Leserstimmen zu
Der Pfad der Winde

Brandon Sanderson

Die Sturmlicht-Chroniken (2)

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Und wieder spinnt Brandon Sanderson seine Fäden auf brilliante Weise weiter, greif teile der Geschichte auf, die zuvor eher nebensächlich erschienen und macht sie zur Priorität, so wie er auch der Vergangenheit der Charaktere in der Gegenwart eine wichtige Rolle zu gedenkt. Nichts was dieser Autor schreibt ist unbedacht und seine Detailverliebtheit zeigt einmal mehr, dass man alles nur gut miteinander verknüpfen muss, so dass kein Fitzelchen Geschichte unnütz wirkt. Es geht weiter wie bisher und wir erleben mehr aus den Leben von Shallan, Kaladin, Dalinar und all ihren Gefährten. Während Shallan nach einer Lösung für ihre Familie sucht und sich so unbewusst in eine ganz neue Welt begibt, muss auch Kaladin feststellen, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht und Dalinar befindet sich zwischen Zweifel und Verzweiflung, denn seine Visionen scheinen mehr der Wahrheit zu entsprechen als bisher angenommen. Wird er also doch nicht verrückt? Doch wer würde ihm glauben? Doch auch die Zwischenspiele in dieser Geschichte sind ein willkommenes Lese-Erlebnis und so unterschiedlich diese auch sind, umso interessanter sind sie zu erlesen. Auch der Schelm des Königs ist und bleibt eine unbekannte Größe in der Geschichte, was mich persönlich umso mehr reizt. Zu erfahren wer er ist, woher er sein wissen nimmt und wieso all dies geschieht. Das alles entwickelt sich zu etwas wahrhaft großem. Die Magie des Sturmlichts ist wieder einmal eine überraschende, hervorragende und noch nie dagewesene Schaffung des Autoren, Brandon Sanderson. Er zeichnet sich wieder einmal damit aus etwas absolut neues zu erschaffen und es auf epische Weise zu erzählen. Auch dieser zweite Band der Sturmlicht-Chroniken bringt den Leser tiefer in die Geschichte und sich diesem Sog zu entziehen ist beinahe unmöglich. Sanderson ist einer der größten Fantasyautoren, die mir je begegnet sind und mit dieser Kriegerischen Fantasy voller Magie, Rüstungen, Schwertern und vergessenen Welten weiß er den Leser einmal mehr zu bannen. Und neben der Geschichte gibt es einige Illustrationen zu entdecken, welche sich perfekt in die Geschichte eingliedern und einigen Dingen ein genaues Bild verschaffen. Als Hilfestellung? Nein. Eher als Zusatz, denn auch ohne diese Zeichnungen weckt Sandersons bildhafte Beschreibung die Fantasie eines jeden Lesers. Ich bin wieder einmal hin und weg und freue mich darauf mehr aus dieser epischen Welt entdecken zu dürfen.

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Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches, da der Handlungsort überwiegend die dargestellte Zerbrochene Ebene ist. Karg, einsam und doch umso gefährlicher. Der Kontrast zur auf- oder untergehenden Sonne zur winzigen Person auf einer der Klippen macht noch einmal die Größe dieses Teils von Roschar bewusst. Allein ist man verloren. Gemeinsam im Kriegszug könnte der Kampf gegen die vermeintlichen Parschendi um die wertvollen Edelsteinherzen gewonnen werden... Brandon Sanderson ist es mal wieder gelungen, mir mit dieser Geschichte den Atem zu rauben. Fassungslos habe ich die Seiten angestarrt, bei einer ganz besonders dramatischen Wendung und stand wirklich kurz davor, das Buch zu beenden. Nicht, weil es grottenschlecht ist, sondern überdimensional gut geschrieben! Normalerweise macht es mir nichts aus, wenn - vor allem in einer Kriegshandlung - ein paar Charaktere sterben. Doch damit hat ich der Autor diesmal selbst übertroffen. In Roschar lernen wir Alethi kennen, lernen sie zu hassen, zu lieben, zu respektieren oder zu verachten. Ein Glitzerfunke stellen die Nebencharaktere dar, welche ebenso schwungvoll ausgearbeitet sind, wie alle anderen. Und das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichsten Persönlichkeiten macht die Handlung umso spannender, interessanter und in manchen Momenten auch liebevoller. Im Vordergrund stehen wieder die Handlungsstränge von Kaladin, dem Sturmgesegneten Sklaven; Dalinar und Adolin Kholin, einer Großprinzfamilie; und Schalan, die ihr Schicksal nun selbst in die Hand nehmen und mit ihren Fehlern der Vergangenheit leben muss. Alle Einzelheiten sind so komplex herausgearbeitet, dass es zu keiner einfachen Lektüre wird. Von leicht ganz zu schweigen, denn bei knapp 800 gebundenen Seiten kann es schonmal zu einem Krampf im Finger kommen. Neben den keineswegs langweiligen und zuvor gezogenen Kampfszenen wie in Band eins verdient der philosophische Teil ebenso seine Aufmerksamkeit. Die genannten Ideale sind nicht nur auf die geheimnisvollen Splitterträger zu beziehen, dessen Geheimnis gelüftet werden soll. Auch in der Realität lassen sich diese sehr gut anwenden. Ehre und Verrat spielen also eine wichtige Rolle, um gewisse Menschengruppen zusammen oder auseinander zu bringen. Nicht jeder ist der, der er zu sein scheint. Und manchmal müssen wir eine Lüge als solche enttarnen oder sie als etwas anderes annehmen. Ja, wir. Denn dieses Buch liest sich nicht einfach nur so. Hin und wieder kam ich mir vor, als würde ich das alles selbst erzählen und bin immer noch geradezu erstaunt, wie glaubwürdig die Worte und Zeichnungen erscheinen. Auch der bildhaften Aufmachung nahm man sich wieder mühevoll an und storymäßig wurde sogar aufgelöst, von wem die wundersamen Zeichnungen stammen. Aber um den Inhalt voll und ganz zu verstehen ist es notwendig, erstmal Band eins zu lesen und sich schließlich auf ein weiteres, gefährliches Abenteuer einzulassen. Es hat eine Weile gedauert das Buch zu Ende zu lesen. Manchmal, und vor allem im ersten Teil von Schallen, musste ich eine Pause einlegen, um mich von den Eindrücken zu erholen. Überhaupt nicht schlimm, sage ich euch, denn diese leuchtenden Kapitel verdienen keine rasende Überfliegerei. Zwei- dreimal entdeckte ich Grammatikfehler wir bei Yoda - daran sollte noch gearbeitet werden. Die rätselhaften Szenen lassen dem Leser Zeit, sich selbst einen Lösungsweg zu überlegen, was die Komplexität noch einmal deutlicher hervorbringt. Wer waren die Strahlenden wirklich? Weshalb haben sie die Menschen verraten? Und wo sind die Bringer der Leere jetzt? Wird es erneute Wüstwerdungen geben? Jasnah, Tochter des Königs und angesehene Häretikerin, hat erste Schlüsse gezogen und ist dem verlorenen Geheimnis auf der Spur. Nachdem "Der Weg der Könige" ein wenig zähe Kriegseinführungen in sich hatte, holt der zweite Band nun ordentlich auf. Jede neue und alte Art von Sprengseln begleitet uns auch hier wieder und aufmerksame Leser werden die Bedeutung um sie bald erkennen und vielleicht sogar um sich selbst wahrnehmen... "Leben vor Tod. Stärke vor Schwäche. Reise vor Ziel." Mit solchen Sätzen kann man sich das Buch nur zu Herzen nehmen und findet im übertragenen Sinne auch Tipps für eigene Situationen. Denn jeder hat einen Krieg zu kämpfen, Geheimnisse zu lösen und muss sich um Menschen kümmern, die zu schwach sind, um sich selbst schützen zu können. Werdet einer von den Strahlenden und verhindert gemeinsam die nächste, große und vielleicht endgültige Wüstwerdung!

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Achtung dies ist Band 2 - ich kann also nicht ausschließen das diese Rezension eventuell etwas spoilert, aber ich verspreche es zu vermeiden wo es nur geht. Leben vor TodStärke vor SchwächeReise vor Ziel (aus den Sturmlicht-Chroniken Band 2, Ideale der Strahlenden Ritter) Die Chroniken gehen weiter, ob die Plateau-Kriege, auch die Vision oder die Nachforschungen. Jede einzelne Figur gewinnt immer mehr Facetten, immer mehr Konturen. Es werden Ränke geschmiedet, Allianzen gebildet und gebrochen - aus Freunden werden Verräter und aus Freunden wird Familie - doch keiner traut dem Anderen. Kaladin muss erkennen, das er mehr ist, mehr kann und mehr tun muss, als er je gedacht hat. Doch um zu tun, was zu tun ist, muss er vertrauen. Und das ist das Einzige, was er nicht mehr kann. Schallan wird zur Verräterin und doch zu so viel mehr. Sie muss entdecken, das in ihrer Welt so viel mehr existiert und das sie zu einem wichtigen Teil wird. Dalinar Kholin muss stärke beweisen. Im Kampf, in der Liebe und für seine Familie. Szeth hadert immer mehr mit seinem Schicksal. Er ist ein Auftragsmörder wieder willen und in den Händen seines neues Herr, ist er die Bombe der das ganze Machtgefüge in Roschar, zu sprengen droht. Doch wer kann ihn stoppen. Schelm ist der Narr von König Elhokar. Auch wenn er nicht oft in der Geschichte auftaucht, so ist er wichtiger Bestandteil dieses Buches. Er taucht zu den unmöglichsten Zeiten auf. Dieser Charakter verbirgt ein Geheimnis, doch welches? Die Ereignisse auf er Zerbrochenen Ebene spitzen sich immer zu. Doch in Kharbrandt kommt Jasnah den Bringern der Leere auf die Spur, doch kommt sie noch rechtzeitig bevor der Ewigsturm kommt? In den Kriegslagern auf der Zerbrochenen Ebene werden aus Ränke immer gefährlicher für Dhalinar und die gesamte Königsfamilie. Elhokar's Verfolgungswahn nimmt immer gewaltigere Auswüchse an, wodurch Dalinar immer mehr Verantwortung tragen muss. Der Autor zeigt wie im Teil 1 "Der Pfad der Könige" einen gutes Händchen für Charakter und die schwierigen Strukturen zwischen den Potagonisten. Immer wieder setzt er den Mitspielern Masken auf, um sie überraschend wieder verschwinden zu lassen und so wird auf den Freunden Verräter und auf den Bösen die Guten. Nie wird er dabei unglaubwürdig, immer wenn Brandon Sanderson dies geschehen lässt, dann erklären sich plötzlich Dinge, die einen er jetzt in Nachhinein merkwürdig erscheinen lässt. Das Buch ist wieder super spannend und hatte für mich nur einen kleinen Schwachpunkt. Sehr viel Energie und für meine Geschmack auch zuviel Platz verwendet der Autor auf die Kampfszenen. Sie sind sehr detailliert und sicher gibt es viele Leser (gerade unter dem männlichen Anteil), die das toll finden, doch das sind Stellen die zeihen sich für mich wie Kaugummi. Zum Glück sind nicht zu viele Stellen im Buch davon betroffen, so das der Spannungsbogen für mich nur knapp unterbrochen wurde und gleich wieder aufgenommen werden konnte. Dafür hat er in diesem Band auch an die weiblichen Leser gedacht und uns unserer ersten Liebespaar geschenkt. Alles in einen der Geschichte und den Buch entsprechend zurück haltenden Rahmen, aber bei all der Tragik und Dramatik ist es wie ein kleiner Hoffnungsfunken. Ein kleines Licht in immer größer werdender Dunkelheit. In der Rezension zum ersten Buch bin ich noch nicht auf die Optik eingegangen. Das lag daran, das die schönen Details im Hörbuch und eBook nicht zur Wirkung kamen. Bei diesem Band habe ich über Tauschticket noch die gedruckte Fassung bekommen können, wenn auch nur in einem angegriffenen Zustand. Doch jetzt kommen die ganzen Illustrationen endlich zur Geltung, beginnend mit den schönen Innenseiten der Buchdeckel, den Zeichnungen aus Schallans Zeichenblock und den Stilelementen zu Beginn jedes Kapitels. Die Buchdeckel werden mit farbigen Karten von Roschar und Schadesmar, sowie den Wappen der Könige und Großprinzen von Alethkar. Während der Geschichte gibt es immer wieder Zeichnungen von Schallan. Diese zeigen die fantastische Tier- und Pflanzenwelt und auch so genannte Fabriale - kleine Maschinen mit denen die Menschen Dinge vollbringen können, die eigentlich nicht möglich sind. Die einzelnen Kapitelanfänge zeigen einen Bogen. Rechts und Links sind jeweils 2 Köpfe (die sind immer anders) abgebildet und er Schlussstein zeigt die Nummer der Kapitels, darunter befindet sich die Überschrift der Kapitels. Von diesem Bogen eingeschlossen befindet dich eine Marke. Diese zeigt an, wenn dieses Kapitel thematisiert. Kaladin hat einen Speer mit einer Fahne und 4 weiteren Speeren darunter. Abschließend befinden sich immer die letzten Worte eines Menschen aus Roschar. Was es damit genau auf sich hat, löst sich in diesem Buch auf und ist ein weiteres dunkles Geheimnis welches sich hinter einer Maske verbirgt. Fazit: Dieses Buch hat mich wieder begeistert. Und trotz eines kleinen Hakens, der wahrscheinlich aber nur Geschmacks abhängig ist, hat mich dieses Buch wieder wunderbar unterhalten. Es verbindet für wunderbar eine Realitätsflucht mit einer spannenden Geschichte. Genau das was ich jetzt brauche. Zum Glück liebt Band 3 " Die Worte des Lichts" schon hier zu Hause. so das ich aus dieser Welt gar nicht auftauchen muss. P.S.: Als Empfehlung von mir: Nehmt hier bitte das gedruckte Buch. Es ist zwar durch seinen Umfang nicht unbedingt eine leichte Lektüre, aber als eBook kommt es nicht richtig rüber und trotz der wirklich guten Leistung vom Sprecher Detlef Bierstedt kann auch das Hörbuch nicht die ganze Dimension der Sturmlicht-Chroniken rüber bringen. Also kauft das gedruckte Buch, hier ist es notwendig.

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