Leserstimmen zu
Die Reise ins Licht

Andrej Djakow

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Andrej Djakow - Die Reise ins Licht Dmitry Glukhovsky hat mit Metro 2033 und dem Nachfolgeband Metro 2034 nicht nur zwei Bestseller auf den Literaturmarkt geworfen, er hat mit seinen Endzeit-Romanen ein Universum rund um die Metro in Moskau erschaffen, in dem sich seit geraumer Zeit auch andere Autoren austoben. Der erste war Andrej Djakow, der mit "Reise ins Licht", dem ersten Teil einer Trilogie, die Geschehnisse nach einem verheerenden Atomkrieg in der russischen Metropole St. Petersburg unter die Lupe nimmt. Wie versprochen, habe ich, vom Hörbuch Metro 2033 angefixt, mir nun einen weiteren Band des Metro 2033-Universums vorgenommen. Die Beschreibung auf dem Buchrücken hat mich gleich in den Bann gezogen - vor allem die Aussichten, nicht nur in den schattenwabenden Tunneln einer U-Bahn, sondern auch an der verstrahlten Oberfläche Abenteuer zu erleben, zog mich förmlich ins Buch hinein. In der Geschichte, die wort- und bildgewaltig erzählt wird, geht es um einen 12-jährigen Jungen namens Gleb, der mit seinem Meister, dem Stalker Taran, Abenteuer, Gemetzel und zahllose Überraschungen erlebt. Da der Schreibstil bzw. die Übersetzung ins Deutsche den beiden Hauptteilen sehr ähnelt, fliegt man förmlich über die Kapitel hinweg und befindet sich relativ schnell in der Geschichte. Ein Trupp von Stalkern, darunter auch ein Mitglied einer einflussreichen Sekte, beginnt eine Reise zu der Quelle eines mysteriösen Lichts außerhalb von St. Petersburg. Man vermutet dort eine Art Arche, einen Ort, an dem es keine Zerstörung gibt. Ein kleines Stück Paradies in der von Menschenhand erschaffenen Hölle der Nach-Atomkriegs-Ära. Die Aufgabe des Trupps, in dem auch Taran und Gleb mitmarschieren, besteht darin, das Geheimnis um diesen Ort zu lüften. Zähe Kämpfe, Alphatier-Gehabe der Protagonisten, gruselige Schreckensszenarien und einige unerwartete Wendepunkte machten mich zu einem wahren Seitenfresser - und im Buch wird noch etwas ganz anderes als Seiten gefressen! Man hat das Gefühl, selbst mit Taran und Gleb zu marschieren und vermutet hinter jeder Ecke neue mutierte Wesen, neue Gefahren. Fazit: Wer Metro 2033 und 2034 gelesen hat und davon begeistert war, der sollte auch bei der "Reise ins Licht" zugreifen . Die bedrückende Atmosphäre, die Welt in Endzeitstimmung und das beklemmende Gefühl der Menschen in ihrer scheinbar ausweglosen Situation werden teils sogar besser vermittelt als in Glukhovsky Vorlage - die man allerdings nicht gelesen haben muss. Djakow versteht es sehr gut die Eigenheiten verschiedener Charaktere aufzuzeigen und mit den Kontroversen der Protagonisten zu spielen. Die Spannung steigt stetig und bleibt bis zum - durchaus überraschenden - Ende des Buches auf hohem Niveau. Deshalb: Für mich mit Sicherheit nicht der letzte Teil aus dem Metro-Universum. Gerade das offene Ende macht Lust auch mehr. Wie würde Arnold Schwarzenegger sagen: "I'll be back!".

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