Leserstimmen zu
Entwicklungstrauma heilen

Laurence Heller, Aline LaPierre

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“Entwicklungstrauma heilen” ist für mich zur Bibel geworden. Ich habe schon viel über dieses Thema gelesen, aber das ist das erste Buch, in dem wirklich alles drin steht – und zwar verständlich. Es wird Kritik geübt am defizitorientierten Modell der gängigen Psychologie und Psychotherapie. Dies gefällt mir, da die gängigen diagnose-orientierten Modelle nicht mehr zeitgemäß sind und den aktuellen Forschungsergebnissen der Neurobiologie widersprechen. Außerdem gefallen mir die zahlreichen Tabellen und Übersichten, die wesentlich zur Verständlichkeit beitragen. Wesentliche neurobiologische Theorien rund um Entwicklungstrauma, Selbstwertgefühl, Bindungstheorie und Selbstregulation werden komprimiert und absolut verständlich erklärt. Ein großes Lob an die Übersetzerin Silvia Autenrieth, die das Buch aus dem amerikanischen Englisch übersetzt hat. Manchmal finde ich die Sprache etwas holprig, wenn Fachbücher aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden. Aber diesem Buch merkt man an keiner Stelle an, dass es sich um eine Übersetzung handelt. Die Mitschriften aus drei Therapie-Prozessen mit Klientinnen der Autoren (Carola, Emma und Paul) zeigen den Leserinnen praxisnah, wie die Anwendung in der Praxis funktioniert. Inhaltlich stimme ich mit den Aussagen von “Entwicklungstrauma heilen” und NARM hundertprozentig überein - auch wenn ich selbst ein bißchen anders arbeite.Die Prinzipien und die theoretischen Grundlagen sind: Einbeziehung des Körpers, Entschleunigung, Augenhöhe, Containment von Gefühlen, somatische Achtsamkeit, Empathie und Achtsamkeit. “Entwicklungstrauma heilen” ist ein Muss für alle Menschen, die im Bereich Psychologie und Psychotherapie arbeiten. Meiner Erfahrung nach wissen noch viel zu wenig Fachleute über die Zusammenhänge und Wirkung von Entwicklungstrauma. Dabei wird im Jahr 2022 die komplexe PTBS in die offizielle Liste der Krankheiten ICD-11 aufgenommen. Hierfür reichen meines Erachtens die Lektüre der Kapitel des ersten Teils und des ersten Kapitel des zweiten Teils “Physiologie und Trauma”, also lediglich 150 von 400 Seiten. “Entwicklungstrauma heilen” ist ebenfalls sehr hilfreich für betroffene Menschen. Denn allein wenn man sich selbst besser versteht, warum man so ist, wie man ist, trägt das zur Entlastung bei. Auf dieser Basis und mit dem Wissen um Neurobiologie können Betroffene dann wirksame Therapien für sich finden und unwirksame meiden.

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