Leserstimmen zu
Das Herz des Bösen

Joy Fielding

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Anfangs stellt sich die Geschichte eher als Familiengeschichte bzw. -drama dar. Valerie wollte eigentlich ihren Geburtstag mit zwei guten Freunden feiern und über das Wochenende verreisen. Valeries Mann Evan hat sie wegen einer jüngeren Frau verlassen und will mit seiner neuen Verlobten Jennifer über das Wochenende in ein Hotel in die Berge reisen. Valeries und Evans pubertierende Tochter Brianne soll sie begleiten. Doch der viel beschäftigte Evan verspätet sich mal wieder und bittet ausgerechnet Valerie, die beiden doch schon mal zu dem Hotel zu fahren. Valerie willigt nach einiger Überredung ein und fährt schließlich mit ihren Freunden, der Tochter und ihrer Rivalin in das Hotel. Schon diese Tatsache kam mir etwas komisch vor, denn mal ehrlich, welche betrogene Ehefrau würde das machen? Da Evan seine Ankunft immer wieder verschiebt, verlängert sich der Aufenthalt der zusammen gewürfelten Truppe ungewollt über das ganze Wochenende. Dabei kommt es natürlich immer wieder zu Problemen und Spannungen und besonders Brianne ist über die Situation nicht glücklich. Sie wollte das Wochenende eigentlich lieber mit ihrem Freund verbringen. Da dieser ihr nachgereist ist, kommt es zu heimlichen Treffen und nächtlichen Ausflügen. Im zweiten Handlungsstrang erleben wir ein mordendes junges Pärchen, dass sich in den Wäldern in der Nähe des Hotels rumtreibt. Die Autorin lässt den Leser hautnah die brutalen Taten des Pärchens miterleben. Die beiden agieren sehr grausam und genießen es einfach zu töten ohne ein besonderes Motiv zu haben. Beide Handlungsstränge laufen länger nebeneinander her. Das zog sich für meinen Geschmack ein bisschen zu lange hin. Als sie sich dann verknüpfen und klar wird, auf welche Weise Valerie und ihre Gruppe in den Blick des mörderischen Pärchens geraten, steigert sich die Spannung merklich. Weitere Protagonisten und diverse Wendungen bringen Rätsel und Verwirrung in die Handlung, so dass sie mich dann auch fesseln konnte. Insgesamt betrachtet, ist dies sicher nicht das stärkste Buch von Joy Fielding. Dennoch hatte der Thriller-Anteil durchaus Stärken und die zweite Hälfte war auch sehr packend. Die Auflösung und das Ende waren nicht vorhersehbar und actionreich. Auch wenn mir ein bisschen der Nervenkitzel und der Kick gefehlt haben, der flüssige Schreibstil und die Atmosphäre im zweiten Teil machen das Buch doch zu einer unterhaltsamen Lektüre! Fazit: 4 von 5 Sternen

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Gestern habe ich euch ja die Smyles App vorgestellt. Über folgenden Link gelangt ihr zu einem kleinen Beitrag als Aussicht auf heute. Mein Smyles Video-Moment: http://smyles.de/video?id=845B7389-F14F-459A-8A59-264F929B63F5 Im Bloggerportal von Random House fand ich das letzte Buch von Joy Fielding, das in meiner Sammlung noch fehlte. Das Cover ist sehr passend gestaltet. Die Schlüsselszenen des Thrillers finden in genau dieser einsamen Hütte irgendwo im Wald statt. Sehr ähnlich habe ich es mir beim Lesen auch vorgestellt. Der rote Titel bildet einen Kontrast zur düsteren Landschaft. Der Thriller beginnt mit einem super spannenden Prolog. Auf den ersten 22 Seiten war ich wie gefesselt. Und konnte es kaum erwarten, bis die Geschichte wieder am Prolog anknüpfen würde. Meine hohen Erwartungen wurde nach gefühlten Ewigkeiten erfüllt. Für mich hat das Buch leider eine sehr lange eher langweilige Episode. Etwa 200 Seiten musste ich den Zwistigkeiten von Valerie, Jennifer, Brianne, Melissa und James folgen. Und nahm nur mit Mühe das Buch immer wieder auf die Hand, in der Hoffnung das irgendwann noch etwas kommen muss. Mein tapferes Durchhalten wurde belohnt. So rasant wie der Roman begonnen hat ließen sich auch die letzten circa 150 Seiten lesen. Etwas anderes hätte ich mir bei Joy Fielding auch nicht vorstellen können. Auch wenn “Das Herz des Bösen” zwischen drin einige Längen aufweist, die allerdings jeder anders wahrnimmt, wie ich bei der Diskussion mit einer Bekannten über diesen Roman feststellen musste, kann ich das Buch guten Gewissens allen Thriller Fans empfehlen.

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Inhalt Valerie Rowes Leben verläuft so ganz anders, als sie sich das gewünscht hatte. Nachdem sie früh ihren Traummann Evan geheiratet hatte und die Ehe mit der Geburt einer Tochter beglückt wurde, stellt Valerie schnell fest, welcher Mensch ihr Ehemann wirklich war. Denn dieser hält sich eher sporadisch an seinen Treueschwur, worüber Valerie immer wieder hinweggesehen hatte. Und selbst als sie ihn mit seiner jungen und blonden Assistentin im eigenen Ehebett erwischt hatte, wollte sie der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen. Vielmehr wurde sie von ihm verlassen. Als Evan mit seiner neuen Flamme und seiner Tochter Brianne ein Wochenende in den Bergen verbringen will, geschäftlich aber verhindert wird, bietet Valerie an, gemeinsam mit Freunden die Beiden schon zum Hotel zu fahren. Doch dort angekommen stecken dann Evans zwischenzeitliche Verlobte Jennifer, Brianne, Valerie und deren beiden Freunde fest. Was sie aber nicht wissen: in der Gegend treibt sich ein Pärchen rum, das bereits mehrere bestialische Morde begangen hat. Und die Mörder sind ganz in der Nähe... Meine Meinung Über dieses Buch bin ich eigentlich mehr durch Zufall gestolpert, da ich für eine Challenge ein Buch brauchte, in dessen Titel sich das Wort "Herz" findet. Und trotz meines montrösen SuB war da irgendwie das Richtige nicht dabei. Als ich dann beim Stöbern im Internet auf dieses Buch stolperte, musste ich es einfach lesen, denn Joy Fielding ist für mich eigentlich immer ein Garant für ein spannendes, actiongeladenes und kurzweiliges Buch gewesen. Also rauf damit auf den Reader und rein in die Geschichte... Der Anfang des Buches war auf jeden Fall vielversprechend. Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß, dass sie ihre Geschichten meist mit einem Paukenschlag beginnt. Und auch im vorliegenden Buch hat es der Prolog in sich. Man begegnet einem älteren Ehepaar, das abgeschieden in einer Berghütte lebt und eines Abends ein junges Mädchen vor ihrer Tür stehen haben. Das Mädchen gibt vor, mit ihrem Freund Streit gehabt zu haben und deshalb durch den Regen gelaufen ist, auf der Suche nach einem Telefon. Kurz darauf steht auch besagter Freund in der Hütte und da wird dem Leser schnell klar, dass das alte Ehepaar ein blutiges Ende haben wird. Da ist man dann als Leser gleich mal richtig wach. Dann dreht sich die Geschichte erst einmal in eine ganz andere Richtung und man lernt Valerie kennen. Sie bildet zwar den Mittelpunkt der Erzählung, wird dabei auch nicht in den Fokus gedrängt. Um sie herum wird die Story dann aufgebaut. Valerie tat mir anfangs total leid, weil sie mit ihrem Leben absolut unglücklich ist. Sie hängt noch sehr an ihrem Ex-Ehemann, der sie wohl bei jeder Gelegenheit mit anderen Frauen betrogen hat. Doch leider schlug dieses Mitleid schnell in Genervtheit um. Denn ich konnte noch einigermaßen nachvollziehen, wie schwer es für eine Frau ihres Alters sein muss, nochmal bei Null anfangen zu müssen und allein zu sein, wo doch eigentlich der Partner sein sollte. Doch bei Valerie kommt dann auch einfach der Umstand hinzu, dass Evan seine Schäferstünden alle so eingerichtet hat, dass ein Blinder mit Krückstock darüber gestolpert wäre. Und dann den Ehemann beim Seitensprung im eigenen Ehebett vorzufinden und dann immer noch keine Konsequenzen zu ziehen.... war für mich absolut unverständlich. Aber selbst darüber hätte ich noch hinwegsehen können, da einfach jeder Mensch in Liebesdingen seinen eigenen Weg gehen muss. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass mir durch die Protagonistin einfach nur eine Message eingetrichtert werden soll, nämlich: Männer sind doof und wir Frauen sind überhaupt das Höchste aller Dinge. Auch ihre Konkurrentin Jennifer hat mir irgendwie so gar nicht gefallen. Sie ist so klischeehaft mit ihrem langen Beinen (was bestimmt an die 20 Mal betont wird) und ihren blonden Haaren und überhaupt scheint sie der Traum eines jeden Mannes zu sein und da ist es doch nur so verständlich, dass Evan seine Ehefrau mit dieser Frau betrogen hat. Positiv überrascht war ich bei ihr nur, weil sie ihren kranken, alten Vater pflegt. Welchen Sinn diese kleine Hintergrundgeschichte hatte.... tja, ich weiß es nicht. Auch Brianne, Valeries und Evans pubertierende Tochter, konnte mich absolut nicht begeistern, weil sie nicht nur arrogant, hochnäsig und aufmüpfig ist, sondern darüber hinaus aus Entscheidungen trifft, bei denen ich nur der Kopf schütteln konnte. Alles in allem konnte mich keiner der Charaktere auch nur ansatzweise überzeugen. Sie waren durchweg flach und im wahren Leben würde ich mich mit keinem davon abgeben wollen. Auch Joy Fieldings Schreibstil, den ich eigentlich immer sehr mochte, hat sehr zu Wünschen übrig gelassen. Zwar liest sich die Geschichte recht einfach und locker runter, aber die eine oder andere Sazuzusammensetzung wird dabei bis zum geht nicht mehr wiederholt. Jennifer wird nur selten beim Namen genannt, sonder wird nur immer wieder als die "Verlobte vom zukünftigen Ex-Ehemann" bezeichnet und die Szene, in der Valerie Jennifer und Evan im Bett erwischt hat wird dermaßen oft eingestreut, dass ich nachher fest der Ansicht war, selbst dabei gewesen zu sein, bei diesem kleinen Techtelmechtel.So kenne ich die Bücher von Joy Fielding wirklich nicht! Einzig und allein der Verlauf der Geschichte und vor allem die Mordserie haben noch zu einem Punktegewinn geführt. Zwar weist auch dieser Handlungsstrang Mängel auf, aber ich habe mich wenigstens unterhalten gefühlt, was ich von einigen anderen Szenen nicht gerade sagen kann. Aber immerhin habe ich da die von mir eigentlich geliebte Autorin wieder erkannt. Denn so kenne ich sie: manchmal etwas brutal, aber mit der Fähigkeit, eine Gänsehaut beim Leser hervorzurufen. Daher fand ich auch das Ende am Schluss besser als den Rest des Buches, da da ein wenig Action ins Spiel kam. Mein Fazit Im Großen und Ganzen muss ich sagen: dieses Buch ist das bisher schwächste, das mir von Joy Fielding bisher unter die Nase gekommen ist. Wenn nicht "Joy Fielding" auf dem Umschlag draufgestanden hätte, wäre ich bei diesem Schreibstil im Leben nicht auf die Idee gekommen, um wessen Buch es sich da handelt. Zwar ist die Grundidee nicht schlecht (daher auch die Sternen-Bewertung), doch durch platte Charaktere und wenig Spannung im Haupthandlungsstrang wurde diese gute Idee zunichte gemacht. Wer also noch nie etwas von dieser (ansonsten wirklich tollen) Autorin gelesen hat, sollte die Finger von Das Herz des Bösen lassen und lieber eines ihrer anderen Werke lesen.

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Das Cover: Im Gegensatz zu den sonstigen Covern von Joy Fieldings Büchern, die in den neueren Auflagen allesamt in schlichtem Schwarz gehalten sind, ist dieses dem Genre angepasst und wirkt düster und beängstigend. Ein dunkler Wald mit hohen, fast blätterlosen Bäumen, welche jedoch wenig Licht durchlassen. Mittendrin steht ein dunkles, einsames Häuschen, was leicht kaputt aussieht und damit erschreckend wirkt. Dies ist der Mittelpunkt der Verbrechen. Der Inhalt: Valerie ist eine Frau, die in ihrer Ehe viele schlimme Erlebnisse hatte. Sie wusste, dass ihr Mann Evan, mit dem sie eine Tochter namens Brianne hat, sie betrog. Mehrmals. Immer wieder sagte sie sich, es sei harmlos und er komme zurück. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater verließ sie, als sie noch nicht ganz erwachsen war. Am Anfang des Buches stehen Valerie und Evan kurz vor der Scheidung. Evan hat eine neue Verlobte. Sie heißt Jennifer und war der Trennungsgrund des Ehepaars. Evan und Jennifer vollen Brianne zu einem gemeinsamen Wochenendausflug abholen. Valerie will währenddessen mit Melissa und James, ihren besten und engsten Freunden, in ein Wellnesswochenende fahren und dort ihren vierzigsten Geburtstag feiern. Doch alles kommt anders. Jennifer will Brianne abholen. Valerie läd Jennifer aus Nettigkeit ins Haus ein, um dort auf Brianne und Evan zu warten. Doch Evan ruft an: er kommt später, denn ein Deal sei kurz vor dem Platzen. Er bittet Valerie Jennifer und Brianne in das Hotel zu fahren, denn nur sie kennt den Weg. Nun finden sich Valerie, Jennifer, Brianne, James und Melissa in dem Hotel wieder. Valerie muss also den Tag mit der neuen Verlobten ihres Noch-Ehemannes und der pubertierenden, rebellischen Tochter verbringen. Und als ob das nicht schon genug wäre: Sie erfahren, dass es in der umliegenden Gegend Morde gegeben hat. Und nun ist noch jemand verschwunden. Meine Meinung: Nicht nur das Cover ist atemberaubend. Abwechselnd kann man in die Gedanken und Gefühle aller Personen hineinsehen. Und ich muss sagen, ich kann jede Einzelne auf ihre Art und Weise verstehen. Es wird spannend geschrieben und nicht zu viel auf einmal verraten. Man erfährt viel über alle Personen im Einzelnen. Also über ihre Vergangenheit. Und das lässt sie einen besser verstehen. Ich kann alle gut leiden. Als ab der Mitte der spannendsten Punkt immer näher rückt, wird es unglaublich hineinziehend. Ich habe so mitgefiebert und konnte es kaum noch weglegen. Auch der Schreibstil von Joy Fielding fasziniert mich immer wieder von neuem. Sie schafft es, dass ich ihren Gedanken gut folgen kann. Alles bekommt Farbe und Ecken und Kanten. Sie beschreibt alles ganz genau, so dass man denkt, man wäre mittendrin. Nur sie kann so schreiben. Ihre Bücher sind einmalig. Ein spannendes Buch: 5 Sterne

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Valerie steht kurz vor ihrem 40. Geburtstag. Diesen will sie mit ihren besten – und eigentlich einzigen Freunden Melissa und James in Manhatten verbringen. Ein ganzes Wochenende lang verwöhnen lassen und einmal versuchen, nicht an die bevorstehende Scheidung von ihrem Mann zu denken, der sie mit der jüngeren Jennifer betrogen hat – unter anderem im eigenen Ehebett. Auch die aufmüpfige 16jährige Tochter Brianne soll an diesem Wochenende verreisen: gemeinsam mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin in ein Luxushotel in die Berge. Doch erstens kommt es anders … Vals Nochehemann ruft an, um mitzuteilen, dass er sich verspätet, ein wichtiger Deal droht zu platzen und so bittet er ausgerechnet Val, Jennifer und Brianne schon einmal ins Hotel zu fahren. Er verspricht sofort nachzukommen. Stattdessen verspätet er sich immer mehr und Val und ihre Freunde können ihr Wochenende in Manhatten vergessen, während sie es stattdessen mit Jennifer und Brianne verbringen. Letztere hatte eigentlich geplant, das Wochenende mit ihrem Freund zu verbringen – ganz sicher nicht mit ihrer Mutter. Als im Hotel ein Gast verschwindet, sorgen auch Briannes geheime "Ausflüge" mit ihrem 21jährigen Freund, der ihr heimlich nachreiste, für Besorgnis bei ihrer Mutter. Und ja, sie hat allen Grund, sich Sorgen zu machen. "Das Herz des Bösen" lässt einen nicht lange darüber nachgrübeln, wer für die grausamen Morde, die zunächst in sicherer Entfernung begangen wurden, dann immer näher kommen, verantwortlich ist. Es ist kein "Whodunit"-Roman, nein, wir lernen das Mörderpärchen direkt im Prolog kennen: Die 17jährige Nikki und ihr älterer Freund, der eigentlich Mathew heißt, seinen Namen aber, wie sie auch, ständig ändert, haben bereits zwei ältere Ehepaare ermordet, als Nikki während eines Sturms im Haus des Ehepaares Laufer Unterschlupf sucht. Schon früh zeigt sich die Grausamkeit des Paares: Sie genießen es, ihre Opfer zu töten und zu verstümmeln, leben anschließend im Haus der Laufers und lassen es sich gutgehen. Über Nikki erfährt man durch ihre Erinnerungen, dass sie bereits in frühester Kindheit soziopathische Züge an den Tag legte. Sie empfand nichts für ihre Eltern, Freunde waren ihr gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit, die sich in Kaltblütigkeit steigerte, zeigt sie immer wieder während des Romans. Als Leser jagt sie einem kalte Schauer über den Rücken und ich hätte mir zu gern immer wieder versichert, dass es "nur" ein Buch ist. Leider fiel mir immer wieder ein, dass es solche Soziopathen tatsächlich gibt. Es ist beeindruckend, wie Joy Fielding Nikkis Gedankengänge beschreibt und ihre Grausamkeiten und ihre Kälte aufs Papier bringt. Die Szenen mit Nikki und ihrem Freund stehen im kompletten Gegensatz zu denen von Val und ihrer "Reisegruppe". Während sie sich Gedanken um ihre Zukunft macht, um die ihrer alkoholkranken Mutter, darüber, ob ihr Exmann nun zu ihr zurückkehren will oder nicht, darüber, was sie mit ihrer Tochter anstellen soll, überlegen die beiden Mörder auf gleiche Weise, wer ihr nächstes Opfer sein wird, Blut aufwischen ist für Nikki nicht mehr als lästige Hausarbeit und sie verspürt mehr als einmal Groll gegenüber ihren jüngsten Opfern darüber, dass diese nicht einmal einen Fernseher besaßen. Wenn man die Zeit hat, lässt sich das Buch wunderbar in einem Rutsch durchlesen. Ich hatte mir schon zu Beginn immer wieder gedacht "ich will nur noch schnell das Kapitel fertiglesen", doch leider musste ich während der ersten Seiten immer wieder aufgrund äußerer Umstände unterbrechen. Die letzten 180 Seiten habe ich dann aber tatsächlich abends bzw. nachts in einem weggelesen. Aus "nur noch die paar Seiten" wurde auf einmal "das Buch ist schon fertig". Es war wirklich ein kurzweiliges Lesevergnügen. Spannend von Anfang bis Ende, wenn auch nicht immer an der Oberfläche. Ich habe bei einigen Kritiken gelesen, dass ihnen die Spannung gefehlt hat, dass lange nichts passieren würde. Mir gefiel diese Spannung, die sich entwickelt. Man weiß, dass sich das mordende junge Paar in der direkten Nähe der Protagonistin und ihrer Freunde aufhält, man sitzt am Rand des Stuhls und wartet darauf, wo die Situation als nächstes eskaliert: Ist es "nur" ein Streit zwischen Val und ihrer Tochter? Oder ist es ein weiterer Mord? Und wie nah kommen die Mörder an Val und ihre Freunde heran? Es gibt für "Das Herz des Bösen" für mich nur eine Wertung und das sind volle fünf Katzen. Die Neugierde, die das Interview, das wir mit Joy Fielding führen durften, geweckt hat, wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

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