Leserstimmen zu
Der Chinese

Henning Mankell

Non-Wallander (3)

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Inhalt: An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine entsetzliche Entdeckung. In einem kleinen Dorf sind neunzehn Menschen auf bestialische Weise ermordet worden. Die Polizei vermutet dahinter die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin in der Zeitung von der Tat liest, ist ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter unter den Mordopfern sind. Mehr noch: Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt selbst zu recherchieren. Ein Hinweis führt nach China, wo Birgitta auf grausame Machenschaften der politischen Führungselite stößt. Meine Meinung: Ich bin eigentlich ein absoluter Fan von Mankell's Büchern! Ich habe jeden Band der Wallander Reihe geliebt und verschlungen. "Der Chinese" hingegen konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Der Klappentext hat sich sehr spannend angehört und ich dachte bei so einem großartigen Autor kann ich nichts falsch machen. Leider wird der "bestialische Mord" in der Nähe von Hudiksvall aber nur kurz am Anfang der Geschichte umrissen. Die Hauptstory spielt im China vor ca.120 Jahren. Das hat mir leider nicht so gut gefallen und wär für mich stellenweise sehr langweilig und irrelevant war. Viele Handlungen sind vorhersehbar und man weiß ca. ab der Hälfte der Geschichte, wer der Mörder ist und warum er es getan hat. Von Mankell bin ich eigentlich ein rasantes, unerwartetes Ende gewöhnt, davon gab es hier leider keine Spur. Dass die Ermittler vor Ort keine Ahnung haben, aber eine völlig unbeteiligte Richterin nur anhand eines Seidenbands einen 19-Fachen Mord aufklärt fand ich auch ziemlich weit hergeholt. Es gab auch viele "Zufälle" zum Beispiel, dass Birgitta nur aufgrund von hohen Blutdrucks zwei Mal 2 Wochen krank geschrieben wird zufällig eine Freundin hat die grad nach Peking fliegt. Und im Anschluss entdeckt Sie natürlich auch zufällig, in einer Stadt mit 11,5 Millionen Einwohnern, Jemand der genau den Chinesen kennt, den sie sucht?! Zum Hörbuch: Der Sprecher Axel Milberg hat meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Buch gepasst. Er redet total langsam und gelangweilt und nimmt der Geschichte jegliche Spannung die eventuell hätte auftreten können. Ansich bin ich aber trotzdem froh, das Buch "gehört" zu haben, da mich die Story überhaupt nicht packen konnte, ich das Buch aber beenden wollte. Fazit: Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern als Hörbuch gehört. Das war auch der einzige Grund, weshalb ich die Geschichte nicht vorzeitig abgebrochen habe. Für China-Fans ein durchaus interessanter Roman, aber kein spannender Thriller!

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