Leserstimmen zu
Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton

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Als Elodie eine antike Aktentasche durchsucht und auf eine Sepia-Fotografie stößt, entwickelt sich daraus auf drei Zeitebenen die umfassende Geschichte eines alten Landhauses. Die Autorin erzählt dabei sehr detailliert und umfangreich, setzt so ihre Leser und Hörer über alle beteiligten Figuren und Geschehnisse intensiv ins Bild. Durch die Vielzahl an Protagonisten und die verschiedenen Ären bin ich dabei jedoch häufig sehr ins Schlingern geraten, denn die ganz verschiedenen Hauptfiguren aller Zeitebenen – ebenso der mysteriöse, mystische Hauch, der alles umweht – werden einzig und allein von einer Sprecherin vertont. Dabei liest sie leider alle Handlungsstränge gleichermaßen emotional, fast schon lasziv, was vielleicht zu einer jungen Frau passt, aber nicht zu einem Schulkind. Zudem ist ihr Stil zwar von einer sehr blumig-emotionalen Art geprägt, leider auch durch eine häufig stockende Sprechweise, die mich lange Zeit nicht in die Geschichte finden ließ. Auch wurde ein Wechsel der Ebenen in keiner Weise kenntlich gemacht, beispielsweise durch eine längere Sprechpause zwischen den Kapiteln, sodass ich vor allem in der ersten Hälfte häufig etwas hilflos durch das Geschehen geschlingert bin, bis ich herausgefunden habe, in welcher Zeit wir uns nun befinden. Als ich später sicherer in der Zuordnung der Charaktere und Stimmungen war, fiel es mir deutlich leichter, mich zurechtzufinden. Möglicherweise lagen meine Orientierungsschwierigkeiten auch am Wegfall bedeutender Szenen, denn bei dem Hörbuch handelt es sich um eine gekürzte Version der Romanvorlage. Ich habe jedoch nicht nur Kritikpunkte, es gibt auch einiges, das sich positiv hervorzuheben lohnt. Der Erzählstil ist so einladend und einnehmend, dass die Stimmung einen schnell einfängt und einspinnt. Die Figuren sind wie schon erwähnt intensiv und ausschweifend gestaltet, und entwickeln sich nach und nach zu alten Bekannten, mit denen man mitfühlt, hofft und bangt. Das Landhaus, das neben der Figur „Die Tochter des Uhrmachers“ den Dreh- und Angelpunkt des Romans ausmacht, präsentiert zu jeder Zeit einen gewissen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte. Wie ein einziges Gebäude über verschiedene Generationen hinweg so verschiedene Aufgaben haben kann und so viele Bedeutungen für verschiedene Menschen, ist schon irgendwie verrückt. So wurde dieses Anwesen für mich die heimliche Hauptfigur. Es ist zwar aus Stein gebaut, aber mit so vielen Erinnerungen gekittet, dass es fast lebendig schien, und ich mir unweigerlich die Frage stellte, was es wohl in Zukunft noch alles erleben würde. Ganz zauberhaft sind einige Weisheiten, die die Autorin immer wieder in ihre Erzählung einbaut. Hätte ich das Buch gelesen anstatt es zu hören, hätte ich mir ganz sicher viele dieser Zitate markiert. Ausnahmsweise möchte ich bei einer Hörbuch-Vorstellung den ursprünglichen Roman empfehlen, denn hier wurde die Umsetzung in das Audioformat, wie mir auch von einigen anderen Buchclub-Mitgliedern bestätigt wurde, in dem wir „Die Tochter des Uhrmachers“ besprochen haben, der Buchvorlage in den bereits erwähnten Punkten nicht gerecht. Aber auch wenn wir uns einig sind, ist es natürlich dennoch Geschmackssache und repräsentiert keine allgemeingültige Meinung. Inhalt Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus an der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt, und Radcliffes Leben ist ruiniert. Hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses mit zwei Giebeln an einem Fluss. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wer ist die faszinierende Frau auf dem Foto? Wird sie ihr Geheimnis jemals preisgeben? Autorin Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 34 Sprachen und 42 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. Alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England. Sprecherin Esther Schweins wurde mit der Comedy-Serie „RTL Samstag Nacht“ berühmt und beliebt. Danach spielte sie Hauptrollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2002 ist sie als Moderatorin für die Magazine „Foyer” und „Theaterlandschaften” des ZDFtheaterkanals und 3sat tätig und führte Regie bei dem Theaterstück „Caveman“ (mit Kristian Bader). Als Synchronsprecherin lieh sie Prinzessin Fiona in den Kino-Welterfolgen „Shrek 1-4“ ihre Stimme. Ihr Talent für witzige Rollen zeigt sie auch als Hörbuchsprecherin: Mit viel Sinn für Ironie und unnachahmlich lasziv liest sie „Das geheime Tagebuch der Carla Bruni“ von Silke Burmester. Quelle: Random House Audio

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Videorezension: https://youtu.be/WlZh_pvjBV4 Mein Fazit: Ich hatte mich sehr gefreut, als ich hörte, dass es einen neuen Roman von Kate Morton gab. Ich habe alle ihre vorher erschienenen Romane geliebt. Doch wie ich in dem Video schon erkläre, hat es mich dieses Mal sehr enttäuscht. Der Schreibstil von der Autorin ist wie immer gut und die Idee der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Aber die vielen Protagonisten, die in diesem Roman eine wichtige und entscheidende Rolle spielen, sind einfach irgendwann völlig unübersichtlich geworden. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen und die Charaktere richtig zuzuordnen. Besonders die historischen Kapitel waren oft undurchsichtig, weil nicht immer klar war, in welchem Jahr man sich befand. Die Kapitel, die sich um Elodie Winslow drehen, waren dagegen sehr gut zu verstehen und am Ende des Romanes wurde dann auch einiges verständlich. Aber ich habe mich sehr durch den Roman gequält. Deshalb dieses Mal nur 2 Sterne.

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