Leserstimmen zu
Alle Vögel fliegen hoch

Michaela Seul

Franza und Flipper (1)

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Beim Spazierengehen entdecken die Fitnesstrainerin Franza Fischer und ihr schwarzer Labrador Flipper eine Leiche. Total geschockt ruft Franza die Polizei und trifft noch im Wald auf den 9-jährigen Simon. Dieser kannte den Toten und nach dem ersten Schock kann es Franza nicht lassen, auf eigene Faust zu ermitteln. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von ihrem schlauen Hund. Allerdings ist Hauptkommissar Felix Tixel, der mit dem Fall betraut ist, alles andere als begeistert von Franzas eigenmächtigem Handeln. Zwar ist Franza fest davon überzeugt, dass man als Hundebesitzerin zwangsläufig irgendwann über eine Leiche stolpern muss, aber als es dann doch passiert, ist die Fitnesstrainerin erst einmal mächtig geschockt. Ganz im Gegensatz zu Flipper, der kurz darauf sogar noch die Tatwaffe anschleppt. Allerdings ist dies Franza erst einmal gar nicht bewusst und so dauert es auch ein wenig, bis sie Felix darauf hinweist. Sowieso hat es Franza nicht so damit, den Hauptkommissar über alles zu informieren, was sie auf eigene Faust recherchiert. Der attraktive Kommissar ist davon natürlich alles andere als begeistert, von der eigenwilligen Franza dagegen schon sehr. Sehr unterhaltsam erzählt Franza als Ich-Erzählerin die Geschichte, die sich recht wendungsreich und packend entwickelt. Somit dreht sich der Krimi ausschließlich um die doch recht eigensinnigen Ermittlungsversuche von Franza und Flipper. Zu welchen Erkenntnissen Kommissar Felix Tixel und seine Kollegen gelangen, fließen eher selten ein, wodurch man lange über ein Motiv rätselt und sich auch kaum irgendwelche Verdächtige präsentieren. Zum Ende hin wird der Krimi auch noch richtig spannend und die Beschreibungen von Michaela Seul rund um den Starnberger See wie auch die Informationen über Vogelschutz, welche die Autorin wie nebenbei immer wieder mit einfließen lässt, unterhalten und runden den Lokalkrimi wunderbar ab. Fazit: Flipper und Franzas erster Fall – fesselnde Story mit äußerst sympathischen Protagonisten.

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Die 33-jährige Franziska "Franza" Fischer lebt in München und verdient sich dort als Fitness- und Selbstverteidigungstrainerin. Vor über 3 Jahren ging ihre letzte Beziehung in die Brüche und danach ging es ihr sehr schlecht, bis zu dem Zeitpunkt, als ein kleiner schwarzer Welpe der "Das-Beste-Aus-Allen-Rassen"-Rasse aus einem Gebüsch auf sie zukam und sie umgehend dessen Chefin wurde. Flipper verdankt seinen Namen seinem eher außergewöhnlichem Schwimmstil und auch ansonsten der er ausgesprochen gelehrig. Er hört aufs Wort und so manchen Trick konnte ihm Franza schon beibringen. Bei einem Waldspaziergang findet Flipper eine Leiche - eine Erfahrung, mit der sie seit 3 Jahren rechnet, denn: Wer einen Hund hält, muss mit einer Leiche rechnen. Flipper genießt das Leben mit Franza, obwohl er der Meinung ist, sie könnte ihm ruhig ein paar Menschenkinder in sein Körbchen legen, hier jedoch vorzugsweise Jungs, mit denen er so richtig toben kann. Ach ja, Menschenkinder sind erwünscht, menschliche männliche Partner für Franza hingegen nicht! Nichts desto trotz müssen sich Flipper und Franza zuerst mit der gefundenen Leiche herumärgern. Als ordnungsliebende Bürgerin ruft Franza natürlich vorbildlicher Weise die Polizei, um sie über den Fund ihres Hundes in Kenntnis zu setzen. Als jedoch am Tatort Kriminalkommissarin Claudia von Dobbeler auftaucht, ist Franza alles andere als begeistert. Die beiden Frauen sind sich auf Anhieb unsympathisch. Kommissar Felix Tixel hingegen kann die Situation retten, denn er ist, wenn auch etwas kantig, so doch eine Augenweide. Schnell steht fest, dass es sich bei dem Toten um Klaus Hase handelt, der nur wenige hundert Meter weiter weg wohnte. Doch wer hatte einen Grund, ihn umzubringen? Hase blieb gewöhnlich für sich und kümmerte sich um sein Ornithologen-Hobby. Franza beschließt, dem überaus faszinierenden Kommissar Hilfestellung zu geben und zusammen mit Flipper eigene Ermittlungen anzustellen, immerhin ist es ja ihre Pflicht, der Polizei zu helfen und Kommissar Tixel ist sie nur zu gerne behilflich - aber nein: einen neuen Mann will sie auf keinen Fall in ihrem Leben. Was sie jedoch noch nicht ahnt, durch ihre "Ermittlungen" kommen sie und Flipper dem Täter näher, als ihnen lieb sein dürfte und begeben sich in tödliche Gefahr ... Ein gelungener Auftakt! Den Plot fand ich ausgesprochen ansprechend und abwechslungsreich ausgearbeitet, besonders gut hat mir hier das Verhältnis zwischen Franza/Flippa und Felix Tixel gefallen - hier war der ein oder andere Lacher zu holen. Die Charaktere wurden sehr facettenreich erarbeitet und die unterschiedlichen Charaktere agierten ausgesprochen harmonisch miteinander. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich mir an manchen Stellen doch mehr knisternde Spannung gewünscht hätte. Alles in allem kann ich sagen, dass mir der 1. Band der Franza-und-Flipper-Reihe gefallen hat und ich auch bereites den nächsten Band "Sonst kommt dich der Jäger holen" gelesen habe, dessen Rezension ebenfalls im Laufe des Tages online geht.

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