Leserstimmen zu
Die Flammen des Mars

Greg Bear

Die War-Dogs-Trilogie (1)

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Taschenbuch
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Ein neuer SciFi-Roman von Greg Bear ist im Grunde ein Grund zur Freude. Schließlich hat der Hard-SciFi-Autor viele prägnante Romane geschrieben, wie "Das Schiff" oder "Die Stadt am Ende der Zeit". Wie wird sich da "Die Flammen des Mars" anstellen, der Auftakt zur "War-Dogs-Trilogie"? Wann Teil 2 erscheinen wird, ist noch nicht klar. In den USA wird er im Oktober herauskommen, deshalb kann man sicher von ungefähr einem halben Jahr Wartezeit ausgehen. Sie nennen sich Gurus. Außerirdische, die vor langer Zeit auf der Erde gelandet sind. Sie geben der Menschheit Zugriff auf hochentwickelte Technologie, bitten jedoch im Gegenzug um Hilfe. Denn sie werden von Feinden verfolgt. Die Antags, so werden sie von den Menschen genannt, sind ihnen dich auf den Fersen. Und schon bald entbrennt im Sonnensystem ein Krieg. Michael Venn ist ein Veteran dieses Krieges. Er hat schon viel miterlebt. Eines Tages wird er erneut auf dem Mars abgesetzt. Doch dieses Mal läuft etwas schief. Er und andere Soldaten werden versprengt und ihnen läuft die Zeit davon. Wenn sie nicht bald eine Möglichkeit finden, an Sauerstoff und Nahrung zu gelangen, sind sie tot. Und gleichzeitig hat der Mars seine Geheimnisse. Und die werden tödlich bewacht! Man weiß nicht so recht, was man von diesem Buch halten soll. Es wirkt zunächst einfach ungewöhnlich, dass Greg Bear auf einmal ein Werk im Military SciFi-Genre veröffentlicht. Irgendwie passt es nicht zu ihm. Man muss ihm allerdings zu Gute halten, dass er versucht, kein Werk a la David Weber zu produzieren. Zwar sind seine Helden Soldaten. Doch man darf jetzt nicht alle paar Seiten Schlechten oder Gefechte erwarten. Diese finden zwar statt, doch sie nicht Ziel zum Zweck. Stattdessen konzentriert sich Greg Bear voll und ganz darauf, eine möglich interessante Realität zu erschaffen. Und leider schlägt der Versuch fehl. Es kommt einfach keine Spannung auf. Selbst das Schildern des Überlebenskampfs von Michael Venn auf dem Mars liest sich belanglos und langweilig. Irgendwie geschieht da etwas, es tauchen Leute auf, es werden die Auswirkungen des Krieges geschildert … Das ist zwar alles schön und gut. Aber hier fehlt die Faszination, die Anziehungskraft der Ereignisse. Es liest sich alles so spannend, als ob man Farbe an der Wand beim Trocknen zuschauen würde. Das liegt auch daran, dass Michael Veen zu keinem Zeitpunkt ein Charakter wird, der es schafft, so etwas wie Anteilnahme beim Leser hervorzurufen. Man erfährt hier und da etwas über ihn, aber es ist einfach nicht genug, um die Figur lebendig wirken zu lassen. Sie existiert einfach und gut ist. Greg Bear baut im weiteren Verlauf der Handlung viele interessante Details über seinen Mars in die Handlung ein. Doch hier gibt es etwas zu beobachten. Das sogenannte Dünnsprech der Kolonisten des Planeten geht einem auf die Dauer auf den Keks. Es wirkt übertrieben und kann nicht faszinieren. Hinzu kommt auch noch, dass die Handlung des Buches dünn wirkt. Und das ist am Ende ausschlaggebend, dass der Roman ein "Nur Für Fans" erhält.

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