Leserstimmen zu
Sag, dass du mich liebst

Joy Fielding

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Spannung pur

Von: mamenu

06.09.2017

Klapptext Von außen gesehen hat Bailey Carpenter ein perfektes Leben:Sie ist attraktiv,lebt in einem luxuriösen Apartment in Miami und betreibt ihren Job als Privatermittlerin mit Leidenschaft.Doch eines Nachts geschieht eine Katastrophe,die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht: Als sie im Auftrag eines Klienten eine verdächtige Person observiert,wird sie aus dem Nichts überfallen und brutal zugerichtet. Erst im letzten Moment lässt der Täter von ihr ab,um in der Dunkelheit zu verschwinden. Von da an ist Bailey nur noch ein Schatten ihrer selbst:Sie wird von furchtbaren Panikattacken heimgesucht,und verlässt ihre Wohnung nicht mehr und meidet jeglichen menschlichen Kontakt. Schließlich glaubt sie auch noch,von einem Mann im Hochhaus gegenüber beobachtet zu werden:Sie fühlt sich verfolgt und bedroht und verliert fast den Verstand vor Angst.Ihr Nachbar wird für sie zu Obsession aber niemand will ihr glauben,dass er auf perfide Weise mit ihr spielt. Und dann muss sie zusehen,wie dieser Mann vor ihren Augen einen kaltblütigen Mord begeht. Meine Meinung Ich lese ganz gerne Bücher von Joy Fielding,manche sind nicht so gut gelungen und andere dafür einfach super. Was sich in diesem Buch wieder einmal bestätigt hat. Den Anfang fand ich noch ein wenig ruhig, da konnte man erstmal Bailey´s Privatleben kennen lernen. Das fand ich nicht mal so schlecht. Auch das diese Geschichte aus der Perspektive von Bailey geschrieben wurde macht es interessant. Doch irgendwann in der Mitte ging es dann richtig mit der Spannung los. Denn Bailey verkraftet einen brutalen Überfall auf sie nicht, wo sie dann auch noch Vergewaltigt wurde. Sie hat immer wieder Alpträume und meint bei jeder Kleinigkeit die sie bei anderen Personen entdeckt, das dies der Täter ist. Auch die einzelnen Charakteren sind gut beschrieben. Da ist Bailey´s Schwester, die ihr in dieser Situation helfen möchte, was aber nicht immer so leicht ist. Da Bailey eigentlich nicht mehr an das gute im Menschen glaubt geht sie auch nicht mehr vor die Tür und bleibt daher fast nur noch zu Hause. Ich muss sagen, dieses Buch hat mich richtig mitgerissen. Ich habe mit Bailey richtig mitgefühlt. Immer diese Panik-Attacken, Nachts nicht richtig schlafen können, weil man immer wieder Angst hat, die Augen zu schließen. Jetzt sogar beim schreiben wühlt mich das richtig auf. Ich muss sagen hier hat sich das lesen mal wieder richtig gelohnt. Auch das Ende fand ich dann noch sehr überraschend, hätte ich gar nicht so mit gerechnet. Das hat dann auch nochmal so richtig zur Spannung beigetragen. Hier kann ich echt eine Lese-Empfehlung abgeben und freue mich schon auf das nächste Buch von Joy Fielding

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Inhalt: Bisher war sie immer die Jägerin. Nun weiß sie, wie es ist, das Opfer zu sein. Als erfolgreiche Privatermittlerin in Miami ist es Bailey Carpenter gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einem Unbekannten brutal überfallen wird. Von nun an quälen Bailey Panikattacken und Albträume, sie ist besessen von dem Gedanken, verfolgt zu werden. Und dann bemerkt sie, dass ein Nachbar im Hochhaus gegenüber sie beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makabres Spiel mit ihr zu treiben. Doch niemand will ihr glauben – selbst dann nicht, als der Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht ... Autorin: Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida. (Quelle zu Bild, Inhalt und Autorin: Goldmann Verlag ) Persönliche Meinung: Zu Beginn der Geschichte lernen wir unsere Protagonistin Bailey Carpenter kennen, bzw. ihren Beruf. Sie ist nämlich Privatermittlerin und arbeitet für eine große Anwaltskanzlei. Als sie dann eines abends von einem Gebüsch aus eine Wohnung beschattet, wird sie überfallen und vergewaltigt. Baileys Leben scheint von dem Moment an vorbei zu sein. Sie verkriecht sich, hat nur noch Panik und verdächtigt jeden um sie herum, was ihr ein "normales Leben" schlicht unmöglich macht und sie weiß auch nicht, wie das jemals wieder werden soll. Ich persönlich kann Baileys Reaktionen sehr gut verstehen. Ich denke eigentlich, dass jeder Mensch das in gewisser Weise kann. Eine Vergewaltigung zu verarbeiten, viele Frauen (oder auch Männer, denn hier gibt es ja eine sehr hohe Dunkelziffer) brauchen dafür Jahre oder auch ihr Leben lang und ich möchte mir gar nicht genau ausmalen, wie kaputt man daran gehen kann und was es mit einem anstellt. Natürlich kann nur jemand, dem das selbst passiert ist den Schmerz und Baileys Gefühle nachempfinden. Aber ich denke, dass die Autorin das ganze hier ziemlich gut umgesetzt hat und viel Gefühl herein gebracht hat. Man kann Baileys Schmerz förmlich anfassen. Neben der Vergewaltigung spielen noch viele andere Dinge aus Baileys Leben in dieser Geschichte eine große Rolle. Da wäre der Tod ihrer Eltern, ein Erbstreit, ihr Exfreund und und und. Und Joy Fielding hat es geschafft all diese Ereignisse hier sehr gut zu verknüpfen und in die tragische Geschichte mit einfließen zu lassen, so dass es eben nicht nur um die Vergewaltigung geht. Die Charaktere finde ich alle sehr gelungen. Bailey war mir von Anfang an sympathisch. Genau wie ihr Bruder Heath, der alles andere als einfach ist aber seine Schwester über alles liebt und nur das Beste für sie will. Ebenfalls tauchen auch noch Halbgeschwister von Bailey auf. Der harte und erfolgreiche Gene und die quirlige Claire mitsamt ihrer Tochter Jade, die ich übrigens besonders mochte. Es gibt noch weitere Charaktere, auf die ich aber jetzt nicht genau eingehen möchte um nicht zu viel vorneweg zu nehmen. Die Geschichte an sich hält über das gesamte Buch einen gewissen Spannungsgrad, auch wenn nicht so extrem viel passiert. Der Überfall findet ja ziemlich am Anfang statt und danach geht es eigentlich nur noch mit den Familienmitgliedern, Baileys Versuchen es zu verarbeiten und ihren ganzen Verdächtigungen weiter. Teilweise schon recht ruhig möchte man aber immer weiter lesen und zu den Charakteren zurück kehren. Und man möchte ja auch wissen, wie es denn nun endet. Hat man den Täter vielleicht im Laufe der Geschichte schon verdächtigt? Zum Ende hin ging mir die "Auflösung" dann schon fast zu rasant und ich war etwas baff, dass es plötzlich vorbei war und so Schlag auf Schlag ging. Und vor allem WAS da noch kam hat mich auch ein wenig sprachlos gemacht. Denn damit hatte ich nicht gerechnet. Fazit und Bewertung: "Sag, dass du mich liebst" hat mir sehr gut gefallen. Für mich eine ganz andere Art von Psychothriller, da die Geschichte recht ruhig ist. Dennoch hat es mir nicht an Spannung gemangelt und ich habe die Geschichte mit ihren tollen Charakteren sehr gern gelesen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, vor allem wenn ihr nicht so der Fan von blutigen Morden etc. seid.

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Meine Meinung: Vorsicht vor diesem Buch! Wer nämlich glaubt er könne Abends mal schnell ein Kapitel lesen und es dann beiseite legen, der wird eine Schlaflose Nacht erleben. Hat man einmal angefangen zu lesen und befindet sich in dem spannenden Strudel den Joy Fielding ganz gekonnt erzeugt, kann man das Buch einfach nicht so schnell weg legen . Der Anfang war in meinen Augen etwas holperig, kaum haben wir als Leser Bailey und ihren beruflichen Alltag als Privatermittlern kennen gelernt, wird sie während eines Auftrages eines Nachts überfallen und vergewaltigt. Ich fand die bildliche Beschreibung des Angriffs sehr schwer zu lesen. Ist man einmal darüber hinaus, beschreibt die Autorin sehr real und treffsicher eine junge Frau die nach diesem brutalen Überfall an Panikattacken und Albträumen leidet. Hilflos muss sie nicht nur den Angriff verarbeiten sondern auch ein plötzlich auftauchendes Familienmitglied nach dem andern ertragen. Die Charaktere finde ich sehr gelungen, wenn auch manchmal etwas überspitzt. Bailey selbst könnte vor und nach dem Überfall unterschiedlicher nicht sein. Vorher eine junge alleinstehende erfolgreiche Frau die vor Gericht "ihren Mann" steht und nachher eine verängstigte zurückgezogene Frau die niemanden mehr an sich heranlassen kann. Dazu dann noch ihre fünf Halbgeschwister mit denen sie sich nach dem Tod ihres Vaters auf bestreben des ältesten Gene um das Erbe streiten musste und ihr jüngerer ständig zugedröhnter aber sehr liebevoller Bruder Heath. Alles zusammen eine kunterbunte Mischung verschiedener Charaktere von "saumäßig" unsympathisch bis hin zu muss man einfach lieb haben. Der Plot selbst baut sich sehr langsam auf, beginnend mit dem Überfall und den Beobachtungen die Bailey im Nachhinein macht, spitzt es sich immer weiter zu bis ihr niemand mehr glauben will. Denn wer glaubt schon einer jungen verängstigten Frau die nun hinter jeder Tür einen Angreifer erwartet. Durch die Vielfalt der Personen die Joy Fielding im laufe der Kapitel mit ins Spiel bringt, steigt allerdings auch die Anzahl der Möglichen Täter die wir als Leser so ins Auge gefasst haben. Die Lösung verrate ich selbstverständlich nicht, aber ich kann sagen, dass ich von alleine nicht darauf gekommen wäre. Also Spannung bis ins letzte Kapitel. Der Schreibstil ist sehr flüssig und wie Anfangs schon berichtet, liest sich dieses Buch einfach sehr flott und vor allem gut. Man stolpert nicht ständig über Worte weil sich einfach alles ineinander fügt und zusammen passt. Fazit: Von der ersten bis zu letzten Seite einfach mitreißend, real und bedrückend. Von mir bekommt Joy Fielding für "Sag, das du mich liebst" auf jeden Fall dicke 5 von 5 Sternen. Ein flotter Psychothriller der es in sich hat.

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Wie schnell aus einer erfolgreichen, hübschen und selbstbewussten Frau ein Wrack werden kann, lesen wir hier. Doch es geht um mehr, es geht darum sein Leben wieder in den Griff zu kriegen und herauszufinden wer die Frau so zerstört hat.

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Der Psychothriller ist in der Ich- Perspektive aus der Sicht von Bailey Carpenter geschrieben. Somit ist man direkt in der Gefühlswelt der Protagonistin. Durch diese Perspektive erfährt man nur unmittelbar das, was Bailey denkt, fühlt und erlebt. So ist man gefangen in ihrer Angst und Panik und kann nicht in die Ermittlungen der Polizei herein schauen. Also bleibt die Lösung des falls solange verborgen, bis auch das Opfer es erfährt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie mich Joy Fielding von der ersten bis zur letzten Seite fesseln kann. Der Titel ist in diesem Fall Programm. “Sag, dass du mich liebst” sind die einzigen Worte, die der Vergewaltiger von Carpenter ihr ins Ohr flüstert. Und immer wieder kommen sie ihr ins Gedächtnis, sobald ihr ein Mann begegnet, der möglicherweise auf ihre magere Beschreibung des Täters passen könnte. “Nicht alle Männer sind Vergewaltiger. Manche Männer sind gut.” (S. 289) Ist ein Mantra, dass sich Bailey nach ihren ersten Therapiesitzungen immer wieder vorsagt, um überhaupt ihre Wohnung verlassen zu können. Denn in jedem Mann sah sieh ihren möglichen Peiniger. Ebenso hält sie sich folgenden Satz immer wieder vor Augen “Ich bin nicht verrückt” (S. 291), um mit den Geschehnissen klar zu kommen. Und zu unterscheiden was Fiktion und was Realität ist. Schön finde ich auf S. 307 folgende Definition, die ich euch nicht vorenthalten möchte: “Ich bin zu einer unglücklichen Spezies reduziert worden, die gemeinhin als Opfer bezeichnet wird.” Diese drei Textstellen sind für mich sehr bedeutend. Die ersten beiden tauchen immer wieder auf und bilden einen Faden durch die Geschichte. Die dritte beschreibt in wenigen Worten, als was sich Bailey Carpenter sieht. Ein letztes Zitat möchte ich noch mit aufnehmen, dass für mich zur Lösung des Falls beiträgt. “Sag mir, was du siehst”. (S. 430) Und damit schließe ich meine kurze Präsentation des Buches. “Sag mir, was du siehst” , wenn du aus dem Schlafzimmer durch ein Fernglas schaust. Und ich verrate dir, was Bailey tolles zu sehen bekommt. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Allerdings ist es nichts für schwache nerven, denn der Täter kann überall auf dich lauern.

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Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen! Ausfuehrliche Rezension auf meinem Youtube Kanal unter folgendem Link: https://youtu.be/L9nG3aVGprg Tini.

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Baily Carpenter scheint wirklich alles zu haben, was eine Frau braucht. Eine tolle Wohnung, ein tolles Auto, einen tollen Job als Privatermittlerin. Auch wenn sie sich vor einer Weile von ihrem Partner getrennt hat, ist sie glücklich, da sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat und sich so wohl fühlt. Doch das sollte sich bald alles schlagartig ändern. Für einen Job geht sie auf ihren Beobachtungsposten und wartet auf den Hinweis, den sie braucht. Doch sie soll diesen Hinweis nicht bekommen, ganz im Gegenteil. Mit einem Mal ist jemand bei ihr, überwältig sie und vergewaltigt sie. Baily versucht so ruhig zu bleiben, um sich die kleinigkeiten zu merken, wie sie es in ihrem Job tut, doch es will einfach nicht klappen. Die Befragungen der Polizei machen das ganze auch nicht einfach und sie hat das Gefühl total versagt zu haben. In ihrem Job kann sie einfach nicht weiter arbeiten. SIe hat regelrecht Angst vor diesem Moment. Doch sie ist froh, dass ihre Halbschwester Claire sich um sie kümmert. Zwar gab es Streit zwischen den ganzen Geschwistern, weil Baily und Heath das ganze Geld von dem Vater bekommen haben und die Halbgeschwister leer ausgegangen sind. Gene hat sie deshalb sogar verklagt. Trotzdem ist Claire voll und ganz für ihre Schwester da und hilft ihr so gut sie kann. Immer wieder sieht sie in den Männern, die ihr begegnen, kleine Details, die zu dem Täter passen. Ob es nun die Nike Sneakers sind, die durchschnittliche Beschreibung des Mannes oder das Mundwasser, was dieser benutzt. Zusammenbrüche sind da regelmäßig vorprogrammiert, doch auch da ist Claire immer für ihre Schwester da. Als sie zur Psychologin geht und mit ihr anfängt zu reden, merkt sie, dass sie ihr Leben unter Kontrolle kriegen kann, doch sie nimmt es anders unter Kontrolle, als die Ärztin gehofft hat. Denn sie fängt an, einem Verdächtigen regelrecht hinterher zu stalken. Das macht es natürlich nicht besser, auch was ihre Glaubwürdigkeit bei der Polizei angeht, denn immer öfter ruft sie an, meldet Dinge, die sie bei diesem Mann gesehen haben will und es stimmt nicht. Sie verzweifelt regelrecht an der Tatsache, dass sie nicht mehr weiß, was real und was Einbildung ist. Ihre Schwester und deren Tochter versuchen alles, um Baily zu helfen, doch auch Claire weiß irgendwann einfach nicht mehr weiter. Doch dann geschieht etwas, was Baily nie wollte. Claires Tochter Jade bleibt bei ihr und sie beobachten wieder den Mann und als dieser die Wohnung verlässt, schleicht sich Jade in die Wohnung von diesem. Doch sie wird erwischt. Doch wieder einmal ist es am Ende anders als man denkt. Ich hatte es zwar schon vermutet, doch dann hab ich das wieder beiseite geschoben. Es ist wirklich toll, wie Joy Fielding das immer wieder schafft, diese Spannung aufrecht zu erhalten. Verdiente volle Punktzahl für "Sag, dass du mich liebst".

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Auch in ihrem Thriller „Sag, dass du mich liebst“ treibt Joy Fielding mit ihrer weiblichen Protagonistin wieder perfide Spielchen. Zuerst lässt die Autorin sie ein schweres Trauma erleiden, danach durch eine emotionale Hölle gehen und gibt häppchenweise eine Familienfehde um das millionenschwere Erbe des Vaters dazu. Die Protagonistin in diesem Szenario ist die 29-jährige Bailey Carpenter. Sie ist eine erfolgreiche Privatermittlerin in Miami, schwelgt in Luxus und ist es gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Dies ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts während eines Auftrags von einem Unbekannten brutal überfallen und vergewaltigt wird. Von dem Moment an quälen Bailey Panikattacken und Albträume. Sie fühlt sich verfolgt und zieht sich völlig zurück. Nur ihrer Halbschwester Claire, die sich fürsorglich um sie kümmert, vertraut sie sich zunehmend an. In jedem Mann sieht Bailey den mutmaßlichen Täter. Auch in ihrem Nachbarn im Hochhaus gegenüber. Denn dieser scheint mit Bailey ein makabres Spiel zu treiben. Doch niemand will ihr glauben – selbst dann nicht, als sie sieht, wie dieser Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht. Baileys Geschichte wird aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und fing gemächlich an. Erst einmal bekam ich einen Eindruck von ihrem Job, ihrem Privatleben und ihrer Persönlichkeit. Doch schon im zweiten Kapitel wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens. Trotzdem begann jetzt keine Hetzjagd auf den Verbrecher, sondern es wurde viel mehr das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Protagonistin gelegt. Denn aufgrund ihres schweren Traumas entwickelte sie eine posttraumatische Belastungsstörung. Diese Emotionen und Verhaltensweisen hat Joy Fielding mit viel Fingerspitzengefühl realistisch umgesetzt. Ich konnte mich sehr gut in Bailey hineinversetzen und verstand, was in ihrem Kopf vorging. Da der Täter einem Allerweltstypen entsprach, kam auch so ziemlich jeder Mann in Baileys Umgebung infrage. Das war dann auch für mich der aufregende Teil, da ich miträtseln konnte, wer es denn nun war. Doch die Suche nach dem Täter und die Psyche des Opfers waren nur zwei Themen, die in diesem Thriller behandelt wurden. Es gab auch noch den Familienstreit um das millionenschwere Erbe. Dieser sorgte noch für zusätzlichen Zündstoff zwischen den Geschwistern und gab der Geschichte eine gewisse Würze, die ereignisreiche Lesestunden bescherte. Allerdings war die Spannung diesmal nicht so nervenaufreibend wie man es von Joy Fielding gewohnt ist. Trotzdem trieb mich die Frage, wer denn nun der Täter ist, durch das Buch. Außerdem war ich gespannt darauf, wie sich die Geschwister wegen des Erbes einigen werden bzw. ob es überhaupt eine Einigung gibt. Die Auflösung war nicht ganz so überraschend, wie ich gedacht hatte. Denn mit meinen Vermutungen lag ich schon ziemlich richtig. Nur die Konstellation war ein wenig anders. Tja, als alter »Joy Fielding«-Fuchs kenne ich die Handschrift der Autorin wahrscheinlich schon zu gut. Nichtsdestotrotz war es wieder ein gelungenes, durchtriebenes und unterhaltsames Spektakel. Fazit: Wieder ein gelungener und durchtriebener Thriller von Joy Fielding. Psychologisch fundiert, intelligent konstruiert und ereignisreich. Die Spannung war nicht allzu nervenaufreibend, trotzdem zog mich die Geschichte in ihren Bann.

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