Leserstimmen zu
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg

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In Black Out von Marc Elsberg geht es um den größten Stromausfall der Geschichte. Es beginnt, indem plötzlich Ampeln ausfallen, dadurch passieren Unfälle, Menschen stecken in Aufzügen fest, die Feuerwehr hat nun alle Hände voll zu tun. Dies ist der Teil, den die Menschen in ganz Europa mitbekommen. In den Kraftwerken und Steuerzentren der Stromgesellschaften, wird ein Massenausfall sämtlicher Generatoren und Stromnetze festgestellt. Alle Neustarts und Wiederaufbauversuche scheitern. Wird erst noch von einem kurzzeitigen Problem gesprochen, stellt die Regierung irgendwann fest, dass es wohl länger dauern wird, eine normale Versorgung zu gewährleisten. Es stellen sich Fragen wie: Sollten wir den Notstand ausrufen? Wie versorgen wir die Menschen mit Lebensmittel, wenn kein Supermarkt mehr öffnet? Wie viele Tage können die Notstromaggregate den normalen Krankenhausalltag gewährleisten? Kommunikation, Geld, Kraftstoffe sind nur einige der weiteren Dinge, die Fehlen. Und das besorgniserregendste: Auch die Reaktorkühlungen der Atomkraftwerke ist nur durch Strom gewährleistet. Sollte nun schnellstmöglich etwas getan werden, um die Bevölkerung auf das Schlimmste vorzubereiten, oder setzt man lieber alles daran, den Grund des Ausfalls ausfindig zu machen und zu beheben? Ist dies überhaupt möglich? Ich habe das Hörbuch zu Black Out gehört und muss erst einmal loben, wie viel Mühe sich hier gegeben wurde. Anstatt des gewohnten Lesers, oder ggf. zwei, wenn das Buch aus mehreren Sichten ist, wurde hier eine lange Liste, von teilweise auch berühmteren deutschen Synchronsprechern, ausgesucht. Jede Rolle hat eine völlig andere Stimme. Außerdem unterstützen Geräusche wie Babygeschrei, Autohupen, Telefonklingeln usw. die einzelnen Szenen, sodass man das Gefühl bekommt im Raum direkt neben den Protagonisten zu stehen. Ein völlig neues Gefühl des Hörens, dass ich jedem nur ans Herz legen kann! So einigen Pros muss ich jedoch auch ein Kontra los werden. Ich finde es super, dass das Geschehen aus den unterschiedlichsten Winkeln beleuchtet wird. Man sieht die Seite der Bürger, die verwirrt sind, wie aus erstem Schock erst Hilfsbereitschaft, dann Panik wird, je mehr sich die Ressourcen dem Ende zuneigen. Man hört von der Situation auf den Straßen, es fließt kein Wasser mehr, es fährt keine Müllabfuhr, Menschen sitzen an Orten fest, die nicht ihr zu Hause sind und andere Dinge. Man sieht die organisatorische Seite, bekommt zum Beispiel Eindrücke von den Mitarbeitern aus Kraftwerken und deren Betreibern mit, schaut zwischendurch Polizisten, Kripo, Europol, etc. bei der Arbeit über die Schulter und sitzt mit im Besprechungsraum der deutschen Regierung. Infolgedessen gibt es jedoch sehr viele verschiedene Personen und Handlungsorte, die man erst einmal schaffen muss auseinanderzuhalten. Da die Handlung in ganz Europa stattfindet, gibt es viele Orte, von denen ich vorher nicht gehört hatte und natürlich Französische, Italienische und andere Nachnamen, die ich mir im ersten Moment nicht merken konnte, da sie hier in Deutschland nicht geläufig sind. Es gab zwar die verschiedenen Stimmen, oftmals wurden die Namen aber nicht noch einmal genannt, weswegen mir das erst gegen Ende weitergeholfen hat, als ich die Stimme einem Namen fest zuordnen konnte. Ich denke hier ist Lesen etwas einfacher, da man kurz nachschlagen kann, wessen Story man gerade wieder verfolgt, während ich auf ein Detail warten musste, das mir verriet, bei wem ich gerade bin. Deswegen fand ich diese neue Art von Hörbuch erst ab etwa der Hälfte gut. Zwischendurch war ich teilweise auch genervt von dem ganzen drumherum, da ein Hörbuch, welches einfach nur vorgelesen wird, sicher ein paar Stunden weniger hätte, da die Geräusche usw. doch sehr ausfüllend sind. Geht es einem nur um die Geschichte, sollte man in dem Fall dann tatsächlich lieber zum Buch greifen. Sehr viel Zeit gekostet haben teilweise auch die Erklärungen. Einerseits ist es lobenswert, wie sehr sich der Autor dahintergeklemmt hat, alles realitätsnah zu halten. Es werden haargenau die Abläufe der Ausfälle nachvollzogen, erläutert wie beispielsweise die Smart Meter ein Kraftwerk und verschiedene Programmierungen eines Computers funktionieren. Folgen eines Stromausfalls, die viel weiter gehen als „man kann nicht mehr kochen“, an die man als Leser gar nicht denkt, werden erläutert, wie das Massensterben von Kühen, die nicht mehr gemolken werden können, der Einbruch des Euros an der Börse und weitere wirtschaftliche Folgen für viele Firmen. Teilweise kann man diese Dinge nachvollziehen, aber einige Erklärungen versteht man denke ich nur, wenn man mit der Materie vertraut ist, weswegen hier weniger manchmal mehr gewesen wäre. Von den ganzen technischen Fakten und der eher informativen, teilweise politischen und gesellschaftskritischen Story mal abgesehen, wird das Buch aber auch dem Thriller Genre gerecht. Die Hintergrundgeschichte der fünf wichtigsten Protagonisten wird gut beleuchtet und ist interessant. Man sympathisiert mit den einen und will die anderen manchmal am Kragen packen, schütteln und fragen, was ihre Aktion sollte. Mit Spannung verfolgt man die Ermittlungen und kann nach und nach mit den Charakteren nachvollziehen, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte. Ich habe vor allem Piero Manzano, den italienischen Hacker, der denke ich der Hauptprotagonist ist, sehr ins Herz geschlossen. Aber auch Lauren Shannon, François Bollard und alle anderen sind interessante Charaktere, die ich gerne bei ihrer Reise begleitet habe. Alles in allem hat Marc Elsberg hier einen empfehlenswerten Thriller geschaffen, von dem man sowohl unterhalten wird, durch gute Charaktere und eine fesselnde Story, als auch etwas lernt und man mal seine eigene Abhängigkeit von der Moderne hinterfragt und darüber nachdenkt, wie man selbst in so einer Situation handeln würde. Ich gebe diesem Hörbuch eine Gesamtbewertung von 4,5 Sternen.

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Beschreibung: Während Europa ohne Strom ums Überleben kämpft, entdeckt der Italiener Piero Manzano Hinweise, die darauf deuten, dass die Ausfälle gewollt sind. Er hat seine liebe Mühe sich Gehör zu verschaffen und gerade als er der Meinung ist, dass der Europool-Kommissar Bollard dies tut und vertraut, werden dubiose E-Mails auf seinem Rechner gefunden, die darauf deuten, dass er selbst in dieses Chaos verwickelt ist. Meinung: Wow! Einfach nur wow! Dieses Hörspiel ist eine Meisterleistung! Die Vertonung ist optimal auf einander abgestimmt, die Geschichte wird passend vermittelt, ebenso wie die Atmosphäre. Okay, in den etwas gefühlvolleren Szenen hat man das Gefühl, dass Dietmar Wunder gleich einen kleinen Softporno einspricht, aber so hatte ich wenigstens auch ein bisschen was zum Lachen, während die Welt dabei war unterzugehen. Das Buch von Marc Elsberg habe ich bisher nicht gelesen und wusste darum nur grob um was es sich bei der Geschichte dreht. Die Entwicklungen fand ich einfach und schlüssig erklärt. Die Funktionen von Kraftwerken, der Netzbetreiber und all dies. Ebenfalls sehr logisch und nachvollziehbar waren für mich der Erläuterungen zum Ende hin, als es darum ging die Welt wieder zum Laufen zu bringen. Als kleiner Dystopie-Fan habe ich mich schon häufig mit Gedankenspielen über diverse Dinge beschäftigt, aber in diesem Buch werden Dinge erwähnt, an die hätte ich im Leben nicht gedacht. So kam es des Öfteren auch zu dem „Ich klatsch mir die Hand an die Stirn und denke >>Ja, klar!<<“-Moment beim Hören des Buches bzw. des Hörspieles. Marc Elsberg hat wirklich kaum Möglichkeiten ausgelassen vor Augen zu führen wie fatal die Folgen eines solchen Blackouts für die Bevölkerung sind, vor allem wenn diese gleich ganz Europa betreffen. Auch die Emotionen wurden unglaublich gut vermittelt. Mehr als einmal wollte ich beim Autofahren ins Lenkrad beißen, weil ich mit den Protagonisten fieberte – oder wischte mir eine Träne aus dem Augenwinkel. Trotz allem hat Herr Elsberg die möglichen Folgen und Ausschreitungen noch recht human gestaltet, denn betrachte ich die heutige Gesellschaft, dann gehe ich sogar fast davon aus, dass es noch schlimmer werden würde, da das mehrheitliche Anspruchsdenken schon sehr ausgeprägt ist – und ja, das ist definitiv eine Kritik an der Gesellschaft. Wer sich angesprochen fühlt sollte vielleicht einfach mal das Buch lesen und darüber nachdenken. Doch für mich gab es auch ein großes Manko. So gut wie die Geschichte geschrieben ist, die Zusammenhänge verknüpft, so beging der Autor aus meiner Sicht einen Fehler, den sie fast alle machen. Zwar wurde es gegen Ende hin offensichtlich, dass es nicht das direkte Verschulden der Attentäter war, aber dennoch ist es für mich nicht nachvollziehbar. Da ich das wirklich nicht schreiben kann ohne zu spoilern, möchte ich einfach mal darauf hinweisen, dass es keinen Sinn macht, wenn gewisse Leute ihre Augen und Ohren quasi überall haben, es dann aber nicht mitbekommen, wenn ihnen jemand ganz gewaltig in die Suppe spuckt – oder sollte ich sagen, den Kochtopf weg nimmt? Das war es eigentlich auch schon. Mehr zu meckern habe ich gar nicht. Das Hörspiel war für mich super unterhaltsam, beängstigend und überhaupt habe ich eine ganze Palette an Gefühlen in den knapp 19 Stunden des Hören durchlebt. Wer also das Buch nicht lesen möchte, das Hörbuch nicht hören möchte, dem kann ich ganz klar das Hörspiel empfehlen. Eine Geschichte, die zum Denken anregt. Eine Geschichte die unter die Haut geht. Eine Geschichte, bei der man darauf wartet plötzlich selbst im Dunkeln zu sitzen. Fazit: Spannend, emotional, erschreckend - ganz klare Empfehlung!

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Inhalt: An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt … Meine Meinung: "BLACKOUT - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg ist ein spannender Technik-Thriller, der mich zum Teil sehr in seinen Bann gezogen hat, stellenweise aber etwas zu weit ausholt. Wie abhängig wir Menschen heutzutage von der Technik sind und was es für gravierende Folgen haben kann, wenn einmal nicht alles so funktioniert, wie wir es gewohnt sind, kann man in diesem Thriller hautnah miterleben. Die Geschichte wird an vielen verschiedenen Schauplätzen und aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Auch wenn Piero Manzano hier eindeutig die Hauptrolle innehat, gibt es zahlreiche Charaktere, die eine bedeutende Rolle spielen. Dies ist daher kein Buch, das man mal eben so nebenbei lesen kann. Man sollte wirklich mit Aufmerksamkeit dabei sein. Ein Personenverzeichnis wäre hier sicherlich hilfreich gewesen. Dadurch, dass man hautnah miterlebt, was alles passieren kann, sollte es zu einem völligen Blackout in ganz Europa kommen, und vor allem auch, wie schnell diese Folgen eintreten können - Folgen, an die man im Traum nicht denken würde, ist es vom Anfang bis zum Ende sehr spannend. An manchen Stellen zieht sich die Geschichte allerdings sehr, da technische Tatsachen bis ins kleinste Detail beschrieben werden, was nicht überall wirklich nötig ist. Dennoch blieb es sehr spannend. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Auch die Personen sowie die verschiedenen Schauplätze wurden so gut beschrieben, dass ich mir ein gutes Bild davon machen konnte. Fazit: Insgesamt hat mir "Blackout" wirklich gut gefallen, da es sehr vielschichtig und gut recherchiert ist und vor allem sehr realistisch nahebringt, welche Auswirkungen ein derart großer Stromausfall über eine längere Zeit für uns Menschen haben könnte. Ich kann das Buch weiterempfehlen und werde sicherlich bald noch mehr Bücher von Marc Elsberg lesen.

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Wie stark unser Leben von der Energieversorgung abhängig ist, erfahren die Bewohner Europas an einem kalten Februartag. Das komplette Stromnetz fällt zusammen und lässt sich nicht mehr hochfahren. Piero Manzano ist Informatiker und glaubt an einen Hacker-Angriff. Doch zunächst hört ihm niemand zu. Je länger der Blackout andauert, desto verzweifelter wird die Bevölkerung. Diese Geschichte zeigt, wie verwundbar die Menschheit geworden ist. Ohne Strom funktioniert so gut wie nichts mehr. Selbst die Wasserversorgung ist vom Stromnetz abhängig, und so leiden die Europäer auch an Wassermangel und weiteren Folgeerscheinungen. In seinem sehr gut recherchierten Roman zeigt Autor Marc Elsberg anhand verschiedener Schauplätze und Figuren den möglichen Ablauf einer solchen Katastrophe auf. Diese ist nicht abstrakt, sondern könnte jederzeit genau so passieren. In einer klaren Sprache werden auch Fachbegriffe verständlich erklärt. Im Buch geht es um so viele Personen, dass es dem einen oder anderen Leser schwerfallen könnte, diese schnell einem Teil der Geschichte hinzuzufügen. Allerdings müssen es so viele Schauplätze sein, denn dem Leser werden dadurch viele möglichen Szenarien präsentiert, ohne dass ein bestimmtes Geschehen im Vordergrund steht. Der Roman ist durchweg spannend und liest sich gut. Die Hauptcharaktere der einzelnen Szenen sind ausgearbeitet und bringen einen roten Faden in das Buch, denn viele Nebenschauplätze hängen mit ihnen zusammen. „Blackout“ regt zum Nachdenken an. Wie würde man sich selbst in dieser Situation verhalten? Was würde sich für einen selbst verändern? Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

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gut

Von: mylittlebookworld

27.05.2018

Fakten: Cover/Aufmachung: Das Cover passt, meiner Meinung nach, wirklich gut zum Genre und Inhalt des Buches. Es ist schlicht aber doch ansprechend für Leser. Meine Meinung: Das allgemeine Thema dieses Buches hat mich schon mal total mitgenommen. Man macht sich wirklich erstmal Gedanken darüber, wie das Leben ohne Strom wäre.  Leider bin ich nicht gut in das Buch gestartet, da es mich etwas verwirrt hat. Dies hat sich mit der Zeit aber wieder gelegt und die Geschichte wurde spannend, undurchschaubar und vorallem: realitätsnah, was es nur umso erschreckender macht. Manche Szenen waren etwas übertrieben drastisch dargestellt, was dem ganzen allerdings keinen Abbruch getan hat. Das Thema Politik wurde besonderns genau unter die Lupe genommen, verständlich: Was würden unsere Politiker machen? Wie würden sie reagieren?  Alles fragen die besonders genau unter die Lupe genommen wurden. Die Recherchearbeit war bemerkenswert. Fazit: Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen. Es war spannend, unterhaltsam und gut recherchiert. Leider hat mir die Tiefe der Charaktere etwas gefehlt.

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Meine Meinung: Die Thematik, die in Blackout aufgegriffen wird, hat mich dazu verliehen das Buch lesen zu wollen und natürlich auch zu lesen. Eine Zukunft, in die der Stromfluss einfach unterbrochen wird, erscheint in meinen Augen nicht so abwegig zu sein. Nein sogar sehr realistisch. Ich bin dementsprechend mit viel Erwartung an das Buch heran gegangen und bin froh darüber nicht enttäuscht worden zu sein. In Blackout werden viele Protagonisten erwähnt, je nach Stadt. Für mich wirkten sie nicht ausgereift, zum Teil oberflächlich. Ich wurde einfach nicht warm mit ihnen. Es erschien mir als würde der Autor das mit Absicht machen, denn das Augenmerktmal und Mittelpunkt der Wissensvermittlung lag in dem technischen Bereich und das Szenario an sich. Und das hat mich beim Lesen etwas gestört, die nicht vorhandene Verbindung zu den Protagonisten. Um ein Buch mit Leib und Seele lieben zu können, muss ich mich mit den Protagonisten identifizieren können oder die Fähigkeit haben mich mit ihnen zu sympathisieren, was hierbei nicht möglich war. Die Kapitel werden unterteilt in Tage – Tag 0 bis Tag 19. An jedem Tag springt man in den Erzählungen zwischen verschiedenen Ländern hin und her. Man erhält einen Einblick, was der Stromausfall in den verschiedenen Städten bewirkt und wie die Menschen dort mit der Situation umgehen und wie sie auf das alles reagieren. Es war für mich zu Anfang etwas schwierig mit dem Buch warm zu werden, da es schon direkt am Anfang sehr informativ war und ich mich sehr konzentrieren musste, um in die Geschichte zu kommen. Ich war es nicht gewohnt ein Buch zu lesen, das man nicht einfach mal so mit Musik im Hintergrund lesen konnte. Es war einfach nicht so locker und leicht. Dann kam noch die Dicke des Buches dazu, die mich ebenfalls etwas erschlug. Aber da ich heiß auf die Geschichte war, die dahinter steckte, las ich voller Konzentration weiter. Nach dem die Hürde der vollkommenen Konzentration gemeistert war, hat mich das Buch gefesselt und ja sogar umgehauen. Es war spannend, ließ mich teilweise den Atem anhalten und mich selbst spekulieren. Man merkt sehr schnell, dass der Autor sich viele Gedanken über das Szenario gemacht hat und dafür viel recherchiert hat. Blackout ist eines der Bücher, von dem man vieles dazu lernen kann. Blackout ist aber auch ein Buch, das einen dazu bringt sich über das Thema Stromausfall Gedanken zu machen und sich die Frage zu stellen „Was würdet ihr tun, wenn der Strom nicht einfach nur für einige Stunden ausfällt? Was würde wohl in eurer Stadt passieren? Und was ist alles vom Stromfluss abhängig? Würde die Menschheit überhaupt ohne Strom auf langer Sicht überleben?“ Fazit: Ich bin keine Liebhaberin von Thriller, aber schon alleine der Klappentext löste in mir das Bedürfnis aus, dieses Buch lesen zu müssen, als würde ich ohne das Wissen in dem Buch nicht Leben können. Auf knapp 800 Seiten wird der Leser mit dem Thema Stromausfall konfrontiert. Es ist demnach nicht einfach nach dem Leseschluss einfach das Buch zu zuklappen und sich einer anderen Tätigkeit hinzugeben ohne in Gedanken zu schwelgen. Blackout ist keine leichte Kost – kein Buch für Zwischendurch. Blackout ist ein Buch für das man wirklich bereit sein muss. Wer kaum Thriller liest wie ich, sollte es sich gut überlegen dieses Buch zu kaufen. Sollte er aber wie ich für solch eine Thematik offen sein, wird er nicht enttäuscht werden. Für alle Thrillerliebhaber, ist Blackout ein Muss!

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Nachdem mir „Helix“ von Marc Elsberg wirklich gut gefallen hat, wollte ich mir gerne auch die anderen Bücher des Autors ansehen. Ich finde gerade den wissenschaftlichen Aspekt, die Andersartigkeit und die Spannung in seinen Büchern wirklich gelungen! Man merkt seinen Büchern an, dass viel Liebe zum Detail und sehr viel Recherche hinter ihnen steckt. Auch „Blackout“ klang für mich wirklich spannend und auch gruselig, denn die Vorstellung, dass so etwas in der echten Welt passieren kann, ist wirklich alles andere als schön. Trotzdem konnte mich „Blackout“ leider nicht so sehr mitreißen, wie „Helix“ das geschafft hatte. Trotzdem finde ich die Geschichte wirklich gelungen! Ein großer Stromausfall betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch viele weitere Länder in Europa. Es ist ein Total-Ausfall in vielen Ländern, der die Techniker und Wissenschaftler vor ein großes Rätsel stellt. Wieso betrifft ein Stromausfall ein so großes Netz? Und warum greifen die Sicherheitsmaßnahmen nicht? Schnell ist klar, dass da jemand seine Finger im Spiel gehabt haben muss und die Suche nach der Nadel im Heuhaufen kann beginnen. Die Geschichte um die Stromausfälle und die Arbeit an der Wiederversorgung wird aus vielen verschiedenen Sichten erzählt. Am spannendsten und auch am leichtesten wieder zu erkennen, war für mich Manzano, ein Mailänder Hacker, der auf der guten Seite steht. Manzano nutzt sein wissen, um Unternehmen zu helfen sich nach außen besser abzuschirmen. Und genau das ist der Grund warum er für diese Geschichte von so großer Bedeutung ist. Leider fiel es mir eher schwer die anderen Personen klar zu zuordnen. Mein katastrophales Namensgedächtnis ist von so vielen Sichtweisen leider oft schnell überfordert. Trotzdem fand ich es gerade spannend, in die verschiedenen Länder sehen zu können, die Fortschritte und auch die Übeltäter begleiten zu können. Hierdurch wurde die Geschichte nicht nur vielseitig, sondern auch spannend. Nach einem spannenden und mitreißenden Start hat die Geschichte für mich leider etwas geschwächelt. Die Spannung konnte nicht aufrecht erhalten werden und es kam zu etwas langatmigeren Szenen. Vor allem aber ist für mich die Dramatik für die Bevölkerung nicht wirklich hervorgekommen. Mehrere Tage ohne Strom und keine Aussicht auf Besserung würden mir wirklich Sorgen bereiten. Es wurden zwar Probleme bei der Versorgung der Kranken, Beschaffung von Lebensmitteln oder Benzin angesprochen, aber für mich auf einer zu sachlichen Ebene. Etwas mehr Dramatik, die die Panik der Bevölkerung besser rüberbringt, hätte mich noch mehr mitgenommen! Nichtsdestotrotz ist die Geschichte und die Folgen des Stromausfalls natürlich erschreckend.

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Sehr geehrte Damen und Herren, habe den Roman gelesen und würde gerne ein paar Anmerkungen dazu machen: Der Roman liest sich zügig, er ist auf Geschwindigkeit in den Abläufen ausgelegt. Der Strom fällt aus, das Chaos beginnt. Innerhalb von 14 Tagen wird die Welt in einen katastrophalen Zustand versetzt, Panik beherrscht alle Bereiche des alltäglichen Lebens, Regierungen werden gestürzt, die Börsen kollabieren, die Weltwirtschaft steht kurz vor dem Zusammenbruch… Alles nachvollziehbar (bis auf die Zeit - so schnell geht das m.E. nicht), wenn man wie der Autor, die Folgen konsequent zu Ende denkt. Nur: Und das hat mich an diesem Buch doch gestört - innerhalb weniger Tage werden die gezeigten Menschen zu Unmenschen - ein paar Beispiele als Beleg für viele: Drei Frauen helfen beim Melken, bekommen dafür Essen und … Benzin zum überhöhten Preis. Manzano und Shannon verlieren ihren Porsche, weil er ihnen mit Waffengewalt abgenommen wird, nur weil der Autor unbedingt will, dass sie auf ihrer Fahrt nach Brüssel noch irgendwo etwas zu essen auftreiben müssen und so in diese Situation geraten: konstruiert, nur um den schlechten Menschen herauszustellen. Mitgenommen werden sie dann von zwei LKW-Fahrern, die Hilfsgüter an die bereits unkontrollierbare und alle Scham verlorene Menge verteilen, kostenlos! Aber die beiden inzwischen Hungernden sollen immer mehr für ein Nahrungsmittelpaket bezahlen, obwohl einer der beiden Fahrer vorher noch betont, dass alles kostenlos verteilt werde. Nach wenigen Tagen wird geplündert, gestohlen, eingebrochen … der Mensch hat alles Menschliche verloren, jeder ist sich selbst der Nächste, geht förmlich über Leichen, denkt nur an sich, will aus der Notsituation möglichst viel Profit herausschlagen, die Tiere irgendeines Zoos werden von den Menschen „gefressen“, ein anderer erschlägt eine Katze mit einem Hammer…. und so weiter. Dick aufgetragen! Dagegen geht es den Privilegierten besser, Wasser, Strom und Essen ist für einen kleinen Kreis immer noch vorhanden. Nachvollziehbar, aber doch sehr polarisierend. Dass der Mensch in Notsituationen auch positive Eigenschaften besitzt, dass er anderen hilft, blendet der Autor völlig aus. Ein Höhepunkt Jagd den nächsten, schlimmer kann’s nicht werden - doch! Am Schluss tritt dann noch der Hauptterrorist Pucao auf, um persönlich Rache an Manzano zu nehmen, weil der ja schließlich seinen Plan, die Welt in die Steinzeit zurückzuführen, durchkreuzt hat. Dafür gehen dann die Flugzeuge wieder nach Plan, sonst wäre er nicht schnell genug von Istanbul nach Brüssel gekommen. Der Roman zeigt sicherlich gut auf, wie eine Welt sich zum Negativen verändern kann/wird (wohl in einer längeren Zeitspanne als hier dargestellt!) , wenn das für uns alle Normale abhanden kommt. Dass aufgrund unserer Technikgläubigkeit und unser Vertrauen in die Technik überall vorhandene Sicherheitslücken ausgeblendet werden, dürfte viele zum Nachdenken anregen. Leider lässt der Autor für das Gute im Menschen wenig Raum.

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