Leserstimmen zu
Während du stirbst

Tammy Cohen

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Ich habe mit Allem gerechnet - aber nicht damit! Eigentlich wollte ich "Während du stirbst" nur mal so nebenbei lesen. Mein liebstes Genre sind Psychothriller und ich bin stets auf der Suche nach wirklich, wirklich guten dieser Art. Leider ist es sehr schwierig, diese ausfindig zu machen und so war ich gespannt, was mich erwartet, hatte jedoch keine hohen Anforderungen. Direkt zum Anfang wurde mein Nervenkostüm auf die Probe gestellt. Spannung pur. Die Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist. Ich war einfach gefesselt. So einen mega guten Thriller hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen. Es gab alles, was für mich einen Psychothriller ausmacht. Und dann kam der zweite Teil. Ich war geschockt. All die Momente, in denen ich vor Anspannung die Luft anhielt, waren wie weggeblasen. Von Gänsehautmomenten konnte keine Rede mehr sein. Der Ballon war zerplatzt. Ich kam mir ein wenig veräppelt vor. Je weiter ich der Geschichte jedoch folgte, desto besser gefiel sie mir. Die Autorin bricht aus Mustern aus, folgt keiner allgemeinen Linie, zieht ihr Ding durch und überrascht damit auf ganzer Strecke. Selbst am Ende gibt es nochmals mehrere Wendungen, die ich ihr hoch anrechne. Leicht zu lesen durch einen lockeren Schreibstil war ich in kürzester Zeit durch das Geschehen geflogen. Hier und dort gab es für mich ein paar Eckpunkte, die ich im Gesamten jedoch hinten runterfallen lasse, da sie für mich nicht ins Gewicht fallen. Ich finde es richtig toll, dass Tammy Cohen aus dem Mainstream ausgebrochen ist und diesen Psychothriller gezaubert hat. Ich kann ihn nur weiterempfehlen! Gerade wenn man mal etwas lesen mag, was einen in die Abgründe der menschlichen Psyche zieht. Das zweite Buch von ihr ist bereits in meinem Besitz - und ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht, denn sie hat sich die Messlatte mit ihrem Debüt selbst sehr hoch gelegt. ©2017

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Okay, die liebe Jessica Gold hat eine Knopfphobie. Leider fällt diese anscheinend sehr wichtige Informationen für den Leser im Laufe der Handlung nicht ins Gewicht. Denn die liebe Jessica, wie auch ihr Entführer waren die ganze Geschichte über recht farblos und austauschbar für mich, da half auch die überraschende Wendung im 2. Teil nicht mehr. Die Personen reagierten oftmals wirr und weltfremd, das Ende war für mich auch nicht zufriedenstellend. Hier wurde ein Buch mit einer guten Idee begonnen und dann mit einer langweiligen Handlung weitergesponnen. Mein Fazit Langweilig und ärgerlich. Guter Ansatz, die Geschichte verliert sich aber in Belanglosigkeiten. Kein Thriller, eher ein Psychodrama.

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Jessica Gold will eigentlich nur letzte Weihnachtseinkäufe erledigen als sie in Dominic Laceys Hände gerät, getrieben durch ihre Unzufriedenheit in ihrer Beziehung mit Travis, lässt sie sich auf Dominics Schmeicheleien ein und geht mit ihm nach hause. Dominic denkt nicht mehr daran sie gehen zu lassen und Jessica merkt schnell, dass Dominic diese Tat genaustens geplant hat, an jedem Tag hat er ein Geschenk für sie, zwölf insgesamt und jedes dieser Geschenke zeigt ihr mehr von seiner Persönlichkeit, eines ist grausamer als das andere und Jessica weiß, das letzte Geschenk bedeutet ihren Tod... Gestaltung: Ich mag das Cover ziemlich gern, vor allem auch die Prägung der Schleife. Natürlich ist es insgesamt sehr schlicht, aber es sind hier die kleinen Details die meine Neugierde geweckt haben. :) Meinung: Wie ihr in meinem letzten Post lesen konntet, sitzt derzeit eine riesige Flaute auf meinen Schultern herum, im letzten Jahr habe ich mir Während du stirbst gekauft und hab ertst viel später mitbekommen, dass diese Geschichte an Weihnachten spielt und hab es allein deswegen erst einmal subben lassen. Nun war Weihnachten da und ich hab einfach mal danach gegriffen in der Hoffnung, dass vielleicht ein Psychothriller, meine Neugierde packen würde und tatsächlich habe ich es geschafft dieses Buch in nur drei Tagen zu beenden. Ob das nun die Heilung meiner Flaute ist weiß ich nicht, das will ich noch nicht mal hoffen aber es ist ein tolles Gefühl endlich mal wieder mit Freude, Spannung und Erwartung gelesen zu haben und immer zu zum Buch greifen zu wollen (und zwar weil das Buch spannend ist und nicht weil das schlechte Gewissen einen plagt). :D Das Buch hat mich wirklich schnell gefesselt, zu einem erleben wir Jessica in ihrer Gefangenschaft aber auch die Suche nach ihr und das Leben der Ermittlerin Kim ist ein wichtiger Bestandteil des Buches. Ich fand Jessica sehr interessant, sie ist von Anfang an ein eher undurchsichtiger Charakter und ich mochte es sehr sie auf der einen Seite von sich selbst reden zu hören und dann zu sehen wie ihr Umfeld sie wahrgenommen hat, das hat mich sehr interessiert, so dass ich gar nicht allzu traurig war, dass es insgesamt doch ein bisschen dauert bis die Sache mit Dominic gestalt annimmt und man erfährt was es mit diesen Geschenken auf sich hatte. Was sich dahiner verbarg hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, letztendlich war es anders als ich dachte, denn die Geschenke die er Jessica macht zeigen eigentlich nur Teile aus seiner Vergangenheit, aber das ist alles sehr gekonnt inszeniert und was man dadurch von ihm erfährt und was das gleichzeitig für Jessica bedeutet, hat mich wirklich sehr angeekelt und schockiert, so dass ich diese Geschenke insbesondere auf der psychischen Ebene absolut heftig und widerwärtig fand. Dadurch ist aber auch Dominic ein Protagonist der mein Interesse geweckt hat, auch wenn ich ihn immer nur sehr schwer aushalten konnte aber ihn zu analysieren war furchtbar spannend. Den Teil mit Kim der Ermittlerin war dann eine Sache für sich, sie als Protagonistin mochte ich ebenfalls sehr, aber ihr Privatleben spielt ebenfalls eine große Rolle denn sort steht sie kurz vor einer Scheidung weil ihr Ehemann nicht damit klarkommt, dass sie Überstunden leisten muss. Es ist immer ein schwieriges Thema für mich, weil ich es immer sehr bescheiden finde wie viel Zurückhaltung gerade von Müttern verlangt wird die gerne Arbeiten gehen und auch beruflich was erreichen wollen und immerzu lesen zu müssen, ich komme zurück wenn du deinen Job aufgibst fand ich wirklich beschissen, vor allem weil das ganze Umfeld ihren Mann zugestimmt hat. Das hat mich wirklich genervt und ich konnte das ganze auch nur schwer nachzuvollziehen und für die eigentliche Story war es auch gar nicht wichtig und es hat Kim auch nicht zu einer besseren oder schlechteren Ermittlerin gemacht, von daher hätte ich es schön gefunden wenn die Autorin einen anderen Weg gewählt hätte um Kim mir näherzubringen. Natürlich gibt es nur noch selten Thriller in denen der Autor nicht versucht den Leser mit fiesen Wendungen zu überraschen, von daher sind auch diese ein Teil davon und auch wenn ich mir ein Bruchstück davon schon erdacht hatte, so gab es doch so viele Details die ich wirklich sehr geschickt fand und die mich überraschen konnten. So dass ich insgesamt sehr beeindruckt war von dem Plottwist der sehr gut funktioniert hat und wunderbar herausgearbeitet war. Nicht jeded Detail hat meinen persönlichen Geschmack getroffen, aber das war für mich okay und mit dem Ende hab ich sehr gut leben können, weil ich immerzu darauf gehofft habe.^^ Fazit: Insgesamt bietet das Buch eine tolle Handlung, die mich gefesselt, angewidert und für sich eingenommen hat, es wurde zu einem Pageturner dem ich mich nur schwer entziehen konnte und die Protagonisten kamen mir unheimlich nahe, manchmal zu nahe. Und auch wenn mir nicht jeder Geniestreich der Autorin gefallen hat, war es alles im allem ein Thriller der feinen Sorte.

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Protagonisten: Jessica Gold ist ein Mensch der etwas anderen Art… Sie hört Stimmen, hat Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen und kann generell das Verhalten anderer nicht nachvollziehen. Sie ist zwar hochintelligent, doch auch sehr naiv und unsicher. Dominic Lacey ist ein gutaussehender Sadist, der gerne Macht über Menschen (bevorzugt Frauen) ausübt. Er ist manipulativ und besitzergreifend. Meine Meinung: Das Buch hat ein gutes Format. Die Schriftgröße sowie der Zeilenabstand erleichtern einem die langen Absätze und das Lesegefühl wird dadurch sehr angenehm. Der Schreibstil ist flüssig lesbar. Das Buch wird untergliedert in Teil 1 und Teil 2. In Teil 1 geht es primär um die Erzählung des Martyriums, welches Jessica durchleiden musste, und in Teil 2 dann quasi um die Auflösung und die Vorgeschichte. Leider war das Buch für mich zum gößten Teil eher langweilig. Die paar spannenden Momente sind an einer Hand abzuzählen und generell wirkte das Gesamtpaket auf mich nicht authentisch. Jedoch muss ich sagen, dass ich in den Spannungsmoment auch mal mitgefiebert habe und auch gewisse Aspekte der Story, die aber der Fantasie überlassen werden, bei mir Unbehagen ausgelöst haben. Eine klasse Wendung, die eine logische Erklärung darstellt, wird zum Glück auch geboten; was das Buch wenigstens etwas aufwertet. Die Charaktere waren alle durchweg sehr unsympathisch und nervig. Ich konnte mich in ihre Handlungen und Aussagen einfach nicht hineinversetzen, da diese meist unlogisch in meinen Augen waren. Besonders nervtötend empfand ich das Selbstmitleid der Ermittlerin Kim (worum sich gefühlt das halbe Buch dreht) und die Naivität von Jessica, weswegen ich auch kein Mitleid für sie empfinden konnte. Hinter der Story steckt eine gute Idee, leider harpert es gewaltig an der Umsetzung. Hier ist zwar das „Psycho“ gegeben, leider jedoch kein „Thriller“… die Deklaration „Psychodrama“ würde es wohl besser treffen! Durch die gähnende Langeweile, die 2/3 des Buches herrscht, und der Antisympathie den Charakteren gegenüber, sowie der fehlenden Authenzität des Gesamten, kann ich leider nur 2/5 Sternen geben!

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Als die eher unscheinbare Jessica während ihrer Weihnachtserledigungen in einem Kaufhaus vom charismatischen Dominic angesprochen wird, fühlt sie sich zunächst sehr geschmeichelt. Obwohl ihr Bauchgefühl ihr deutlich davon abrät, lässt sie sich von ihm umwerben und steigt schließlich zu ihm ins Auto. Mit spätestens diesem Schritt besiegelt sie ihr Schicksal, denn Dominic ist alles andere als ein netter Mann. Er schleppt Jessica in seine Wohnung, wo sie in den nächsten zwölf Tagen verschiedene Grausamkeiten und Erniedrigungen über sich ergehen lassen muss. Doch Dominic bemüht sich zeitgleich auch, ein guter Gastgeber zu sein. Jeden Tag bekommt Jessica ein Geschenk von ihm überreicht, von denen jedes einzelne eine besondere Bedeutung für den jungen Mann zu haben scheint und zu welchen es immer eine eigene Geschichte gibt. Jessica wird mit jedem Tag bewusster, dass das dicke Ende mit dem letzten Geschenk kommen wird – und dass ihr die Zeit davonläuft … Einen Thriller geschickt zu verpacken ist wenigstens eine genauso schwierige Aufgabe wie das Schreiben desselben. Mit "Während du stirbst" (OT „Dying For Christmas“) hat der Blanvalet-Verlag in dieser Hinsicht alles richtig gemacht – schlichtes Cover, ansprechender Titel und vor allem ein reißerischer Klappentext, auch wenn Letzterer vielleicht ein bisschen zu dick aufträgt und der Inhalt des Buches tatsächlich nicht ganz so schrecklich ist wie angekündigt. Dennoch reichen diese Komponenten, um den Leser zum Buch greifen zu lassen, und schon die ersten Seiten beweisen, dass man sich als Genre-Fan richtig entschieden hat. Tammy Cohen zögert sich lange, sondern begibt sich mit der Protagonistin sofort ins Geschehen. In einer tagebuchähnlichen Erzählweise erfährt der Leser nicht nur von Jessicas Begegnung mit ihrem charismatischen Entführer, sondern auch von ihrem Martyrium. Dabei versteht die Autorin es nahezu perfekt, Dominics Handlungen anschaulich zu beschreiben, ohne dabei zu sehr ins verstörende Detail zu gehen. So gelingt es ihr, den Leser zu fesseln und durch die Seiten zu jagen, gemeinsam mit Jessica zu leiden und zu fiebern, ob und wie sie es aus den Fängen des Psychopathen schaffen kann. Unterbrochen werden diese an ein Tagebuch erinnernden Erzählungen durch eingeschobene Einblicke in die Ermittlungsarbeit von Polizistin Kim, die neben diesem Fall auch privat noch einige Baustellen zu bearbeiten hat. Leider behält man während der kompletten Geschichte den Eindruck, dass das Privatleben lediglich ein Versuch ist, das Geschehen weiter aufzubauschen und unnütz in die Länge zu ziehen, denn für den Aufbau sind diese Augenblicke völlig überflüssig. Ähnlich überflüssig scheint auch der Bruch in der Geschichte zu sein, als Jessica schließlich aus ihrem Gefängnis ausbrechen kann und bei der Polizei gebeten wird, alles aufzuschreiben. Denn mit Beginn der anschließenden Ermittlungsarbeiten kommen zahlreiche Ungereimtheiten ans Licht, die irgendwie nicht so ganz ins Bild passen wollen. Für den Leser ist leider viel zu schnell klar, was am Ende des Buches stehen wird, denn obwohl Tammy Cohen sich redlich Mühe gibt, alles in ein gutes Zusammenspiel zu packen, wirkt der Teil nach Jessicas Flucht viel zu konstruiert – und an vielen Stellen leider auch unglaubwürdig. Als Leser fragt man sich, wie man sich als gestandene Polizistin derart verarschen lassen kann und ob es tatsächlich Menschen gibt, die so naiv und leichtgläubig sein können. Im Grunde gibt es im ganzen Buch nur zwei Charaktere, die tatsächlich interessant waren – zum einen Dominic, über den man lediglich aus Jessicas Erzählungen ein wenig mehr erfährt; und zum anderen jemand, den hier zu nennen wahrscheinlich unter Spoilern fallen würde. Insgesamt lässt sich wohl sagen, dass "Während du stirbst" unglaublich stark anfängt, die Spannung auch relativ lange aufrecht erhalten kann, jedoch spätestens im Laufe der ersten ernsten Gespräche zwischen Jessica und Kim sehr nachlässt. Leider schafft es der zweite Teil auch nicht, das Ruder wieder herum zu reißen und an das Lesevergnügen des ersten Abschnittes anzuknüpfen. So bleibt der Leser trotz des vielversprechenden Einstiegs am Ende doch etwas enttäuscht zurück und fragt sich, ob hier ein frühzeitiges Abbrechen nicht doch besser für diesen Thriller gewesen wäre. Fazit: "Während du stirbst" lässt den Leser sehr zwiegespalten zurück. Denn während Tammy Cohen im ersten Teil alles liefert, was einen richtig guten Psycho-Thriller ausmacht, wirkt der zweite Teil fast so, als hätte ihn jemand anderes geschrieben. Ein kompletter Bruch in der Geschichte, der mit nahezu jeder Seite unglaubwürdiger wird. Auch wenn letztlich alle roten Fäden irgendwie zusammenfinden, macht dieser wirre, konstruiert wirkende zweite Abschnitt leider das positive Lesegefühl zu einem großen Teil kaputt. Trotzdem sei dieser Thriller eingefleischten Genre-Fans ans Herz gelegt, denn mit überraschenden Wendungen weiß er definitiv zu fesseln und zumindest zum größten Teil zu überzeugen. Wertung: dreieinhalb von fünf Schwertpaaren Handlung: 4 / 5 Charaktere: 3.5 / 5 Lesespaß: 3 / 5 Preis/Leistung: 3.5 / 5

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Inhalt: Jessica Gold ist neunundzwanzig Jahre alt, ziemlich unscheinbar, psychisch labil und lebt seit Jahren in einer recht eingefahrenen und langweiligen Beziehung. Als sie an Heiligabend in letzter Minute ihre Weihnachtseinkäufe erledigt und in einem Café eine kleine Pause einlegt, setzt sich ein gutaussehender Fremder zu ihr und überhäuft sie mit Komplimenten. Sie ist so fasziniert von dem attraktiven und charmanten Dominic Lacey, dass sie seiner Einladung folgt und ihn arglos in seine Wohnung begleitet. Doch dort stellt sich schnell heraus, dass Dominic keineswegs der einfühlsame und liebenswürdige Mann ist, für den Jessica ihn zunächst hielt, denn er macht ihr unmissverständlich klar, dass sie von nun an seine Gefangene ist und er sie nicht mehr gehen lassen wird. Tagelang misshandelt und demütigt er sie, die Nächte muss sie angekettet in einer Hundehütte neben seinem Bett verbringen und jeden Tag überreicht er ihr ein Geschenk. Zwölf Geschenke hat er für sie vorbereitet, zu jedem erzählt er ihr eine Geschichte aus seiner Vergangenheit, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt, denn Tote säumen seinen Weg. Spätestens als sie das zwölfte Geschenk auspackt, weiß sie, dass sie diese Wohnung nicht mehr lebend verlassen wird. Als die ehrgeizige Polizistin Kim mit dem Vermisstenfall Jessica Gold betraut wird, steckt sie mitten in den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Da ihre Familie ohnehin unter ihren hohen Karriereambitionen leidet, hat ihr Mann nur wenig Verständnis dafür, dass die beiden gemeinsamen Kinder wieder hintenanstehen müssen, damit Kim sich wie besessen in ihre Arbeit stürzen kann. Da sie aber immer mehr den Eindruck gewinnt, dass an diesem Fall etwas nicht stimmt, ist sie sicher, nun vor dem großen Durchbruch ihrer Karriere zu stehen. Meine persönliche Meinung: Ich war sehr neugierig auf das Thrillerdebüt von Tammy Cohen, denn der Klappentext tönte sehr vielversprechend. Ich wurde nicht enttäuscht, denn 'Während du stirbst' hat mich von der ersten Seite an vollkommen gefesselt und in seinen Bann gezogen. Große Literatur oder ein poetisches Meisterwerk ist das Buch freilich nicht, aber das habe ich auch nicht erwartet, denn ich wollte einfach nur gut und spannend unterhalten werden. Der Schreibstil ist recht einfach, schnörkellos und lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Ereignisse werden aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven erzählt, die in verschiedenen Schriftarten gedruckt sind. Was Jessica Gold widerfährt, welche Qualen sie durchleidet, während der psychopathische Dominic sie in seiner Wohnung gefangen hält, wird aus der Ich-Perspektive von Jessica berichtet, was den Leser all ihre Ängste und Schmerzen unmittelbar miterleben und ihn auch keinen Augenblick an der Zuverlässigkeit ihrer Worte zweifeln lässt. Die Ermittlungsarbeit dagegen wird aus der personalen Erzählperspektive von Kim geschildert. Allerdings haben mich hierbei die detaillierten Einblicke in die Familienangelegenheiten und Ehestreitigkeiten der Polizistin sehr gestört. Ihr ewiges Gejammer, Familie und Karriere nicht unter einen Hut bringen zu können, ihr schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kindern und ihre gleichzeitige Versessenheit, unbedingt zum Detective Sergeant befördert werden zu wollen, gingen mir extrem auf die Nerven. Für den Handlungsverlauf hätte es durchaus genügt, diese Nebensächlichkeiten einmal zu erwähnen, statt sie in jedem Kapitel penetrant in den Fokus zu rücken. Ich war manchmal wirklich versucht, die Einschübe, die aus Kims Perspektive erzählt werden, einfach zu überblättern, weil diese familiären Probleme den Spannungsbogen störten und außerdem nahezu unnötig waren. Sie haben auch nicht dazu beigetragen, dass mir diese Protagonistin sympathisch geworden wäre. Auch die Hauptprotagonistin Jessica wollte mir nicht so recht ans Herz wachsen, weil ihre Verhaltensweisen für mich oft sehr schwer nachvollziehbar waren. Allein die Tatsache, an Heiligabend einen Wildfremden in seine Wohnung zu begleiten, um sich mit ihm zu unterhalten, während zuhause der Partner und die halbe Familie auf einen warten, scheint mir recht unvorsichtig und abwegig zu sein. Dennoch leidet man mit Jessica mit und hofft und bangt, dass sie ihrem Entführer, dessen physische und psychische Foltermethoden immer brutaler werden, entkommen kann. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, bis es in der Mitte des Buches zu einer Wendung kommt, mit der ich niemals gerechnet hätte. Die Autorin spielt sehr geschickt mit den Erwartungen des Lesers, täuscht ihn immer wieder und baut auch ganz am Ende, wenn man sicher ist, nun alles durchschaut zu haben, noch eine Wendung ein. Ich bin wirklich begeistert von Tammy Cohens 'Während du stirbst', denn es ist ein solider und überaus spannender Psychothriller mit einem raffinierten Plot und einer psychologisch ausgefeilten Geschichte, die mit wenig Blutvergießen auskommt. Ein fesselndes Debüt voller Nervenkitzel!

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Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Psychothrillern bin, habe ich dieses Buch trotzdem gekauft. Das tolle Cover, als auch der Titel und Klappentext haben mich neugierig gemacht und ich musste das Buch einfach lesen. Vorne weg direkt: Ich habe das Buch auf Seite 160 abgebrochen. Zu Beginn war die Geschichte irgendwie noch ganz reizvoll, ich war gespannt, wie es dazu kommt, dass Jessica entführt wird und was es mit den Geschenken, die sie bekommt auf sich hat. Mir standen an einer Stelle auch kurzzeitig die Nackenhaare zu Berge, als Dominic Jessica küsst und ihr sagt, dass sie keine Angst haben müsse, er würde die Situation nicht ausnutzen. «<Sex ist nicht so mein Ding.>», sagt er. Und das aus dem Mund eines Mannes. Spätestens da wusste ich, dass Dominic Lacey, salopp gesagt, ein Psycho ist. Das war aber auch die einzige Stelle auf den ersten 160 Seiten, die mich “zusammenschrecken” ließ. Ansonsten plätscherte die Handlung so vor sich hin. Am meisten gestört hat mich, dass Jessica, als sie noch die Chance gehabt hätte, sich zu wehren bzw. abzuhauen es einfach nicht getan hat. Sobald sie den ersten Schritt in Dominics Wohnung setzte, wusste sie, dass irgendwas nicht stimmt und das sie schleunigst wieder gehen sollte. Aber anstatt die Beine in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden, zu kämpfen o.ä. verhält sie sich passiv und fragt ihn nach ihrer Handtasche oder sagt ihm lediglich, das sie gehen sollte. Auch im Verlauf der Handlung verhält sie sich sehr passiv und macht brav alles, was er sagt. Sie ist zwar Vegetarierin, aber als er ihr Fleisch vorsetzt und sie “bittet” es zu essen tut sie es. Auf den ersten 160 Seiten passiert meiner Meinung nach auch nicht sonderlich viel. Er lockt sie in seine Wohnung, isst mit ihr gemeinsam, guckt mit ihr zusammen Filme, setzt sich mit ihr auf den Balkon oder spielt Gesellschaftsspiele mit ihr und kettet sie abends in ihrer Hundehütte an. Ich habe das Buch jetzt erstmal in eine Kiste gepackt und werde ihm vielleicht im Sommer nochmal eine Chance geben. Mir hat einfach die Spannung gefehlt und es gab keine Anreize das Buch weiterzulesen.

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„Während du stirbst“ ist der erste Thriller von Tammy Cohen und ich bin, das kann ich schonmal verraten, total begeistert. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und die Story wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Jessica Gold, die Hauptprotagonistin, eine absolut durchschnittliche Frau und etwas verpeilt, die allerdings auch psychische Probleme hat. Jessica wird von einem sehr gut aussehenden Mann im Cafe angesprochen und sie begleitet ihn in seine Wohnung. Dass das ein riesen Fehler ist und es die 12 schlimmsten Tages ihres Lebens werden, ahnt sie nicht. Des Weiteren wird aus der Sichtweise von Kim erzählt, einer Polizistin, die alles für die Beförderung macht. Ihre Familie bleibt dabei auf der Strecke und es scheint so, als sei ihr die Karriere wichtiger als die beiden Kinder und ihr Mann. Das Buch beginnt mit dem Satz „Es kann gut sein, dass ich schon tot bin, wenn sie das hier zu Ende gelesen haben.“ Diese ersten Wörter wecken die Neugierde beim Leser. Ich muss sagen, man wird wirklich nicht enttäuscht. Die Spannung hält sich das gesamte Buch über, es kommen Wendungen vor, mit denen ich nie gerechnet hätte. Die Autorin hat zudem die Figuren sehr gut heraus gearbeitet. Man lernt Jessica Gold gut kennen, fühlt ihre Qualen und durchlebt die schlimmsten Tage ihres Lebens mit ihr. Der Leser befindet sich mittendrin im Geschehen. Ich konnte zudem sehr gut nachvollziehen, warum sie mit dem attraktiven Mann mitgegangen ist. Auch Kim wurde sehr gut beschrieben und so konnte ich mich auch in ihre Lage perfekt hinein versetzen und vollkommen verstehen, dass ihr ihre Karriere wichtig ist und sie etwas in ihrem Leben erreichen möchte, auch wenn ich zum Teil anders gehandelt hätte. Das alles führte dazu, dass ich das Buch ziemlich schnell ausgelesen hatte. Fazit: „Während du stirbst“ von Tammy Cohen ist ein grandioser Debut-Thriller mit reichlich Spannung, die sich über die ganze Zeit zieht, vielen Wendungen und interessanten Charakteren. Jedes Mal, wenn man sich nur annähernd sicher ist, wie dieses Buch weitergeht, wird man aufs neue überrascht. Grandios! Absolute Kaufempfehlung!!!

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