Leserstimmen zu
Codex Alera 2

Jim Butcher

Codex Alera (2)

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Inhalt (Vorsicht Spoiler): Zwei Jahre nach der gescheiterten Invasion der Marat lebt der ehemalige Hirtenjunge Tavi in der Hauptstadt Aleras und befindet sich mitten in seiner Ausbildung zum Kursor. Da er noch immer nicht die Fähigkeit entwickelt hat Elementare beschwören zu können wird er von vielen Mitschülern abfällig und grob behandelt. Trotzdem fällt ihm abermals eine wichtige Schlüsselrolle zu, als es gilt das Reich abermals vor einer drohenden Gefahr zu beschützen. Mistys Meinung: Wie ich im vorhergehenden Post bereits angemerkt habe, war ich eigentlich nicht wirklich in Stimmung für High Fantasy, als ich mit diesem Buch begonnen habe. Trotzdem möchte ich versuchen, diesen Umstand nicht allzusehr Einfluss auf die Rezension nehmen zu lassen, das wäre Autor und Geschichte gegenüber schlichtweg unfair. Bei diesem zweiten Band jedenfalls wusste ich von vorn herein, dass bei den Elementargeistern, welche in diesem Buch von den Figuren beschworen und befehligt werden, keine große Ähnlichkeit zu meinen geliebten Pokémon zu erwarten war. Insofern war ich diesmal vor einer entsprechenden Enttäuschung gewappnet. Es war angenehm, dass ein Großteil der Geschicht nicht mehr am Land, sondern in der Hauptstadt von Alera selbst spielt. Der Autor sorgte somit allein von der Umgebung her für Abwechslung und ließ auch sonst einige Figuren auftreten, die im ersten Band noch keine Erwähnung fanden. Meine persönlichen Favoriten waren dabei die Canim, eine wolfsähnliche Gattung, die jedoch auf zwei Beinen läuft und in ihrem Verhalten sehr humanoid ist (inklusive der Waffen). Was ich diesbezüglich jedoch -wie auch schon im ersten Band- vermisste, war eine nähere Beschreibung der unbekannten Wesen und sonstigen Gestalten. Ich mag es zwar gar nicht wenn Autoren dem Leser Informationen über Phantasiekreaturen plump auf die Seite klatschen, oder pseudo-subtil in Dialoge legen, aber es gibt doch geschickte Kniffe solches Wissen in die Geschichte zu flechten. So weiß ich bis jetzt nicht wirklich was ich mir unter einem Garganten vorstellen darf. Wohl eine Mischung aus Büffel und Riesenschwein, was ich jedoch nur aufgrund deren nebenbei erwähnten Geräuschen und vagen Größenbeschreibungen erahnen kann. Vielleicht lässt der Autor solche Details auch bewusst offen, um die Phantasie des Lesers nicht einzuschränken. Mich verwirrt dies jedoch ein wenig. Für Abwechslung ist aber auf jeden Fall gesorgt und dank der vielen neuen Figuren und Kreaturen gewinnt die Geschichte an Spannung. Ich muss gestehen, dass die Handlung sich bis zur ersten Hälfte etwas zieht, allerdings werden die vielen Berichte dadurch aufgelockert, dass die Kapitel sich wieder auf unterschiedliche Figuren konzentrieren. Einige Wendepunkte waren dabei etwas vorhersehbar, was jedoch nicht sonderlich negativ ins Gewicht fällt. Somit kann ich resümieren, dass mich dieser Band zwar nicht wirklich übermäßig begeistert hat, gerade weil er seine Längen hatte, allerdings ist es mir wichtig zu erwähnen, dass diese Geschichte sicherlich noch einiges an Potential hat. So finden sich in diesem Buch an mehreren Punkten Andeutungen über den Fortlauf der Geschichte, die doch recht spannend anmuten. Ich werde mir daher den nächsten Band sicher auch von innen ansehen (soll bedeuten ich werde ihn lesen) und darauf hoffen, dass an manchen Stellen etwas gekürzt wird, um spannendere Übergänge zu erzielen, sowie an anderen Stellen, die Beschreibungen betreffen, ein wenig ausführlichere Passagen zu finden sein werden. Fazit: Ein meist recht spannender zweiter Teil, der jedoch in der ersten Hälfte seine Längen hat. Dafür rettet er sich mit neuen, interessanten Kreaturen und vielen aktiven Figuren über die Runden.

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