Leserstimmen zu
In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler

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Inhalt: Ambers Leben scheint aus einem einzigen grauen Schleier zu bestehen. Nach dem Tod ihrer Mutter muss sie zu ihrem Vater, den sie nicht einmal wirklich kennt, nach San Francisco ziehen. Sie fühlt sich einsam und verlassen, von niemandem verstanden und aus ihrer Welt hinaus gerissen. Bei einem Streifgang durch die Straßen und Gassen entdeckt sie ein altes Haus, das zu ihrem neuen Zufluchtsort wird. Doch sie ist nicht allein. Nathaniel, offenbar ein Obdachloser, lebt dort und scheint der Einzige zu sein, der Amber versteht. So gerne sie mehr von ihm wissen möchte, so entschlossen bleibt er distanziert. Als sie den Grund dafür heraus findet, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Unmöglich erscheint es, dass die Beiden jemals zusammen sein können. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen beide das Unmögliche. Meine Meinung: Zuerst einmal muss man sagen, dass sich das Lesen des Buches bei mir sehr gezogen hat und normalerweise brauche ich für eines dieser Länge nicht mehr als ein, zwei Tage. Doch das muss ja nicht unbedingt etwas heißen. Tatsächlich gefällt mir der Schreibstil von Nicole Vosseler sehr gut. Man konnte sehr flüssig und in gewohnter Umgangssprache lesen. Vor allem die detaillierten Beschreibungen von den Wirrungen und Irrungen San Franciscos haben mir ein Bild vor die Augen gezaubert. So weit, so gut. Doch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Ehrlich gesagt ist Amber ziemlich langweilig, genauso wie Nathaniel. Man weis nie so genau, was man von ihnen denken soll. Amber kommt fragil und abhängig rüber, nicht fähig ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sicherlich spiegelt sie das Verhalten jedes normalen Teenagers wieder und wirkt durchaus authentisch, doch das ist nun mal nicht das, was man lesen möchte. Nathaniel hinterlässt einen bitteren Geschmack auf meiner Zunge. Er weiß, dass das, was er am liebsten mit Amber machen möchte, falsch ist. Und deswegen tut er es auch nicht. Doch trotzdem fühlte ich mich mit ihm unwohl. Der einzige Pluspunkt ist tatsächlich Matt Chang, einer der Nebencharaktere (obwohl er insgesamt eine Große Rolle spielt). Er hat etwas besonderes, sowohl in der Beschreibung seines Aussehens, als auch in der Beschreibung seines Charakters. Natürlich ist das alles meine eigene Meinung. Ich habe andere Rezensionen gelesen, die die Charaktere durchaus gut gewählt fanden. Der Plot hingegen ist etwas besonderes. Etwas in dieser Art habe ich noch nie gelesen, denn es ist eine Art Jugendbuch mit Geistern. Wahrscheinlich gibt es ja genug davon, aber das ist das Erste, was mir in die Hände gefallen ist. Die Idee ist also sehr gut. Nur zieht sich das Ganze ganz schön. Das Buch ist in viele Kapitel unterteilt und hat über 400 Seiten! Dagegen findet es mit dem Höhepunkt ein abruptes Ende. Der Titel "In dieser ganz besonderen Nacht" hat eher etwas mit dem Grund für das ganze Drama zu tun, denn mit dem Drama selbst. Natürlich ist er mystisch, doch ich hätte ihn nicht gewählt, da diese ganz besondere Nacht nichts Gutes ist. Das Cover darum herum ist schön gestaltet und dagegen durchaus passend. Fazit: Nach diesem ewig langen Geschwafel komme ich also zu dem Schluss, dass dieses Buch zwar interessant und teilweise auch ergreifend ist, jedoch der Plot nicht sehr vorteilhaft umgesetzt wurde. Er ist einfach zu langatmig und bleibt nicht allzu lange im Gedächtnis. Das Buch ist durchaus unterhaltsam und emotional, doch kein Bestseller! Ich würde es für Mädchen ab 14 empfehlen, da sie mit den beschriebenen Problematiken und Konflikten mehr anfangen können als jüngere.

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Klappentext: Eingehüllt in das sanfte Strömen von Dunst Und Nebel, in seinem Duft nach grünen Moos und Sonnengetrockneten Treiholz, schloss ich die Augen und ließ mich von dem zarten Lufthauch Seiner Finger in den Schlaf streicheln. Cover: Ein Pärchen vor einem vollen prallen Mond auf blauem Hintergrund. Ein sehr ansprechendes Cover. Kurze Zusammenfassung: Amber wohnt mit ihrer Mütter in Deutschland, wo sie sehr glücklich ist. Allerdings stirbt Amber's Mutter und so muss sie zu Ihrem Dad Ted in die USA. Sie findet sich zuerst gar nicht zurecht bis sie in einem verlassenen Haus Nathaniel kennen lernt. Sie freundet sich mit ihm an aber wundert sich warum er so abweisend und scheu ist. Eines Tages findet sie heraus was er ist. Amber denkt sie werde verrückt. Aber sie scheint nicht die einzigste zu sein.. Meine Meinung: Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt, was ich persönlich ganz witzig finde. Es ist am Anfang sehr in die Länge gezogen und etwas fad. Aber ich lege ja kein angefangenes Buch zur Seite sodass, ich froh bin es zu Ende gelesen zu haben. Das letzte Drittel des Buches ist so emotional das dass Buch am Ende für mich doch lohnenswert war. Ich vergebe nichtsdestotrotz nur 3 Sterne, da es mich nicht so begeisterte wie ich dachte

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Ambers Leben steht Kopf. Ihre Mutter ist an Krebs gestorben und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, nimmt ihr Vater sie nun mit nach San Francisco, damit sie dort mit ihm leben kann. Dabei wünscht sie sich nichts sehnlicher, als zurück nach Deutschland zu ziehen und bei ihren Großeltern zu leben. Sie kennt ihren Vater kaum, weil er und ihre Mam sich kurz nach Ambers Geburt getrennt hatten. Und doch tut Ted alles was er kann, um Amber das Leben schön zu machen. Doch erst als sie Nathaniel kennen lernt, beginnt sich ihr Leben drastisch zu ändern. Doch als sie heraus findet, wer Nathaniel ist bzw. was, droht ihr neu aufgebautes Leben zusammen zu fallen. Dieses Buch ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Es ist aber auch eine Geschichte über Freundschaft, Geister und das Übernatürliche. Sie lässt sich sehr leicht lesen und man kann sehr gut mit Amber mitfühlen. Was sie mit 16 alles durchmacht, muss einen Menschen verändern, aber erst ziemlich spät wird klar, wie stark diese Veränderungen sind. Alles in allem ein spannendes Buch und trotz der Geister doch eher ein Mädchenbuch. Und das beste: Happy End.

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Meine Meinung: Das Buch fängt recht unspektakulär an und trotz den ansprechbaren, jugendlichen Schreibstil tröpfelt es die ersten 200 Seiten vor sich hin, sodass ich das Buch häufiger weglegen musste. Natürlich ist es tragisch, was Amber passiert ist. Ich meine sie hat ihre Mutter an einem Hirntumor verloren, das wünscht sich wirklich niemand. Und dann wird sie auch noch von ihren Freunden, ihrer gewohnten Umgebung und ihrem Zuhause weggerissen und muss nach San Francisco zu ihren Vater, mit dem sie kaum etwas zu tun hatte. Dennoch fand ich Amber zu beginn etwas nervig. Die „akute Trauerphase“ dauerte mir persönlich zu lange. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, wenn Amber etwas mehr auf ihren Vater zugegangen wäre. Er hat nämlich alles für Amber getan, um es ihr so annehmlich wie möglich zu machen und war wirklich sehr geduldig und rücksichtsvoll zu ihr. Erst nachdem Amber auf Nathaniel gestoßen ist wurde die Handlung attraktiver und auch durch die neuen Freunde, die Amber nach und nach dazu gewonnen hatte, wurde der Geschichte ein ganz großes Stück mehr Leben eingehaucht. Man hatte viel mehr Spaß beim Lesen gehabt und ich habe jeden einzelnen Charakter in mein Herz geschlossen. Vor allem Matt hat es mir angetan. Jeder einzelne von ihnen erlitt einen dramatischen Einschnitt in ihrem Leben, weshalb die Clique so miteinander verbunden ist und zum festen Bestandteil von Ambers Leben wird. Die Momente mit allen zusammen hab ich wirklich sehr genossen. Das Ende des Buches toppt dann jedoch alles. Mit so einer Wende hätte ich nach dem eher bescheidenen Anfang weniger gerechnet. Es lohnt sich also wirklich bis zum Schluss durchzuhalten! Fazit: Man sollte nie ein Buch vorzeitig aufgeben, denn man weiß nie was noch auf einen zukommen könnte. Trotz dem etwas faden Anfang kann ich es nur weiterempfeheln.

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Meine Meinung Ich habe schon ein paar von Nicole C. Vosselers historischen Romanen gelesen (und geliebt) und war jetzt sehr neugierig auf ihr Jugendbuch, schließlich ist das ein komplett anderes Genre. Ich mag ihren Schreibstil sehr, der gerade bei “Im Herz der Feuerinsel” recht ausschweifend war, aber hier hat mich dieses ausschweifende dann doch gestört. Insgesamt hatte das Buch seine Längen und wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte man doch einiges kürzen können, um die Handlung schneller voranzutreiben. Die Idee der Geschichte finde ich sehr interessant, sie wurde gut ausgearbeitet, allerdings konnte ich Ambers Handlungen nicht immer nachvollziehen. Sie fühlt sich zu Nathaniel hingezogen, sie weiß, dass sie nie eine Chance zusammen hätten und trotzdem hält sie an ihm fest. Ich bin ein sehr realistisch denkender Mensch und kam damit überhaupt nicht klar. Auch das Verhalten von Nathaniel fand ich nicht so gut, denn er hätte Amber schließlich auch auf Distanz halten können. Aber hier gehen die Meinungen bestimmt auseinander und viele werden sagen, dass das wahre Liebe ist. Dazu kommt, dass ich mit Nathaniel nicht richtig warm geworden bin und er mir nicht sympathisch war, ganz im Gegensatz zu Amber, mit der man vor allem am Anfang mitleidet. Ich habe nicht mitfiebern können, ob die zwei doch noch einen Weg zueinander finden, was einzig an ihm lag. Die Kapitel sind gerade für ein Jugendbuch zu lang gehalten, wodurch sich ein Buch auch mal schnell in die Länge ziehen kann. Mir hat einfach dieser Sog gefehlt, dieses Verlangen weiterzulesen war nicht da, was ich total schade fand. Zum Ende hin nimmt das Buch dann jedoch richtig an Fahrt auf und plötzlich ist alles vorbei. Trotzdem gibt es einen Pluspunkt für das Ende, denn das war wirklich gut. Als Leser bekommt man viele Informationen über San Francisco, so dass man direkt Lust bekommt dorthin zu verreisen. Hier hat die Autorin eine tolle Recherchearbeit geleistet. Nach einigen Höhen und Tiefen mit diesem Buch, muss ich leider sagen, dass es mich insgesamt nicht überzeugen konnte. Da bleibe ich lieber bei ihren historischen Romanen :-) Fazit Ein recht ruhiges Buch mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, was aber leider nicht meinen Geschmack getroffen hat.

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Einfach magisch!

Von: a literary passion

16.03.2015

Amber ist sechzehn und lebt in einer deutschen Kleinstadt, als ihre Mutter an einem Hirntumor stirbt. Vor ihrem Tod hatte diese mit Ambers Vater Ted, einem Amerikaner, beschlossen, dass Amber zu ihm nach San Francisco ziehen sollte. Sie kennt ihren Vater kaum und fühlt sich in der neuen Stadt sehr einsam und verloren. Bei einem Streifzug durch die Straßen ihrer neuen Nachbarschaft stößt sie auf ein altes, leerstehendes Haus, das sie magisch anzieht und ihr ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. In diesem Haus trifft sie auf Nathaniel, der aussieht, als stamme er aus einer anderen Zeit. Die beiden entwickeln Gefühle füreinander, doch Nathaniel bleibt immer sehr distanziert. Als Amber den Grund dafür erfährt, ist sie verängstigt und schockiert: Nathaniel ist ein Geist, bereits über 100 Jahre tot, und die beiden können sich niemals näher kommen. Doch es gibt eine Nacht, Halloween, in der das Unmögliche möglich scheint und Nathaniels Körper für wenige Stunden menschliche Gestalt annimmt. Sie nutzen diese Chance und ahnen dabei nicht, was sie damit anrichten … „In dieser ganz besonderen Nacht“ ist eines dieser Bücher, die einen zutiefst berühren und nicht mehr loslassen. Ich hatte es bereits mehrmals im Buchladen in der Hand und als ich es dann in der Bibliothek stehen sah, musste ich es einfach mitnehmen. Bereits ab der ersten Seite zog mich dieser Roman in seinen Bann und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte beginnt auf dem Friedhof am Grab von Ambers Mutter. Sie ist eine Woche zuvor verstorben und Amber ist gekommen, um ihr Lebewohl zu sagen, da sie von nun an bei ihrem Vater Ted in San Francisco leben wird. Nicole C. Vosseler schafft es, dass man sich gut in Amber hineinversetzen kann und so fühlte sich ihre Reise in eine neue Stadt in einem ihr unbekannten Land wie die eigene an. Amber ist verwirrt, wütend und traurig, sie fühlt sich einsam und verlassen. Die ersten Tage ziehen nur so an ihr vorbei, bis sie auf das leerstehende Haus stößt. Als sie Nathaniel trifft, scheint sie wieder so etwas wie Glück empfinden zu können. So unglaublich es klingen mag, aber die Autorin schafft es, dass der Leser wirklich daran glaubt, dass eine Liebe zwischen der Welt der Toten und der Welt der Lebenden existieren kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wenn doch, war ich in Gedanken ständig bei diesen beiden Liebenden, denen ein glückliches Zusammenleben scheinbar nicht vergönnt ist. Ich möchte nicht zu viel verraten, um niemanden die Spannung zu nehmen. „In dieser ganz besonderen Nacht“ ist ein ganz besonderes Buch, mitreißend, witzig, spannend und zugleich melancholisch und traurig. Ich habe mit Amber und Nathaniel in dem einen Moment gelacht und im nächsten geweint. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nathaniel und Amber erzählt, was ich sehr gelungen finde, da der Leser dadurch die wundervolle und herzzerreißende Liebesgeschichte aus beiden Blickwinkeln erleben kann. Auch die Nebenfiguren wie Ambers Vater und ihre Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen, der Autorin ist es gelungen, den Figuren Leben einzuhauchen und sie in der eigenen Fantasie lebendig werden zu lassen. Ich mag ihren Schreibstil, man merkt, dass diese Geschichte ein Herzensprojekt ist, wie sie es selbst im Nachwort erwähnt. Und auch ihre Liebe zu San Francisco, dieser bunt schillernden Stadt an der Westküste der USA, wird in jeder Zeile deutlich. Fazit: UNBEDINGT LESEN! Dieser Roman ist einfach wundervoll und sehr berührend. Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Für Fans von Fantasy-Liebesromanen ein must-have, besonders da es hier mal nicht um Vampire, Hexen oder Zombies geht.

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Amber wohnt in einer deutschen Kleinstadt, zusammen mit ihrer Mutter. Als ihre Mutter an Krebs erkrankt und stirbt, muss Amber dank einer Verfügung zu ihrem Vater nach San Francisco ziehen. Amber ist alles andere als begeistert und fängt an, die Tage bis zu ihrer Volljährigkeit zu zählen. Denn an dem Tag, das weiß sie ganz genau, wird sie wieder nach Deutschland zurückkehren. Obwohl sich Ambers Vater Ted nach seinen Kräften um sie bemüht, fühlt sich Amber zunächst sehr einsam in San Francisco. Wäre da nicht dieses Haus, das sie irgendwie magisch anzieht. Als sie nach einem Überfall in das Haus flüchtet, kommt es ihr wie ein Zuhause vor und sie fängt an, Sachen zu deponieren, zu putzen und ihre Nachmittage dort zu verbringen. Eines Nachmittags jedoch begegnet ihr im Haus ein Junge - Nathaniel. Zuerst skeptisch, aber dennoch neugierig beginnt Amber mit Nathaniel zu reden. Es entwickelt sich eine Freundschaft, doch etwas ist seltsam. Nathaniel bewahrt Distanz zu Amber, obwohl sie sich in den Gesprächen schon sehr nahe sind. Was stimmt mit Nathaniel nicht? Als Amber eines Tages selbst versucht die Initiative zu ergreifen und Nathaniel versucht anzufassen und zu umarmen, greift sie durch ihn hindurch. Da gesteht Nathaniel ihr, dass er eine verlorene Seele - ein Geist - ist, der dazu verdammt ist, seine Vergangenheit zu bereuen, ehe er auf die andere Seite gehen darf. Doch Nathaniel kann nicht bereuen, denn er kann sich an seine Vergangenheit nicht mehr erinnern. Kann Amber ihm helfen? Und wie kann ihre Liebe je funktionieren? Ich kenne alle Romane der Autorin, die bisher erschienen sind. Mit diesem Buch wagt sich die Autorin auf einen neuen Weg und in ein ganz anderes Genre vor. Waren bisher vor allem die historischen Romane ihr Steckenpferd, so versuchte sie sich jetzt an einem Fantasyroman für jugendliche Leser. Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut. War ich doch neugierig, wie die Autorin die brisante Thematik Tod und die Zeit danach anging. Vom Klappentext her, erwartet man als Leser gleich den Einstieg bei Amber und Nathaniel sowie einer heißen vergeblichen Liebesgeschichte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ganz ruhig und sanft wird zuerst die Geschichte von Amber, ihrem Umzug nach San Francisco, die erste Zeit mit ihrem Vater Ted und die ersten Tage an der neuen Schule erzählt. Dabei erzählt Amber selbst in der ich-Form. Auch von ihren Empfindungen und Gefühlen, während der Zeit als ihre Mutter so schwer erkrankte und wie sie sich nach dem Umzug fühlt. Der Leser wird Teil der Geschichte und leidet mit Amber mit. Es ist ein sehr trauriger, emotionaler Einstieg, der fesselt und die Hoffnung aufkeimen lässt, dass es besser wird, wenn Amber erst einmal in San Francisco angekommen ist und neue Freunde gefunden hat. Erst nach rund 100 Seiten kommt Nathaniel dazu. Zaghaft, wie Amber selbst, lernt der Leser Nathaniel erst langsam kennen und lieben. Dabei bekommt Nathaniel seine eigene Stimme verliehen, indem er auch in der ich-Form in kursiver Schrift selbst erzählen kann. Die Charaktere sind sehr bildhaft und ausdrucksstark beschrieben. Sowohl Amber, Ted, Nathaniel, aber auch die Freunde von Amber kann man sich gut vorstellen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen. Nach und nach wachsen dem Leser nicht nur die beiden Protagonisten ans Herz, sondern auch die Menschen in Ambers Leben. Gerade bei Amber ging es mir so, dass ich sie manches Mal am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. So musste ich jedoch zusehen, wie sie ihren Weg in Amerika mühevoll selbst sucht und findet. Am Schreibstil der Autorin merkt man direkt, dass sie nicht nur vor Ort in San Francisco war. Nicole C. Vosseler hat sich offensichtlich regelrecht in diese Stadt verliebt. Denn mit viel Liebe zum Detail und der Wortwahl lässt sie die Stadt vor den Augen des Lesers bunt und schillernd erstehen. Selbst die Eigenarten und Lesensweise der Amerikaner werden beleuchtet und bildhaft dem Leser nahegebracht. Obwohl die Autorin im zweiten Satz des Prologs schreibt, dass Amber sterben wird, ist man von der Geschichte so gefesselt, dass man dennoch auf ein gutes Ende für Amber hofft. Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen, Geheimnisse und Spannungspunkte. Die Autorin gewährt dem Leser aber auch Auszeiten, in denen er zur Ruhe kommen und nachdenken kann. Gerade die Sitzungen bei der Psychologin von Amber, die ihr helfen sollen, ihre Vergangenheit zu verarbeiten, stellen deutlich eine Ruhepause dar, ehe es wieder aufregend weitergeht. Der Spannungsbogen nimmt im letzten Drittel des Buches noch einmal gewaltig zu, ehe die Autorin die Geschichte sanft und ruhig ausklingen und nachhallen lässt. Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Das Buch hat eindeutig den Charakter eines Pageturners und ich habe es sehr bedauert, Amber und ihre Freunde verlassen zu müssen. Fazit: Ein tiefgründiger, spannender, aber auch emotional mitreißender Roman, der nicht nur junge Leser begeistern wird.

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Das Buch beginnt so harmlos, wenn auch sehr gefühlvoll. Den eines versteht die Autorin ausgezeichnet, dem Leser Emotionen zu vermitteln - ob die Hilflosigkeit Amber, auf Grund des Todes ihrer Mutter oder die Einsamkeit Nathaniels, auf Grund seines Zustands. Immer konnte ich es fast körperlich spüren, was in den Protagonisten los war. Auch ihr San Francisco konnte ich in meinem Kopfkino live mit erleben und das fast mühelos. Ihr Protagonisten waren alle samt vielschichtig und mit komplexen Charakteren ausgestattet, welche man im Laufe des Buches immer besser kennen lernte. So nun weiter zur Story. Die Geschichte beginnt ganz ruhig. Fast vermisst man etwas Tempo, aber nur fast. Denn was dem Anfang an Tempo fehlt, macht es durch Gefühl und Atmosphäre weg. Man gleitet regelrecht in die Geschichte, bis man plötzlich durch kleine Highlight wachgerüttelt wird. Ob kleine Schockelemente, humorvolle Situationskomik oder durch gefühlvolle Liebesszenen, welche zwar teilweise fast ein wenig zu schmalzig waren, doch nur fast. Alles in kleinen Dosen, die es zu einem Leseerlebnis werden ließen. Ab der 2. Hälfte gewann die Geschichte dann an Dramatik und Tiefe. Den nicht alles ist nur rosarot und eine Beziehung in der man sich nicht berühren kann und nur glaubt sich zu fühlen, steht so rein realistisch unter keinem guten Stern. Und diese Art von Realismus hat die Autorin zum Glück auch zu gelassen. So fühlt sich die Hauptprotagonistin sich immer mehr zu einem ihrer Mitschüler hingezogen. Doch weder Nathaniel noch Amber wollen das was zwischen ihnen ist, so leicht aufgeben. Und als sie in der bestimmten Nacht ein Experiment wagen, konnte niemand ahnen, was dadurch ausgelöst wird. An dieser Stelle hat mich die Autorin regelrecht aus dem Konzept gebracht, dachte ich doch ich wüsste wie es jetzt weiter geht. Ab diesem Zeitpunkt wird die ganze Geschichte richtig spannend und etwas düster. Und plötzlich steht der Tod auf der Schwelle der Geschichte. Auf der Suche nach der Vergangenheit und verborgener Geheimnisse, läuft den involvierten Personen immer mehr die Zeit davon. Und alles gipfelt in einer schicksalshaften Nacht. Die Spannung ist an dieser Stelle kaum noch zu ertragen und geht nahtlos in einer Tragik über, die bei mir sämtlich Schleusen geöffnet hat. Ich hab schon seit Jahren nicht mehr so heftig heulen müssen. An dieser Stelle hätte die Autorin theoretisch das Buch enden lassen können, doch sie hat uns gnädiger Weise etwas Hoffnung da gelassen, in dem sie dem Buch ein abschließendes Kapitel gegönnt hat, welches mit einen so passenden Zitat beginnt, das ich meine Besprechung damit beenden möchte. Nur soviel noch: Dieses Buch war und ist auf jeden Fall ein Highlight dieses Jahres, auch über die eigentliche Zielgruppe hinweg. In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter. Robert Frost

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