Leserstimmen zu
Sterntaler

Kristina Ohlsson

Fredrika Bergman / Stockholm Requiem (3)

(5)
(1)
(1)
(0)
(0)
Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Nachdem ich von dem zweiten Band etwas enttäuscht war, hat mich diesmal Kristina Ohlsson wieder eingefangen. Der dritte Band ist aus meiner Sicht ihr bisher bestes Buch. Die Geschichte hat alles, was ein Leser sich von einem Thriller wünscht. Viele zwielichtige Charaktere, die nach außen hin, die Wirtschaft und die Bildung darstellen, aber im Inneren Geheimnisse haben, die schwarz wie die Nacht sind. Es gibt viele persönliche Krisen und traurige Momente für die Ermittlergruppe sowie Ermittlungen, die sehr emotional und nicht immer regelkonform durchgeführt werden. Es gibt Morde, die ganz frisch sind und Morde, die Jahrzehnte zurückliegen. Und dazwischen sitzt eine Frau und schweigt. Spannend bis zum Schluß, immer wieder werden Wendungen und Sackgassen, die den Frust der Ermittler hochhalten, neue Informationen, die schockieren und die Objektivität verlieren lassen, eingebaut. Die Charaktere dürfen sich weiterentwickeln und noch mehr von sich zeigen. Das Buch endet wieder mit einigen offenen Fragen (das kann die Autorin gut), so dass man direkt den nächsten Band starten möchte, um zu erfahren, was als nächstes geschieht.

Lesen Sie weiter

Einen derart spannenden Krimi hatte ich zuletzt mit “Himmelschlüssel” in der Hand. Die Antiterrorspezialistin Kristin Ohlsson kann sehr offensichtlich Beruf und Schreiben säuberlich trennen: der Roman ist von der ersten Seiten an hochinteressant und die Autorin webt einen grandiosen Spannungsbogen. Man glaubt zu ahnen wie die Morde zusammenhängen und landet doch mit seinen Vermutungen in der Irre. Erst zuletzt klärt sich alles auf, teilweise überraschend und sehr logisch. Die Protagonisten bei der Polizei wachsen einem schnell an´s Herz, denn man erfährt auch einiges aus ihrem Privatleben. Kurzweilige Schnipsel, die nötig sind, um den nächsten Spannungsbogen voller Elan zu schmökern. Absolute Kaufempfehlung :D

Lesen Sie weiter

Die Studienarbeit

Von: wal.li

12.07.2015

Zwei Jahre schon war die Studentin Rebecca Trolle verschwunden und nun hat der Hund eines Spaziergängers eine Leiche aufgestöbert. An einer Kleinigkeit erkennt Alex Recht sofort, dass er die vermisste Studentin vor sich hat, was von der Obduktion auch bestätigt wird. Wer kann einen Grund gehabt haben, die junge Frau zu töten. Hat möglicherweise der junge Mann etwas damit zu tun, der sich auf ihre Bekanntschaft mehr einbildete als Rebecca offensichtlich darin sah. Frederika Bergman hat nach der Geburt ihrer Tochter noch nicht wieder begonnen zu arbeiten, doch als ihr Freund den Vorschlag macht, in Elternzeit zu gehen, nimmt sie dankbar an. Und so ermittelt Alex Recht gemeinsam mit seinem Team in einem Fall, der für die Ermittler persönlich sehr aufreibend zu werden scheint. Verschiedene Handlungsstränge, die zunächst keinen Zusammenhang zu haben scheinen, werden zu einem verzwickten Fall verwoben, der für die Ermittler an die Substanz geht. Alex trauert noch um seine verstorbene Frau, für Frederika bringt der Wiedereinstieg in den Job doch eine große Veränderung, sie hätte nie gedacht, wie sie ihre Tochter vermisst und Peder hat sein Tief auf gerade erst überwunden und sich mit seiner Frau ausgesöhnt. Nach und nach ergeben kleinste Hinweise ein Bild, mit dem so niemand gerechnet hat. Der Fall wird für die Ermittler zur Tortur. Zunächst fragt man sich, was passiert hier eigentlich. Etwas ziellos erscheinen die Nachforschungen der Polizisten. Auch scheint die professionelle aber mitfühlende Distanz zu Opfer und Angehörigen nicht immer gewahrt. Doch nach und nach lädt der Roman immer mehr zum Miträtseln ein, was mag nur geschehen sein, ein junges Mädchen auf einer heren Mission so grausam ausgebremst. Man erlebt mit wie sich die losen Fäden langsam zu einem Ganzen verknüpfen und die Spannung steigt. Sehr schön wird hierbei letztlich die Balance gehalten zwischen sachlich genauen Untersuchungen und persönlicher Betroffenheit. Packend bis auf den letzten Widerhaken.

Lesen Sie weiter

…das ist etwas, das macht man eigentlich nicht. Aber als ich neulich durch eine große Buchhandlung geschlendert bin, konnte ich ‚Sterntaler’ von Kristina Ohlsson einfach nicht wiederstehen. Ein majestätischer Schmetterling in rot und blau schwebt anmutig über seinem Spiegelbild. Bei näherem Hinsehen wirken die Flügel jedoch wie getrocknetes Blut und das Cover sieht aus wie ein Rorschach-Test. Durch meine Oberflächlichkeit, und dem Hinweis auf dem kleinen Hochglanz-Sticker, dass sich dieses Buch auf der Spiegel Bestseller-Liste befindet angetrieben, habe ich zugeschlagen und es gelesen. Das erste, was mir an Sterntaler aufgefallen ist, ist die Länge der Kapitel. MManchmal sind sie tatsächlich nicht länger als drei Seiten. Unterbricht dies den Lesefluss? Nein. Dank der vielen Hauptcharaktere wird der Leser mit vielen kleinen Updates zu jeder Zeit des Buches über jeden Gedanken, jedes Problem und jeden neuen Hinweis sofort informiert. Anstatt davon überfordert zu werden fühlt es sich eher an als säße man in einem Polizeirevier, als würde man über jede mögliche Lösung für das Verbrechen grübeln, während immer mehr Neuigkeiten eintröpfeln. Also, der Stil ist in meinen Augen gut, aber wie steht es um die vielen Charaktere? Da die Handlung von Sterntaler sich nur über eine Zeitspanne von wenigen Wochen erstreckt, scheint eine Veränderung und Weiterentwicklung der Figuren fast unmöglich, wird jedoch durch die individuelle und vielschichtige Vergangenheit jedes einzelnen Beteiligten ausgeglichen, welche Kapitel für Kapitel ans Licht kommt. Keiner der Protagonisten ist perfekt, jeder hat seine Stärken wie auch seine Schwächen, welche sie nur noch sympathischer, menschlicher erscheinen lassen. Ein kleines Detail, welches mich besonders angesprochen hat, sind die Beweggründe für jede Entscheidungen der Figuren. Was daran so besonders sein soll? Sie existieren. Fehler werden nicht begangen, weil sie wichtig für die Handlung des Buches sind. Fehler werden begangen, weil sie aus der Sicht der entscheidenden Person Sinn ergeben. So, schöner Stil, nette Charaktere, aber worum geht es in Sterntaler? Das ganze Spektakel beginnt mit dem Fund einer Leiche. Sie scheint bereits alt, doch anhand eines Piercings erkennt ein Polizist das Mädchen wieder, die vor 2 Jahren verschwundene Studentin Rebecca Trolle. Der Fall wird neu aufgerollt, die Leitung übernimmt der damalige Ermittler Alex und sein (nun neues) Team, bestehend aus Peder, Frederika, frisch zurück aus dem Schwangerschaftsurlaub, und ein paar anderen Polizisten. Schon bald wird klar: In der damaligen Untersuchung wurden Fehler begangen. War dies aber Absicht? Jeder der Ermittler folgt anderen Spuren, und die Angelegenheit wird noch verzwickter, als der Vater von Fredrikas Kind plötzlich in den Untersuchungen auftaucht. Wie lange kann man so etwas vor den eigenen Kollegen verheimlichen, ohne dass diese selber darauf stoßen? Es bildet sich ein weitreichendes Netz aus Verdächtigen, doch niemand scheint ein ausreichendes Motiv zu besitzen. Als schließlich eine weiter Leiche auftaucht, wird klar, dass der Fall um einiges größer ist als nur der Mord einer einzelnen Studentin. Das einzige Element, welches alle Beteiligten zu verbinden scheint, ist eine ehemalige und nun übermäßig schweigsame Kinderbuch-Autorin… Ein Spanender Fall, dessen Ende selbst den erfahrensten Krimi-Leser überraschen sollte. Sterntaler ist ein Werk, das sich von den anderen abhebt, und in der Oberliga der Thriller-Literatur mitspielen kann.

Lesen Sie weiter

Inhalt: In einem Waldstück in Midsommarkransen wird Rebecca Trolle tot aufgefunden. Vor über zwei Jahren ist sie spurlos verschwunden. Kurz vor ihrem Verschwinden hat sie die Kinderbuchautorin Thea Aldrin im Pflegeheim besucht. Thea spricht seit etlichen Jahrzehnten nicht mehr. Sie wurde damals zu Morde verurteilt und Rebecca versuchte vor ihrem Tod Theas Unschuld zu beweisen. Auf die Ermittler warten einige Überraschungen, denn sie stoßen nicht nur auf Rebecca Trolle. Meine Meinung: Nach vielen Jugendbüchern brauchte ich endlich mal wieder einen richtigen Thriller. Doch was heißt richtig? Ich hatte Spannung erwartet und leider nicht in dem Umfang bekommen wie erhofft. "Sterntaler" wirkte wie eine ewige Baustelle. Alles zog sich in die Länge und zu einer Toten kam ein nächster und nach und nach wurden Beweise gefunden und trotzdem tappte die Polizei fast nur im Dunkeln. Ich glaube eine Hand reicht nicht mehr aus um die Tatverdächtigen abzuzählen, denn es waren mal mehr und mal weniger. Leute, die dauernd wieder auftauchten und irgendwie doch ein Alibi hatten wurden beobachtet und andere dafür überhaupt nicht. Obwohl einige brutale Szenen ans Licht kamen, habe ich sie als Leser nicht miterlebt und genau das ist mein Kritikpunkt, denn es wurde mir zuviel erzählt und zuwenig gezeigt. Was ich dagegen richtig toll fand und was mir sehr gut gefallen hat waren die Ermittler, denn jeder von ihnen hatte Probleme und einige steckten wirklich in Schwierigkeiten. Am sympathischsten von allen Ermittlern war mir Alex Recht, der Teamleiter. Er selbst hat vor weniger als einem Jahr seine Frau verloren und zu seinen Kindern scheint er kein sehr inniges Verhältnis zu haben, weil er die meiste Zeit ihrer Kindheit gearbeitet hat. Er möchte diesen Fall unbedingt lösen und das nicht nur, weil er Rebeccas Mutter Diana sehr sympathisch findet und ihr immer näher kommt. Unsympathisch dagegen sind mir einige seiner Kollegen und auch mit Fredrika bin ich nicht warm geworden. Fredrika hat mit einem älteren Mann ein Kind und teilweise wirkt es so, als wenn sie sich dafür schämen würde. Im Großen und Ganzen würde ich nicht sagen, dass ich das Buch nicht schlecht gefunden habe, aber es hat mich halt auch nicht überzeugt. Fazit: Ein netter Grundgedanke, der mir aber zu langweilig umgesetzt wurde. Zuviel Chaos wie auf einer ewigen Baustelle, aber mit einigen interessanten Ermittlern.

Lesen Sie weiter

Als ein Mann während eines Spazierganges mit einem Hund durch dessen Herumschnüffeln eine Leiche findet, ahnt noch niemand, welche furchtbaren Ereignisse noch offenbart werden. Das Team um Fredrika Bergman und deren Chef Alex Recht beginnt wieder zu ermitteln. Die gefundene Tote kann Alex Recht sehr schnell anhand eine Bauchnabelpircings identifizieren, hatte er doch vor 2 Jahren den Fall auf seinem Tisch, als nach dem Mädchen erfolglos gesucht wurde. Es bleibt nicht bei der einen Toten. Das Ermittlerteam recherchiert in alle Richtungen und stößt dabei auf die ehemalige Kinderbuchautorin Thea Aldrin, die seinerzeit wegen Mordes an ihrem ehemaligen Lebensgefährten verurteilt wurde und in Verdacht steht, auch ihren Sohn getötet zu haben. Nun lebt sie nach einem Schlaganfall in einem Altersheim und spricht seit 30 Jahren nicht mehr. Gibt es zu den aktuellen Leichenfunden eine Verbindung zu ihr und welche Verbindung gibt es zwischen den Toten, die unterschiedlich lange schon in ein und der selben Grabstelle liegen? ... Wieder einmal ist es der Autorin Kristina Ohlsson gelungen, mich am Stück an ihr Buch zu fesseln. Die Protagonisten haben sich weiterentwickelt und kämpfen mit ihren eigenen Dämonen. Alex Recht ist gerade erst Witwer geworden und hat damit schwer zu kämpfen. Er versucht seinen Kummer mit Arbeit zu betäuben. Peder und seine Frau versuchen es mit ihrer Ehe erneut und es sieht so aus, als wäre es wirklich ein Neuanfang für sie. Fredrika Bergman ist inzwischen Mutter und genießt die Zeit zu Hause mit ihrer kleinen Tochter. Als ihr Spencer von einem Tag auf den anderen sagt, dass er nun den Erziehungsurlaub übernehmen wird, ist sie zwar erstaunt, freut sich aber andererseits auch auf die Arbeit. Alex Recht taucht in diesen Fall sprichwörtlich ein, hat er doch bereits vor 2 Jahren den Fall des toten Mädchens bearbeitet und zu seinem Ärger nie zum Abschluss bringen können. Immer wieder gelangen die Ermittler an Grenzen, die sie überwinden müssen. Neue Aspekte tun sich auf, die die Ermittlungen in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen. Nichts ist so, wie es sein soll. Personen, die ihnen nahe stehen, sind in den laufenden Fall mit involviert, geraten sogar in Verdacht, etwas mit den Todesfällen zu tun zu haben. Der Thriller wird wieder aus verschiedenen Richtungen erzählt. So hat der Leser sowohl Einblick in die Ermittlungen aus der Sicht der Ermittler, wie auch auf das Leben und die Situation der Kinderbuchautorin Thea Aldrin, die im Laufe des Buches immer mehr an Wichtigkeit zunimmt. Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser zu verwirren, immer neue Wege zu eröffnen und die Gedankengänge dessen, was man denkt, dass es sein könnte, durcheinander zu bringen. Man strebt dem Gedanken entgegen, es endlich wissen zu wollen, wie alles zusammenhängt. Die Spannung, die bereits zum Anfang aufgebaut wurde, hält sich bis zum Ende und ließ zumindest mich endlich aufatmen. Der Thriller ist gut durchdacht und nachvollziehbar umgesetzt. Mich hat die Autorin an ihrer Angel und ich bin schon gespannt, wann denn ihr nächstes Buch auf deutsch erscheinen wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter