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Leserstimmen (4)

Micaela Jary: Die Bucht des blauen Feuers

Die Bucht des blauen Feuers Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-47714-2

Erschienen: 16.10.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub), Hörbuch Download

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Ganz nette Idee, die Umsetzung war jedoch etwas langatmig

Von: Julia Mohr (Letters from Juliet) Datum : 06.05.2015

www.envoutant.org

Meine Meinung

Der Klappentext klingt recht vielversprechend, das Cover ist wunderschön, umso enttäuschter war ich von dem Buch.
Es war definitiv nicht schlecht, aber ich hatte mehr erwartet. Es vergehen sehr viele Seiten bis die Reisegruppe endlich in Südwestafrika ankommt und erst da nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird spannend. So langatmig die Reise ist, desto schnelllebiger wird die Handlung in der Kolonie – zu schnell geht diese Zeit vorbei. Hier hätte die Autorin sich wirklich etwas mehr Zeit lassen können.
Der Schreibstil war in Ordnung, aber ich kenne viele Autoren, bei denen mich der Schreibstil mehr anspricht. Zumal es viele Stellen gab, die mir zu langweilig waren.
Mir gefallen sowohl Emma, als auch Dorothee recht gut. Dorothee ist das verwöhnte Töchterchen, was eine Menge Geld mit ihren Auftritten als Pianistin verdient. Allerdings ist sie schwer krank und so wird ihr Glück getrübt. Emma ist dagegen recht robust und wild entschlossen ihre Mutter zu finden. Manfred von Paschen war mir zu anstrengend, da er ziemlich schmierig, aalglatt und aufdringlich ist.
Die Geschichte wird nicht nur aus Emmas und Dorothees Perspektive erzählt, sondern auch aus der von Emmas Mutter, was ich sehr interessant fand, da man sie so besser verstehen konnte.
Insgesamt war das Buch ganz nett, wird mir aber nicht wirklich in Erinnerung bleiben. “Sehnsucht nach Sansibar” habe ich auch noch zu Hause, wobei ihr hier auch schone weniger begeisterte Meinung gehört habe. Hoffentlich wird das Buch besser bzw. weniger enttäuschend.

Fazit

Ganz nette Idee, die Umsetzung war jedoch etwas langatmig mit einem zu schnellen Ende. Dafür haben mir die Charaktere größtenteils recht gut gefallen.

Ein Leben am anderen Ende der Welt

Von: Monika Stutzke Datum : 19.02.2015

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Erst nach dem Emmas Vater bei einem Unfall zu Tode kommt, erfährt sie, dass ihre Mutter nicht, wie sie immer geglaubt hatte, tot ist, sondern dass sie in Südwestafrika lebt. Im Nachlass ihres Vaters findet sie an sich adressierte Briefe ihrer Mutter, die sie nie zu Gesicht bekommen hat.
Während sie noch überlegt, wie es mit dem Fotoatelier ihres Vaters weiter gehen soll, lernt sie die Pianistin Dorothee von Hirschberg kennen. Diese will mit ihrem Vater nach Südwestafrika fahren, um dort von ihrer Krankheit zu genesen und Konzerte zu geben. Da sie dort ihre Reise mittels Fotos dokumentieren möchte, fragt sie Emma, die ebenfalls etwas von Fotografie versteht, ob sie nicht gemeinsam die Reise machen wollen.
Auf dem Schiff lernen sie Manfred von Paschen kennen, der beide Frauen nachhaltig beeindruckt, obwohl er viel älter als sie beide ist. Er und Ernst Keller haben ihre eigenen Gründe, die Fahrt nach Südwestafrika anzutreten ...

Wieder einmal mehr versteht es die Autorin Micaela Jary, den Leser mit ihrem Roman zu fesseln und ihn in eine unbekannte Welt vergangener Zeit zu entführen.
Ihr Roman führt den Leser ins Jahr 1909, beginnend in Berlin und mit dem Tod von Emmas Vater. Nachdem es ein Kennenlernen der Protagonisten gab, wurde der Schauplatz auf ein Schiff verlegt, welches sich auf den Weg nach Deutsch-Südafrika, dem heutigen Namibia, befindet.
Beide Frauen verlieben sich in den undurchsichtigen Manfred von Paschen, aber welches Spiel genau er spielt, ist recht lange nicht erkennbar.

Dann endlich in Südwestafrika angekommen, verläuft das Leben der beiden Frauen nicht so, wie sie es sich erträumt haben, das Schicksal schläft nämlich nicht.

Die Autorin hat auch für diesen Roman wieder wie gewohnt akribische Recherchearbeit geleistet. Mich persönlich hat sie mit Wissen bereichert. Die Kolonialzeit hat mich bisher nicht weiter berührt und schon gar nicht in Afrika.
Aber das Hintergrundwissen, das Micaela Jary hier recherchiert hat, bezüglich der Rohdiamanten, war dann doch schon ausgesprochen interessant. In einem Teil der Welt zu wohnen, wo man sich nur bücken muss, um die Diamanten zu bergen, zieht natürlich nicht nur rechtschaffende Leute an.
Aber auch mit der Welt der Fotografie hat sich die Autorin auseinandergesetzt und lässt den Leser daran teilhaben.

Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser in die jeweiligen Örtlichkeiten hineinzuversetzen. Ihre bildliche Wiedergabe macht es dem Leser leicht, sich dort ebenfalls wohl zu fühlen. Berlin in einer längst vergangenen Zeit zu erleben, hat schon etwas faszinierendes an sich, aber erst nach den Beschreibungen von Afrikas Landschaft in der Lüderitzbucht möchte man sich auf den Weg machen, um genau das auch in natura sehen zu können.

Dieses Buch ist ein fantastischer Roman mit interessanten Charakteren, die immer für eine Überraschung gut sind und der an verschiedenen Handlungsorten spielt, deren Umfeld und Geschichte sehr gut recherchiert wurden.
Ein Buch, das ich für absolut empfehlenswert halte.

Eine Reise ins ferne Südwestafrika

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim Datum : 30.01.2013

Das neuste Buch von Micaela Jary beginnt in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts. Die junge Emma Thieme verarbeitet gerade den Verlust ihres Vaters und muss sich mit der Frage beschäftigen, was aus dem Photoatelier werden soll, als sie Dorothee von Hirschberg kennenlernt.

Dorothee von Hirschberg hat ein Engagement in Südwestafrika erhalten und möchte zuvor noch einige Aufnahmen für Werbeplakate von sich machen lassen. Allerdings ist der dafür ausgewählte Fotograf – Emmas Vater – bei einem Unfall ums Leben gekommen.

So begegnen sich zwei Frauen, die zunächst nichts verbindet. Als Emma dann während des Besuchs von Dorothee Briefe ihrer tot geglaubten Mutter aus Südwestafrika findet, beschließen die Frauen, dass Emma Dorothee in die Kolonie als Reisefotografin begleiten wird.

Doch wie wird Emmas Mutter auf den überraschenden und unverhofften Besuch ihrer Tochter reagieren? Was hat es mit Manfred von Paschen auf sich, der den beiden Frauen während der Fahrt nicht von der Seite weicht?


Das Cover ist wunderschön. Am Ende des Buches findet man ein Nachwort der Autorin zur Geschichte und eine übersichtliche Zeittafel.

Mit Begeisterung habe ich mich ans Lesen gemacht und durfte mich über einige spannende Stunden im Leben von Emma Thieme freuen.

Die Autorin hat sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Gerade bei den Ausführungen zur Photographie, dem Klavierspielen oder dem Leben in den Kolonien und dem Diamantenhandel wird dies deutlich. Leider habe ich bei dem einen oder anderen Fachbegriff einen erklärenden Glossar vermisst. Der Kontext jedoch hat in den meisten Fällen Aufschluss gegeben.

Die Protagonisten werden nach und nach in die Geschichte eingeführt und man lernt sie im Verlauf immer genauer kennen. So bleiben sie zu Beginn etwas farblos, nehmen aber mit Fortschreiten der Geschichte Farbe und Gestalt an, so dass sie dem Leser am Ende als gute Freunde ans Herz gewachsen sind.

Die Handlung startet mit einem Prolog, der mit der Mutter von Emma beginnt. Zunächst ist unklar, um wen es geht. Man kann vom Klappentext her Vermutungen anstellen. Dann geht es 1909 in Berlin bei Emma Thieme los.

Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen und Spannungspunkte. Im letzten Drittel zieht die Autorin die Spannung noch einmal an und macht aus dem Roman einen kleinen Krimi. Ein ruhigeres Ende lässt den Leser die Geschichte weiter träumend zurück.

Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Als Leser ist man immer am überlegen, wie es weiter geht bzw. was es mit den einzelnen Protagonisten auf sich hat. So verfliegen die Seiten und ehe man es sich versieht, muss man ins 21. Jahrhundert zurückkehren.


Fazit:

Ein wunderschöner Roman, der dem tollen Cover gerecht wird.

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Südwestafrika und zeigt die Lesensweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts logisch und nachvollziehbar auf.

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Reise mit Micaela Jary – wohin sie auch gehen mag!

...wieder ein Leseerlebnis...

Von: Lisa Scholl (Blog: SchmetterlingsLiteraturreise) aus Kaiserslautern Datum : 28.12.2012

Berlin 1909: Die Fotografentochter Emma Thieme muss den Verlust ihres kürzlich verstorbenen Vaters betrauern. Wie soll alles weitergehen? Alle raten ihr zu heiraten, eine gute Partie zu machen. Als Emma zufällig in den Sachen ihres Vaters Briefe ihrer totgeglaubten Mutter findet, ist sie erschüttert. Nicht nur, dass sie jahrelang dachte, ihre Mutter sei tot - nein, sie hat die Familie einfach verlassen. Nur warum hat der Vater diese Lüge in die Welt gesetzt? Und warum ist ihre Mutter gegangen - ausgerechnet nach Südwestafrika? Als Emma die Briefe durchsucht, findet sie Rohdiamanten. Auf nicht legale Weise macht sie diese zu Geld, um nach Südafrika zu reisen.



Der Zufall will es, dass Emma und die junge, begabte Pianistin Dorothee von Hirschberg bereits mehrmals aufeinander trafen und beide das selbe Ziel haben. Dorothee muss nach Südafrika, um Konzerte zu geben. Emma will ihr mit einem Bildband über die Künstlerin selbst helfen, da der eigentlich dafür vorgesehene Fotograf ihr Vater gewesen wäre.



Auf dem Schiff lernen sie Manfred von Paschen kennen, der bereits gewitzt die Bekanntschaft von Dorothee's Vater gemacht hat und sich somit in den erlauchten Kreis eingeschleust hat. Als Schürzenjäger und auf der Suche nach einer Geldgeberin hat er sich Dorothee auserkoren. Wäre da nicht immer ihre Freundin Emma in der Nähe, die ihn so sehr an eine längst vergangene Liebelei erinnert...

Alle voneinander angetan scheint das emotionale Chaos perfekt - doch Südafrika bietet mehr als Hitze, Staub und Diamanten... Es lauern viele Gefahren dort - und Geheimnisse kommen ans Tageslicht...





Zuerst einmal ist zu bemerken, dass die Gestaltung und das Cover des Buches wirklich zum Träumen einladen. Es passt perfekt zu "Sehnsucht nach Sansibar", welches bereits in meinem Regal steht.

Micaela Jary schafft es erneut, ihre Leser in die Fremde zu entführen. Dieses Mal ist der Schauplatz Südwestafrika - in der Zeit des Diamantenfiebers.

Ihr Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut. Jedoch konnte mich "Die Bucht des blauen Feuers" einen Tick weniger begeistern als "Sehnsucht nach Sansibar", weil ich die Romantik nicht ganz so spüren konnte. Dennoch war es ein wirklich schönes Leseerlebnis.



Bei den geschichtlichen Daten bzw. zu der Zeit gesellschaftlich üblichen Handlungsweise der Charaktere wird klar, dass die Autorin wirklich gut recherchiert hat und fundiert Wissen einfließen lässt.



Im Mittelpunkt stehen erneut weibliche Charaktere. Dieses Mal sind es Emma und Dorothee. Natürlich musste ich manchmal über ihre Entscheidungen und Aussagen grübeln, aber das liegt einfach daran, dass wir Frauen heutzutage so emanzipiert sind, im Vergleich zu damals. Dieser Punkt sticht aber nicht sehr oft heraus, da man ansonsten mitten im Geschehen steckt. Ebenfalls ist dies nicht negativ zu sehen, denn es zeigt, wie unglaublich authentisch die Autorin die Zeit wiederspiegelt.



Zu Beginn dachte ich, dass die Figuren etwas fade beschrieben sind. Doch je weiter man sich in die Handlung einliest, desto mehr Stärke wird den Charakteren verliehen und man fühlt wirklich mit ihnen, sodass man am Ende enttäuscht ist, dass die Geschichte nun zu Ende ist.



Ebenso muss man der Autorin ihre bildhafte Schreibweise hoch anrechnen. Man sieht die Landschaft und Natur so vor dem eigenen geistigen Auge, dass man sich nur noch wünscht, dort zu sein.



Meiner Meinung nach war dieses Buch wieder ein Leseerlebnis, welches ich nicht missen möchte und ich freue mich jetzt schon auf Micaela Jarys neues Werk.