Leserstimmen zu
Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht

Alan Bradley

Flavia de Luce (6)

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Darauf haben viele Fans von Flavia lange gewartet, vor allem nach dem Ende des vorherigen Buches. Das Geheimnis um ihre Mutter, und was mit ihr geschehen ist, scheint endlich gelöst zu werden. Das Buch ist wieder aus Sicht von Flavia geschrieben und so glaubt man immer hinter ihr zu stehen und als Schatten dem Geschehen zu folgen. Hauptsächlich halten wir uns in Buckshaw, dem Familiensitz auf und diesen kennen wir Flavia-Fans ja mittlerweile wie unsere Westentasche. In diesem Buch geht es allerdings weniger um eine aktuelle Leiche und einen Fall den es zu klären gibt sondern vielmehr um das Familiengeheimnis welches sich nach und nach lüftet. Man blickt tief hinter die Maske die jeder einzelne trägt und auch wenn man glaub bereits alles aus den vorherigen Büchern zu kennen erfährt man doch immer wieder etwas neues. Hier sei gesagt, dass es nicht schadet von Teil 1 an zu lesen - oft werden doch die alten Fälle kurz wieder angesprochen und auch die Charaktere werden nur kurz angerissen. Leider fehlt mir bei diesem Band der kriminalistische Hintergrund, und auch wenn es natürlich Flavia ist die das Familiengeheimnis nach und nach lüftet und erfährt - ist es für mich eher einen Familien-Saga. Auch fand ich den Humor in den Geschichten schon einmal besser und die Story plätscherte zeitweise vor sich hin. Das Ende lässt mich hoffen, dass es dann - wenn Flavia ihrer neuen "Pflicht" nachgeht - wieder zurück zu den Wurzeln geht.

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Um es gleich vorwegzunehmen, der Mord in diesem Fall ist reine Nebensache und wird natürlich von Flavia aufgeklärt. Dieser Teil der Flavia de Luce Reihe hingegen widmet sich ganz der Rückkehr der toten Mutter Harriet nach Buckshaw. Flavia und der Rest der Familie verlebt derzeit umhüllt in einer nebligen Wolke in ihrem alten Manor. Die Leiche von Harriet wird mit Prunk und militärischen Ehren der Familie zur Beisetzung in die Familiengruft überstellt und während der Beerdigunsgvorbereitungen tauchen so manche zwielichtige Gestalten auf. Ausgerechnet Winston Churchill setzt Falvia einen Floh ins Ohr und der gilt aufzuklären. Ein Plan muss her und dabei verlässt sich die junge Flavia natürlich samt und sonders auf ihr Chemielabor und natürlich auch auf ihren getreuen Doggers. Ein weiterer spannender Teil, der einem die Hintergründe der Familie de Luce ein wenig genauer erklärt und dabei nebenbei noch ein altes Geheimnis lüftet und eines mit sich weiter begräbt.

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Alan Bradley Flavia de Luce Tote Vögel singen nicht 314 Seiten blanvalet Verlag 9,99€ Zum Inhalt Es ist ein Frühlingsmorgen im Jahr 1951. Flavia de Luce hat sich mit ihrer Familie am Bahnhof von Bishop’s Lacey eingefunden, um die Heimkehr ihrer beim Bergsteigen in Tibet verschollenen Mutter Harriet zu erwarten. Als der Zug einfährt, nähert sich ein großer Fremder der elfjährigen Hobbydetektivin und flüstert ihr eine kryptische Botschaft zu. Einen Augenblick später ist der Mann tot – jemand aus der Menschenmenge hat ihn offenbar vor den Zug gestoßen. Ein neuer Fall für Flavia de Luce, die sich dieses Mal sogar in die Lüfte schwingt, um einen Killer zur Strecke zu bringen, und die endlich die Wahrheit erfährt über die Vergangenheit ihrer Mutter … Meine Meinung Das Buch ist wirklich eines von Bradleys besten. Nach einem dicken fetten Cliffhanger in Band fünf geht es nun weiter. Der Charakter ist super beschrieben und astrein durchgezogen. Man mag sich fragen, wie kann eine Elfjährige so entspannt bleiben, wenn ein Mann direkt neben einem stirbt, aber ok. Es passt zum Buch, es passt zur Handlung und natürlich auch zur Protagonistin. Man erfährt nicht nur viel über die kleine Hobby-Miss-Marple sondern auch über ihre Vergangenheit und das gefällt wirklich sehr. Alles in Allem sehr gut zu lesen, ein absolut kurzweiliges Vergnügen und eine Leseempfehlung.

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Meine Meinung: Am Anfang sind noch viele Fragen offen und durch ein paar unklare Worte muss man die Sätze teilweise nochmal lesen um sie zu verstehen. Im Laufe des Buches bessert sich diese Kleinigkeit allerdings. Wie in den vorherigen Bänden geht es in 'Flavia de Luce' nicht nur darum einen Fall zu lösen, man erfährt auch vieles über ihre Familie und deren Vergangenheit, was das Buch unter anderem sehr spannend macht. Alan Bradleys Schreibstil macht es dem Leser leicht sich in die Charaktere hineinversetzen zu können. Zum Ende hin wird nicht nur über Harriets Vergangenheit berichtet sondern auch darüber, wie es mit Flavia weitergeht. Fazit: Durch die Spannung, die das ganze Buch über hält, ist der sechste Band der Flavia de Luce Reihe wirklich zu empfehlen. Allen Neueinsteigern ist jedoch zu raten bei Band eins zu beginnen. Ich gebe 'Flavia de Luce - Tote Vögel singen nicht' 4 von 5 Sterne.

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Worum geht es in dem Buch? An einem frühen Frühlingsmorgen im Jahr 1951, stehen Flavia, ihre beiden Schwestern Daffy und Feely zusammen mit ihrem Vater am Bahnhof im kleinen Dörfchen Bishop´s Lacy. Sie warten auf die Ankunft ihrer Mutter. Sie galt als verschollen in den Bergen von Tibet. Doch ein Wanderer, der selbst einen tödlichen Unfall dort erlitt, hat mit seiner Bergung dafür gesorgt, dass Harriet ebenfalls geborgen und nach Hause gebracht werden kann. Nun warten sie alle auf die Heimkehr dieser. Als der Zug aus London mit dem Sarg der toten Mutter einfährt, flüstert ein großer Fremder der 11-jährigen Flavia eine geheime Botschaft ins Ohr. Nur wenige Augenblicke später ist der Mann tot. Überrollt vom ausfahrenden Zug. War es ein Unfall oder pure Absicht? Ein neuer Fall für die kleine Flavia. Die zum einen versucht das ominöse Rätsel des Toten zu entwirren, ihre Mutter von den Toten auferstehen zu lassen und zudem noch die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden. Flavia lernt, dass beim Fliegen, die besten Geheimnisse ausgetauscht werden können! Kann sie das Rätsel lösen? Wer ist Alan Bradley? Alan Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Nach einer Laufbahn als Elektrotechniker sowie als Direktor für Fernsehtechnik an der Universität von Saskatchewan, zog er sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Alan lebt zusammen mit seiner Frau Shirley auf der Isle of Man. Wie hat mir das Buch gefallen? Ich liebe die Geschichten rund um Flavia de Luce. Ich bin seit Jahren ein großer Fan dieser Reihe und verschlinge sie gerade zu. Die Bücher von Alan Bradley spielen alle um die Jahre 1950 im beschaulichen England. Um es ganz genau zu betiteln in der Nähe eines kleines Dörfchens namens Bishops Lacy. Flavia de Luce lebt mit ihrer Familie um genau zu sein, ihrem Vater und zwei Schwestern, sowie einer kleinen Handvoll Bediensteter auf dem Landsitz Buckshaw. Dieses mehr und mehr in die Jahre gekommene Haus, fängt an zu verfallen und der Familie droht der Auszug. Denn Harriet hat kein Testament hinterlassen, aus welchem hervorgeht, dass ihr Mann dieses Anwesen von ihr erben soll. So langsam wird das Geld knapp. Der Familie merkt man diesen Unmut sehr an, denn jeder einzelne flüchtet sich in seine Lieblingsbeschäftigungen. Flavia, das Nesthäkchen der Familie, liebt es im Chemielabor ihres verstorbenen Onkels Tar herumzuexperimentieren. Ihre große Liebe sind Gifte und alles was damit zusammenhängt. Ein manches Mal hätte ich mir gewünscht, die Bücher hätte es schon zu meiner Schulzeit gegeben, denn dann hätte ich in Chemie brillieren können. Alan Bradley, bringt dieses vermeintlich trockene Thema auf eine sympathische Art und Weise dem Leser bei, das man am liebsten aufspringen und selber experimentieren möchte. Die Stellen im Bereich der chemischen Experimente sind sehr anschaulich beschrieben und jedes kleinste Worte, wird erklärt und in die Geschichte mit eingebunden. Dadurch erhält Flavia in diesem Buch einen besonderen Stellenwert und zum Ende hin, erfährt man auch, wieso Flavia dieses in die Jahre gekommene Chemielabor geerbt hat bzw. wieso die Chemikalien niemals ausgehen! Denn dahinter verbirgt sich ein Familiengeheimnis. Flavia selber ist eher unscheinbar. Ein blasses Gesicht, umrahmt von dunklen schwarzen Zöpfen. Sie sieht ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Sie ist störrisch, für ihr Alter sehr weit und sie liebt das Abenteuer. Feely, die älteste Schwester, liebt das Klavier spielen und geht in diesem voll auf. Der Leser erhält in der Buchreihe einen Einblick in die klassische Musik und wird zum stillen Beobachter wenn Feely am Klavier sitzt und ihren Emotionen freien Lauf lässt. Allerdings wäre Feely nicht Feely, wenn nicht noch ein Tupfen Eitelkeit und selbstverliebt hinzukommen würde. Denn mit diesem Punkt trifft Flavia sie meist mitten ins Herz, wenn sich beide wieder necken und Flavia z.B. einen Pickel bei Feely entdeckt. Daffy, die mittlere Schwester ist verliebt in Bücher und die Literatur. Niemand in dieser Reihe, kann mit Zitaten und rezitierten Buchabschnitten um sich werfen wie Daffy. Sie ist quasi ein wandelndes Lexikon der Literatur und hat daher in der hauseigenen Bibliothek einen Sessel in welchen sie sich zum Schmökern und lesen zurückzieht. Beide Schwestern vereinigen sich ganz oft gegen Flavia, da sie das Nesthäkchen ist und ätzen gegen diese. Doch, beide sind tief in ihrem Herzen, einfach nur große Schwestern. Neben diesen drei Protagonisten gibt es viele, welche grandios und erwähnenswert wären, doch dies würde den Rahmen einer jeden Rezension sprengen. Deswegen habe ich mich auf meine drei Lieblinge konzentriert, da sie das nötige Salz für die Suppe mitbringen und dadurch dem Buch eine ganz eigene schaurig- schrullig- schöne Szenerie verleihen. Denn nichts bringt mehr pepp, als Geschwister die sich lieben und zanken. Alan Bradley hat es wie immer geschafft, auch in diesem Band eine tolle, spannende Geschichte mit einer dramatischen Wendung, für Flavia, zu erzählen. Er baut seine Buchreihe aufeinander auf, dadurch sieht man Flavia wachsen und gleichzeitig, erfährt man etwas über die Familie, das Leben in Buckshaw und den Kummer den sie mit sich herumtragen. Dieser Roman ist dennoch tiefgründiger, emotionaler und spannender als die vorherigen. Denn hier wird vieles offengelegt, was in den vorherigen Geschichten noch nicht einmal gemutmaßt wurde. Die Fortsetzung ist Alan Bradley mehr als gelungen. Auch für Quereinsteiger ist dieses Buch, ohne das Vorwissen mit ganz viel Genuss zu lesen. Denn Alan Bradley, erläutert viel, gibt dem Leser alles Wissen was benötigt wird an die Hand und führt ihn an einer roten Faden entlang, so dass es jedem gelingt in dieses Buch eintauchen zu können ohne das Gefühl zu haben, etwas fehlt! Vor allem, wenn man England mag, alte Herrenhäuser, weite Felder und Wiesen und dazu noch ein Mädchen, welches in meinen Augen gewiefter und besser als Miss Marple ist, dann ist man hier genau richtig. Miss Marple ist für mich die Ikone des englischen Krimis. Keine ist besser in der Aufklärung von Morden als sie. Doch, sie hat eine wahre Größe an Konkurrenz bekommen. Flavia de Luce. Sie ist die kleine, rundum erneuerte Miss Marple und schafft es mit Intelligenz, chemischem Verständnis und übertreten von Regeln die Fälle zu lösen. Sie ist besser als die Polizei, doch die würde dies niemals zugeben. Alan Bradley hat einen ganz eigenen Schreibstil. Es ist sehr britisch, sehr exakt in der Wahl seiner Worte und sehr exakt in der Wahl seiner Geschichte. Die Romane sind gespickt mit chemischen Begriffen und Begrifflichkeiten sowie Experimenten. Doch gerade diese sind anschaulich, bildlich, auf den Punkt und verständlich geschrieben. Er ist kein Freund von verschachtelten Sätzen sondern gerade heraus und ohne Umschweife. Er erzählt die Romane aus der Sicht von Flavia, daher muss es sich das eine oder andere mal sehr strecken und recken um auch wirklich alles sehen zu können. Aber dies gelingt ihm immer wieder. Eine Geschichte die so herunter gelesen werden kann! Von daher vergebe ich für diese tolle Fortsetzung mit Knalleffekt am Ende, an das ich nie gedacht hätte und Alan Bradley mich mehr als famos überrascht hat 5 Herzen. Fazit: Empfehlen kann ich dieses Buch, aber eigentlich empfehle ich die ganze Reihe. Jeder der einem neuen Kult beiwohnen möchte, der eine neue Romanfigur erleben und lieben lernen möchte ist hier genau richtig. Denn Flavia de Luce ist mittlerweile Kult und ihre Art der anzuwendenden Chemie und die Liebe zu Giften ein wahrer Genuss, zu lesen. Für mich mehr als nur eine Empfehlung für mich eigentlich ein wahres Muss, wenn man Krimis, quirlige Protagonisten und England sowie den Humor dort mag. Für mich ein Buch mit großem Lesespaß…

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[könnte Spoiler zu Band 1-5 enthalten!] Auf das Wiedersehen mit Flavia in diesem 6. Band der Reihe, habe ich mich sehr gefreut. Die junge Detektivin ist mir inzwischen ans Herz gewachsen und nach dem Ende des 5. Bandes, war ich sehr gespannt auf die Entwicklungen und Aufdeckungen, die "Tote Vögel singen nicht" bringen würde. Im Unterschied zu bisherigen Bänden, steht in diesem Band der Mordfall nicht im Fokus der Handlung. Viel eher ist der Mord diesmal Teil eines größeren Puzzles, das Flavia lösen muss. Und dazu muss sie erstmals Hinweisen innerhalb ihrer eigenen Familiengeschichte nachgehen. Die Geschichte gewährt in diesem Band sehr tiefe Einblicke in die Vergangenheit der de Luces und der aktuelle Mordfall ist nur ein Ausläufer eines noch viel größeren Falls. Flavia erfährt endlich mehr über ihre Mutter und im Zuge dessen auch über sich selbst und ihren zukünftigen Weg. Zahlreiche Handlungsfäden wurden in diesem Band miteinander verknüpft und lösten eines der Rätsel, das Flavia von Band 1 an begleitet hat. Zugleich leitet das Ende für Flavia einen neuen Lebensweg ein und legt den Grundstein für einen neuen, größeren Handlungsstrang. Mir gefiel, dass man diesmal so viel mehr über die de Luces erfährt und abgesehen davon lebt auch "Tote Vögel singen nicht" erneut sehr von den gut gezeichneten, verschiedenen Figuren. Zu meiner Überraschung war eine der Schlussszenen sogar unerwartet blutig im Vergleich zu vorherigen Bänden. Vielleicht ein Hinweis darauf, was die Leser in folgenden Bänden erwarten könnte, jetzt wo Flavia einen neuen Weg einschlägt und älter wird... Ich war jedenfalls von diesem Band ganz und gar überzeugt. Ich hatte ihn unglaublich schnell (fast zu schnell) ausgelesen und will nun natürlich gerne wissen, was folgt. Neueinsteigern empfehle ich mit Band 1 "Mord im Gurkenbeet" mal in die Reihe 'reinzulesen und alle Fans können mit diesem Band ohnehin nichts falsch machen!

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Bewertung: Das ist wohl Flavias persönlichster Fall und gleichzeitig auch der, auf den ich am längsten gewartet habe. Schon nach Band 1 stellte sich mir die Frage, was ist wirklich mit Harriet de Luce passiert und kommt sie wohlmöglich zurück? Nachdem der letzte Band also ganz perfide mit folgendem Cliffhanger endetet durfte ich also endlich auf Aufklärung hoffen: "Man hat eure Mutter gefunden." In wie weit sich meine Vermutungen mit der Geschichte decken kann ich natürlich nicht verraten ohne zu spoilern, aber einiges kann ich sagen: Flavia war in keinem Band gleichzeitig so erwachsen und so viel Kind wie in diesem. Obwohl sie sich auf der einen Seite sehr weiterentwickelt hat, ist sie doch ganz Kind was ihre Hoffnungen vor der Ankunft ihrer Mutter betrifft. Es macht ihr sehr zu schaffen, das scheinbar jeder um sie herum eine Vorgeschichte mit ihrer Mutter hat. Jeder, bloß sie nicht. Sie kann sich nicht einmal mehr an sie erinnern, geschweige denn an Erlebnisse mit ihr. Im Laufe ihrer, in diesem Falle muss ich sagen sehr naiven Experimente, ergründet sie das Familiengeheimnis der de Luces. Sie muss außerdem feststellen, dass dieses Geheimnis ihr ganzes Leben gelenkt hat und es wahrscheinlich auch für immer ändern wird. (Dazu wohl mehr in Band 7!?) Trotz der beklemmenden Atmosphäre die seit der Ankündigung von Harriets Rückkehr auf Buckshaw herrscht hat Falvia ihren Witz und ihre Ironie nicht verloren, im Gegenteil. Außerdem bekommen die beiden Figuren der Hausangestellten Dogger und Mrs Mullet ihre eigenen Geschichten und dienen Flavia gleichzeitig als Stütze in dieser aufregenden Zeit. Ich würde gerne noch so viel mehr zu diesem Buch sagen, aber ich kann nicht ohne zu viel zu verraten... Fazit: Für Falvia Fans keine Frage: Unbedingt lesen!

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Liebe Leser, bitte lest diese Rezension nur, wenn ihr bereits die vorigen 5 Bände der Flavia-Reihe gelesen habt, ansonsten würde ich euch einige Dinge zu viel verraten, die ihr noch entdecken könnt. Der fünfte Teil der Flavia-Reihe von Alan Bradley ließ uns ja ziemlich gespannt und in meinem Fall etwas frustriert zurück. “Eure Mutter wurde gefunden” hieß es vom Colonel de Luce auf der letzten Seite. Ein Cliffhanger wie er im Buche steht (haha). Da ich die Reihe in der Taschenbuchausgabe besitze und in diesem Format auch weiter sammeln möchte, hätte ich mich nun bis zum Januar 2016 gedulden müssen. Denn dann erscheint “Tote Vögel singen nicht” als Taschenbuch (die Hardcover-Ausgabe gibt es natürlich bereits). Umso erfreuter war ich also, dass mir das Bloggerportal von Randomhouse ein E-Book zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung stellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Randomhouse im Allgemeinen und an Sebastian Rothfuß um Speziellen. :) Inhalt Große Aufregung herrscht in Bishop’s Lacey. Harriet de Luce wurde gefunden nachdem sie über 10 Jahre als verschollen galt. Das ganze Dorf findet sich am Bahnhof ein und erwartet die Heimkehr von Flavias Mutter. Flavia hat sehr gemischte Gefühle über diese Nachricht und ist noch verwirrter, als ein Fremder auftaucht und ihr eine seltsame Botschaft übermittelt. Kurz darauf ist er tot, jemand aus der Menschenmenge muss ihn vor den herannahenden Zug gestoßen haben. Dem geht die fast 12-Jährige Hobbydetektivin natürlich nach und erfährt so manch wohl gehütetes Geheimnis. Meinung Flavia ermittelt natürlich in diesem Todesfall, allerdings ist der sechste Teil der Reihe doch ein wenig anders und besonders. Denn der Mord rückt mehr in der Hintergrund und die Geheimnisse der Familie de Luce in den Vordergrund. Was dem Buch überhaupt nicht schadet, im Gegenteil. Es ist spannend wie eh und je und ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass dies der beste Band der Reihe ist. Auch ist “Tote Vögel singen nicht” ein wenig melancholisch und kummervoll, jedoch immer noch im gewohnten Flavia-Charme geschrieben. "Dagegen half nur, mich in mein Labor zurückzuziehen und irgendetwas Sinnvolles mit Strychnin anzustellen." S.57/244 Mittlerweile kennen wir uns in Bishop’s Lacey blendend aus, es fühlt sich an wie “nach Hause kommen”. Man kennt die Menschen im Dorf und ihre Marotten. Es gibt natürlich auch einige neue Charaktere, interessant, liebevoll und auch bösartig. Aber am meisten freue ich mich eigentlich wirklich auf die Familie de Luce. Nicht nur auf Flavia, die es faustdick hinter den Ohren hat und deren freches Mundwerk ich vergöttere! Ich freue mich auch jedes Mal auf ihre Schwestern, den Colonel und Dogger! Das liegt vor allem daran, dass bei dieser Reihe kein Stillstand herrscht, wie es bei manch anderen mehrteiligen Bücherserien der Fall ist. Alle Personen entwickeln sich weiter und bleiben in ihrer Charakterbildung nicht starr. Nehmen wir Flavias Schwestern als Beispiel: Im ersten Teil “Mord im Gurkenbeet” hatte man noch den Eindruck, dass sie die Kleine hassen und für das Verschwinden von Harriet verantwortlich machen. Nun sind mittlerweile durchaus liebevoll gemeinte Worte keine Seltenheit mehr. "Das muss man sich mal vorstellen: Auferstehung von den Toten durch einen Stoß in den Rücken. In der Bibel steht nichts davon, aber vielleicht kannte Jesus den Trick ja nicht." S.70/244 Fazit Flavias persönlichster Fall ist zu meinem Lieblingsfall geworden und obwohl man die Reihe hier hätte abschließen können, freue ich mich sehr auf das Erscheinen des 7. Bandes “Eine Leiche wirbelt Staub auf”. In “Tote Vögel singen nicht” erwartet euch ein komplexer und trauriger Fall, der ein großes Geheimnis enthüllt und definitiv Lust auf mehr macht. Die Reihe wird auf keinen Fall langweilig!

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