Leserstimmen zu
Der Weg der gefallenen Sterne

Caragh O'Brien

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Meine Meinung: Band zwei hat mir ja leider nicht so gut gefallen. Ich hatte wirklich gehofft, dass sich das bei diesem Buch wieder ändert, aber leider wurde ich auch hier enttäuscht. Genau wie im zweiten Band fehlte hier die Spannung. Viele Dinge haben sich sehr oft wiederholt und irgendwie passierte die ganze Zeit über gar nicht. Dadurch wurde es stellenweise sehr langatmig und langweilig. Insgesamt ist die Geschichte doch sehr vorhersehbar und man brauch theoretisch gar nicht weiter lesen, weil man sich schon denken kann, wie es weiter geht. Überraschende Wendungen sucht man hier vergeblich. Die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon ist hier sehr nebensächlich. Es gibt kaum romantische Szenen und die Szenen die es dann gab, fand ich leider teilweise etwas zu kitschig. Gaia fand ich im zweiten Teil schon unsympatisch, leider bessert sich auch das nicht im dritten Teil, denn sie handelt für mich überhaupt nicht nachvollziehbar und macht sehr oft den selben Fehler. Das einzige was ich an ihr gut fand, war dass sie trotzdem stark blieb und weiter kämpfte. Dennoch gefällt mir dieser Abschluss der Trilogie leider gar nicht. Sehr schade, wo die Grundidee doch so viel potential hatte. Leider bekommt das Buch nur:

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Nicht aufgeben! Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen? Fazit Auch hier finde ich das Buchcover wieder sehr schön und es bleibt ein Blickfang. Auch alle 3 Bücher zusammen im Regal sehen super aus. Die Geschichte ist weiterhin spannend und an fiebert sehr mit. Es passieren Sachen die man nicht erwartet und ist erstaunt. Ich muss aber sagen das ich sehr froh bin das dieser Band der letzte ist. Mich hat das Buch nur halb überzeugt da sich Gaia anders entwickelt hat und nicht mehr 100% sie war. In den Büchern davor war sie authentischer und glaubwürdiger für mich. Trotz allem eine sehr gelungene Trilogie.

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"Wir werden gemeinsam in die Enklave gehen, Hand in Hand! Wir werden ihnen zeigen, was es heißt, mutig zu sein. Wir werden ihnen zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind." TITEL Den Titel finde ich einfach nur super, da er in meinen Augen sehr poetisch und schön ist, auch wenn die Botschaft dahinter eher traurig und bedrückend ist. "Der Weg der gefallenen Sterne" meint nämlich den Weg jener Verstorbener, die müde vom Leben geworden sind. Meiner Meinung nach der schönste Titel der Reihe. 2 | 2 Punkte COVER Das Cover gefällt mir, wie auch die anderen beiden Cover, relativ gut. Das Gesicht ist in meinen zu allgemein und ohne viel Wiedererkennungswert. Den Rauch und die Punkte finde ich dennoch sehr hübsch, da sie den Charakter des Buches ausstrahlen. 2 | 3 Punkte INHALTSANGABE Vergleicht man diese Inhaltsangabe mit der des zweiten Bandes, sehe ich hier einen riesigen Rückschritt. Beim zweiten Band war ich total angetan, aber das - das ist einfach eine nahezu emotionslose, knappe Zusammenfassung dessen, was bisher passiert ist und beschreibt im Grunde nicht mal annäherend den Inhalt. Denn das Buch beginnt, als die Reise fast zu Ende ist und Gaia schon darum bangt, aufgenommen zu werden. 1,5 | 4 Punkte IDEE / THEMA Was mir an den Büchern sehr gut gefällt, ist, dass das Thema und die Grundidee nie dieselbe ist, obwohl das Ganze eine Reihe ist. Man entdeckt immer neue Facetten, selbst auf den letzten Seiten drehen sich die Situationen noch wie Kreisel. Dennoch fand ich, dass dieses Schema von unheimlich vielen Seiten und Details in diesem Band "am schlechtesten" (trotzdem noch gut) dargestellt wurde. 2,5 | 4 Punkte UMSETZUNG Auch die Umsetzung wirkte auf mich, als wolle die Autorin die Reihe einfach schnell enden lassen. Darauf deutet auch der Unterschied der Seitenzahlen hin - gut hundert Seiten weniger hat der dritte Teil. Zwischendurch waren wirklich gute Stellen dabei, die dann auch dementsprechend detailreich und spannend waren, aber dann kam wieder eine Szene, die man meiner Meinung nach etwas hätte ausdehnen können. 3 | 4 Punkte SCHREIBSTIL Der Schreibstil ist nach wie vor mehr als in Ordnung, sehr angenehm zu lesen und durchaus mehr als okay an der ein oder anderen Stelle. Leider erscheint mir die gesamte Reihe eher wenig tiefsinnig, ich hätte mir in diesem Punkt irgendwie mehr erhofft, da ich ja selbst ziemlich viel nachdenke und auch sehr emotional bin. Das wurde nicht wirklich aufgegriffen und in diesem Punkt hätte die Ausarbeitung tatsächlich ein Ticken besser sein können. Aber Hey - hätte ich es denn besser gekonnt? Ich glaube kaum. Ich konnte mich definitiv im Laufe der Bücher mit dem Schreibstil anfreunden und finde es jetzt auch schade, dass es vorbei ist. 3 | 5 Punkte CHARAKTERE Gaia mochte in diesem Band etwas mehr, da sie mir auch langsam wirklich ans Herz wuchs. Allerdings trifft sie auch hier seltsame, leichtsinnige oder in meinen Augen falsche Entscheidungen. Mit Leon kam ich nicht wirklich klar, da er mir einfach zu kühl und arrogant war, um wirklich zu Gaia zu passen. Gaias Freunde fand ich alle durchweg sympathisch. 2 | 3 Punkte GESAMTEINDRUCK Der abschließende Band der Trilogie von Caragh O'Brien ist in meinen Augen ein würdiger Schluss. Zwar hätte man meiner Meinung nach an der ein oder anderen Stelle ein bisschen mehr herausholen können, doch mich störte das nicht, da ich mich im Laufe der Zeit gut mit Schreibstil und der ständig wechselnden Grundidee anfreunden konnte. Die Reihe lege ich jedem ans Herz, nach nach einer schönen, angenehm und schnell zu lesenden Geschichte sucht, die nicht allzu sehr unter die Haut geht. Die Charaktere sind nett, die Autorin scheint ihr Bestes gegeben zu haben, warum sollte man die Bücher nicht lesen? Meiner Meinung nach eine Reihe mit viel Potenzial, aus der man ein bisschen mehr hätte herausholen können, aber auch eine Reihe, in die viel Mühe gesteckt wurde und die es wert ist, sie zu lesen. "Niemand schwang die Peitsche. Die einzige Folter war ihre eigene Angst, und die fand nur in ihrem Kopf statt." 16 | 25 Punkte ~ Eine Geschichte, die es wert ist, gelesen zu werden!

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Hierbei handelt es sich um Band 3 der Gaia-Trilogie. Es können deshalb Spoiler vorhanden sein. Die junge Hebamme Gaia macht sich mit einer Gruppe von Menschen aus ihrer neuen Heimat Sylum auf den Weg zurück zur Enklave. Ihr Plan ist, vor den Toren der Stadt eine neue Siedlung aufzubauen und so die Bevölkerung Sylums zu retten. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sich auch in der Enklave so einiges geändert hat...und dass der Protektor weiterhin darauf aus ist, sie zu vernichten. Gaia, Leon und all die anderen kämpfen einen erbitterten Kampf - doch können sie diesen gewinnen? Der Autorin ist ein guter Abschluss für ihre Reihe gelungen. Wie bei Band 1 & 2 hat leider auch "Der Weg der gefallenen Sterne" seine Schwächen. Leider gibt es immer wieder unschöne inhaltliche Fehler und so manche Male habe ich mir gedacht: da hätte man besser eine - zwei Zeilen mehr geschrieben, das ganze wirkt mal wieder etwas gar flach. Trotzdem: die Story ist gut, die Charaktere sind auch ganz okay (auch wenn manchmal nicht ganz klar ist, warum ein Charakter sich so entscheidet....und vorallem warum Gaia sich immer innerhalb einer halben Seite von ihren Überzeugungen weg überreden lässt), alles in allem hat mir die Birthmarked-Reihe doch sehr gefallen, auch wenn man viel mehr draus machen hätte können.

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Meine Meinung: Jeder etablierte Leser weis, dass die Erwartung an einen Abschlussband immer besonders hoch sind, denn man möchte, das alle offenen Fragen und losen Enden geschlossen werden, man erwartet ein gigantisches Ende mit Spannung bis zur letzten Seite. Auch eine Erwartungen an "Der Weg der gefallenen Sterne" waren in dieser Höhe, leider konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden. Gaia tritt mit ihren Klans aus Sylum den Weg durch das Ödland an, um bei der Enklave als Flüchtlinge ein neues Sylum aufzubauen. Hierbei ist sie immer noch die Anführerin und hat das Sagen, was aber oftmals auf ihren Schultern lastet und man merkt als Leser, dass sie viel lieber wieder ein "einfaches Mädchen" wäre. Ihre Sturheit und Willenskraft hat sie aber zum Glück behalten, dass macht sie immer noch zu einem nettem Protagonisten. Leider bin ich mit ihr nicht wirklich warm geworden, in den vorherigen Bänden war sie mir einfach näher und sympathischer. Innerhalb der Enklave sorgt der Ansturm der Flüchtlinge für helle Aufregung, was nicht nur daran liegt, dass die neuen Flüchtlinge Wasser verlangen, sondern auch das Gaia und Leon eigentlich verurteilt werden sollen. Somit beginnt ein Kampf zwischen dem Protektor und Gaia darum, dass der Protektor das Wasser nur für eine bizarre Gegenleistung von Gaia frei geben möchte. An dieser Stelle muss ich sagen, war ich nicht mehr sicher, auf wessen Seite ich stehe, denn natürlich ist der Protektor ein fieser Protagonist, der scheinbar kein Herz hat, aber irgendwie hat er auch Recht, denn wie kann Gaia mit 1800 Leuten einfach vor dem Tor auftauchen und Wasser verlangen ohne eine Gegenleistung. Hier fühlte ich mich einfach nicht mehr von Gaia angesprochen sondern wie einer der Bürger in der Enklave, der nicht weis, wem er glauben soll, wobei der Protektor natürlich hätte statt dieser bizarren Bitte etwas anderes Verlangen können. Dieser Zwist zieht sich über das gesamte Buch und mündet dann in einem finalen Kampf, der mich aber auch nicht wirklich überzeugen konnte. Hier hatte ich mir mehr erwartet, vor allem in Bezug auf einen echten Kampf mit etwas mehr Brutalität und auch mehr Inhalt gerechnet. Insgesamt war die gesamte Geschichte zwar ganz nett, aber eben nur nett, es hat mir nicht den Atem geraubt oder mich absolut gefesselt. Nichtsdestotrotz war das Ende okay und alle losen Fäden wurden geschlossen und die Story abgerundet beendet. Positiv fand ich, dass es kein klassisches Happy End gab,aber mehr möchte ich natürlich nicht verraten. Fazit: Ein Reihenabschluss der keine Fragen offen lässt aber ehr Potenzial hatte. Eine nette Story die durchdacht ist, aber kaum Highlights bietet. Ich hatte mir mehr erhofft, bin aber mit dem Ende ganz zufrieden.

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Schade

Von: drei Lockenköpfe

19.06.2015

"Der Weg der gefallenen Sterne“ ist der dritte und somit letzte Band einer dystopischen Trilogie von Caragh O’Brien. Leider muss ich mich den vielen schlechten Rezessionen anschliessen. Der dritte ist auch leider der schlechteste Band. Ich hatte das Gefühl es muss nun ein Happy-End her, egal wie. Die Geschichte ist so unglaubwürdig. Naja bei Fantasy ist das oft so, aber eigentlich sollte der Autor es schaffen den Leser in die Illusion eintauchen zu lassen. Ich habe das Buch zu ende gelesen weil ich doch gerne wissen wollte was aus Gaia und Leon wird. Gaia ist eine typische Teenager 16 jähre, der man nichts sagen darf. Ich kann nicht verstehen wie man eine 16 jährige als Führer eines Volkes wählen kann!! Sie mag noch so erwachsen wirken, dennoch ist sie ein Kind die eine solche Verantwortung gar nicht tragen kann. Wie im laufe der Geschichte auch deutlich wird. Sie trifft viele Fehlentscheidungen. Aus dem Bauch heraus getroffene Entscheidungen bringen sie und ihre lieben in viele gefährliche Situationen. Leider ist die Geschichte schnell erzählt. Mir fehlt die Geschichte in Sylum. Wie haben sich die Menschen auf den Umzug vorbereitet? Wie lebten Gaia. Leon und Maya dort... Ein grober Schnitt vom 2 zum 3 Band. Die grosse Reise ist unspektakulär und in wenigen Seiten gelesen. Die Verhandlungen mit ihrem alten Erzfeind und zukünftigen Schwiegervater werden dafür ins unendliche gezogen. Viel unrealistische Folter und geplänkel. Die Vierecksbeziehung zwischen Gaia, Leon , Peter und Will findet auch in diesem Band wieder Erwähnung. Ich fand es sehr anstrengend. Was will ein 17 jähriges Mädchen? Freund oder Liebe? Ich glaub das war bis zum ende unklar. Schade. Ich war so begeistert von Band 1+2. Auch dieses Buch liess sich schnell und flüssig lesen, auch wenn der Inhalt nicht meinen Wünschen entsprach.

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Autor/in: Caragh O’Brien Verlag: Heyne Seitenzahl: 350 Seiten Genre: Utopie (Jugendliche / Junge Erwachsene) Reihe: Band 3 der “Birthmarked”-Trilogie Inhalt in einem Satz: Im dritten Teil der faszinierenden Zukunfts-Saga möchte die junge Hebamme Gaia endlich die Klassenunterschiede zwischen der reichen Enklave und den bitterarmen Außenbezirken beheben, doch all ihre Versuche, mit dem skrupellosen Protektor der Enklave zu verhandeln, scheinen zwecklos… Meine Meinung: Teil 1 und 2 der Reihe habe ich schon vor einigen Jahren verschlungen, und nun hatte ich endlich die Möglichkeit, den letzten Band zu lesen. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch, denn die ersten beiden Bände haben mich damals extrem begeistert. Teil 3 konnte da leider nicht ganz so gut mithalten… Mit den Charakteren konnte ich zu Beginn dieses Bandes nicht sonderlich gut warmwerden. Obwohl ich den Schreibstil flüssig und angenehm fand, habe ich mich in der ersten Hälfte des Buches ein bisschen gelangweilt, da die Story mich einfach nicht richtig erreichen konnte (viel Handlung gab es anfangs auch irgendwie garnicht). Ich konnte mich nicht mehr so gut in Gaia hineinversetzen, die mir zuvor immer sehr sympathisch war. Denn die Protagonistin, die sich in Teil 1 unsterblich in Leon verliebt hat und in Teil 2 dann plötzlich auch noch in zwei weitere Männer (Will und Peter, zwei Brüder), entscheidet sich zu Beginn vom letzten Teil nun für einen der drei Männer - aber sie trifft ihre Wahl so halbherzig, dass man dem “verliebten Paar” kaum die Gefühle abnimmt. Allgemein hätte man in diesem Buch Gaias Gefühle wirklich deutlicher machen können, z.B. wenn sie sich um ihre kleine Schwester oder ihre Freunde sorgt. In den Vorgänger-Bänden kam sie mir einfach warmherziger vor. Die zweite Buchhälfte konnte mich dann aber deutlich mehr mitreißen. Es gab plötzlich viel mehr Handlung und gegen Ende des Buches konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen. Was mir aber auch noch aufgefallen ist: Es handelt sich bei dem Buch ja um eine Utopie, die im Jahre 2410 spielt. Beinahe der gesamte Forschungsstand ist aber irgendwie nicht mal auf dem Stand von 1900. Wenn einem das erstmal auffällt, bekommt man diesen Hintergedanken beim Lesen nicht mehr richtig aus dem Kopf. Scheinbar ist jeder technische Fortschritt plötzlich einfach wieder weg, als ob es ihn nie gab. Lediglich in die Embryonenforschung wird in dieser utopischen Zukunft investiert - dieser moralische Zwiespalt, ob man auch wirklich alles machen darf und sollte, was technisch möglich ist, wird ganz gut deutlich. An der kleinen Ungereimtheit sollte man sich also nicht weiter stören. Ich finde die eigentliche Thematik und das Grundkonzept (besonders das erwähnte Schichten-System, das in der Geschichte ja tatsächlich immer wieder aktuell ist) wirklich interessant. Fazit: Auch wenn ich jetzt sehr viel kritisiert habe, soll es nicht so rüberkommen, als ob ich das Buch schlecht fand. Teil 3 kann für meinen Geschmack nicht ganz mit den ersten beiden mithalten, ist aber trotzdem lesenswert. :) Das Problem ist einfach, dass vieles nur oberflächlich beschrieben wird. Vielleicht war das aber bei den Vorgänger-Teilen auch so und es ist mir nur nicht aufgefallen, weil ich damals noch viel jünger war? Ich denke, dass dieses Buch besonders für jüngere Leser viel spannender sein könnte, als für Junge Erwachsene, die sich wahrscheinlich in der Story mehr Tiefgang erhoffen. Trotz allem ein sehr schönes Buch und ein netter Abschluss einer wirklich tollen Saga! :) Bewertung: 📖 📖 📖 📖 (4/5) Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Heyne-Verlag für das gratis Testlese-Exemplar!

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Achtung: Spoiler! Wer die beiden ersten Bände der dystopischen Birthmarked-Trilogie, Die Stadt der verschwundenen Kinder und Das Land der verlorenen Träume, nicht kennt, sei vor möglichen Spoilern gewarnt und sollte diesen Beitrag lieber nicht lesen. Lest stattdessen die Vorgänger, es lohnt sich! Nachdem Gaia Stone zur Anführerin Sylums gewählt wurde, steht fest, dass für ein sicheres Fortbestehen der Bevölkerung das Verlassen der tödlichen Sümpfe obligatorisch ist. So gründet sie New Sylum und begibt sich mit allen Anhängern auf die große Reise durchs Ödland Richtung Enklave, wo es Wasser und Platz genug für jeden geben sollte. Doch vor den Toren der Stadt muss sie feststellen, dass sich viel in ihrer alten Heimat verändert hat: Während vor der Mauer die ärmlichen Bürger Wharftons mehr denn je zur Rebellion bereit sind, hat sich die unerbittliche Einstellung des fanatischen Protektors, der nicht vor Folter und Genozid zurückschreckt, verschlimmert. Als er schließlich ein Versprechen bricht und der jungen Hebamme stattdessen ein äußerst inhumanes Ultimatum stellt, fasst sie einen Entschluss: Es ist an der Zeit, die Mauer endlich niederzureißen... Bewertung Caragh O'Brien überzeugte mich bereits mit den beiden Vorgängern der futuristischen Trilogie, deren Hauptthematik sich um das Überleben der Menschheit, das durch genetische Fehlentwicklungen bedroht ist, dreht. Sie bleibt auch im dritten Band ihrer bisherigen Linie treu, will heißen: Einmal angefangen, legt der Leser das Buch erst nach der allerletzten Zeile aus der Hand. Die Autorin versteht es, die Spannung von Kapitel zu Kapitel aufrechtzuerhalten und verpasst der Reihe ein überzeugendes Ende. Dabei kommt dieser Roman nicht ganz ohne Schwächen daher. Die junge Protagonistin Gaia Stone beispielsweise ist nicht makellos. Ihre Entscheidungen haben oft schlimme Entwicklungen zur Folge, sie wirkt zeitweise unreif und idealistisch, was anderen bisweilen gehörig schadet. Natürlich steht sie stets und überall im Mittelpunkt, denn sie ist die beste Hebamme, die beliebteste Anführerin, diejenige mit der begehrten Blutgruppe, die einzige mit wichtigem Hintergrundwissen. Zufällig ist es ihr Bruder, der für die Realisierung der finalen Pläne unabkömmlich ist. Der kennt sie bis dato zwar gar nicht, ist aber natürlich sofort auf ihrer Seite um gegen seinen eigenen Führer vorzugehen. Zwei ihrer wichtigsten Vertraute sind die Chardo-Brüder, denen sie zwar falsche Hoffnungen gemacht hat, weswegen der eine am Pranger gelandet ist, die aber selbstverständlich aus lauter Liebe zu ihr weiterhin ihr Leben für sie riskieren. Obwohl sie inzwischen mit jemand anderem zusammen ist. Dieser Jemand ist Leon, der Sohn des Protektors, den sie ebenfalls im Stich gelassen hat und der ihr inkompetentes Führungskonzept einfach untergräbt, indem er selbst heimlich die Dinge in die Hand nimmt. Das alles hört sich alles undurchdacht und anstrengend an, meint ihr jetzt, nicht wahr? Ist es aber keineswegs. Wenn man mit einem reflektierten, objektiven und realistischen Anspruch an dieses Buch geht, wird man höchstwahrscheinlich bald aufgeben. Aber Trivialliteratur muss nicht realistisch sein. Sie soll vor allem unterhalten. Und das tut dieser Roman von der ersten bis zur letzten Zeile. Dieser phänomenale Abschluss der Reihe läuft geradezu über vor mitreißenden Motiven und spannenden Handlungssträngen, die allesamt vom Leser verschlungen werden. Die gesamte Handlung wird durchzogen von zarter Romantik und großen Gefühle, enttäuschten Hoffnungen und erfüllten Träumen, bedingungsloser Freundschaft und erbitterter Feindschaft; grausame Morde und traurige Todesfälle werden von hoffnungsvollen Geburten und unerbittlichem Lebenswillen abgelöst; grenzenlose Liebe und fanatischer Hass führen zu revolutionären Umstürzen, idealistischen Kämpfen und der Etablierung neuer Werte. Gaia, so fehlerhaft sie sich auch verhalten mag, wirkt so menschlich und eigensinnig, dass man sie einfach in sein Leserherz schließen muss und mit ihr all die anderen Menschen, die sie auf ihrer Reise begleiten. Die Autorin hat Figuren geschaffen, die man liebt oder verabscheut, die aber niemals wirkungslos bleiben. Zum Sprachstil möchte ich ausnahmsweise nicht viel sagen und das soll hier als Kompliment gemeint sein. Denn die Handlung ist so rasant, dass ich weder Zeit noch Lust hatte die Formalitäten zu analysieren. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Und das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen. Ein einziger Fehler ist mir beim Lesen aufgefallen – und der war auch noch so niedlich, dass ich mich darüber gefreut habe: die schreckliche Unfurchtbarkeit (gemeint war Unfruchtbarkeit). Fazit Jeder einzelne Band der Birthmarked-Trilogie ist enorm empfehlenswert. Die Reihe überzeugt durch konstant gehaltene Spannung. Neue Ideen und Wandlungen werden von der Autorin eingebaut, ohne dass die Handlung ins Absurde zu rutschen droht. Das große Finale lässt den Leser höchst befriedigt, aber auch mitgenommen zurück. Wer sich mit Gaia Stone auf die Reise begibt, der wird lachen, trauern, mitfiebern, wüten und lieben – kurz: Man wird fabelhaft unterhalten. Für mich war Caragh O'Brien die beste Debutautorin der letzten Zeit mit einer der besten Jugend- Dystopien, die ich gelesen habe.

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