Leserstimmen zu
Das Pestzeichen

Deana Zinßmeister

Die Pesttrilogie (1)

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Das Pestzeichen … spielt in der Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg und erzählt die Geschichte der 15jährigen Susanna, deren Familie brutal ermordet wurde. Sie macht sich auf, um das Vermächtnis ihres Vaters, einen geheimnisvollen Schatz, zu finden. Meine Meinung: Der Schreibstil liest sich flüssig, obwohl die Erzählung sehr detailreich ist. Manche Dinge kommen einem aus heutiger Sicht merkwürdig vor, jedoch entsprechen sie den Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Das am Anfang des Buches enthaltene Personenregister wäre für mich persönlich nicht notwendig gewesen, da die Anzahl der maßgeblichen Personen überschaubar ist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und konnte mich auch in die Vergangenheit versetzen. Wer an einem historischen Roman ohne allzuviel Herzschmerz Interesse hat, dem wird dieses Buch gefallen.

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Als Susanna nach einem Besuch bei ihrer Tante wieder nach Hause kommt, gibt es ihre Familie nicht mehr. Mutter und Geschwister sowie Magd und Knecht wurden brutal ermordet. Das Haus ist so gut wie abgebrannt. Nur ihren Vater findet sie schwer verletzt vor. Aber auch er stirbt kurz darauf an den Folgen seiner Verletzungen. Vorher vertraut er ihr noch geheimnisvolle Schriften an, die sie zu einem Schatz führen sollen und den Namen Jeremias. An ihn soll sie sich mit den Schriften wenden. Aber als sie diesem begegnet, traut sie ihm nicht über den Weg, denn sie vermutet, dass er hinter dem Attentat auf ihre Familie steckt. Die Familie Blatter aus der Schweiz wird diese verlassen, da der Vater sich als Soldat in Trier verdingen wird. Er hat sich und seinen Sohn Urs einschreiben lassen. Dieser jedoch möchte nichts lieber tun, als Menschen zu heilen wie sein Onkel. Aber sein Vater lässt nicht mit sich reden, Urs hat den Weg wie er zu begehen und Soldat zu werden. Susanna und Urs begegnen sich und Urs hilft ihr bei ihrer Verletzung, die sie sich auf der Flucht zugezogen hat. Später bittet sie ihn, sich mit ihr auf die Suche nach dem Schatz zu machen ... Die Zeit nach dem Dreizigjährigen Krieg war nicht leicht. Auch wenn jetzt Frieden herrscht, ist die Zeit des Leidens noch nicht vorbei. Viele Gebiete sind fast ausgestorben, denn die Männer waren im Krieg geblieben. Hinzu kommt die Pest, die ebenfalls viele Menschen auf dem Gewissen hat. In dieser Zeit nach dem Krieg ist der historische Roman von Deana Zinßmeister angesiedelt. Hervorragend recherchiert, lässt sie die Vergangenheit für den Leser wieder aufleben. Sehr glaubhaft vermittelt sie den vorherrschenden Aberglauben und die immer gegenwärtige Angst vor der Pest. Bis dato gab es nur Vermutungen über die Herkunft der Pest, so dass sie immer und überall ausbrechen konnte. Geschickt verbindet die Autorin Geschichte und örtliche Begebenheiten zu einem Ganzen. Die Pestkirche in Aschbach findet hier ihren Platz wie auch die Saline in Sulzbach sowie das Bachmichel-Haus. Neben einer spannenden und abenteuerlichen Suche nach einem Schatz erfährt der Leser ebenso Informationen über die Salzgewinnung. Die Protagonistin Susanna ist eine sympathische junge Frau, die sich zwar anfangs ziemlich hilflos und allein fühlt, die aber ihren Weg unbeirrt geht. Sie ist hilfsbereit und auch bereit, für andere einzustehen. Interessant fand ich persönlich, dass Susanna Urs für nicht ganz richtig im Kopf hält, als sie ihn zum ersten Mal sprechen hörte. Auf die Idee, dass er eine andere Sprache spricht, kam sie gar nicht. Er sprach das der deutschen Sprache ähnliche Schwizerdütsch, welches sie nicht verstanden hatte. Der Roman ist von Beginn an fesselnd. Ich wurde in ihn hineingezogen und erst mit der letzten Seite wieder entlassen. Ich habe Susanna auf all ihren Wegen, auch den schweren, begleitet, mit ihr gebangt, gehofft, gelebt und geliebt. Ihre Angst um Urs habe ich genauso gespürt wie die vor ihrem Verfolger und der Pest. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Geschichte dieser Zeit lebendig und glaubwürdig auferstehen zu lassen. Die historische Geschichte mit einer Schatzsuche, der Angst vor der Pest und dem Aberglauben zu verbinden macht diesen spannenden Roman aus, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich empfehle ihn sehr gern weiter und bin selbst schon gespannt auf die Fortsetzung.

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Lesenswert...

Von: Kim Jennifer Tschirner aus Peine

24.11.2012

Es handelt sich um ein gut recherchiertes historisches Buch, das sowohl Tatsachen als auch etwas Fiktion miteinander vermischt. Das Buch beginnt mit drei Handlungssträngen, die sich im Verlauf des Buches miteinander vereinen. Hierbei verläuft die Handlung in einer angenehmen Geschwindigkeit und die Spannung kommt keinen Moment zu kurz. Die handelnden Personen sind allesamt authentisch und haben jeweils ihren eigenen Reiz. Wobei ich zugeben muss, das ich gen Ende voller Schadenfreude war, aber das könnt ihr dann, wenn ihr es selber lest, bestimmt nachvollziehen. In manchen Momenten, könnte man das Buch als durchweg traurig bezeichnen, wenn man daran denkt, was durch diese Geschichte alles verursacht wurde. Tod, Leid, Gefahren... Ob es das alles wirklich wert war? Ein spannender historischer Roman, der sich zu lesen einfach lohnt. 5 Sterne

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Ein Muss für Fans des historischen Romans

Von: n. müller aus stuttgart

20.11.2012

"Das Pestzeichen" von Deane Zinßmeister ist ein wunderbar gelungenes historisches Buch. Es spielt kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg im Saarland und es geht um Susanna, ein junges Mädchen, dass viel verliert und sich durchkämpfen muss. Hunger, Pest und andere Gefahren, aber auch echte Zuneigung und Hilfe erwarten sie auf ihrem Weg, der sie zu einem Schatz führen soll und ihr Leben verändern könnte. Das Buch bleibt durchweg spannend, man taucht ein in die Geschichte und in die glaubwürdigen Charaktere und man ist am Ende froh, es gelesen zu haben - denn sonst hätte man wirklich etwas verpasst! Dieser Roman ist absolut lesenswert, ein Muss für alle Liebhaber historischer Romane.

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Spannende Schatzsuche

Von: Simone Kühlewind aus Krefeld

20.11.2012

Als Fan der Autorin ist jedes ihrer Werke für mich ein Muss. Nach Ausflügen ins Thüringische spielt ihr neuestes Werk nun wieder in ihrer Heimat, dem Saarland. Außergewöhnlich gut gefällt mir hier das Cover, das mal kein liebliches Frauengesicht zeigt, wie sonst bei historischen Romanen üblich. Zu sehen ist lediglich eine Frauenhand vor einem Stück Holz, auf das das Pestzeichen aufgemalt ist. Die Geschichte spielt in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, also Mitte des 17. Jahrhunderts. Deutschland ist geprägt von Armut und nahezu ausgestorbenen Landstrichen. Hunger und Pest sind die Plagen, mit denen die Menschen zu kämpfen haben. Entsprechend viel Neid und Aberglaube herrscht in der Bevölkerung. In diesem düsteren Szenario durchlebt die Heldin Susanna ein Wechselbad der Gefühle. Zurückgekehrt von ihrer Tante, der sie eine Ziege brachte, findet sie den elterlichen Hof verwüstet und ihre Familie ermordet vor. Lediglich der Vater hat schwer verletzt überlebt und vertraut ihr in seinen letzten Minuten ein Geheimnis an. Es gibt ein Heft mit magischen Formeln, das zu einem Schatz führt. Doch dieses Büchlein ist der Grund für den Überfall auf das Bauernhaus. Und die Schurken, die es in ihren Besitz bringen wollten, geben noch lange nicht auf. Susanna bleibt nur die Flucht, auf der sie dem jungen Schweizer Urs begegnet. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche. Der Autorin ist es wieder einmal hervorragend gelungen, die düstere Stimmung der damaligen Zeit zu schildern. Insbesondere der Aberglaube der Menschen und die panische Angst vor der Pest prägen diese Geschichte. Susanna ist ein selbstbewusstes Mädchen, das trotz zahlreicher Rückschläge ihr Ziel im Auge behält. In einigen Szenen erschien sie mir dagegen etwas naiv, was für eine junge Frau ihres Alters jedoch völlig natürlich ist. Ihr Weggefährte Urs möchte eigentlich Heiler werden, wird aber vom Vater genötigt, sich als Soldat einzuschreiben. Er fügt sich zunächst in sein Schicksal, entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber weiter und wird mutiger. Auch die Beweggründe für Jeremias’ Handeln schildert die Autorin nachvollziehbar. Am Anfang des Buches bietet ein ausführliches Personenregister dem Leser die Gelegenheit, sich zu orientieren. In einem Nachwort berichtet die Autorin über ihre Recherchearbeit und erklärt ihren Lesern, welche Figuren und Orte real sind und was ihrer Fantasie entsprungen ist. Fazit: Der Autorin ist es gelungen, eine spannende und mitreißende Geschichte über ein Mädchen in einer dunklen Zeit, die von Aberglaube und Neid geprägt war, zu schreiben. © Simone Kühlewind

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