Leserstimmen zu
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg

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Zum Inhalt: Als an einem Tag im Februar nach und nach die Stromnetze in Europa zusammenbrechen, kommt es zum totalen Blackout. Die Betreiber sind ratlos. Als Pietro Manzano, ein italienischer IT-Spezialist, einen Hackerangriff vermutet und dies den Behörden mitteilen will, gerät er selbst unter Verdacht ... Meine Meinung: Es ist m.E. ein „typischer Elsberg“, der sich durch die Mischung von fiktivem Thriller und echtem Faktenwissen auszeichnet. Und obwohl ich so etwas mag, habe mich doch zunächst durch das erste Drittel „quälen“ müssen, bevor ich in der Story „angekommen“ bin. Für mich war der Beginn der Geschichte zu sehr von einer Art Bestandsaufnahme der komplexen Ereignisse, Auswirkungen und Abläufe geprägt und somit nicht einfach zu lesen. Auch hatte ich ein mulmiges Gefühl, ein Buch mit diesem Szenario gerade jetzt in „Corona-Zeiten“ zu lesen. Es hat die Geschichte noch beklemmender gemacht. Im weiteren Verlauf der Story hat sich die Spannung immer weiter zugespitzt, so dass ich nicht mehr verstanden habe, warum ich mich anfangs nicht damit anfreunden konnte. Und das „Finale furioso“ hat mich auch dafür belohnt, dass ich nach Jahren mal wieder zu so einem dicken Buch gegriffen habe. Fazit: Alle, die mich darin bestärkt haben, dieses Buch endlich zu lesen, hatten Recht!

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Bewertung: Das Cover ist bombe - oder passender geschrieben; ausfallend (blackout) bombastisch! :-D Ein besseres Foto samt Titel und Verschmückung kann nicht gewählt werden! Ein unheimlich unheimlicher Blickfang. ;-) Für Diejenigen, die noch nie einen Blackout mitbekommen haben oder von einem wissen: Es gibt sie wirklich. Der Autor hat eine unglaublich tolle Recherche um sie betrieben; die Blackouts, die die Charaktere in der Geschichte aufgreifen, gab es tatsächlich. Ich habe einige aus den Nachrichten die letzten Jahre vernommen. Es handelt sich hier also um keine Science-Fiction-Erfindung, sondern um brutale Realität, die jeden von uns ereilen kann! Sehr schön schaurig und authentisch hat der Autor so einen Blackout rund um den Globus inszeniert. Bei einem Hörspiel ist es immer problematisch, wenn sehr viele Charaktere auftauchen und zwischen Zeiten oder, in diesem Fall, Länder hin- und hergesprungen wird. Man kann eben nicht schnell mal zurückblättern und nachschauen. Nach mehrerem Aussprechen einiger Namen, konnte ich die jeweiligen Personen dazu auch zuordnen. Mir war das an Charakteren und Schauplätzen zu viel Input, der aber auch nötig war, und der Geschichte somit Glaubhaftigkeit verleiht. Der Autor kann ja nicht ernsthaft ein weltweites Geschehen in den Mittelpunkt stellen und nur ein Land und seine Charaktere zu Wort kommen lassen. Hier wurde gut entschieden, dass die Geschichte ein Hörspiel mit vielen Sprechern für die verschiedenen Charaktere sein soll. Als Hörbuch wäre es für den einen Sprecher doch sehr anstrengend und die Atmosphäre des Schauspiels käme auch nicht so lebhaft authentisch zur Geltung. Piero Manzano, Informatiker und ehemaliger Hacker, hat immer die Nase vorn und weiß, was wo abgeht. Leider wirkte er auf mich zu perfekt, auch wenn der Autor seine Vergangenheit als Hacker und Knasti eingebracht hat. Er wird hier als "Held" aufgebaut, und mir als Zuhörer wird das Gefühl vermittelt, er weiß und kann alles. Das erinnert mich an die klassischen Klischee-Hollywoodfilme, bei dem es immer eine Person gibt, die den Film trägt und übermenschlich ist. Während der Szenarien, die sich auf der ganzen Welt abspielen, kämpft er sich durch alle Widrigkeiten, um zu retten, was zu retten ist. Vor allem unter den gegebenen Umständen wie Lebensmittelknappheit, Schlaflosigkeit, Gewaltexzesse ... Etwas unglaubwürdig wirkt diese Ein-Mann-Show natürlich auf mich, da es so ganz sicher nicht geht. Der Hacker und der Blackout Verantwortlichen kommt hier auch wenige Male kurz zu Wort, sodass man einen Eindruck von seiner Motivation bekommt. Allerdings ist die Auflösung, wer das Ganze verursacht, am Ende doch recht undurchsichtig und nicht realistisch erzählt. Erstens habe ich nicht ganz verstanden, wer es denn nun genau ist, das wird in meinen Augen eher schwammig berichtet - im Gegensatz zum Blackout selber und seine Folgen. Ich habe verstanden, wo Derjenige mal gearbeitet hat und wieso er es getan hat, aber so richtig hinter seiner Persönlichkeit bin ich nicht durchgeblickt. Das ging am Ende so schnell, als ob keine Zeit mehr für eine ausgeschriebene Aufdeckung wäre. Zweitens ist es nicht realistisch, dass heutzutage nur ein Mann so einen weltweiten Blackout für so lange Zeit (muss man ja auch bedenken) auslösen kann - neben all der weltweiten Expert-Profis! Das wirkt dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen. War doch klar, oder?! Das Riesen-Ego der mächtigen Leute, denen es nur um Profit und ihr Rechthaben geht, werden hier auch sehr schön aufgeführt. Das ist doch ganz typisch und ich finde es sehr gelungen, wie der Autor auch diese Seiten der Menschen in solchen Fällen erzählt. Die gehören eben auch dazu! Ich bin sehr begeistert darüber, dass der Autor viele verschiedene Blickwinkel aufgegriffen und im Chaos kombiniert hat, auch die menschlichen Charakterzüge, die bei Ausnahmezuständen zum Vorschein kommen, wie Angst, Aggressionen, Habgier, Machthunger, Misstrauen ... und alles, was diese auslösen. Schön finde ich hier auch, dass zwischendurch immer wieder mal ein Fazit zu den bis dato Geschehnissen von den Charakteren erfolgt. Es werden die bisherigen Systemausfälle und seine Folgen darauf von vereinzelten Charakteren zum Expertenteam abgegeben und analysiert. Für mich als Zuhörerin war das ein tolles, kurzes Update zu den Geschehnissen bis zu den jeweiligen Zeitpunkten. Beim ersten Mal dachte ich, ich sei mit dem Hörspiel durch - bis ich dann gesehen habe Ups, da sind ja noch zwei CDs! XD Herrlich! Ich glaube, uns allen ist gar nicht richtig bewusst, was alles mit dem Strom zusammenhängt. Auch ich habe ganz neu und anders darüber nachgedacht. Meine Familie hatte schon Zeiten, in denen sie zwei Wochen ohne Strom und warmes Wasser auskommen mussten, weil wir die Rechnungen nicht bezahlen konnten. Das hieß für uns: kein Kochen, kein Kühlen, Kein Warmwaschen (habt ihr eure Haare mal mit eiskaltem Wasser gewaschen? Das brennt furchtbar an der Kopfhaut!), kein Wäschewaschen, Kein Fernsehen oder andere ähnliche Geräte, Kein Lesen (es sei denn, man hat Kerzen) ... Als Jugendliche wusste ich nicht, dass kein Strom zu haben auch bedeutet kein warmes Wasser zu haben. Das Wasser, das aus dem Hahn rauskam, war manchmal sogar braun. Das waren Momente, in denen ich dachte, ich wäre in Afrika. Das glaubt einem hier keiner! Und ich würde es auch nicht berichten, wenn es nicht zur Geschichte passen würde. Ich glaube, dass wirklich sehr viele Menschen nicht wissen, was alles am Strom hängt - und genau das hat der Autor sich zu Nutze gemacht und miteingebaut. Was passiert, wenn der Strom ausfällt? Am ersten Tag? Am zweiten Tag? Zwei Wochen ohne Strom? Ich habe zum Beispiel nie darüber nachgedacht, was es für Krankenhäuser oder Tankstellen heißt ... Gut, ich fahre keine Auto, aber dennoch. Der Autor spielt mit unseren Ängsten und steigert das Tempo der Folgen des Blackouts mit jeder Hörstunde und lässt uns spüren, wie der Verlauf eines solchen Szenarios mitsamt seinen Konsequenzen in Wirklichkeit aussieht. Ich möchte noch zu den Sprechern und ihren Stimmen kommen; Dietmar Wunder ist ja einer meiner Lieblingssprecher ... :-D Auch hier beweist er wieder sein Sprecherkönnen, indem er als Erzähler verschiedene Aspekte der Geschichte mit seiner samtig starken Stimme hervorhebt. Bei ihm muss ich immer aufpassen, weil er doch recht erotisch spricht (in meinen Ohren) ... da könnte ich annehmen, es handle sich hier um einen Softporno. XD Aber natürlich ist dem nicht so - keine Panik! ;-) Im Ganzen hat die Stimmgewalt der einzelnen Sprecher zusammen eine explosive Atmosphäre geschaffen, die mir manchmal wirklich Gänsehaut und Schnappatmung beschert hat. Unglaublich authentisch und lebhaft sprechen die Sprecher die Charaktere und formen so ihre Eigenheiten und für sie typischen Sprechmerkmalen. Die waren für mich erstaunlicher weise rauszuhören. Ich behaupte wirklich, dass das Buch hierzu diese Atmosphäre nicht so lebendig und beklemmend wiedergeben kann. Das Hörspiel wirkt gerade wegen der wechselnden Sprecherstimmen unheimlich realistisch und sehr nah im Geschehen. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass einige der Charaktere direkt neben mir wären, so intensiv haben die Stimmen auf mich gewirkt. Unheimlich, schrieb ich ja! :-D Fazit: Ich war nie ein voller Elektronik-Fan, genau aus solchen Gründen. Alles wird digitalisiert, aber niemand macht sich Gedanken über Blackouts. Ich arbeite lieber mit Papier. Ist zwar umweltunfreundlicher, aber viel sicherer und auch für unser Gehirn viel besser für Infoaufnahmen. Durch dieses Hörspiel fühle ich mich nur bestätigter in meiner Vorgehensweise! Wer noch immer glaubt, ein Stromausfall sei nicht gruselig, sondern eine pragmatische Sache, der wird hier eines besseren belehrt! Sehr gut umgesetztes Gesellschafts-Szenario, das wir gerne aus Bequemlichkeit ignorieren! Tolle Recherchearbeit vom Autor, die er spannungsgeladen und fesselnd umgesetzt hat. Die ausdrucksstarken Sprecher konnten mich voll einnehmen und gruseln. :-D Ein temporeicher Thriller mit authentischer Atmosphäre, dass mich ordentlich durchgeschüttelt hat! Mir tut es sehr leid, dass ich keine 5 Sterne vergeben kann, da der Autor sich sehr in die Geschichte und ihre vielen weiten Blickwinkeln reingekniet hat - das merkt man einfach -, aber es sind zu viele Unstimmigkeiten und realitätsferne Aspekte dabei. Nichts für Menschen mit dünnen Nerven oder Jenen, die nicht wissen möchten, was wirklich passieren kann, wenn es passiert! Denn die Geschichte hallt nach und verändert das Denken bezüglich Gesellschaftsproblematiken. Schnappatmung und Gänsehaut gibt's gratis dazu! ;-)

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Inhalt Grundsätzlich fand ich die Story mega interessant und spannend. Es war faszinierend zu sehen, wie schlecht es uns ohne Strom gehen würde. Man fängt definitiv an sich paranoide Gedanken zu machen, denn Marc Elsberg hat echt gut und viel recherchiert. Allerdings hatte ich leider das Gefühl, dass er ZU viel recherchiert hat und extrem stark versucht hat, alle Details einzubringen. Dazu hatte man manchmal das Gefühl, dass das Buch nur der Schwarzmalerei dient, statt einfach zu unterhalten. Zudem hast mir der Thriller-Aspekt gefehlt. Ja, das Buch löst ein unangenehmes Gefühl aus, war aber nicht das spannende, mitfiebernde Erlebnis, das ich von einem Thriller erwartet hätte. Dafür, dass das Buch so lang ist, passiert das Ende ziemlich schnell. Zwar kommt zwischendurch immer wieder irgendwas dazwischen, das zieht das Buch allerdings eher in die Länge, als Spannung aufzubauen. Mit dem Ende bin ich auch inhaltlich nicht zufrieden, aber das liegt eher dran, dass ich mir was anderes erhofft hatte. Das hier ist also kleine richtige Kritik. Charaktere Die Charaktere fand ich leider auch nicht alle perfekt. Außer von Monsano bekommt man leider von kaum einem detaillierte Infos. Die beiden Mädels habe ich zwischendurch öfter verwechselt, was gelegentlich zu Verwirrung geführt hat. Auch die Ortswechsel fand ich oftmals verwirrend. Der Erzählstil des Hörspiels war hingegen sehr abwechslungsreich. Ohne die verschiedenen Stimmen hätte ich, glaube ich, gar nicht mehr durchgeblickt. Cover Das Cover finde ich ansprechend, auch wenn es schlicht gehalten ist. Ich mag die Farbkombination Rot-Schwarz seh gerne und finde das Cover passt gut zum Buch. Fazit Das Vuch ist zwar sehr gut recherchiert und es ist faszinierend zu sehen, was in so einem Fall passieren würde, jedoch schafft es es leider nicht, den Leser bei der Stange zu halten. Hätte man die Hälfte weggekürzt, hätte man nichts verpasst, denn das Buch ist sehr repetitiv. die Grundidee fand ich allerdings durchaus gut, jedoch würde ich das Buch so nicht als Thriller deklarieren. ich habe selten so lange für ein Buch gebraucht. Insgesamt gibt es 2,5 von 5 Sternen

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Danke..

Von: Jörn Verch

24.02.2020

Hallo Hr. Elsberg, in den letzten Nächten habe ich Blackout als Hörbuch gehört, ich arbeite als Krankenpfleger in der Psychiatrie, habe ein Faible für verschiedene Verschwörungstheorien und verbringe meine Freizeit im Mittelalter... Sehe mich bei einem Katastrophenszenario also gut aufgestellt 😂😂😂 Ich selbst betrachte, in unserer Gesellschaft, vieles als kritisch, gerade wieder durch Corona bestätigt, Danke für Ihr Buch, es hat mich sehr gut durch den Nachtdienst gebracht, lassen Sie uns hoffen, daß die beschriebenen Szenarien nie zur Realität werden... Es gibt da leider ein bizarre Beispiel im Internet, geben Sie doch mal "clever und smart, twin tower" ein aber vermutlich kennen Sie das Bild schon... Mit freundlichen Grüßen, Jörn Verch

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Das erste Buch,dass es geschafft hat mich dazu zu bringen noch vor dem Ende der Lektüre mir einen 14 Tage Notvorrat Eintopf,Wasserflaschen, Batterien und LED-Lampen, eine Campingtoilette und einen Thermoschlafsack zuzulegen! Kein Witz,denn dieses Buch erklärt die Ereignisse so realistisch und nachvollziehbar, dass man die Erfahrungen der Protagonisten keinesfalls einmal selbst erleben möchte! 😏 Kurz: Absolut zu empfehlen!

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Blackout - sehr gut recheriert

Von: Peter Nolte

26.01.2020

Erstaunlich gute und wahre technische Einzelheiten in diesem spannenden Buch. Gratuliere! Das Grundthema, 2012 geschrieben, ist aktueller denn je!

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bis auf eine Kleinigkeit...

Von: Harald Sill

02.01.2020

...hat mir der Roman sehr gut gefallen. Spannend bis zum Schluss und er zeigt sehr gut auf auf was für dünnem Eis wir uns bewegen. Wenn ich mich recht erinnere haben Sie beschrieben dass Solaranlagen nicht ins Netz einspeisen können weil ein solches nicht mehr vorhanden ist. Da Sie nicht weiter darauf eingehen könnte man daraus schließen dass die Besitzer einer Solaranlage selbst aber dennoch Strom haben, diesen aber nur nicht teilen können. Das ist aber nur dann der Fall wenn sie eine Inselbetriebsfähige Anlage haben. Und das dürften die wenigsten Anlagen in Deutschland sein. Und das dürfte den wenigsten Solaranlagenbertreibern bekannt sein. Die Wechselrichter die den Solar-Gleichstrom in den Wechselstorm umwandeln wie er im Stromnetz unterwegs ist sind in der Regel netzgekoppelt. Arbeiten also nur wenn sie ein stabiles Netz messen. Also ein weiters Puzzleteilchen das trügerische Sicherheit bietet.

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Heute ist das Gestern von Morgen

Von: Uli Beyer

27.12.2019

Eine der fesselnsten Stories die ich je gelesen habe! Für viele einfach unvorstellbar, doch in der heutigen Zeit, in der einfach ALLES smarter wird, durchaus im Rahmen des möglichen. Wer diese Story liest und sich nicht bewußt wird wie abhängig man doch eigentlich von der Technik ist, dem ist nicht wirklich zu helfen. Vergleichen würde ich die Story mit der Erstausstrahlung von Krieg der Welten im Radio, wo damals bei vielen die blanke Panik ausbrach weil man es für bare Münze hielt - nur dass das hier beschriebene Scenario eigentlich täglich eintreffen könnte. Die Abgründe des "Mensch seins" die sich aus der Story ergeben muten teils mehr als erschreckend an und sind doch so realitätsnah formuliert wie nur irgendwas. Die geschilderten Geschehnisse zeichnen ein solch düsteres Bild und zeigen doch gleichzeitig die absoluten Unzulänglichkeiten von Staat und Behörden auf, dass man einfach nur hoffen mag es möge so niemals geschehen.

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