Leserstimmen zu
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth

Die Bestimmung-Reihe (2)

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Gelungene Fortsetzung

Von: JK

18.11.2017

Tris, ihr Bruder Caleb, ihr Freund Tobias und einige andere Überlebende Selbstlose und Furchtlose sind nach dem Vereiteln des Putschversuches im Chicago der Zukunft zu den Freundschaftlichen geflohen. Diese leben außerhalb der Stadt und bauen hauptsächlich Lebensmittel an. Die Flüchtlinge werden aufgenommen und versorgt, doch will man im Konflikt keine Partei ergreifen, um den eigentlich schon nicht mehr existierenden Frieden zwischen den Kasten nicht zu gefährden. Doch die Gesinnung der Kaste ist härter erkauft als erwartet. Menschen mit zu viel Aggression werden mit Drogen beruhigt und diese scheinen auch täglich mit unter das Brot gemischt zu werden, um alle Mitglieder der Kaste der Freundschaftlichen in heiterer und friedfertiger Gemütslage zu halten. Als ein Trupp der putschenden Gelehrten mit einigen übergelaufenen Furchtlosen eintrifft, um nach den Flüchtlingen zu suchen, entkommen Tris, Tobias, Caleb und seine Freundin Susan zurück in die Stadt. Dort werden sie von den Kastenlosen aufgegriffen. Diese werden von Tobias totgeglaubter Mutter angeführt, die ihrerseits eine Machtübernahme durch die Kastenlosen plant. Tris und Tobias ziehen weiter in das Hauptquartier der Aufrichtigen, wohin sich viele der Furchtlosen zurückgezogen haben. Dort müssen sie unter Einfluss eines Wahrheitsserums erst einmal Anschuldigungen der Mittäterschaft beim Putsch der Gelehrten entkräftigen. Kurze Zeit später werden sie erneut angegriffen. Die Angreifer verwenden diesmal jedoch keine tödlichen Waffen, sondern verschießen Pfeile mit einem neuen Simulationsserum. Nachdem die Furchtlosen zurück in ihr altes Hauptquartier gezogen sind, werden die Folgen des neuen Serums klar. Es ist zeitlich unbegrenzt einsetzbar und die Gelehrten nutzen es, um Furchtlose Selbstmord begehen zu lassen. Sie haben nur eine Forderung: Ein Abweichender muss sich ihnen stellen, sonst sterben jeden Tag weitere Furchtlose. Tris beschließt, dass sie sich zum Wohl Aller stellen wird und schleicht sich davon. Das ganze Buch über leidet Tris unter dem Trauma, am Ende von Die Bestimmung ihren Freund Will erschossen zu haben und der Selbstaufopferung ihrer Eltern. So kann sie keine Waffe mehr in die Hand nehmen. Ihre Schuldgefühle treiben sie zur Verzweiflung. Im Gegensatz zu Katniss Everdeen in den späteren The Hunger Games / Die Tribute von Panem-Büchern führt diese Verzeiflung jedoch dazu, dass sich Tris ins Geschehen stürzt und aktiv nach Antworten sucht. Dies liest sich wesentlich angenehmer als die zunehmende Passivität in die die Hauptcharakterin aus Die Tribute von Panem abdriftet. Auch weitere Ähnlichkeiten zwischen den Reihen sind nicht von der Hand zu weisen. In beiden werden Jugendliche dazu gezwungen andere zu töten und sehr viele Grausamkeiten zu ertragen. Veronica Roth ist dies ganz gut gelungen. Das Ende von Tödliche Wahrheit eröffnet einen kleinen Einblick in eine viel größere Welt, so dass man sich fragt, wie Veronica Roth die Story in nur einem weiteren geplanten Band zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen wird, der nicht mehr Fragen offen lässt, als er beantwortet.

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Es geht weiter mit dieser spannenden Reihe und auch der Liebe von Tris und Four. (Achtung, es könnten Spoiler zu Teil 1 auftreten) Das Cover: Chicago’s Silouette im Sonnenuntergang. Wunderschön. Und im Mittelpunkt scheint wieder ein Zeichen einer Fraktion zu stehen. Da es ein Baum ist glaube ich, dass es das Zeichen der Amite ist, die friedfertig leben und die in diesem Teil für viele Menschen eine Zuflucht bedeuten. Das Buch: In diesem Teil gibt es Krieg. Nachdem die Ken eine Aktion gestartet haben, bei der fast alle Altruan umgekommen sind, sind die Fraktionen gespalten. Es gibt nur noch Menschen, die für die Ken und Jeannine Matthews sind oder Menschen, die dagegen sind. Und Tris und Four gehören zur zweiten Sorte. Sie konnten noch schlimmeres verhindern, werden aber jetzt verfolgt. Zunächst suchen sie auch Zuflucht bei den Amite, doch dort können sie nicht lange bleiben. Jeannine Matthews beginnt die Unbestimmten zu jagen und zu töten. Die Welt, wie die Menschen sie gekannt haben, existiert nicht mehr und es sind Zweifel am System geweckt worden. Tris und Four entschließen sich zu kämpfen und verlieren dabei Menschen, die ihnen wichtig sind. Meine Meinung: Der Kampf geht weiter und das Buch hat mich wieder gut unterhalten. Da es der zweite Teil der Reihe ist, werde ich mich mit meiner Meinung kurzfassen. Tris und Four sehnen sich nach Freiheit und danach, selbst entscheiden zu dürfen wer sie sind und wo sie hingehören. Die Menschen unterschiedlichster Fraktionen schließen sich zusammen und kämpfen für ihre Freiheit. Und natürlich gibt es hier immer noch Menschen, die sowohl die Fraktionen zurückwollen, als auch Menschen, die einfach an die Macht möchten und die Welt nach ihren Vorstellungen gestalten wollen. Das Buch ist spannend und hat mich gefesselt. In Sachen Brutalität wird meiner Meinung nach nicht so ins Detail gegangen wie bei Teil 1, aber auch hier verlieren Menschen ihr Leben auf grausame Weise. Und das und andere Dinge, die ich nicht verraten möchte, bringt Tris dazu, sich auf eine Mission zu begeben, die für sie nur tödlich enden kann. Four möchte das natürlich nicht zulassen, aber erfährt erst sehr spät davon. Vielleicht zu spät? Die Beziehung von Four und Tris scheint sich einerseits weiterzuentwickeln, andererseits haben beide Vertrauensprobleme und andere Vorstellungen was es heißt, eine Beziehung zu führen. Was mich an dieser Beziehung ein bisschen gestört hat ist, dass immer wieder Situationen auftauchen, die im Grunde von denselben Dingen verursacht worden sind, aber sie scheinen nicht wirklich daraus zu lernen. Mein Fazit: Es könnte eine meiner Lieblingsreihen werden.

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Das Cover Das Cover des zweiten Bandes ist hauptsächlich orange. Mich selbst erinnert es sehr an Herbst. In der Mitte ist ein Baum abgebildet, dessen Blätter durcheinander gewirbelt werden. Sieht für mich aus wie der Baum der Amite. Ich mag das Cover, da es sehr einheitlich erscheint. Im unteren Teil kann man Umrisse einer Stadt sehen und einen Zug. Die Stadt spiegelt für mich die Ken wieder und der Zug die Ferox. Der Titel "Die Bestimmung" ist eindeutig, es geht um "Bestimmte" und "Unbestimmte". "Tödliche Wahrheit" hat bei mir die Frage aufgeworfen, was denn so erschreckend sein könnte, dass es tödlich endet. Natürlich erfährt man dies im Buch, sehr schade finde ich es, dass die Auflösung erst in den letzten zehn Seiten kommt. Ansonsten habe ich von "der tödlichen Wahrheit" erhofft, dass sie das System zu Fall bringen sollte, denn mir selbst gefällt die Vorstellung nicht in verschiedene Kategorien eingeteilt zu werden. Der Inhalt Wieder einmal frage ich mich, warum dieses Buch so lange auf meinem SuB lag. Die Welt von Tris ist mittlerweile gespalten, es gibt die Ferox die für das Gute kämpfen und die, die sich mit den Ken zusammengeschlossen haben. Auch die Candor sind zu den Ken gegangen. Die Altruan, zu mindestens das was von ihnen übrig ist, leben bei den Amite, auch sind alle anderen Fraktionen geteilt. Ken leben bei den Amites oder geflüchtete Candor haben sich Schutz bei den Fraktionslosen gesucht. Ich könnte immer weiter erzählen... die Welt ist gespalten. Für Tris und Four bedeutet das die Ken zu stürzen und ihr Wissen/ die Simulation zu vernichten. Tris muss zusehen, wie ihre Freunde sterben. Sie hat Probleme alles zu verarbeiten und kann noch nicht einmal mehr eine Waffe tragen ohne daran zu denken, dass sie Will, ihren besten Freund umgebracht hat. Sie entschließt sich den Ken zu stellen, damit kein anderer mehr sterben muss, was sie nicht bedacht hat, Tobias stellt sich auch, denn wenn Tris stirbt, stirbt auch Tobias. Bei den Ken gefangen genommen, werden an Tris Tests gemacht, damit die Simulation von Janine perfektioniert werden kann. Doch alles kommt anderes Tirs trotzt Janine und sie beschließt Tirs zu töten. Meine Meinung Warum nochmal lag das Buch auf meinem SuB????? Eine Frage die sich mir die ganze Zeit stellt. Auch der zweite Teil ist so gut geschrieben und so super spannend, dass ich diese Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen/ eingeatmet habe. Ich finde in diesem Teil gut, dass auch gezeigt wird, dass Tris auch nur ein 16 Jähriges Mädchen ist, dass sie auch mal nicht kann. Zwar wirkt sie auf mich nicht schwach, macht sie für mich aber menschlich. Natürlich finde ich es auch gut, dass Tobias, alias Four, auch auf die Probe gestellt wird. Im Ganzen fand ich das Buch super gut! Ich bin schon auf Teil drei gespannt! Über die Aurotin Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet. Nun hat ihr Buchhit auch die Leinwand erobert. In der Verfilmung der preisgekrönten Romane begeistern die Stars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four.

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Die Fraktionen zerfallen und man erfährt einiges über andere Fraktionen. Tris Welt steht auf dem Kopf es ist erst drei Tage her das sie Will getötet hat. Keiner weiß davon und Tris ist immer an ihre Seite und versucht ihr zu helfen. Doch jede Fraktion versucht die Oberhand zu bekommen. Die Jagd auf die Unbestimmten hat begonnen. Dieses Buch ist eine Bewährungsprobe für Tris und Tobis. Endlich habe die beiden sich gefunden und dann werden sie großem Druck ausgesetzt. Beide können sich nur trauen, doch merkt man wie beide sich ändern. Durch das erlebte, die ungewisse Zukunft und den Geheimnissen die sich auch gegenseitig geheim halten. Die Spannung bleibt weiterhin immer greifbar und zieht einen immer mehr in ihren Bann. Wendungen die man kommen sieht und Wendungen die einen eiskalt erwischen. Ich kann es kaum erwarten das dritte und letzte Band zu lesen. Denn einige Andeutungen werden gemacht die mich wirklich neugierig machen.

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Seit Dezember 2012 ist der zweite Teil der “Die Bestimmung” Reihe von Veronica Roth im cbt-Verlag erhältlich. Mit “Die Bestimmung - tödliche Wahrheit” erzählt die Autorin auf 512 Seiten die Geschichte ihrer Protagonistin Tris weiter. Tris und Four sind auf der Flucht vor den Ken und den übergelaufenen Ferox. Bei den Amite wollen sie Hilfe erbitten, doch Tris möchte zurück in die Stadt, um herauszufinden, was die Ken vorhaben. Auch alle anderen Fraktionen müssen sich nun entscheiden - ein Kampf um die Fraktionen und ums eigene Leben beginnt … Alles zerfällt um Tris und Four, doch sie kämpfen für ihre Zukunft und um ihre Lieben - so geht der zweite Teil von Veronica Roths “Die Bestimmung” weiter. Nachdem sich die Ferox zerstreut haben und als Anhänger der Ken agieren, versuchen ein Teil der anderen sich neu zu ordnen, um herauszufinden, warum dies alles geschehen ist. Vor allem der Beginn des Buches ist entscheidend, denn der Leser setzt genau dort an, wo der erste Teil beendet wurde. Somit werden keine riesige Lücken gebildet, sondern nahtlos an die Geschehnisse aus dem vorangegangenen Teil angebunden. Ratlos sitzen nicht nur die Figuren vor der zerrütten Ordnung, sondern auch ich als Leser hatte ein großes Fragezeichen im Kopf. Um Hilfe zu ersuchen, geht es zu den Amite, die Freundlichen und Friedfertigen, diese bringen mit ihrer Ruhe nicht nur die ungeduldige Tris zum Kochen, auch ich konnte die meisten Entscheidungen ihrerseits nicht verstehen. Tris kam mir in diesem Teil noch zerrütteter als im Ersten vor, was durchaus nicht verwunderlich ist, bei den ganzen Ereignissen, die sie durchleben musste. Sie ist wieder mit ihrem Bruder Caleb zusammen, aber auch Peter und Four Vater Markus haben die grausame Nacht überlebt und befinden sich bei den Amite. Wer Tris kennt, dem ist klar, sie lässt dies alles nicht auf sich sitzen und versucht einen Weg aus dem ganzen Spinnennetz der Ken zu finden. Four lernt man in diesem Teil viel besser kennen. War er noch im ersten Teil eine wichtige Bindung zu Tris, so gibt ihn die Autorin nun mehr Raum, damit auch die Leser ihn besser kennenlernen und einschätzen lernen. Für mich ist er keineswegs der brutale und knallharte Kerl, den er bis zu einem gewissen Grad dargestellt hatte. Hier nun sagt er offen, auch unter Zwang, was er fühlt, zeigt diese auch Tris und muss mit ihren Launen leben. Denn Tris driftet von ihm ab. Wo man noch zuvor das Gefühl hatte, sie würde ihm wirklich zugetan sein und an seiner Seite stehen, da ist sie sich selbst ihrer Gefühle meist nicht so sicher. Was wohl auch der ganzen “Unbestimmten” Sache liegt, denn immer mehr und mehr erfahren die Figuren, warum manche unter ihnen “Unbestimmt” sind und weshalb den Ken das ein Dorn im Auge ist. Tris ist keine Heldin, das war sie nie, das wollte sie nie, aber sie ist stur wie eh und je, und möchte um jeden Preis herausfinden, warum sich all dieses schrecklichen Dinge in ihrer Umgebung abspielen. Sie ist nun sehr zerrüttet, aber ich verstehe sie auch und fühle sehr oft mit ihr. Halte den Atem an, wenn sie es tut, sehe die brutalen Bilder, die sie sieht und mein Herz schlägt schneller, sobald sie an Four denkt. Der Leser wird kein stiller Beobachter, man wird dazu angehalten zu überlegen, zu ergründen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen … und vielleicht bei manchen Entscheidungen der Protagonistin verzweifeln. Die gesamten Nebenfiguren, die noch im Teil zuvor an Tris Seite auftauchten, dürfen jetzt auch nach vorn und selber ihre Geschichten erzählen. Wie sie gelebt haben, was sie zum Leiden oder zum Lieben bringt und auf welcher Seite sie stehen. Brutal geht es aber auch hier weiter, denn Veronica Roth bleibt ihren roten Fader treu und lässt einen erbitterten Kampf das eine ums andere Mal nicht aus. Figuren kommen und gehen und die Frage zum Ende bleibt - was steckt hinter den Fraktionen? “Die Bestimmung - tödliche Wahrheit” knüpft gekonnt an seinem Vorgänger an, aber wartet nicht nur mit Kampf, sondern auch mit Entscheidungen und vielen Veränderungen auf.

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Tris, Tobias und eine andere haben sich zu den Amite geflüchtet. Doch auch dort sind sie nicht sicher, so dass sie abhauen und versuchen zurück in die Stadt zu kommen. Dabei landen Tris, Tobias, ihr Bruder Caleb und Susan bei den Fraktionslosen. Doch Tris und Tobias wissen das sie hier nicht bleiben können. Die beiden begeben sich schließlich zu den Candor, wo auch viele der Ferox hin geflüchtet sind. Dann jedoch greifen die Ken und die Abtrünnigen Ferox die Candor an, sie verletzten niemand, sind aber auch der Suche nach den Unbestimmten. Jeannie gibt nicht eher auf, ehe sie mind. einen Unbestimmten hat. Denn sie will die Simulation weiter entwickeln. Tris weiß genau was sie zu tun hat und so begibt sie sich in die Hände der Feinde, auch wenn sie sich damit gegen ihre Freunde stellen muss. Tris hätte ich in diesem Teil gerne mehr als einmal richtig durch geschüttelt. Sie leidet darunter das sie Will erschossen hat, kann seitdem keine Waffe mehr in die Hand nehmen und sie spricht einfach nicht darüber. Tobias merkt dass mit ihr etwas nicht stimmt, aber sie sagt ihm einfach nicht die Wahrheit. Das hat mich total gestört, die Kluft der beiden wird im Laufe der Zeit immer größer, was aber nicht nur an Tris liegt. Tris geht in diesem Band ständig gefährliche Dinge ein, ihr Leben ist ihr egal geworden. Sehr zum Leidwesen von Tobias. Sie bringt sich ständig in Gefahren. Mir persönlich macht sie zu viele Alleingänge ohne mit jemand zu reden, manchmal ist ihr Handeln einfach zu unüberlegt. Tobias mag ich recht gerne, auch wenn ich der Meinung bin das er selber Tris gegenüber auch offener sein könnte. Er verschweigt ihr auch einiges und man gerät ins Grübeln woran man bei ihm eigentlich ist. Trotzdem würde er alles tun um Tris zu beschützen und ihr zu helfen. In diesem Band treffen wir einige neue Charaktere, aber natürlich tauchen auch etliche Charaktere aus dem ersten Band wieder auf. Und ehrlich gesagt weiß man als Leser nie genau, wem man trauen kann und wem eigentlich nicht. Es ist wirklich schwer hinter die Fassaden der Charaktere zu schauen und ich als Leser war so gut wie jedem gegenüber Misstrauisch. Denn man weiß nie wer auf welcher Seite spielt oder das Lager wechselt. Und gerade auf diesen Hinblick, gab es einige überraschende Wendungen im Laufe des Buches, mit denen ich als Leser einfach nicht gerechnet hätte. Und gerade solche Entwicklungen halten die Spannung hoch. Ich mag den Schreibstil der Autorin richtig gern, sie nimmt mich richtig mit in ihre Welt und ich kann richtig mit Tris mit fiebern, auch wenn ich sie nicht immer verstanden habe. Die Autorin versteht es die Spannung aufzubauen und konstant durchs ganze Buch zu transportieren. Fazit: Ich mag die Spannung im Buch und die Geschichte. Auch wenn ich Tris ab und zu gern geschüttelt hätte, hab ich doch mit ihr gefiebert. Deswegen vergebe ich für diesen Band 4 Sterne.

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Ich sag' es gleich: "Tödliche Wahrheit" ist eine würdige Fortsetzung zu "Die Bestimmung". Die Handlung steigt genau dort ein, wo "Die Bestimmung" endet: Tris, Four, Caleb, Marcus und Peter sind auf dem Weg in die "Sicherheit" des Amite-Hauptquartiers. Tatsächlich ist Amite sofort bereit, sie aufzunehmen und auch allen anderen Altruan-Flüchtlingen Unterschlupf zu gewähren. Doch Tris und Four erkennen bald, dass die warmherzige Freundlichkeit nicht ganz echt ist, und finden sich viel zu schnell auf einer gefährlichen Mission wieder. Im Laufe der Handlung wird immer deutlicher, dass nicht alles so ist, wie es scheint, und es gilt, eine geheime Wahrheit aufzudecken, bevor alle Dokumente darüber zerstört werden. Tris gerät in Konflikt zwischen ihrer Loyalität zu Four und ihrer Überzeugung für diese Wahrheit zu kämpfen und muss schmerzliche Entscheidungen treffen. Ich mag Veronica Roths Schreibe. Wie schon beim Vorgängerband schafft sie es auch hier, ihre Leser zu fesseln. Bei allem Hinauszögern meinerseits erwischte mich der Cliffhanger eiskalt und viel zu früh. Nach "Die Bestimmung" war ich etwas nervös, wie Roth die Beziehungsgeschichte zwischen Tris und Four weiter entwickeln würde. Dreiecksbeziehungen sind inzwischen so abgelutscht, dass ich nur auf etwas mehr Kreativität in dieser Hinsicht hoffen konnte. Da ich nicht zu viel verraten möchte nur so viel: Ich stand beim Lesen konstant unter Strom und war ab und an sogar richtig ärgerlich. Am Ende hatte Roth mich dann aber trotzdem wieder soweit, dass ich sofort weiterlesen wollte.

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Der Simulationsangriff hat das Misstrauen zwischen den Fraktionen geschürt. Tris und Four kommen mit einigen überlebenden Altruan, unter ihnen auch Fours’ Vater, bei den Amite unter, aber auch dort sind sie nicht lange sicher. Die Fraktion der Ferrox spaltet sich in Ken-Günstlinge und solche, die den Simulationsangriff verurteilen und gegen die Methoden der Ken vorgehen wollen. Während die Ken unermüdlich daran arbeiten, die anderen Fraktionen von ihrem Vorhaben zu überzeugen, wenn notwendig auch mit Gewalt, bildet sich eine Gegenbewegung im Untergrund mit den Fraktionslosen. Tris gerät bald zwischen die Fronten, als Unbestimmte fühlt sie sich mehreren Fraktionen zugehörig und schließlich muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. Mit „Tödliche Wahrheit“ liegt nun die Fortsetzung der dystopischen Reihe rund um Tris und Four vor. Die Anforderungen an den Folgeband waren nach dem rasanten und spannendem ersten Teil denkbar hoch. Erfreulich stellte sich heraus, dass Veronica Roth sich und ihren Charakteren treu geblieben ist und diese auch weiterhin nicht schont und mitten ins „Gewehrfeuer“schickt. Tris ist ein starker Frauencharakter, der gerade durch die dargestellten, konsequent beschriebenen Schwächen authentisch und liebenswert wirkt. Die Welt an die sie 17 Jahre ihres Lebens glauben durfte, zerfällt wie Staub in ihren Händen und trotz allem hält sie den Kopf hoch und ist bestrebt ihre Umwelt mit zu gestalten und dafür auch Opfer zu bringen. Weniger gefällt ihr Vorgehen und ihre Kompromisslosigkeit in manchen Belangen Four, dessen Liebe für Tris umfassend ausfällt und der sie beschützen und behüten möchte. Auch sein Charakter ist gut ausgearbeitet und auch er wirkt rund und glaubwürdig. Die Welt in der sich die beiden befinden ist düster und wird im Verlauf der Geschichte immer unheilvoller. Dabei spannt die Autorin den Spannungsbogen geschickt von Anfang bis Ende, sodass bei „Tödliche Wahrheit“ niemals der Gedanke aufkommt, es sei nur ein Überbrückungsbuch, was bei manch anderen Reihen schon passieren kann. Packende, dystopische Unterhaltung ist bei diesem Buch auf jeden Fall garantiert.

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