Leserstimmen zu
Die Perlen der Wüste

Doris Cramer

Marokko-Saga (2)

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Taschenbuch
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Auch der zweite Teil der Marokko-Saga hat mich wieder vollends in seinen Bann gezogen, wie schon Teil 1 „Das Leuchten der Purpurinseln“ lädt auch dieses Buch wieder zum Träumen ein und entführt uns in die atemberaubende Welt Afrikas. Das Cover finde ich noch schöner, als das des ersten Teils. Wüste soweit das Auge blickt, dazu die Karawane. Als Leser weiß man sofort, worauf man sich einlässt und was einen erwartet. In diesem Roman steht Sarah, die Tochter von Mirijam und Miguel im Mittelpunkt, es geht um ihr Leben und um ihren Weg. Sehr gut wird der Konflikt zwischen den Generationen dargestellt. Sarah ist unbedarft und ein klein wenig naiv, sie glaubt an die große Liebe und kennt noch nicht die Gefahren, die die Welt für sie bereithält. Aber im Laufe des Romans wird sie zu einer Frau, die das Leben kennen gelernt hat und die es hinter die Fassaden der Menschen blicken kann. Sie besinnt sich auf das was wirklich wichtig ist und was zählt im Leben. Die Geschichte wird chronologisch aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, sodass auch die Örtlichkeiten in diesem Roman wechseln. Doris Cramer hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt. Die vielen arabischen Begriffe sind im Anhang aufgelistet, sodass man als Leser immer nachschlagen kann. In der vorderen Klappe des Taschenbuches ist eine Landkarte abgedruckt, die die Reise Sarahs abbildet. In der hinteren Klappe befindet sich der Stammbaum von Saïd und seiner Familie. So sind auch die etwas komplizierten Familienverhältnisse kein Problem. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Personen so wunderbar von der Autorin gezeichnet wurden, ich konnte mich immer in die Lage des jeweils erzählenden Protagonisten hineinversetzen. Man erfährt sehr viel über die Lebensart und –weise der Berber, sowie die Handelsbeziehungen zwischen Afrika und Europa. Auch die Abschnitte in Venedig haben mir sehr gut gefallen, die Frau des Rabbis habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die gerne Love- und Landscape-Sagas lesen, aber auch solche, die gerne etwas von Marokko und den Berbern lesen wollen, sich aber an einer Liebesgeschichte nicht stören. Sicherlich ist dieses Buch für die weibliche Leserschaft geschrieben worden ;-) Ein äußerst lesenswerter historischer Roman vor einer außergewöhnlichen Kulisse, wer gerne von fernen Ländern träumt, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es für diese tolle Unterhaltung eine klare Leseempfehlung.

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Eine Perle fürs Buchregal

Von: Sonja aus Hannover

19.08.2013

INHALT: Sarah ist die wohlbehütete Tochter von Mirijam und Miguel. Sie hat Zeit sich ihrem Hobby der Perlenstickerei zu widmen und verfällt in eine bedenkenlose Schwärmerei als eines Tages der venezianische Kapitän Marino vor der Tür steht. Sie gibt sich ihm ohne Wissen der Eltern hin. Doch dieser spielt ein doppeltes Spiel und verlässt Sarah. Auf der Suche nach Marino trifft Sarah auf den Berberfürsten Said. Eine gefährliche Reise mit unbestimmten Ziel beginnt. FAZIT: Der erste Band der Trilogie "Das Leuchten der Purpurinseln" hat mir schon sehr gut gefallen. Dieser beschäftigt sich ja mit Mirijam und Miguel und ist keinesfalls Voraussetzung für diesen Band. Die Geschichte von Sarah beginnt ca. 20 Jahre nach dem Ende von Band 1 und hat nur hier und da Eckdaten und Namen aus dem ersten Band, die aber problemlos aus dem Zusammenhang erkannt werden können. Die Hauptpersonen Sarah, Marino und Said treffen bereits am Anfang in verschiedenen Konstellationen örtlich bzw. persönlich aufeinander. Er wird auch schnell klar, wer hier "der Gute" und "der Böse" ist. Hatte ich im ersten Teil noch kritisiert, dass die Personen erst nach langer Vorbereitung in der Geschichte aufeinander treffen, fügt sich in diesem Band alles (verletzte Ehre, Rache, Freundschaft, Vertrauen, Krieg, Familie, Vergebung, Liebe) wunderbar zusammen. Alle Achtung. Man fiebert mit Sarah und ihren Lieben mit. Die Nebencharaktere sind vielfältig und abwechslungsreich gelungen, so dass man auch gern Passagen "nur" mit den Nebenpersonen liest. An manchen Stellen tat ich mich schwer mit den ganzen arabischen und osmanischen Namen und wer mit wem verwandt ist und wer wem unterstellt ist. Doch hier bewies ich Mut zur Lücke und las immer weiter und hoffte auf ein schönes Ende. Der Titel passt übrigens wunderbar zur Geschichte und zum Ende für Sarah und.....Da mir dieser Band noch ein bisschen besser gefallen hat als der erste, vergebe ich 5 von 5 Punkte. Ein geeigneter Roman für Urlaub, Sand und Sonne. (Zum Bloginterview mit der Autorin geht es HIER. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2012/09/interview-mit-doris-cramer-von-sonja.html) http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/08/doris-cramer-die-perlen-der-wuste-von.html

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