die mit Emilys Mutter Dulcie damals in dieselbe Schule gegangen ist und für Emily nun eine gute Freundin wird. Julia hatte in ihren Jugendjahren immer eine Art Opferrolle, worunter sie sehr gelitten hat. Ihre Vergangenheit ist sehr traurig und bewegend und als Leserin habe ich mir für sie und ihre zukünftigen Pläne nur das Beste gewünscht! An und für sich kann nur Julia die Mondscheinbäckerin sein, denn sie ist es, die die allerköstlichsten Varianten von Kuchen backt, mit denen sie schon ihre Jugendliebe Sawyer erfolgreich "um den Finger wickeln" konnte. - Julia ist eine wahnsinnig liebe und sympathisch beschriebene Frau, die mit ihrer schwierigen Vergangenheit heute im Reinen ist und nach vorne schaut. - Dafür darf man sie bewundern. Es leiden nämlich nicht wenige Menschen ihr ganzes Leben unter diversen Geschehnissen von früher... Das Hauptaugenmerk liegt in dem Buch vor allem auf Emily und Julia. Man erfährt viel von Julias bisherigem Leben und ihren Beziehungen, aber auch Emily hat in Mullaby mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die mit ihrer toten Mutter Dulcie zusammenhängen. Einen großen Part in Emilys Gedankenwelt nimmt auch Win Coffey ein - ein ganz besonderer Junge in ihrem Alter, dessen Familie ein, hm.. wie soll ich sagen..., unglaubliches Geheimis hütet, von dem, was ich da so mitbekommen habe, eigentlich viele Leute Bescheid wissen, aber niemand darüber redet. Dieses Geheimnis bzw. diese Tradition der Familie Coffey und viele unausgesprochene Dinge, aber auch Missverständnisse, haben in Mullabys Nachbarschaft zu jahrelangen Spannungen geführt und erschweren nun auch eine Beziehung zwischen Win und Emily, die sich nämlich mehr als nur ein bisschen sympathisch sind... Das ist das ideale Buch für zwischendurch, mit, in meinen Augen, der genau richtigen Seitenanzahl. Es ist eine zauberhafte, magische, etwas unheimliche und unglaubliche Geschichte, die total süße, liebenswerte und absolut sympathische Charaktere bereithält. Und Happy End - Liebhaber kommen hier auch voll auf ihre Kosten. Wirklich voll zu empfehlen und deshalb vergebe ich gerne die volle Sternezahl.

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