Leserstimmen zu
Luther

Moritz Stetter

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Paperback
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2017 ist "Lutherjahr". Vor allem in Westdeutschland wird die Tragweite dieses Ereignisses im Herbst vielen Menschen klar werden: Der Reformationstag wird dieses Jahr einmalig als bundeseinheitlicher Feiertag begangen. Was soll man mit der Zeit anfangen? Wenige Stunden könnte man der Lektüre der Graphic Novel "Luther" widmen, um zumindest einigermaßen informiert zu sein. Vielleicht habe ich es verdrängt, vielleicht liegt es auch an meiner katholisch geprägten Bildung, wirklich befasst habe ich mich mit Luther und dessen Leben nie. Natürlich kannte ich den Hintergrund des Thesenanschlags. Dieser wird in dem Buch am Ende des ersten Drittels beschrieben. Diese Tatsache zeigt das Verhältnis der Schilderungen der Vorgeschichte und der Auswirkungen. Einige geschilderte Fakten (oder Interpretationen) wie Luthers Sichtweise auf den Bauernkrieg und das Judentum sind m. E. gerade im Hinblick auf ein "Jubeljahr" bemerkenswert. Vermutlich im Hinblick auf das Jubiläum des Thesenanschlags wurde vor genau drei Jahren Moritz Stetters "Luther" veröffentlicht. 2016 wurde die zweite Auflage gedruckt. Als streiflichartiger Einblick in das Leben des Eislebeners ist "Luther" zu empfehlen. Wer es genauer möchte, sollte sich eines der zahlreichen Werke mit entsprechendem Anspruch widmen. Die Qualität der Zeichnungen reicht von "reduziert einfache" bis "dramatisch". Wichtige Persönlichkeiten werden besonders detailliert dargestellt, einigen Zeichnungen widmete ich gerne einige Momente, weil sie durchaus Stimmungen transportieren. Ob Luther ein ganze Jahr gefeiert werden muss, soll jeder für sich selbst entscheiden. Den Feiertag und diese Lektüre nehme ich gerne mit.

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Von Zweifeln und inneren Kämpfen: ein Luther-Comic in der Luther-Dekade Wie kam es, dass Martin Luther Mönch wurde, anstatt als Jurist Karriere zu machen? Welche inneren und äußeren Anfechtungen führten schließlich zum Bruch mit der Katholischen Kirche? Welche Position nahm Luther im Bauernkrieg ein? Und wie stand er zu den Juden? In eindrucksvollen Bildern zeichnet Moritz Stetter wichtige Stationen im Leben des Reformators nach und ordnet sie in das Lebensgefühl und die politische Situation seiner Zeit ein. Martin Luther begegnet nicht nur als Erneuerer und Theologe. Sichtbar wird auch der Mensch: von Zweifeln geplagt, von Entschlossenheit getrieben, Gemeinschaft suchend und - nicht zuletzt - das Lebe Meine Meinung: Ich denke von Martin Luther hat jeder schon einmal gehört. Sein aufregendes Leben ist in dieser Graphic Novel einfach hervorragend dargestellt. Die gesamten Zeichnungen sind einfach grandios. Vor allem werden die Gefühle und der innere Zweikampf mit Dämonen gut zeichnerisch umgesetzt. Es entsteht einfache eine einmalige Atmosphäre. Die Texte sind wunderbar formuliert, kurz und knapp, so dass keine Langeweile aufkommt. Zudem sind die geschichtlichen Hintergründe sehr gut recherchiert und man erkennt auch durchaus Orte wieder. Z. Bsp die Fugger Häuser in Augsburg. Ich finde das dies ein besonders guter Weg ist, Jemanden Geschichte näher zu bringen. Mein Fazit: Eine fantastische Graphic Novel bei der man nur lernen kann.

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Luther

Von: DVDFANnet

09.08.2015

Ein Comic vom „Gütersloher Verlagshaus“!? Ja, unser geliebtes Medium erhält auch bei namenhaften Häusern Einzug, was von mir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich begrüßt wird. Das es sich dabei um eine religiöse Biografie handelt, das ist kein Wunder, denn auf der Internetseite wird mit den Worten „Gesellschaft & Religion“ sowie „Theologie & Gemeinde“ geworben. Klingt dröge!? Vielleicht sogar abschreckend!? Nicht täuschen lassen, denn gerade hinter der historischen Figur Martin Luther steckt einiges, denn durch seine berühmten Thesen veränderte sich die damalige Welt. Das sich nun ein Graphic Novel dies zum Thema macht, ist wunderbar, denn ich bin kein Freund von Wälzern, die 600 Seiten stark sind und jeden Wimpernschlag ihrer Figur beleuchten. Da kommt mir ein Comic mit über 160 Seiten sehr gelegen. Der Zeichner und Autor Moritz Stetter konzentriert sich auf die maßgebenden Ereignisse, vergisst dabei aber nicht, diese mit Leben zu füllen. Der Leser erfährt so die Ausgangslage und welche Motive Luther zu seinen Taten getrieben haben. Luthers wichtigste Erkenntnis entstammt dem Römerbrief, aus dem er die Aussage „Gerechtigkeit als Gnade, nicht als Strafe!“ ableitete. Wann das Prinzip der Gerechtigkeit (lat. sola gratia) entstand, ist in der modernen Forschung jedoch umstritten. An dieser Stelle komme ich aber wieder zu meiner Aussage, dass dieses Graphic Novel nur die Eckdaten nennt und der Leser damit einen guten Überblick über Martin Luther erhält. Ob das nun 1511, 1515 oder gar im Jahr 1518 passierte, soll uns nicht weiter stören, wichtig ist nur die Botschaft. Was diese Botschaft und all seine Taten auslöste, war von ihm nicht gewollt. Er wollte die friedliche Revolution und nicht einen Krieg, wie den Bauernkrieg. Luther ist eindeutig der Hauptdarsteller, aber ohne die Nebenschauspieler kann der Star nicht glänzen. Stetter hat daher wichtige Figuren aus der Zeit ebenfalls vorgestellt, wie zum Beispiel den Tschechen Jan Hus (Johannes Huss). Das Johannes Gutenberg im Jahr 1450 den Buchdruck erfunden hat, ist zudem ein wichtiges Vorereignis, denn ohne die Möglichkeit seine Thesen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen, hätten sie mit Sicherheit nicht das bekannte Ausmaß angenommen. Diese erste Medienrevolution war also ein wichtiger Aspekt. Das Artwork ist in schwarz und weiß gehalten. Die meisten Panels wirken groß und weisen einen dicken Strich auf. Dennoch gehen sie zum großen Teil sehr ins Detail. Der innere Konflikt von Luther wird entsprechend mit Dämonen dargestellt. Wie der berühmte kleine Teufel, der bekanntermaßen auf der Schulter sitzt, verfolgen sie seine Gedanken. Die ganze Dramatik wird so verdeutlicht. Krieg und Morde werden zudem sehr drastisch dargestellt, es wird also kein Blatt vor dem Mund genommen, was die Grausamkeit der damaligen Zeit bestens widerspiegelt. Zum Abschluss gibt es noch einige Zitate von unterschiedlichsten Personen, die sich über den Hauptprotagonisten geäußert haben. Am strittigsten ist sicherlich die von Julius Streicher, der im Jahr 1946 beim Nürnberger Kriegsprozess sagte: „Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meiner Stelle als Angeklagter“. Diese Aussage zielte auf Luthers Antijudaismus ab, von denen sich die evangelischen Kirchen erst ab 1950 distanzierten. Aber auch Friedrich Nietzsche und Dietrich Bonhoeffer kommen zu Wort. Eine Zeittafel rundet die Ausgabe ab. Fazit: Wer die wichtigsten Eckdaten aus dem Leben von Martin Luther lesen möchte, ohne tiefer in die Materie einzutauchen, ist mit diesem Graphic Novel bestens aufgehoben. Moritz Stetter veranschaulicht den Reformationsprozess in tollen, greifbaren Bildern. Bewertung: ★★★★★★ Informationen Broschiert: 160 Seiten Verlag: Gütersloher Verlagshaus (28. Januar 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3579070541 ISBN-13: 978-3579070544

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Mit Luther ist Moritz Stettler eine wirklich solide Graphic Novel über das Leben dieses Reformators gelungen. Mit eindrücklich Bildern und Zitaten von Luther selber hat er es geschafft die Lebensgeschichte und das Wirken von Luther verständlich zu machen. Besonders hilfreich hierbei ist vor allem der Zeitstrahl am Ende des Buches in dem nicht nur noch einmal Chronologisch die Wichtigsten Geschehnisse aufgeführt sind, sondern sich auch noch Erklärungen zu dem Leben zur Zeit von Luther finden. Dennoch hätte hier stellenweise noch mehr in die Tiefe gegangen werden können.

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