Leserstimmen zu
Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Joachim Meyerhoff

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Chris hat ja bereits ein anderes Hörbuch von Joachim Meyerhoff rezensiert, welches ich, mir nachdem er mir immer davon vorgeschwärmt hat dann auch mal begonnen habe zu hören – und war ebenso wie er schwer begeistert. Als ich dann die Zeit vor der Schauspielschule fand, Joachims Zeit in Amerika (Ein Austauschjahr) – unter dem Titel “Alle Toten fliegen hoch – Amerika” schreibt der Autor von genau diesem Jahr. Also in meinem Fall las er. 🙂 Der Autor erzählt auch hier mit viel Humor von seinen Erlebnissen – und wie auch bei seinem anderen Werk hab ich mich gefragt, ob das alles wirklich autobiographisch ist oder ob nicht das ein oder andere dazu gedichtet ist. Aber wie dem auch sei, es ist ein bombastisches Werk. Genau das Richtige um nach Feierabend wieder ein Lächeln ins Gesicht zu bekommen. Joachim geht mit quasi keinen Englischkentnissen nach Amerika und Basketball zu spielen und sein Englisch zu verbessern. Und genau das tut er dann auch, er lernt neue Freunde kennen, lernt Basketball spielen und ja, auch Englisch kann er am Ende des Jahres. Selbstironisch erzählt er von Schwierigkeiten und all dem, was er falsch gemacht hat. Allerdings dauert es lange (eine von sechs CD’s) bis er endlich losfliegt und fertig damit ist, alles mögliche andere zu erzählen. Ich dachte, das ginge schneller los. War aber auch nicht störend – waren doch auch die Vorgeschichten höchst amüsant. Wie es sich für eine Autobiographie gehört, ist nicht nur alles lustige Blümchenwiese und Ponyhof. Es gibt auch trauriges und auch das erzählt Joachim. Der Autor ist Norddeutscher und das hört man ihm auch an. In gewohnt norddeutsch-nüchterner Art liest er sein Werk vor. Ich bin schwer begeistert und hoffe, noch mehr zu hören! Klare Weitermepfehlung 🙂

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2011 kam das erste autobiographische Buch des Burgschauspielers Joachim Meyerhoff auf den Markt und im selben Jahr auch das von ihm selbst gelesene Hörbuch. Seit Jahren empfehlen mir unterschiedliche Menschen die Bücher von Meyerhoff, aber bisher bin ich schlicht nicht dazu bekommen. Nachdem ich nun das erst Buch gehört habe, bedauere ich das sehr. In diesem Buch erzählt Meyerhoff von seinem Auslandsjahr in Laramie, Wyoming. Die Erfahrungen und Gedanken des damals 17-jährigen sind an sich recht normal und trotzdem amüsant. Unterbrochen wird das Jahr durch den tragischen Unfalltod seines mittleren Bruders, der ihn nicht loslassen wird. Mir hat, wie erwähnt, der Stil gut gefallen. Kurze, klare Sätze mit Struktur. Keine weitschweifigen Beschreibungen, auf den Punkt den Plot erzählt. Gelesen hat Meyerhoff toll - seine Stimme ist ganz besonders und je nach Stimmung war auch das Gelesene in der Stimmung angepasst. Die gekürzte Lesung hat mich bestens unterhalten.

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Nachdem ich das Hardcover-Buch schon lange im Schrank stehen habe und mich bis dato noch nicht ans Lesen wagte, weil mich das Thema nicht anspricht, habe ich jetzt das Glück gehabt, dass mir der Random House Verlag das Hörbuch zur Verfügung stellte, sodass ich es im Auto hören konnte. Das habe ich getan, sogar bis zum Ende, auch wenn ich mich nun frage, was mir dieses Buch geben sollte. Inhaltlich gefällt es mir nicht, denn das Potential, was der Plot gehabt hätte, wurde nicht genutzt. Also frage ich mich, was Joachim Meyerhoff mit seinem Buch erreichen wollte. – Er blickt einfach zurück und lässt den Leser/Hörer daran teilhaben. Gott sei Dank kann jeder selbst entscheiden, ob er sich für das Leben eines Menschen interessiert oder nicht. Ich kenne den Autor nicht, also interessiert mich persönlich auch nicht, was er als 18jähriger erlebt hat. Dazu kommt, dass er häufig abschweift und dem eigentlichen Thema der autobiographischen Erinnerungen, Amerika, zu wenig Raum schenkt. Er hat das Buch selbst eingelesen und fand ich das anfänglich wenig angenehm, so entfaltet er doch sein Talent zum Lesen. Er singt, spricht mit starkem amerikanischen Akzent, dann sogar gänzlich englisch, er gibt seinen Charakteren unterschiedliche Stimmen und durch all das erzeugt er sogar ein wenig Komik. Seine Kapitel beendet er durch instrumentale Einschübe, die ich auch angenehm fand. Gefallen haben mir auch seine Beschreibungen, die beim Hören sehr plastisch herüber kamen. Insgesamt ist das Hörbuch nett anzuhören. Ich empfand es als leichte Unterhaltung, konnte ab und an schmunzeln, aber das, was die Lübecker Nachrichten am 23.03.2011 sagten, entspricht nicht zu 100% meiner Meinung: “Dieser mitreißende Entwicklungsroman erzählt von Liebe, Fremde, Verlust und begeistert durch Sensibilität, Selbstironie und Witz – gelesen vom Autor!” Mitreißend war er nicht, zielführend leider auch nicht, eher eine Zusammenstückelung von Einzelepisoden, die durchaus nett vorgelesen wurden und teilweise auch komisch waren. Auch mit dem Begriff des “Entwicklungsromans” tue ich mich schwer, denn sicher entwickelt sich der junge Meyerhoff während seines Jahres in den USA, aber für mich braucht es mehr Entwicklung, um diesen Begriff anwenden zu können.

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