Leserstimmen zu
Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton

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ZUSAMMENFASSUNG: 1862 geschieht eine Tragödie, die nie ganz aufgeklärt wird. Die Tochters des Uhrmachers findet daher keine Ruhe - bis die Archivarin Elodie auftaucht und sich auf die Suche nach dem Geheimnis macht. . REZENSION: Bei Kate Morton gehe ich immer mit hohen Erwartungen an ihre Bücher heran. Auch wenn sie dieses Mal nicht übertroffen wurden, wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wie immer angenehm zu lesen und nimmt den Leser mit in längst vergangene Zeiten und die Leben unterschiedlicher Personen. Dass eine Perspektive dieses Mal von einem Geist erzählt wird, ist neu. Eine interessante Idee, die mich aber nicht vollkommen überzeugt hat. Die Handlung ist wie immer vielschichtig und gleicht einem Puzzle, das sich erst ganz am Ende zusammensetzt. Auch hier bleibt nur zu sagen: Gut konstruiert, aber die Handlungsstränge fügen sich nicht ganz so nahtlos zusammen, wie man es von einer Kate Morton gewohnt ist. Gerade für Elodie einen etwas runderen Abschluss gewünscht, da sie zuvor doch stark im Mittelpunkt stand. Außerdem blieben hinsichtlich ihrer Ermittlungen noch einige Fragen offen. Trotzdem macht es Spaß, einer so wortgewandten Autorin zu folgen und auch wenn "Die Tochter des Uhrmachers" nicht ihr bester Roman ist, ist es immer noch ein sehr gutes Buch, das mir schöne Lesestunden beschert hat und in guter Erinnerung bleibt.

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Ein verwunschenes Haus, ein Familienmärchen, Geister der Vergangenheit und viele Schicksale und Begegnungen, die über viele Ecken ineinandergreifen. Als die junge Archivarin Elodie aus London ein fast 150 Jahre altes Foto und eine Zeichnung eines alten Hauses entdeckt, beginnt sie, einer unglaublichen Geschichte auf die Spur zu kommen. Warum kommt ihr dieses Haus nur so bekannt vor? Und wer ist die wunderschöne Frau? Der „gehobene“ Schreibstil ist wirklich fantastisch zu lesen. Der Autorin ist ein Spagat zwischen unterschiedlichen Zeitzonen gelungen, in denen zwischen 1862 und 2017 die unterschiedlichsten Schicksale erzählt werden - und dennoch greifen alle ineinander. Alles beginnt und endet mit Birchwood Manor. Das Buch liefert alles: Liebe, Verrat, Märchen, Feen und Geister, dunkle Geheimnisse und das traurige Ende von „Lily“, der Frau auf dem Foto. Sie wird als Tochter eines Uhrmachers geboren, wächst als Taschendiebin auf, ist das Model eines Künstlers und scheint beinahe ihr Glück gefunden zu haben. Aber eben nur beinahe. Und dann ist da noch das Rätsel um den Verbleib des Radcliffe Blue! 💎 Absolute Leseempfehlung! Das wird nicht mein einziges Buch dieser Autorin bleiben!

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In dem Roman Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton geht es um in der Hauptsache (zumindest für mich) zwei Frauen: Elodie Winslow und Albertine „Birdie“ Bell. Die Geschichte springt in verschiedenen Zeiten und so ist es nicht so leicht die Geschichte von vorne zu erzählen, deshalb versuche ich es mal chronologisch: Der Roman behandelt zuerst die Kindheit von Albertine Bell, die von ihrem Vater, dem Uhrmacher, Birdie genannt wird und in der Mitte des 19. Jahrhunderts geboren wurde. Ihr Vater wollte, nach dem Tod der Mutter, nach Amerika reisen, um dort sein Glück zu machen. Seine Tochter gab er in die Obhut einer Frau, die sich um verwaiste Kinder kümmert und diese für sich stehlen lässt; er möchte sie nachholen, sobald er in Amerika Fuß gefasst hat. Nach kurzer Zeit bei dieser Frau stirbt Lily Millington, eine Freundin von Albertine. Fortan nimmt Albertine den Namen von Lily an: Lily wartet bis kurz vor ihrem 18. Geburtstag darauf, dass ihr Vater sich endlich meldet, was er aber nicht tut. In der Zwischenzeit verdient sie Geld, indem sie reiche Damen in öffentlichen Verkehrsmitteln bestiehlt oder sich verläuft, um sich von reichen Männern helfen zu lassen und sie dabei zu bestehlen. Eines Abends lernt sie bei einer der Aktionen den jungen Maler Edward Redcliff kennen. Edward ist hingerissen von der schönen Fremden und so möchte er sie malen. Nach dem ersten Bild will er noch ein zweites von ihr malen, und er entlohnt sie beziehungsweise ihre angebliche Familie dafür. Lily und Edward verlieben sich ineinander, obwohl er noch mit einer anderen Frau verlobt ist. Als Edward mit Lily, ein paar Freunden, seiner etwa 10 Jahre jüngeren Schwester Lucy und einer weiteren Schwester nach Birchwood Manor, seinem Landhaus, aufbricht, erwartet die Künstler eigentlich ein schöner Sommer. Kurz zuvor hatte Edward seine Verlobung gelöst, doch plötzlich steht seine Ex-Verlobte in Birchwood Manor und will die Trennung nicht einsehen. Lily zieht sich zurück und sucht nach Lucy, die zuvor ins Haus gelaufen war. Als plötzlich Martin, Lilys angeblicher Bruder und der leibliche Sohn ihrer Ziehmutter, in der Villa steht und ihr sagt, dass sie ihren Betrug schneller über die Bühne bringen soll und anfängt auszurasten, schlägt Lucy den Eindringling nieder. Sie versteckt Lily in einem alten Priesterversteck und versteckt sich selbst. Nach dem Tod von Edward bittet er seine jüngere Schwester Lucy im Testament in dem Haus ein Mädcheninternat einzurichten. Lucy war schon immer sehr wissbegierig und so wird sie für viele junge Mädchen ein Vorbild sein und diese beeinflussen. Lucy richtet sich in dem Haus ein und lernt dort beispielsweise ein junges Mädchen kennen. Dieses Mädchen wird später Archäologin und lernt den kleinen Pip (?) kennen. Pip ist der Großonkel von Lauren, die eine Tochter bekommt: Elodie Winslow. Pip hat in seiner Zeit in Birchwood Manor eine unsichtbare Freundin: einen rothaarigen Geist. Diese Freundin erzählt ihm offenbar eine Geschichte, die er dann an seine Nichte weitergibt. Die diese Geschichte dann wiederum an ihre Tochter, Elodie, weitergibt. Elodie arbeitet in einem Archiv, in dem sie einen Skizzenblock findet. Der Skizzenblock zeigt ein altes Haus, das sie an die alte Geschichte ihrer Mutter erinnert. Da ihre Mutter seit 25 Jahren tot ist, muss sie nun selbst recherchieren. Während ihrer Hochzeitsvorbereitungen findet sie parallel noch einiges über Birchwood Manor heraus. Aus Neugier fährt sie zur Villa und lernt dort Jack kennen. Der sucht dort nach einem wertvollen Diamanten für eine Auftraggeberin aus Australien. Jack und Elodie kommen ins Gespräch und merken, dass sie beide sich eigentlich gar nicht so unsympathisch finden… Ich habe das Hörbuch zu Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton. Deshalb möchte ich auch auf diese Formatform eingehen. Zuerst einmal zu der Handlung selbst: Die Erzählerin ist – zumindest teilweise – der Geist von Birdie. Sie erzählt von den letzten etwa 150 Jahren, in denen sie in Birchwood Manor herumspukt und dort auf ganz verschiedene Menschen trifft. Sie erzählt die Geschichte des Hauses, deren Teil sie geworden ist und dreht somit die normale Wahrnehmung um. Normalerweise denken wir Menschen ja, dass ein Haus oder ein Ort für kurze (oder längere Zeit) eine Rolle in unserem Leben spielt, aber eigentlich ist es ja so, dass wir eine kurze Stippvisite in den Leben dieser Orte machen, weil das Haus oder der Ort vor uns dort war und auch noch nach uns dort sein wird (zumindest im Normalfall). Birdie springt in ihrer Erzählung immer wieder in den Zeiten und so wird die Geschichte sehr schnell ziemlich komplex, was natürlich auch noch durch das Medium verstärkt wird. So kommt es teilweise auch zu Fehlern, die es nicht leichter machen, zuzuhören und der Geschichte zu folgen. An einem Teil ist mir das besonders aufgefallen: Mitten in der Szene wechselt der Name plötzlich von Lennart zu Jack und wieder zurück. Das hat mich ziemlich irritiert und ich weiß nicht wie der Fehler in die Geschichte gekommen ist, da es sich ja auch um eine Kürzung handelt beim Hörbuch. Schade fand ich auch, dass für mich noch einige Dinge ungesagt blieben: Ich hätte gerne, auch weil man am Anfang so viel über Elodie erfährt, noch erfahren, ob sie ihren Verlobten heiratet oder sich von ihm trennt, weil sie erkennt, dass sie ihn nicht liebt und er sie genauso wenig liebt. Aber das blieb offen, was natürlich auch seinen Reiz haben kann, aber irgendwie ist die Geschichte auf nichts zugelaufen. In den letzten etwa 20 Kapiteln des Hörbuchs hatte ich es schon befürchtet, aber die Geschichte hätte ein Ende gebrauchen können oder zumindest einige Fragen, die noch geklärt werden. Die Charaktere haben wir eigentlich alle ganz gut gefallen. Vor allem Birdie ist ziemlich sympathisch, weil man wirklich mit der Frau mitfiebert, einfach weil man sie so gut kennenlernt. Man erfährt ja nicht nur von ihren ersten 17 Lebensjahren, sondern darüber hinaus auch noch von den darauf folgenden etwa 140 Jahren. Auch hier handelt sie ja und erzählt ihre Geschichte, was sie noch sympathischer macht. Elodie ist auch ziemlich sympathisch. Man lernt sie am Anfang relativ gut kennen, sodass ich es besonders schade fand, dass sie später keine so große Rolle mehr spielte. Kommen wir nun zu den Hörbuchspezifika: Das Hörbuch selbst ist von Esther Schweins eingesprochen. Ich mochte ihre Stimme unglaublich gerne, weil sie so ruhig klingt. Sie hat einfach eine total angenehme Stimme und machte das stimmlich auch ziemlich gut. Außerdem hat sie und vor allem ihre Stimme total gut zu der Figur gepasst; zumindest für mich. Ich würde wirklich gerne wieder ein Hörbuch von Esther Schweins hören. Ich muss auch sagen, dass ich gar nicht direkt gemerkt habe, wo die Handlung gekürzt wurde, aber vielleicht wären einige meiner oben genannten Kritikpunkte weniger schlimm, wenn ich das Buch gelesen hätte? Vielleicht wurden einige Sachen, die mich am Ende noch interessiert hätte, einfach weggekürzt? Dazu kann ich leider nichts sagen, aber ich fand am Hörbuch selbst hat man es wirklich nicht gehört. Darüber hinaus mochte ich auch die Form: Es handelt sich um zwei MP3-CDs, die in einem Umschlag stecken, dessen Cover der Printversion gleicht. Das Cover sah sehr hübsch aus und so hat mir auch das CD-Cover gut gefallen. Ich hätte mir hier noch eine kurze Nennung der Namen der Hauptfiguren gewünscht, weil es für mich unglaublich schwierig war herauszufinden, wie genau eine Figur geschrieben wird. Insgesamt mochte ich das Hörbuch Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton unglaublich gerne und vor allem Esther Schweins Stimme konnte mich von diesem tollen Hörbuch überzeugen.

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Inhalt: Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Meine Meinung Im Mittelpunkt des Romans steht ein Haus: Birchwood Manor – hier in diesem Haus spielt der Roman, dessen Geschichte mehr als 150 Jahre umfasst. 1862 entdeckt der junge und talentierte Maler Edward Radcliffe das Haus an der Flussbiegung und verbringt gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden einen Sommer in Birchwood Manor, der tragisch endet – doch was geschah damals wirklich? 2017 findet die junge und engagierte Archivarin Elodie Winslow eine Kiste, in der sich eine Aktentasche mit einer Fotografie und einem Skizzenbuch befindet. Auf dem Foto glaubt Elodie im Hintergrund das Haus zu erkennen, welches in den Gute-Nacht-Geschichten ihres Vaters vorkam…… Neugierig geworden, beginnt sie zu recherchieren und findet spannende Verbindungen zwischen dem Haus und ihrer toten Mutter. Nun ist ihre Neugierde geweckt und stößt auf die unglaubliche Geschichte des Hauses. Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen und besonders die Charaktere aus der Vergangenheit sind sehr ausführlich und liebevoll gestaltet. Ich hatte sofort ein Bild von Birdie und Edward vor mir. Leider bleibt Elodie, die Hauptperson aus der Gegenwart, etwas blass, von ihr hätte ich gerne noch mehr erfahren. Anders als ihre vorherigen Romane ist „die Tochter des Uhrmachers“ ein eher ruhiges Buch, welches mich aber trotzdem fasziniert hat. Besonders den mystischen Teil der Geschichte fand ich spannend. Leider blieben einige Fragen zum Schluss offen, hier hätte ich mich über eine Aufklärung sehr gefreut. Fazit Wieder ein sprachlich wunderschöner Roman von Kate Morton, der genauso liebevoll und detailverliebt recherchiert ist, wie ihre vorherigen Bücher. Dadurch kann man sich sehr gut in die Geschichte hineinfinden. Ich habe es als eher ruhiges Buch empfunden, da ich aber die Muse zum lesen hatte, hat es mir gut gefallen.

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Kate Morton auf neuen Wegen

Von: Philiene aus Süsel

28.03.2020

Ich müsste zuerst einmal sagen, das ich alle Bücher von Kate Morton verschlungen habe. Ich liebe einfach Bücher die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Allerdings ist diese Buch anders als seine Vorgänger. Ehrlich gesagt finde ich s sehr schwierig etwas über den Inhalt des Buches zu schreiben, da man leicht zuviel verraten könnte. Daher nur soviel: Es gibt einen Zeitstrang der im Jahr 2017 spielt und in dem die Archivarin Elodie auf das Foto einer Frau stößt das vor sehr langer Zeit aufgenommen worden ist und auf das Bild von einem Haus das ihr seltsam bekannt vorkommt. Dieses Haus werden wir von nun an immer wieder besuchen und zwar zwischen 1862 und 2017. Wir lernen unterschiedliche Personen kennen die sich hier aufgehalten haben. Im Laufe des Buches ergibt sich daraus eine spannende und tragische Geschichte.... Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, allerdings war der Einstieg etwas langgezogen und ich brauchte einige Seiten um in die Geschichte abzutauchen. Aber spätestens ab dem zweiten Teil hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und begeistert. Zwar ist das Buch etwas anders als die vorherigen Bücher der Autorin, aber eines muss man Kate Morton lassen. Sie ist einfach eine hervorragende Geschichtenerzählerin.

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Das Cover: Zarte Pastelltöne dominieren die Abbildung. Blüten, Schmetterling, Ziffernblatt und andere Uhrenteile unterstreichen den Titel und erschaffen eine bildliche Atmosphäre, die einlädt, das Buch lesen zu wollen. Die Geschichte: Es geht um ein Landhaus in Birchwood Manor im Jahre 1862. Der Künstler Edward Radcliffe lädt Freunde ans Ufer der Themse ein. Doch der Sommer findet ein tragisches Ende- Mehr als 150 Jahre später entdeckt die Archivarin Elodie Winslow die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung und irgendwie kommt es ihr bekannt vor, sie weiß aber nicht warum. Sie nimmt das Foto und macht sich auf die Suche. Ob sie das Geheimnis lüften kann? Meine Meinung: Ich liebe die Bücher von Kate Morton, aber dieses Mal habe ich mich etwas schwergetan, denn die vielen Protagonisten sind in vielen Zeitebenen, auch an vielen Schauplätzen unterwegs. Eine „Ich“-Erzählerin steht dann noch über allem. Insgesamt ist alles, von allem, ein bisschen sehr viel. Manchmal hatte ich gar zu kämpfen die Zusammenhänge zu verstehen. Die Figuren sind wie immer ausdrucksstark, bis auf Elodie, die wohl nur die Verbindung zwischen den Zeiten herstellen sollte und deren eigene Geschichte deshalb sehr blass blieb. Wie gewohnt schreibt die Autorin in einer wunderbaren Sprache, die dafür sorgt, dass man der Geschichte gerne und bildlich intensiv folgt. Es war dieses Mal für mich ein ganz anderes Buch. Mein Tipp ist, sich möglichst viel Zeit am Stück zu nehmen. Insgesamt ist es ein geheimnisvoller Roman, eine Mischung aus Liebesroman und Krimi, gewürzt mit Mystik und intensiver Spannung. Trotz der erhöhten Anforderung an Aufmerksamkeit ist es wieder ein sehr gelungenes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Inhalt: 1862 lädt der Maler Edward Radcliffe seine Freunde dazu ein, den Sommer mit ihm in seinem Landhaus an der Themse zu verbringen. Doch was in einer entspannten und kreativen Atmosphäre beginnt, endet in einer Tragödie: Eine Frau wird erschossen, eine andere verschwindet spurlos und der junge Maler ist nie wieder der, der er vorher war … . Einhundertfünfzig Jahre später erwacht die Geschichte rund um das seltsame Haus erneut, als die Archivarin Elodie Winslow die Sepiafotografie einer jungen Frau und die Zeichnung genau jenen Hauses findet. Was hat die Frau auf dem Bild wohl mit dem Haus zu tun und was steckt hinter ihrer Geschichte. Elodie macht sich auf die Suche und deckt schließlich ein Geheimnis auf, das all die Jahre tief vergraben war … . Meine Meinung: Bücher von Kate Morton sind inzwischen ein absolutes Must-Have für mich, umso mehr freute ich mich auf ihr neuestes Werk. Das Buch beginnt aus der Perspektive einer Person, von der man nicht sofort weiß, wer sie ist. Sie erzählt von ihrem Sommer in Birchwood Manor gemeinsam mit Edward und macht damit richtig neugierig auf die Ereignisse. Ich war sehr gespannt, was damals wohl passiert war. Danach springen wir ins Jahr 2017 und erfahren von Elodie, die eine Aktentasche mit einem Skizzenbuch und einer Fotografie findet. Das Haus, das in das Skizzenbuch gezeichnet wurde, kommt ihr sofort bekannt vor und sie möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt. Doch anstatt von da an zwischen diesen beiden Zeitebenen hin- und herzuspringen, flechtet die Autorin in diesem Buch noch mehr Perspektiven und Zeiträume mit ein, denn während der 150 Jahre, gab es viele Besucher in Birchwood Manor und jeder hatte in dem Haus seine eigenen Erlebnisse, seine eigene Geschichte, die die Vergangenheit schließlich mit der Gegenwart verbindet. Ich liebe an den Büchern von Kate Morton gerade diese Verbindung zwischen den Zeiten, aber in diesem Werk waren es doch etwas viele Personen und viele Erlebnisse und oftmals dauerte es sehr lange, bis man die Zusammenhänge erkennen konnte. Dadurch entstanden meiner Meinung nach ein paar Längen und andere Zeitspuren, wie z.B. die von Elodie kamen mir persönlich etwas zu kurz. Das fand ich richtig schade. Auch den Hintergrund einer der Charaktere fand ich etwas seltsam (genauer möchte ich aus Spoilergründen nicht darauf eingehen). Zwar passt er zur Geschichte und nur dadurch wird sie wirklich rund, weil ansonsten ein paar Informationen fehlen würden, aber ich konnte mich trotz allem nicht recht damit anfreunden, vielleicht, weil mir da etwas der Glaube daran fehlt. Trotz diesen Kritikpunkten hatte auch dieses Buch wieder diesen besonderen Zauber, den ich so liebe. Es macht einfach wahnsinnig Spaß, sich gemeinsam mit den Protagonisten auf die Suche nach Antworten zu machen, die Puzzleteile nach und nach zusammenzusetzen und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. In dieser Geschichte liegt dieses Mal auch eine richtige Tragik, die mich sehr traurig gestimmt hat, aber auch etwas Schönes an sich hatte. Ich habe jedenfalls richtig mitgefühlt mit den Charakteren und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich endlich erfahren wollte, wie sich am Ende wirklich alles zugetragen hatte. Dabei liebe ich den Schreibstil von Kate Morton. Sie beschreibt die Landschaften immer mit so viel Liebe und Leidenschaft und so genau, dass man sie sich wirklich vorstellen kann. Birchwood Manor wurde vor meinem Auge richtig lebendig und ich wünschte mir, es selbst besuchen und die Räume betreten zu können. Am Ende wurde zwar das große Ganze ersichtlich, es wurden jedoch nicht alle meine Fragen vollständig geklärt, was vielleicht daran lag, dass es einfach zu viele Handlungsstränge gab und so nicht auf jedes Detail eingegangen werden konnte. Dennoch schlug ich das Buch mit einem guten Gefühl zu und konnte die Geschichte auf mich wirklich lassen. Denn irgendwie hat dieses Buch mich noch länger beschäftigt, was sicher an dem ungewöhnlichen Ausgang lag. Fazit: „Die Tochter des Uhrmachers“ ist nicht mein liebstes Buch von Kate Morton, was vielleicht daran liegt, dass es zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge gibt, die in meinen Augen ein paar Längen erzeugt haben. Trotzdem konnte ich den üblichen Zauber spüren, den die Geschichten dieser Autorin immer versprühen und auch die Tragik, die es in diesem Werk gab, gefiel mir sehr gut und hat mich sehr bewegt, was mich am Ende doch noch überzeugen konnte. Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Als ich gesehen habe, dass Kate Morton, die Autorin eines meiner absoluten Jahreshighlights aus dem Vorjahr, ein neues Buch geschrieben hat, das noch dazu auch noch ein so wunderschönes Cover hat, war mir sofort klar, dass ich es lesen muss. Und sie hat mit wahrlich nicht enttäuscht. Angefangen bei den Charakteren und deren komplexen Geschichten und Beziehungen zueinander kann ich sagen, dass ich voll und ganz überzeugt wurde. Zwar fand ich es etwas schade, dass Elodie, die in der jetzigen Zeit die Geschichte rund um Edward Radcliffe und Birchwood Manor entdeckt, im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund rückt, dafür sind mir andere Charaktere aber umso mehr ans Herz gewachsen. Und obwohl im Endeffekt so viele verschiedene Personen auftauchen hat es die Autorin geschafft, jeder seinen ganz eigenen Caharktere und seine ganz eigene Geschichte zu geben. Die Geschichte spielt in insgesamt (ich meine) ca 6 Zeitebeben, von denen manche auch nur in einzelnen Kapiteln auftauchen, sodass man das, was Birchwood Manor verbirgt selbst nach und nach entdecken kann. Zwar war ich das ein oder andere Mal aufgrund der doch recht häufigen Zeitsprünge verwirrt und musste in meinem Kopf alle Informationen, die ich bis dato mitgenommen hatte, revue passieren lassen, aber das macht mir beim Lesen solch einer Geschichte auch viel Spaß. Denn trotz wechselnder Jahreszahl und Protagonisten hatte ich dieses Wohlfühl-Gefühl während des Lesens und habe mich ein bisschen in die Beschreibungen von Birchwood Manor und dem Leben der Künstler etc verliebt. Die Auflösung am Ende war für mich, bis auf eine kleine Unklarheit, sehr plausibel und logisch und überhaupt nicht abgedreht. So konnte ich als Leser selber nach und nach auf die richtige Fährte kommen, und wurde am Ende weder vollkommen überrascht und verwirrt zurückgelassen, noch wusste ich schon nach den ersten 100 Seiten wie das Buch ausgehen wird. Alles in allem war „Die Tochter des Uhrmachers“ wieder ein Highlight Buch für mich, über das ich viel grübeln konnte und das mir gleichzeitig sehr schöne Lesestunden gebracht hat. Wer spannende Geschichten, die über mehrere Zeitebenen spielen, gern liest, macht bei Kate Mortons neustem Roman auf jeden Fall nichts falsch.

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