Leserstimmen zu
Der Name des Windes

Patrick Rothfuss

Die Königsmörder-Chronik (1)

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Diese Reihe habe ich bereits gelesen und jetzt nochmal als Hörbuch begonnen. Der Sprecher zaubert in diese unheimlich tollen Geschichte nochmal eine ganz besondere Magie. Selbst in Dialogen zwischen 2 Männer weiß man sofort und ohne nachzudenken, wer gerade spricht! Und genau diese Leichtigkeit macht das hören dieses Hörbuchs zu einem Genuss. Der Sprecher hat mich an keiner Stelle verloren und Patrick Rothfuss großem Werk noch das i-Pünktchen aufgesetzt! Die Geschichte an sich ist das reinste Abendteuer. Man begleitet Kvothe auf seinem Weg. Freut sich und leidet mit ihm. Ein absolutes Muss für Fantasy-Fans!

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Auf booktube oder bookstagram kommt man nicht an "Der Name des Windes" vorbei. Überall hört man euphorische Schwärmereien über die Genialität des Werkes. Nachdem ich nun Band 1 zu Ende gehört habe muss ich sagen: es gibt keine Worte, keine Superlative, keine Vergleiche für dieses Buch! Patrick Rothfuss hat eine grandiose Fantasy-Welt erschaffen, aus der man nicht wieder auftauchen möchte! Die Welt wird mit jeder Seite vertrauter, da er sie mit Geschichten und Legenden füllt. Ihm ist es gelungen, für jeden Charakter und jeden Ort einen Namen zu finden, der altvertraut und zugleich unbekannt klingt. Er bettet alles in einen poetisch-melodiösen und verzaubernden Schreibstil ein, der zum träumen einlädt. Kaminski ist der perfekte Sprecher für dieses wundervolle Buch! Er verleiht jedem Charakter eine eigene Persönlichkeit und weiß, Stimmung zu erzeugen. Die Geschichte spaltet sich in einen Rahmen und eine Binnenhandlung- ein geniales Konzept des Autors. Der Anfang zieht sich leicht und man wird ein wenig in die Welt hineingeworfen. Doch man findet sich immer besser zurecht. Der Protagonist Kvothe wächst einem zutiefst ans Herz, da man in seiner Gefühlswelt steht und jeden seiner Schritte mitverfolgt und nachvollziehen kann. Man ist ganz nah an ihm dran, weshalb man mitleidet, wenn ihm etwas geschicht. Ich habe mich selten so sehr mit einem Charakter verbunden gefühlt. Die Nebencharaktere sind alle einzigartig. Man liebt sie, man verabscheut sie, man traut ihnen oder hinterfragt sie zu jeder Zeit. Es wird eine ungemeine Spannung aufgebaut, da man am Anfang weiß, wei es ausgehen wird, aber keinen blassen Schimmer hat, wie es zu diesem Ende kommt. Das verleiht dem ganzen eine ganz besondere Spannung. Diese Geschichte vorgelesen zu bekommen ist ein wahres Hörerlebnis!

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Eine Geschichte in einer Geschichte, die sich in einer Geschichte befindet. Der erste Teil der Königsmörder-Chronik liest sich wie die bunten Figuren russischen Ursprungs, die man ineinanderstecken kann. Kaum ist man in der ersten Geschichte drinnen, offenbart sich die zweite, in der dann auch manchmal eine dritte Geschichte erzählt wird. Komplexität Diese Verschachtelung spricht für eine gewisse Komplexität der Geschichte, die zwar hin und wieder anspruchsvoll ist, den Leser aber nie überfordert. Schnell wird klar, wo der Fokus dieser Geschichte liegt. Nämlich im Leben und Wirken von Kvothe, der in der übergeordneten Geschichte als Gastwirt auftritt und in der ersten Verschachtelung von seinem bewegten Leben erzählt. Und zwar gewährt er dem Chronisten exakt drei Tage, um seine Geschichte zu erzählen, der den Auftrag erhalten hat, die Geschichte wortwörtlich niederzuschreiben, ohne sie zu verändern zu dürfen. Wer nun denkt, dass es sich im eine klassische Trilogie handelt, der täuscht (zumindest im deutschsprachigen Raum), denn der schon erhältliche zweite Teil wurde für das deutschsprachige Publikum in zwei Teile gespalten. Der dritte Teil soll bis 2018 erscheinen … oder einfach, „when it’s done“ (wenn es fertig ist). Fantasy Es handelt sich bei diesem Buch um ein klassisches Fantasywerk, in dem Rothfuss es schafft, ohne Umschweife den Leser direkt in die Geschichte zu werfen, ohne die Besonderheiten der Welt darzulegen. Wie die Magie der Welt funktioniert, wird dem Leser nach und nach offenbart. Eine Kunst des Schreibens, mit der sich sehr viele Autoren schwertun, die Rothfuss aber außerordentlich gut gelingt. Das Setting ist gut durchdacht und es macht richtig Spaß in diese besondere Welt jenseits von Elfen und Zwergen abzutauchen. Es ist die Magie, die diese Welt besonders macht, und wie sie gewirkt wird. Charaktere Der Leser lernt den Hauptprotagonisten Kvothe in all seinen Facetten kennen. Wie er überschwänglich und im jugendlichen Eifer einen Fehler nach dem anderen macht, wie er Freundschaften schließt, ums Überleben kämpft, sich Feinde macht oder vom Schicksal getroffen wird. Das Leben des Kvothe ist fürwahr sehr außergewöhnlich und es wert aufgeschrieben zu werden. Neben dem Hauptprotagonisten tauchen immer wieder Nebenfiguren auf, die sich alle sehr gut in die Geschichte eingliedern. Von blassen Charakteren fehlt in dieser Geschichte jegliche Spur. Hörbuch Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, das von Stefan Kaminski gesprochen wird, der mir schon durch die „Chroniken des eisernen Druiden“ bekannt ist. Hin und wieder übertreibt er es zwar mit den Schmatzgeräuschen vor allem im letzten Drittel des Buchs, aber er schafft es wie kaum ein anderer den Figuren eine Stimme mit Wiedererkennungswert zu geben. Fazit Dieses Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB und ich bin froh, dass es ich endlich angegangen bin. Es ist eine wunderbare Geschichte, in der ich mich als Leser verlieren kann. Mit über 28 Stunden Hörzeit ist zwar kein kurzes, aber ein durchweg empfehlenswertes Hörvergnügen. Ich kann dieses Werk nur allen Freunden des Fantasy ans Herz legen.

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Fantasy ist wohl eines meiner absoluten Lieblingsgenres. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb lese ich recht wenig Fantasy. Es gibt sehr viel Blödsinn auf dem Markt, der sich allein über den Klappentext schwer ausmachen lässt. Denn wenn ich etwas von Kobolden, Feen, etc. lese, läuten bei mir sofort die Alarmglocken. Damit tue ich ganz vielen Büchern unrecht, deshalb bin ich immer froh über Lesetipps in diesem Genre. Der Name des Windes wurde mir von meinem Ehemann empfohlen. Warum habe ich bloß Monate gebraucht, um das Buch dann zur Hand zu nehmen? Gelohnt hat es sich auf jeden Fall! Inhalt: Vielleicht habt ihr von mir gehört« … von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken. Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber. Mit Der Name des Windes legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt: »Der Name des Windes stellt das Debüt eines Autors dar, den wir lieber im Auge behalten sollten.« Das Magazin »The Onion« gibt den Lesern folgenden Rat: »Stellen Sie Der Name des Windes neben „Der Herr der Ringe“ ins Regal und erwarten Sie den Tag, an dem beide in einem Atemzug genannt werden, vielleicht als Erste unter Gleichen.« Rezension Mein Leseerlebnis von Der Name des Windes lässt sich mit einem Wort beschreiben: Begeisterung! Es ist das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe! Wenn man noch gar nichts über die Geschichte gehört hat, weiß man zunächst nicht wirklich, in welche Richtung sie gehen wird. Wir lernen einen Wirt kennen, seinen Gästen und erfahren von einem ungewöhnlichen und gefährlichen Vorfall. Soweit so gut. Das weckt schon einmal das Interesse des Lesers. Dann taucht ein Chronist auf und wir erfahren, dass der einfache Wirt Kote eigentlich Kvothe heißt und eine geheime Vergangenheit hat. Und was für eine! Aus den Gerüchten, die der Chronist aufzählt, könnte man unzählige Bücher schreiben. Was danach folgt ist eine Schilderung seines Lebens durch Kvothe. Dabei ist alles stimmig und organisch. Die Figuren sind liebens- und hassenswert, aber glaubhaft. Während der Schilderungen von Kvothe zu seiner Jugendzeit möchte man ihn manchmal rütteln. Wie kann jemand, der so intelligent ist, so dumme Dinge tun? Tja, das macht die Jugend mit dir, der Übermut, vielleicht auch der Stolz. Man wird an die eigene Dummheit der Jugend erinnert und verzeiht ihm schnell. Kvothes Schicksalsschläge und Herausforderungen sind herzzerbrechend. Man leidet regelrecht mit. Ich war zeitweise so schockiert und traurig, dass ich das Buch zur Seite legen musste. Denn mit diesen Plot Twists hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich darf bei einer Erzählung über das Leben eines Menschen die Liebe nicht fehlen. Mir gefällt es überaus gut, wie Rothfuss dieses Thema aufgenommen hat. Es spielt tatsächlich eine große Rolle in Kvothes Leben, aber ist nicht sein einziger Antrieb. Er hat zeitweise nur seine Angebetete im Kopf, aber alles andere wäre für einen Teenager auch unglaubwürdig. Der Gegenpart, also die Dame, die ihm den Kopf verdreht, ist mal ein etwas anderes Love Interest. Man hat zwar den Eindruck sie wäre an Kvothe interessiert, aber so richtig lässt sie sich nicht auf ihn ein. Sie ist nicht die dahin schmelzende junge Magd, die sich nach ihrem Geliebten sehnt. Sie steht auf ihren eigenen Beinen und tut, was sie tun muss, um zu überleben. Niemand weiß, an was er bei ihr ist. Nicht einmal der Leser. Man ist verzückt und genervt zugleich. Mir gefällt sie aber unglaublich gut. Ein anderer Love Interest für Kvothe wäre zu langweilig gewesen, für den Leser und für Kvothe selbst.

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FAKTEN ZUM HÖRBUCH Titel: Der Name des Windes - Die Königsmörder-Chronik - 1. Tag Englischer Titel: The Name of the Wind - The Kingkiller Chronicle: Day One Autor: Patrick Rothfuss Sprecher: Stefan Kaminski Verlag: der Hörverlag Band: 1 von 3 Preis: 18,49€ Länge: 28h 19 min CD Anzahl: 4 MP3 CDs Genre: Fantasy Amazonlink: hier klicken Rezensionsexemplar? Ja. Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom "der Hörbuch" Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. :) Meine Meinung bleibt selbstverständlich meine eigene. vage Inhaltsbeschreibung und Vorab-Warnung Ich kann euch nur dringend raten, dass ihr, wenn ihr Interesse an dieser Geschichte habt, so wenig wie möglich vorher lest! Allein der Klappentext spoilert meiner Meinung nach leider schon einiges, weshalb ich froh war, dass ich ihn vorher nicht gelesen habe. Ich werde deshalb in dieser Rezension komplett spoilerfrei bleiben, jedoch trotzdem versuchen, euch einen Eindruck von der Geschichte zu geben. Deshalb nur so viel zum Inhalt: Die Geschichte spielt in einer anderen, fiktiven Welt, weshalb man es wohl als High Fantasy einstufen würde. (Lasst euch davon aber bitte nicht abschrecken, wenn ihr normalerweise nicht so viel damit anfangen könnt!) Es wird die Geschichte von Kvothe erzählt - in zwei verschiedenen Ebenen. Als Leser begegnet man am Anfang des Buches erstmal den älteren Kvothe und bekommt dann den Hauptteil des Buches von ihm seine eigene Geschichte erzählt. Dadurch hat man zwei Erzählebenen. Kvothe erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Kindheit und Jugend. Ihr seht schon, ich versuche so vage wie möglich zu bleiben, um so gut wie nichts zu verraten. Denn ich kann euch nur empfehlen, euch meine Rezension durchzulesen und danach zu entscheiden, ob es euch anspricht. :) MEIN HÖRERLEBNIS Puh. Wo soll ich nur anfangen? Vom 19. Oktober bis gestern, den 01. Dezember, habe ich dieses Hörbuch gehört. Das heißt, es hat mich wirklich eine lange Zeit über begleitet. Was aber auch kein Wunder ist, denn es handelt sich um ein fast 30 Stunden Hörbuch. Deshalb könnte diese Rezension auch etwas länger werden, da ich versuchen möchte, dem Hörbuch alle Ehre zu machen. Der Sprecher: Stefan Kaminski - Fallen lassen & einfach lauschen Die Stimme des Sprechers konnte mich sofort fesseln. Es ist einfach die perfekte Hörbuch-Zuhör Stimme. Man kann sich als Zuhörer komplett fallen lassen und einfach nur lauschen. Gebannt lauschen, schmunzelnd lauschen, traurig lauschen,.. - und vorallem: interessiert und fasziniert lauschen. Stefan Kaminski hat eine wahnsinnig angenehme Stimme und das Talent, jedem einzelnen Charakter so viel Persönlichkeit allein durch seine Stimmveränderungen zu geben. Das hat mich wirklich die kompletten 30 Stunden über immer wieder zum Staunen gebracht. Ich habe mir allein von der Art, wie er einen Charakter gesprochen hat, jemanden bildlich vorstellen können. Das regte meine Fantasie total an und ließ sie sprudeln. Ich musste mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass das nur ein Mensch ist, der da gerade eine hitzige Diskussion führt, die so lebhaft wirkt, und bei der beide Charaktere so unterschiedlich wirken, da sie so unterschiedlich sprechen. Es ist wirklich eine Meisterleistung, die Stefan Kaminski hier vollbracht hat. Hut ab. Er kreiiert so eine einzigartige Atmosphäre mit diesen Charakteren, wie ich es bisher noch nie in einem Hörbuch erlebt habe. Natürlich liegt das auch an der fantastischen Buchgrundlage, jedoch wirkte jeder Charakter durch die Art, wie der Sprecher ihn gesprochen hat, noch gruseliger, noch zerbrechlicher, noch gemeiner, noch faszinierender, noch vielschichtiger. Ich kann wirklich nicht genug davon schwärmen, da mich das so fasziniert. Der Sprecher gleitet in einer Unterhaltung von einer Stimme in die andere, und schafft es dabei, dass man als Leser eine Stimme davon fürchtet und vor ihr bangt. Er setzt dazu wirklich alle Mittel ein: Seine Stimme verändert ihre Lautstärke, ihre Tonhöhe, ihren Nachdruck, ihre Kraft... und vieles mehr. Immer wenn ich dem Hörbuch zuhörte, hüllte es mich ein und ich konnte der Außenwelt damit entfliehen. Allein um Stefan Kaminski zuzuhören und zu bewundern, lohnt sich dieses Hörbuch schon. Um ehrlich zu sein, kann ich mir die Geschichte sogar gar nicht nicht als Hörbuch vorstellen, da der Sprecher so einen dicken Stempel darauf gedrückt hat. Die erste Erzählebene / Schwieriger Einstieg -> Nicht aufgeben! Wie oben schon erwähnt, besteht das Buch aus zwei Haupterzählebenen, wobei die erste Erzählebene mit dem älteren Kvothe etwa 20% ausmacht, und der Hauptteil aus den Erlebnissen des jungen Kvothe in dessen Kindheit und Jugend besteht. Dennoch kommt einem diese erste Erzählebene am Anfang sehr lange und zäh vor, da man da ja noch nicht das große Ganze sehen kann. Deshalb kann ich hier nur mit Nachdruck an euch appellieren: Haltet durch! Gebt diese komplexe und wunderbare Geschichte nicht gleich am Anfang auf! Ich wusste am Anfang noch nicht so ganz, was ich von allem halten sollte, und es fühlte sich etwas ziellos an. Man wusste nicht wirklich, was für eine Geschichte da jetzt erzählt wird, da sich kein wirklicher Handlungsstrang fassen ließ. Jedoch ist das alles nur wie ein Vorspann, bis man dann in die 2. Erzählebene abtauchen kann. Es kommt natürlich darauf an, wie schnell man das Hörbuch hört, oder das Buch liest, ob einem der erste Teil lang vorkommt oder nicht. Denn als ich gerade nochmal nachgeschaut habe, bemerkte ich, dass es wirklich nicht lange dauert, bevor die eigentliche Geschichte beginnt. Was ich auch sehr schade fand, und mir das Hörbuch gleich zu Beginn madig gemacht hat, war, dass innerhalb dieser ersten Erzählebene gleich ein Spinnentier vorkommt. Da ich Spinnen absolut nicht ausstehen kann, hatte das Hörbuch an dieser Stelle für mich seinen Tiefpunkt, und ich hatte tatsächlich keine Lust mehr, ab da weiterzuhören. Falls es euch ähnlich geht, kann ich euch hier verraten: Es kommt im ganzen restlichen Hörbuch kein Spinnentier mehr vor. Und man würde wirklich alles verpassen, wenn man an dieser Stelle schon abbrechen würde - wo die eigentliche Geschichte noch nichtmal begonnen hat. Es ist auch vollkommen normal, am Anfang etwas verwirrt zu sein, und nicht ganz zu wissen, was man von allem halten soll. Und es ist auch normal, wenn man die ganzen Namen hier durcheinander bringt. Das wird alles, glaubt mir. Ihr werdet euch wunderbar in alles einfügen, wenn ihr nur dranbleibt. Ich muss sagen, dass diese erste Erzählebene für mich wirklich die meisten Abzüge beinhaltet, die ich an diesem Hörbuch finden kann. Die meisten Fantasy-Aspekte kommen auch in dieser Erzählebene vor, wovon ich auch nie wusste, was ich jetzt davon halten sollte. Was ich der ersten Erzählebene jedoch zu gute halten muss ist ihre Atmosphäre: Es ist eine fast gruselige Atmosphäre, die wunderbar in den Herbst passt, da sie auch da spielt, und das schön bildlich beschreibt. Es kommen in dieser Ebene unglaublich viele undurchsichtige Charaktere vor, bei denen man nicht weiß, auf wen man sich jetzt konzentrieren soll. Der Fantasy - Aspekt - auch was für Nichtfans? Da ich vor dem Hören dieses Hörbuchs wirklich keine einzige inhaltliche Information zu der Geschichte gelesen habe, sondern mich nur auf die Empfehlungen von den Youtuberinnen Lisa und Reading Teabag und Mona verlassen habe, wusste ich auch nicht, um welches Genre es sich handelt. (Ich habe von den Rezensionen nur die Empfehlung mitgenommen, und das inhaltliche vorerst übersprungen. Das hebe ich mir für Nach-dem-Rezensions-Schreiben auf, damit ich meine eigene Meinung wiedergebe, und mich nicht beeinflussen lasse. Dennoch verlinke ich euch hier die Rezensionsvideos der drei zum Draufklicken: Lisas Rezension, Reading Teabags Rezension, Monas Rezension) Ich empfand das Buch nicht unbedingt als Fantasy-lastig. Auch wenn viele sagen, es sei DAS FANTASYBUCH schlechthin, kann ich dem irgendwie nicht zustimmen. Die Übernatürlichkeit zieht sich durch das gesamte Buch, aber für mich ist da ein Unterschied zwischen übernatürlichen Wesen, wie zum Beispiel Tier-Mensch Kreuzungen, und zwischen übernatürlichen Gedächtnistraining. Denn das erste fällt bei mir unter die Kategorie Fantasy, und das andere kann ich mir irgendwie trotzdem vorstellen, und kommt mir daher mehr interessant und zum Nachdenken anregend vor, als fiktiv. Dennoch kann man natürlich nicht leugnen, dass es ein Fantasy Buch ist, da es ja, wie oben erwähnt, auch in einer ganz anderen Welt spielt. Jedoch ist diese Welt so extrem detailliert ausgebaut, dass sie mir so echt vorkam. Mir fällt das schwer zu beschreiben, deshalb hoffe ich, ihr versteht was ich meine. Es geht mir darum, Nicht-Fantasy-Fans zu erklären, dass das Buch sich für mich gar nicht so nach Fantasy angefühlt hat, und ich es euch deshalb wärmstens empfehlen kann. Denn das Buch lässt sich eigentlich weder in ein Genre, noch in Worte fassen. Es ist vollkommen anders als alles andere was ich je gelesen habe. Meine Faszination an der Geschichte Die Geschichte wird immer interessanter und komplexer und konnte mich vollkommen fesseln. Es dreht sich sehr viel darum, den Geist zu erweitern, was ich wahnsinnig faszinierend fand. Die Geschichte plätschert eigentlich kaum dahin, sondern bestraft einen eher dafür, wenn man bei ein paar Worten mal kurz nicht zugehört hat. Fast 30 Stunden lang schafft es diese Geschichte, auf so einem starken Niveau zu bleiben, dass es mich nur immer wieder von neuem erstaunt hat. Ich empfand es als sehr intensives Hörerlebnis und habe es wirklich sehr sehr gerne gehört. Es entfacht auch immer wieder das Gefühl, etwas Größeres zu hören. Dass alles, was man erzählt bekommt, Fäden sind, die am Ende zu etwas Großem zusammenführen werden - die gemeinsam eine große, komplexe und einzigartige Geschichte erzählen werden. Und auch das entfernte es für mich von dem Genre: Fantasy: Dass ich das Gefühl hatte, etwas von Bedeutung zu hören. Ich glaube, es gibt kaum ein besseres Hörbuch als dieses. Es hat alles, was man sich nur davon wünschen kann, sowohl was das Hören ausmacht, als auch die Geschichte selbst, die wahnsinnig spannend erzählt wird. Und wenn es mal nicht spannend ist, ist es einfach nur schön zum Anhören. Vorallem ab der 3. CD kam sehr viel Witz dazu. Kvothe hat so einen faszinierenden Charakter entwickelt. Es kam zu vielen lustigen, listigen Momenten, in denen ich beim Hören nur schmunzelnd den Kopf schüttelte. Was ich erst als Negativ empfunden habe, mir jetzt aber nur wieder die Intensität des Hörens unterstreicht, war die etwas längere "Durststrecke" in CD2. Die Geschichte wurde plötzlich sehr viel düsterer und tragischer und die Stimmung war generell recht negativ. Mich hat das auch sehr mitgenommen. Doch sobald es Kvothe wieder besser geht, lichtete sich auch für mich das Hören wieder. Mir wird jetzt erst bewusst, wie gut Kvothes Stimmung dabei rübergebracht wurde. Kvothe - komplexer & wahnsinnig gut ausgearbeiteter Protagonist Da in meinem Studium auch sehr viel Literaturwissenschaft dran kommt, konnte ich nicht anders, als immer wieder die Charakterausarbeitungs-Eigenschaften auf Kvothe anzuwenden. Und er ist wirklich der rundeste, tiefgründigste, komplexeste, vielschichtigste und realste Charakter, der mir je untergekommen ist. Es hat mich wirklich immer wieder begeistert und verblüfft, wie extrem gut er ausgearbeitet ist. Er kommt einem so real menschlich vor, da er so wahnsinnig komplex ist. Seine Selbstreflektion hat mich teilweise zu Tränen gerührt. Ich wünschte, es würde öfters so wahnsinnig tolle Charaktere geben, die so real sind, dass es schon weh tut, und man sich nicht wundern würde, wenn sie aus den Seiten des Buches herausklettern würden. Auch deshalb fällt es mir wieder schwer, das ganze als Fantasie Geschichte einzustufen, da der Hauptcharakter echter ist, als alle Contemporary-Romane die ich je gelesen habe. Es ist auch wunderbar, wie ausgearbeitet die ganze Geschichte scheint, da man als Leser/Hörer Kvothe erst nach und nach immer besser und tiefer kennenlernt. Es eröffnen sich Schluchten in diesem Charakter, die man am Anfang der 2. Erzählebene nie für möglich gehalten hätte. Man sieht dabei zu, wie das Bild von Kvothe immer besser gezeichnet und langsam in Farben ausgemalt wird. Vorallem ab CD3 lebt der Charakter wirklich wahnsinnig auf. Jedoch gibt ihm alles was in CD1 und 2 geschieht, die Tiefe, die ich an ihm so bewundere und bestaune. Als Kvothe die Universität besucht, konnte ich mich auch sehr gut mit ihm und der Umgebung identifizieren. (ein weiterer Punkt der gegen Fantasy für mich spricht) Und da Kvothe als Hauptfigur der Kern und Mittelpunkt des Ganzen ist, ist es auch nicht so schwer, über Durststrecken oder andere Längen in der Geschichte hinwegzukommen. Denn da ist immer dieser komplexe Charakter, an den man sich lehnen kann, und mit dem man so gut mitfühlen kann und von dem man fasziniert wird. Natürlich darf ich nicht nur den unglaublich tollen Sprecher Stefan Kaminski in den Himmel loben, sondern muss, vorallem was Kvothe angeht, dem Autor Patrick Rothfuss die Füße küssen. Was er da geschrieben hat, ist wirklich ein wahres Meisterwerk und es war mir eine Ehre, es erleben zu dürfen. Ein paar negative Aspekte Trotz dass ich auch etwas zu meckern habe, ist das, wenn man sich überlegt, dass es 30 Stunden Material sind, nicht wirklich viel. Die übernatürlichen Wesen sprachen mich alle nicht wirklich an. Diesen Teil hätte ich nicht gebraucht, war jedoch froh, dass er auch nicht wirklich dominant vorkam. Vorallem störte mich hierbei, wie oben schon erwähnt, das Spinnentier direkt am Anfang des Hörbuches. Dann kamen auch, zu meiner Überraschung, einige brutale Stellen vor, die gar nicht angenehm zum Hören waren. Jedoch kann man bei Kvothes Geschichte auch nicht erwarten, dass es nicht zu Brutalität kommt. Dennoch war es vereinzelt wirklich sehr gewaltsam, hart und unschön. Die doch sehr detaillierten Beschreibungen der Gewalttaten, die vereinzelten unanständigen Ausdrücke, und die teilweise gruseligen Szenen und Stimmen, machen die Geschichte für mich auf keinen Fall zu einem Kinderbuch. Ich finde dagegen, dass man, um die Geschichte in seiner ganzen Komplexität begreifen zu können, schon erwachsen oder kurz davor sein sollte. Da es eine fiktive Welt ist, gibt es auch einen fiktiven Gott. Zu diesem gab es mal eine Gottgeschichte, ähnlich die in der Bibel. Das konnte mich auch nicht wirklich ansprechen, jedoch ist es jetzt im Rückblick gesehen, auch nur ein winziger Teil des großen Ganzen und wichtig dafür, dass man den Glauben dieser Welt versteht. Die 2. CD hatte einige Längen und zog sich eine ganze Weile etwas. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte recht lange das Wesentliche aus dem Blick verlor. Jedoch war das, jetzt im Rückblick gesehen, genau richtig und wichtig zu dem Zeitpunkt. Das Ende spielte wieder in der 1. Erzählebene, was zu erwarten war, ich jedoch trotzdem schade fand. Mir gefällt diese erste Erzähleben einfach nicht so gut und immer wenn sie vorkam, wollte ich sofort wieder in die 2. Erzählebene abtauchen. Glücklicherweise nahm die 1. Erzählebene ja nur 20% ein, jedoch war mir das schon zu viel. Eine wichtige weibliche Figur in der Geschichte wurde extrem pompös angekündigt, sodass hohe Erwartungen in mir aufkeimten. Jedoch war ich dann ehrlich gesagt etwas enttäuscht von ihr, da sie sich dennoch nicht so wahnsinnig anders als andere Frauen verhielt. Es war generell so: Je mehr Übernatürliches vorkam, desto weniger mochte ich es. Daher war ich froh, dass sich das ziemlich in Grenzen hielt. Die Länge des Hörbuchs: fast 30 Stunden Da dies ein Rezensionsexemplar war, wollte ich nicht zu lange dafür brauchen. Jedoch erwies sich das als relativ schwierig. Denn wo und wann bekommt man diese 30 Stunden unter? Ich hörte es zu Beginn immer beim täglichen Busfahren. Jedoch merkte ich, als ich es schon seit 3 Wochen hörte, und noch keinen überzeugenden Fortschritt erzielt hatte, dass ich das ändern musste. So versuchte ich zum Ende hin, so viel wie möglich jeden Tag zu hören, wann immer es ging. Ich kann euch nur empfehlen, euch vorzunehmen, jeden Tag etwa 1 Stunde zu hören. Einfach, damit ihr nicht ewig daran hört. Denn sonst zieht sich das alles zu lange. Denn obwohl ich es einerseits wirklich gerne hörte, stresste mich die lange Hörspieldauer doch etwas. Und auch jetzt, nach Beenden des Buches, würde ich nur zu gerne sofort den nächsten Teil hören, einfach um das große Ganze der Geschichte so nah beieinander zu haben. Und doch werde ich das nicht tun, da ein Hörbuch dieser Reihe einfach ein großes "Commitment" einfordert. Man muss sich darauf einlassen, und dem Hörbuch die Zeit geben, sich in seiner Größe, Länge und Komplexität zu entfalten. Denn, obwohl einem das etwas seltsam vorkommt nachdem man so lange daran gehört hat, handelt es sich ja bei diesem Teil erst um den Anfang der Geschichte. Ich war wirklich einige Wochen damit beschäftigt und so hin und hergerissen, da ich es einerseits schon beenden wollte, und andererseits immer wieder Momente beim Hören hatte, in denen ich dachte: "Wow, was für ein wahnsinnig gutes Hörbuch!" FAZIT Das Hörbuch konnte mich insgesamt sehr begeistern, fesseln und faszinieren. Die Geschichte ist so vollkommen anders als alles, was ich je gelesen habe. Sie besticht vorallem auch durch ihre Komplexität und die Ausarbeitung ihres Hauptcharakters Kvothe. Es eignet sich hervorragend als Einstiegshörbuch, wenn man sich die 30 Stunden Zeit dafür nimmt, da der Sprecher Stefan Kaminski eine unglaubliche Arbeit vollbracht hat. Er verleiht jeder Figur so viel Individualität und Charakter, dass man immer wieder ins Staunen gerät. Ich hatte sogar das Gefühl, Deutsch beim Hören zu lernen, da so ein enorm großer Wortschatz verwendet wird, es kaum Wiederholungen gibt, und immer wieder neue Redensarten und Wege gefunden werden, um etwas auszudrücken. Hätte ich vorher gelesen, worin es in der Geschichte geht, hätte ich wohl nicht dazu gegriffen, da es mich allein vom Klappentext her (den ihr nicht vorher lesen solltet, da es spoilert!) nicht anspricht. Daher empfehle ich euch, euch einfach darauf einzulassen. Alles was ihr braucht, sind fast 30 Stunden Zeit, um es zu hören. Durch die enorme Länge fallen kleinere Schwächen auch kaum ins Gewicht, da es insgesamt so gut ist. Ich kannte mich zum Ende des Buches hin wirklich sehr gut in der fiktiven Welt, in der die Geschichte spielt, aus. Ich wusste, wie weit es in etwa von der einen Stadt zur anderen war, wo welche Orte lagen, und hatte eine gefestigte Vorstellung davon. Unterstützt wird das jedoch auch noch durch die Karte der Welt, die sich in dem Coverumschlag der CDs befindet. Die Geschichte hat eigentlich alles, was man sich von einer großen, epischen Geschichte wünschen kann, und ist gespikt mit unzählig vielen kleinen, überraschenden Momenten. MEINE BEWERTUNG IN STERNEN Ich verleihe diesem Hörbuch 4,5 von 5 Sternen.

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Der Name des Windes ist der erste Teil einer sehr umfangreichen und fantastischen Trilogie, welche den Titel Die Königsmörder-Chronik trägt, aus der Feder vom US-amerikanischen Autoren Patrick Rothfuss stammt und in Deutschland in der Hobbit Presse von Klett-Cotta erschienen ist. Zentraler Charakter der Trilogie, von welcher bis dato zwei Romane (Der Name des Windes und Die Furcht des Weisen) veröffentlicht worden sind, ist der überaus talentierte Kvothe. Wie das Leben so spielt, ist dabei die zufällige Begegnung eines der begabtesten Chronisten seiner mit dem verehrten und gesuchten Kvothe ausschlaggebend für diese Geschichte, denn ohne dieses Treffen hätte es diese Chroniken nie gegeben. Innerhalb von drei Tagen erzählt Kvothe dem Chronisten sein ganzes Leben, weshalb die Titel auch einen Untertitel mit Tag 1-3 tragen. Dieses Aufeinandertreffen ist quasi der eigentliche Startschuss der Geschichte, welche als eine Art gigantische Biografie aufgezogen wird. Wie es sich für eine vernünftige Biografie gehört, beginnt man auch im ersten Band dieser Trilogie in der frühen Kindheit. So lernt man Kvothe, obwohl er mittlerweile ein bodenständiger erwachsener Mann geworden ist, auch als Kind kennen. Der junge Kvothe ist bereits seit seinen frühen Lebensjahren ein über alle Maßen talentierter und kluger Mensch, welcher seine Fähigkeiten kontinuierlich schärft und ausbaut. Als Kind einer Art Gauklertruppe reist er dabei durch die Lande, lernt das Schauspielhandwerk, seine Liebe zur Musik und das Lautenspiel und erhält durch einen Lehrmeister, eines sogenannten Arkanisten, zahlreiche vertiefende Einblicke in die Allgemeinbildung, in Sprachen und die Magie. Somit kann Kvothe sein Wissen in einem ersten Schritt kräftig aufstocken, was ihm im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder positiv zuspielt. Doch wie das Leben nun einmal so ist, bleibt auch der junge Kvothe nicht von Schicksalschlägen und Verlusten befreit, denn ihn trifft es ganz besonders hart, was ihn für viele Jahre komplett aus der Bahn wirft. Erst viele Jahre später kann er sich wieder aufraffen und sein Leben wieder in den Griff bekommen. Dabei kommt er seinem Ziel nicht nur kontinuierlich näher, sondern kann seinen Fähigkeiten zu einem enormen Schub verhelfen und eines der wohl wichtigsten Ereignisse seines Lebens geschieht, die Begegnung mit einer ganz besonderen Frau… Ohne mich nach der Lektüre des ersten Romans dieser Trilogie zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen behaupte ich einfach einmal an dieser Stelle, dass die Königsmörder-Chronik, beginnend mit dem Roman Der Name des Windes, mit das Beste ist, was die Fantasy-Welt in den letzten Jahren, wenn nicht sogar aller Zeiten, gesehen hat. Dabei stechen trotz des fantastisch angehauchten Genres die Fantasy-Elemente nur sehr dezent hervor. Natürlich gibt es diese, denn ohne Magie oder die Chandrian würde es diese Romanreihe nicht geben. Allerdings sind diese insgesamt angenehm zurückhaltend und tauchen nur sporadisch einmal auf. Der ganz klare Fokus dieser Romanreihe liegt auf dem gigantisch genialen Setting und den unfassbar autenthischen und starken Protagonisten. Ich kann mich nur an sehr wenige bis überhaupt keine Charaktere anderer Werke erinnern, die auch nur annähernd eine so komplexe Hintergrundgeschichte zugesprochen bekommen haben, wie es in Der Name des Windes geschehen ist. Und genau damit konnte dieser Roman bei mir punkten. Man erlebt von Kvothe viele bedeutende Ereignisse seines noch jungen Lebens und lernt ihn über die Jahre, die während der Geschichte vergehen, immer besser kennen. Man weiß, wie er tickt, was sein Antrieb ist und man lernt so besonders gut zu verstehen, weshalb er so handelt wie er handelt. Das er ab und zu übereifrig handelt und seine Kontrahenten überschätzt, machen ihn dabei nur umso sympathischer, da es zeigt, dass er trotz seiner großen Begabungen ein bodenständiger Mensch gebleiben ist, der lebt und lacht, liebt und trauert. Neben Kvothe können aber auch die vielen weiteren Charaktere durchweg überzeugen, wobei es mir Denna besonders angetan hat. Viele können mit ihr jaleider nichts anfangen und ich habe ab und zu auch nur den Kopf schütteln können und mich gefragt, was sie zu ihrer Entscheidung geführt hat. Sah mit Sicherheit in der Öffentlichkeit super aus, wenn ich da die ganze Zeit nur kopfschüttelnd gelesen hab. Aber nichtsdestotrotz ist Denna einfach so großartig,vor allem, weil sie einfach nicht perfekt ist. Ich habe absolut genug von diesen in den Himmel gelobten, überaus schönen Charakteren in Büchern. Einfach unrealistisch. Da ist Patrick Rothfuss einfach realistischer unterwegs, wodurch man sich mit allem besser identifizieren kann! Zum Schluss muss ich einfach auch noch auf das geniale Setting eingehen. Ich finde es so großartig, dass Patrick Rothfuss mit den Königsmörder-Chronik gleich zwei Geschichten kreiert hat, die nahtlos ineinander übergreifen. Das Hier und Jetzt und die Vergangenheit. Durch sogenannte Zwischenspiele wird man so gekonnt aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurückgeholt, dass man sich immer wieder wundert, wie tief man in diese Geschichte abdriften konnte ohne wirklich zu merken, dass das ja alles eigentlich nur noch eine Wiedergabe von Ereignissen ist. Super genial! Dabei kann die Handlung gar nicht mal mit vielen Kampfszenen o.ä. punkten sondern überzeugt mit der Charakterentwicklung und den vielen verschiedenen Schauplätzen, Herausforderungen und Begegnungen, derer sich Kvothe immer wieder stellen muss. Die Spannung wird durch das atemberaubende Leben des noch jungen Protagonisten aufrecht erhalten, wodurch die doch sehr stattlichen 860 Seiten dennoch wie im Flug vergehen und man als Leser gar nicht umhin kommt, mehr über diese Welt und das Leben des Kvothe in Erfahrung bringen zu wollen. Es warten noch viele spannende Abenteuer, Gefahren und Herausforderungen auf den Protagonisten und die vielen Rätsel, v.a. um seine vielen Schicksalsschläge, machen neugierig auf mehr. Die fantastischen Elemente, welche in Der Name des Windes angedeutet worden sind, werden vermutlich auch eine größere Rolle einnehmen. Wohin die Reise geht bleibt abzuwarten. Ich für meinen Teil kann aber in keinster Weise irgendwie angemessen darlegen, wie großartig dieses Werk ist. Diese Rezension soll auch keine einfache Buchbesprechung sein sondern eine Liebesgeschichte an dieses Werk. Ob Fantasyleser oder nicht, jeder Mensch sollte diese Reihe gelesen haben. Es gibt kaum etwas, das besser ist! Fazit zu Der Name des Windes Absolut genialer Weltenentwurf, grandiose Charaktere und trotz des imensen Umfangs zu keiner Zeit langatmig. Allergrößtes Lesevergnügen!

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„Der Name des Windes – Die Königsmörder-Chronik – 1. Tag“ von Patrick Rothfuss gelesen von Stefan Kaminski ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie. In einem kleinen Dorf lebt ganz unscheinbar ein Wirt. Ein Chronist sucht ihn auf um über sein Leben zu schreiben. Dabei handelt es sich um Kvothe, den Blutleeren. Seine Eltern wurden von mythischen Wesen ermordet und er hat sich auf den Weg gemacht um sie zu finden. Kvothe lernt man in der Rahmengeschichte als erwachsenen Mann kennen. Auf den ersten Blick scheint er ganz unscheinbar zu sein. Er ist Wirt in einem kleinen abgelegenen Dorf. Doch mit der Zeit merkt man, dass da mehr hinter steckt. In der Geschichte im Innern lernt man Kvothe als kleinen Jungen kennen. Er ist wissbegierig, lernt schnell und ist in einer Schaustellergruppe zu Hause. Dort lernt er auch zum ersten Mal die Magie kennen. Der tragische Tod seiner Eltern ändert viel. Im Laufe der Geschichte begegnet man vielen weiteren Charakteren. Sie alle tragen ihren Teil zur Geschichte bei und sind mal mehr und mal weniger präsent. So kann man den ein oder anderen richtig ins Herz schließen und über manche hört man nur kurz etwas. Dennoch sind alle gut gestaltet. Patrick Rothfuss hat sich seine eigene Fantasywelt aufgebaut. Sie ist feudal aufgebaut und kommt ohne die bekannten Wesen wie Elfen, Zwerge etc. aus. Seine Magie kann man lernen ähnlich wie Physik, es gibt Sagengestalten und die ein oder anderen gefährlichen Wesen. Wie schon gesagt besteht die Geschichte aus zwei Teilen. Einer Rahmenhandlung und einer inneren Handlung. Die Rahmenhandlung zieht sich zu Anfang etwas. Doch durch einen Angriff mysteriöser Wesen kommt Spannung rein. Die innere Handlung ist eigentlich nur die Biographie von Kvothe. Man könnte schon meinen, dass sich das zieht und mit der Zeit langweilig wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Man lernt mit ihm die verschiedenen Legenden kennen, bekommt einen Einblick in die Magie und erlebt seine Schicksalsschläge mit. Es gibt viele Wendungen. Sie machen es spannend, aber schließen auch oft einen Lebensabschnitt ab. So beginnt etwas Neues. Ca. 1689 Minuten lang geht dieses ungekürzte Hörbuch. Dies ist schon eine Menge, aber Stefan Kaminski lässt sie einen locker leicht erleben. Durch Betonung, Pausen und das richtige Tempo begleitet er den Zuhörer. Auch schafft er es die jeweilige Stimmung an den Hörer zu transportieren und leitet ihn so durch Kvothes Geschichte. Das Cover zeigt einen Jungen mit Stab und Schwert, der vor einer Stadt steht. Der Titel ist zentral und nimmt den meisten Platz ein. Die Farben sind Rot/Orange. Der Junge kann gut Kvothe sein auf seiner Reise. Vor der Buchausgabe stand ich schon öfters Mal, habe es mir aber nie geholt. Als ich auf der Suche nach einem neuen Hörbuch war, viel es mir direkt ins Auge. Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet, nur das gute 28 Stunden lang sind. Dennoch war ich schnell gefesselt und möchte Kvothe. Er ist nicht der typische Held, aber total menschlich. Stefan Kaminski hat mich mit seiner Stimme und Performance richtig gut abgeholt. Die Geschichte ist genial und auch sehr gut vertont. Also eine runde und angenehme Zusammenstellung. Deswegen gibt 5 von 5 Wölfen.

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Ich habe schon so einiges über Patrick Rothfuss gehört und alles war ausnahmslos positiv, weshalb ich dachte, dass es wohl an der Zeit wäre, selbst einmal etwas von ihm zu lesen. Da mein SuB im Moment allerdings doch einige Bücher umfasst und mir langsam, aber sicher über den Kopf zu wachsen droht, habe ich mich für das Hörbuch von "Der Name des Windes" entschieden. Dies war das erste Hörbuch, das ich gehört habe ohne vorher das Buch gelesen zu haben, weshalb es mir anfangs - die ersten 15, 20 Minuten - schwer fiel in der Geschichte anzukommen, weil ich zum einen eben nicht wusste, was auf mich zu kam und zum anderen mich sehr darauf konzentrieren musste. Sobald ich mich allerdings eingefunden hatte, hat mich die Geschichte mitgerissen und meine ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sodass ich von meiner Außenwelt nichts mehr mitbekommen habe. Die Geschichte um Kvothe ist einfach derart mitreißend, dass man förmlich an den Lippen des Erzählers, dem man übrigens unheimlich gut zuhören kann, hängt und sich gar nicht traut auch nur für den Bruchteil einer Sekunde etwas anderes zu machen - aus Angst eine Kleinigkeit zu verpassen. Das war wirklich das spannendste, packendste und mitreißendste Hörbuch, das ich bisher gehört habe und ich bin schon mehr als gespannt darauf, was mich in den folgenden Bänden der Reihe erwartet.

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