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Leserstimmen (150)

Kate Morton: Das Seehaus

Das Seehaus Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-29137-9

Erschienen:  29.02.2016
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Kundenrezensionen

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Gutes Buch - von dem ich mehr erwartete

Von: Luisa aus Ahnatal Datum : 20.05.2018

Ich fand das Buch von Anfang an total spannend und konnte nicht aufhören zu lesen. Es war schön beschrieben, gut zu verstehen und wurde einfach nicht langweilig.
Doch zum Ende hin habe ich einfach zu schnell erraten können, bzw wusste ich bereits, wer was getan hatte und es war keine Überraschung mehr, die Spannung war verflogen. Zu allem Überfluss passierte zum Schluss noch das, was ich befürchtete und nahm mir irgendwie die Illusion, es war einfach ein zu großer Zufall, von dem ich hoffte, er würde nicht eintreten. Schade :(

Einfach toll

Von: Claudia Datum : 18.02.2018

claudiasbuecherwelt.blogspot.ch/

Inhalt
Eine Mittsommernacht am See 1933. Die damals sechzehnjährige Alice Edevane fieberte dem Höhepunkt des Jahres entgegen, das Mittsommernachtsfest auf dem Landgut ihrer Familie. es ahnt jedoch noch niemand, dass in dieser Nacht etwas Schreckliches passieren wird. Ein Vorfall, das so gross ist, dass die Familie ihr Anwesen für immer verlässt. Siebzig Jahre später stösst Sadie per Zufall auf das verfallene Haus am See. Als sie erfuhr was für eine Geschichte dieses Haus als die Jahre mit sich trägt, geht sie den Spuren nach, herauszufinden was mit dem Jungen passiert ihr der in jener Nacht verschwunden ist. Auf der Suche nach Antworten grabt sich Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld...


Meine Meinung
Wirklich ein wunderschönes Buch. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm zu lesen, obwohl dieses Buch 600 Seiten beinhaltet, flog ich schon fast durch dieses Buch. Die Protagonisten haben mir sehr gefallen, alle waren mir von Beginn an schon so sehr ans Herz gewachsen. Ich fand es sehr schön wie die Geschichte von der Gegenwart immer wieder in die Vergangenheit wechselt und erzählt was so passiert ist, wie es die verschiedenen Leute erlebt haben. Ich muss sagen ich hab mich Richtig in das Haus am See verliebt. Ich konnte die Luft des Waldes riechen die Atmosphäre des Hauses spüren. Ich bin einfach durch und durch begeistert von diesem Buch. Von Anfang bis Ende war ich gefesselt von dem Buch und war auch über das Ende sehr überrascht.


Mein Fazit
Einfach ein super tolles Buch das ich jedem Empfehlen würde es zu lesen und
lasst euch von den 600 Seiten nicht abschrecken.

Interessante Familiensaga

Von: Sylvia Hertel aus Frankfurt Datum : 24.05.2017

https://www.facebook.com/sylvia.hertel.1

Cornwall 1933: Familie Edevane bereitet sich auf ihrem Landgut Loenneth auf das alljährliche Mittsommernachtsfest vor.
Alles ist prachtvoll geschmückt und viele Gäste werden erwartet. Um Mitternacht gibt es ein großes Feuerwerk.
Doch am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es einmal war.
Der elf Monate alte Theo Edevane liegt nicht in seinem Bettchen.
Die Suche nach ihm ist erfolglos. Auch die Polizei findet keinerlei Hinweise auf den Verbleib des Jungen. Eine Lösegeldforderung geht nicht ein. Nach einiger Zeit wird der Fall eingestellt.
70 Jahre später:
Die Polizistin Sadie kommt nach Cornwall um ihren Großvater zu besuchen.
Bei einer Joggingrunde mit den Hunden stößt sie im Wald auf ein verlassenes Anwesen.
Sie erfährt die Geschichte von Loenneth und dass die Familie Edevane das Anwesen nach dem Verschwinden ihres Sohnes verlassen hat.
Sadie stellt Nachforschungen über die Familie Edevane an und stößt dabei auf das Schicksal des kleinen Theo. Jetzt ist ihr Jagdsinn geweckt.
Das Seehaus ist der neue Roman der Bestsellerautorin Kate Morton. Das Cover sieht sehr schön aus und passt gut zum Titel.
Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie, die in Cornwall auf einem großen Landgut lebte.
Als eines Tages das jüngste Kind, der kleine Theo plötzlich verschwindet, hält die Familie nichts mehr in dieser Idylle. Sie kehren Loenneth den Rücken und kommen nicht mehr zurück.
Ich hatte anfänglich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden.
Die Kapitel erzählen von der Gegenwart 2003 und der Vergangenheit 1933 im Wechsel.
Es sind aber nicht nur die Zeitsprünge von 1933 zu 2003 gewesen die das Lesen schwer machten.
Nein, die Personen gingen auch in ihren Gedanken immer weiter in der Zeit zurück, so dass man sich auf einmal in einem Kapitel, das mit 1933 deklariert war, auch in der Zeit vor und im 1. Weltkrieg befand.
Es hat gut 150 Seiten gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Oft musste ich mehrere Seiten zurückblättern, um das Gelesene besser zu verstehen.
Es war klar, das Buch braucht die volle Aufmerksamkeit des Lesers.
Was die Charaktere angeht, konnte ich mich nicht mit allen anfreunden. In der Familie Edevane wurde sehr viel verschwiegen. Nach außen hin war es ein heiles Familienleben, aber wenn man es näher betrachtet, gab es viele Ängste und Zwänge. Auch wenn ich im Laufe er Geschichte vieles nachvollziehen konnte, sind sie mir doch keine Freunde geworden.
Auch mit Sadie konnte ich mich nicht recht anfreunden.
Sie hatte sich in London so in einen Fall hineingesteigert, dass sie auch nachdem sie in Zwangsurlaub geschickt wurde, nicht davon ablassen konnte. Es ist nicht ihre Hartnäckigkeit, die mich gestört hat, sondern ihre Dickköpfigkeit.
Aber trotz der Hindernisse war die Story recht interessant und hat sich nach den Anfangsschwierigkeiten doch recht gut gelesen.
Das Ende wiederum war dann sehr kurz. Hier hatte mir doch das eine oder andere gefehlt, auf das ich nicht näher eingehen kann, ohne zu viel zu verraten.

Das Geheimnis um einen verschwundenen Jungen

Von: LeseMaus im Bücherhaus Datum : 18.01.2017

lesemausimbuecherhaus.blogspot.de

Der erste Satz: “Es regnete heftig, und der Saum Ihres Kleides war schlammverschmiert.”

Der Klappentext: “Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft.
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld…” © Diana Verlag

Das Wesentliche: Kate Morton ist bekannt für ihre Familiengeheimnis-Romane. Da können auch Jahre vergehen, ihre Romane sind immer wieder fesselnd – zumindest in meinen Augen. So hat mich dieser Roman ebenfalls überzeugt.

Zunächst ist da im Jahr 1933 die 16-jährige Alice Edevane, schreibbegabt und verliebt in Benjamin Munro, genannt Ben, der sich als Wanderarbeiter auf dem Landsitz der Familie verdingt. 70 Jahre später ist Alice eine berühmte Schriftstellerin – Kriminalromane haben ihr den Erfolg gebracht. Was die Alice von heute mit der von damals verbindet, ist das Verschwinden ihres kleinen Bruders, das sie ihr ganzes Leben lang verfolgt hat.

Das Jahr 2003 ist das Jahr, in dem Sadie, Londoner Detective, die wegen eines beruflichen Fehltritts eine Zeitlang von der Bildfläche verschwinden muss, durch Zufall auf den alten, verlassenen Landsitz trifft und auf eben jenes schreckliche Geschehnis stößt, das damals für die Familie Edevane alles verändert hat.

Es ist spannend zu lesen, wie sich die Fäden in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart immer mehr miteinander verweben. Mit jedem Wechsel der Zeitebene fühlt man sich gleichzeitig mehr und mehr mit der Familie Edevane verbunden. Das liegt daran, dass die Perspektive häufiger wechselt, als man zu Beginn erwartet: Es bleibt nicht bei der Beschreibung aus Alices Sicht – der Leser darf auch durch die Augen ihrer Mutter Eleanor blicken und erhält sogar einen Einblick in die Perspektive von Theo, des kleinen verschwundenen Jungen. So gelingt es, sich nicht nur einer Protagonistin nahe zu fühlen, sondern gleich einer ganzen Reihe. Aber auch Sadie, die einen eher schroffen Charakter aufweist und sich in ihrem unfreiwilligen Exil wie ein Terrier in die damalige Geschichte verbeißt, kommt der Leser nahe. Die zahlreichen Nebendarsteller aus der Familie Edevane, die allesamt wesentliche Puzzlestücke zur Geschichte beitragen, tun ihr Übriges, um den Leser zu fesseln.

So entwickelt sich die Geschichte von Seite zu Seite immer spannender. Bald schon weiß man nicht mehr, ob man schon alle Teile des Geheimnisses aufgedeckt hat, oder ob beim nächsten Umblättern eine erneute Wendung der Story auf einen wartet. Hinzu kommt, dass die gefühlvolle Schreibweise von Kate Morton einen mehr und mehr an das Buch fesselt.

Das Fazit: Zwei Zeitebenen, ein Familiengeheimnis und ein dicker Schmöker mit viel Zeit für die Entwicklung einer durchaus überraschenden Geschichte – mehr braucht man nicht. Volle Punktzahl für diesen wunderbaren Schmöker!

Die Bewertung: Fünf von fünf Sternen

Ich bin einfach nur begeistert

Von: Monina83 Datum : 09.01.2017

www.suechtignachbuechern.blogspot.de

Inhalt:

„Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …“
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Seehaus/Kate-Morton/Diana/e394452.rhd)

Mittsommernacht 1933: Die Familie Edevane freut sich auf ein prachtvolles Fest. Doch am nächsten Tag wird dieses von einem schrecklichen Ereignis überschattet: Der kleine Theo ist spurlos verschwunden. Eine Tragödie, von der sich die Familienmitglieder nie erholen und das Haus am See für immer verlassen.

Siebzig Jahre später stößt die suspendierte Polizistin Sadie beim Joggen durch Zufall auf das verlassene Anwesen. Was ist in dem Haus am See geschehen? Sadie, von Neugier getrieben, nimmt die Ermittlungen auf und kommt schließlich dem Familiengeheimnis auf die Spur. Ein Geheimnis, das nicht nur die überlebenden Mitglieder der Familie Edevane für immer verändert… .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt 1933 und man begleitet die sechzehnjährige Alice Edevane in der Nacht der Mittsommerparty. Doch was man da erfährt, lässt einen höchstens die wildesten Spekulationen anstellen, denn von der Lösung, was wirklich in jener Nacht passiert ist, ist man noch weit entfernt. Die Neugierde war bei mir jedoch ab da noch mehr geweckt.

Danach springt man ins Jahr 2003 und lernt Sadie und ihr eigenes, berufliches und privates Dilemma ein bisschen kennen. Schnell wird klar, dass auch hier eine eigene Geschichte auf den Leser wartet, die der Protagonistin etwas mehr Tiefgang verleiht. Doch auch hier hält sich die Autorin Kate Morton erst einmal noch bedeckt, was genau hinter den ganzen Ereignissen steckt.

Fortan springt man zwischen den Zeiten hin und her und lernt mehrere Mitglieder der Familie Edevane kennen. Ich war etwas überrascht, da ich eigentlich damit gerechnet hatte, die Geschichte würde sich hauptsächlich um Alice drehen, die zum Zeitpunkt des Geschehens sechzehn Jahre alt war und auch 2003 noch lebt. Doch Kate Morton beschränkt sich nicht nur auf eine Person, sondern gibt Einblicke in die gesamte Familie und ihre Denkweise. So erfährt man aus verschiedenen Perspektiven, was in jener Nacht passiert ist, ohne jedoch wirklich die Lösung präsentiert zu bekommen. Ich finde es großartig, wie es dieser Autorin immer wieder gelingt, mich auf falsche Fährten zu locken, so dass ich die wildesten Spekulationen anstelle und gerade, wenn ich meine, der Lösung des Geheimnisses nahe zu sein, alles noch einmal umschmeißt. So bin ich auch dieses Mal wieder an den Seiten geklebt, um jeden noch so kleinen Hinweis aufzusaugen und in das Gesamtbild einzufügen. Es macht einfach sehr viel Spaß, gemeinsam mit der Protagonistin Sadie Detektiv zu spielen.

Sehr schön ist dabei auch die Darstellung der Familie Edevane. Jeder Charakter bekommt seine Eigenschaften, seinen Platz innerhalb der Familie, seine zugeschriebene Rolle, an die er sich dann jedoch nicht immer hält. Ich fand es toll, mich in die Familie hineinzudenken, zu überlegen, wie ich in manch einer Situation gehandelt hätte und zu überlegen, was wohl hinter den Taten der einzelnen Mitglieder steckt.
Die einzelnen Personen waren so liebevoll dargestellt und jede auf ihre Weise beschrieben, so dass sie vor meinen Augen richtig lebendig wurden. Dabei hat die Autorin immer auch darauf geachtet, die Begebenheiten der jeweiligen Zeit, wie z.B. die Rolle der Frau, authentisch in die Geschichte einzuarbeiten, was ich sehr spannend fand.

Trotz all dieser Geheimniskrämerei und der verschiedenen Rollenbilder, die es zu erfüllen gibt, vergisst Kate Morton jedoch auch die Emotionen nicht. Ich war richtig erstaunt, wie ich mit den einzelnen Familienmitgliedern mitgefiebert, gelitten und gelacht habe. Es war fast so, als wäre ich mit der Familie Edevane verbunden gewesen, so sehr zog sie mich in ihren Bann.

Dazu gibt es eine bezaubernde Kulisse: Das Haus am See. Die einzelnen Orte wurden so malerisch beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, gerne aber auch wirklich einen Ausflug dorthin unternommen und die Orte selbst erkundet hätte.

Und dann das Ende … ich kann nur sagen: WOW. Ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit und ganz sicher auch nicht, dass sich der Kreis so perfekt schließen würde. Einfach nur total gut gelungen und absolut stimmig.

Fazit:

Kate Morton konnte mich mit „Das Seehaus“ wieder total begeistern. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, ist es an keiner Stelle langweilig, so sehr wird man von der Familie Edevane und dem Haus am See in den Bann gezogen. Ich liebte es, die Motive der einzelnen Mitglieder zu erforschen, den Ereignissen nachzuspüren und Hinweise zu sammeln. Es machte mir riesig Spaß gemeinsam mit Sadie die Ermittlungen aufzunehmen und in der Familiengeschichte zu versinken. Trotz aller Detektivarbeit gelang es mir jedoch nicht, die wirklich Geschichte aufzudecken, so dass ich am Ende richtig überrascht und begeistert war.

Wer Familiengeschichten und –geheimnisse mag, darf nicht an Kate Morton vorbeigehen, sie ist eine Meisterin auf diesem Gebiet und ich liebe ihre Bücher.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Grandiose Familiengeschichte

Von: BuboBubo Datum : 06.01.2017

bubobuboslesewelt.blogspot.de/

Heute stelle ich euch eins meiner Highlights aus dem Jahr 2016 vor.

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen.
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edavane, angehende Kriminalautorin, freut sich auf das Mittsommerfest auf dem Landsitz ihrer Familie in Cornwall. Das Anwesen ist herrlich geschmückt und wie jedes Jahr sind auch dieses Mal sehr viele Gäste eingeladen. Alice hofft, den Mann ihrer Träume auf dem Fest wiederzusehen. Doch keiner ahnt, dass dieses Fest schwerwiegende Folgen für die Familie Edevane haben wird. Nach Mitternacht, als ein Feuerwerk den Himmel erhellt, wird nichts mehr so sein wie es einmal war. Und die Familie. Alice kleine ,elfmonatealter Bruder Theo verschwindet und die Familie verlässt für immer den Landsitz.
Cornwall 2003: Sadie Smith ist zu Besuch bei ihrem Großvater in Cornwall. Die Polizistin gönnt sich eine Auszeit von ihrem Job in der großen Stadt. Als sie mit den Hunden ihres Großvaters spazieren geht, entdeckt sie sehr abgelegen ein Haus am See. Das Anwesen ist wunderschön, doch sehr verfallen und der Garten und der See sind verwildert. Schnell wird Sadie klar, dass auf dem Anwesen etwas sehr schreckliches passiert sein muss und sie macht sich auf Spurensuche, die sie in die Vergangenheit führt. Sie trifft auf Alice Edevane, die mittlerweile eine sehr berühmte Kriminalautorin ist, doch diese versucht das Geheimnis ihrer Familie zu bewahren…

Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. So bekommt der Leser ein tolles Bild der Landschaft in Cornwall und des Landsitzes zu bieten. Dieser Schauplatz hat es mir von Anfang an angetan. Passend dazu ist das Cover gestaltet, wobei ich mir mein eigenes Bild vorgestellt habe.
Kate Morton konnte mich mit diesem Werk wirklich überzeugen.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und wollte auch immer wissen wie es weiter geht. Die Figuren wurden sehr plastisch dargestellt und haben Charakter. Keiner der vorgestellten Charaktere waren für mich in sich nicht stimmig. Sowohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft waren spannend.
Ich wollte unbedingt erfahren was mit dem Verschwinden des kleinen Theos auf sich hat, aber auch warum Sadie ihren Dienst pausieren musste und welchen schwerwiegenden Fehler sie gemacht hat.
Am Ende, wie so häufig bei solchen Geschichten, treffen beide Erzählstränge, beziehungsweise Personen daraus, aufeinander.
Die Unterschiedliche Wahrnehmung der Personen, die 1933 auf dem Anwesen gelebt haben, haben mich fasziniert. Nach und nach bekommt der Leser geschildert, wie die Wahrnehmung der einzelnen Personen sich voneinander unterscheiden und wie weit diese mit dem tatsächlichen Geschehen zusammenhängen.
Das Ende konnte mich nicht zu hundert Prozent überraschen, da ich das bereits geahnt habe. Durch genaues Lesen von einem einzigen Wort habe ich bereits ahnen können was passiert. Jedoch hab ich meine Vermutung zwischendurch immer mal wieder über Bord geworfen, so dass es für mich dennoch spannend blieb.
Ein sehr gelungenes Werk von einer wundervollen Autorin.

Eine spannende Familiengeschichte

Von: Bookpoint Datum : 01.11.2016

www.book-point.eu/

Eleanor - Alice - Sadie:
3 Frauen und 3 Lebensgeschichten, wobei jede Geschichte und jeder Charakter sehr detailreich und ausführlich beschrieben ist.

Die Charaktere:
Wie in fast allen Romanen, in denen die Gegenwart und die Vergangenheit zu einer Geschichte verwoben werden, fand ich die Vergangenheit viel greifbarer und spannender. Schon nach dem ersten Kapitel kann der Leser erahnen, dass etwas wirklich Schreckliches im Jahr 1933 passiert ist. Der Leser erhält Einblicke in die Welt der sechzehnjährigen Alice und ihrer Mutter Eleanor. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Alice zu Beginn der Geschichte nicht wirklich viel anfangen konnte. Sie war mir weder sympathisch, noch konnte ich ihre Gedankengänge nachvollziehen. Besonders gut gefallen hat mir, dass Alice auch noch 70 Jahre später eine bedeutende Rolle spielt und ihr Charakter sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht.

Die Geschichte um Eleanor fand ich hingegen viel belebter. Ihre Eigenschaften und Gedankengänge waren meiner Ansicht nach viel besser durchdacht und zu einem Gesamtgebilde geformt. Eleanor, die in ihrer Jugend voller Eifer und Tatendrang steckt und deren Leben sich durch den 1. Weltkrieg komplett verändert.

Sadie, die Protagonistin der Gegenwart, steckt ebenfalls voller Tatendrang und möchte unbedingt wissen, was vor 70 Jahren passiert ist. Sie hat einen starken Charakter und lässt sich auch nicht durch ihre privaten und beruflichen Probleme von ihrem eigentlichen Ziel abbringen. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um das Familiengeheimnis aufzudecken.

Schreibstil:
Auch wenn der Roman zu Beginn etwas schleppend voranschreitet und die Geschichte erst im letzten Drittel in Fahrt kommt, habe ich dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, packend und ergreifend. Die Autorin legt meines Erachtens den Kern der Geschichte auf die unterschiedlichen Charaktere. Sie lenkt den Leser auf falsche Fährten und wirft Vermutungen bewusst wieder über den Haufen. Am Ende des Romans wird dem Leser klar, dass die Autorin ein wunderbares Konstrukt erschaffen hat, in dem ein dunkles Familiengeheimnis Stück für Stück aufgedeckt wird.

Rezension - "Das Seehaus" - Kate Morton

Von: Jessica - Buchblögchen Datum : 22.10.2016

https://buchbloegchen1.wordpress.com

����» REZENSION «����

"Das Seehaus" von Kate Morton


Inhaltsangabe:
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …


Rezension:
Da ich ja so auf schöne Cover stehe, muss ich erstmal sagen, wie toll dieses Cover ist.
Wie hübsch dieses Herrenhaus doch in Szene gesetzt wurde, mit dem See und den schönen Blumen.
Wie es ja so typisch ist bei Büchern von Kate Morton, spielt auch dieses Buch in mehreren Zeitepochen. Wir erfahren aus dem Jahre 1913 wie Alice Mutter Eleanor Edevane ihre Jugend erlebt hat, Alice Zeit auf Loeanneth erleben wir 1932 und 1933. In den Kapiteln die in der Gegenwart spielen, also 2003, rätseln wir mit der Polizistin Sadie mit, die die Geschehnisse und Geheimnisse des verfallenden Herrenhauses aufdecken will.
Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Jahr benannt, so das man ja eigentlich wissen müsste, dass das, was jetzt passiert in dem und dem Jahr stattfindet. Aber mitten in so einem Kapitel geschieht noch ein zusätzlicher Zeitwechsel. Völlig unerwartet und überraschend, was mich sehr verwirrt hat.
Für mich war es etwas schwierig, allen handelnden und erzählenden Personen zu folgen und sie zu verstehen, weil man einfach mit so vielen Informationen erschlagen wird und man einfach keine Zeit dafür findet, diese erstmal zu verarbeiten und zu verinnerlichen, weil direkt schon die nächsten Infos auf einen warten.
Es waren schlichtweg einfach zu viele Wechsel der Sichtweisen.
Positiv fand ich, dass man gar nicht drum herum kam, beim Lesen mitzurätseln, um sich seine eigene Meinung über den Jahrezente zurückliegenden Vermisstenfall zu bilden. Ich war stets auf der Suche nach Hinweisen, die zur Lösung des Rätsels führten. Stück für Stück setzten sich die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen.
Kate Morton schaffte es, das Anwesen der Familie Adevane zum Leben zu erwecken, sodass man das Haus mit seinem großen See und den weiten Gärten quasi genau vor sich sieht.
Ich muss zugeben, dass ich vereinzelte Seiten ungelesen überblättert habe (z.B. die Jugend der Mutter), weil diese Stellen für mich einfach uninteressant und langatmig waren.
Erst weit nach der Hälfte kam dann die seit Beginn erhoffte Spannung auf. Leider eindeutig zu spät.


Fazit:
Ich fand die Grundidee von "Das Seehaus" sehr interessant. Der Klappentext hatte mich sofort interessiert und angesprochen. Aber aus den schon aufgeführten Gründen, hat es mich einfach nicht mitgerissen. Die Handlung war mir zu langatmig und hat mich nicht gefesselt.
Hätte man einige Stellen kürzer gehalten, hätte es alles schon ganz anders aussehen können. Kurz und knapp: Ein paar Seiten weniger hätten nicht geschadet.
Dies war mein erstes Buch von Kate Morton, aber - so befürchte ich - auch vorerst mein letztes.

Das dunkle Geheimnis einer Familie

Von: Capeside Hollow Datum : 03.10.2016

www.capesidehollow.com

Der Klappentext:

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Die Handlung:

Kate Morton ist dafür bekannt, dass sie Familiengeschichten auf mehreren Zeitebenen spannend erzählt, so dass der Leser vollkommen in der Buchwelt gefangen genommen wird. Ihre Geschichten weisen immer mindestens zwei Zeitebenen auf, diese hier sogar mehr. Zum Einen spielt die Geschichte 1913 in der Jugend von Alices Mutter, dann wieder 1933 und später, als ein Teil der Haupthandlung, wo der Leser dann Alice in ihrem Leben begleitet. Letztendlich springt die Handlung in die Gegenwart, in der Sadie, die junge Polizistin, in einer beruflichen Auszeit das verfallene Haus entdeckt und neugierig auf den Hintergrund dieses Grundstücks ist.

Die Charaktere:

Dieses Buch wimmelt eigentlich nur so von Charakteren, schon alleine durch die vielen Zeitebenen der Handlung. Am Anfang fand ich es ein wenig schwierig allen zu folgen, grade auch, weil sich doch einige Parallelen in der Jugend von Alice aber auch ihrer Mutter wieder fanden, die jedoch im weiteren Leben eine ziemlich große Unterschiedlichkeit aufwiesen, so dass ich zunächst wirklich aufpassen musste, nicht Handlungsstränge zu verwechseln. Im Laufe des Buches nimmt dieses aber ab und man kennt nach und nach die verschiedenen Konstellationen.

Schreibstil:

Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gern. Es ist inzwischen ihr viertes Buch, dass ich von ihr gelesen habe. Ein fünftes steht noch auf meinem SUB. Wenn man die Bücher zur Hand nimmt, weiß man, dass man die nächste Zeit in die Tiefen einer anfänglich oft verworrenen Handlung eintaucht, aber bei den Seitenzahlen von oft mehr als 600 Seiten bietet sich halt auch die tolle Möglichkeit, ein Teil der Familiengeschichte zu sein und zu einem stillen Beobachter zu werden. Über die Zeitsprünge hin hat man die Gelegenheit ähnlich eines Krimis schon mal die Handlung zu entwirren, wobei Kate Morton doch meist noch einige Twists in der Hand hat, die einem eine vorzeitige Lösung unmöglich machen und so bleibt das Leseerlebnis wirklich spannend.

Atmosphäre/Spannung/Humor:

Wie bereits benannt, steigt die Spannung grade im letzten Drittel sehr an. Einerseits scheint sich alles langsam zu entwirren und sein Geheimnis preiszugeben, doch dann hat man ja noch mehr als 150 Seiten und es ist klar, dass das wohl doch noch nicht das Ende ist. Die Atmosphäre des Buches ist ein wenig düster, da man ja nun schon schnell weiß, welches Unglück diese Familie getroffen hat, jedoch nicht genau wie und warum.

Idee und Umsetzung:

Die Grundidee ihrer Bücher sind eigentlich immer gleich, was aber nicht heißt, dass sie damit grundsätzlich schlecht sind, oder sich alles wiederholt. Es ist halt nur immer eine Familiengeschichte auf verschiedenen Zeitebenen und damit auch Charaktere der unterschiedlichen Generationen, die die Geschichte erzählen und voran bringen. Das Geheimnis der einzelnen Familien sind dann in sich natürlich unterschiedlich und nicht von vorn herein vorhersagbar.

Stärken und Schwächen

Für mich gibt es keine extremen Schwächen bei Kate Morton. Die größte Stärke ist, dass man weiß, worauf man sich einlässt, wenn man eines ihrer Bücher in die Hand nimmt und dann kann man für eine längere Zeit in der Geschichte versinken. Eine Schwäche hatte das Buch für mich am Schluss, wo ich jetzt nicht spoilern werde, aber es war für mich doch ein Funken zu viel! Die letzte Verknüpfung hätte es für mich nicht gebraucht, um mich zufrieden zu stellen.

Fazit

Es war wieder eine schöne Zeit in einer tollen Familiengeschichte von Kate Morton. Generell würde ich solche Bücher nicht in einem Rutsch alle hinter einander lesen, aber so ein-zwei Mal im Jahr genieße ich es, auch mal in eine längere Geschichte einzutauchen und die Umgebung zu vergessen. Daher bin ich mit der Geschichte wirklich zufrieden und freue mich schon auf ein neues Abenteuer der Autorin.

Faszinierende Vergangenheit

Von: Buchspinat Datum : 25.09.2016

https://buchspinat.wordpress.com/

Zum Inhalt: Cornwall 1933: Auf dem wunderschönen Anwesen der Familie Edevane steigt die alljährliche Mittsommerparty. Doch dieses Jahr findet die Party zu einem abrupten Ende. Theo, der kleine Sohn der Familie Edevane ist am Morgen nach der Party spurlos verschwunden. Sämtliche Suchaktionen verlaufen ins Leere. Die Familie Edevane verlässt daraufhin das Anwesen und kehrt für immer nach London zurück….
Cornwall 2003: Die Polizistin Sadie wurde vom Dienst beurlaubt, nachdem sie in einem bisher ungelösten Fall unerlaubt mit der Presse gesprochen hat. Es geht um eine verschwundene Frau. Alles deutet auf geplantes Verschwinden hin, doch Sadie glaubt nicht daran. Sie geht davon aus, dass der jungen Frau Schlimmes widerfahren ist. Doch mit dieser Meinung steht sie auf ihrer Dienststelle alleine da.
Um zur Ruhe zu kommen und mit dem Fall abzuschließen, besucht sie ihren Großvater, der nach dem Tod seiner Frau nach Cornwall gezogen ist. Bei einem Spaziergang mit den Hunden stößt sie auf das verlassene Anwesen der Edevanes. Das Haus fasziniert sie und sie fängt an zu recherchieren, was damals passiert ist und kommt so dem Geheimnis, was in jeder Sommernacht wirklich geschah, immer näher….
Meine Meinung:
Cover: Auf dem wunderschönen Cover gibt es so unheimlich viel zu entdecken, das Motiv ist so wunderbar detailliert dargestellt. Ein Blickfang für jedes Bücherregal.
Ich hatte das Glück, Kate Morton im Frühjahr auf der Buchmesse in Leipzig kennenzulernen – eine ganz wunderbare Person. Sehr, sehr sympathisch. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade zum ersten Mal ein Buch von ihr angefangen zu lesen (Der verborgene Garten) und war von der Geschichte nahezu gefesselt.
Und nun habe ich also das „Das Seehaus“ hier liegen gehabt und war ganz gespannt, ob es mir genauso gut gefallen würde, wie „Der verborgene Garten“.
Schon auf den ersten Seiten, die uns ins Jahre 1933 führen, erfährt man, dass im Haus am See Ungeheuerliches geschehen ist. Und schon fängt man an zu überlegen, was mit dem kleinen Theo passiert ist.
Kate Morton nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit, aber auch in die Gegenwart. Die verschiedenen Charaktere sind so detailliert und vielschichtig gezeichnet, die Beschreibungen der Orte und Begebenheiten so liebevoll und ausführlich, man hat das Gefühl dabei zu sein und kann vor seinem inneren Auge die verschiedenen Situationen wunderbar aufleben lassen.
Die Geschichte wechselt oft die Zeiten und auch den Ort, es ist jedoch über den Kapiteln klar ersichtlich gemacht, wo und in welcher Zeit sich der Leser nun befindet. Der Schreibstil ist sehr ausführlich und detailliert.
Während des Lesens habe ich viele verschiedene Vermutungen angestellt, was denn nun wirklich mit geschehen ist und doch war ich vom Ende der Geschichte mehr als überrascht und auch gerührt.

Das Seehaus

Von: ShalimasFilmweltenKritik Datum : 10.08.2016

https://shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com/

Da ich Kate Mortons Schreibstil lieben gelernt habe, konnte ich nicht umhin sofort ihr neues Buch zu verschlingen.

1933 wird eine ausschweifende Mitsommerparty auf dem Gelände des Seehauses Loeanneth gefeiert. Doch am nächsten Morgen ist der jüngste Sohn der dort ansässigen Familie verschwunden. Der Fall wird nie aufgeklärt. 70 Jahre später entdeckt die junge Polizistin Sadie Sparrow ein verlassenes Anwesen versteck im Wald. Ihre Neugier ist sogleich geweckt und sie rollt den Fall wieder auf.

Das Seehaus ähnelt Mortons bisherigen Büchern sehr. Ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das die Menschen in der Gegenwart immer noch beschäftigt. Und doch gleicht keins ihrer Bücher dem anderen. Denn auch hier wird der Leser zwar stückchenweise mit neuen Informationen gefüttert, aber die Geschichte ist doch eine grundlegend andere.
Die Familie Edevane lebt in dem Seehaus von Loeanneth. Einst war es ein großes Anwesen, doch aus Geldgründen musste vieles verkauft werden. Die Familie Edevane besteht aus den Eltern Eleanor und Anthony, sowie die drei Töchter Deborah, Alice und Clementine. Das Bild wird abgerundet durch das Nesthäkchen der Familie: Theo. Die Familie befindet sich wie jedes Jahr in den Vorbereitungen für das prachtvolle Mittsommerfest. Doch am Ende dieses Festes soll der kleine Theo verschwunden sein. Keiner weiß warum. Wurde er entführt? Wurde er ermordet? Die Familie ist in ihrer Trauer so außer sich, dass sie wegziehen nach London. Der Fall wird nie gelöst. 70 Jahre später reist die junge Polizistin Sadie Sparrow nach Cornwall. Sie hat Ärger auf der Arbeit und verbringt ihren Zwangsurlaub bei ihrem Großvater Bertie in Cornwall. Beim Laufen mit Berties Hunden findet sie durch Zufall das verlassene Seehaus. Schnell erfährt sie von dem Vorfall und beschließt ihn endgültig zu klären.
Die Geschichte wird grundlegend in zwei Zeitsträngen erzählt. Einmal das Jahr 1933 mit der primären Handlung zum Mittsommerfest. Zum anderen das Jahr 2003, in der Sadie versucht das Rätsel um Theos Verschwinden aufzuklären. Bei beiden Zeitebenen gibt es Rückblenden, um das Handeln der Akteure zu erklären. Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt. Das sorgt dafür, dass der Leser sich in die Charaktere hineinversetzen kann und so manche Handlung besser nachvollziehen kann. Der plötzliche Wechsel von den Erzählern auch innerhalb eines Kapitels ist gewöhnungsbedürftig, schmälert aber das Lesevergnügen nicht.
Kate Mortons Schreibstil ist sehr flüssig. Auch ist fast jedes Kapitel mit einem kleinen Geheimnis bestückt, so dass der Leser nach und nach Geheimnisse aufdecken kann und doch die Lust nicht verliert endlich das große Geheimnis um Theo aufzudecken. Dabei lenkt Morton geschickt die Hinweise in eine ganz bestimmte Richtung, so dass der Leser bereits glaubt, das Rätsel gelöst zu haben. Doch meistens stellt sich heraus, dass die Lösung doch wo ganz anders liegen könnte. So bleibt das Buch trotz vieler detaillierter Beschreibungen der Verhältnisse und Taten der Charaktere durchgehend spannend. Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die sympathischen und die unsympathischen Charaktere halten auch hier wieder die Wage. Wobei man bei manchen Charakteren am Ende immer noch nicht sagen kann, ob man sie mag oder nicht, da alle Charaktere sehr vielschichtig sind und man erst nach und nach die Schichten durchdringt.

Alles in allem ist das Seehaus Lesevergnügen pur. Ein schönes Familiedrama mit der Extraportion Krimi. Nach „die fernen Stunden“ mortons bestes Buch bisher.

Kate Morton - Das Seehaus

Von: Cleos Bücherblog [https://ichlesehaltgern.com/] Datum : 09.08.2016

www.ichlesehaltgern.com

3 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Ein Sommerfest am See - Mit der Wahrheit würden wir uns oft viel Leid ersparen - Alle glücklichen Familien gleichen einander; jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Art unglücklich

Das sagt der Verlag zum Buch:
Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft. Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt. Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld...

Meine bescheidene Meinung:
Ein neuer Roman von Kate Morton ist ohnehin schon Anlass zu Freude - umso mehr, wenn ein Urlaub vor der Tür steht und man so richtig Zeit hat, in ein Buch einzutauchen. Genau das war der Fall und die Autorin hat mich nicht enttäuscht!

In ihrem neuesten Roman geht es wieder einmal um eine Familiengeschichte, in der sich Vergangenheit und Gegenwart zu einer Erzählung verschlingen, die es spannungsmäßig mit jedem Krimi aufnehmen kann: Sadie, eine Polizistin im England der heutigen Zeit, hat beruflich und privat genug eigene Schwierigkeiten am Hals und wird von ihrem Chef zu einer Auszeit bei ihrem Großvater in Cornwall verdonnert. Mehr zufällig stößt sie dabei auf ein leer stehendes, verwunschenes Haus am See und auf die Geschichte seiner Familie. Ein trauriger Vermisstenfall aus den 30er Jahren wurde nie aufgeklärt und ließ die Familie Edevane für immer ihr Anwesen verlassen. Dabei verstrickten sich die verschiedensten Familienmitglieder in Schuld, Verleugnung, Pflichtgefühl und Unglück. Sadie lässt nicht locker, bis auch das letzte Glied in der Kette gefunden ist und schließlich doch noch ein bisschen spätes Glück gefunden werden kann.

Wie gewohnt führt Kate Morton den Leser aus den unterschiedlichsten Perspektiven an die Geschichte heran und lockt mit immer wieder neuen Details, Hinweisen und Rätseln: sei es durch einen Sprung in die Vergangenheit und den Blick der damals Beteiligten auf das Geschehen, durch die Brille des damals ermittelnden Polizisten oder der heute noch lebenden Familienmitglieder, durch Sadies Detektivauge oder aber den Blickwinkel des Großvaters, der schließlich auch noch eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Der Leser ist dabei durch die Sprünge in die Vergangenheit Sadie teilweise einen Schritt voraus - was die Spannung nur befördert.

Stück für Stück setzt sich somit für den Leser und schließlich auch für Sadie über einige Irrwege das Puzzle zusammen, bis schließlich alles einen Sinn ergibt. Kate Morton erzählt so intensiv und ohne den Spannungsbogen auch nur einmal zu unterbrechen, dass man als Leser gar nicht merkt, wie die Seiten dahinblättern. Durch das Eintauchen in eine immer wieder neue, persönliche Perspektive baut man Verständnis und Zuneigung für jeden einzelnen Beteiligten auf und wird so vollends in die Geschichte hineingezogen.

Kate Morton gelingt es spielend, die Protagonisten vor dem inneren Auge zum Leben zu erwecken und die beschriebenen Orte der Vergangenheit und Gegenwart aufleben zu lassen. Man meint das herrschaftliche Anwesen am See mit seinem verwunschenen Garten vor sich zu sehen, die elegante Familie in den 30er Jahre, aber auch das Elend der Weltkriege, die an der Familie nicht spurlos vorübergehen - bis hin zu den immer noch eleganten und stolzen alten Schwestern Edevane in unserer heutigen Zeit. Wie in einem prächtigen Film zieht all das an einem vorbei und es macht einfach Spaß, sich mitreißen zu lassen. Da ist es dann auch überhaupt nicht schlimm, dass der Schluss vielleicht doch ein wenig kitschig gerät. Nach all der Spannung können ein paar Tränen auch nicht schaden.

Definitiv wieder ein Roman von Kate Morton, den man nicht zur Seite legen kann und der trotz seiner über 600 Seiten noch zu kurz ist. Ich freue mich schon auf den nächsten!

Hat mich nicht richtig überzeugt

Von: fraeulein-m Datum : 02.08.2016

www.fraeulein-m-liebt-buecher.de

Das Sturmhaus von Kate Morten

Kurz zum Cover des Buches:

Das Cover ist überaus ansprechend. Auf dem Cover befindet sich ein altes Herrenhaus mit einem schönen Anwesen und einem großen Garten mit eigenem Fluss.

Kurz zum Inhalt des Buches:

Im Jahre 1933 feiert die Familie Edevane das alljährliche spektakuläre Mittsommerfest. Doch das Fest wird von einem schrecklichen Ereignis getrübt und die Familie verlässt das Gut.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das Gut und taucht in die Familiengeschichte ein. Eine Geschichte voll von verbotener Liebe und tiefer Schuld…

Meine Meinung zu diesem Buch:

Ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch von dem Verlag erhalten habe. Ich liebe Familiensagen mit Geheimnissen. Doch leider hat sich das Lesen schwierig gestaltet.

Zuerst kam ich nicht in das Buch rein und die Story war mehr als langatmig. Es passierte nicht wirklich etwas. Ich habe das Buch somit mehrmals wieder zur Seite gelegt und habe zwischenzeitlich etwas anderes gelesen.

Dennoch ließ mich die Story und ihre Protagonisten nicht los. Ich musste immer wieder darüber nachdenken wie es wohl weiter geht und was noch alles passiert bzw. was sich noch alles aufklärt.

Ich habe also immer mal wieder weiter gelesen und das Buch dann wieder weggelegt. Es ist sehr schade, denn ich habe mich teilweise sehr gequält.

Das letzte Drittel des Buches wurde dann richtig spannend und viel Ungelöstes wurde aufgeklärt. Und endlich konnte ich das Buch flüssig zu Ende lesen.


Fazit:

Das Buch hat mich leider nicht so richtig überzeugt. Ich schwanke in meiner Bewertung. Ich vergebe jedoch eine Schildkröte mehr, da ich dennoch an die Geschichte gefesselt war. Ich vergebe 3 von 5 Schildkröten.



Gut trotz einiger Längen

Von: Jashrin Datum : 29.07.2016

nichtohnebuch.blogspot.de/

Im Sommer 1933 erwartet vor allem die sechzehnjährige Alice Edevane mit Spannung und voller Sehnsucht das Mitsommerfest. Doch alle Freude über das Fest ist jäh vergessen, als ein schreckliches Ereignis die Familie erschüttert. Der elf Monate alte Theo ist spurlos verschwunden.

Auch siebzig Jahre später sind die damaligen Ereignisse noch längst nicht bei allen vergessen. Als die Polizisten Sadie eine Zwangspause bei ihrem Großvater in Cornwall verbringt, stößt sie auf den Landsitz der Familie Edevane, der seit Jahrzehnten leer steht. Alles sieht so aus, als würde die Familie jeden Augenblick zurückkommen – würde das Haus nicht langsam verfallen und wäre da nicht die zentimeterdicke Staubschicht. Sadie beginnt Fragen zu stellen und erforscht langsam das dunkle Geheimnis, dass so lange verborgen lag. Sie stößt auf eine tiefe Schuld und eine Liebe, die nicht sein durfte...

Kate Morton nimmt den Leser mit auf eine spannende und dramatische Spurensuche um das dunkle Familiengeheimnis der Edevanes zu lüften. Auf zwei verschiedenen Zeitebenen erfährt der
Leser immer mehr über die damaligen Ereignisse und wird mitten hineingezogen in die Geschichte.
Die Perspektive aus der erzählt wird wechselt immer wieder, doch ich fand es nicht schwer den Überblick zu behalten. Der Stil ist sehr bildhaft und manches Mal auch sehr ausschweifend. Jedoch plätscherte die Geschichte gerade anfangs erstmal vor sich hin, so dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, um mich wirklich in die Geschichte einzufinden. Daher war das erste Drittel des Romans etwas mühselig, aber dann wurde ich doch noch wie gewohnt vom Stil und der Erzählung gefesselt. Gestört haben mich teilweise auch die Wiederholungen, wenn sowohl in der Gegenwart als auch der Vergangenheit letztlich die gleichen Erkenntnisse brachten.

Die Auflösung am Ende war für mich sehr unerwartet, jedoch stimmig und logisch. Geschickt hat Kate Morton unterwegs falsche Fährten gelegt in die nicht nur Sadie, sondern auch ich immer wieder hineingetappt bin.

Die Charaktere sind authentisch und aus dem Leben gegriffen und ich hatte keinerlei Probleme, sie mir vorzustellen. Sie werden facettenreich geschildert, haben Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. So unterschiedlich sie auch sind, mich hat es fasziniert, wie die Autorin es geschafft hat, dass ich sowohl mit Alice als auch mit Sadie letztlich wunderbar mitfiebern konnte.

Mein Fazit: Kate Morton hat ein spannendes Familiengeheimnis gewoben, dass vor allem durch seine Charaktere überzeugen konnte. Der Stil war mir teils zu ausschweifend, so dass es einige Längen gab und ich ungewöhnlich lange gebraucht habe, das Buch zu lesen. Dennoch hat es mir letztlich gefallen und Fans von Geschichten über dunkle Familiengeheimnisse werden es sicher ebenso mögen.

spannender Sommerkrimi

Von: Heidi Datum : 20.07.2016

heidis-seite.blogspot.de/

Zu Inhalt :

In den 30er Jahren in Cornwell verschwindet auf einem Mittsommernachtfest der jüngste Spross der Familie . Kurz danach verlässt die Familie ihr Seehaus für immer . 70 Jahre später kommt trifft Sadie , eine Polizistin im Urlaub auf diese Geschichte . Als diese das verfallene Haus am See findet , geht sie den Spuren nach und gerät immer tiefer in die Vergangenheit dieser Familientragödie . Verbotene Liebe und tiefe Schuld spielen eine große Rolle

Mein Fazit :

Zu recht ein Bestseller . Ein wirklich klasse geschriebener Roman der sich leicht liest . Ein Krimi in dem die Gegenwart und die Vergangenheit nahtlos ineinander übergehen . Die ersten 200 Seiten sind ein bisschen langatmig geschrieben . Aber wenn man erst einmal in die Geschichte eingetaucht ist , liest sich der Roman toll . Die Spannung wird genau im richtigen Moment aufgebaut und bis zum Schluss gehalten . Ein lesenswerter Roman der zum einen ein Krimi und zum anderen eine Familiengeschichte gekonnt erzählt

Wer Romane mit Spannung und Unvorhersehbarkeit gerne liest , den dürfte dieses Buch sehr unterhalten . Daher vergebe ich 5 ***** und eine Kaufempfehlung .

Schöne Familiengeschichte

Von: Petra Donatz aus Solingen Datum : 20.07.2016

leseratte1969.blogspot.de/2016/07/rezension-das-seehaus-kate-morton.html#more


Meine Meinung

Story
Die Handlung des Buches hat mich wieder einmal sehr angesprochen. Die Story handelt in zwei Zeiten und ist die Typische, leider nicht wirklich neue, Suche nach einem Geheimnis, welches die suspendierte Polizistin Sadie Sparrow in die Vergangenheit führt. Sie entdeckt beim Joggen ein geheimnisvolles Anwesen, welches verlassen in der Landschaft Cornwalls steht. Sie forscht nach, wieso das Haus verlassen ist und stößt dabei auf einen Fall, der sie in die Zeit vor und während des 2. Weltkrieges führt und bis heute ungeklärt blieb. Es geht um das Verschwinden des jüngsten Sohnes der Familie Edevane. Bei den Ermittlungen ist ihr mehr oder weniger die mittlerweile 86, Jährige Alice Edevane, die eine berühmte Kriminalautorin ist, behilflich.

All das hat Kate Morton in eine tolle Geschichte gepackt, die den Leser fesselt und ihn so schnell nicht mehr los lässt. Man will unbedingt wissen, was mit dem kleinen Theo passiert ist und wird dabei mehr als einmal auf eine falsche Fährte gesetzt. Die Autorin setzt immer, wenn man gerade denkt man wüsste was passiert ist, noch einen drauf.

Natürlich ist auch Sadies Geschichte spannend, wieso sie momentan vom Dienst suspendiert ist, was sie für eine Vergangenheit hat und wer oder was für sie wichtig ist.

Das einzige was ich zu bemängeln habe, sind einige langatmige Kapitel, die für mich hätten kürzer ausfallen können. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.

Schreibstil
Bis auf ein paar Längen ließ sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen. Kate Morton schreibt sehr ausführlich und auch etwas anspruchsvoller. Es ist keine leichte Lektüre die sich so weg lesen lässt, sondern man muss schon genauer und aufmerksamer lesen. Ich persönlich fand die Kapitel teilweise zu lang. Ich hatte Probleme Abends zum Ende zu kommen, da ich gerne bei Kapitelende aufhöre zu lesen. Ansonsten schreibt sie sehr bildhaft und anschaulich.

Charaktere
Die Charaktere sind sehr authentisch und ihre Handlungen sehr real und glaubhaft.
Sadie mochte ich, genauso wie ihren Großvater sehr. Alice und Deborah Edevan waren typisch englische Damen, mit denen ich weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart warm werden konnte.

Mein Fazit

Ein spannender Roman, der den Leser ins Jahr 2003 und in die Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg führt. Eine Familiengeschichte. Ein vermisstes Kind. Eine Polizistin, die vom Job beurlaubt ist und der Spur von damals nachgeht und dabei auf Familiengeheimnisse stößt. Spannend, anspruchsvoll. Sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Wer spannende Familienromane mag, die in zwei Zeiten spielen, ist hier genau richtig. Ich muss einen Stern abziehen, da ein paar Längen vorhanden und die Kapitel für mich einfach zu lang waren.
Ich vergebe volle vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

Das Seehaus

Von: Merendina Datum : 18.07.2016

www.merendinabloggt.wordpress.com

Heute möchte ich euch ein wunderschönes, spannendes Buch vorstellen, von dem ich so begeistert war, dass ich es in nur kurzer Zeit gelesen habe: Kate Morton: „Das Seehaus“.

Schon das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut: Man sieht darauf im Vordergrund enen Fluss, im Hintergrund ein Herrenhaus, oben ragen Zweige mit rosa Blüten ins Bild. Es scheint ein Gewitter aufzuziehen. Die Stimmung auf dem Coverbild passt hervorragend zum Inhalt des Romans.

Das Buch ist ein dickes Hardcoverbuch mit über 600 Seiten. Sehr gut gefällt mir, dass es ein Lesebändchen hat.

Als Englandfan bin ich natürlich begeistert, dass das Buch in Cornwall spielt, einem wirklich wunderschöne Teil Englands. Schon nach den ersten Zeilen hat mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen. Man ist sofort mitten in der Handlung, findet sich bestens mit Personen und Handlungsorten zurecht, alles wirkt sehr authentisch. Noch dazu ist die Sprache sehr gut und flüssig lesbar. Spannung ist von Anfang an da.

Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten, 2003, 1933 und 1914. Man kann den Zeitsprüngen aber probemlos folgen , da die Kapitelüberschriften jeweils Ort und Jahreszahl angeben. Auch gibt es Perspektivenwechsel, so dass das Buch sehr interessant bleibt und dass die Familiengeschichte der Edevanes aus verschiedenen Blickwinkeln nach und nach aufgedeckt wird.

1933 findet auf dem Anwesen der Edevanes eine große Party zur Mittsommernacht statt. Da verschwindet plötzlich das jüngste Familienmitglied, der kleine Theo, spurlos. 70 Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallendes Haus am See und sie erfährt von dem kleinen Jungen, der nie mehr auftauchte. Obwohl Sadie eigentlich in Cornwall Urlaub macht, beschäftigt sie der Fall so sehr, dass sie ihn aufdecken möchte, was nicht so einfach zu sein scheint. Wer hat das Kind entführt? Was ist geschehen und welches Motiv hatte der Täter?

Eine sehr spannende Familiengeschichte, die einen als Leser sofort in ihren Bann zieht. Noch dazu die wunderschönene Landschaftsbeschreibungen der Autorin! Ein Buch, das einen hinwegträumen lässt und das sehr fesselnd ist.

Ich gebe diesem tollen Roman volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Eine packende Familiengeschichte die berührt!

Von: Lissy Datum : 09.07.2016

bucherliebe-hoch-zwei.blogspot.de/

Meine Meinung
Als Erstes möchte ich anmerken dass, das Cover traumhaft schön ist, es passt perfekt zum Inhalt und spiegelt diesen wieder. Das Cover lädt zum Träumen ein, man kann es ewig betrachten.
Da ich alle Bücher, die bis jetzt von Kate Morton erschienen sind, begeistert gelesen habe, musste ich auch dieses Buch lesen. Meine Erwartungen an dieses Buch wurden voll und ganz erfüllt. Der Schreibstil von Kate Morton ist flüssig und reißt einen mit, Sie schafft es, den Leser zu fesseln. Ihre Beschreibungen der Umgebung und Landschaft, laden zum Träumen ein, so entstehen während dem Lesen, wunderschöne Bilder im Kopf. Der Spannungsbogen der Handlung, nimmt über das gesamte Buch hinzu und wird komplett aufrechterhalten.

Es gibt viele Zeitsprünge in der Geschichte, einmal befinden wir uns im Jahr 2003 und dann wieder in den Jahren zwischen 1911 - 1933, oder in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges. Am Anfang des Buches waren die Zeitsprünge für mich etwas verwirrend.
Nach einigen Seiten gewöhnte ich mich an diese und wurde immer neugieriger auf die Geschichte, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte.

Jede Zeitebene hat eine andere Protagonistin, im Jahr 2003 ist die Polizistin Sadie die Hauptfigur. Sie befindet sich im "Urlaub" in Cornwall bei ihrem Großvater und entdeckt bei einem Spaziergang, mit den Hunden, ein geheimnisvolles Haus. Sie erfährt etwas über die Geschichte der Eigentümer des Hauses und möchte herausfinden, wie dessen Sohn Theo vor siebzig Jahren verschwunden ist.

In den Jahren zwischen 1911 und 1933 sind entweder Eleanor, Alice oder Anthony Edevane die Hauptfiguren.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Sadie, aus der Sicht von Eleanor Edevane und ihrer Tochter Alice Edevane,
Alle drei Frauen haben das ein oder andere Geheimnis in der Vergangenheit. Als Leser kann man sich gut in die Protagonisten hineinversetzten.
Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und interessant, man erfährt im laufe der Geschichte immer mehr über diese. Alice Edevane war für mich anfangs etwas undurchschaubar, jedoch konnte man im Verlauf der Geschichte mehr und mehr hinter ihre Fassade blicken. Eleanor Edevane Alice Mutter war mir von Anfang an sympathisch, man erfährt einige Dinge von ihr, die ich anfangs nicht vermutet hätte.
Gegen Ende der Geschichte passieren einige unerwartete Überraschungen ...
Viel Spaß beim lesen!

Fazit
Eine absolut spannende Geschichte, in der man das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte gelockt wird.
Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der historische, spannende und mysteriöse Familiengeschichten, eingebetet in einer wunderschönen Umgebung mag. Ich gebe dem Buch die volle Punktzahl, fünf von fünf Sternen.
Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, wieder ein Buch von Kate Morton zu lesen.

Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das Seehaus

Von: Die Buchmaid Datum : 01.07.2016

Es handelte sich bei dem Buch um ein Rezensionsexemplar direkt vom Verlag. Ich hatte das Buch aufgrund seines Covers und des Klappentextes ausgewählt, da es für mich sehr ansprechend war.
Generell mag ich Geschichten die in England und speziell in Cornwall spielen sehr gerne, da ich die Landschaft und das Land auch sehr gerne mag und auch eine persönliche Verbindung zu Cornwall habe.
Der Einstieg in das Buch war wirklich sehr schwer für mich. Obwohl der Kern der Geschichte wirklich sehr vielversprechend war, war es für mich wirklich sehr mühsam bis zum Ende durchzuhalten.
Zum einen haben mich die Zeitsprünge extrem verwirrt und durcheinander gebracht und zum anderen ist das Buch teilweise sehr langatmig. Ich kam mit dem Schreibstil der Autorin nur sehr schwer zurecht. Die Geschichte ist teilweise sehr verworren und durcheinander.
Die Charaktere im Buch waren mir jedoch zum grossteil sehr sympathisch und hab einige auch ins Herz geschlossen. Leider hab ich mich zwischendurch beim lesen wirklich gelangweilt, wollte aber trotzdem das Buch zu Ende lesen. Gegen Ende wurde das Buch dann auch endlich etwas spannender und somit ging der Schluss doch recht flüssig zu lesen. Fakt ist, es ist nicht vorhersehbar, wie die Geschichte enden wird. Erst gegen Ende wird das ganze doch relativ klar und ich hatte einige Aha Momente.
Die Geschichte ist nicht wirklich neu erfunden, ähnliches habe ich bereits schon in abgeänderter Form gelesen, da die Grundidee doch sehr beliebt ist. Mir hat ein wenig der rote Faden gefehlt und ich wäre bei gewissen Themen vielleicht einfach nicht so in die Tiefe gegangen.
Meine Bewertung wäre in dem Fall dann 3 von 5 Punkten, da die Autorin für meinen Geschmack am Ende doch noch ganz gut die Kurve bekommen hat.


Das Seehaus - Kate Morton

Von: kathalovesbooks Datum : 26.06.2016

https://kathalovesbooks.wordpress.com/

Der Roman „Das Seehaus“ wurde von Kate Morton geschrieben, umfasst 601 Seiten und erschien im Februar 2016 im Diana Verlag. Die Hardcoverausgabe kostet neu 22,99 EUR.

Zum Inhalt:

Die junge Polizistin Sadie ist bei ihrem Großvater Bertie in Cornwall, wo sie auf ein verfallenes Haus am See stößt. Sie erfährt, dass sich dort vor 70 Jahren ein tragisches Familiendrama ereignet hat, es kleines Kind soll verschwunden sein. Sadies Neugier ist geweckt und sie dringt immer tiefer in die Vergangenheit und Familiengeschichte der Familie Edevane ein..

Cornwall 1933: Alice Edevane freut sich als mittlere Tochter von Eleanor und Anthony Edevane auf das alljährliche Mittsommernachtsfest auf dem herrlichen Anwesen ihrer Eltern. Niemand ahnt, dass sich in dieser Nacht ihr Leben und das ihrer Familie für immer ändern wird..

Meine Meinung:

Das wunderschöne Cover des neuen Romans von Kate Morton hat mich sofort neugierig gemacht. Es spiegelt die wunderschöne Landschaft Cornwalls wieder und zeigt das Anwesen der Familie Edevane. Alleine bei dem Anblick lässt sich bereits erahnen, dass eine spannende Familiengeschichte in Inneren auf einen wartet.

Der Roman hat mich trotz seiner Dicke nicht abgeschreckt, sondern sofort mich sich gerissen, sodass ich alles um mich herum vergaß. Ein flüssiger Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Ein richtiger Pageturner, ja ein mysteriöses Familiendrama mit ausgeprägtem Krimicharakter. Morton erzählt die Geschichte auf unterschiedlichen Zeitebenen und wir springen immer wieder sowohl zwischen den Jahren als auch zwischen den Perspektiven hin und her. Zeitweise war es etwas schwierig den Überblick über sämtliche Erzählstränge zu behalten, sodass ich mich immer wieder beim kurzen Zurückblättern erwischte. Zum Ende hin gefiel es mir jedoch sehr gut wie die Autorin nach und nach alles auflöst und die Stränge zum Ende führt.

Nach dem Buch reizt es mich wirklich eine Reise nach Cornwall zu unternehmen – in meinem Kopf hat sich während des Lesens so ein wunderschöner Film abgespielt.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und freue mich, dass noch zwei Bücher der Autorin auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) auf mich warten.

Ich danke dem Diana Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

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Rezension

Von: Anka Datum : 24.06.2016

ankaszz.blogspot.de/

Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll. Die Geschichte an sich hat mir zwar gefallen doch der schreibstill und das Schwere rein kommen ins Buch haben mich dazu gebracht es mehr oder weniger irgendwann nur noch zu überspringen. Eine Party ein verschwundenes Kind und eine Frau die versucht ca 70 Jahre später den Fall auf Zuklären. An sich eine schöne Geschichte. Da es auf 2 Zeitebenen spielt, ist es ein wenig verwirrend, da man sich erst mal wieder in die andere Zeit versetzen muss. Der schreibstill der Autorin war finde ich etwas zäh und ich bin schwer vorwärtsgekommen. Für mich ein Buch, das ich so schnell nicht mehr Lesen werde.

Ein unfassbar spannender Familienroman mit Krimicharakter

Von: Nicci Trallafitti Datum : 19.06.2016

https://trallafittibooks.wordpress.com/

(spoilerfrei)

Titel: Das Seehaus
Autor: Kate Morton
Seiten: Hardcover, 601
Preis: HC 22,99€; ebook: 18,99€
ISBN: 978-3-453-29137-9
Verlag: Diana

Mein Weg zu dem Buch:
Das Buch wurde mir im Bloggerportal vorgeschlagen. Auch war für mich direkt klar, dass ich es unbedingt lesen möchte, da ich ein großer Fan von Kate Mortons Bücher bin. Mein Favorit war bisher „Der verborgene Garten“… bisher.

Erster Satz:
Es regnete heftig, und der Saum ihres Kleides war schlammverschmiert.

Klappentext:
Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft
Cornwall 1933: Die junge Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie entgegen. Noch ahnt niemand, dass die Ereignisse dieser Nacht die Familie auseinanderreißen werden.
Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Und sie erfährt, dass damals ein Kind verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Zum Autor:
KATE MORTON, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane »Das geheime Spiel« (2007), »Der verborgene Garten« (2009), »Die fernen Stunden« (2010) und »Die verlorenen Spuren« (2013) verkauften sich weltweit in 32 Sprachen und 38 Ländern insgesamt über sieben Millionen Mal. Auch in Deutschland eroberte sie ein Millionenpublikum, alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Brisbane, Australien.
Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Kate-Morton/p164570.rhd

Meinung:
Die Optik des Buches fand ich sehr ansprechend und für Kate Morton typisch schön und gleichzeitig mysteriös. Das abgebildete Anwesen lädt dazu ein, seine Geschichte zu erkunden.
Dadurch, dass ich alle Bücher von ihr gelesen habe, war ich sehr neugierig auf „Das Seehaus“ und erwartete eine spannende, verworrene, historische Familiengeschichte. Dies wurde sogar übertroffen. Kate Morton schafft es durch ihren wahnsinnig tollen Schreibstil von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und völlig mitzureißen. Das Buch ist, wie ich irgendwo im Internet las und definitiv bestätigen kann, ein richtiger Pageturner. Ein unfassbar facettenreicher Familienroman mit Krimicharakter. Es gab viele Handlungsstränge die zwischendurch, aber vor allem am Ende, zusammenliefen, als sich endlich alles aufklärte. Ich konnte das Buch, nicht zuletzt wegen der vielen zeitlichen sowie personenbezogenen Erzählweisen-Sprünge, die mich sehr neugierig stimmten und teilweise „mitten drin“ wechselten, kaum aus der Hand legen. Teilweise musste ich zurückblättern, um zu wissen, um wen und vor allem um welche Zeit es sich in dem jeweiligen Kapitel handelt.
Die Protagonisten waren allesamt interessant auf ihre eigene Art und Weise. Sympathien und Antipathien wechselten von Gegebenheit zu Gegebenheit, ich konnte erst zum Schluss reflektieren, wen ich letztendlich mochte und wen nicht. Alice fand ich die ganze Zeit authentisch, ob als Kind, Jugendliche oder Erwachsene. Ihre Mutter Eleanor fand ich zunehmend sympathisch, da sie im Laufe der Geschichte ehrlicher und greifbarer wurde.
Auch Sadie empfand ich als sympathisch, vor allem aber als loyal und ehrgeizig.
Die von Morton erschaffenen Handlungsorte liefen bildlich in meinem Kopf ab, ich wäre gerne mit Alice durch den Garten und die Wälder gelaufen.
Das Ende hatte dann noch einige Überraschungen auf Lager, was insgesamt sehr passend und angenehm war.

Zitate:
„So war das Leben. Türen öffneten und schlossen sich, während man blind hindurchstolperte.“

„Die Liebe machte die Menschen gesetzlos, sie verlieh Flügel und hob Grenzen auf. Sie machte sie sorglos.“

Fazit:
Ich kann mit gutem Gewissen eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Wer gerne historische Familienromane liest, die sehr spannend, aber auch verworren und mysteriös sind, MUSS dieses Buch lesen! Es hat mich von der ersten Seite an völlig in seinen Bann gezogen und hinterlässt eine Sehnsucht nach magischen Orten, verfallenen Häusern mit interessanten Geschichten, aber vor allem nach einem weiteren Kate Morton Buch.
Ich gebe „Das Seehaus“ insgesamt 5/5 Federn.

Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dieses Haus & seine Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen - spannend bis zur letzten Seite

Von: Lagoona aus Hamburg Datum : 19.06.2016

https://lagoonadelmar.wordpress.com/2016/06/19/das-seehaus-von-kate-morton/

Das Seehaus von Kate Morton

"Das Seehaus" war für mich eine ganz persönliche Herausforderung. Auf der Buchmesse in Leipzig durfte ich eine Lesung von Kate Morton zu diesem Buch besuchen. Bis dahin hatte ich noch gar nichts von der Autorin gehört. Sie war mir jedoch gleich auf Anhieb sympathisch und machte mich neugierig. Kate Morton schwärmte von der Landschaft in Cornwall und erzählte, dass sie sehr gerne ihre Geschichten dort spielen lässt. Alle redeten über Kate Morton und "Das Seehaus" und ich gebe zu, ich wollte auch endlich wissen, was dahintersteckt. Wenn es so einen Hype um ein Buch gibt, dann muss ja irgendetwas dran sein.

Ich entschloss mich also, auch einen Blick in "Das Seehaus" zu riskieren. "Das Seehaus" umfasst übrigens 608 Seiten und ist im Diana Verlag erschienen.

608 Seiten sind schon ein ganz schöner Wälzer. Ich hatte anfangs tatsächlich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, und habe mich nun einige Wochen durch das Buch "gekämpft". Es gibt viele Zeitsprünge und sehr viele Personen, die wichtig sind, um alle Puzzleteile zusammenzusetzen.
Ich musste zwischendrin immer wieder Lesepausen machen und kam anfangs nur sehr langsam voran.

Im Endeffekt bin ich sehr froh, durchgehalten zu haben, und jetzt kann ich sagen, ich verstehe nun, warum "Das Seehaus" in aller Munde ist.

Worum geht es?

Die Geschichte spielt im Jahre 1933 in Cornwall, in England auf einem wundervollen Anwesen der Familie Edevane. Eine Vorzeige-Familie mit drei Töchtern, einem Sohn und unzähligen Bediensteten. Die Familie veranstaltet jährlich ein riesiges Sommerfest, auf welches sich wirklich jeder freut. So auch im Jahre 1933, nichtsahnend, dass jene Nacht alles verändern und eine tief anhaltende Trauer im Hause Edevane hinterlassen wird.

Die zweite Zeitschiene spielt im Jahre 2003, ganze 70 Jahre später. Eine junge Polizistin nimmt sich des ungeklärten Vorfalls von damals an und möchte nicht aufgeben, ehe sie alle Irrungen und Wirrungen gelöst hat. Doch diese Aufgabe sollte eine der schwersten werden, die sich sich je erträumt hat.

Was ist wirklich passiert? Kann die Familientragödie tatsächlich nach so vielen Jahrzenten aufgeklärt werden? Was haben die Polizisten damals übersehen?
Wer ist alles in den Fall verwickelt gewesen? Wer Opfer? Wer Täter?

Fragen über Fragen....


Mein Fazit:

Manchmal zahlen sich ein langer Atem & Durchhaltevermögen doch aus. Ich bin sehr froh, dass ich nicht aufgegeben habe und "Das Seehaus", wenn auch in langsamen Schritten, dennoch bis zum Ende gelesen zu haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden und einen Überblick über die Zeitschienen und die einzelnen Personen zu behalten, muss ich sagen: Dieses Buch ist tatsächlich ein Meisterwerk. Mir stockte mehr als einmal der Atem und manchmal war ich den Tränen nahe, so tief ging diese Geschichte unter die Haut. Wozu Menschen in Extremsituationen
im Stande sind, kann man sich vermutlich oft gar nicht wirklich vorstellen.
"Das Seehaus" war spannend bis zur letzten Seite und
ich bin mir sicher, dies wird nicht mein letztes Buch von Kate Morton gewesen sein.

Ich gebe gerne 5 Sterne für dieses tolle Buch

Das Seehaus hat mich in seinen Bann gezogen - spannend bis zur letzten Seite,

Von: Lagoona, Datum : 19.06.2016

https://lagoonadelmar.wordpress.com/

Das Seehaus von Kate Morton

"Das Seehaus" war für mich eine ganz persönliche Herausforderung.
Auf der Buchmesse in Leipzig durfte ich eine Lesung von Kate Morton
zu diesem Buch besuchen. Bis dahin hatte ich noch gar nichts von der Autorin gehört.
Sie war mir jedoch gleich auf Anhieb sympathisch und machte mich neugierig.
Kate Morton schwärmte von der Landschaft in Cornwall und erzählte, dass sie sehr gerne
ihre Geschichten dort spielen lässt. Alle redeten über Kate Morton und "Das Seehaus" und
ich gebe zu, ich wollte auch endlich wissen, was dahinter steckt.
Wenn es so einen Hype um ein Buch gibt, dann muss ja irgendetwas dran sein.

Ich entschloss mich also auch einen Blick in "Das Seehaus" zu riskieren.
"Das Seehaus" umfasst übrigens 608 Seiten und ist im Diana Verlag erschienen.

608 Seiten sind schon ein ganz schöner Wälzer. Ich hatte anfangs tatsächlich große
Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden und habe mich nun einige Wochen
durch das Buch "gekämpft". Es gibt viele Zeitsprünge und sehr viele Personen,
die wichtig sind um alle Puzzleteile zusammenzusetzen.
Ich musste zwischendrin immer wieder Lesepausen machen und kam anfangs nur sehr
langsam voran.

Im Endeffekt bin ich sehr froh durchgehalten zu haben und jetzt kann ich sagen,
ich verstehe nun, warum " Das Seehaus" in aller Munde ist.

Worum geht es?

Die Geschichte spielt im Jahre 1933 in Cornwall, in England auf einem wundervollen Anwesen
der Familie Edevane. Eine Vorzeige-Familie mit drei Töchtern, einem Sohn und unzähligen Bediensteten.
Die Familie veranstaltet jährlich ein riesiges Sommerfest, auf welches sich wirklich jeder freut.
So auch im Jahre 1933, nichtsahnend, dass jene Nacht alles verändern und eine tief anhaltende
Trauer im Hause Edevane hinterlassen wird.

Die zweite Zeitschiene spielt im Jahre 2003, ganze 70 Jahre später.
Eine junge Polizistin nimmt sich dem ungeklärten Vorfall von damals an und möchte nicht aufgeben,
ehe sie alle Irrungen und Wirrungen gelöst hat. Doch diese Aufgabe sollte ein der schwersten werden,
die sich sich je erträumt hat.

Was ist wirklich passiert?
Kann die Familientragödie tatsächlich nach so vielen Jahrzenten aufgeklärt werden?
Was haben die Polizisten damals übersehen?
Wer ist alles in den Fall verwickelt gewesen?
Wer Opfer? Wer Täter?

Fragen über Fragen....


Mein Fazit:

Manchmal zahlt sich ein langer Atemzug & Durchhaltevermögen doch aus.
Ich bin sehr froh, dass ich nicht aufgegeben habe und "Das Seehaus" wenn auch in langsamen
Schritten aber dennoch bis zum Ende gelesen zu haben.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden und einen Überblick über
die Zeitschienen und die einzelnen Personen zu behalten, muss ich sagen:
Dieses Buch ist tatsächlich ein Meisterwerk.
Mir stockte mehr als einmal der Atem und manchmal war ich den Tränen nahe,
so tief ging diese Geschichte unter die Haut. Wozu Menschen in Extremsituationen
im Stande sind, kann man sich vermutlich oft gar nicht wirklich vorstellen.
"Das Seehaus" war spannend bis zur letzten Seite und
ich bin mir sicher, dies wird nicht mein letztes Buch von Kate Morton gewesen sein.

Ich gebe gerne 5 Sterne für dieses tolle Buch
,

Wunderbarer Roman - bis zu den letzten Seiten

Von: FrauWolkenweiss Datum : 14.06.2016

Nach einem scheinbar friedlichen Sommerfest im Jahre 1933 ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos vom Familienanwesen der Edevanes, seine Leiche wird nie gefunden. Nur die 16-jährige Schwester Alice hat einen schrecklichen Verdacht, den sie ihr ganzes Leben mit sich trägt. Bis knapp 70 Jahre später die junge Polizistin Sadie auf diesen Fall aufmerksam wird und er sie nicht mehr loszulassen scheint. Eine Reise auf der Suche nach der Wahrheit beginnt und ändert das Leben aller Beteiligten für immer.

„Das Seehaus“ von Kate Morton ist das neuste Buch der bekannten englischen Autorin, die mich schon so einige Mal in ihre düsteren, spannenden und eindrucksvollen Familiengeschichten eintauchen ließ. Auch mit diesem Buch wird sie sich selber wieder zu 100% gerecht, denn es steht seinen Vorgängern in nichts nach und ließ mich Seite um Seite gespannt mit den Charakteren des Buchs mitfiebern, bangen und rätseln, was hinter dem großen Familiengeheimnis der Edevanes steckt. Dabei beginnt das Buch relativ friedlich und ruhig. Schon fast zu ruhig für meinen Geschmack, denn ich brauchte erst ein wenig, um in das Buch hinein zu finden. Doch sobald die beiden zeitlichen Stränge – einmal 1933 und einmal 2003 zusammenfinden – kommt man schon fast nicht mehr von dem Buch los. Immer weiter verstrickt man sich in die Geschichte und möchte am liebsten selbst dabei sein, wenn Polizistin Sadie das alte, verlassene Haus am See entdeckt und ihr dabei helfen, den verstaubten Zimmern ihre Geheimnisse zu entlocken. Die Charaktere waren mir zwar nicht immer sympathisch, aber ich konnte viele Eigenarten gut nachvollziehen und fand, dass diese dem Charakter jeweils die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit verliehen haben, die es für diesen Roman gebraucht hat. Auch so mancher Nebencharakter glänzte nicht nur durch gutes Aussehen, sondern wurde auch interessant gezeichnet, sodass er sich nicht hinter den Hauptcharakteren verstecken zu brauchte. Auch wenn ich mich normalerweise nicht für historische Romane begeistern kann, die den Ersten oder Zweiten Weltkrieg thematisieren, wurden hier etwas andere Aspekte beleuchtet, die mir eine bisher noch nicht bekannte Sichtweise der psychischen Folgen schilderten.

„So war das Leben. Türen öffneten und schlossen sich, während man blind hindurchstolperte.“ (S. 90)

Maßlos enttäuscht wurde ich nur durch das Ende bzw. die letzten paar Seiten, die mich das Buch erst mal etwas sauer zuschlagen ließen. Normalerweise schreibe ich in meinen Rezensionen eher selten etwas zum Ende. Aber hier muss ich einfach erwähnen, dass das Ende einfach absolut unnötig war und dem Buch meiner Ansicht nach eher geschadet als geholfen hat. Manchmal sollte man sich einfach die erzeugte Authentizität bewahren und nicht das Schicksal herausfordern! Schade, denn das war einfach unnötig.

Fazit

„Das Seehaus“ ist ein Roman ganz nach meinem Geschmack. Eine alte, geheimnisvolle und spannende Familiengeschichte mit Intrigen und interessanten Wendungen. Als Leser folgt man abwechselnd den Geschehnissen von 1933 und 2003 und erlebt mit, wie sich ein 70 Jahre altes Geheimnis, Missverständnisse und ein aktueller Kriminalfall nach und nach auflösen. Einzig das Ende hat mir persönlich nicht gefallen und dem Buch einiges an Glaubwürdigkeit wieder genommen.

Ein fesselndes Familiendrama - Spannung bis zum Schluss

Von: Katja_Seitensegler Datum : 09.06.2016

seitensegler.de/

Dies war mein erster Roman von Kate Morton und ich muss sagen, ich bin wirklich positiv überrascht. Kate Morton hat einen so angenehmen und sinnlichen Schreibstil. Man kann während dem Lesen fast schon das Seehaus auf Loeanneth sehen, das Gras des riesigen Anwesens unter den Füßen spüren und die Stimmen der Bewohner hören. Ich finde das Cover passt einfach perfekt zu diesem Buch und seinem Inhalt. Auch die Charaktere liebevoll ausgearbeitet.

Die Geschichte spielt in unterschiedlichen Zeiten. So wird der Leser in die Jahre 1911 und 1933 mitgenommen und kann aus der Sicht der Protagonisten Alice und ihrer Mutter Eleonor die Geschehnisse des Familiendramas miterleben. 2003 stößt Sadie Sparrow dann auf das Seehaus und den alten, ungelösten Fall und lässt einen an ihren privaten Ermittlungen teilhaben. Ehrlich gesagt hatte ich die Befürchtung aufgrund der Zeitsprünge und Wechsel der Perspektiven etwas durcheinander zu kommen. Das war aber absolut nicht der Fall. Ich konnte mich problemlos auf alle Charaktere und Zeiten einstellen. Dies liegt nicht zuletzt am Geschick der Autorin!

Die Geschichte hat mich wirklich abgeholt und mitgenommen! Sie hat auch zu keiner Zeit an Spannung verloren, da immer wieder fehlende Puzzleteile zur Lösung des Falles um das Verschwinden des kleinen Theo Edevane gefunden wurden. Ebenso wurden des öfteren bestehende Theorien als falsch enttarnt und nach neuen Ansätzen gesucht. Gerade zum Ende der Geschichte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war so schön und spannend zu verfolgen wie Sadie und „ihr Team“ (Ich nenne es Team um niemandem die Überraschung zu nehmen!) des Rätsels Lösung immer näher kamen und das Ende war auch absolut nach meinem Geschmack. Es bleibt wirklich keine Frage mehr offen und ich konnte das Buch nach der letzten Seite einfach entspannt zuschlagen.

Fazit: Mich hat die Geschichte wirklich gut unterhalten und ich kann sie jedem, der auf der Suche nach einem spannenden Familiendrama ist nur empfehlen.

Nicht so gut wie die Vorgänger

Von: Buchherz Datum : 06.06.2016

https://buchherz.wordpress.com

Im Jahr 1933 in Cornwall fiebert die sechzehnjährige Alice Edevane dem riesigen und prachtvollen Mittsommernachtsfest entgegen. Alice lebt mit ihrer Familie zusammen auf einem herrschaftlichen Landgut mitten im Grünen an einem wunderschönen See. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, um die Sommersaison gebührend abzuschließen. Niemand der Anwesenden ahnt, dass sich in dieser Nacht ein schreckliches Unglück ereignen wird. Das Ereignis wird noch jahrzehntelange Schatten werfen und das bisher glückliche Leben der Familie für ewig verändern.

Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie in ihrem Urlaub auf das verfallene Haus an einem See. Ihre Neugier ist geweckt und Sadie beginnt zu dem Verschwinden eines Jungen zu ermitteln. Immer mehr und mehr erfährt sie über die Vergangenheit der Familie Edevane zu erfahren, über eine verbotene Liebe und eine große Schuld.

Meine Meinung:

Das Seehaus von Kate Morton ist ein Familienroman über ein dunkles und bisher ungeklärtes Geheimnis in der Vergangenheit. Nach einer dreijährigen Pause hat Kate Morton endlich wieder einen Roman veröffentlicht. In ihrem herausragenden leichten und bildhaften Schreibstil schafft es die Autorin erneut, den Leser in die blühende und romantische Geschichte ihres fünften Romans zu ziehen. Die Handlung spielt abwechselnd in der Vergangenheit, wo Alice das Geschehen erlebt oder in der Gegenwart, in welcher Sadie zum Verschwinden des Jungen ermittelt. Dadurch lernt der Leser beide Hauptcharaktere sehr gut kennen.

Die Charaktere sind realistisch und detailliert ausgearbeitet. Sowohl Sadie, als auch Alice haben ihre Stärken und Schwächen, wodurch der Leser sich leicht in sie hineinversetzen kann. Sadie ist zielstrebig, hartnäckig und möchte anderen unbedingt helfen und Alice stellt die Menschen gerne auf die Probe, ist schlagfertig und keine einfache Persönlichkeit. Beide Charaktere vereint ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit.

Die Geschichte ist eigentlich unglaublich spannend und ich liebe es, wenn in Büchern Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt werden, aber trotzdem hat mich Das Seehaus nicht gefesselt oder gepackt. Die Handlung plätschert leicht vor sich hin und es fehlt ein Spannungsaufbau. Dazu wurden viele Antworten in einem Kapitel entweder in der Gegenwart durch Sadie oder der Vergangenheit durch Alice aufgedeckt und dann im nächsten Kapitel erneut wiederholt durch die jeweils andere Person. Dadurch wurde der Handlung stark an Spannung genommen.

Die Aufdeckung des Geheimnisses am Ende war dann endlich spannend sowie unglaublich fesselnd und kam für mich völlig unerwartet.

Fazit:

Das Seehaus von Kate Morton ist ein Familienroman über ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit, dass durch wechselnde Perspektiven aus der Vergangenheit und der Gegenwart aufgedeckt wird. Der Schreibstil ist herausragend sowie bildhaft und die Charaktere sind wundervoll realistisch ausgearbeitet. Jedoch plätschert die Handlung dahin, bis das überraschende Ende endlich Spannung bietet. Das Buch ist nicht so fesselnd wie Der verborgene Garten, welches für mich das beste Buch von Kate Morton bleibt.

Gut, aber nur etwas für anspruchsvolle Leser mit gutem Durchhaltevermögen!

Von: Lauer Datum : 05.06.2016

www.universum-of-books.de/

Ich habe vor kurzem bereits einen Roman gelesen, der auf 2 Zeitschienen basierte und hatte mir gezielt noch einen weiteren ausgesucht.

In diesem Buch erleben wir die Welt einmal um 1900 und um 2000.
Ehrlich gesagt fand ich es anfangs ein wenig schwierig dem Buch zu folgen, aber der gute Schreibstiel (auch wenn er meist ausschweifend ist) führt einen zuverlässig durch alle Handlungsstränge, in denen wir die wichtigen Personen kennen- und verstehen lernen.

Heute: Als Polizistin kann Sadie natürlich nicht von geheimnissen lassen, besonders wenn sie ein altes verlassenes Herrenhaus gepackt sind, das von heute auf Morgen verlassen wurde, obwohl sie eigentlich wegen beruflicher Schwierigkeiten eine Auszeit nehmen und genießen soll.
Nachforschungen bringen ans Licht, das dort ein kleiner Junge spurlos verschwunden ist und seine Familie auf diesen schweren Verlust hin alles zurück ließ. Sadie kann einfach nicht anders, ihre Neugier ist geweckt!

Damals: Hier dreht sich alles um Alice, bzw., die Geschichte um das Verschwinden ihres kleinen Bruders und welche Auswirkungen es auf die gesamte Familie hat. Wenn Sadie ihre Nachforschungen gute 80 Jahre später wieder aufnimmt, ist sie bereist 86 als, erfolgreiche Krimiautorin und war niemals wieder in dieses alte Seehaus zurückgekehrt.

Die Figuren werden anschaulich mit viel Aussagekraft beschrieben und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen, auch wenn ich persönlich manche Dinge ein bisschen zu schwülstig fand. Interessant ist auch, das die Autorin sich Mühe dabei gegeben hat, in beiden parallelen Ereignisse ähnlich ablaufen zu lassen. Sowas kann passieren, wenn auch selten und ist interessant zu verfolgen.

Einiges erahnt man schon, aber während die Ereignisse Stück für Stück entwirrt werden, bekommt man einen guten Nachvollziehbaren Eindruck von allem was passiert ist und auch die „falschen Fährten“ lösen sich schließlich in Wohlgefallen auf.

Fans von Krimis und oder Detektivromanen haben sicher Spaß mit diesem Buch.
Ich würde es auch nur Leuten empfehlen, die sich gern anspruchsvolleren Büchern widmen!

Danke an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! Es kommt zwar nicht in die Spalte meiner Lieblingsbücher, aber ich bin dennoch froh es gelesen zu haben!

Das Seehaus

Von: Bette Davis left the Bookshop Datum : 25.05.2016

https://bettebookshop.wordpress.com

Polizistin Sadie Sparrow hat sich aufgrund beruflicher Schwierigkeiten Urlaub verordnet und fährt zu ihrem Großvater Bertie, der nach dem Tod seiner Frau nach Cornwall gezogen ist. Auf einer ihrem täglichen Joggingläufe führen die Hunden sie zu einem verwilderten Garten. An einem See steht dort ein verwunschenes Herrenhaus. Ein Blick durch die verschmutzten Fenster zeigt, dass es im Dornröschenschlaf liegt. Offensichtlich wurde es samt Einrichtung vor Jahrzehnten verlassen und nie mehr betreten. Sadie ist fasziniert und informiert sich über die Geschichte des Anwesens Loeanneth. Dabei erfährt sie, dass der kleine Sohn der Familie Edevane auf mysteriöse Weise während eines Mitsommerfests in den Dreißiger Jahren verschwand und sein Schicksal nie aufgeklärt werden konnte. Doch wozu ist Sadie Polizistin?

Mittlerweile existieren viele Romane, in denen irgendjemand einem lang zurückliegenden Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Mal mehr, mal weniger gekonnt werden Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. Kate Morton gehört jedoch mit Sicherheit zu denen, die es darin zu einer gewissen Meisterschaft gebracht haben.

Mortons Schreibstil ist wie Sekt. Süffig und sinnlich. Die Sätze fließen dahin, lassen sich leicht konsumieren, man möchte immer mehr davon. Menschen, ihre Gefühle und Beziehungen werden einfühlsam und nachvollziehbar geschildert. Loeanneth scheint zum Greifen nah. Sein Licht, die Natur, seine Düfte und Geräusche werden vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig. Doch leider teilt die Autorin obendrein immer wieder Baiser aus, so dass die Geschichte und Sätze teilweise vor Gefühlsduseligkeit kleben. Auch das Hohelied der Mutterschaft wird etwas zu vehement gesungen. Ungeachtet dessen, dass Mutterliebe selbstverständlich eine starke Kraft sein kann, muss das aber nicht bei so gut wie jeder Figur thematisiert und dem Leser ständig um die Ohren gehauen werden.

Einerseits werden die gegenwärtigen wie auch vergangenen Handlungsstränge und die zahlreichen Erzählperspektiven geschickt verwebt. Es gibt raffiniert-platzierte Hinweise und falsche Fährten, die gefallen und mitunter total überraschen. Die Erzähler enthüllen verschiedene Aspekte der Geschichte. Schicht um Schicht wird das tatsächliche Geschehen freigelegt.
Andererseits kündigt sich manches schon von weitem an (z.B. um wen es sich beim Absender des Briefes handeln könnte, den Sadie ungeöffnet zurückschickt) und dass so gut wie jede Figur noch ein eigenes Geheimnis hat, wirkt auf Dauer ermüdend. Kate Mortons Hang wirklich jeden Faden zu verweben, ist für den Gesamteindruck der Geschichte ebenfalls von Nachteil. Leser sind bereit, einiges hinzunehmen und über manches hinwegzusehen, wenn sie Figuren und Handlung mögen. Doch wenn sich die Teile allzu perfekt zusammenfügen und die Happy-Ends kaum mehr zu zählen sind, mindert das die Glaubwürdigkeit der Geschichte/n enorm. Und wenn dem großen Geheimnis am Schluss noch die schwere und absolut unnötige Krone aufgesetzt wird, wird der Bogen so sehr überspannt, dass er schließlich reißt. Die Illusion einer lebensnahen Geschichte zerplatzt endgültig.

Das Seehaus ist wie ein Schaumbad. Es vermittelt wohlige Wärme, Entspannung und es umhüllt alle Sinne. Duftige Luftberge türmen sich auf, Seifenblasen platzen, neue entstehen. Die Zeit fliegt nur so dahin. Doch zum Ende hin entwickelt sich zu viel Schaum, der süßliche Duft nervt und das Wasser wird kalt, so dass man lieber aussteigt.

Insgesamt ist Kate Mortons aktueller Roman zwar nicht ihre überzeugendste Arbeit, unterhält aber über weite Teile auf höchstem Niveau und schlägt damit andere Werke des Genres immer noch um Längen.

Nicht so begeistert wie sonst

Von: Beate Senft Datum : 18.05.2016

lord-byrons-buchladen.blogspot.de

Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld … (Quelle: Amazon)

Ein neues Buch von Kate Morton. Kann es etwas schöneres geben? Ich bin seit ihrem ersten Buch ein großer Fan der Autorin und als ich das Buch auch noch über das Bloggerportal bekam, war mein Glück perfekt. Vielen Dank dafür.

Ich konnte es kaum erwarten in die Geschichte einzutauchen und über das Leben von Alice Edevane zu lesen. Die ersten Seiten flogen nur so dahin und dann geschah etwas schreckliches: Ich fand keinen richtigen Zugang zu der Geschichte. Ich vermute, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für mich und dieses Buch war und es tut mir so leid, dass es mich nicht fesseln konnte, obwohl die Geschichte sehr interessant war. Das Schlimme ist, dass ich nicht mal wirklich weiß, woran es lag.

Wie immer in den Büchern von Kate Morton gibt es 2 Zeitebenen. Einmal das Jahr 1933, in dem eine Tragödie geschah und einmal in der Gegenwart um die Polizistin Sadie, die von dem Unglück erfährt und zu ermitteln beginnt. Eigentlich genau das, was ich so sehr liebe. Aber mich konnte dieses mal weder die Atmosphäre verzaubern, noch die Charaktere begeistern und das ärgert mich maßlos. Die Geschichte ist ganz interessant und zeitweise auch spannend, aber nicht so fesselnd wie sonst.

Da ich mir ganz sicher bin, dass es an mir und nicht an dem Buch liegt, vergebe ich jetzt erst mal 3 von 5 Punkten und werde die Geschichte in einiger Zeit noch einmal lesen und falls sich dann meine Meinung geändert hat, werde ich die Bewertung korrigieren. Ich hoffe nur, dass es an dem Stress lag, den ich zu der Zeit hatte. Drückt mir bitte die Daumen, denn es wäre wirklich traurig, wenn mich die Bücher der Autorin nicht mehr so begeistern könnten.

© Beate Senft

Das Seehaus

Von: Tanja Luedeke aus Lügde Datum : 16.05.2016

Kate Morton hat wieder mal ein tolles Buch geschrieben, musste es an einem Tag lesen. Ich hoffe das nächste Buch lässt nicht zu lange auf sich warten.

Das geheimnisvolle Haus am See

Von: Kerstin Thieme Datum : 11.05.2016

www.kerstins-reich.de/buecherreich/

In der Mittsommernacht des Jahres 1933 verschwindet ein kleiner Junge spurlos vom Landsitz der Edevanes in Cornwall. Auch eine monatelange, intensive Suche bringt keine neuen Erkenntnisse. Die Familie zerbricht fast daran und kehrt dem Seehaus den Rücken.

Etwas siebzig Jahre später stößt die junge Polizistin Sadie während eines erzwungenen Urlaubs bei ihrem Großvater in Cornwall auf das verwunschene Haus. Alles wirkt, als wäre es Hals über Kopf verlassen worden. Schnell kommt sie auch hinter die Geschichte des Hauses und das ungelöste Verbrechen lässt ihr schon bald keine Ruhe mehr.

Meine Meinung:

Da ich Familiendramen, die auch noch auf verschiedenen Zeitebenen spielen, gern mag, war ich sehr gespannt auf „Das Seehaus“, meinen ersten Roman von Kate Morton. Das Cover deutet auf eine etwas schwülstige Liebesgeschichte, jedoch handelt es sich eher um einen äußert verzwickten Krimi. Alle Fans von Detektivromanen sollten hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

Die Autorin versteht es ganz ausgezeichnet im Wechsel der Perspektiven zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer nur winzige Teile eines großen Puzzles offenzulegen, sodass der Leser zum ständigen Mitraten animiert wird. Auch führt sie ihn auf immer neue Spuren, die das bisher Geglaubte wieder abwegig erscheinen lassen. So wird eine enorme Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss des immerhin über 600 Seiten starken Wälzers nicht nachlässt.

Die Figuren sind alle sehr interessant und vielschichtig und es wird sich auch eine Menge Zeit genommen, diese zu charakterisieren. Das gilt auch für diverse Beschreibungen der Umgebung und Natur. Zwar hat man durch den bildhaften und blumigen Schreibstil alles sehr deutlich vor Augen, es führt allerdings auch zu einigen Längen. Auf den Erzählstrang zu Eleanores Mutter zum Beispiel hätte ich komplett verzichten können. So kam dann auch der Lesefluss immer wieder etwas ins Stocken und ich habe verhältnismäßig lange für das Buch gebraucht.

Besonders gelungen fand ich, dass den Geschehnissen in der Vergangenheit ähnliche Ereignisse in der Gegenwart gegenübergestellt waren. Das Happy End mag einigen zu happy und arg konstruiert vorkommen, da hier schon der Kollege „Zufall“ eine enorme Rolle spielt, oder sollte man es Schicksal nennen? Ich mag es ab und zu, wenn zum Schluss alle Puzzleteile an die richtige Stelle fallen und keine Fragen offen bleiben, weswegen ich das Ende nicht sehr negativ sehe.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, es war ein spannendes Rätsel, was es gemeinsam mit allen Beteiligten zu lösen galt und Liebhaber geheimnisumwitterter Familienromane werden sicher ihre Freude an dem Buch haben. Diesen möchte ich es vor allem ans Herz legen und vergebe gute 4 von 5 Sternen.

Lesenswert

Von: Nicole Plath Datum : 10.05.2016

www.nicole-plath.de

Alte Landhäuser können viel erzählen. So auch der Landsitz der Familie Edevane. Einmal jährlich findet dort ein Mittsommernachtsfest statt. Eines der Highlights des Jahres, zu dem das Haus, der Garten und auch der See festlich herausgeputzt werden. Alice Edevane ist 1933 sechzehn Jahre alt und hat ihr Berufsziel klar vor Augen: Sie möchte Schriftstellerin werden. Als in diesem Jahr irgendwann während des Mittsommernachtsfestes ihr kleiner Bruder verschwindet, ändert sich alles.

Ihre Mutter Eleanor lernt 1911 ihren zukünftigen Mann Anthony Edevane kennen und lieben. Es ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Anthony möchte Arzt werden, und so leben die beiden Verliebten erst einmal in einer kleinen Wohnung in London. Das Schicksal verschlägt sie später nach Loeanneth, zum Seehaus. Doch mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges wird sich auch für die Familie Edevane alles ändern. Die beiden haben neben Alice noch zwei weitere Töchter und bekommen später noch einen Sohn.

2003 entdeckt die Polizistin Sadie das verlassene Seehaus. Es sieht so aus, als sei das Haus von einem Tag auf den anderen verlassen worden. Durch die Fenster kann Sadie erkennen, dass auch die komplette Einrichtung noch vorhanden ist. Als sie schließlich von der Geschichte des verschwundenen Sohnes der Familie Edevane erfährt, beginnt sie nachzuforschen, was vor 70 Jahren dort im Seehaus geschehen ist. Sie nimmt Kontakt zu Alice Edevane, der Hausbesitzerin, auf. Alice ist mittlerweile eine berühmte Schriftstellerin geworden und anfangs überhaupt nicht begeistert, dass Sadie nach so langer Zeit herausfinden möchte, was damals geschah.

Die Zeitsprünge zu Beginn des Buches haben mich zunächst verwirrt. Zu Beginn lernt man Alice im Jahr 1933 kennen. Anschließend landet der Leser im Jahr 1911. Dort ist Eleonor, Alices Mutter, eine junge Frau, und der Leser erfährt, wie Eleonor ihrer großen Liebe begegnet. Später im Laufe der Geschichte habe ich dann diese Zeitsprünge verstanden. Denn Stück für Stück lernt man die wichtigen Personen kennen und erfährt, dass Eleonor nicht immer nur die strenge Frau war, wie Alice sie kennt. Auch Eleonor war wie Alice in ihrer Jugend eine junge Frau mit Wünschen und Vorstellungen über ihr zukünftiges Leben. Doch das Leben hatte andere Pläne, und so wurde Eleonor zu jener strengen Frau, die Alice und ihre Geschwister kennen.

Seite um Seite löst sich das Rätsel um das Verschwinden des kleinen Theo, und oft sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen. Die Geschichte nimmt viele Drehungen und Wendungen, so dass man während des Lesens nicht schon nach ein paar Seiten weiß, welches Schicksal Theo erleiden musste. Dadurch bleibt der Spannungsbogen straff und der Leser am Buch. Jedoch ist das Ende der Geschichte, meiner persönlichen Meinung nach, etwas zu… – Hier muss ich enden, da dieser eine Kritik-Punkt ein zu großer Spoiler wäre, denn es betrifft die Auflösung und die möchte ich natürlich nicht verraten.

Ein einsames Haus und ein Geheimnis

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 10.05.2016

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Und Tschüss ich muss nach Cornwell...ich kann künftig leider keine Bücher mehr rezensieren, ich ziehe um xD
Ich muss sagen, dass war mein erster Kate Morton. Meine Mutter konnte mich vorher nicht überzeugen einen zu lesen. Meine Mom war schon Fan von ihr, aber da ich auch Lucinda Riley gut fand, dachte ich mir, probiere ich es mal.
Und dann gleich einen Wälzer von 600...da hatte ich mir ja was vorgenommen. Aber ich muss sagen, wenn das Buch in Fahrt kommt, was leider etwas am Anfang dauerte, ist es ein wahrer Page-Turner.
Abzug bekommt das Buch lediglich, weil mir persönlich zu viel gesprungen wird...mal 1933, 2003,1914,1911,1941...das war mir etwas zu viel und das Ende war auch nicht so meins.
Aber der Rest inklusive das Familiengeheimnis und die Charaktere und die Storyline war einfach nur super! Es ist immer schwierig nicht zu viel zu verraten, obwohl man es gerne würde. Aber die Autorin macht aus einer unscheinbarer Story, eine wirklich komplexe Storyline. Davor echt Hut ab!
Und der tolle Schreibstil lässt mich richtig fernweh bekommen und ich möchte jetzt auch nach Cornwell...vielleicht entdecke ich ja auch ein verlassenes Haus mit einem Geheimnis *g*

Fazit
4/5
Das Ende war nicht so meins, dann die ganzen Zeitsprünge waren mir manchmal zu viel und der schwere Einstieg gibt 1 Punkt Abzug, ABER der Rest war wirklich perfekt und im Vergleich zum Rest sind diese Kleinigkeiten eher persönlich und nicht der Autorin zu verschulden. Wer Geheimnisse, Zeitsprünge und Spannung mag, der ist hier absolut richtig.

ein sehr guter, faszinierender historischer Roman

Von: Manja Datum : 09.05.2016

www.manjasbuchregal.de

Meine Meinung
Mit „Das Seehaus“ von Kate Morton habe ich, nach einiger Zeit, mal wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Für mich war dies auch das erste Buch der Autorin überhaupt. Angesprochen wurde ich hier vom sehr ansprechend klingenden Klappentext und so habe ich mich neugierig zwischen die Buchdeckel begeben.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Zum einen ist es hier die 16-jährige Alice Edevane. Sie lebt in Cornwall im Jahr 1933. Alice freut sich auf das Mittsommernachtsfest auf dem Landgut ihrer Familie. Allerdings naht ihr und ihrer Familie ein großes Unheil.
Dann gibt es Sadie, die im Jahr 2003 auf ein verfallenes Haus trifft. Dieses liegt an einem See und sie ist auf Anhieb fasziniert davon. Dieses Haus aber verbirgt etwas vor Sadie, was deren Leben komplett verändert. Sadie ist Polizistin, allerdings steht sie kurz vor ihrer Suspendierung.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Zu Beginn war es leicht verwirrend, ich habe ein paar Seiten gebraucht um mich wirklich zurecht zu finden.
Es gibt hier verschiedene Erzählstränge. Man wechselt hier zwischen unterschiedlichen Jahren hin und her und hat stets eine andere Frau, die man begleitet. Insgesamt sind es 3 Zeiten und somit auch 3 Frauen von denen man hier erfährt wie ihre Geschichten sind. Man verliert hier aber nicht den Überblick, denn mit jedem neuen Kapitel wird man durch die Jahreszahl darauf eingestimmt wo man sich gerade befindet.
Die 3 Handlungsstränge werden von Kate Morton sehr geschickt erst nebeneinander geführt und dann sehr gut zueinander gebracht. Als Leser wird man immer wieder auf falsche Fährten gelockt und letztlich möchte man einfach wissen wie alles zusammenhängt.
Spannung ist hier genug vorhanden. Man sollte aber als Leser stetig am Ball bleiben, sonst verliert man vielleicht doch recht schnell den Überblick und kommt nicht mehr wirklich mit. Es gibt viele Personen und eben auch Details, die man nicht außer Acht lassen sollte. Ich persönlich war sehr fasziniert von der Idee rund um das Haus und seine Geschichte.

Das Ende hat mir an sich gut gefallen. Es wirkte schon ein wenig herbeigeführt, um nicht zu sagen gewollt. Es gibt hier sehr viele Zufälle, es wirkte alles zu konstruiert. Nichts desto trotz aber schließt es den Roman wirklich gut ab und macht ihn rund.

Fazit
Alles in Allem ist Kate Morton mit „Das Seehaus“ ein sehr guter historischer Roman gelungen.
Die gut beschriebenen Charaktere, der, nach einer gewissen Einlesezeit, doch flüssig Stil der Autorin und eine Handlung, die faszinierend und auch wirklich spannend gehalten ist, haben mir wirklich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!

richtig toller Roman in zwei Zeitsträngen um ein Familengeheimnis

Von: Nora von More than Words Datum : 05.05.2016

https://m.youtube.com/user/MissNokles

1933 verschwindet der kleine Theo - jüngster Sohn der Familie Edevane - auf dem großen Familienfest in deren Seehaus. Nach langer Suche gibt die Polizei verzweifelt auf und erklärt Theo als ermordet.
2003 findet die junge Polizisten Sadie Sparrow durch Zufall das verwahrloste Seehaus und ist sofort in dessen Bann gezogen. Nachdem eine Einheimische aus dem kleinen Dorf ihr die Geschichte des Familiensitzes erzählt, ist Sadie besessen darauf das Geheimnis des kleinen Theo der Familie Edevane aufzudecken und macht eine interessante Entdeckung.

Das Buch beinhaltet mehrer Elemente, die mich in Kombination einfach umgehauen haben: Kriminalfall, intelligente Ermittlerin, Familiengeheimnisse und historische Elemente. Dazu kommt das tolle Setting in Cornwall, was mich einfach nur sehr fasziniert hat. Die Charaktere wachsen einem sehr ans Herz und man erfährt abwechselnd mehrere Sichtweisen und Handlungsstränge der Familienmitglieder der Edevanes und Sadies und ihres Großvaters.
Kate Mortons Schreibstil hat mich einfach umgehauen und ich war sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Am Ende war ich fast traurig, mich davon trennen zu müssen.
Absolute Empfehlung!