Leserstimmen zu
Das Land zwischen den Meeren

Anna Paredes

Costa-Rica-Saga (1)

(0)
(1)
(2)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

"Das Land zwischen den Meeren" ist der erste Teil der Costa-Rica-Saga, die inzwischen vier Teile umfasst. In dem Auftakt geht es um die Protagonistin Dorothea Faßbender, die sich nicht an die Konventionen des Jahres 1848 halten mag und dadurch oftmals aneckt. Die Autorin hat die Begebenheiten dieser Zeit in Deutschland hervorragend recherchiert und vermochte es, mir diese lebendig zu vermitteln, so dass ich recht schnell ein Bild davon vor Augen hatte. Das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit Dorothea, die Pläne für ihr Leben scheitern. Weil ihre Eltern sie dann verheiraten wollen, bricht sie zu einer Reise nach Costa Rica auf, welche ebenfalls wunderbar authentisch von der Autorin beschrieben wurde. Auf Costa Rica angekommen, wagt Dorothea den Neubeginn, der für eine Frau zu dieser Zeit in einem fremden Land natürlich nicht so einfach war. Anna Paredes nahm mich von der ersten Seite an mit ihrer Geschichte gefangen, sie webt eine dichte Atmosphäre und schreibt ausgeglichen, fesselnd und bildgewaltig. Nicht nur die überraschende Wendung am Ende des Buches sorgt dafür, dass ich unbedingt wissen will, wie es im zweiten Teil der Saga weiter geht! Allerdings konnten mich nicht alle Charaktere von sich überzeugen. Einige blieben leider eher blass.

Lesen Sie weiter

Rezension Erster Satz: Wir müssen uns unverzüglich treffen! Dorothea und Alexander wollen zusammen nach Costa Rica auswandern und erhoffen sich dort eine gemeinsame Zukunft, die in ihrer Heimatstadt Köln nicht möglich wäre. Kurz vor der geplanten Abreise geschieht jedoch ein Unglück und die junge Frau muss ihre Reise alleine antreten. Bis nach Costa Rica ist es allerdings ein langer Weg und selbst auf der Insel scheint Dorothea ihre Vergangenheit nicht abschütteln zu können… Das Buch lässt sich grob in vier große Handlungsstränge einteilen. Ersterer behandelt Dorotheas Zeit in Köln, die gleichzeitig die Grundlage der Geschichte bildet. Hier lernen wir eine starke junge Frau kennen, die gerne aus den festen Regeln der Gesellschaft ausbricht und für eine Dame ihres Standes ungewöhnliche Ansichten vertritt. So verliebt sie sich auch in den mittellosen Journalisten Alexander, den ihre reichen Eltern schlichtweg ablehnen. Die Liebenden wachsen einem sofort ans Herz und man drückt ihnen die Daumen, dass ihrer gemeinsamen Zukunft in Costa Rica nichts im Wege steht. Über diese Zeit habe ich sehr gerne gelesen und fand sie als Einleitung für Plot und Charaktere sehr gelungen! Die zweite große Zeitspanne handelt von der Schiffsreise nach Costa Rica, die Dorothea nach einer schlimmen Tragödie auf sich allein gestellt antritt. Dort lernt sie einige deutschsprachige Auswanderer kennen, darunter die aufgeweckte Elisabeth aus Österreich. Ihre Figur war wunderbar sympathisch gezeichnet und bleibt Dorothea als Freundin fürs Leben erhalten. Alle anderen Schiffsreisenden werden nur kurz angeschnitten. Obwohl ein paar aufregende Dinge auf dem Schiff passieren und Dorothea in ein großes Schlamassel gerät, fand ich diese Passage zu ausführlich und mit voranschreitender Seitenzahl immer langatmiger. Die beiden letzten Abschnitte handeln von der Zeit auf Costa Rica. Dorotheas erstes Jahr war wieder ähnlich spannend wie ihre Zeit in Köln. Ich fieberte mit der Protagonistin mit und teilte ihre Faszination für das neue Land, sowie ihre Gefühle während des Fußfassens in Lateinamerika. Zumal sich ihr noch so einige Steine in den Weg legen, bevor ihre Zeit in den Tropen so richtig beginnen kann. Nach diesem aufregenden Abschnitt löste sich so manches Problem aber einfach viel zu leicht in Luft auf und danach bediente sich die Autorin einfach nur noch unzähliger Klischees. Dies minderte meine Lesefreude ungemein und auch der große Knall im Finale konnte mich nicht so sehr überraschen wie erhofft. Trotzdem macht mich die Wendung neugierig auf den zweiten Band, den ich sicherlich noch lesen werde. Denn Costa Rica hat mir die Autorin sehr gut näher bringen können und zwischen Palmen und Kaffeepflanzen kommt man richtig schön ins Träumen. Cover Das Cover zeigt eine Küstenaufnahme von Costa Rica, die die wilde Schönheit des Landes sehr gut wiederspiegelt. Außerdem wurde der Titel und die rosarote Blüte nochmal extra geprägt, sodass man sie beim Darüberstreichen erfühlen kann. Fazit Ein schöner Roman der Sehnsucht nach dem paradiesischen Costa Rica weckt. Von den vier großen Handlungssträngen des Buches konnte mich zwar nicht jeder packen, doch insgesamt weckt Dorotheas Geschichte Neugierde auf die Fortsetzung der Saga und beschert ein paar angenehme Lesestunden.

Lesen Sie weiter

Das land zwischen den Meeren

Von: Elle

04.07.2015

Köln, 1848. Die junge Hauslehrerin Dorothea und ihr Verlobter, der Journalist Alexander, träumen von einer gemeinsamen Zukunft in Costa Rica. Aber dann schlägt das Schicksal mehrmals unerbittlich zu. Dorothea entschließt sich, die Reise in das unbekannte und ferne Land alleine anzutreten. Kann sie ihre Vergangenheit in Deutschland zurück lassen und wird jemals ein anderer Mann Alexanders Platz in ihrem Herzen einnehmen können? Die Autorin behandelt in diesem buch das Thema auswandern und verspricht gleichzeitig eine gefühlvolle Geschichte. In diesem Buch ist Geduld gefragt. Der erste "Teil" des Buches dreht sich komplett um die Schiffsreise nach Costa Rica, um die Stimmung der Passagiere und um die gesellschaftlichen Zwänge der Heimatstadt Köln. Dies führt dazu, dass den späteren Ereignissen eine solide Grundlage verpasst wird. Erst mit der Ankunft in Costa Rica entwickelt der Roman etwas mehr Tempo und präsentiert einen besser entwickelten Spannungsbogen. Dieser zweite Teil der Geschichte erscheint gegenüber dem eher gemächlichen Verlauf des ersten Teils allerdings zu stark gerafft. Im zweiten teil des Buches werden die Geschehnisse nur halb so detailliert beschrieben, wie die vorherigen. Man könnte diesen Roman ebenfalls mit dem Roman von Sarah Lark vergleichen: Die Insel der tausend Quellen. Ein wenig mehr Costa Rica und etwas weniger Köln und Seereise hätten dem Roman gut getan. Trotzdem hat Anna Paredes ein unterhaltsames Werk geschaffen, das den Leserinnen von Auswanderer-Romanen kurzweilige Stunden voller Gefühl garantiert! :-)

Lesen Sie weiter