Leserstimmen zu
Frettsack

Murmel Clausen

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Ich habe das Buch erstmal ein wenig auf mich wirken lassen und bin nun bereit, mein Fazit dazu zu schreiben.. "Frettsack" ist ein leichtes, kurzweiliges Buch, was mich immer mal wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Die Titel über den einzelnen Kapiteln passen irgendwie nicht (immer) zu den jeweiligen Seiten.. Zwar kommt der Autor immer wieder irgendwie darauf zu sprechen, aber so richtig einen Bezug dazu findet man da kaum. :( Das Buch ist zum einen sehr überspitzt, aber zwischen den Zeilen findet man auch tiefgründigere Gedanken. Das Ende hat mich nicht überrascht, fand ich aber auch nicht so gelungen.. :( Ansonsten ist das Buch für zwischendurch ganz gelungen. :) ©2012

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„Frettsack“ ist das 2012 bei Heyne erschienene Debüt von Murmel Clausen. Es ist die Geschichte von Jens Fischer, der aus Geldmangel Samen spendet, dann aber von einem Frettchen unfruchtbar gemacht wird und dann bei der Samenbank einbricht um herauszufinden, ob er schon irgendwo Vater ist. Titel und Cover haben mich schwer begeistert, die Kaufentscheidung fiel mir also sehr leicht. Ich erwartete ein Witze-Feuerwerk alá Tommy Jaud, würde den Autor aber nochmal in die Jaud-Schule schicken. Der Anfang ist auch recht lustig, aber schon bald ist das Gag-Pulver verschossen und mir wurde langweilig, so dass ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe. Schade, dass das Äußere mehr verspricht als das Innere gehalten hat. Die Idee fand ich witzig, aber als das Dilemma geschehen war, mündete die Geschichte in ein chaotische Liebesgeschichte, die mich zeitweise richtiggehend genervt hat. Ich vergebe trotzdem 3 Sterne, denn Cover und Titel sind toll, der Anfang war lustig und sicher gefällt es Leuten, die keine anspruchsvolle Literatur erwarten.

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Jens Fischer ist das, was man ohne lange nachzudenken einen Versager nennen kann. In ein paar Tagen wird er 37, was allerdings nicht das neue 27 ist, sondern sich eher wie 47 anfühlt und anstatt sein Leben mit Frau und Kind zu verbringen, wohnt er in München in einer WG mit dem eher chaotischen Sven Wilde, wobei WG hier nicht für Wohngemeinschaft steht, sondern eher für "wegen Geldmangel", denn angemietet hat Jens die Wohnung vor Jahren, um dort mit seiner damaligen Freundin einzuziehen, die jedoch bereits nach 3 Monaten wieder auszog und Jens somit auf der teuren Wohnung sitzen blieb. Nicht dass er nicht gerne Familie hätte, furchtbar gerne sogar, aber Jens hat einfach keinen Schneid bei Frauen, reihenweise versagt er schon beim ersten Kennenlernen und er wird nun einmal nicht jünger. Als er zusammen mit Sven sein Leben Revue passieren lässt, gesteht dieser ihm, womit er seit Jahren seinen Mietanteil verdient - mit Samenspenden. Laut eigener Kalkulation hat Svens schon mindestens 10 Kinder "gezeugt" und auch Jens solle sein Glück versuchen, so wird er zwar nicht unbedingt Vater, jedoch kann er anderen helfen, eine Familie zu gründen. Anfangs will Jens nichts davon wissen, doch die Idee, einmal in seinem Kopf, hat sich festgesetzt und eher widerstrebend geht er zum Befruchtungszentrum, um sein Sperma untersuchen zu lassen - und, er kann es kaum glauben, er hat exzellente Schwimmer und wird umgehend angenommen. Derweil nimmt das Leben seinen gewohnten Lauf, bis Sven mit einer neuen Idee daher kommt. Da er, zusammen mit seiner Mutter, der Meinung ist, Jens bräuchte unbedingt ein Hobby, hat er beschlossen, zusammen mit ihm Frettchen zu züchten. Jens ist wenig angetan von der Idee, sodass Sven die Aktion alleine durchziehen will, doch es kommt anders als geplant. Während Sven das männliche Frett Idi Amin zu dem Weibchen bringen will, sucht es Zuflucht in der Hose von Jens. Es kommt, wie es kommen muss, während Sven versucht, das Frettchen aus Jens Hose zu holen, beißt dieses an einer sehr ungünstigen Stelle zu. Da Jens allerdings nicht versichert ist, verarzten die Männer die Verletzung selbst und lassen der Natur ihren Lauf. 10 Wochen später sind Jens Wunden soweit verheilt, dass er wieder zum Spenden gehen will - doch er wird umgehend zurück gerufen. Bei einem Test kam heraus, dass keine Samen mehr in seiner Spende sind - er wurde von Idi Amin vasektomiert. Seine Welt bricht förmlich zusammen, jetzt weiß er mit Gewissheit, dass er nie eine Familie haben wird. Wie durch ein Wunder überleben sowohl Sven, wie auch der Frett diese Erkenntnis. Doch Sven wäre nicht Sven, wenn er nicht schon eine geniale Idee hätte, seinen Freund aus dem Tief herauszuhelfen. Gemeinsam wollen sie in die Samenbank einbrechen und herausfinden, ob und welche Frau mit Jens Sperma befruchtet wurde. Gesagt, getan und die Frau hat auch einen Namen und Adresse. Jetzt ist Jens in einer neuen Mission unterwegs, die Frau "zufällig" kennen lernen, sich anfreunden und sie von ihm überzeugen, immerhin ist sie ja mit seinem Kind schwanger und auch so eine Kleinigkeit wie ein Ehemann sollte ja nun nicht wirklich ein Problem darstellen, oder? Doch wer das denkt, kennt Jens nicht ... Was für ein Debüt - der absolute Brüller! Der Plot wurde facettenreich und mit der ein oder anderen überraschenden Wendung ausgearbeitet, sodass der Leser am Anfang noch nicht einmal ahnen kann, in welche Richtung sich dieses Buch entwickeln wird. Die Figuren, allen voran Protagonist, wurden sehr detailliert, inklusive einem exklusiven Blick in Jens Kopf, in Szene gesetzt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, nur durchbrochen von diversen Brüllern, die ich während der Lektüre von mir gegeben habe, weil es in dem Moment mit meiner Selbstbeherrschung einfach vorbei war. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen urkomischen Debüt-Roman handelt, der mir wahnsinnig lustige Lesestunden beschert hat. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band, ich muss einfach wissen, wie es mit diesem liebenswerten Tollpatsch Jens weiter geht.

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Klingt ganz schön bescheuert, die Buchbeschreibung, nicht? - Ist sie auch! Jens Fischer ist tatsächlich kein Glückspilz, vor allem was Frauen anbelangt. Derweil ist er doch echt ein ganz lieber, humorvoller Typ mit gutem Charakter. Ich kann mir da schon vorstellen, was der Grund ist, warum er Keine abbekommt: er geht keinem "gescheiten" Beruf nach. Ich denke, dass er deswegen bei den Frauen einen eher flatterhaften Eindruck hinterlässt. - Frauen haben wohl Angst, dass er nicht dauerhaft für sie sorgen kann. Und hinzu kommt, dass Jens mit 37 Jahren noch in einer WG wohnt, und die, ich drücke es mal nett aus, wie ein Drecksloch aussieht... Soviel dazu. ;-P "Frettsack" ist ein in meinen Augen gut gelungenes Debüt. Die meiste Zeit doch recht witzig geschrieben, hat es mir den ein oder anderen Lacher abringen können. Nur Grinsen kam jedoch wesentlich öfter vor.^^ Klar, hin und wieder hab ich mir auch wegen der niveaulosen, dämlichen Szenen, vor allem mit Hondo (ein wirklich minderintelligenter, der deutschen Sprache nicht mächtiger Prolet) und/oder Sven (Jens Mitbewohner und Killerfrettchenbesitzer), ein Augenverdrehen nicht verkneifen können (deswegen auch ein Stern weniger), aber im Großen und Ganzen war es sehr unterhaltsam und hat Spaß gemacht zu lesen. - Und das ist es ja eigentlich, was ein Buch können soll, oder? ;-) Erwähnen möchte ich an der Stelle noch, dass es durchaus auch ernste Szenen gab und da ich ja generell eine aufmerksame "zwischen-den-Zeilen-Leserin" bin, habe ich da auch ein paar kluge, zum Nachdenken bringende Zitate entdeckt, die ihr auf meinem Blog nachlesen könnt (unter der Rezension): http://janine2610.blogspot.co.at/2014/09/rezension-zu-frettsack-von-murmel.html Dafür, dass das Buch "Frettsack" heißt und ein großes Frettchen am Cover zu sehen ist, habe ich mir doch noch ein bisschen mehr Frettchen in der Hauptrolle erwartet, als tatsächlich war. - Kleines Kritikpünktchen noch am Rande. ;-P Aber sonst: Empfehle ich gerne weiter. Und auch den Nachfolgeroman "Frettnapf", wo noch ein viel süßeres Frettchen am Cover ist^^, werde ich bestimmt lesen.

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