Leserstimmen zu
Der Friedhof in Prag

Umberto Eco

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Hörbuch von Umberto Eco Anzeige Erschienen am:17. Juni 2013 Erschienen bei: Der Hörbuchverlag Ungekürzte Lesung Gelesen von Gert Heidenreich, Jens Wawrczeck Laufzeit: 993 Minuten Klappentext/Inhaltsangabe übernommen Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in seiner Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der „Protokolle der Weisen von Zion“. Meine Meinung Über den Roman „ Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco hatte ich bisher schon fiel gehört. Die Meinungen dazu waren sehr durchwachsen. Da ich diesen Schriftsteller sehr mag wollte ich mir nun meine eigene Meinung dazu bilden. Dieses mal nicht in Schriftform sondern als Hörbuch. Das Hörbuch ist eine Doppel-CD mit einer Laufzeit von über 16 Stunden, gelesen wird es von Gert Heidenreich und Jens Wawrczeck. Gert Heidenreich ist während der ganzen Zeit nur sehr wenig zu hören, da er nur die Zwischensequenzen liest. Den Hauptteil liest Jens Warczeck, er ist mir bekannt aus den „Drei Fragezeichen“, wo er die Rolle des Peters liest. In „Der Friedhof in Prag“ liest er Simoninis Tagebuch vor. Anfänglich fiel es mir sehr schwer seiner Stimme länger zu folgen, aber im Laufe der Zeit wurde sie mir immer angenehmer und ich habe es dann auch voll genossen. Sehr gut gefiel mir dabei die lebendigen Betonungen. In Verbindung mit dem inhaltlich Gelesenem konnte ich mir alles recht gut vorstellen. Inhaltlich ist das Buch von Umberto Eco, meiner Meinung nach, keine leichte Kost. Durch die vielen sich wiederholenden Vorurteile, die teilweise schon in extremen Hass verfallen und die Weltanschauung des Protagonisten gepaart mit dem komplexen Sachverhalt muss man sich sehr stark konzentrieren und ich musste sogar einige Male inne halten um alles zu verstehen und nicht mit meiner eigenen Meinung zu vermischen. So schimpft Simonini über sämtliche europäischen Völker, Frauen, Juden, Priester – er lässt an keinem ein gutes Haar, auf der anderen Seite werden aber Speisen gepriesen, so das ich teilweise Lust auf bestimmte Spezialitäten bekam. Brilliant wie immer hat Umberto Eco Historie und Fiktion zusammengebracht. Meiner Ansicht nach ist dieser Roman auch wieder sehr gut recherchiert. Mir hat das Hörbuch „ Der Friedhof in Prag“ im Großen und Ganzen gefallen, auch wenn es stellenweise zu viele Schimpfereien auf verschiedene Menschengruppen gab und ich die Anschauungen des Protagonisten nicht teile. Fazit „Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco ist ein Roman der viel Aufmerksamkeit und Zeit braucht um sich mit ihm auseinander zusetzen. Wer sich trotz Schimpftiraden und einer abstrusen Weltanschauung auf das Buch einlassen kann ist mit diesem Roman gut bedient. Daher vergebe ich 3 von 5 Punkten.

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