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Leserstimmen (13)

Caragh O'Brien: Der Weg der gefallenen Sterne

Der Weg der gefallenen Sterne Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-53454-4

Erschienen:  10.03.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Leider eine große Enttäuschung

Von: Lenas Datum : 02.05.2016

www.lenasweltderbuecher.de

Meine Meinung:

Band zwei hat mir ja leider nicht so gut gefallen. Ich hatte wirklich gehofft, dass sich das bei diesem Buch wieder ändert, aber leider wurde ich auch hier enttäuscht.

Genau wie im zweiten Band fehlte hier die Spannung. Viele Dinge haben sich sehr oft wiederholt und irgendwie passierte die ganze Zeit über gar nicht. Dadurch wurde es stellenweise sehr langatmig und langweilig.

Insgesamt ist die Geschichte doch sehr vorhersehbar und man brauch theoretisch gar nicht weiter lesen, weil man sich schon denken kann, wie es weiter geht. Überraschende Wendungen sucht man hier vergeblich.

Die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon ist hier sehr nebensächlich. Es gibt kaum romantische Szenen und die Szenen die es dann gab, fand ich leider teilweise etwas zu kitschig.

Gaia fand ich im zweiten Teil schon unsympatisch, leider bessert sich auch das nicht im dritten Teil, denn sie handelt für mich überhaupt nicht nachvollziehbar und macht sehr oft den selben Fehler. Das einzige was ich an ihr gut fand, war dass sie trotzdem stark blieb und weiter kämpfte.
Dennoch gefällt mir dieser Abschluss der Trilogie leider gar nicht. Sehr schade, wo die Grundidee doch so viel potential hatte.

Leider bekommt das Buch nur:

Auf ein letztes

Von: Scaramira Datum : 05.02.2016

scaramira.blogspot.de/

Nicht aufgeben!

Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?


Fazit

Auch hier finde ich das Buchcover wieder sehr schön und es bleibt ein Blickfang.
Auch alle 3 Bücher zusammen im Regal sehen super aus.

Die Geschichte ist weiterhin spannend und an fiebert sehr mit.
Es passieren Sachen die man nicht erwartet und ist erstaunt.
Ich muss aber sagen das ich sehr froh bin das dieser Band der letzte ist.
Mich hat das Buch nur halb überzeugt da sich Gaia anders entwickelt hat und nicht mehr 100% sie war. In den Büchern davor war sie authentischer und glaubwürdiger für mich.

Trotz allem eine sehr gelungene Trilogie.

Eine Geschichte, die es wert ist, gelesen zu werden!

Von: Michelle T. Datum : 04.10.2015

walkingaboutrainbows.blogspot.com


"Wir werden gemeinsam in die Enklave gehen, Hand in Hand!
Wir werden ihnen zeigen, was es heißt, mutig zu sein.
Wir werden ihnen zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind."

TITEL
Den Titel finde ich einfach nur super, da er in meinen Augen sehr poetisch und schön ist, auch wenn die Botschaft dahinter eher traurig und bedrückend ist. "Der Weg der gefallenen Sterne" meint nämlich den Weg jener Verstorbener, die müde vom Leben geworden sind. Meiner Meinung nach der schönste Titel der Reihe.
2 | 2 Punkte

COVER
Das Cover gefällt mir, wie auch die anderen beiden Cover, relativ gut. Das Gesicht ist in meinen zu allgemein und ohne viel Wiedererkennungswert. Den Rauch und die Punkte finde ich dennoch sehr hübsch, da sie den Charakter des Buches ausstrahlen.
2 | 3 Punkte

INHALTSANGABE
Vergleicht man diese Inhaltsangabe mit der des zweiten Bandes, sehe ich hier einen riesigen Rückschritt. Beim zweiten Band war ich total angetan, aber das - das ist einfach eine nahezu emotionslose, knappe Zusammenfassung dessen, was bisher passiert ist und beschreibt im Grunde nicht mal annäherend den Inhalt. Denn das Buch beginnt, als die Reise fast zu Ende ist und Gaia schon darum bangt, aufgenommen zu werden.
1,5 | 4 Punkte

IDEE / THEMA
Was mir an den Büchern sehr gut gefällt, ist, dass das Thema und die Grundidee nie dieselbe ist, obwohl das Ganze eine Reihe ist. Man entdeckt immer neue Facetten, selbst auf den letzten Seiten drehen sich die Situationen noch wie Kreisel. Dennoch fand ich, dass dieses Schema von unheimlich vielen Seiten und Details in diesem Band "am schlechtesten" (trotzdem noch gut) dargestellt wurde.
2,5 | 4 Punkte

UMSETZUNG
Auch die Umsetzung wirkte auf mich, als wolle die Autorin die Reihe einfach schnell enden lassen. Darauf deutet auch der Unterschied der Seitenzahlen hin - gut hundert Seiten weniger hat der dritte Teil. Zwischendurch waren wirklich gute Stellen dabei, die dann auch dementsprechend detailreich und spannend waren, aber dann kam wieder eine Szene, die man meiner Meinung nach etwas hätte ausdehnen können.
3 | 4 Punkte

SCHREIBSTIL
Der Schreibstil ist nach wie vor mehr als in Ordnung, sehr angenehm zu lesen und durchaus mehr als okay an der ein oder anderen Stelle. Leider erscheint mir die gesamte Reihe eher wenig tiefsinnig, ich hätte mir in diesem Punkt irgendwie mehr erhofft, da ich ja selbst ziemlich viel nachdenke und auch sehr emotional bin. Das wurde nicht wirklich aufgegriffen und in diesem Punkt hätte die Ausarbeitung tatsächlich ein Ticken besser sein können. Aber Hey - hätte ich es denn besser gekonnt? Ich glaube kaum. Ich konnte mich definitiv im Laufe der Bücher mit dem Schreibstil anfreunden und finde es jetzt auch schade, dass es vorbei ist.
3 | 5 Punkte

CHARAKTERE
Gaia mochte in diesem Band etwas mehr, da sie mir auch langsam wirklich ans Herz wuchs. Allerdings trifft sie auch hier seltsame, leichtsinnige oder in meinen Augen falsche Entscheidungen. Mit Leon kam ich nicht wirklich klar, da er mir einfach zu kühl und arrogant war, um wirklich zu Gaia zu passen. Gaias Freunde fand ich alle durchweg sympathisch.
2 | 3 Punkte


GESAMTEINDRUCK
Der abschließende Band der Trilogie von Caragh O'Brien ist in meinen Augen ein würdiger Schluss. Zwar hätte man meiner Meinung nach an der ein oder anderen Stelle ein bisschen mehr herausholen können, doch mich störte das nicht, da ich mich im Laufe der Zeit gut mit Schreibstil und der ständig wechselnden Grundidee anfreunden konnte. Die Reihe lege ich jedem ans Herz, nach nach einer schönen, angenehm und schnell zu lesenden Geschichte sucht, die nicht allzu sehr unter die Haut geht. Die Charaktere sind nett, die Autorin scheint ihr Bestes gegeben zu haben, warum sollte man die Bücher nicht lesen? Meiner Meinung nach eine Reihe mit viel Potenzial, aus der man ein bisschen mehr hätte herausholen können, aber auch eine Reihe, in die viel Mühe gesteckt wurde und die es wert ist, sie zu lesen.

"Niemand schwang die Peitsche. Die einzige Folter war ihre eigene Angst, und die fand nur in ihrem Kopf statt."

16 | 25 Punkte ~ Eine Geschichte, die es wert ist, gelesen zu werden!

Guter Abschluss dieser Trilogie

Von: Hauntedcupcake Datum : 17.08.2015

www.liebezwischendenzeilen.blogspot.ch

Hierbei handelt es sich um Band 3 der Gaia-Trilogie. Es können deshalb Spoiler vorhanden sein.

Die junge Hebamme Gaia macht sich mit einer Gruppe von Menschen aus ihrer neuen Heimat Sylum auf den Weg zurück zur Enklave. Ihr Plan ist, vor den Toren der Stadt eine neue Siedlung aufzubauen und so die Bevölkerung Sylums zu retten. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sich auch in der Enklave so einiges geändert hat...und dass der Protektor weiterhin darauf aus ist, sie zu vernichten. Gaia, Leon und all die anderen kämpfen einen erbitterten Kampf - doch können sie diesen gewinnen?

Der Autorin ist ein guter Abschluss für ihre Reihe gelungen. Wie bei Band 1 & 2 hat leider auch "Der Weg der gefallenen Sterne" seine Schwächen. Leider gibt es immer wieder unschöne inhaltliche Fehler und so manche Male habe ich mir gedacht: da hätte man besser eine - zwei Zeilen mehr geschrieben, das ganze wirkt mal wieder etwas gar flach.

Trotzdem: die Story ist gut, die Charaktere sind auch ganz okay (auch wenn manchmal nicht ganz klar ist, warum ein Charakter sich so entscheidet....und vorallem warum Gaia sich immer innerhalb einer halben Seite von ihren Überzeugungen weg überreden lässt), alles in allem hat mir die Birthmarked-Reihe doch sehr gefallen, auch wenn man viel mehr draus machen hätte können.

Angenehmer Reihenabschluss

Von: Piglet Datum : 13.07.2015

sweetpiglet.blogspot.de

Meine Meinung:
Jeder etablierte Leser weis, dass die Erwartung an einen Abschlussband immer besonders hoch sind, denn man möchte, das alle offenen Fragen und losen Enden geschlossen werden, man erwartet ein gigantisches Ende mit Spannung bis zur letzten Seite. Auch eine Erwartungen an "Der Weg der gefallenen Sterne" waren in dieser Höhe, leider konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden.

Gaia tritt mit ihren Klans aus Sylum den Weg durch das Ödland an, um bei der Enklave als Flüchtlinge ein neues Sylum aufzubauen. Hierbei ist sie immer noch die Anführerin und hat das Sagen, was aber oftmals auf ihren Schultern lastet und man merkt als Leser, dass sie viel lieber wieder ein "einfaches Mädchen" wäre. Ihre Sturheit und Willenskraft hat sie aber zum Glück behalten, dass macht sie immer noch zu einem nettem Protagonisten. Leider bin ich mit ihr nicht wirklich warm geworden, in den vorherigen Bänden war sie mir einfach näher und sympathischer.

Innerhalb der Enklave sorgt der Ansturm der Flüchtlinge für helle Aufregung, was nicht nur daran liegt, dass die neuen Flüchtlinge Wasser verlangen, sondern auch das Gaia und Leon eigentlich verurteilt werden sollen. Somit beginnt ein Kampf zwischen dem Protektor und Gaia darum, dass der Protektor das Wasser nur für eine bizarre Gegenleistung von Gaia frei geben möchte.
An dieser Stelle muss ich sagen, war ich nicht mehr sicher, auf wessen Seite ich stehe, denn natürlich ist der Protektor ein fieser Protagonist, der scheinbar kein Herz hat, aber irgendwie hat er auch Recht, denn wie kann Gaia mit 1800 Leuten einfach vor dem Tor auftauchen und Wasser verlangen ohne eine Gegenleistung. Hier fühlte ich mich einfach nicht mehr von Gaia angesprochen sondern wie einer der Bürger in der Enklave, der nicht weis, wem er glauben soll, wobei der Protektor natürlich hätte statt dieser bizarren Bitte etwas anderes Verlangen können.

Dieser Zwist zieht sich über das gesamte Buch und mündet dann in einem finalen Kampf, der mich aber auch nicht wirklich überzeugen konnte. Hier hatte ich mir mehr erwartet, vor allem in Bezug auf einen echten Kampf mit etwas mehr Brutalität und auch mehr Inhalt gerechnet. Insgesamt war die gesamte Geschichte zwar ganz nett, aber eben nur nett, es hat mir nicht den Atem geraubt oder mich absolut gefesselt.

Nichtsdestotrotz war das Ende okay und alle losen Fäden wurden geschlossen und die Story abgerundet beendet. Positiv fand ich, dass es kein klassisches Happy End gab,aber mehr möchte ich natürlich nicht verraten.


Fazit:
Ein Reihenabschluss der keine Fragen offen lässt aber ehr Potenzial hatte. Eine nette Story die durchdacht ist, aber kaum Highlights bietet. Ich hatte mir mehr erhofft, bin aber mit dem Ende ganz zufrieden.

Schade

Von: drei Lockenköpfe Datum : 19.06.2015

leseratten-drei-lockenkoepfe.blogspot.de/



"Der Weg der gefallenen Sterne“ ist der dritte und somit letzte Band einer dystopischen Trilogie von Caragh O’Brien.

Leider muss ich mich den vielen schlechten Rezessionen anschliessen.
Der dritte ist auch leider der schlechteste Band.
Ich hatte das Gefühl es muss nun ein Happy-End her, egal wie.
Die Geschichte ist so unglaubwürdig. Naja bei Fantasy ist das oft so, aber eigentlich sollte der Autor es schaffen den Leser in die Illusion eintauchen zu lassen.
Ich habe das Buch zu ende gelesen weil ich doch gerne wissen wollte was aus Gaia und Leon wird.

Gaia ist eine typische Teenager 16 jähre, der man nichts sagen darf. Ich kann nicht verstehen wie man eine 16 jährige als Führer eines Volkes wählen kann!!
Sie mag noch so erwachsen wirken, dennoch ist sie ein Kind die eine solche Verantwortung gar nicht tragen kann.
Wie im laufe der Geschichte auch deutlich wird. Sie trifft viele Fehlentscheidungen. Aus dem Bauch heraus getroffene Entscheidungen bringen sie und ihre lieben in viele gefährliche Situationen.
Leider ist die Geschichte schnell erzählt.
Mir fehlt die Geschichte in Sylum. Wie haben sich die Menschen auf den Umzug vorbereitet? Wie lebten Gaia. Leon und Maya dort...
Ein grober Schnitt vom 2 zum 3 Band.
Die grosse Reise ist unspektakulär und in wenigen Seiten gelesen.
Die Verhandlungen mit ihrem alten Erzfeind und zukünftigen Schwiegervater werden dafür ins unendliche gezogen.
Viel unrealistische Folter und geplänkel.

Die Vierecksbeziehung zwischen Gaia, Leon , Peter und Will findet auch in diesem Band wieder Erwähnung. Ich fand es sehr anstrengend. Was will ein 17 jähriges Mädchen?
Freund oder Liebe? Ich glaub das war bis zum ende unklar.

Schade.
Ich war so begeistert von Band 1+2.

Auch dieses Buch liess sich schnell und flüssig lesen, auch wenn der Inhalt nicht meinen Wünschen entsprach.

Der letzte Teil einer tollen Zukunftssaga

Von: Diary of a Booklover Datum : 20.05.2015

www.diary-of-a-booklover.tumblr.com

Autor/in: Caragh O’Brien
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 350 Seiten
Genre: Utopie (Jugendliche / Junge Erwachsene)
Reihe: Band 3 der “Birthmarked”-Trilogie


Inhalt in einem Satz: Im dritten Teil der faszinierenden Zukunfts-Saga möchte die junge Hebamme Gaia endlich die Klassenunterschiede zwischen der reichen Enklave und den bitterarmen Außenbezirken beheben, doch all ihre Versuche, mit dem skrupellosen Protektor der Enklave zu verhandeln, scheinen zwecklos…


Meine Meinung: Teil 1 und 2 der Reihe habe ich schon vor einigen Jahren verschlungen, und nun hatte ich endlich die Möglichkeit, den letzten Band zu lesen. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch, denn die ersten beiden Bände haben mich damals extrem begeistert. Teil 3 konnte da leider nicht ganz so gut mithalten… Mit den Charakteren konnte ich zu Beginn dieses Bandes nicht sonderlich gut warmwerden. Obwohl ich den Schreibstil flüssig und angenehm fand, habe ich mich in der ersten Hälfte des Buches ein bisschen gelangweilt, da die Story mich einfach nicht richtig erreichen konnte (viel Handlung gab es anfangs auch irgendwie garnicht). Ich konnte mich nicht mehr so gut in Gaia hineinversetzen, die mir zuvor immer sehr sympathisch war. Denn die Protagonistin, die sich in Teil 1 unsterblich in Leon verliebt hat und in Teil 2 dann plötzlich auch noch in zwei weitere Männer (Will und Peter, zwei Brüder), entscheidet sich zu Beginn vom letzten Teil nun für einen der drei Männer - aber sie trifft ihre Wahl so halbherzig, dass man dem “verliebten Paar” kaum die Gefühle abnimmt. Allgemein hätte man in diesem Buch Gaias Gefühle wirklich deutlicher machen können, z.B. wenn sie sich um ihre kleine Schwester oder ihre Freunde sorgt. In den Vorgänger-Bänden kam sie mir einfach warmherziger vor. Die zweite Buchhälfte konnte mich dann aber deutlich mehr mitreißen. Es gab plötzlich viel mehr Handlung und gegen Ende des Buches konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen. Was mir aber auch noch aufgefallen ist: Es handelt sich bei dem Buch ja um eine Utopie, die im Jahre 2410 spielt. Beinahe der gesamte Forschungsstand ist aber irgendwie nicht mal auf dem Stand von 1900. Wenn einem das erstmal auffällt, bekommt man diesen Hintergedanken beim Lesen nicht mehr richtig aus dem Kopf. Scheinbar ist jeder technische Fortschritt plötzlich einfach wieder weg, als ob es ihn nie gab. Lediglich in die Embryonenforschung wird in dieser utopischen Zukunft investiert - dieser moralische Zwiespalt, ob man auch wirklich alles machen darf und sollte, was technisch möglich ist, wird ganz gut deutlich. An der kleinen Ungereimtheit sollte man sich also nicht weiter stören. Ich finde die eigentliche Thematik und das Grundkonzept (besonders das erwähnte Schichten-System, das in der Geschichte ja tatsächlich immer wieder aktuell ist) wirklich interessant.


Fazit: Auch wenn ich jetzt sehr viel kritisiert habe, soll es nicht so rüberkommen, als ob ich das Buch schlecht fand. Teil 3 kann für meinen Geschmack nicht ganz mit den ersten beiden mithalten, ist aber trotzdem lesenswert. :) Das Problem ist einfach, dass vieles nur oberflächlich beschrieben wird. Vielleicht war das aber bei den Vorgänger-Teilen auch so und es ist mir nur nicht aufgefallen, weil ich damals noch viel jünger war? Ich denke, dass dieses Buch besonders für jüngere Leser viel spannender sein könnte, als für Junge Erwachsene, die sich wahrscheinlich in der Story mehr Tiefgang erhoffen. Trotz allem ein sehr schönes Buch und ein netter Abschluss einer wirklich tollen Saga! :)

Bewertung: �� �� �� �� (4/5)

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Heyne-Verlag für das gratis Testlese-Exemplar!

Ein würdiger Abschluss!

Von: Krinkelkroken Datum : 29.04.2015

kathrineverdeen.blogspot.de/

Achtung: Spoiler!

Wer die beiden ersten Bände der dystopischen Birthmarked-Trilogie, Die Stadt der verschwundenen Kinder und Das Land der verlorenen Träume, nicht kennt, sei vor möglichen Spoilern gewarnt und sollte diesen Beitrag lieber nicht lesen. Lest stattdessen die Vorgänger, es lohnt sich!

Nachdem Gaia Stone zur Anführerin Sylums gewählt wurde, steht fest, dass für ein sicheres Fortbestehen der Bevölkerung das Verlassen der tödlichen Sümpfe obligatorisch ist. So gründet sie New Sylum und begibt sich mit allen Anhängern auf die große Reise durchs Ödland Richtung Enklave, wo es Wasser und Platz genug für jeden geben sollte. Doch vor den Toren der Stadt muss sie feststellen, dass sich viel in ihrer alten Heimat verändert hat: Während vor der Mauer die ärmlichen Bürger Wharftons mehr denn je zur Rebellion bereit sind, hat sich die unerbittliche Einstellung des fanatischen Protektors, der nicht vor Folter und Genozid zurückschreckt, verschlimmert. Als er schließlich ein Versprechen bricht und der jungen Hebamme stattdessen ein äußerst inhumanes Ultimatum stellt, fasst sie einen Entschluss: Es ist an der Zeit, die Mauer endlich niederzureißen...
Bewertung

Caragh O'Brien überzeugte mich bereits mit den beiden Vorgängern der futuristischen Trilogie, deren Hauptthematik sich um das Überleben der Menschheit, das durch genetische Fehlentwicklungen bedroht ist, dreht. Sie bleibt auch im dritten Band ihrer bisherigen Linie treu, will heißen: Einmal angefangen, legt der Leser das Buch erst nach der allerletzten Zeile aus der Hand. Die Autorin versteht es, die Spannung von Kapitel zu Kapitel aufrechtzuerhalten und verpasst der Reihe ein überzeugendes Ende.

Dabei kommt dieser Roman nicht ganz ohne Schwächen daher. Die junge Protagonistin Gaia Stone beispielsweise ist nicht makellos. Ihre Entscheidungen haben oft schlimme Entwicklungen zur Folge, sie wirkt zeitweise unreif und idealistisch, was anderen bisweilen gehörig schadet. Natürlich steht sie stets und überall im Mittelpunkt, denn sie ist die beste Hebamme, die beliebteste Anführerin, diejenige mit der begehrten Blutgruppe, die einzige mit wichtigem Hintergrundwissen. Zufällig ist es ihr Bruder, der für die Realisierung der finalen Pläne unabkömmlich ist. Der kennt sie bis dato zwar gar nicht, ist aber natürlich sofort auf ihrer Seite um gegen seinen eigenen Führer vorzugehen. Zwei ihrer wichtigsten Vertraute sind die Chardo-Brüder, denen sie zwar falsche Hoffnungen gemacht hat, weswegen der eine am Pranger gelandet ist, die aber selbstverständlich aus lauter Liebe zu ihr weiterhin ihr Leben für sie riskieren. Obwohl sie inzwischen mit jemand anderem zusammen ist. Dieser Jemand ist Leon, der Sohn des Protektors, den sie ebenfalls im Stich gelassen hat und der ihr inkompetentes Führungskonzept einfach untergräbt, indem er selbst heimlich die Dinge in die Hand nimmt. Das alles hört sich alles undurchdacht und anstrengend an, meint ihr jetzt, nicht wahr?

Ist es aber keineswegs. Wenn man mit einem reflektierten, objektiven und realistischen Anspruch an dieses Buch geht, wird man höchstwahrscheinlich bald aufgeben. Aber Trivialliteratur muss nicht realistisch sein. Sie soll vor allem unterhalten. Und das tut dieser Roman von der ersten bis zur letzten Zeile. Dieser phänomenale Abschluss der Reihe läuft geradezu über vor mitreißenden Motiven und spannenden Handlungssträngen, die allesamt vom Leser verschlungen werden. Die gesamte Handlung wird durchzogen von zarter Romantik und großen Gefühle, enttäuschten Hoffnungen und erfüllten Träumen, bedingungsloser Freundschaft und erbitterter Feindschaft; grausame Morde und traurige Todesfälle werden von hoffnungsvollen Geburten und unerbittlichem Lebenswillen abgelöst; grenzenlose Liebe und fanatischer Hass führen zu revolutionären Umstürzen, idealistischen Kämpfen und der Etablierung neuer Werte. Gaia, so fehlerhaft sie sich auch verhalten mag, wirkt so menschlich und eigensinnig, dass man sie einfach in sein Leserherz schließen muss und mit ihr all die anderen Menschen, die sie auf ihrer Reise begleiten. Die Autorin hat Figuren geschaffen, die man liebt oder verabscheut, die aber niemals wirkungslos bleiben.

Zum Sprachstil möchte ich ausnahmsweise nicht viel sagen und das soll hier als Kompliment gemeint sein. Denn die Handlung ist so rasant, dass ich weder Zeit noch Lust hatte die Formalitäten zu analysieren. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Und das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen. Ein einziger Fehler ist mir beim Lesen aufgefallen – und der war auch noch so niedlich, dass ich mich darüber gefreut habe: die schreckliche Unfurchtbarkeit (gemeint war Unfruchtbarkeit).
Fazit

Jeder einzelne Band der Birthmarked-Trilogie ist enorm empfehlenswert. Die Reihe überzeugt durch konstant gehaltene Spannung. Neue Ideen und Wandlungen werden von der Autorin eingebaut, ohne dass die Handlung ins Absurde zu rutschen droht. Das große Finale lässt den Leser höchst befriedigt, aber auch mitgenommen zurück. Wer sich mit Gaia Stone auf die Reise begibt, der wird lachen, trauern, mitfiebern, wüten und lieben – kurz: Man wird fabelhaft unterhalten. Für mich war Caragh O'Brien die beste Debutautorin der letzten Zeit mit einer der besten Jugend- Dystopien, die ich gelesen habe.

Abschied

Von: Harakiri Datum : 06.04.2015

www.fantasybuch.de

Der Kampf ums Überleben geht weiter

Gaia hat mit ihren Leuten Sylum verlassen, weil ein Leben dort nicht mehr möglich war. Stattdessen will sie vor den Toren der Enklave ein neues Sylum errichten, benötigt dazu aber dringend das Wasser, das ihr der Machthaber vorenthält. Nach einer entbehrungsreichen, aufregenden Reise will Gaia friedlich mit dem Protektor verhandeln, doch in der Enklave sind aufgrund der Vorgeschichte gegen sie und so muss sie all ihren Mut zusammennehmen und auf ihr Glück vertrauen um am Ende als Siegerin hervorzugehen. Immer bei ihr: ihre Freunde Leon, Peter und Will.
Der Protektor erweist sich als grausam und böse und hält sich nicht an seine Vereinbarungen. Im Gegenteil, er will Gaia für seine Mütterbank gewinnen. Am Ende kommt es zu einem grausamen Kampf, den nicht alle von Gaias Leuten überleben.

Zugegeben, der Schreibstil des dritten Bandes ist genauso fesselnd und mitreißend wie der der vorhergehenden Bände.Leider hat mich das ständige Hin und Her etwas genervt. Gaia muss immer wieder der Enklave entkommen und dennoch zieht es sie wieder hinein. So viel Mut ist ja im Grunde bewundernswert, allerdings für ein 17 jähriges Mädchen denkbar unlogisch. Dass sie dennoch ein Mädchen mit Angst ist, zeigt dann jedoch die Szene als sie in Zelle V gefangen gehalten wird und beinah daran zerbricht.

Der Liebe zwischen Gaia und Leon ist in diesem Band sehr viel Raum gewidmet, was mich persönlich sehr gefreut hat. Das war jedoch nicht zu meiner persönlichen Freude, sondern der Handlung geschuldet. So wurden beide angreifbarer und die Handlung intensiver. Überhaupt sprach dieser Band jetzt mehr Gefühle an. Mutterliebe, Trauer, Hass… Die ganze Palette, das hat die Autorin sehr schön herausgearbeitet. Der Schluss war dann eine Überraschung und ich hatte ja gehofft, dass das nicht mehr passiert. Der Kampf am Ende war mir persönlich etwas zu kurz geraten, hier hätte man gerne noch ein bisschen ausschmücken können um die Spannung noch höher zu halten. Der Protektor, der bisher immer so böse war hat in meinen Augen gerade am Ende zu wenig Zeilen bekommen.

Fazit: Der dritte Teil der Trilogie ist wie ein Abschied von Freunden. 3 Bücher lang hat man mit ihnen gebangt, gehofft und geliebt und muss nun Adieu sagen.

Guter, wenig überraschender Abschluss der Trilogie

Von: Aleshanee Datum : 03.04.2015

blog4aleshanee.blogspot.de/

Band 3 der Trilogie

Zum Inhalt

Nach den umwälzenden Veränderungen in Sylum sind die junge Hebamme Gaia und die Dorfbewohner gezwungen, den Ort zu verlassen. Die Situation ist nicht einfach, aber Gaia ist sicher, dass ihr einziger Ausweg als Ziel die Enklave haben wird. Sie überwinden die seltsame Krankheit, welche die Menschen bisher gezwungen hat, im "Toten Wald" zu bleiben und bereiten sich auf den langen Marsch durch das Ödland vor in der Hoffnung, eine neue Heimat zu finden.

Gaia hat sie natürlich vorgewarnt, dass auch in der Enklave Probleme auf sie zukommen werden, aber sie hat nicht geahnt, dass sich auch dort einiges verändert hat. Der Empfang ist alles andere als freundlich und Gaia hat alle Hände voll zu tun, um das Schlimmste zu verhindern.


Meine Meinung

Der dritte und letzte Teil führt die junge Hebamme Gaia wieder in ihre Heimat nach Wharfton zurück. Durch ihre Rolle in Sylum ist sie gewachsen und kann mittlerweile gut mit ihrer Verantwortung umgehen. Auch ihre Gefühle werden klarer und meine Sympathie zu ihr ist wieder gewachsen. Ihre Beziehungen zu Leon, Peter und Will haben sich geklärt und sie wirkt erwachsener.
Trotzdem war mir ihr Verhalten manchmal zu widersprüchlich. Auf der einen Seite ist sie sich ihrer Verwantwortung sehr bewusst, gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich aus ihrem Handeln ergeben, andererseits kann sie die Gefühle anderer nicht nachvollziehen, die darunter zu leiden hatten. Dennoch hat man gemerkt, dass sie aus ihren Erfahrungen lernt.
Die Nebenfiguren waren teilweise prägnant, andere wiederum etwas vage, da hätte meiner Meinung nach etwas mehr draus gemacht werden können.

Die Erzählsprache war wieder wunderschön zu lesen, sehr detailreich und bildhaft, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Während in den beiden vorherigen Teilen die fehlende Spannung durch die interessante Handlung ausgeglichen wurde, gab es hier einige kleine Längen (obwohl das Buch rund 100 Seiten kürzer ist, als die beiden Vorgänger)

Das neue Projekt, das der Protektor der Enklave plant, wirft neue Fragen auf. Wie kann sich eine Gesellschaft entwickeln, deren Überleben von Inzucht und Krankheit bedroht ist. Welche Lösungen können gefunden und menschlich akzeptiert werden. Obwohl dieses Thema die ganze Trilogie berührt, ist es für mich im Hintergrund geblieben - ein möglicher Lösungsweg ist am Ende offen geblieben, bzw. hat nur Ansätze gezeigt.

Sehr gut fand ich, dass ich hier die Einwohnerzahl aus Wharfton erfahren habe. Das Verhältnis zwischen den Einwohnern und der Anzahl der vielen Geburten hatte mich anfangs etwas irritiert - im ersten Band hatte ich den Eindruck, dass es sich bei Wharfton eher um ein großes Dorf handelt, tatsächlich leben dort 15 000 Menschen.

Fazit

Mir hat der abschließende Band der Trilogie um die junge Gaia Stone gut gefallen. Ich hab sie gerne auf ihrem Weg begleitet und fand vor allem den Hintergrund zur Idee ausgefallen und sehr interessant. Einige Stellen wirkten etwas konfus, aber insgesamt hat es mich gut unterhalten.

Ein Abschluss, der mich leider etwas enttäuscht hat, aber die ersten beiden Bände gelungen zusammenführt

Von: Nadja Bookworm Datum : 02.04.2015

bookwormdreamers.blogspot.de/

Erster Satz
Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen.


Klappentext
Für die junge Gaia gibt es neue Hoffnung. Sie führt eine tapfere Schar von Männern und Frauen zur Stadt hinter der Mauer, um dort um Hilfe zu bitte. Doch der Weg ist voller Gefahren und die Antwort auf ihre Bitte ungewiss…


Meine Meinung
Die Geschichte ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, der sich auf die Sicht von der Protagonistin Gaia konzentriert.

Gaia ist eine Protagonistin, die in eine Führungsrolle gedrängt und gewählt wurde, die sie eigentlich nicht wollte, aber nun muss sie sich der Führungsrolle annehmen, die sie ab und an überfordert. Aber nach und nach wächst sie im Laufe des Buches in die Rolle hinein, die sie nie haben wollte. Sie hat mit einigen Schicksalsschlägen im Laufe des Buches zu kämpfen und entwickelt sich entsprechend weiter.

Die Geschichte des Buches ist ein wenig vorhersehbar und daher nicht mehr ganz so überraschend. Sie hat mich zwar gefesselt und war an manchen Stellen spannend, aber ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen anderen Verlauf gewünscht. Die Geschichte war auf jeden Fall dramatisch und hat die beiden vorherigen Bücher gut verknüpft, die ja etwas unabhängig voneinander wirkten.


Bewertung
Trotz der Tatsache, dass der Verlauf der Geschichte ein wenig vorhersehbar ist, entwickelt sich Gaia dennoch weiter und ich konnte mich immer noch gut in sie hineinversetzen. Insgesamt aber fand ich das Buch schlechter als seine Vorgänger, daher gebe ich ihm nur

3 von 5 Würmchen

Die meisten offenen Fragen werden beantwortet, aber es wird einiges an Potential verschenkt

Von: Lesezauber Datum : 01.04.2015

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung:
Anfänglich hatte ich etwas Sorge, dass ich durch die lange Lesepause schlecht in die Geschichte finden würde. Aber erstaunlicherweise gelang mir dies, auch ohne große Erinnerungsstützen der Autorin, relativ problemlos und ich konnte auch bald die meisten Charaktere wieder gut zuordnen und auseinanderhalten.

Die Handlung setzt einige Zeit nach Beenden des zweiten Bandes ein. Gaia hat eine Zeit lang in Sylum gelebt und geherrscht, aber nun macht sie sich mit den meisten Bewohnern auf den Weg zurück in ihre Heimat, um dort eine neue Siedlung zu gründen. Dabei erfährt man relativ wenig über das, was in der vergangen Zeit geschehen ist und auch über die beschwerliche Reise selbst werden nur wenige Worte verloren und dadurch auch etwas Spannungspotential verscheckt.

Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt eher auf den Verhandlungen von Gaia mit dem Protektor der Enklave um Wasser, die Veränderungen, die es in ihrer Abwesenheit gab und auch das Thema Genetik zieht sich wieder wie ein roter Faden durch den Abschlussband und bringt den Leser doch ab und an zum Nachdenken über Fragen der Ethik.

Man kann eigentlich wirklich nicht sagen, dass zu wenig passiert, denn es gibt einige Entwicklungen, viel Aktion und auch Grausamkeiten, die die Spannung eigentlich hoch halten sollten. Aber irgendwie plätschert trotzdem alles ein bisschen vorhersehbar vor sich hin und wirklich mitreißende Momente gibt es eher selten. Dafür sehr in die Länge gezogene Verhandlungen und viele Fehlentscheidungen von Gaia.

Ich mochte Gaia immer sehr gerne, sie hat viel Mut, Stärke und auch Verstand bewiesen und sich immer nachvollziehbar entwickelt. Nun muss sie die Last eines ganzen Volkes auf ihren jungen Schultern tragen und ist davon doch eindeutig überfordert. Durch ihre Fürsorglichkeit möchte sie Gewalt vermeiden, eine Einstellung die ich eigentlich gut heiße, aber dadurch trifft sie immer wieder die gleichen fehlerhaften Entscheidungen und lässt ihre Gegner mit sich spielen.

Viele der anderen Charaktere bekommen in diesem Abschlussband eher wenig Raum zugestanden. Sie sind zwar alle vorhanden und erfüllen ihre Aufgaben, aber den meisten hätte etwas mehr Erzählzeit auch nicht geschadet.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon wird eher kurz gehalten und in wenigen, eingestreuten Passagen abgehandelt. Für mich persönlich war das aber nicht so schlimm, ich fand es ausreichend und auch trotz der Knappheit nachvollziehbar beschrieben. Und Gott sei Dank spielt auch das Liebesviereck aus dem Vorgänger keine Rolle mehr, auch wenn die anderen Optionen ab und an Erwähnung finden.

Am Ende gibt es nochmal einige Überraschungen und die meisten offen gebliebenen Fragen werden beantwortet, so dass man die Reihe mit einem zufriedenen Gefühl zur Seite legen kann.

Fazit:
Ein Abschluss der die meisten Fragen beantwortet und den man vom Grundgerüst her so stehen lassen kann. Jedoch war der Plot im Großteil ein bisschen vorhersehbar, der Spannungsbogen, trotz der vielen Ereignisse, manchmal zu flach und es wurde einiges an Potential einfach liegen gelassen. Somit bin ich zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht hochzufrieden, weshalb ich das Buch mit soliden 3 Sternen bewerte.

Guter Abschluss

Von: Sabrina Cremer Datum : 18.02.2015

bookwives.de

“Gaia ließ den Blick über die Mauer und die winzigen Schatten der Wachen darauf schweifen, und ihr Puls beschleunigte sich. Die Enklave war bereit – und sie war bewaffnet.” (Seite 56)

Der dritte Teil beginnt eine gewisse Zeit nach dem Ende des 2. Bandes. Zusammen mit Gaia, der Matrarch von Sylum, zog ich als Leserin mit ihrer Gruppe quer durch das Ödland, auf dem beschwerlichen Weg Richtung Enklave, um dort Hilfe zu erhalten. Im ganzen letzten Jahr ist in Sylum kein einziges Mädchen geboren worden.
Gaia hat sich zur unerschrockenen Anführerin des Klans entwickelt. Den Mut braucht sie allerdings auch, um dem Protektor gegenüber zu treten. Doch schnell muss sie erkennen, dass sich hier einiges geändert hat und ihr ihre Grenzen aufgezeigt werden. Der Protektor versteht es, ihr Angst einzuflößen. Und Gaia wehrt sich mit aller Macht. Dabei muss sie aber auch an die denken, für die sie die Verantwortung trägt. Und das fällt ihr nicht immer leicht. Schließlich kommt es irgendwann so weit, dass sie ihre geplante Zukunft aufgeben muss, um Leon zu retten.
Mit ihren Taten und Gedanken war ich nicht zu 100% einverstanden. Sie begann, an Leon zu zweifeln – glaubte eher dem Protektor, der sagte, Leon wäre ein Lügner. Spätestens da hatte sie mich als Freundin und Fürsprecherin zur Hälfte verloren. Immerhin war sie diejenige, die Leon zu den meisten seiner Taten angestachelt hat.
Ihr Gefühlsleben war teilweise so verwirrend, wie im zweiten Teil. Peter hat immer noch Gefühle für Gaia; diese zeigte er auch teilweise relativ offen. Ihr fiel es schwer, damit umzugehen. Schließlich gehörte ihr Herz Leon, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellte. Doch tief in ihr hatte auch Peter seinen Platz. Dies führte weiterhin dazu, dass Leon Eifersucht verspürte. Doch Gaia zuliebe stellte er seinen Stolz zurück und stärkte ihr voll und ganz den Rücken. Schließlich hatten sie alle ein Ziel: New Sylum vor den Mauern der Enklave zu errichten, um hier ein besseres Leben führen zu können.

“Sie musste einen Schritt auf ihn zu machen, um es zu nehmen, und da stellte sie fest, dass sie zitterte, solche Angst hatte sie vor ihm. Das Zwischenspiel in Zelle V hatte sie all ihrer Reserven beraubt, und nun war binnen Minuten von der Matrarch New Sylums nicht mehr als ein verängstigtes Mädchen geblieben.” (Seite 94)

Der Plot hat wieder spannende Wendungen. Die Grausamkeit und die kranken Ideen des Protektors konnten mich überraschen. Doch wenn man die zentralen Themen dieses Buches, wie zum Beispiel Geburtenkontrolle, mal ins wahre Leben transportiert, kommt man ganz schön ins Grübeln.
Das Setting ist durchgängig toll. Auch in diesem Buch befindet sich zu Anfang eine Landkarte. So lassen sich die Orte und Wege besser lokalisieren und vor dem geistigen Auge sehr gut visualisieren. Der Weltentwurf der Autorin konnte mich von Beginn an überzeugen.

Der Verlauf der Geschichte, die Dinge die passiert sind, erschienen mir alle logisch und führten auch zu einem stimmigen und guten Abschluss der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Atemlose und der “Wow” Effekt, die mich im ersten Teil gepackt hatten, auch hier wieder gefehlt haben. Trotzdem konnte das Buch mich überzeugen, Die Birthmarked-Trilogie kann ich allen Dystopie-Fans empfehlen, die Interesse an einer Geschichte mit einem spannenden Weltentwurf und Nähe zur Realität haben.

“Sie schaute hinüber zu den vielen Menschen, die geduldig anstanden, um ihre DNS registrieren zu lassen, und ihr wurde beinahe schlecht bei dem Anblick. Die bunten Eisbällchen waren der reine Hohn.” (Seite 181)