Leserstimmen zu
Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz

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Taschenbuch
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In "Alles muss versteck sein" erfährt man die Geschichte der Kindergärtnerin Marie, die sie ihrem Psychiater in einer Nervenheilanstalt erzählt: Sie ist eines Morgens blutüberströmt neben dem Leichnam ihres Freundes aufgewacht - mit dem Mordmesser in der Hand. Sie kann sich an nichts erinnern, weiß jedoch eines: Genau so sieht ihre schlimmste Vorstellung aus, die sie in den Momenten hat, in denen ihre psychische Erkrankung an Zwangsgedanken besonders stark ist. Dieses Buch hat mich von der Thematik her extrem fasziniert, war in einem passenden und sehr guten Schreibstil geschrieben und hat mich am Ende sehr überrascht. Leider hat es mir an einigen Stellen an Spannung gefehlt, da man alles eben rückwirkend erfährt. Alles in allem aber auf jeden Fall eine Empfehlung- vor allem für alle Psychothriller-Fans!

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Der Klappentext Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint … [ Quelle: Blessing ] Meine Meinung Als ich das Buch das erste Mal gesehen habe, wusste ich, ohne auch nur den Klappentext gelesen zu haben: DAS muss ich haben. Das Cover ist einfach der Hammer und genau das, auf das ich anspring wie ne Glühbirne. Doch dann geschah, was jeder Bookaholic kennt: das Buch wandert zunächst einmal auf den SuB und musste da ein ödes Dasein fristen. Vor kurzem habe ich aber ohne groß Nachzudenken danach gegriffen und war auch gleich in der Geschichte drin. Dabei beginnt das Buch so ganz anders, als man es im Genre Thriller/Krimi gewohnt ist. Normalerweise stirbt erst im Laufe der Handlung jemand und der Mörder wird dann verfolgt oder gesucht. Hier beginnt die Story aber bereits nach dem Mord, um den es geht und sogar schon nach der Verurteilung von Marie, die anscheinend ihren Freund erstochen hat. Nach dem traumatischen Verlust ihrer 6-jährigen Tochter bekommt Marie Zwangsvorstellungen. Immer wieder stellt sie sich ungewollt vor, wie sie eines ihrer Kindergartenkinder auf grausame Weise umbringt. Als sie sich nach langer Zeit in der Isolation endlich wieder verliebt geschieht das, wovor sie sich am meisten gefürchtet hat: ihre Wahnvorstellungen richten sich gegen den Menschen, den sie am meisten liebt. Und plötzlich scheint ihr Mantra "Denken ist nicht tun" nicht mehr zu greifen, denn eines Morgens wacht sie im Blut auf.... neben sich ihren toten Freund. Marie weiß: auch wenn sie sich nicht daran erinnern kann, muss sie Patrick getötet haben. Obwohl ich auf den Schreibstil meist nur stiefmütterlich am Schluss meiner Rezension eingehe, ist er mir dieses Mal einfach auf jeder Seite fast ins Gesicht gesprungen. Wiebke Lorenz erzählt ihre Geschichte immer aus Maries Sicht, wechselt dabei aber immer wieder zwischen Ich-Erzähler und auktorialem Erzähler hin und her. Sobald Marie von ihrer Vergangenheit erzählt, von der Zeit vor ihrer Tat, tut sie dies durch einen Ich-Erzähler. Ihre Geschehnisse innerhalb der Anstalt, also die Erlebnisse aus der Gegenwart, wird mit Hilfe des auktorialen Erzählers beschrieben. Anfangs war ich dadurch ein wenig irritiert, aber das hat sich schnell gelegt und dann fand ich es klasse. Es verdeutlichte nochmals die Spaltung von Marie, ihrem Leben und auch ihres Geisteszustandes. Sobald man sich daran gewöhnt hatte, war es wirklich eine Freude, das Buch zu lesen. Es machte vor allem auch deutlich, wie distanziert Marie sich in der Anstalt selbst gegenüber steht. Dieses Buch unterscheidet sich in soviele Punkten von einem 08-15-Thriller. Neben dem außergewöhnlichen Schreibstil unterliegt diese Geschichte auch einem ganz ungewöhnlichen Tempo. Da der Mord ja vor Beginn des Buches ja schon geschehen ist, zieht sich zumeist ein recht gemächliches Tempo durch die Geschichte. Allerdings wurde es trotzdem nie langweilig, weil irgendwie ein unterschwelliges Geheimnis unter der Oberfläche brodelte. Obwohl die Autorin nie so recht Anhaltspunkte dafür gibt, weiß der Leser recht schnell, dass Marie die ihr vorgeworfenen Tat nicht begangen haben kann. Man schließt sie ins Herz, weil sie in den Zeiten, in denen sie keine Zwangsvorstellungen hat, ein wirklich guter Mensch ist. Sie betrauert ihr eigenes Kind und hat als Kindergärtnerin auch ein unglaublich herzliches Verhältnis zu den Kindern, die ihr anvertraut sind. Ohne ihre Zwangsvorstellungen würde sie wahrscheinlich niemals einen schlechten Gedanken haben. Das erschwert es dem Leser zusätzlich, in ihr eine kaltblütige Mörderin zu sehen. Zum Schluss hin zog zwar das Tempo kaum merklich an, aber die unschwellige Spannung wurde nervenzerreibend. Lange Zeit hatte ich nicht mehr einen derartigen Thriller in der Hand, bei dem es mir fast körperlich weh tat, wenn ich ihn aus der Hand legen musste. Die Auflösung der ganzen Geschichte habe ich so absolut nicht vorhergesehen. Man hat zwar immer das ungute Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt, kommt aber nicht recht hinter des Rätsels Lösung. Ich hab während des Lesens immer mal wieder einige eigene Lösungen angedacht, aber auf die wahre Lösung bin ich tatsächlich nicht gekommen. Total gefesselt musste ich die letzten 40 Seiten am Stück verschlingen. Mein Fazit Bisher kannte ich Wiebke Lorenz nur als Teil des Autorenduos, das sich hinter dem Pseudonym "Anne Hertz" verbirgt. Doch mit Alles muss versteckt sein zeigt Wiebke Lorenz, dass sie nicht nur humorvolle Frauenliteratur schreiben kann. Ich hatte zwar mit einer ganz anderen Art von Buch gerechnet, doch die Geschichte konnte mich trotzdem total fesseln. Die Story ist unglaublich gut durchdacht und obwohl das Tempo niemals richtig rasant wird, war es über die ganze Länge des Buches unglaublich spannend. Zum Meckern gab es da tatsächlich nichts. Ein unglaublicher guter Thriller, mit dem sich Frau Lorenz nicht vor ihren namhaften Kollegen verstecken muss.

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[ERSTER SATZ] "Weißt du, wozu du fähig bist?" [INHALT] Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden? Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint... (Klappentext) [MEINE MEINUNG] Schon seit Langem dümpelte dieses Buch auf meiner Wunschliste rum, denn ich wollte unbedingt ein Buch von Wiebke Lorenz lesen – der einen Hälfte von Anne Hertz. Dieses hier hatte mich besonders angesprochen, da ich Geschichten mit psychischen Krankheiten interessant finde. Man lernt direkt etwas dazu und ist erstaunt, was es doch so alles auf der Welt gibt. Tatsächlich habe ich nicht gewusst, dass es Zwangsgedanken gibt bzw. wie stark ausgeprägt sie sein können. Ich finde es toll, wie Wiebke Lorenz diese psychische Krankheit näher gebracht hat ebenso wie den Alltag in einer geschlossenen Anstalt für Straftäter. Zum Schluss des Buches erfährt man auch, wie sie für das Buch recherchiert hat und gerade so etwas mag ich! Es ist schön zu merken, dass alles auf fundierten Fakten basiert und nicht nur erfunden ist. Sie selbst schreibt zwar am Ende, dass es teilweise nicht so massiv ist, aber ich finde gerade so hat es mir verständlich gemacht, wie sehr diese Personen darunter leiden. Auch die Story rund um den Mord war sehr interessant, wenn auch etwas unspektakuklär. Marie sitzt nach dem Mord an ihrem Freund in der psychiatrischen Anstalt und denkt viel über den Mord nach. Sie kann sich nicht vorstellen es getan zu haben, auch wenn es ihrer Mord-Fantasie entsprach. Nach und nach öffnet sie sich dem Psychiater und ihre ganze Geschichte kommt ans Licht, angefangen bei der Liebe zu dem ihren Ex-Mann, dem Tod der gemeinsamen Tochter und den daraufhin entstandenen Zwangsgedanken. Schließlich kommen sie zu Patrick und ihrem Leben mit ihm und ihr Psychiater gesteht ein, dass er ihr den Mord nicht zutraut. Doch was ist dann geschehen? Wenn es nicht teilweise etwas langatmig vorangegangen wäre, hätte mich diese Geschichte wirklich packen können. Das finde ich etwas schade, denn eigentlich war die Story echt gut durchdacht. Auch wenn ich anfangs eine Vermutung hatte, wurde ich echt gut hinters Licht geführt und war zum Ende überrascht. Die Charaktere waren auch gut und echt real. Marie war eine süße, wenn auch kaputte Hauptfigur, der Arzt an angenehmer Gesprächspartner, der ihre Geschichte aus ihr herausgekitzelt hat und auch ihr Ex-Mann war einfach super. Wie er sich für sie eingesetzt hat, toll! Auch Patrick war toll, doch am meisten habe ich bei Felix abgefeiert. :D Ich habe meinem Freund immer von seinem Namensvetter vorgelesen und er war etwas entsetzt darüber, wie kaputt der doch ist. ^^ Doch mein absoluter Liebling war Hannah, die Mitbewohnerin von Marie, mit ihren gespaltenen Persönlichkeiten. Ich finde diese Krankheit so faszinierend und fand es toll, dass Hannah schon an dem Punkt angelangt ist, wo sie ihre Persönlichkeiten kennt und akzeptiert. Gesamt war es ein wirklich guter Thriller, aber leider etwas wenig beeindruckend. Bin ich schon zu viel Action gewöhnt und zu viel Tod? Serienkiller? Psychopathische Mörder? Ich weiß es nicht, aber hier hat mir doch etwas gefehlt. Teilweise hatte ich keine große Lust weiterzulesen, weil alles nur so vor sich hingedümpelt ist. Etwas mehr Spannung wäre schon super gewesen. [FAZIT] Das hier war bereits mein zweiter Thriller von Wiebke Lorenz und wieder hat mir etwas gefehlt, diesmal die Spannung. Auch wenn die Story wirklich einen super Plot hatte, war es mir teilweise etwas zu unspektakulär. Dennoch war es ein guter Thriller mit realen Charakteren und einem überraschenden Ende. Ich denke, ich werde noch einen Thriller von Wiebke Lorentz austesten müssen. :)

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Sprachlos habe ich dieses Buch beendet, nicht etwa weil mir nichts dazu einfiel, sondern weil es so ein ernsthaftes Thema auf diese besondere Weise rübergebracht hat. Mein Kopf war so voll mit diesen ganzen (zum Teil) neuen Eindrücken, Informationen und eben einer großartig erzählten Geschichte. "Alles muss versteckt sein" von Autorin Wiebke Lorenz, als Taschenbuch erschienen im Diana Verlag (zur Random House Verlagsgruppe gehörend) hat mich auf allen 349 Seiten geflasht! Erstmal zur Story: Marie ging es so gut, war mit sich und ihrem Leben rund herum zufrieden. Toller Ehemann, angesehen im Beruf als Erzieherin und mit einer wunderbaren kleinen Tochter gesegnet. Doch dann hat das Schicksal zugeschlagen. Ein Trauma bleibt Marie übrig, mehr nicht.  Ein Trauma das etwas in ihrem Kopf auslöst, was sie selbst nicht versteht und von dem sie versucht es nicht, niemals, an die Oberfläche zu lassen - Zwangsgedanken.  Perfide und perverse Tagträume, kurze Flashs von Mord und Totschlag. Marie findet Hilfe, doch etwas läuft schief und dann geschieht genau dass vor dem sie sich fürchtete. Marie erwacht neben einem Mann, in seinem Blut, mit einem Messer in ihrer Hand. Ein Psychothriller, der diese Bezeichnung zu Recht verdient und stellenweise sehr heftig in der Beschreibung eben dieser Zwangsgedanken ist. Damit kann nicht jeder umgehen und auch ich dachte "zum Glück ist diese Geschichte fiktiv". Aber nur so läßt es sich verstehen, was in Marie vorgeht, was ihr Verhalten, ihr Abkapseln und ihre unendliche Traurigkeit ausmacht. Die Autorin beginnt langsam mit Marie in der Forensischen Psychatrie. Die Gedanken und Emotionen von Marie, das Verhalten der anderen Mitpatienten und der tägliche Ablauf dort sind auf eine beeindruckende aber auch erschreckende Weise wiedergegeben. Wiebke Lorenz erzählt und sie läßt Marie erzählen in den Gesprächen mit ihrem Arzt. Alles kommt zum Vorschein, nach und nach erfahren die LeserInnen mehr über Maries Leben und warum sie dort landete, in diesem Irrenhaus und man will oder kann gar nicht anders als weiterzulesen. Denn die Abgründe, dieses seelische Leiden und die psychologischen Folgen verlangen nach Aufklärung. Heilung oder wenigstens Besserung, ein hoffen auf eine 'normale' Zukunft scheinen für Marie so unendlich entfernt zu sein. Bis sie endlich realisiert 'Denken ist nicht tun!". So entwickelten sich im Laufe des Buches die Widersprüche zu Maris Schuld. Ein abgekatertes Spiel? Zu welchem Zweck? Und vor allem, wer muss bitterböse dafür bezahlen? Diese Geschichte ist auf eine reale Krankheit ausgelegt und die Autorin hat die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten in die Geschichte integriert ohne das es zu einem medizinischem Fachbuch ausartete. Toll dargestellte Protagonisten, auch die Unsympathischen und eine Geschichte die ohne Action auskommt aber gewaltig an den Nerven zerrt. Dafür vergebe ich 5 von 5 Sternen.  c ) K.B. 08/2015

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Mit "Alles muss versteckt sein" habe ich meinen zweiten Thriller von Wiebke Lorenz gelesen. Nach dem grandiosen, spannenden Buch "Bald ruhest du auch" hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die größtenteils auch erfüllt wurden. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, ich wurde sofort wieder warm mit dem leichten Schreibstil der Autorin. Wir lernen Marie kennen, die sich wegen einer grausamen Tat an ihrem Freund Patrick in der Psychiatrie befindet. Wir lernen ihren Tagesablauf dort, ihre Zimmergenossen, ihren behandelnen Arzt Jan kennen und merken mit der Zeit und in den zahlreichen Gesprächen mit ihrem Arzt mit der Zeit kennen, dass Marie so gar nicht ein typisches Täterprofil aufweist, und nach und nach zweifelt nicht nur Marie, sondern auch ihr Arzt an ihrer Schuld und versuchen, dem wahren Täter auf die Spur zu kommen. Die Geschichte rund um Marie wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine Strang spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Marie in der Psychiatrie und zeigt, wie Marie sich ihrem Arzt nach und nach immer mehr öffnet und ihre Vergangenheit erzählt. Der zweite Strang in dieser Geschichte ist dann die Vergangenheit und erzählt Maries Geschichte vor ihrer Erkrankung. Durch Maries Erzählungen, natürlich in der Ich-Perspektive, lernen wir sie sehr gut kennen, erfahren, was für ein Mensch sie ist, wie sie lebt und welch schlimme Dinge sie vor einigen Jahren durchleben musste. Wiebke Lorenz verwebt gekonnt nach und nach diese beiden Handlungsstränge und arbeitet so auf ein fulminantes Ende hin. Die Geschichte wird, je mehr man über Maries Vergangenheit kennenlernt, immer spannender und da Marie bei ihren Erzählungen immer bei der spannendsten Stelle stoppt, muss man so natürlich immer weiter lesen. Das Ende konnte ich zum Teil so voraussehen, wie es dann auch passiert ist, einige Dinge jedoch auch nicht, beispielsweise hätte ich niemals mit diesem Täter gerechnet. Leider wirkt das Ende für meinen Geschmack aber ein bisschen zu konstruiert und unglaubwürdig, nichtsdestotrotz hat das Buch viel Potenzial und bietet Nervenkitzel, Spannung und lässt den Leser atemlos zurück. "Alles muss versteckt sein" hat mich nicht enttäuscht! Es ist ein wirklich spannender Thriller mit einer überaus interessanten Thematik, über die ich so auch noch nicht gelesen habe. Man merkt wirklich, wie sehr sich die Autorin für das Buch mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das Ende wirkte leider ein wenig zu konstruiert, ist aber dennoch lesbar und durchaus überraschend. Wer Wiebke Lorenz noch nicht kennt, sollte sich definitiv mal eins ihrer Bücher ansehen! :) Ich danke dem Diana Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

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Marie ist eine sympathische, junge Frau. Doch ein schwerer Schicksalsschlag verändert alles in ihrem Leben. Von da an wird sie von furchtbaren Gewaltfantasien gequält. In Gedanken verletzt sie andere Menschen, quält und tötet sie grausam. Diese Vorstellungen überfallen sie plötzlich und richten sich meistens gegen Menschen, die sie mag. Doch denken ist ja nicht tun, oder etwa doch? Denn eines Tages steht fest, Marie hat ihren Geliebten im Schlaf getötet. Sie wird verurteilt und in eine geschlossene Psychiatrie gesteckt. Sie versteht die Welt nicht mehr, denn sie kann sich an die Tat nicht erinnern. Gemeinsam mit einem Psychologen versucht Marie die Geschehnisse zu rekonstruieren. Wie konnte sie zu dieser Tat nur fähig sein? Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr berührt und lange Zeit nicht losgelassen. Zum einen liegt das an Wiebke Lorenz Schreibstil. Spannung bis zur letzten Seite wie schon bei Bald ruhest du auch. Ich bin mittlerweile wirklich ein Fan von ihr! Es gibt aber noch einen Grund, warum mich dieses Buch nicht mehr losgelassen hat. Die Geschichte an sich. Kann jeder Mensch plötzlich unter so einer Zwangserkrankung leiden? Könnten wir alle zu so einer Tat fähig sein? Ist denken wirklich nicht gleich tun oder sind wir dem Überschreiten der Grenze manchmal näher als wir eigentlich hoffen? Wie muss es für jemanden sein, der sich wirklich täglich mit solchen Gedanken herumplagen muss? Fragen, die mich immer noch beschäftigen und sicher noch lange beschäftigen werden. Marie ist eine Person, die mich gleich interessiert hat. Man lernt sie kennen und leidet mit ihr. Man begleitet sie durch die schlimmste Zeit ihres Lebens und versucht mit ihr die Nacht des Mordes zu rekonstruieren. Doch das ist gar nicht so einfach. Stück für Stück tastet sie sich an die Mordnacht heran und gibt immer mehr von ihrem bisherigen Leben preis. Trotzdem scheint sie die Gedächtnislücken dieser einen Nacht nicht füllen zu können. Manchmal wollte ich sie einfach nur schütteln und rütteln und sagen, erinnere dich doch endlich! Die anderen Charaktere gefielen mir ebenfalls. Sie machen das Verwirrspiel perfekt. Jeder auf seine Art. Dieser Thriller ist anders als viele andere. Er ist auf seine Art grausam, aber auch einfühlsam. Die Macht der Gedanken bringt die Hauptperson zur Verzweiflung und raubt dem Leser manchmal wirklich den Atem. Es schockiert einen, zu welchen Gedanken der Mensch fähig sein kann, ohne dass man es ihm ansehen könnte. Das Thema "Zwang" wird anschaulich aufgegriffen und nicht nur oberflächlich abgetan. Ebenfalls erschreckend deutlich wird, wie allein die Betroffenen doch zum Teil mit dieser Krankheit sein müssen und wie schwer es sein kann, Hilfe zu bekommen. Alles muss versteckt sein - spannend bis zur letzten Seite. Dieses Buch ist auf jeden Fall etwas für alle Thriller-Fans, die sich gern auch mal mit tiefergehenden Problemen auseinandersetzen!

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Wiebke Lorenz hat so ein Talent für einen guten Thriller! Ich bin schon zum zweiten Mal sehr überrascht :) Marie ist eine tolle Protagonistin, die ich von Anfang an gern verstehen wollte und die lange auch kein Stück verrückt auf mich wirkte. Mit jedem Kapitel wurde man mehr verwirrt, lernte sie besser kennen und wusste dann was ihre Krankheit ist. Zwangsgedanken. Zwangsgedanken sind in diesem Buch das große Thema. Ich habe mich unheimlich dafür interssiert was genau das ist und wie Marie davon betroffen ist. Wenn man sich vorstellt, dass Menschen mit Gedanken fertig werden müssen, in denen sie andere verletzen, womöglich sogar genau die Menschen, die sie lieben, dann ist das hart. Zwang wird es nämlich deshalb genannt, weil sie es nicht kontrollieren können und auch niemandem wehtun wollen. So haben sie immer angst ihre Gedanken irgendwann in die Tat umzusetzen. Einfach schlimm. Den größten Teil des Buches hält Marie sich in der 'Irrenanstalt' auf und verschließt sich zu Anfang vor allem und jedem. Vielen der Leute dort kann man auch gar nicht trauen, weil sie Schadenfreude empfinden, wenn anderen etwas schlechtes passiert. Das fällt mit der Zeit immer mehr auf. Ich hatte zwischendurch auch immer angst, dass Marie vielleicht jemandem etwas antut. Sie wirkte auf mich so gefasst und vollkommen klar. Irgendwas konnte da doch nicht stimmen, oder? Die Therapiestunden haben dann Klarheit gebracht. Mit ihnen wird man ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit, also der Erzählung, hin und herkatapultiert und erfährt was vor dem Unglück, dem Mord an Thomas, passiert ist. Es war eigentlich ein ganz normales Leben. Zusammen mit den Zwangsgedanken und komischerweise mehr Zufällen als man erst glaubt. Nach und nach kann der Leser mehr und mehr verstehen warum Marie da ist. Trotzdem merkt man auch, dass sie sich dauerhaft gegen diese Gedanken gewehrt und sie überstanden hat. Vor allem mit der Hilfe von Thomas, ihrem Freund. Dass sie trotzdem genug Gründe hätte eine solche Tat zu vollziehen war offensichtlich. Immer wieder wird in Büchern oder Filmen gezeigt, dass die Eltern sich scheiden lassen oder verrückt werden, wenn das eigene Kind stirbt. Und das ist auch hier der Fall. Marie und Christopher, ihr Exmann, haben ihre Tochter verloren. Und so denkt auch der Leser, dass mehr dahintestecken muss. Ich war unheimlich überrascht über die vielen Wendungen. Zwar habe ich mitgerätselt und hatte dann wirklich oft recht, habe aber auch gegen Ende nochmal an einer Person gezweifelt, die das nicht verdient hat, weil eben diese Person immer ehrlich war. Hier wird nicht so leicht unterschieden zwischen Richtig und Falsch oder Wahrheit und Lüge. Das macht die Geschichte so spannend. Maries Geschichte ist traurig, spannend und gemein. Man kann sich immer vorstellen wie es wäre sie zu sein und damit fertig werden zu müssen. Die Autorin hat diese Geschichte absolut glaubhaft rübergebracht und es geschafft, den Leser nicht nur zu verwirren, sondern auch mit der Erkenntnis zu schocken, dass Menschen zu vielem fähig sind. Auch wenn das Leben eines anderen dadurch zerstört wird. Die Nebencharaktere waren auch perfekt! Gerade Christopher, Thomas, Vera, Felix und der Therapeut hatten eine enorm wichtige Rolle für das Buch! Alle waren irgendworan betroffen und man wusste nie, wer was getan hat oder ob überhaupt jemand etwas getan hat. Fazit: Ich kann gar kein richtiges Fazit ziehen, ohne zu viel zu verraten. Die Charaktere waren einfach super, man hatte keine Ahnung wer nun wirklich das denkt, was er vorgibt zu denken und ob derjenige verrückt ist, oder nicht. Gerade an Marie zweifelt man mal, obwohl man ihre Gedanken aus der Ich-Perspektive sieht. Vielleicht hat sie ja wirklich alles vergessen, oder sie dreht durch? Vielleicht kommen die Gedanken zurück? Bis zum Ende tappt man eigentlich nur im Dunkeln und kann trotzdem bei der tragischen und spannenden Aufdeckung von Maries Geschichte mitfiebern und mitgrübeln! Wiebke Lorenz schafft einen schockierenden Thriller, der einigen die Augen öffnen und alles in ein anderes Licht stellen kann. Nicht nur die Protagonisten, auch die Idee der Geschichte, die Umsetzung der Psychiatrie und die Zwangsgedanken hat sie gemeistert! Von mir gibt es 5 Sterne!

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Klappentext Steckt in jedem Menschen ein Mörder? In Gedanken hat Marie schon erschlagen, erwürgt, zerstückelt. Die furchtbar realen Gewaltfantasien kommen ohne Vorwarnung und machen ihr unaussprechliche Angst. Doch denken heißt nicht tun. Glaubt Marie. Bis ein grausamer Mord geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes entsprungen zu sein scheint. Alle halten Marie für eine Mörderin. Auch sie selbst. Sie wird verurteilt, eingewiesen, weggesperrt. Ein junger Arzt hilft ihr dabei, die Wochen vor der Mordnacht zu rekonstruieren, und in Marie wachsen die Zweifel. Ist die Wahrheit noch viel furchtbarer als ihre Fantasie? Autor Wiebke Lorenz, geboren 1972 in Düsseldorf, studierte in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Internationalen Filmschule Köln. Sie lebt heute in Hamburg, schreibt für verschiedene Zeitschriften (u.a. „Cosmopolitan“) und TV-Produktionen. Gemeinsam mit ihrer Schwester veröffentlicht sie unter dem dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Ihre Romane „Was? Wäre? Wenn?“ (2003), „Allerliebste Schwester (2010)“ und ihr Thriller „Alles muss versteckt sein“ (2012) waren bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich. Inhalt Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, die so real sind, dass sie glaubt, zur Gefahr für sich und andere zu werden – vor allem für Menschen, die sie liebt. Niemand ahnt, dass Marie monatelang gegen grauenhafte Mordfantasien ankämpft, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken. Und mit jedem Tag wächst in ihr die Panik vor dem Moment, an dem sie diese Gedanken nicht mehr kontrollieren kann und in die Tat umsetzt. Und dieser Tag kommt, als Marie eines Morgens im Blut ihres Geliebten Patrick aufwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise im Schlaf niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird Marie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Hinter Gittern sucht sie verzweifelt nach Erinnerungen an die Tat. Denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und will ihr helfen, die Erinnerung an die Mordnacht zurückzugewinnen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht alles ganz anders war. Der erste Satz Weißt du, wozu du fähig bist? Meine Meinung Nachdem ich >>Bald ruhest du auch<<, meinem ersten gelesenen Thriller von Wiebke Lorenz so begeistert war, wollte ich mehr. So kam ich zu >>Alles muss versteckt sein<<. Wiebke Lorenz Schreibstil ist einfach wunderbar, zum Lesen und Mitfiebern erste Klasse. Die Geschichte um Marie ist unheimlich realistisch beschrieben, ich fühlte mich über die gesamte Zeit sehr verbunden mit ihr. Marie war liebevoll ausgearbeitet, das Fachwissen über die psychische Krankheit der Zwangsgedanken sehr toll herausgearbeitet. Ich hatte überhaupt keine Vorahnung was dahinter steckte, das Ende des Buches hat mich einfach umgehauen. Fazit Spannend und fesselnd – von Anfang bis Ende!

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