Leserstimmen zu
Erlöse mich

Michael Robotham

Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz (9)

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Marnie Logan , stolze Mutter von zwei Kindern, musste schon mit vielen Hindernissen ihren Lebensweg beschreiten und immer einen Weg nach oben finden. Doch seit ihr Mann vor einem Jahr Spurlos verschwunden ist , fällt sie in ein tiefes Loch. Diese Ungewissheit über das Verschwinden ihres Mannes und die finanzielle Situation machen ihr zu schaffen und sie fängt an, sich Joe, ihrem Psychologen, anzuvertrauen. Sie findet ein Geschenk ihres verschwundenen Gatten an sie und hiermit versucht Marnie das Rätsel zu lösen und Daniel wiederzufinden. Einige Recherchen decken jedoch nicht nur die Vergangenheit, sondern etwas viel erschütternderes auf. Toller und vor allem ein spannender Einstieg in die Geschichte. Marnies Leben und ihre Probleme, sei es finanziell oder psychisch werden sehr ausführlich beschrieben. Ich hatte schon sehr viel Mitgefühl mit ihr und stellte schnell eine Sympathie zu der Person her. Daher wird das Buch nicht nur spannend, sondern auch emotional und persönlich. Ich hatte einen sehr guten Draht zu der Geschichte, was mir besonders gefiel. Man erhält einige verschiedene Blickwinkel der Geschichte und man fragt sich ständig, was an allem dran sein könnte. Immer wieder überraschend mit viel Lesespaß. Das Buch nimmt einen unerwartete Wendung und das Ende löst einfach nur Gänsehautalarm aus.

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Marnies Ehemann ist seit einem Jahr verschwunden und sie schlägt sich mit den Schulden herum, die er ihr hinterlassen hat. Als der Handlanger ihres Gläubigers tot aufgefunden wird, gerät Marnie in Verdacht. „Erlöse mich“ ist bereits der 9. Band um den Psychologen Joe O’Loughlin und den ehemaligen Polizisten Vincent Ruiz. Mir war das nicht bewusst, ich dachte, es handle sich um einen Einzelband und habe erst nach der Lektüre herausgefunden, dass das Buch Teil einer Reihe ist. Vorwissen braucht man meiner Ansicht nach nicht, ich hatte während der Lektüre nie das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Die Geschichte wird von eine auktorialen Erzähler geschildert, der die meiste Zeit Marnies Erlebnisse schildert. Ein zweiter Erzähler schildert seine Erlebnisse in der Ich-Perspektive, was in der Hörbuchversion durch zwei verschiedene Sprecher verdeutlicht wird. Zu den meisten Figuren konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen, auch die Protagonistin Marnie fand ich eher unsympathisch, sie verstrickte sich zu sehr in ihre Probleme, ohne logisch ranzugehen und sich externe Hilfe zu holen. Hingegen mochte ich Joe ganz gerne, Marnies Psychologe, bei dem ich das Gefühl hatte, dass ihm Marnies Wohlergehen wirklich am Herzen lag. Die Handlung ist im Grunde vorhersehbar, auch wenn der Autor Michael Robotham mit der einen oder anderen Wendung versucht, den Leser in die Irre zu führen. Das Tempo ist eher gemütlich gehalten, wer einen Thriller mit viel Action erwartet, wird hier enttäuscht. Die eigentliche Handlung beginnt erst weit in der zweiten Buchhälfte, die erste Hälfte baut (teilweise etwas zäh) den Rahmen um die Geschichte auf. Der Hauptsprecher Johannes Steck konnte mich leider nicht überzeugen. Zu oft liess er die Figuren klingen, als wären sie geistig behindert, auch wenn es wirklich nicht in die Geschichte hineinpasste. Auch seine Darstellung von Marnies Sohn fand ich nur nervig, sodass ich mir bald wünschte, dem Kleinen möge irgendetwas zustossen, damit er endlich Ruhe gibt (böse, ich weiss). Wirklich umgehauen hat mich dieses Hörbuch nicht, aber ich fand es durchaus in Ordnung. Da ich nun mehrere Meinungen darüber gelesen habe, dass „Erlöse mich“ eher eines der schlechteren Bücher des Autors sein soll, werde ich Michael Robotham sicher noch eine weitere Chance geben, insbesondere da mir der Psychologe Joe, um den sich die Reihe ja anscheinend dreht, durchaus sympathisch war. Mein Fazit Nicht überragend, aber durchaus unterhaltsam.

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Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Im ersten Kapitel erzählt eine unbekannte männliche Person aus der Ich-Perspektive. Er erzählt, er hätte sich verliebt und er folgt dieser Person. Er folgt einem Schulmädchen, so viel ist klar. Sie weiß nicht, dass es ihn gibt. Er ist ein Meister darin sich unsichtbar zu machen. Marnie ist das Mädchen und er hat Andenken von ihr gesammelt; Haare, ein Haarband, ein benutztes Lipgloss, ein Ohrring und andere Gegenstände. Er hält sich für die wichtigste Figur in Marnies Leben, sie weiß es aber nicht. Er ist der Schatten im Hintergrund, der sie beobachtet und ihr folgt. Viele Jahre später. Marnella Logan lebt seit über einem Jahr allein mit ihren zwei Kindern. Ihre Tochter Zoe ist 15 und ihr Sohn Elijah ist 4 Jahre alt. Ihr Ehemann Daniel ist einfach verschwunden, das ist inzwischen mehr als ein Jahr her. Sie ist im Rückstand mit der Miete, hat kaum Geld für die Lebensmittel, die sie braucht. Gerade hat sie den Fernseher verkauft, um einkaufen zu gehen. Dazu kommt, dass Elijah krank ist und eine spezielle Diät einhalten muss. Daniel hat Schulden gemacht, bevor er verschwand. Er hat gespielt und schuldet einem nordirischen Verbrecher namens Patrick Hennessy 30 Tausend Pfund. Dieser zwingt sie für ihn als »Hostess« zu arbeiten, um diese Schulden zurückzuzahlen. Die Kapitel über Marnie werden von einem Erzähler erzählt und sind anders als die Kapitel, wo ein Stalker/Voyeur selbst erzählt. Wie und was dieser Stalker erzählt, erzeugt gleich eine beklemmende Atmosphäre, richtig unheimlich. Marnie hat große Probleme. Ihre Tochter ist in einem schwierigen Alter, ihr Sohn ist krank und sie selbst wird erpresst und bedroht. Geld ist ihr größtes Problem, seit Daniel weg ist. Es gibt nicht die geringste Spur von Daniel und die Polizei sucht schon lange nicht mehr aktiv nach ihm. Marnie muss sich wirklich dringend was einfallen lassen, so kann es nicht weitergehen. Sie kann einem schon sehr leidtun. Ihre Situation scheint so ausweglos zu sein und zur Polizei traut sie sich auch nicht um Hennessy anzuzeigen, wegen der Kinder. Dem Psychologen Joe O’Loughlin kann sie sich wenigstens anvertrauen. Der hat allerdings seine eigenen gesundheitlichen Probleme. Obwohl die Reihe sich um Joe O’Loughlin dreht, war er nicht so dominant in der Geschichte. Vielleicht hätte er mehr Tiefe, wenn ich auch die anderen Bücher gelesen hätte, aber ich hatte nicht das Gefühl etwas zu vermissen. Ich finde ihn jedenfalls sympathisch, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Psychologe wie ein Detektiv unterwegs auf der Suche nach der Wahrheit ist. Ich mag seinen Freund, den pensionierten Detektiv Vincent Ruiz. Er ist ein brummiger Skeptiker, der wahrscheinlich zu viel Schlechtes gesehen hat um gleich an das Gute im Menschen zu glauben. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Marnie, ihren vermissten Mann und ihren Stalker. Die Charaktere werden langsam aufgebaut und nehmen Gestalt an. Der Stalker/Voyeur bleibt allerdings irgendwie körperlos, nur seine Psyche, sein kranker Geist geht einem richtig unter die Haut. Der Plot dreht sich immer wieder und der Spannungsbogen steigt. Der Leser wird sanft in eine Richtung gelenkt und kaum glaubt man zu wissen, was tatsächlich los sein könnte, kommt eine große Wendung in der Handlung und alles ist anders. Nach etwas mehr als der Hälfte des Hörbuches ist mir tatsächlich der Mund offengeblieben und ich habe nach Luft geschnappt. Es gibt viele mysteriöse Vorfälle in Marnies Vergangenheit und nicht jeder denkt in guter Erinnerung an sie, manche haben sogar Angst vor ihr, andere hassen sie regelrecht. Da glaubt man, viel schlimmer kann es gar nicht mehr werden, da kommt es dann doch noch schlimmer 😀 Dazu kommt diese beklemmende, gruselige Atmosphäre. Da fragt man sich mehr als einmal, ob man es merkt, wenn jemand einen heimlich beobachtet. Dieser Psychothriller dreht sich aber nicht nur um das Thema Stalker/Voyeur, sondern auch um dissoziative Identitätsstörung, was vielleicht sogar beängstigender ist. Mit dem Ende, den letzten paar Sätzen, lässt der Autor den Leser doch im Ungewissen über ein bestimmtes mutmaßliches Verbrechen. Da muss man sich als Leser seinen Teil selbst denken, weil dieses letzte Puzzleteil wird nicht geliefert. Ein packender, beklemmender Psychothriller mit Grusel erzeugender Spannung und überraschenden Wendungen, die zumindest mich mit offenem Mund zurückließen. Ein komplexer, undurchschaubarer Plot, ein sympathisches Psychologen/Detektiv Duo und eine verzweifelte Frau die mit dem Schicksal kämpft, das ihr serviert worden ist. Jetzt freue ich mich sehr auf den nächsten Band »Der Schlafmacher« den ich gleich mitgekauft habe.

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Marnies Mann Daniel wird vermisst - seit über einem Jahr. Da sie ihn jedoch ohne Leiche nicht Tod schreiben kann und kommt sie nicht an seine Lebensversicherung oder Konten. Zu allem Übel hatte große Spielschulden angehäuft, die sie nun ausgleichen soll. Ihre beiden Kinder kann sie deshalb kaum etwas mehr als eine warme Mahlzeit am Tag bieten. Eines Tages endet sie bei den Sachen ihres Mannes ein rotes Fotoalbum, das einige Dinge ihrer Vergangenheit aufdeckt, die ihr selbst gar nicht so bekannt waren... und sie zu tiefst schockieren. Nach den ersten hundert Seiten nimmt die Story rasant an Fahrt auf und vor allem ein solches Ende mit dem man so nicht rechnet. Ein Thriller der besonderen Art und sehr, gerade Psychothriller-Liebhabern, zu empfehlen!

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Bei solchen Büchern ärgere ich mich ja immer ein bisschen - dass es zu Ende geht, ich die letzte Seite umblättere und es nun ins Regal stellen muss. Nach Stunden des hin und her überlegen, mitfühlen, verunsichert werden, Spuren folgen um dann irgendwann zu erkennen - der Autor und die Geschichte hat mich voll erwischt! Erstmal kurz zur Story: Marnie geht es richtig übel, der Fernseher ist verpfändet, ihr Sohn untergewichtig wegen einer Erkrankung und kein Geld im Haus um Spezialnahrung zu kaufen. Ihr Mann ist spurlos verschwunden und sein Kredithai verlangt die Zahlung der Schulden, also 'verkauft' Marnie auch ihren Körper. Zu viel, alles zuviel für Marnie. Die Angst um ihren Mann lässt sie zu dem Psychologen Joe O'Loughlin gehen, ein einfühlsamer und intelligenter Mann, der selbst sein Päckchen zu tragen hat. Begleitet ihn doch auf Schritt und Tritt Mr. Parkinson. Er nennt die Dinge halt beim Namen. Joe hat Bedenken was Marnies Zustand angeht. Ist sie ehrlich zu ihm? Gemeinsam mit seinen Freund, dem pensionierten Detectiv Ruiz kommt er einigen sehr seltsamen Geschichten aus Marnies Vergangenheit auf die Spur. Wer oder was ist Marnie? Ein Opfer oder ein Täter? "Erlöse mich" von Autor Michael Robotham hat zu Recht die Bezeichnung eines Psychothrillers. Immer wieder frage ich mich, wie man nur solche geniale Konstrukte kreieren kann. Die Aura um Marnie ist sehr seltsam. Diese Frau scheint so harmlos und doch geschehen oder geschahen Dinge in ihrem Umfeld, die ein sehr fragwürdiges Licht auf Marnie werfen. Was ist da los? Wer denkt da mit in diesem Buch, denn es scheint eine Person anwesend zu sein, deren Gedanken und Handlungen man gut folgen kann und durch die kursive Schrift besonders hervorgehoben ist. Joe selbst zweifelt, wie auch Ruiz und beide tauschen sich aus, untereinander und mit anderen, was schon mal zu sehr unterhaltsamen sarkastisch/ironisch geprägten Kommentaren führt. Beide sind ernsthaft bei der Sache und doch ist genug Zeit für Humor, der typisch englische würde ich sagen. Die Abwechslung durch die einzelnen Kapitel, wichtigen Protas und solche die sich für wichtig halten bringen zwangsläufig so manchen Cliffhänger mit sich, was nur dazu führt immer mehr lesen zu müssen um endlich mehr zu erfahren. Die psychologische Spannung ist hervorragend, die Wendungen so 'verrückt' wie die eigenen Gedanken beim lesen und die Überraschungen so überraschend, dass es mich immer mehr begeisterte. Ich war definitiv auf der falschen Spur und selbst als ich endlich erkannte um was es eigentlich geht, gab es doch noch eine Steigerung. Ein Psycholthriller den ich jetzt doch ins Regal stellen muss, leider. Denn da kratzt noch etwas, ganz tief im Unterbewusstsein. Tja, bei wem nur? Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen. c)K.B. 11/2015

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Die zweifache Mutter Marnie Logan ist verzweifelt. Ihr Ehemann Daniel ist seit gut einem Jahr spurlos verschwunden, langsam stellt sich massiver Geldmangel ein, zudem hat ihr Mann sich Geld geliehen, das jetzt zurückgefordert wird. An Aufgeben denkt Marnie jedoch nicht, auch nicht, als das Gefühl immer stärker wird, verfolgt zu werden. Hilfe sucht sie bei Joe O’Loughlin. Der Psychologe hegt schnell den Verdacht, dass Marnie ihm etwas verschweigt und als bei ihm eingebrochen wird und Marnies Krankenakte gestohlen wird, versucht Joe zusammen mit Vincent Ruiz Antworten auf seine Fragen zu finden. Zumal in Marnies Umfeld verdächtig viele Menschen sterben, was mittlerweile die Londoner Polizei auf den Plan ruft. Ihre finanziellen Mittel sind erschöpft, die Miete kann sie nicht mehr bezahlen und ihr kleiner Sohn Elijah ist schwer krank. Als Marnie das zwielichtige Angebot eines Geldverleihers erhält, nimmt sie dies widerwillig an. Die einzige Hoffnung sieht Marnie darin, endlich die Lebensversicherung ihres Mannes Daniel ausgezahlt zu bekommen. Doch die Versicherung stellt sich stur, erst muss Daniel für tot erklärt werden. Währenddessen beginnen Joe und Vincent sich verstärkt für das Leben von Marnie zu interessieren, die Toten in ihrem Umfeld nehmen zu, die scheinbar so uneigennützige Frau und liebevolle Mutter wird immer rätselhafter für Joe und Vincent. Doch während Joe nicht daran glauben mag, dass Marnie irgendetwas mit den Todesfällen zu tun haben soll, ist Vincent nicht von der Unschuld der jungen Mutter überzeugt. Zumal einige Zeugenaussagen auch ein ganz anderes Bild von Marnie zeichnen. Wer ist diese Frau und vor allem, wer ist ihr Beschützer, der immer wieder zu Wort kommt? Geschickt und intelligent durchdacht baut Michael Robotham seinen Psychothriller auf, der immer wieder neue Perspektiven bietet. Je mehr man von Marnie erfährt, umso rätselhafter wird die so sympathisch wirkende Frau. Und Michael Robotham spielt geschickt mit dieser Unsicherheit. Die Charakterzeichnungen sind Michael Robotham wieder absolut gelungen, die Story bleibt bis zum Ende wendungsreich und sehr fesselnd. Das Hauptaugenmerk liegt auf Marnie und die Geschehnisse um sie herum, Joe und Vincent rücken etwas in den Hintergrund, sind jedoch jederzeit präsent. Hierdurch konzentriert sich die Geschichte auch weniger auf das Privatleben der Beiden, sondern der Fall Marnie steht klar im Mittelpunkt. Das Einzige, was die vielschichtige Story etwas vermissen lässt, ist Spannung. Aber die ist bei der mitreißenden, ausgeklügelten und überraschenden Story eher zweitrangig. Fazit: Vielschichtige und äußerst packende Story mit einer sehr undurchsichtigen, dafür aber sehr sympathischen Protagonistin.

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Er ist dein Beschützer. Er ist dein Erlöser. Und er will dich vernichten. Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht. Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst. Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal - immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie auch Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der aber schnell den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert. Meine Meinung: "Erlöse mich" von Michael Robotham ist ein fesselnder Psychothriller, den man nicht so leicht aus der Hand legen kann und der mich auch Tage nach dem Lesen noch zum Nachdenken gebracht hat. Dieses Buch geht unter die Haut, sät Zweifel und überrascht mit so einigen Wendungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hätte. Die wenigen Charaktere sind interessant und es ist spannend durch den Perspektivenwechsel im Laufe des Buches immer mehr von ihnen zu erfahren. Die Handlung bleibt durchgehend spannend. Michael Robotham versteht es sehr gut, Zweifel beim Leser zu säen und diesen dadurch zu verwirren und ahnungslos dastehen zu lassen. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und lässt den Leser durch das Buch fliegen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch ausgelesen. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Sehr gut gelungen! Fazit: Ein toller Psychothriller mit interessanten Charakteren, überraschenden Wendungen und einer spannenden Handlung!

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Eine Familie

Von: wal.li

12.04.2015

Seit einem Jahr hat Joe O’Laughlin eine neue Patientin. Marnie Logan kam zu ihm als ihr Mann Daniel spurlos verschwand. Ein gutes Jahr ist das nun schon her und O’Laughlin hat nicht den Eindruck, dass es Marnie besser geht. Anscheinend verschweigt sie etwas. Außerdem zwingt der Kredithai ihres Mannes sie, die Schulden bei seinem Escort-Service abzuarbeiten. Wie soll Marnie das nur ihren beiden Kindern erklären? Als sie bei einem ihrer Aufträge Owen kennenlernt, der sehr depressiv zu sein scheint, kann sie nicht anders, als ihm Mut zu zu sprechen. Und für so etwas verlangt man kein Geld. Marnies Aufpasser ist da natürlich anderer Meinung. Mal wieder einer der Thriller, die Beklemmung auslösen. Marnies Welt ist bereits seit ihrer Kindheit aus den Fugen geraten. Sie saß mit im Auto als ihre Mutter einen schweren Unfall hatte, bei dem sie starb. Wie schwer muss es für ein Kind sein, dies miterleben zu müssen. Marnie ist immer um Normalität bemüht. Und so kommt sie auch ihrem Psychologen eigentlich recht normal vor, problembehaftet zwar durch die miese Situation, die ihr Mann hinterlassen hat, aber doch normal. Doch als Marnie Joe bittet, ihr zu helfen und herauszufinden, was mit ihrem Mann geschehen sein könnte, kommen einige seltsame Dinge ans Tageslicht, die ein eigenartiges Licht auf Marnie werfen. O’Laughlin kann sich keinen Reim darauf machen. Eine ganze Weile weiß der Leser mehr als Joe, aber er weiß durch geschickte Wendungen, nicht wirklich, was er weiß. Der Autor regt zu Vermutungen und falschen Schlüssen an und befeuert dabei immer die Vorstellung, des beobachtet Werdens, des Misstrauens. Was wird noch geschehen, wer wird schneller sein? Aufgrund ihrer psychischen Aufstellung schafft es Marnie allerdings nicht sympathisch zu werden und auch O’Laughlin scheint sich in etwas zu verrennen. Ein zwar fesselnder, aber aufgrund der Charakterstudie des Opfers und ihrer Verbandelung mit ihrem Therapeuten, kein Thriller, der am Ende aufatmen lässt. Eher bleibt eine unterschwellige Bedrohung, die für den nächsten Band der Reihe Unannehmlichkeiten befürchten lässt. Mit etwas Wiederwillen doch verschlungen, ein Roman, über den sich jeder selbst eine Meinung bilden muss. 3,5 Sterne

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