Leserstimmen zu
In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler

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Einfach magisch!

Von: a literary passion

16.03.2015

Amber ist sechzehn und lebt in einer deutschen Kleinstadt, als ihre Mutter an einem Hirntumor stirbt. Vor ihrem Tod hatte diese mit Ambers Vater Ted, einem Amerikaner, beschlossen, dass Amber zu ihm nach San Francisco ziehen sollte. Sie kennt ihren Vater kaum und fühlt sich in der neuen Stadt sehr einsam und verloren. Bei einem Streifzug durch die Straßen ihrer neuen Nachbarschaft stößt sie auf ein altes, leerstehendes Haus, das sie magisch anzieht und ihr ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. In diesem Haus trifft sie auf Nathaniel, der aussieht, als stamme er aus einer anderen Zeit. Die beiden entwickeln Gefühle füreinander, doch Nathaniel bleibt immer sehr distanziert. Als Amber den Grund dafür erfährt, ist sie verängstigt und schockiert: Nathaniel ist ein Geist, bereits über 100 Jahre tot, und die beiden können sich niemals näher kommen. Doch es gibt eine Nacht, Halloween, in der das Unmögliche möglich scheint und Nathaniels Körper für wenige Stunden menschliche Gestalt annimmt. Sie nutzen diese Chance und ahnen dabei nicht, was sie damit anrichten … „In dieser ganz besonderen Nacht“ ist eines dieser Bücher, die einen zutiefst berühren und nicht mehr loslassen. Ich hatte es bereits mehrmals im Buchladen in der Hand und als ich es dann in der Bibliothek stehen sah, musste ich es einfach mitnehmen. Bereits ab der ersten Seite zog mich dieser Roman in seinen Bann und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte beginnt auf dem Friedhof am Grab von Ambers Mutter. Sie ist eine Woche zuvor verstorben und Amber ist gekommen, um ihr Lebewohl zu sagen, da sie von nun an bei ihrem Vater Ted in San Francisco leben wird. Nicole C. Vosseler schafft es, dass man sich gut in Amber hineinversetzen kann und so fühlte sich ihre Reise in eine neue Stadt in einem ihr unbekannten Land wie die eigene an. Amber ist verwirrt, wütend und traurig, sie fühlt sich einsam und verlassen. Die ersten Tage ziehen nur so an ihr vorbei, bis sie auf das leerstehende Haus stößt. Als sie Nathaniel trifft, scheint sie wieder so etwas wie Glück empfinden zu können. So unglaublich es klingen mag, aber die Autorin schafft es, dass der Leser wirklich daran glaubt, dass eine Liebe zwischen der Welt der Toten und der Welt der Lebenden existieren kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wenn doch, war ich in Gedanken ständig bei diesen beiden Liebenden, denen ein glückliches Zusammenleben scheinbar nicht vergönnt ist. Ich möchte nicht zu viel verraten, um niemanden die Spannung zu nehmen. „In dieser ganz besonderen Nacht“ ist ein ganz besonderes Buch, mitreißend, witzig, spannend und zugleich melancholisch und traurig. Ich habe mit Amber und Nathaniel in dem einen Moment gelacht und im nächsten geweint. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nathaniel und Amber erzählt, was ich sehr gelungen finde, da der Leser dadurch die wundervolle und herzzerreißende Liebesgeschichte aus beiden Blickwinkeln erleben kann. Auch die Nebenfiguren wie Ambers Vater und ihre Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen, der Autorin ist es gelungen, den Figuren Leben einzuhauchen und sie in der eigenen Fantasie lebendig werden zu lassen. Ich mag ihren Schreibstil, man merkt, dass diese Geschichte ein Herzensprojekt ist, wie sie es selbst im Nachwort erwähnt. Und auch ihre Liebe zu San Francisco, dieser bunt schillernden Stadt an der Westküste der USA, wird in jeder Zeile deutlich. Fazit: UNBEDINGT LESEN! Dieser Roman ist einfach wundervoll und sehr berührend. Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Für Fans von Fantasy-Liebesromanen ein must-have, besonders da es hier mal nicht um Vampire, Hexen oder Zombies geht.

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Amber wohnt in einer deutschen Kleinstadt, zusammen mit ihrer Mutter. Als ihre Mutter an Krebs erkrankt und stirbt, muss Amber dank einer Verfügung zu ihrem Vater nach San Francisco ziehen. Amber ist alles andere als begeistert und fängt an, die Tage bis zu ihrer Volljährigkeit zu zählen. Denn an dem Tag, das weiß sie ganz genau, wird sie wieder nach Deutschland zurückkehren. Obwohl sich Ambers Vater Ted nach seinen Kräften um sie bemüht, fühlt sich Amber zunächst sehr einsam in San Francisco. Wäre da nicht dieses Haus, das sie irgendwie magisch anzieht. Als sie nach einem Überfall in das Haus flüchtet, kommt es ihr wie ein Zuhause vor und sie fängt an, Sachen zu deponieren, zu putzen und ihre Nachmittage dort zu verbringen. Eines Nachmittags jedoch begegnet ihr im Haus ein Junge - Nathaniel. Zuerst skeptisch, aber dennoch neugierig beginnt Amber mit Nathaniel zu reden. Es entwickelt sich eine Freundschaft, doch etwas ist seltsam. Nathaniel bewahrt Distanz zu Amber, obwohl sie sich in den Gesprächen schon sehr nahe sind. Was stimmt mit Nathaniel nicht? Als Amber eines Tages selbst versucht die Initiative zu ergreifen und Nathaniel versucht anzufassen und zu umarmen, greift sie durch ihn hindurch. Da gesteht Nathaniel ihr, dass er eine verlorene Seele - ein Geist - ist, der dazu verdammt ist, seine Vergangenheit zu bereuen, ehe er auf die andere Seite gehen darf. Doch Nathaniel kann nicht bereuen, denn er kann sich an seine Vergangenheit nicht mehr erinnern. Kann Amber ihm helfen? Und wie kann ihre Liebe je funktionieren? Ich kenne alle Romane der Autorin, die bisher erschienen sind. Mit diesem Buch wagt sich die Autorin auf einen neuen Weg und in ein ganz anderes Genre vor. Waren bisher vor allem die historischen Romane ihr Steckenpferd, so versuchte sie sich jetzt an einem Fantasyroman für jugendliche Leser. Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut. War ich doch neugierig, wie die Autorin die brisante Thematik Tod und die Zeit danach anging. Vom Klappentext her, erwartet man als Leser gleich den Einstieg bei Amber und Nathaniel sowie einer heißen vergeblichen Liebesgeschichte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ganz ruhig und sanft wird zuerst die Geschichte von Amber, ihrem Umzug nach San Francisco, die erste Zeit mit ihrem Vater Ted und die ersten Tage an der neuen Schule erzählt. Dabei erzählt Amber selbst in der ich-Form. Auch von ihren Empfindungen und Gefühlen, während der Zeit als ihre Mutter so schwer erkrankte und wie sie sich nach dem Umzug fühlt. Der Leser wird Teil der Geschichte und leidet mit Amber mit. Es ist ein sehr trauriger, emotionaler Einstieg, der fesselt und die Hoffnung aufkeimen lässt, dass es besser wird, wenn Amber erst einmal in San Francisco angekommen ist und neue Freunde gefunden hat. Erst nach rund 100 Seiten kommt Nathaniel dazu. Zaghaft, wie Amber selbst, lernt der Leser Nathaniel erst langsam kennen und lieben. Dabei bekommt Nathaniel seine eigene Stimme verliehen, indem er auch in der ich-Form in kursiver Schrift selbst erzählen kann. Die Charaktere sind sehr bildhaft und ausdrucksstark beschrieben. Sowohl Amber, Ted, Nathaniel, aber auch die Freunde von Amber kann man sich gut vorstellen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen. Nach und nach wachsen dem Leser nicht nur die beiden Protagonisten ans Herz, sondern auch die Menschen in Ambers Leben. Gerade bei Amber ging es mir so, dass ich sie manches Mal am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. So musste ich jedoch zusehen, wie sie ihren Weg in Amerika mühevoll selbst sucht und findet. Am Schreibstil der Autorin merkt man direkt, dass sie nicht nur vor Ort in San Francisco war. Nicole C. Vosseler hat sich offensichtlich regelrecht in diese Stadt verliebt. Denn mit viel Liebe zum Detail und der Wortwahl lässt sie die Stadt vor den Augen des Lesers bunt und schillernd erstehen. Selbst die Eigenarten und Lesensweise der Amerikaner werden beleuchtet und bildhaft dem Leser nahegebracht. Obwohl die Autorin im zweiten Satz des Prologs schreibt, dass Amber sterben wird, ist man von der Geschichte so gefesselt, dass man dennoch auf ein gutes Ende für Amber hofft. Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen, Geheimnisse und Spannungspunkte. Die Autorin gewährt dem Leser aber auch Auszeiten, in denen er zur Ruhe kommen und nachdenken kann. Gerade die Sitzungen bei der Psychologin von Amber, die ihr helfen sollen, ihre Vergangenheit zu verarbeiten, stellen deutlich eine Ruhepause dar, ehe es wieder aufregend weitergeht. Der Spannungsbogen nimmt im letzten Drittel des Buches noch einmal gewaltig zu, ehe die Autorin die Geschichte sanft und ruhig ausklingen und nachhallen lässt. Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Das Buch hat eindeutig den Charakter eines Pageturners und ich habe es sehr bedauert, Amber und ihre Freunde verlassen zu müssen. Fazit: Ein tiefgründiger, spannender, aber auch emotional mitreißender Roman, der nicht nur junge Leser begeistern wird.

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Das Buch beginnt so harmlos, wenn auch sehr gefühlvoll. Den eines versteht die Autorin ausgezeichnet, dem Leser Emotionen zu vermitteln - ob die Hilflosigkeit Amber, auf Grund des Todes ihrer Mutter oder die Einsamkeit Nathaniels, auf Grund seines Zustands. Immer konnte ich es fast körperlich spüren, was in den Protagonisten los war. Auch ihr San Francisco konnte ich in meinem Kopfkino live mit erleben und das fast mühelos. Ihr Protagonisten waren alle samt vielschichtig und mit komplexen Charakteren ausgestattet, welche man im Laufe des Buches immer besser kennen lernte. So nun weiter zur Story. Die Geschichte beginnt ganz ruhig. Fast vermisst man etwas Tempo, aber nur fast. Denn was dem Anfang an Tempo fehlt, macht es durch Gefühl und Atmosphäre weg. Man gleitet regelrecht in die Geschichte, bis man plötzlich durch kleine Highlight wachgerüttelt wird. Ob kleine Schockelemente, humorvolle Situationskomik oder durch gefühlvolle Liebesszenen, welche zwar teilweise fast ein wenig zu schmalzig waren, doch nur fast. Alles in kleinen Dosen, die es zu einem Leseerlebnis werden ließen. Ab der 2. Hälfte gewann die Geschichte dann an Dramatik und Tiefe. Den nicht alles ist nur rosarot und eine Beziehung in der man sich nicht berühren kann und nur glaubt sich zu fühlen, steht so rein realistisch unter keinem guten Stern. Und diese Art von Realismus hat die Autorin zum Glück auch zu gelassen. So fühlt sich die Hauptprotagonistin sich immer mehr zu einem ihrer Mitschüler hingezogen. Doch weder Nathaniel noch Amber wollen das was zwischen ihnen ist, so leicht aufgeben. Und als sie in der bestimmten Nacht ein Experiment wagen, konnte niemand ahnen, was dadurch ausgelöst wird. An dieser Stelle hat mich die Autorin regelrecht aus dem Konzept gebracht, dachte ich doch ich wüsste wie es jetzt weiter geht. Ab diesem Zeitpunkt wird die ganze Geschichte richtig spannend und etwas düster. Und plötzlich steht der Tod auf der Schwelle der Geschichte. Auf der Suche nach der Vergangenheit und verborgener Geheimnisse, läuft den involvierten Personen immer mehr die Zeit davon. Und alles gipfelt in einer schicksalshaften Nacht. Die Spannung ist an dieser Stelle kaum noch zu ertragen und geht nahtlos in einer Tragik über, die bei mir sämtlich Schleusen geöffnet hat. Ich hab schon seit Jahren nicht mehr so heftig heulen müssen. An dieser Stelle hätte die Autorin theoretisch das Buch enden lassen können, doch sie hat uns gnädiger Weise etwas Hoffnung da gelassen, in dem sie dem Buch ein abschließendes Kapitel gegönnt hat, welches mit einen so passenden Zitat beginnt, das ich meine Besprechung damit beenden möchte. Nur soviel noch: Dieses Buch war und ist auf jeden Fall ein Highlight dieses Jahres, auch über die eigentliche Zielgruppe hinweg. In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter. Robert Frost

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Ihren Vater kennt Amber so gut wie nicht. Doch nach dem Tod ihrer Mutter hat er das Sorgerecht für sie und sie sieht sich genötigt, von einem Tag auf den anderen zu ihm nach San Francisco zu ziehen, in ein fremdes Land, fern von allem, was sie bisher hatte. Obwohl ihr Vater vor Alleingängen in der Stadt warnt, gerät sie in eine Situation, wo sie vor Angreifern flüchten muss. Auf der Flucht vor ihnen kommt sie in ein leerstehendes Haus und fühlt sich in diesem geborgen. Irgendetwas ist in dem Haus, das sie auch später zu sich ruft, so dass sie letztendlich fast täglich zu dem Haus geht, wo sie viel Zeit verbringt. Eines Tages lernt sie in dem Haus Nathaniel kennen, einen jungen Mann, den sie lange Zeit für einen Obdachlosen hält. Sie freundet sich mit ihm an und verbringt in dem Haus viele Stunden mit ihm. Sie kommen sich näher, so dass Amber bald hofft, von ihm geküsst zu werden. Aber immer, wenn sie ihm näher kommt, weicht er zurück. Als sie eines Tages die Initiative ergreift, muss sie voller Entsetzen feststellen, dass sie einen Geist vor sich hat und sie begreift, dass sie in der Lage ist, Tote zu sehen. Ungeachtet dieser Tatsache lieben die beiden sich, auch wenn es für sie keine Zukunft geben kann. Als alle Hoffnungen schwinden, erzählt Nathaniel, dass es eine Nacht im Jahr gibt, wo er scheinbar materialisiert ist und in der Nacht könnten sie sich näher kommen. Als diese Nacht näher kommt, können beide an nichts anderes mehr denken. Sie sind sich zum ersten Mal so nah, wie es Liebende sein können. Aber diese eine Nacht fordert für beide einen sehr hohen Preis ... ihr Leben ... Um es gleich vorweg zu nehmen, muss ich sagen, dass dieses Buch mein Monatsliebling vom März gewesen ist. Die Autorin Nicole C. Vosseler hat es geschafft einen Jugendroman zu schreiben, der mich sehr berührt hat. Mehr als einmal musste ich beim Lesen blinzeln, weil mir Tränen in die Augen stiegen. Sehr authentisch und feinfühlig schreibt sie über den Tod von Ambers Mutter und wie Amber damit umging. Lange Zeit weigerte sie sich, zu weinen, schon gar nicht vor ihrer Mutter, um diese nicht noch zusätzlich zu belasten. Wie belastend das für ein gerade erst 16-jähriges Mädchen ist, mag man sich gar nicht vorstellen wollen. Ein ganzes Jahr hat das Sterben ihrer Mutter gedauert und Amber hat sie begleitet, sie und ihre Mutter versuchten noch, ein wenig Zeit miteinander zu haben. Nach dem Tod geht sie mit ihrem Vater nach San Francisco, wo dieser als Professor an einer Universität arbeitet. Sie ist zweisprachig aufgewachsen, da ihr Vater Amerikaner ist, so dass sie sprachlich keine Probleme hat. In der Schule tut sie sich schwer beim Finden von Freunden. Sie mag dieses Mitleid nicht, dass ihr in den meisten Fällen entgegengebracht wird, sobald ihr Gegenüber erfährt, dass ihre Mutter kürzlich verstorben ist. Trotzdem findet sie Freunde, die auch ein nicht einfaches Vorleben haben. Abby, Shane und Matt gehen in die gleiche Schule und sie verbindet, dass sie alle 4 Geister sehen können. Sie sind schon ein eigenartiges Gespann, stehen aber füreinander ein. Ambers Freunde lernen auch Nathaniel kennen und warnen Amber davor mehr in diese Beziehung hineinzulegen, als gut für sie ist. Sie wissen, dass jeder Geist, der noch auf Erden wandelt, böse ist und deshalb noch nicht auf die nächste Stufe gegangen ist. Nur warum Nathaniel noch da ist, kann niemand erahnen, auch Nathaniel selbst hat keine Erinnerung mehr an sein Leben und seinen Tod. Ein sehr mitfühlender Roman, in dem es nicht nur um Liebe, Trauer und Verlust geht. Es vermittelt dem Leser auch Freundschaft, Kameradschaft und Vertrauen, welche man sich erst verdienen muss. Die Protagonisten sind Jugendliche mit allen Ecken und Kanten, aber durchweg sympathisch, auch wenn anfangs einige gewöhnungsbedürftig waren. Selbst der Geist Nathaniel hat etwas rührendes an sich, als Leser fühlt man mit ihm verbunden und will wissen, warum er noch auf Erden wandelt. Was hat er sich zuschulden kommen lassen? Wird es überhaupt gelingen, nach 130 Jahren noch zu erfahren, wie er gelebt hatte? Was der Autorin sehr gut gelungen ist, ist die Wiedergabe der Örtlichkeiten. Auch wenn ich noch nie in San Francisco war, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Stadt mir nicht fremd ist. Die Stadt durch die Augen der Autorin zu sehen ist fast wie ein Besuch in ihr, so detailliert hat sie diese beschrieben. Es ist ein Roman, in dem man sich fallen lassen kann. Man erlebt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Amber und Nathaniel. Nathaniels Gedanken sind von der Schrift her kursiv hervorgehoben, so dass man keine Probleme der Zuordnung hat. Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe mit Amber und Nathaniel gelebt, geliebt und gelitten und mehr als einmal feuchte Augen gehabt. Es ist ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und das nicht nur an jugendliche Leser.

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In dieser ganz besonderen Nacht

Von: buchleserin

03.11.2013

Inhalt: Ambers Mutter ist an Krebs gestorben. Auf dem Friedhof entdeckt sie eine alte Frau im geblümten Kleid und nur mit Strickjacke bekleidet, die sie erschrocken und vorwurfsvoll ansieht und den Zeigefinger auf sie richtet. Ihr Vater Ted spricht sie an und die alte Frau ist plötzlich verschwunden. Die 16-jährige Amber verlässt Deutschland und zieht zu ihrem Vater Professor Ted Fowler nach San Francisco. Sie vermisst ihr Zuhause und ihre Freunde. In San Francisco angekommen führt ihr Vater sie erstmal durch die Wohnung. Sie bestaunt die vielen Souvenirs und Studienobjekte ihres Vaters, die vielen Fotos, auch jedem Menge Kinderfotos von ihr. Überrascht stellt sie fest, das ihr neues Zimmer wie das alte zu Hause aussieht. Ihr Vater gibt sich sehr viel Mühe, doch Amber fühlt sich in San Francisco zunächst sehr einsam. Sie besucht die Jefferson High und lernt dort Matt Chang, Amber, Shane kennen und auch Holly, eine Freundin von Matt. Nach einem Überfall flüchtet sie in ein leer stehendes Haus. Dort fühlt sie sich sicher und geborgen und geht dort nach der Schule so oft wie möglich wieder hin. Eines Abends lernt sie dort Nathaniel kennen, von dem sie sich magisch angezogen fühlt. Auch Nathaniel ist von Amber ganz verzaubert. Doch die beiden können nicht zusammen kommen, denn Nathaniel ist eine verlorene Seele und stammt aus einer anderen Zeit. Doch an Halloween versuchen die beiden das Unmögliche... Meinung: Das Cover ist wunderschön gestaltet und gefällt mir richtig gut. Der hellblaue Hintergrund mit dem Mond. Davor das Pärchen (Amber + Nathaniel) und überall diese Schnörkel. Wirklich sehr schön. Das Gedicht zu Anfang ist ein sehr schönes Gedicht: "Zeit ist...... zu langsam für die, die warten, zu flüchtig für die, die sich fürchten, zu lang für die, die trauern, zu kurz für die , die sich freuen. Aber für die, die lieben, ist Zeit Ewigkeit." HENRY VAN DYKE Es gefällt mir richtig gut und ist sehr passend zur Geschichte ausgewählt. In dieser ganz besonderen Nacht" ist eine wunderschöne und auch tragische Geschichte. Alles ist so schön beschrieben ohne langatmig zu werden und sehr emotional erzählt. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Ich war von Anfang an gefesselt von dieser Geschichte. Nicole C. Vosseler hat einen wirklich wunderbaren gefühlvollen Schreibstil. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Die Protagonisten Amber und Nathaniel waren mir schon gleich sympathisch und auch Matt Chang und ihre anderen Freunde. Der Einstieg in die Geschichte ist schon sehr emotional. Amber ist sehr traurig und so einsam nach dem Tod ihrer Mutter. Sie hat ein Loch hinterlassen, dass nicht gefüllt werden kann. Man erfährt sehr viel über Ambers Gefühle. Amber und Nathaniel erzählen abwechselnd aus der Ich-Perspektive. So erfährt also auch viel über Nathaniels Gedanken. Auch er fühlt sich sehr zu Amber hingezogen. Als Amber feststellt, dass Nathaniel ein Geist ist, läuft sie zunächst Hals über Kopf weg. Sie kommt jedoch wieder in dieses Haus. Da ist diese Sehnsucht der beiden, die man spüren kann. Doch da gibt es auch noch Shane, den Amber sehr mag. Nathaniel hat ja keinen Körper, den sie fühlen kann. San Francisco ist sehr schön und detailliert beschrieben und man merkt, dass die Autorin sehr begeistert und fasziniert ist von dieser Stadt. Diese Begeisterung hat mich angesteckt und nun möchte ich auch gerne mal nach San Francisco. Mich hat die Geschichte sehr berührt und ich bin völlig begeistert davon, sie ist spannend und ganz wunderbar erzählt. Fazit: Ein sehr emotionaler und wunderschöner Fantasyroman.

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