Leserstimmen zu
Fünf Männer für mich

Annette Meisl

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Diese Frau ist mal richtig mutig. Statt sich in ihren Kummer zu verkriechen und Trübsal zu blasen, geht Annette Meisl ran an die Sache mit Liebe und Sex. Nach einer Trennung (die übrigens auf einen Seitensprung ihres geliebten Mannes nach 15 monogamen Jahren folgte) startet die Kölnerin ein SEXperiment, wie sie das nennt. Sie begibt sich auf die Suche nach Liebhabern. Mehrere sollen es sein, am besten fünf verschiedene. Keine Verpflichtung, keine Versprechen, kein Gefühlsklimbim – nur Sex und Leidenschaft pur. Denn nie wieder will sie nur einen. Sie will ausprobieren, versuchen, naschen und genießen. Will ihr sexuelles und erotisches Spektrum möglichst spektakulär erweitern und dabei frei bleiben, ihr Herz auf keinen Fall noch einmal an einen verschenken. Also etwas tun, was man eher Männern zutraut. Nun denn, denkt man. Da ist eine frustrierte Frau, die aus allen Wolken fällt, nachdem ihr Mann sie betrogen hat, und nun ihr Ego wieder hochpäppeln muss. Aber dann beginnt man zu lesen und ist fasziniert davon, was Annette Meisl erlebt. Ihr Fünf-Lover-Projekt wird nämlich zum weiblichen Selbsterfahrungstrip, den sie so ehrlich dokumentiert, dass man ihr Respekt zollen muss. Nicht nur, dass sie Zweifel an sich, ihrem Plan, ihren weiblichen Verführungskünsten zur Sprache bringt. Sie gesteht sich auch ein, dass es trotz aller Lust nicht so einfach ist, von monogam auf polygam umzuswitchen – schon gar nicht als Frau. Die kann zwar (das erfährt die Autorin lustvoll am eigenen Leib) Sex auch ohne Gefühle und Besitzansprüche genießen. Aber alle, die nur das Eine suchen, müssen sich nicht wundern, wenn sie das andere finden: Nämlich doch tiefere Gefühle. Lesen sollten das nicht nur Frauen, die nach vielen treuen Jahren an einem Wendepunkt angelangt sind. Es ist auch ziemlich lehrreiche Lektüre für Männer, die einen genaueren Blick in die lustvolle Seele von Frauen werfen wollen.

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