Leserstimmen zu
Die Lebensprinzipien

Ruediger Dahlke, Margit Dahlke

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Diese Fundamentalwerk von Ruediger und Margit Dahlke (über 700 Seiten) gehört sicher zu den zusammenfassenden Lebenswerken von Ruediger Dahlke. Das zusammen mit Nicolaus Klein 1986 veröffentlichte Buch “Das senkrechte Weltbild. Symbolisches Denken in astrologischen Urprinzipien” findet hier seine aktuelle und konkretisierte Version in einer praktischen, archetypischen Medizin. (Nicolaus Klein verfolgte danach eher die astrologische Seite des “senkrechten Weltbildes”.) Das senkrechte Denken – in die Tiefe gehen so lautet die Einleitung des Buches (S. 7 – 33) und ist schwere Kost für Menschen, die nur das rationale, wissenschaftliche, objektive, logische Denken gewohnt sind. Dieses Denken bezeichnen die Autoren als “waagerecht-oberflächlich”. “Senkrecht-tief” denken wir, wenn wir analogisch, intuitiv, ganzheitlich, archetypisch und symbolisch zu denken lernen. Doch diese senkrechte Wahrnehmung öffnet uns für eine ganz neue Welt: die einheitlichen Prinzipien in der Vielfalt der Welt – und wir erkennen verblüffende Beziehungen im Netz des Lebens. Die Autoren weise darauf hin, dass es überall fundamentale Muster gibt, aus denen die Vielfalt der Erscheinungen abgeleitet werden können (Ziffern, Buchstaben, 64 Symbole des I Ging, die 4 Basen, das Periodensystem usw.). "Das immer gleiche Muster zeigt sich erneut: Je weiter wir uns von der (Benutzer)Oberfläche lösen und tiefer hinabsteigen, auf desto einflussreichere und mächtigere, aber auch einfachere Ebenen stoßen wir. So wundert es schon nicht mehr, wenn die Seelenwelt ebenfalls dieses Muster aufweist." (S. 11) Ja, um diese Archetypen, Ur- oder Lebensprinzipien der Seelenwelt geht es. "Historisch werden die zwölf Urprinzipien mit den Namen der Tierkreiszeichen benannt, wobei wir sie auch einfach durchnummerieren könnten, wie es oft geschieht. Jedenfalls haben sie mit Astrologie nur insofern zu tun, wie diese als eine der hermetischenen Disziplinen sie ebenfalls als Urprinzipien verwendet. Da sich diese Namen über mehrere Jahrtausende bewährt und ein stabiles Feld geschafft haben, bleiben wir dabei." (S. 13) “Die Lebensprinzipien” ist kein astrologisches Buch, sondern ein archetypisches und will bei “Selbsterkenntnis, Vorbeugung und Heilung” helfen (Untertitel). "Die Möglichkeit des Entwicklungskreises mit seinem steten Wechsel von Yin und Yang, seinem Dreierschritt von kardinal über fix nach labil, seinen vier Elementen und zwölf Häusern sind enorm vielfältig und wirklich wundervoll." (S. 20) Es gibt im Schamanischen das Konzept der “verlorenen Seelenanteile”. Wachstum heißt in diesem Sinne, Seelenanteile zu integrieren. Ich kann dieses Konzept in den archetypischen Lebensprinzipien unserer Kultur des “Mittelmeer-Raums” wiedererkennen: zu lernen, alle (in den Urprinzipien symbolisierten) Seelenanteile für ein gesundes Wachstum zu integrieren. Mein Fazit: Das Buch gehört für mich zweifellos zu den wichtigsten “Lebensbüchern”, die uns das Leben lehren. Es ist ein Handbuch dafür, das Leben in seiner Tiefe wahrzunehmen und die symbolische, mythologische Sprache der Seele zu verstehen – letztlich uns selbst zu verstehen, immer mehr in Einklang mit der Seelenwelt zu kommen.

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