Leserstimmen zu
Dancing With Myself

Billy Idol

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Billy Idol ist bereits seit Jahrzehnten weit über die Punk Rock-Szene hinaus bekannt, und stellt für mich persönlich eine Kultfigur dar. Ich bin beeindruckt von seiner Musik, und so war ich sehr neugierig, welches Leben hinter dem Pseudonym „Billy Idol“ steckt. Der perfekte Grund, um „Dancing With Myself: Die Autobiografie“ zu lesen. Der Anfang des Buches konnte mich sofort fesseln, und ich ‚lauschte‘ gebannt den Erzählungen über die Anfänge des Punk Rock, die Billy Idol mit seinem Freundeskreis, zu dem auch Siouxsie Sioux gehörte, miterlebte. Ohne den Faden der Entstehung aus den Augen zu verlieren, bringt Billy nebenher immer wieder amüsante Erlebnisse in die Story ein, die für Auflockerung sorgen. Was ich allerdings etwas schade fand ist, dass das Buch ab der Hälfte immer mehr in die Beliebigkeit abdriftete, denn obwohl es sich hier um einen Weltstar handelt, bestand sein Leben immer aus verhältnismäßig wenigen Aspekten – nämlich Musik, Sex und Drogen, und natürlich den aus Letzerem resultierenden Abstürzen. Soll heißen, dass sich vor allem die Abstürze im Kreis drehen. Hat man über den ersten Absturz gelesen, erfährt man bei den Nachkommenden nichts neues mehr. Genauso verhält es sich mit dem Entstehen seiner Songs, seinen Beziehungen in Sachen Liebe und seiner Band. Etwas passiert einmal … und wiederholt sich. Was aber nicht heißen soll, dass der Text schlecht geschrieben ist. Es ging mir nur leider so, dass ich mir vor allem im letzten Buchdrittel dachte, dass man das Ganze hätte weniger ausführlich beschreiben können, und immer noch alles Wichtige untergebracht hätte. So aber begann ich mich gegen Ende immer mehr zu langweilen, und Billy Idols Leben versinkt durch die Längen im Text etwas in der Beliebigkeit. Spannend fand ich die beiden Bildblöcke im Buch, die kommentierte Fotos aus dem Familienalbum, aber auch von Auftritten und Fotoshootings zeigen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir Billys Humor – er betrachtet sein Leben rückwirkend und kann auch durchaus über sich selbst lachen, was ihn sehr sympathisch macht. Für Fans ist dieses Buch natürlich ein absolutes Muss, und auch interessierte Musiker (aus der passenden Musiksparte) werden mit „Dancing With Myself“ etwas anfangen können. Allerdings denke ich, dass Leser, die mit dieser Art von Musik nichts anfangen können, kaum etwas verstehen werden, da auch sehr oft gefachsimpelt und auf andere Bands verwiesen wird. Fazit: Ein Leben zwischen Musik, Drogen und Sex – das Leben des Billy Idol. Ein Buch das spannend beginnt, gegen Ende aber leider etwas in die Beliebigkeit abdriftet.

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Meine Meinung: Als erstes muss ich natürlich fairerweise schreiben, dass dieses Buch natürlich nur für Personen geeignet ist, die Rockmusik und Punkrock mögen. Wenn man diese Art von Lebensstil nicht mag, wird man auch an diesem Buch sicherlich keinen Gefallen finden. Der Schreibstil war erstaunlicherweise sehr gut. Man konnte den Geschehen und den Gedanken sehr gut folgen, auch wenn man natürlich nicht immer genauso so gehandelt hätte. Bei manchen Äußerungen war ich auch nicht immer einer Meinung, jedoch fand ich das diese Biografie sehr authentisch wirkte. Für mich war es sehr offen und ehrlich geschrieben und es wurde nichts schön geredet. Das mochte ich wirklich sehr. Besonders haben mir auch die Gedanken gefallen, wo er noch ein Kind war und wir er bereits da Rückschlüsse auf seinem späteren Musikgeschmack gesponnen hat, weil z. Bsp. in seinen Wohnort das Wort "Rock" drin ist etc. Man bekommt hier einen wahnsinnigen Einblick in seine Welt und das nicht nur auf die Musik bezogen. Der Lese wird mitgenommen zu den harten Machenschafften im Musikgeschäft aber auch zu schönen Momenten. Oftmals war ich sprachlos was er tatsächlich alles von sich preisgibt und wie oft er "dem Tode nahe" war. Die Szene mit den Motorradunfall ist wahnsinnig gut beschrieben und hat mir einen absoluten Gänsehautmoment beschwert. Ich habe aber auch Punkte abgezogen da ich das Buch doch sehr monoton fand und an vielen Stellen dann auch ein wenig langatmig. Zum einen kann das an den vielen Namen gelegen haben. Ich finde die Anzahl der Namen, die in diesen Buch auftauchen einfach zu viel. Vor allem habe ich eben nicht zu jeden, der aufgezählt wurde, einen Bezug gehabt. Dadurch viel es mir natürlich schwer, die Personen auseinander zu halten und war dann auch genervt. Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, ist das Themen teilweise in 5 Kapitel angeschnitten wurden aber dann erst im 6. Näher erläutert. Auch das fand ich eher negativ, es sollte sicher Spannung aufbauen, hat aber bei mir leider nicht geklappt. Fazit: Eine sehr ehrliche und authentische Autobiografie.

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