Leserstimmen zu
Harter Schnitt

Karin Slaughter

Georgia-Serie (3)

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Taschenbuch
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In nächster Zeit werde ich wohl noch des Öfteren ein Buch von Karin Slaughter vorstellen, da ich es einfach nicht ertragen kann, ungelesene Bücher von ihr im Regal stehen zu haben. Ich gab den Büchern jetzt eine lange Pause um andere Autoren zu erlesen, aber mittlerweile zieht es mich einfach zu ihnen. Noch immer denke ich daran, wie ich " Belladonna" las und somit auch meinen ersten Thriller überhaupt. Aktuell sind die Fälle zwar etwas schwach, zum Glück aber trotzdem sehr aufschlussreich und interessant. Da das Buch ein Teil einer Reihe ist würde ich empfehlen auch die Vorgänger zu lesen. Somit ist dann auch gewährleistet das man schneller Zugang zur Geschichte und den Figuren findet. Denn hin und wieder werden Sachen aus den Vorherigen Teilen angesprochen. Ist es wirklich schon der 3. Fall für Sara Linton und Will Trent? Die Zeit vergeht aber auch, dabei ist es nicht wirklich verwunderlich, denn beide sind durch und durch sympathische Charaktere. Ihr diesmaliger Fall bezieht sich sehr auf die Familie Mitchell und somit auf Will´s Partnerin Faith bei der Polizei. Der Einstieg gelang wieder mühelos, da ich es kaum erwarten konnte weiter in der Reihe zu lesen. Dabei erleben wir gleich zu Anfang ein Szenario das wir uns im Leben nicht wünschen. Überall Blut, fehlende Personen und die Angst um das eigene Kind, welches eingesperrt ist. Innerhalb von wenigen Seiten haben wir die ersten Leichen und eine Entführte, könnte ein Thriller nicht schockierender beginnen? Die Geschichte entwickelt sich nach diesem Start sehr holprig, da wir nicht nur den Fall aufklären, sondern auch in das Privatleben von Will und Sara tauchen, welche mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Dieser private Touch war dabei nicht wirklich störend, da er Szenarien enthält, die sich so mancher Leser schon lange wünscht hatte. Der Fall bzw die Entführung war dann etwas, wo man sich wirklich Stück für Stück hineinlesen musste. Gerade da man oftmals auf falsche Zweige geleitet wird, erlebt man des Öfteren überraschende Momente. Mich verwirrte der Fall leider sehr, da ich mit den Geschichten der Täter nicht so ganz hinterher kam. Die Namen und Zugehörigkeiten verwirrten stark und mussten von meinen Kopf erst entfuselt werden. Egal ob ein Teil besser oder schlechter war, so konnte ich bisher jeden Teil wegen seiner Schreibweise loben. Ich verliere mich in dieser Welt, da ihre Beschreibungen ein so klares Bild in meinem Kopf erzeugen, das ich das Gefühl habe nur einen Schritt von ihr entfernt zu sein. Natürlich ist es immer sehr heftig zu erfahren welche Wunden jemand zugefügt wurden oder welche kranken Spielchen jemand betreibt, aber hey, es ist ein Thriller, da passiert so etwas nun mal. Durch die vielen emotionalen Momente, war Spannung ehr ein Nebenwerk des Buches und wurde nur selten eingesetzt. Neben alt bekannten Gesichtern haben wir es diesmal auch mit Neuen zutun bzw. mit welchen von denen wir nicht wirklich viel erfahren haben. Faith, Will´s Partnerin bei der Polizei,und ihre Familie steht diesmal im Fokus der Geschichte. Denn nicht nur sie sondern auch ihre Mutter und ihr Vater haben eine bewegende Vergangenheit, die man als alles andere als herzlich beschreiben würde. Genaueres möchte ich hier überhaupt nicht erwähnen, da sonst Angst hätte zu viel zu schreiben. Was ich jedoch noch loben möchte, ist der Zusammenhalt, der trotz der bewegenden Vergangenheit in der Familie Mitchell herrscht. Sie haben sich nicht davon unterkriegen lassen was passiert ist und haben zumindest teilweise die Vergangenheit, Vergangenheit sein lassen. Neben Faith´s Jugend erfahren wir nun auch endlich mehr Will und dessen Vergangenheit. Dies ist mehr als berührend, weshalb ab und an mal eine Träne floss. Jetzt, wo ich mehr über ihn weiß, ist er mir sympathischer denn je. Banden, ein Thema das viele sauer aufstoßen lässt. Kein Wunder, immerhin stehen sie meist für Chaos und Verwüstung. So auch im Buch. Denn wo es mehr als eine Bande gibt, herrscht meist auch Krieg. Sei es um Waffen, Drogen oder Bezirke, streiten kann man sich um viel. Da keine Gruppe an Personen aus den gleichen Charakteren besteht, hatten wir es diesmal natürlich auch mit verschiedenen zutun. Neben den üblichen Mitläufern gab es die Bosse und die, die auf Grund ihrer Macht den Wahnsinn verfielen. Gerade letztere erhöhen hier meist die Spannung um einiges. Die Darstellung der Charaktere, so verwirrend sie auch war, war trotzdem lobenswert, da man sich, zumindest teilweise, sehr gut in die Charaktere hinein versetzen konnte. Ich liebe die Bücher einfach dafür das man die Charaktere so lebendig gestaltete, da man so mit ihnen mitfiebert, mitweint und auch einmal lachen muss. Gerade dies spornt mich an weiter Bücher zu lesen. Wirklich beeindruckend war das Cover nicht gerade. Bücher mit den Farben schwarz, weiß und rot gibt es zu Hauf und hier auf zu fallen ist da schon eine Kunst. Besonders fragte ich mich, für was die Blumen stehen sollen. Ein sehr emotionaler Teil, der zwar für die ein oder andere Überraschung gut ist, aber Spannung vermissen lässt.

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Faith Mitchell’s Tochter Emma ist vier Monate alt, als sie nach dem Mutterschutz in den aktiven Polizeidienst des Georgia Bureau of Investigation zurückkehrt. Faith Diabetes macht ihr im Berufsalltag ganz schön zu schaffen, was allerdings daran liegt, dass sie das Thema nicht ernst genug nimmt. Wenigstens muss sie sich während der Arbeit keine Gedanken um ihr Baby machen, denn ihre Mutter Evelyn kümmert sich jeden Tag um die Kleine. An diesem Nachmittag hat sich Faith total verspätet, weil die Weiterbildung länger ging als geplant. Und ihr Blutzuckerspiegel ist schon wieder gefährlich niedrig, als sie sich endlich auf den Heimweg macht. Eigentlich wollte sie sich telefonisch bei ihrer Mutter melden, dass sie jetzt losfährt. Doch diese hebt nicht ab! Faith ist mehr als beunruhigt, denn auf ihre Mutter ist immer Verlass – schließlich war Evelyn Mitchell ebenfalls eine Polizistin, bevor sie vorzeitig in den Ruhestand ging. Als Faith endlich ankommt, bewahrheitet sich ihr ungutes Gefühl – hier muss etwas Schreckliches passiert sein: Emma sitzt völlig verängstigt – schreiend und weinend – im verschlossenen Schuppen. Kampfspuren und ein blutiger Handabdruck lassen vermuten, dass Evelyn sich in großer Gefahr befindet. Faith ruft Verstärkung und geht gegen aller Vorschriften allein ins Haus… Mein Fazit In dem 3. Teil der Georgia-Reihe geht es wieder um die ehemalige Pathologin Dr. Sara Linton sowie um die beiden Ermittler Faith Mitchell und Will Trent. Man fragt sich ob Evelyn Mitchell entführt wurde, weil sie früher eine leitende Polizistin im Drogendezernat war. Gerade Will behält diese mögliche Theorie im Auge, da er damals aufgrund eines Korruptionsverdachtes gegen sie und ihr Team ermittelte. Karin Slaughter macht es bis zum Schluss sehr spannend, aber sie verrät dieses mal auch das eine oder andere dunkle Geheimnis ihrer Protagonisten. Wie sich der Charakter von Will Trent seit „Tote Augen“ entwickelt hat, fasziniert mich: Anfangs empfand ich ihn als zurückhaltende und sehr verunsicherte Person. Aber seit er mit Sara Linton zu tun hat, scheint er wie ausgewechselt. Um die Verbindung zwischen den Protagonisten besser nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich vor „Harter Schnitt“ wenigstens die ersten beiden Bände der Georgia-Reihe („Tote Augen“ und „Letzte Worte“) zu lesen. Ich bin echt gespannt, wie es mit Will & Co. weitergeht.

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Nachdem ich von dem vorherigen Thriller der Georgia-Reihe nicht ganz so begeistert war, war ich sehr gespannt auf diesen Thriller. Anders als bei dem Thriller “Letzte Worte” fiel mir das Lesen hier wieder sehr leicht. Die Sätze ließen sich flüssig weglesen ohne große Stolperei über merkwürdige Worte. Die Wortwahl hat mir sogar an manchen Stellen ausgesprochen gut gefallen und ließ mich das ein oder andere Mal schmunzeln. Die Ermittlungen rund um das Geschehen des Hauses Mitchell waren vielseitig und abwechslungsreich und spannend, was allerdings dazu führte, dass ziemliche viele Charaktere in dem Thriller auftauchen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich mir ein gutes Bild davon machen, was in dem Haus passiert sein könnte und vor allem warum. Doch am Ende war alles ganz anders als erwartet. Das hat mir am Besten gefallen. Dadurch, dass der Tatort das Haus von Faith Mutter ist, die vor ihrer Pensionierung Captain beim Atlanta Police Department war, spielt auch in diesem Thriller das Privatleben von Faith Mitchell eine große Rolle. Auch das Leben von Sara Linton und Will Trent, rückt wieder ins Rampenlicht. Gegen Ende des Romans findet dann auch noch eine aufkeimende Liebesbeziehung zwischen zwei Protagonisten einen Platz in der Handlung. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, weil die Ermittlungen echt spannend und abwechslungsreich waren und ich die Charaktere unheimlich gerne mag. In der Reihe stört es mich auch überhaupt nicht, dass die Handlung oft von dem Fall weg, hin zum Privatleben der Ermittler schwenkt.

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"Harter Schnitt" ist der dritte Teil der Georgia-Reihe von Karin Slaughter, in der sowohl die Grant-County-Reihe um Sara Linton als auch die Atlanta-Reihe um Will Grant und Faith Mitchell aufgehen. Ich persönlich hätte mir nicht vorstellen können, dass es der Qualität eine Reihe förderlich sein könnte, wenn diese aus zwei "alteingesessenen" hervorgeht - aber bei der Georgia-Reihe ist es so: fand ich die letzten Teile der Grant-County-Reihe recht ereignislos und langatmig und die ersten Teile der Atlanta-Reihe verwirrend, löst sich all dies in der Georgia-Reihe in Wohlgefallen auf, wie ich auch schon bei den ersten beiden Teilen feststellen durfte. Auch wenn es in der Handlung vornehmlich um Faiths Mutter geht, ist Faith selbst doch eher im Hintergrund. Dafür spielen sowohl Sara Linton als auch Will Grant eine vordergründige Rolle, was ich aufgrund persönlicher Präferenzen sehr begrüße. Auch erfährt der Leser wieder einiges über Wills Kindheit und Jugend, was hilft, ihn und sein gehemmtes soziales Verhalten noch besser nachvollziehen zu können - ich bin einfach ein Will Grant - Fan! Der Fall selbst beginnt spannend und wird mit der Zeit immer verwickelter. Karin Slaughter führt den Leser und auch die Ermittler nicht nur auf einen Holzweg und am Schluss stellt sich heraus, dass doch alles ganz anders war als gedacht - ein wunderbarer Plot! Zwar rate ich immer allen, bei Reihen mit dem Anfang zu beginnen, aber ich denke, dass "Harter Schnitt" auch gut lesbar ist, ohne die Charaktere zu kennen - schöner ist es natürlich, sie von Anfang an zu begleiten. "Harter Schnitt" hat mich definitiv überzeugt und ich freue mich, das mit "Bittere Wunden" der Nachfolger ebenfalls schon erhältlich ist.

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Klappentext: (Quelle Blanvalet ) Nach der Geburt ihrer Tochter kehrt Faith Mitchell vom GBI zurück in den Polizeidienst. Als sie eines Tages ihre Mutter nicht erreichen kann, die sich um das Baby kümmert, rast sie von der Arbeit nach Hause und findet ihre Tochter in einen Schuppen gesperrt, eine frische Blutspur an der Haustür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer vor. Von ihrer Mutter keine Spur. In ihrer Verzweiflung wendet sich Faith ausgerechnet an Will Trent – der einst dafür sorgte, dass Evelyn Mitchell den Dienst quittieren musste … Der erste Satz: Faith Mitchell kippte den Inhalt ihrer Handtasche auf den Beifahrersitz ihres Minis und suchte in dem Durcheinander nach etwas Essbarem. Meine Meinung: Dies war mein erstes Buch der Autorin, ja , ich weiß, eine Schande als Thrillerleser, aber ich war mir eben nicht sicher ob mich ihre Bücher wirklich überzeugen. Mir war klar das es sich um den Teil einer Reihe handelt, allerdings hatte ich immer wieder gelesen das man ihre Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann. Also stürzte ich mich ins Lesevergnügen und war gespannt was mich wohl erwartet. Gleich zu beginn geht es spannend her. Faith hat ein Computerseminar besucht das sich unerwartet in die länge gezogen hat. Als sie schließlich endlich fertig ist versucht sie ihre Mutter zu erreichen, die ihre kleine Tochter hütet. Als sie ihre Mutter nicht erreichen kann bekommt sie Panik. Als sie endlich nach Hause kommt erwartet sie der Schrecken persönlich, ihre kleine Tochter ist eingesperrt in einem Schuppen, frisches Blut klebt an der Haustür, eine Leiche liegt in der Kammer und zwei bewaffnete Männer sind in ihren Haus, als wenn das nicht alles schon schlimm genug wäre fehlt von ihrer Mutter jede Spur.... Was mir als erstes auffiel war der Schreibstil, ich war erstaunt wie angenehm locker und flüssig er sich lesen lässt. Das Buch hat eine stolze Seitenzahl von 512 Seiten, doch ich habe sie in Rekordzeit ausgelesen. Gegen Ende hin dachte ich mir, schade das es schon vorbei ist, ich hätte ewig einfach weiter lesen können! Die Protagonisten sind authentisch und detailliert beschrieben. Allerdings muss ich zugeben es hat etwas gedauert bis ich mit Faith wirklich warm geworden bin, sie kam mir unnahbar vor. Das liegt aber denke ich an ihren Beruf. Nach ein paar Seiten allerdings konnte ich mich gut in sie hineinversetzten und erkannte was für eine unglaublich starke Frau sie doch ist! Die Handlung ist durchweg spannend. Zu keiner Zeit gab es in diesem Buch langatmige oder gar langweilige Szenen. Außerdem finde ich Thematik einfach klasse, einen Thriller mit einem Familiendrama zu verknüpfen hat mir richtig gut gefallen! Hinzu wirkt die Handlung glaubhaft und auch realistisch. Zusammenfassend gesagt ist Harter Schnitt ein spannungsgeladener Thriller der mich an die Seiten fesseln konnte. Ich empfehle dieses Buch jeden Thriller Fan, dieses Buch muss man einfach gelesen haben, aber auch Fans der Autorin werden mit diesem Buch bestens bedient. Ich werde mir nun bald die anderen Teile der Reihe besorgen denn meine Neugierde wurde geweckt und natürlich bin ich auch gespannt auf das neuste Werk der Autorin. Das Cover: Das Cover fiel mir sofort auf, es wirkt düster und auch geheimnisvoll. Die Gestaltung passt haargenau zur Story, mir gefällt dieses Cover richtig gut! Fazit: Mit Harter Schnitt ist der Autorin ein spannungsgeladener Thriller gelungen der mich völlig überzeugt hat. Eine überaus rasante Handlung, eine unglaublich starke Protagonistin und ein angenehmer und leicht lesbarer Stil überzeugen sofort. Von mir bekommt dieses Buch daher 5 Sterne!

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Zur Autorin: Karin Slaughter ist eine amerikanische Thriller Autorin, die bereits mit ihrem Erstlingswerk, in der deutschen Ausgabe "Belladonna", einen Bestseller geliefert hat. Seitdem schafft es ein Buch nach dem anderen an diesen Erfolg anzuknüpfen. Seit ihre Bücher bei blanvalet erscheinen, sind auch die Übersetzungen ein Genuss! Zum Cover: Das Cover entspricht dem Stil, den Slaughters Bücher beim blanvalet Verlag erhalten haben. Klar, schlicht, düster. Sie gefallen mir ausgesprochen gut! Dieses hier zeigt ein paar gezeichnete Blumen, weiß auf schwarz, dazu vereinzelte, rote Bluttropfen, die aber nicht direkt ins Auge springen. Ein meiner Meinung nach gelungenes Cover für einen Thriller. Zum Buch: Ich lasse hier erstmal den Buchrücken sprechen: "Manche Schuld verjährt nie... Eine frische Blutspur an der Tür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer: Dieses Szenario erwartet die Polizistin Faith Mitchell im eigenen Haus. Ihre Tochter findet sie in einen Schuppen gesperrt vor. Doch von ihrer Mutter, die auf Emma aufpassen sollte, keine Spur... Aus Angst, Evelyn Mitchell sei Opfer eines Verbrechens geworden, bittet Faith ihren Kollegen Will Trent um Hilfe. Er ermittelte in der Vergangenheit gegen Evelyn. Welches Geheimnis konnte sie damals vor Will verbergen, das ihr nun zum Verhängnis wurde?" In diesem Buch steht die Agentin Faith im Mittelpunkt des Geschehens, da das Verbrechen in ihrem direkten Umfeld geschieht und ihre gesamte Familie hineingezogen wird. Ihr Partner Will versucht gemeinsam mit ihrer Chefin und der Ärztin Sara Linton, die auch wieder eine tragende Rolle in dem Buch spielt, den Fall zu klären und Faiths Mutter zur Familie zurückzubringen. Dabei geht es um Bandenkriege in den USA und Mexiko, um Drogenhandel und Betrug. Um Geld, Ehre und Rache. Das ganze Buch folgt einem roten Faden, verrät dabei jedoch niemals das wirkliche Ende, welches trotz allem Sinn macht und nicht aus der Luft gegriffen scheint. Man verfährt gemeinsam mit Will und seiner Chefin zu verschiedenen, mehr oder weniger wichtigen, Charakteren in Gefängnisse oder andere Schauplätze, verfolgt Gespräche und diesmal auch sehr intensive Gefühle mit. Beim Lesen fühlt man zum Teil wirklich mit, da es sich bei der Entführten nicht nur um Faiths Mutter sondern gleichzeitig auch um eine enge Freundin ihrer Chefin, Amanda, handelt. Sodass im Grunde fast alle Betroffenen verwickelt sind und unterschiedliche Blickwinkel, Gedanken und Geheimnisse miteinbringen. Trotz allem bleibt die Geschichte nachvollziehbar und wird nicht verwirrend. Auch die Beziehung zwischen Will Trent und Sara Linton wird weitergeführt. Ob mir dieser Teil der Reihe jedoch gefällt oder nicht, weiß ich noch nicht genau. Fazit: Das Buch zieht einen absolut in seinen Bann, verspritzt eine Menge Blut und legt verschiedenen Spuren, die sich im Laufe der Geschichte zu einem Bild zusammenfügen, welches am Ende trotzdem überraschend ist. Die Charaktere sind zumindest mir sehr sympathisch, da sie alle ihre Schwächen und Stärken haben, mit denen sehr menschlich umgehen und man häufig mitfühlen kann. Ein wirklich guter Thriller, ob nun als Teil seiner Reihe oder separat gelesen. Man braucht nicht dringend, die anderen Teile zu lesen, um ihn zu verstehen. Lediglich für die persönlichen Teile der Geschichte, sind die früheren Bücher relevant. Leseempfehlung: Absolut! Dieser Thriller hat es in sich, ist nicht zu durchschauen und lässt einen nicht mehr los. Es ist eins der besten Bücher dieser Autorin! Wer sie noch nicht kennt und nicht unbedingt mit dem ersten Buch der langen Reihe beginnen möchte, da man sie auch durcheinander lesen könnte - würde ich nicht, aber man könnte -, dem empfehle ich dieses Buch absolut! Es ist ein guter Eindruck dessen, was Frau Slaughter kann! Die Thriller von Karin Slaughter bilden alle hintereinander eine zusammenhängede Reihe, könnten aber auch unabhängig voneinander gelesen werden. Die Reihe fokusiert sich in bestimmten Teilen mehr auf den einen oder anderen Charakter, bringt sie aber immer wieder in den Büchern zusammen oder erwähnt frühere Charaktere bzw. relevante Geschehenisse. Folgende Reihenfolge sollte eingehalten werden, falls ihr Interesse an der Entwicklung der Personen habt: Grant County - Reihe (in dieser Stadt spielen die Bücher, mit Sara Linton): #1 Belladonna #2 Vergiss mein nicht #3 Dreh dich nicht um #4 Schattenblume #5 Gottlos #6 Zerstört Will Trent - Reihe (schließt sich der Grant County - Reihe an, er ist ein Hauptcharakter) #7 Verstummt #8 Entsetzen --> Spielen in Atlanta (auch genannt: Atlanta #1 & #2) #9 Tote Augen #10 Letzte Worte #11 Harter Schnitt --> Spielen in Georgia, vereinen Will Trent und Sara Linton (auch genannt: Georgia #1, #2 & #3)

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Nach der Geburt ihrer Tochter Emma hat Special Agent Faith Mitchell wieder ihren Job bei Georgia Bureau of Investigation aufgenommen. Tagsüber kümmert sich Faith‘ Mutter Evelyn um das gerade mal vier Monate alte Kind, mit dessen Vater Faith nichts mehr zu tun haben möchte. Als sie sich nach einem Computerkurs etwas verspätet, versucht Faith vergeblich, ihre Mutter zu erreichen, was absolut ungewöhnlich ist. Wie begründet ihre Sorge gewesen ist, erfährt Faith vor Ort: Bereits an der Tür entdeckt sie einen blutigen Handabdruck, ihre Emma findet sie im sonst verschlossenen Schuppen, in der Wohnung ihrer Mutter begegnet sie drei Männern, von denen einer bereits tot in der Wäschekammer liegt, die anderen beiden kann sie mit gezielten Schüssen ausschalten. Von ihrer Mutter fehlt allerdings jede Spur. Während Faith selbst sich erst mal von Dr. Sara Linton untersuchen lässt, bevor sie als Zeugin und Beteiligte vernommen werden kann, übernehmen Faith‘ Partner Will Trent und seine Vorgesetzte Amanda Wagner die Ermittlungen. Während Evelyn beim Atlanta Police Department den Weg für die Karriere von Frauen ebnete, erreichte ihre Freundin Amanda dasselbe beim GBI. Doch dann wurde gegen Evelyns Truppe im Drogendezernat wegen Korruption ermittelt. Alle Beteiligten wanderten in den Knast und stellten sich schützend vor ihre Vorgesetzte, die schließlich bei vollen Bezügen in Frühpension gehen durfte. Doch die Vergangenheit hat Evelyn offensichtlich eingeholt. Will, der damals die Untersuchung gegen Evelyn geleitet hatte, und seine Kollegen identifizieren einige Tote als Mitglieder der mexikanischen Gang Los Texicanos. Und Evelyns Nachbarin und ehemalige Kollegin Roz Levy gibt in der Befragung zu Protokoll, dass sich Evelyn in letzter Zeit mit einem Mann getroffen hatte, der auf dem Unterarm ebenfalls das Tattoo der Los Texicanos trug. Während Amanda, Faith und Will auf ein Zeichen von Evelyns Entführer warten, glaubt vor allem Will daran, dass es hier nicht um Geld, sondern um eine sehr persönliche Sache geht. Auf privater Ebene hat Will vor allem damit zu tun, seine Gefühle für Sara Linton und seine komplizierte Ehe mit Angie zu analysieren. „Als Kind hatte Will sich beigebracht, nichts zu wollen, was er nicht haben konnte – die neuesten Spielsachen, Schuhe, die tatsächlich passten, selbst gekochte Mahlzeiten, die nicht aus einer Dose kamen. Seine Fähigkeit zur Selbstleugnung verschwand, sobald es um Sara Linton ging. Er konnte nicht aufhören, daran zu denken, wie ihre Hand auf seiner Schulter sich angefühlt hatte, als sie gestern auf der Straße gestanden hatten. Ihr Daumen hatte seinen Hals gestreichelt. Sie hatte sich auf Zehenspitzen gestellt, damit sie auf gleicher Höhe waren, und einen Augenblick lang hatte er gedacht, sie würde ihn küssen.“ (S. 277) In ihrem dritten Roman (nach „Tote Augen“ und „Letzte Worte“), der die Schicksale der beiden GBI-Agenten Faith Mitchell und Will Trent mit dem der Ärztin Dr. Sara Linton verbindet, begnügt sich die amerikanische Thriller-Bestseller-Autorin Karin Slaughter erneut mit einer recht kurzen Einführung, um ihre Leser dann mit einem dermaßen packenden Fall zu fesseln, dass man „Harter Schnitt“ nicht mehr aus den Händen legen mag. Dadurch, dass mit Faith Mitchell eine der Protagonistinnen so direkt in einen Fall involviert ist, wie sonst zuvor niemand, bangt das Publikum nicht nur intensiver mit, sondern erfährt dankenswerter Weise auch mehr über den Hintergrund der treibenden Kräfte der Georgia-Reihe. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht allein das Verhältnis von Faith zu ihrer Mutter und zu ihren Kindern Jeremy und Emma auf der einen Seite, sondern auch Wills merkwürdige Ehe mit Angie, mit der er seit der gemeinsamen Pflegeheim-Zeit verbunden ist. Karin Slaughter ist eine absolute Meisterin, wenn es darum geht, eine Adrenalin-geschwängerte Spannung in einem undurchschaubaren Fall aufzubauen und dabei immer wieder auf die persönlichen Probleme ihrer Figuren einzugehen. Mit „Harter Schnitt“ hat die Autorin einmal mehr ihre unnachahmliche Fähigkeit unter Beweis gestellt, ihre Leserschaft mit einem extrem spannenden, sehr persönlichen Fall zu unterhalten und gleichzeitig die Bindung zu den außergewöhnlichen Handlungsträgern zu intensivieren.

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Erster Absatz: Faith Mitchell kippte den Inhalt ihrer Handtasche auf den Beifahrersitz ihres Mini ud suchte in dem Durcheinander nach etwas Essbarem. Bis auf einen pelzigen Streifen Kaugummi und eine Erdnuss zweifelhafter Herkunft gab es nichts auch nur entfernt Genießbares. Sie dachte an die Schachtel mit Energieriegeln in ihrem Kühlschrank, und ihr Magen machte ein Geräusch wie eine verrostete Türangel. ... Um wen geht's: Wer mit der Serie vertraut ist oder bereits in einen der Teile aus der Grant County Reihe hineingelesen hat, ist mit den Personen bereits vertraut, zumindest mit Sara Linton. Faith Mitchell, Special Agent beim GBI Emma, ihre 4-monatige Tochter und Jeremy ihr Sohn, den sie mit 15 bekam Evelyn Mitchell, die Mutter von Faith und pensionierte Polizistin Will Trent, Faith's Partner Sara Linton, arbeitet mittlerweile als Ärztin in der Notaufnahme Atlantas Und wer an dieser Stelle Jeffrey vermisst, tjaaa ha, das war ein riesiger SPOILER für mich, da ich die Bücher dazwischen ja nicht las, Jeffrey, Sara's Mann ist gestorben! Hat die Karin den einfach sterben lassen... ich muss dringend die Bücher dazwischen lesen, um zu erfahren, wie es dazu kam! Worum geht's also: Faith hat sich auf Grund eines Seminars beim GBI verspätet und kann, bereits auf dem Heimweg, ihre Mutter nicht erreichen, die auf ihre kleine Tochter aufpasst. Direkt überkommt sie ein ungutes Gefühl und sie soll Recht behalten. Am Haus ihrer Mutter angekommen, findet sie eine Blutspur, ihre kleine Tochter versteckt und eingesperrt im Werkzeugschuppen und hört laute Musik aus dem Haus kommen. Nachdem sie die Notfallnummer gewählt hat, geht sie alleine ins Haus und findet erst eine Leiche und im Schlafzimmer zwei Männer, von denen einer den anderen mit einer Waffe zu bedrohen scheint. Nachdem sie einen der Männer erschießt, flüchtet der andere, sodass sie auch auf ihn schießt. Beide Männer sterben und die Mutter von Faith bleibt verschwunden. Evelyn war die Leiterin einer Truppe beim Drogendezernat und schnell erfährt man, dass gegen ihre Truppe ermittelt wurde und zwar nicht von irgendwem, sondern Faiths Partner Will. Die Ermittlungen ergaben, dass die Truppe korrupt war und sich Geld aus Verhaftungen einsteckte. Evelyn war zwar die Leiterin, war allerdings nie in die Taten ihrer Jungs involviert, so zumindest die Ermittlungsergebnisse von früher. Ist natürlich klar, dass nach ihrem Verschwinden und den aktuellen Vorkommnissen sich gefragt wird, ob da evtl. doch ein Zusammenhang zu früher besteht und ob Evelyn doch Dreck am Stecken hat, sodass Will sich die Ermittlungen von damals noch einmal genauer ansieht. Meine Meinung: Die Dynamik der ersten Seiten reißt einen direkt mitten in die Story und man hat bereits nach wenigen Zeilen den Drang unbedingt weiter zu lesen. Der Auftakt ist damit wirklich gelungen und es geht auch genauso weiter. Man erfährt alles über die Zusammenhänge der unterschiedlichen Drogengangs, über die früheren Ermittlungen von Will zu Evelyn's Team, dass er für ihren Vorruhestand verantwortlich ist und auch alles über ihre Teammitglieder von damals sowie über die Leichen aus Evelyns Haus. Scheinbar hat man es mit mehreren Männern ohne eine greifbare Verbindung zueinander zu tun, sodass man sich selbst ständig fragt, wie alles zusammenhängt und wieso Evelyn verschwunden ist, was bewirkt, dass man das Buch wirklich nicht zur Seite legen kann. Auch fragt man sich, was wohl Amanda, alte Freundin von Evelyn und Will's Chefin weiß, ebenso wie Evelyn's Nachbarin. Scheinbar wissen alle etwas, reden aber nicht darüber - sehr verdächtig. Slaughter hat einen wirklich kurzweiligen Schreibstil, sie geht zwar ins Detail, wird dabei aber niemals langatmig oder mühselig. Auch wenn der "Schock" über Jeffreys Abwesenheit erst tief saß, finde ich die Verbindung, die Sara zu dem Fall hat, sehr gelungen und dass sie sich für Will interessiert, fühlt sich auch nicht komisch an, im Gegenteil. Ich weiß nicht, wie Will in den vorherigen Büchern rüberkommt, aber in diesem nimmt er eine wirklich sehr sympathische Rolle ein, man fühlt mit ihm und seiner Vergangenheit mit, die aufgrund seiner Kinderheim-Erfahrung sehr schwierig, nahezu traumatisch war. Nach spannendem Zutage fördern der Hintergründe und Zusammenhänge, fragt sich der Leser auch, geht es wirklich nur ums Geld, oder doch um Rache, wie Will vermutet. Aber Rache wofür? Kurz bevor der Leser schwarz auf weiß erfährt, wer hinter dem Verschwinden Evelyn's steckt und wieso, ahnte ich es schon und ich muss sagen, meine Vorahnung wurde bestätigt. Das passiert mir leider sehr häufig, wenn ich weit genug gelesen habe, überrascht mich das Buchende meist nicht. Daran bin ich gewöhnt und es tat dem Buch keinen Abbruch, denn auch wenn ich es ahnte, die Überraschung über die Auflösung des Ganzen war nicht minder groß. Nach der Auflösung wird alles noch einmal im Detail aufgearbeitet, sodass das Buch komplett abschießt ohne offenes Ende. Für meinen Geschmack war dieser Rückblick ein klein wenig zu lang, dennoch ist es immer recht befriedigend die gesamte Story zu kennen und Revue passieren zu lassen. Fazit und Leseempfehlung: Es ist von der ersten Seite an spannend und der Leser ist hautnah bei der Ermittlung dabei. Ich fragte mich zwar kurzzeitig am Ende, wie realistisch es ist, dass die Person, die hinter allem steckt, so dermaßen "ausrastet", dennoch bleibt das Buch sehr lesenswert. Leseempfehlung: Definitiv JA! Lest dieses Buch, wenn euch dieses Genre zusagt! Macht es evtl. anders als ich und beachtet die Reihenfolge; aber auch ohne Hintergrundwissen und Kenntnis der anderen Bücher, kann man das Buch ohne weiteres gut lesen! Ich nehme mir auf jeden Fall vor, die anderen Slaughter Bücher nun so bald wie möglich in Angriff zu nehmen.

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