Leserstimmen zu
Das Lied von Eis und Feuer 07

George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer (7)

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Die Geschichte des siebten Bands: Im Gegensatz zu den letzten beiden Bänden gibt es neue Handlungsorte, neue Erzählperspektiven und dadurch einige neue Erzählstränge. Aber eins ist natürlich gleich geblieben, es geht immer noch um das Spiel um den Thron. „Ich bin versucht zu sagen, dass das hier kein Spiel ist, Tochter, aber natürlich ist es eins. Das Spiel der Throne.“ Ich habe nicht darum gebeten, es zu spielen. Das Spiel war zu gefährlich. Ein falscher Zug, und ich bin tot“. Einer der Schauplätze, an denen um den Thron gerungen wird, sind die Eiseninseln. Dort ist König Balon Graufreud gestorben und nun gibt es Streit um den Thronfolger. Sowohl Asha, seine Tochter, als auch seine Brüder Euron und Victarion erheben Anspruch auf den Thron. Und auch viele Eisenmänner möchten ihr Glück versuchen. Der Priester des Ertrunkenen Gottes hat deswegen beschlossen, ein Königsthing abzuhalten, wo entschieden werden soll, wer der neue König auf dem Meersteinstuhl wird. Anderenorts, in Dorne, herrscht großer Unmut darüber, dass Prinz Oberyn Martell in Königsmund ermordet wurde. Der Fürst von Dorne ist nicht bereit zu handeln und Westeros den Krieg zu erklären. Also schmieden seine Tochter und seine Nichten Rachepläne und überlegen, wie man den Eisernen Thron einnehmen kann. Da kommt es ihnen gelegen, dass sich Prinzessin Myrcella, die Tochter von Cersei, in Dorne aufhält. In Königsmund kämpft die Königinregentin Cersei Lennister mit allen Mitteln darum, den Thron zu halten und für ihren kleinen Sohn Tommen zu verwalten. Jetzt, da ihr Vater Tywin tot ist, hat sie einiges zu bewältigen und den Thron gegen viele Feinde zu schützen. Dafür umgibt sie sich mit allerlei zwielichtigen Gestalten und stößt ihre Familienmitglieder, unter anderem ihren Zwillingsbruder Jaime, von sich. Jaime Lennister hat Brienne ausgesandt um seinen und ihren Eid gegenüber der verstobenen Catelyn Stark zu wahren und die Stark-Schwestern Arya und Sansa zu finden. Der Leser begleitet Brienne auf ihrer Suche nach Sansa, die immer wieder ins Nichts führt. Denn man weiß, dass Sansa sich auf Hohenehr befindet, dem Sitz ihrer verstorbenen Tante. Lord Petyr Baelish gibt sie als seine uneheliche Tochter aus und schmiedet als Protektor des Grünen Tals und Witwer von Lady Lysa seine eigenen Pläne, wie er sich in das Spiel der Throne einmischen kann. Die von allen totgeglaubte Arya ist derweil mit einem Schiff auf dem Weg nach Bravoos um ihrer Heimat zu entfliehen und um dem Ursprung der Münze, die ihr Jaquen Hagar gegeben hat, auf den Grund zu gehen. Wird sie dort zu sich selbst zurückfinden oder als eine ganz andere zurückkehren? Der letzte Erzählstrang beschäftigt sich mit Sam, der Jon zum Posten des Lord Kommandanten der Nachtwache verholfen hat und nun von seinem besten Freund einfach fortgeschickt wird. Er soll gegen seinen Willen die Ausbildung zum Maester machen und Goldy zu ihrem eigenen Schutz mitnehmen. Nie hätte Sam gedacht, dass sich Jon einmal so gegen ihn wenden würde. Doch im Krieg müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden, die meistens schwer wiegende Folgen nach sich ziehen. Meine Meinung: Im siebten Band erwarten uns sehr viele, teilweise unübersichtliche Erzählstränge. Es wird wie gewohnt zwischen mehreren Perspektiven gewechselt, doch diesmal begnügt sich George R. R. Martin nicht einfach mit den Namen der Hauptcharaktere, sondern gibt einigen von ihnen mysteriöse Titel, sodass man teilweise erst im Kapitel erfährt um wen es wirklich geht und wo man sich gerade befindet. Für diejenigen, die sich nicht ganz so gut mit den Namen, Schauplätzen und der ganzen „Wer-mit-wem-verwandt-ist-Sache“ auskennen, kann es kurzfristig zu Verwirrungen kommen. Aber ich kann euch Mut machen: Im achten Band ist es nicht mehr ganz so schlimm und wir erleben die Geschichte wieder gemeinsam mit altbekannten Figuren. Die Protagonisten, die in beiden Teilen vorkommen, sind leider nicht meine Lieblingsfiguren. Die Perspektiven von Jon, Daenerys und Tyrion fehlen zum Beispiel in beiden Bänden. Der Autor erklärt, dass er die verschiedenen Erzählstränge mit Absicht auf zwei Doppelbände verteilt hat und ich kann die Entscheidung nachvollziehen und finde es die beste Lösung. Auch wenn dadurch der siebte Band zum schlechtesten Teil in meinen Augen wird. Es passiert nicht wirklich viel und einige Kapitel sind einfach nur langweilig. Umso schöner ist es, dass mich der achte Teil wieder richtig mitreißen konnte. Die Ereignisse spitzen sich zu und alles dröselt sich immer weiter auf. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Martin diese unglaublich komplexen Erzählstränge zusammenführt, ineinander überfließen lässt. Als aufmerksamer Leser fallen einem immer wieder Sachen auf, wie zum Beispiel: „Ach, der kam ja schon mal im Band XY vor und wurde kurz erwähnt. Und der ist jetzt also mit ihr zusammen?“ Sowas finde ich einfach faszinierend und das ist auch einer der Gründe, der für mich die „Das Lied von Eis und Feuer“-Reihe lesenswert macht! In diesem Sinne: Lest die Bücher unbedingt und gebt euch nicht nur mit der Film-Serie zufrieden! Klar, sie ist cool, aber die Bücher entwickeln sich besonders jetzt im siebten und achten Band in teilweise ganz andere und neue Richtungen und es lohnt sich, mal einen Blick reinzuwerfen. Carolin Wallraven, 19 Jahre

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Meine Meinung Nach dem turbulenten letzten Teil, ging die Geschichte in diesem Band etwas ruhiger von statten. Gerade nach dem Ende vom sechsten Hörbuch war ich unglaublich gespannt wie es mit der Geschichte weitergehen wird. Allerdings wurden meine offenen Fragen in diesem Teil leider nicht geklärt. Als wenn George R. R. Martin den Leser/Zuhörer bewusst ärgern wollte, geht er mit der Handlung in eine andere Richtung. Trotz dessen hat man viel Interessantes über die anderen Handlungsstränge erfahren. Die Erzählweise mit dem Wechsel der verschiedenen Perspektiven hat der Autor in seiner Grundstruktur beibehalten. Allerdings gab es diesmal eine kleine Abweichung. Neben den Sichtweisen der Protagonisten kamen öfter einzelne Perspektiven vor mit mysteriösen Titeln wie zum Beispiel „Der Prophet“ oder „Die Tochter des Kraken“. In diesen Kapiteln spielten dann auch die Nebencharaktere eine größere Rolle. Dies ermöglichte einem einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse in den anderen Gebieten von Westeros. Neben den bereits bekannten Charakteren rücken in diesem Buch Figuren wie Cersei Lannister und Brienne von Tarth mehr in den Fokus. Die Sichtweise von Cersei hat mir dabei sehr gut gefallen, da man viel von ihrer intriegenreichen Denkweise mitbekommen hat. Bei Brienne tat ich mich allerdings etwas schwerer. Anders als in der Serie ist sie mir im Buch wegen ihrer übertriebenen Naivität deutlich unsympathischer. Ein Thema, welches immer wiederkehrend aufgegriffen wurde waren die Stärke und Rechte von Frauen. Sei es wegen der Frage nach der rechtmäßigen Thronfolge oder die Ausführung von angeblich „unfemininen“ Tätigkeiten als Frau, traten häufig Diskussionen über dieses Thema auf. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da sonst in mittelalterlich inspirierten Geschichten die Rechte der Frauen eher rückschrittlich dargestellt werden. Insgesamt hat mir auch der siebte Teil der „Das Lied von Eis und Feuer“ -Reihe wieder sehr gut gefallen. Es wurden wichtige Themen aufgegriffen und auch die neuen Perspektiven machten das Hörbuch interessant und abwechslungsreich. Leider hat die Handlung etwas an Tempo verloren und viele meiner offenen Fragen sind ungeklärt geblieben. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band der Reihe und bin gespannt wie es weitergeht.

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Hier kommt auch schon meine nächste Rezension! Das Buch wurde mir vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt Vielen Dank dafür :) Originaltitel: A feast of crows Autor: George R. R. Martin Verlag: blanvalet Seiten: Story 503 + Anhang 72 Preis: 15,00€ Buch: Verlag Amazon Inhalt: Der Krieg der fünf Könige ist vorbei. Dieser Krieg hat nicht nur den Starks, den Baratheons, den Lennisters und den Graufreunds, sondern auch den anderen großen und kleienen Häusern einen entsetzlichen Blutzoll abverlangt. Weite Teile von Westeros sind verwüstet, die Ernten vernichtet. Und der Winter naht unbarmherzig. Der Kindkönig Tommen Baratheon auf dem Eisernen Thron ist viel zu jung, um wirklich zu regieren, und seine Mutter, die Regentin Cersei Lennister, ist nach dem Tod ihres Vaters Lord Tywin vor allem damit beschäftigt, ihre Macht zu erhalten und sich gegen zahlreiche Rivalen zu verteidigen. In Dorne verlangen die Sandschlangen, die Töchter von Prinz Oberyn Martell, lautstark Rache für den Tod des erschlagenen Prinzen. Und Prinzessin Arianne, Fürst Dorans Tochter, verfolgt eigene gefährliche Pläne. Auf den Eiseninseln brechen nach dem Tod von König Balon Graufreud Nachfolgestreitigkeiten aus, während Brienne, die Jungfrau von Tarth, eine Mission verfolgt, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Die Zeit der Krähen bricht an - und ohne eine starke Hand droht dem Reich der Untergang... Cover: Das Lied von Eis und Feuer 7 von George RR Martin Das Cover ist wie bei allen der Reihe sehr schlicht gehalten, und zeigt nur das Wappen der Martells und ihren Sinnspruch "Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen". Die Gestaltung des Wappens gefällt mir sehr gut und ist einprägsam, was durch den Hintergrund noch verstärkt wird, jedoch finde ich den Hintergrund nicht wirklich passend... Meinung: (Ich beziehe mich hier nicht auf einzelne Personen, da dies einfach unmöglich ist) Der Schreibstil von George Martin ist definitiv einer der besten, jedoch muss man wirklich aufmerksam lesen, um alles zu verstehen. Ich finde es super, wie er sich in die Figuren, die Umstände und die Zeit versetzt, und sich auch so >altmodisch< ausdrückt. Wenn er Orte und Figuren beschreibt, fühlt man sich wirklich nach Dorne, Königsmund oder Mereen versetzt, und begleitet seine Lieblingsfiguren/ liebsten Bösewichte ;) Welches sind eure Lieblingsfiguren? Die Kapitel sind aus der Sicht von unterschiedlichen Personen, deren Status auch durch den Schreibstil gekennzeichnet ist. Martin benutzt unterschiedliche Stile für unterschiedliche Herkunftsorte und Stände, die sehr prägnant und gut ausgeführt sind. Ein weiterer besonderer Punkt ist zB. das Valyrisch oder Dothrakisch, also die Sprachen, die George Martin für seine Bücher erfand. Ich finde erfundene Sprachen generell sehr interessant, was auch ein Anreiz für lotr und Eragon war :) Dieser Autor verdient einfach Anerkennung für sein Werk! Die Charaktere sind wie immer eindrucksvoll und zahlreich! Meine persönlichen Lieblinge sind in diesem Buch Jon (der seinen Platz auf der Mauer einnimmt), Arya (die sich auf den Weg macht, um Niemand zu werden) und Daenerys (die bei dem Versuch, die Welt besser zu machen, immer wieder scheitert) , aber auch die Sandschlangen finde ich besonders wegen ihres Stolzes und Mutes toll. Ich finde es beeindruckend, wenn George R. R. Martin Feinde Allianzen schließen lässt, Hauptcharaktere plötzlich sterben oder eine große Wandlung durchmachen. Die Charaktere dieses Buchs sind hauptsächlich die, die sich aktuell in den Sieben Königslanden befinden; die anderen, hinter der Mauer und in Essos, kommen im achten Teil der Serie vor. Sehr faszinierend sind auch die Namen, die Martin für seine Figuren verwendet und sich ausdenkt! Egal ob Cersei, Oberyn, Petyr oder Hodor, wir wissen sofort wer und wo. Und falls doch nicht, kann man immer im gut sortierten Anhang nachgucken :) Zur Handlung könnte man so vieles erzählen, doch dann säße ich noch in einer Woche an diesem Beitrag... So viel kann ich verraten: die Toten dieses Buches wird niemand vermissen und ich gönne manchen ihre Verluste und missratenen Pläne. Langweilig finde ich jedoch alles, was mit den Graufreunds zu tun hat. Spannend ist jedoch der Thing, der von Feuchthaar abgehalten wird, um den neuen König zu bestimmen. An diesem Buch habe ich auch mal etwas auszusetzen ;) Und zwar ist der 23-seitige Prolog total langweilig und unnötig. Es wird eine Situation zwischen Ausbildenden der Citadelle im/bei "Federkiel und Krug" geschildert und der Ort wird nur noch einmal kurz im Buch erwähnt. Es war einfach langweilig, weshalb ich nach den ersten 10 Seiten dieses Buchs in einer fetten Leseflaute steckte... Aber mit ein paar guten Büchern zwischendurch habe ich diese überwunden und konnte mit neuer Freude mit Game of Thrones 7 weitermachen :) Fazit Ich kann euch dieses Buch (die gesamte Reihe) und auch die Serie sehr ans Herz legen!!! Wenn man erstmal den Prolog geschafft hat, dann kann man mit Vergnügen nach Westeros abtauchen!

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Zeit der Krähen

Von: Meggie

02.10.2016

Königin Cersei kämpft verbittert um den Thron für ihren Sohn Tommen und scheut sich nicht, dafür über Leichen zu gehen. Ihr Kampf schlägt auch auf ihr Gemüt und sie sieht Feinde, wo gar keine sind. Währenddessen muss Sam mit einer neuen Aufgabe zurechtkommen und Jaime gibt sich Mühe, nicht in Selbstmitleid zu zerfließen. Briennes Suche nach Sansa Stark führt sie an Orte, die besser im Dunkeln bleiben sollten. Der siebte Teil der Reihe hat mich sehr überrascht. Denn diesmal kommen Charaktere zum Zug, die eigentlich vorher nicht so sehr ins Rampenlicht gerückt sind. Die Kapitel werden diesmal aus Sicht von Cersei, Jaime, Brienne und Sam erzählt und so wird die eigentliche Geschichte aus den vorherigen sechs Bänden erstmal nicht weiterverfolgt. Nur zwei Kapitel (am Anfang und am Ende) sind Arya gewidmet und auch hier wird man am Ende doch etwas ratlos zurückgelassen. Die in Band 6 aufgebauten Cliffhanger werden einfach „links liegen“ gelassen und man muss sich – laut Nachwort des Autors im dazugehörigen Buch – bis zum nächsten Band gedulden. Somit muss ich leider sagen, dass Hörbuch Nummer 7 der bisher schwächste Teil der Reihe ist. Doch nicht minder uninteressant. Nur die Herangehensweise war sehr ungewöhnlich. Die Faszination, die man für die Reihe empfindet, wird hier zwar deutlich gebremst, jedoch ging es mir nach Beendigung des Hörbuches und nach nochmaliger Revue der Geschichte doch auf, warum der Autor diesen „Stop“ eingebaut hat. Denn gerade bei mir wurde so eine große Neugier aufgebaut und so greife ich garantiert in nächster Zeit zum 8. Hörbuch und freue mich auf ein Wiederhören mit den mir lieb gewonnenen und auch verhassten Figuren aus einer Welt, die unserer so ähnlich ist, aber doch wieder nicht. In diesem Teil hat mir Cersei am Besten gefallen. Ihre Verbitterung war greifbar, ihr Hass gegenüber allen anderen und ihr Hunger nach Macht zehren sie auf und sie macht sich mehr Feinde, als sie eigentlich weiß. Ihr Verhalten gerade gegenüber ihrem Bruder Jaime, der wahrscheinlich einer der Letzten ist, der noch einigermaßen zu ihr hält, macht die Sache natürlich nicht besser. Jaime dagegen macht für mich eine Wandlung durch. Wohin diese führt, ist noch schwer zu sagen. Doch hoffe ich insgeheim, dass sie am Ende in Richtung „Gut“ geht. Auch der Sprecher Reinhard Kuhnert, ohne den ich mir ein "Das Lied von Eis und Feuer"-Hörbuch nun nicht mehr vorstellen kann, leistet wieder eine enorme Arbeit. Allein die unterschiedlichen Sprechweisen und die sehr schön vorgetragenen Gedichte und Lieder machen einen wahren Hörgenuss aus der Geschichte und ich hoffe, dass dieses Niveau auch noch weiter gehalten werden kann. Denn nun bliebe ich der Reihe auf alle Fälle auch in hörbarer Form treu und freue mich so auf den achten Band. Fazit: Der bislang schwächste Teil der Reihe, dennoch wichtig für die ganze Geschichte.

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ACHTUNG: Für Nichtkenner der ersten sechs Bände versteckt sich hier mit großer Wahrscheinlichkeit der eine oder andere Spoiler! Zum besseren Verständnis lieber mit dem ersten Band "Die Herren von Winterfell" beginnen. Da kann Michael Ende womöglich einpacken: George R.R. Martins Lied von Eis und Feuer wird langsam aber sicher zur wahren "unendlichen Geschichte". Zeit der Krähen ist der siebte Band der Reihe und ein Ende ist nicht in Sicht, mindestens zwei weitere Originalbände sollen noch folgen. Im deutschsprachigen Raum werden diese normalerweise in zwei getrennte Bücher geteilt, also stellt der vorliegende Band die erste Hälfte des vierten englischen Bands A Feast of Crows dar. Westeros ist noch immer im Aufruhr. Auch nach dem Ableben von König Joffrey Baratheon und seiner Hand Tywin Lennister hält Königin Regentin Cersei mehr oder weniger die Macht in den Händen. Ihr zweiter Sohn Tommen ist nun offiziell König, scheint zum Regieren allerdings noch weniger geeignet als sein älterer Bruder. Derweil hat das Reich mehr selbsternannte Könige als je zuvor. Mehrere Fürsten sagen sich von den Herrschern in Königsmund los und sichern ihre Grenzen oder expandieren. Auch die Familie, deren Wappen diesen Band ziert, spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Unterdessen hat es andere der Hauptcharaktere in unerwartete Richtungen verstreut. Während Brienne, die Jungfrau von Tarth, noch immer mit unerwarteter Hilfe auf der Suche nach Sansa Stark ist, hat es deren Schwester Arya mehr oder weniger freiwillig auf den Nachbarkontinent Essos verschlagen. Hier findet sie in einem geheimnisvollen Tempel Unterschlupf, deren Priester ihr so einiges beibringen. Samwell Tarly wird mit einem besonderen Auftrag von neuen Lord Kommandant der Nachtwache John Schnee in den Süden geschickt ... und das war es dann auch schon. Richtig, Daenerys Targaryen, Tyrion Lennister und auch manch anderer taucht in diesem Buch nicht auf. Auch die Nachtwache, denen zuletzt Stannis Baratheon zu Hilfe eilte, wird nur kurz abgehandelt. Durch die Menge der neuen Charaktere und Schauplätze fällt das zunächst wenig auf. Als Kenner der Reihe fragt man sich aber spätestens nach der Hälfte, was diese bisher unerwähnten Personen eigentlich in der Zwischenzeit treiben. Der Autor liefert im Nachwort eine Erklärung und Entschuldigung in einem, verspricht Besserung und schneidet gleichzeitig neue Themen an. Dann wird eben mal wieder gewartet. Als treuer Leser dieser Bücher ist man ja einiges gewohnt. Vermutlich ist das Fehlen dieser Schlüsselfiguren auch das einzige, das man hier ernsthaft kritisieren könnte. Sprachlich und auch spannungstechnisch macht Maester Martin kaum einer was vor. Wie so oft glaubt man manchmal, dass im Großen und Ganzen eigentlich gar nicht viel geschieht, doch selbst das vermag der Erschaffer von Westeros noch mit Sätzen zu veredeln, nach denen sich mancher Nachwuchsautor alle fünf Finger lecken würde. Die fast sechshundert Seiten (von denen drei diverse Landkarten und über fünfzig einen ausführlichen Anhang mit einem Verzeichnis aller Adelshäuser von Westeros und der Charaktere enthalten) sind wieder einmal viel zu schnell verflogen. Am Ende steht man jedenfalls mit dem Gefühl da, dass es doch irgendwie weitergehen muss. Seitenzahl: 576 Format: 13,7 x 21,6 cm, Taschenbuch Verlag: Blanvalet

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