Leserstimmen zu
Muttergefühle. Gesamtausgabe.

Rike Drust

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Paperback
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Dieses Buch hat mir den Einstieg ins Mamasein so sehr erleichtert! Ich finde, jede Mama sollte es nach der Geburt sofort in die Hand bekommen!

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Rike Drust beschreibt in ihrem Buch „Muttergefühle. Gesamtausgabe“ ungeschminkt , was es für sie bedeutet, Mutter zu sein. Dabei geht es um das überschäumende Glück genauso wie um Schuldgefühle und Neid auf den Partner. Damit ist ihr eine spannende Lektüre gelungen, der uns einen umfassenden Einblick in das Leben vieler Mütter gibt. Gesamtausgabe? Das Buch ist sehr persönlich gehalten und das ist auch gut so. Denn meiner Meinung nach ist der Titel eher irreführend. Denn es handelt sich hierbei vielleicht um die Gesamtausgabe der Muttergefühle der Autorin (was ich aber auch bezweifle, denn seit ich Mutter bin, haben sich immer wieder neue Gefühle eingestellt). Aber es ist mit Sicherheit keine Gesamtausgabe aller Muttergefühle. Denn die sind genauso verschieden wie jede Mutter und jedes Kind. Und sie verändern sich mit jedem Kind und mit jeder Altersstufe. Mir gefällt die Ehrlichkeit, mit der Rike Drust ihre Gefühle und Erfahrungen beschreibt. Dabei schreibt sie am Ende jeden Kapitels auf, was ihr in der jeweiligen Situation hilft und welche Strategien sie verfolgt, um damit umzugehen. Mir gefällt aber auch die offene Haltung der Autorin anderen Müttern gegenüber. Denn sie wendet sich konsequent gegen mütterliche Grabenkämpfe und vertritt die Haltung, dass jede Mutter ihren eingenen Weg finden muss. Mir gefällt vor allem die konsequent feministische Grundhaltung, die den Vater ebenfalls in den Blick und die Pflicht nimmt und auch ganz klar Position zu den immer noch herrschenden Schwierigkeiten bezieht, die Vereinbarkeit kompliziert machen. Natürlich hat sich bei der Lektüre auch Widerspruch bei mir geregt, denn es gibt einige Themen, die ich anders sehe, als die Autorin. Hier unterscheiden sich unsere Muttergefühle voneinander. Aber das ist ok, denn Muttergefühle sind ja wie gesagt individuell. Mir jedenfalls hat das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen (übrigens meist, während ich meinen kleinen Sohn in den Schlaf begleitet habe). Daher kann ich es nur empfehlen. Rike Drust: Muttergefühle. Gesamtausgabe, München 2011

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In Muttergefühle berichtet Rike Drust als Autorin und Erzählerin von der Geburt ihres Sohnes und der neuen Zuschreibung als Mutter, der sie sich gegenüber sah. Zwischen Himmelhochjauchzend und Zutodebetrübt ist da alles dabei. Und immer wieder kämpft sie mit ihrer Rolle als Mutter in der Gesellschaft und in ihrem Leben, denn so sehr sie ihren Sohn liebt, kann und will sie sich nicht damit abfinden, nun zum Muttertier abgestempelt zu werden. „Denn als Mutter verspürte ich einen extremen Druck, perfekt sein zu müssen“ (S. 11). Ohne sich als notorisch sarkastische Mutter oder betüdelnde Obermamie einzuordnen bleibt sie dabei vor allem ehrlich, legt sich selten fest und spricht mit ihren Zerrissenheiten Klartext, von rosa Schmetterlingen und der akuten Langeweile mit Kind. Ich liebe dieses Mut. „Das muss ich nicht lesen, das hab ich schon selbst“, murrte mein Mann beim Über-die-Schultergucken und fand es dann doch gut. Mir zumindest spricht Rike Drust aus der Seele. Die Verwunderung in all der Gruppen von Müttern und Mütterliteratur einfach nicht den Platz zu finden, an den man gehört, weil jede Mutter nur ein Mensch und damit einzigartig ist, wir aber immer wieder gesagt bekommen, Mütter seien alle so oder so, kenne ich nur zu gut. Der tiefe Wunsch, dem Kind immer und überall nahe zu sein, ihm beschützend und eben mütterlich beiseite zu stehen. Daneben der tiefe Wunsch, Abstand zu haben, ein Selbst zu haben, und dieses Selbst nicht zu verlieren zwischen Kind, Mann und Mutteransprüchen. Der tiefe Wunsch, zu arbeiten, sich zu behaupten, den Kopf nicht zu vernachlässigen. Ich fühle mit Rike Drust, denn mir geht es genauso. Das schöne ist, wie einfühlsam diese „ich bin halt nicht wie die anderen“-Masche funktioniert, wie viel Identifikationsmomente es durch die unterschiedlichen Gesichtspunkte gibt, denn selbst wenn ich aus dem einen Blickwinkel völlig anderer Meinung bin, stimme ich im nächsten wieder zu. Wie bei einer Freundin, mit der man streitet, lacht, sich versteht, auch wenn man sich nicht versteht, ist mir dieses Buch ans Herz gewachsen. Dabei gibt es genug Augenrollmomente. Etwa wenn die Erzählerin über andere Mütter spricht. Der Stil ist dabei gekonnt, kolumnistisch und voller Varianten. Mal witzig, mal romantisch, mal resignierend, wie das Leben selbst und nie zu viel von einer Richtung, immer wieder schafft sie die Kurve, den runden Bogen. Etwas zwiegespalten bin ich hinsichtlich der Stichpunkte, die die Autorin nach jedem Kapitel gibt. Mehrmals wiederholt sie, dass ihr Buch eben kein Ratgeber sein soll und zeigt dann mit den Methoden, die bei ihr geholfen haben, eben doch Ratschläge, wie es auch bei anderen gehen könnte, mit dem Hinweis, dass es eben aber auch damit nicht gehen muss. Ein Ratschlag, der keinen Rat gibt, also. Und für mich tatsächlich ein kleines Manko, lassen sich die meisten Punkte doch ohnehin auf den erste Blick aus den Kapitel herauslesen. Für mich war Muttergefühle ein absoluter Hit, lesenswert für jede Mutter und die meisten Väter, für jeden, der gerne etwas über die Stellung der Mutter in unserer Gesellschaft und den Druck von außen für uns Frauen mit Kindern, lesen möchte.

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Als ich selbst “frische” Mutter war, waren die täglichen Gefühlsschwankungen das Anstrengendste von all dem Neuen in meinem Leben. Von einem weitgehend ereignislosen Leben mit Arbeit im Homeoffice und einer stabilen Partnerschaft fand ich mich plötzlich im totalen Gefühlschaos wieder. Da waren die großen Sorgen, wenn das Baby aus unerfindlichen Gründen wie am Spieß schrie. Oder die unendliche Erleichterung bei allen Anwesenden, wenn dann doch der ersehnte Rülpser/Pups kam. Nicht zu vergessen auch der unbändige Stolz auf die mächtigen Kackhaufen – eines der seltsamsten Gefühle von allen und für Nicht-Eltern überhaupt nicht nachvollziehbar. Dazu kamen noch die Gedanken, die ich mir unabhängig von der akuten Lebenslage des Kindes machte: Sorgen über die Zukunft, Erinnerungen an die Geburt, Niedergeschlagenheit und Schmerzen, Freude über die vielen Geschenke und Glückwünsche, Müdigkeit, der Austausch mit dem Partner und der Schlafmangel, das Genervtsein vom ewigen Stillen. Ich bin mir nicht sicher, ob man Frauen mit Kinderwunsch oder Schwangeren das Buch ‘Muttergefühle Gesamtausgabe’ von Rike Dust in die Hand drücken sollte. Es dient weder der Abschreckung noch der Animation – was das Kindermachen anbelangt. Es ist einfach nur eine perfekte Beschreibung von all dem, was einem als Mutter im Kopf herumschwirrt, wenn man plötzlich so ein Knäuel bei sich Zuhause hat. Vielmehr dient ‘Muttergefühle’ dazu, Müttern im Rückblick ihr schlechtes Gewissen zu nehmen. Denn plötzlich ist klar: Man ist nicht die Einzige, die heult, flucht, ihren Mann hasst und am liebsten weglaufen möchte. Genausowenig, wie man nicht die Einzige ist, die ihrem Kind vor lauter Liebe ein Ohrläppchen abbeißen will, deren Herz einen Schlag aussetzt, wenn sie das erste mal das Wort “Mama” hört und die vor Freude anfängt zu weinen, wenn das Kind sie umarmt. Die größte Erkenntnis aus diesem Buch war für mich: Ich bin gar kein Freak! Anderen geht es genauso! Denn so offen, wie in diesem Buch, habe ich selbst mit meinen dicksten Mami-Freundinnen nicht gesprochen. Das Glück, wenn Mütter gleich ticken Apropos Mami-Freundinnen: Rike Dust gibt am Ende jedes Kapitels ein paar Tipps zum Umgang mit den beschriebenen Situationen. Zum Thema Mami-Freundinnen schreibt sie Folgendes (sinngemäß wiedergegeben): Triff Dich mit vielen anderen Müttern und picke Dir in Ruhe die “passenden” heraus. (Babykurse können da sehr hilfreich sein) Wenn Du eine andere Mama sympathisch findest, hoffe nicht auf ein zufälliges Wiedertreffen, sondern mache direkt was aus und sichere Dir die Kontaktdaten. (Das kann ich nur bekräftigen!) Achte auf die Dinge, die Dir an anderen Müttern gefallen und suche Dir anhand dessen die Freundinnen aus. (Es sind die kleinen Dinge, die zählen!) Teste, ob eine potentielle Mami-Freundin den gleichen Humor hat, wie Du selbst. (Existenziell wichtig!!! Denn so kann man dann auch über schwere Themen gut reden.) Wenn man zusammen so viel redet, dass man die Zeit vergisst, hat man die perfekte Mami-Freundin gefunden. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass alle fünf Anmerkungen völlig korrekt sind. Vor allem Nummer zwei möchte ich allen jungen Müttern dringend ans Herz legen! Man kann nie genug coole Frauen kennenlernen! Eltern, bildet Banden! Das Erschrecken über die eigene Aggression Ebenfalls sehr nahe gegangen ist mir die Geschichte vom “Mahnmal”. Das ist ein Riss in der Wand vom Kinderzimmer. Dust hatte dagegen getreten, als das Kind sie völlig zur Weißglut getrieben hatte. Die Ursache dafür, dass man sich selbst gegenüber seinem Kind so schwer beherrschen kann, wird von Dust so beschrieben: Diese Wut, die ich in diesen Momenten empfinde, ist anders als die Wut, die ich bisher kannte. Sie ist so viel wütender. Vielleicht liegt es daran, dass ich das erste mal nicht mit logischem Argumentieren weiterkomme. Nur weil ich sage “Aber mein lieber Sohn, wenn du deine Jacke jetzt nicht anziehst, erkältest du dich und wirst wieder krank. Das willst Du doch nicht, oder?” hört er ja nicht mit dem Toben auf. Das ist einfach genau das, was ich selbst auch in solchen Momenten fühle. Und deswegen bin ich kein herzloses Biest, sondern einfach ein ganz normaler Mensch, der sein Leben mit den Erfahrungen bestreitet, die er bisher gemacht hat. Muttergefühle Gesamtausgabe Ich schenke mein Exemplar von ‘Muttergefühle Gesamtausgabe’ einer lieben Freundin zum 1. Geburtstag ihres Kindes. Dieses ist zwar noch nicht mal geboren. Aber ich glaube, von all diesen wunderbaren Frauen in meiner Umgebung, ist das Buch bei ihr am allerbesten aufgehoben. Das Buch "Muttergefühle Gesamtausgabe" von Rike Dust ist beim Verlag C. Bertelsmann erschienen, hat 224 Seiten und kostet 14,99 €. Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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