Leserstimmen zu
Letzte Worte

Karin Slaughter

Georgia-Serie (2)

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Taschenbuch
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Zur Autorin bzw. Ihren deutschen Übersetzungen Karin Slaughter schreibt bekanntlich in Englisch, aber da ich ihre ersten Bücher auf Deutsch gelesen habe, bleibe ich auch dabei. Mag unlogisch klingen, hat aber was mit der Optik im Regal zu tun... wobei diese durch den Wechsel des Verlags eh einen Knacks bekommen hat. Dieser Wechsel war aber das Beste was ihren Büchern passieren konnte! Als sie noch bei rororo erschienen, gab es kein Buch, dass keine grammatischen Fehler hatte. Zum Teil waren diese so heftig und so gehäuft, dass ich die Bücher zur Seite legen und an einem anderen Tag weiter lesen musste, da es mich zu sehr aufgeregt hat. Auch wurden manchmal Redewendungen Wort für Wort übersetzt, so wurde, ich werde es wohl nie vergessen, aus dem Englischen "coming out of the closet" was für ein Outing steht, das deutsche "Er kam aus dem Schrank", was natürlich überhaupt keinen Sinn machte. Eine schlechtere Übersetzung hatte ich noch nie in der Hand. Nun erscheinen die Bücher bei blanvalet und haben sich sehr gesteigert! Das freut mich ungemein. Ansonsten sind die Bücher von K. Slaughter sehr stark, es fließt viel Blut und auch die Details der Morde bzw. der Opduktionen werden nicht ausgelassen, eher nichts für schwache Nerven. Die Handlungen spielen immer in derselben Stadt, jedoch mit zum Teil wechselnden Charakteren, wobei in jedem Buch irgendwie auf die vorherigen Bezug genommen wird. Somit ist es absolut möglich die Bücher unabhängig von einander zu lesen, jedoch würde ich empfehlen, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, sodass man auch die persönlichen Werdegänge der einzelnen Charaktere versteht. Ich finde schon, dass sie stark Einfluss nehmen. Zum Buch Es Beginnt damit, das eine Studentin ermordert aufgefunden wird und ihr Mörder es nach einem Selbstmord aussehen lassen will. Hinzu kommt Pfuscherei bei der ermittelnden Polizei, ein Verdächtiger, der sich in seiner Zelle umbringt und weitere Details, die die ganze Geschichte sehr verzwickt werden lassen. Irgendwann ahnt man schon in welche Richtung es gehen könnte und wer zumindest ein wenig mit den Morden zu tun hat, aber zumindest ich, lag trotzdem nicht ganz richtig. Auch ein bisschen Liebe am Rande darf nicht fehlen, wobei sich Frau Slaughter aber sämtliche Details zu diesem Thema spart. Sie schreibt genug um mitzufühlen und sich ein Bild der Situation zu machen, lässt es aber nicht kitschig oder romantisch werden, sodass ihre Bücher nicht auch nur kapitelweise in ein anderes Genre fallen, das gefällt mir wirklich gut, denn so Liebesgeschichten sind nicht wirklich meins. Mit einigen ausgewählten Ausnahmen versteht sich. Fazit Alles in allem ein sehr gelungenes Buch mit einem nachvollziehbaren Handlungsstrang, einem roten Faden, bekannten Charakteren, hier und da einem Rückblick auf zuvor Geschehenes, einer Idee wie es mit manchen Charakteren in ihren nächsten Büchern weiter gehen könnte, und einem Ende, das ab einem bestimmten Punkt im Buch nicht ganz unerwartet, aber auch nicht vorhersagbar ist. Somit eine runde Sache! Ich freue mich schon, wenn das nächste als Taschenbuch raus kommt! :)

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Toller Thriller

Von: Kitty

15.03.2015

Meine Meinung: Inhalt Eigentlich wollte Sara Linton nur die Feiertage zu Hause verbringen, als sie in einen Fall hineingezogen wird. Sie ist darüber empört, wie sich Lena einem Gefangenen gegenüber verhalten hat und setzt nun alles daran, sie diesmal für ihre Tat bezahlen zu lassen. Nichts ahnend, dass der erste Selbstmord nicht der Einzige bleiben wird, holt sie sich Will Trent zur Hilfe, der das kleine Städtchen ganz schön aufmischen wird. »Sie konnte lernen, dass es irgendwo auf der Welt ein Buch mit einer Antwort darin gab, und der beste Weg, diese Antwort zu finden, war, jedes Buch zu lesen, das sie in die Finger bekam.« Zitat aus: "Letzte Worte, Georgia #2" Charaktere Sarah hat sich im Gegensatz zu dem vorherigen Band zum Positiven verändert. Natürlich kommt sie immer noch nicht ganz mit dem Tod ihres Mannes klar, ist allerdings so gefestigt, dass sie sich mittlerweile besser im Griff hat. Ihre Wut Lena gegenüber konnte ich sehr gut nachvollziehen. Will gefällt mir von Buch zu Buch besser. Er versteht es, sein kleines Handycap unter Verschluss zu halten und hat somit eine Angriffsfläche, was ihn für mich äußerst sympathisch macht. Ich finde, es gibt einfach viel zu wenig Ermittler, die eben ihre Fehler haben. Lena ist eher das "Donnerwetter-Kind". Schon in den anderen Romanen der Autorin ist Lena die Person, die häufig ins Fettnäpfchen tritt und nur sehr schwer dort wieder rauskommt. Ich mag sie trotzdem, weil sie weiß, dass sie nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft und, zum Teil, dazu steht. »Lionel seufzte noch einmal schwer. "Schätze, ich bin ein bisschen so wie der alte Chief Carver. Es gibt gute Menschen, und es gibt schlechte Menschen. Allison war gut. Tommy war gut. Gute Menschen können schlimme Dinge tun, aber so schlimme nicht."« Zitat aus: "Letzte Worte, Georgia #2" Gesamt Nachdem ich von dem erstem Teil der Georgia Reihe "Tote Augen" schon ein bisschen enttauscht war, habe ich ein bisschen gebraucht, ehe ich mich an "Letzte Worte" rangewagt habe. Ich war neugierig, ob Karin Slaughter das hohe Niveau, welches sie in ihren anderen Thrillern über Sara Linton an den Tag gelegt hat, hier wieder aufleben kann. An dieser Stelle kann ich schon sagen, dass sie es geschafft hat, mich erneut süchtig nach dieser Protagonistin zu machen. Sara ist hier zwar auch noch nicht ganz wieder hergestellt, aber nachdem, was mir ihr und ihrem Mann einst geschehen ist, wundert mich das auch nicht und ist absolut nachvollziehbar. In "Tote Augen" hat es mich genervt, dass der Fall ein bisschen unter dem Verlust von Jeffrey gelitten hat. Es ging vermehrt um die Trauerbewältigung von Sara, was den eigentlich Fall für mich zu sehr in den Hintergrund gerückt hatte. Umso erleichterter bin ich, dass in "Letzte Worte" wieder der Kern auf die eigentliche Geschichte gelegt wird. Es geht auch schon rasant los. Gleich am Anfang erfahren wir, wie die Gefühlswelt des ersten Opfers ausschaut. Was sie macht und was sie denkt. Hat man sich mit ihr angefreundet, verlässt sie auch schon die Bühne. Und da geht es erst richtig los. Es werden verschiedene Spekulationen ausgesprochen, Ermittlungen durchgeführt und natürlich auch jemand festgenommen. Doch nichts ist so, wie es zu sein scheint. Karin Slaughter schafft es perfekt, ihre Leser in eine völlig falsche Richtung zu lenken. Ich habe erst gemerkt, dass ich erneut falsch abgebogen war, als ich mich wieder einmal vor einer Wand befand, durch die ich nicht durchgehen konnte. Also nahm ich den Weg zurück und eine andere Abzweigung, aber - Überraschung - auch hier war ich wieder total falsch. Es hat mich wahnsinnig gemacht nicht zu wissen, was da überhaupt abgegangen ist und vor allem: Was hinter den Selbstmorden wohl steckt. Meine Neugier und der flüssige Schreibstil der Autorin haben mich somit ans Buch gefesselt und fast dafür gesorgt, dass ich das Fingernagel-kauen angefangen hätte. Alle Charaktere kannte ich schon von den anderen Büchern der Autorin und konnte somit mit Genuss verfolgen, wie sie sich weiter entwickelt haben. Hier und da wird auch mal auf einen vergangenen Fall eingegangen, was mich sogleich in die Vergangenheit hat reisen lassen und für mich ziemlich spannend war. Das Einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass mir manchmal das Tempo gefehlt hat. Spannung war zwar ab der ersten Seite vorhanden, aber die vielen Umgebungsbeschreibungen und sonstige Nebensächlichkeiten haben mich schon etwas gelangweilt. Das ist aber auch schon alles, was ich an diesem Thriller zu bemängeln habe. In Kürze: Positiv Ich mag die Art, wir die Autorin ihre Thriller erzählt. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch. Wechselnde Perspektiven. Spannung ist das gesamte Buch über vorhanden. Der auktoriale Erzählstil hat mir hier sehr gefallen. Verschiedene Wendungen, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Ich habe bis zuletzt im Dunkeln getappt, was hinter den Selbstmorden stecken könnte. Negativ Ab und zu waren mir die Umgebungsbeschreibungen ein bisschen zu viel, was mich stellenweise gelangweilt und das Tempo raus genommen hat. Fazit: Spannender, in die Irre führender Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd ist. Deren etwas längere Stellen aber manchmal das Tempo rausnehmen und auch etwas langweilig sind, was der Qualität der Geschichte allerdings nicht wirklich schadet.

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Inhalt: Die Wahrheit stirbt zuerst … Ein totes Mädchen am See. Ein gefälschter Abschiedsbrief. Der vermeintliche Mörder ist schnell gefasst. Er gesteht – und bringt sich dann in seiner Zelle um. Zuvor jedoch schreibt er mit seinem Blut an die Zellenwand: »Ich war‘s nicht.« Als Sara Linton davon erfährt, ist sie außer sich. Die Polizistin Lena Adams muss den geistig zurückgebliebenen Jungen zu dem falschen Geständnis und in den Selbstmord getrieben haben. Sara Linton will Lena ein für alle Mal aus dem Verkehr ziehen und bittet den GBI-Ermittler Will Trent um Hilfe. Meinung: Das Cover: Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut. Zwar ist dieses sehr neutral gestaltet, jedoch passt es gut zum Thema. Der Kontrast zwischen Blume und weißem Hintergrund gefällt mir sehr gut. Im Laden hätte es mich auch angesprochen. Der Schreibstil: "Letzte Worte" ist nicht mein erster Thriller von Karin Slaughter. Vor etwas längerer Zeit habe ich auch "Tote Augen" gelesen, dementsprechend wusste ich schon, dass der Schreibstil mir nicht ganz zusagen wird. Meine Vermutung hat sich auch bestätigt. Grundsätzlich gefällt mir die Art, wie sie schreibt ganz gut, aber leider schreibt sie zu viel. Zu viele Informationen, die man nicht benötigt. Insgesamt macht mir Karin Slaughter das Lesen nicht ganz einfach. Die Bücher betragen meistens über 500 Seiten und über 100 könnte man meiner Meinung nach mit guten Gewissens streichen. Die Geschichte: Wie bereits erwähnt, ist die Geschichte sehr in die Länge gezogen. Viele Dinge waren störend und haben meiner Meinung nach nicht gepasst. Die ersten 400 Seiten zogen sich ungemein. Es fiel mir schwer, dran zu bleiben und immer wieder zu dem Buch zu greifen. Die letzten 100 Seiten haben mir dann wieder sehr gut gefallen, genau wie der Einstieg in die Geschichte. Danach war der Verlauf weniger spannend und die Details zum Fall kommen zu kurz. Leider fehlt der Thriller-Faktor, den ich erwartet habe. Die Charaktere: Dieser Part ist (leider) viel zu lange, meiner Meinung nach. Ich kannte die Charaktere schon größtenteils aus dem ersten Band der Georgia-Serie. Ich persönlich benötige keine angedeutete Liebesgeschichte in einem Thriller, besonders nicht zwischen den Ermittlern. Deshalb wirken die langen Dialoge eher störend auf mich. Außerdem verhalten sich die weiblichen Protagonistinnen eher wie kleine Kinder. Das ganze Buch hindurch findet ein riesiger Streit zwischen Sara und Lena statt. Dies ging mir größtenteils auf die Nerven. Ich konnte mich nur kaum damit anfreunden, leider. Eine tolle Grundidee, leider nicht spannend umgesetzt. Ein Buch mit zu vielen Seiten und zu viel Text, jedoch mit zu wenig Aussage. Leider wird dieses Buch dem Namen "Thriller" kaum gerecht. Bewertung: 3,5 Punkte

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Für die Ärztin Sara Linton ist es nicht leicht loszulassen. Loszulassen von Jeffrey, der seit 4 Jahren tot ist und den sie noch immer schmerzlich vermisst. Trotzdem sie alles versucht zu vermeiden, was sie an seinen Tod erinnert, fährt sie über die Feiertage nach Grant County. Dort wird eine Mädchenleiche gefunden und es sieht nach Selbstmord aus. Doch Sara sieht es anders, auch der Abschiedsbrief kann sie nicht überzeugen. Der Hauptverdächtige ist Tommy, ein früherer Patient von ihr, der geistig nicht ganz auf der Höhe ist. Als er sich nach einem erzwungenen Geständnis in seiner Zelle selbst richtet, ist für Sara klar, dass er unschuldig ist. Sie bittet Will Trent um Hilfe... Auf die Polizistin Lena Adams ist Sara Linton nicht gut zu sprechen, da sie ihrer Meinung nach den Tod ihres Mannes verschuldet hat. Sie ist auch die Beamtin, die das Geständnis von Tommy erhalten hat. Und wieder hat diese in Saras Augen Beamte in Gefahr gebracht und einen Toten zu verantworten. Sara ist aufgebracht und gemeinsam mit Will Trent will sie diese zur Strecke bringen. Dieser konzentriert sich aber auf den Mordfall des Mädchens und von Tommy, auch mit telefonischer Unterstützung seiner Partnerin Faith Mitchell. Diese befindet sich gerade im Mutterschaftsurlaub, hilft ihm aber bei der Durchsicht der Unterlagen, da er Legastheniker ist. Obwohl es in diesem Band auch um die Aufklärung eines Verbrechens geht und dieses seinen Teil im Buch beansprucht, liegt der Hauptaugenmerk auf den privaten Problemen der Protagonisten Sara Linton und Will Trent. Sara, die noch nach 4 Jahren um ihren Mann trauert, will Rache und versucht, Lena Adams aus dem Polizeidienst zu drängen. Will Trent jagt seine eigenen Dämonen, die noch immer Angie und das Lesen sind. Da ich die Reihe Grant County nicht gelesen habe, war ich mit den Protagonistin Lena Adams gar nicht vertraut. Aus der Sicht von Sara stand sie anfangs auch in keinem guten Licht, was sich jedoch nach dem Herantasten an die Person entspannte. Obwohl dieser Teil ein paar kleine Längen hatte, kam ich mit dem Lesen zügig voran, was dem angenehmen Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Ich war einfach nicht in der Lage, das Buch wegzulegen, bis ich genau wusste, was passiert war und warum. Spannung war vorhanden, ich erfuhr ein wenig mehr über die Protagonisten und ich fühlte mich gut unterhalten. Was will man mehr? Auch ein Buch, das ich gern weiterempfehle.

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