Leserstimmen zu
Phobia

Wulf Dorn

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Phobia

Von: Vivi

25.08.2015

Klappentext "Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann. Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur…" Meine Meinung In diesem Buch geht es zuerst um Sarah Bridgewater, eine junge Mutter. Gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Harvey verbringt sie eine scheinbar normale Nacht in ihrem Haus in London. Ihr Mann Stephen ist auf Geschäftsreise, somit befindet sich sonst niemand im Haus. Doch als Harvey in dieser Nacht ganz ängstlich ins Schlafzimmer kommt, merkt Sarah, dass irgendetwas nicht stimmt. Denn plötzlich steht Stephen im Wohnzimmer - so nennt er sich jedenfalls. Doch es ist ein völlig fremder Mann, der jedoch alles über die Familie zu wissen scheint. Niemand will ihr Glauben schenken, bis sie sich an ihren alten Schulfreund Mark Behrendt wendet. Bis hier hin wird alles aus der Sicht von Sarah erzählt, was mir sehr gefallen hat, da man "hautnah" am Startpunkt der Geschichte dabei ist und nachvollziehen kann, was passiert, wie sich der Mann verhält. Wäre dies aus einer anderen Sicht erzählt worden, hätte man ja gar nicht das Geschehen im Haus mit verfolgen können. Nach dieser Einleitung in den ersten Kapiteln wird Sarahs Freund Mark Behrendt zum Hauptprotagonisten und die Story wird von nun an nur noch aus seiner Sicht erzählt. Mir gefallen abwechselnde Sichten, doch dass hier komplett gewechselt wurde, war auch okay. So kommt man nicht in die Verlegenheit, zu vergessen, wer gerade berichtet. Der Schreibstil war gut, aber er konnte mich nicht wirklich begeistern. Das Buch hat eine interessante Story, die mir so bisher noch nicht begegnet ist, doch leider war das Buch für mich kein Pageturner. Mir hat das Bedürfnis, sofort weiterblättern zu wollen, gefehlt. Dieser Impuls, auf Schlaf zu verzichten und das Buch in einem Rutsch zu lesen war einfach nicht da, somit war das Buch für mich einfach kein besonders spannendes Leseerlebnis. Alles in allem war das Buch eigentlich von der Idee her das perfekte Buch für mich als Thrillerliebhaberin, konnte dem aber nicht wirklich gerecht werden, weil die Spannung vor allem zum Ende hin immer wieder nachließ. Mir persönlich wurden zu viele Fragen offen gelassen und die Auflösung der Geschichte hat mich nicht geschockt, da ich mir so was in der Art schon gedacht hatte. Das ist leider ein wenig traurig, denn der Klappentext und das Cover haben mich total begeistert. Vielleicht sollte man seine Erwartungen nicht immer zu hoch schrauben, dann ist man im besten Fall nicht zu traurig über einen solchen Ausgang einer Geschichte.

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Was für eine schreckliche Vorstellung: Mitten in einer kalten Dezembernacht hört Sarah Bridgewater ihren Mann nach Hause kommen, obwohl der eigentlich auf einer Geschäftsreise sein müsste. Doch der Mann, den Sarah schließlich in der Küche antrifft, ist nicht ihr Ehemann Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann. Wulf Dorns Psychothriller „Phobia“ beginnt wie ein schlimmer Albtraum – düster und nervenaufreibend. Sofort wird der Leser in den Bann gezogen und muss sich mit einer der menschlichen Urängste auseinandersetzen: dem Gefühl, sich nirgendwo mehr sicher zu fühlen. Gerade zu Beginn der Geschichte kommt Sarahs Verzweiflung sehr gut rüber. Was allerdings so vielversprechend beginnt, flacht im Laufe der Geschichte immer mehr ab. An sich ist ja die Idee des Thrillers grandios: Da schleicht sich jemand in das Leben anderer bzw. versucht die Identität von jemanden zu stehlen. Dorn hat aber aus dem Plot viel zu wenig rausgeholt. Das führt unweigerlich dazu, dass die ganze Geschichte viel zu durchsichtig ist und für einen Thriller eigentlich zu lahm. Dorn verzettelt sich in Nebenhandlungen, die überhaupt nichts zur Geschichte beitragen. Zum Teil laufen diese sogar einfach ins Leere und lassen viele unbeantwortete Fragen zurück. Ich hätte mir auch gewünscht, dass Dorn noch viel stärker in die Gedankenwelt des Täters eintaucht und generell auch einfach noch viel mehr mit der Psyche des Lesers spielt. So kommt das Motiv zum Schluss fast ein wenig belanglos rüber. Zu gute halten kann man dem Autor seinen leichten und angenehmen Erzählstil; er verwendet eine einfache und schnörkellose Sprache und das Buch liest sich dadurch weg wie nichts. Auch schafft es Dorn die ganze Handlung sehr logisch zu erzählen. Die Botschaft, die bei dem Buch mitschwingt, ist auch ganz schön. Fazit: Ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch, für einen Thriller allerdings nur mäßig spannend. Und noch etwas am Rande: In „Phobia“ taucht zwar auch der Psychiater Mark Behrendt aus Wulf Dorns erstem Thriller „Trigger“ auf. Eine direkte Fortsetzung ist „Phobia“ aber nicht.

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Phobia von Wulf Dorn. Tja. Wo soll ich anfangen? Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, hat mich der Klappentext doch zunächst an meinen Lieblingsthriller Ich.Darf.Nicht.Schlafen erinnert. Vielleicht hatte ich deshalb höhere Erwartungen an Phobia als ich sie sonst gehabt hätte. Jedenfalls habe ich mit einem nervenaufreibenden Thriller voller Spannung, Nervenkitzel und Überraschungen gerechnet. Bekommen habe ich (leider) etwas anderes. Zunächst die Figuren. Viel sagen kann ich zu ihnen nicht, einerseits, um nichts zu verraten und andererseits, weil es teilweise auch nicht viel zu sagen gibt. Sarah ist eine unglückliche Ehefrau, die ihren Traumjob in einem Verlag aufgegeben hat, aus Angst, sie könnte versagen. Woher diese Phobie so plötzlich kam, weiß sie nicht. Sie weiß nur, dass sie da und stark ist und ihr Leben einzunehmen droht. Immer öfter spürt sie diese unbegründete Phobie. Ich als Leserin habe davon aber nichts gespürt. Die Sorge um ihren Mann, die Angst vor dem Fremden, das Schwinden der Hoffnung, weil die Polizei ihr nicht glaubt. All das ist schon da, irgendwie. Aber es kommt bei mir einfach nicht an. Zu ihrem Ehemann Stephen kann ich nichts sagen, ohne nicht das bisschen Rätsel, das es um ihn gibt, vorwegzunehmen. Nur so viel: er bedient ein nur allzu bekanntes Klischee und scheint sonst nicht viel Charakter zu besitzen. Auch zum Täter kann ich leider nichts sagen, nicht einmal seinen Namen, sonst würde ich das Ende vorwegnehmen. Vielleicht so viel: er weiß, was er will, findet aber nicht unbedingt den richtigen Weg, dies umzusetzen. Der Plot war für mich, kurz gesagt, enttäuschend. Jedes Mal, wenn ich dachte: Jetzt! - Jetzt kommt die große Überraschung! Jetzt kommt die Wende! Jetzt tappt die Protagonistin in eine Falle - passierte ... nichts. Ich weiß nicht, wie es anderen ging, aber für mich bot der Plot keinerlei Überraschungseffekt, keine Spannung, keinen Nervenkitzel. Ich bin nicht sicher, welchem Genre Phobia zuzuordnen ist. Ein Thriller ist es meiner Meinung nach auf gar keinen Fall. Eine Drama, ja. Man könnte auch Familiendrama sagen. Aber ein Thriller? Nein. Dafür dass Protagonistin Sarah so phobisch ist, kam von ihrer Angst nichts bei mir an, als ich die Geschichte gelesen habe. Keine Furcht, keine Panik, nichts. Überhaupt haben mir die nachempfindbaren Emotionen gefehlt. Was auch daran liegen könnte, dass keine Gefahrensituation entsteht. Wie schon erwähnt, findet sich in der Auflösung um Stephen ein viel bedientes Klischee. Die Aussprache war mir übrigens viel zu lang und langatmig. Ich weiß nicht genau, was damit bezweckt werden sollte, sie war weder überraschend, noch spannend, noch gab es einen Aha-Effekt. Sie war einfach da. Eine Geschichte, in der die Protagonistin zu keinem Zeitpunkt in wirklicher Gefahr ist und der (geübte) Leser sehr schnell weiß, was der "Täter" eigentlich vorhat, auch wenn es etwas falsch rüberkommt, ist für mich einfach kein Thriller. Es ist vielmehr eine Geschichte über das Leben. Dass die Menschen den Wert des Lebens erst dann erkennen, wenn es zu spät ist. Dass nur diejenigen richtig leben, die den Tod vor Augen haben. Dass man sich über das, was man hat, freuen sollte, solange es noch da ist und man sich noch freuen kann. Eine Geschichte über einen Mann, der dies lehren will, solange er kann. Die Schreibstil ist sehr einfach und schnörkellos. Er lässt sich leicht und schnell lesen, trifft aber nicht unbedingt meinen Geschmack. Zudem finde ich, dass unzählige Seiten mit (teils unnötigen) Erklärungen gefüllt wurden. Mir persönlich fehlt die sprachliche Raffinesse. Die Informationen über die Figuren wirken dahingeklatscht und passen teilweise nur so gerade eben in den Zusammenhang. Das bisschen Spannung, das vorher vielleicht aufgekommen ist, wird durch diese Erklärungen wieder unterbrochen. Die nötigen Informationen hätte man geschickter einflechten können, anstatt sie einfach einzuschieben. Kann man gelesen haben, muss man aber nicht. An sich eine interessante Geschichte, die seiner Genrezuordnung "Thriller" aber nicht gerecht wird.

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