Leserstimmen zu
Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz

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In "Alles muss versteck sein" erfährt man die Geschichte der Kindergärtnerin Marie, die sie ihrem Psychiater in einer Nervenheilanstalt erzählt: Sie ist eines Morgens blutüberströmt neben dem Leichnam ihres Freundes aufgewacht - mit dem Mordmesser in der Hand. Sie kann sich an nichts erinnern, weiß jedoch eines: Genau so sieht ihre schlimmste Vorstellung aus, die sie in den Momenten hat, in denen ihre psychische Erkrankung an Zwangsgedanken besonders stark ist. Dieses Buch hat mich von der Thematik her extrem fasziniert, war in einem passenden und sehr guten Schreibstil geschrieben und hat mich am Ende sehr überrascht. Leider hat es mir an einigen Stellen an Spannung gefehlt, da man alles eben rückwirkend erfährt. Alles in allem aber auf jeden Fall eine Empfehlung- vor allem für alle Psychothriller-Fans!

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[ERSTER SATZ] "Weißt du, wozu du fähig bist?" [INHALT] Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden? Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint... (Klappentext) [MEINE MEINUNG] Schon seit Langem dümpelte dieses Buch auf meiner Wunschliste rum, denn ich wollte unbedingt ein Buch von Wiebke Lorenz lesen – der einen Hälfte von Anne Hertz. Dieses hier hatte mich besonders angesprochen, da ich Geschichten mit psychischen Krankheiten interessant finde. Man lernt direkt etwas dazu und ist erstaunt, was es doch so alles auf der Welt gibt. Tatsächlich habe ich nicht gewusst, dass es Zwangsgedanken gibt bzw. wie stark ausgeprägt sie sein können. Ich finde es toll, wie Wiebke Lorenz diese psychische Krankheit näher gebracht hat ebenso wie den Alltag in einer geschlossenen Anstalt für Straftäter. Zum Schluss des Buches erfährt man auch, wie sie für das Buch recherchiert hat und gerade so etwas mag ich! Es ist schön zu merken, dass alles auf fundierten Fakten basiert und nicht nur erfunden ist. Sie selbst schreibt zwar am Ende, dass es teilweise nicht so massiv ist, aber ich finde gerade so hat es mir verständlich gemacht, wie sehr diese Personen darunter leiden. Auch die Story rund um den Mord war sehr interessant, wenn auch etwas unspektakuklär. Marie sitzt nach dem Mord an ihrem Freund in der psychiatrischen Anstalt und denkt viel über den Mord nach. Sie kann sich nicht vorstellen es getan zu haben, auch wenn es ihrer Mord-Fantasie entsprach. Nach und nach öffnet sie sich dem Psychiater und ihre ganze Geschichte kommt ans Licht, angefangen bei der Liebe zu dem ihren Ex-Mann, dem Tod der gemeinsamen Tochter und den daraufhin entstandenen Zwangsgedanken. Schließlich kommen sie zu Patrick und ihrem Leben mit ihm und ihr Psychiater gesteht ein, dass er ihr den Mord nicht zutraut. Doch was ist dann geschehen? Wenn es nicht teilweise etwas langatmig vorangegangen wäre, hätte mich diese Geschichte wirklich packen können. Das finde ich etwas schade, denn eigentlich war die Story echt gut durchdacht. Auch wenn ich anfangs eine Vermutung hatte, wurde ich echt gut hinters Licht geführt und war zum Ende überrascht. Die Charaktere waren auch gut und echt real. Marie war eine süße, wenn auch kaputte Hauptfigur, der Arzt an angenehmer Gesprächspartner, der ihre Geschichte aus ihr herausgekitzelt hat und auch ihr Ex-Mann war einfach super. Wie er sich für sie eingesetzt hat, toll! Auch Patrick war toll, doch am meisten habe ich bei Felix abgefeiert. :D Ich habe meinem Freund immer von seinem Namensvetter vorgelesen und er war etwas entsetzt darüber, wie kaputt der doch ist. ^^ Doch mein absoluter Liebling war Hannah, die Mitbewohnerin von Marie, mit ihren gespaltenen Persönlichkeiten. Ich finde diese Krankheit so faszinierend und fand es toll, dass Hannah schon an dem Punkt angelangt ist, wo sie ihre Persönlichkeiten kennt und akzeptiert. Gesamt war es ein wirklich guter Thriller, aber leider etwas wenig beeindruckend. Bin ich schon zu viel Action gewöhnt und zu viel Tod? Serienkiller? Psychopathische Mörder? Ich weiß es nicht, aber hier hat mir doch etwas gefehlt. Teilweise hatte ich keine große Lust weiterzulesen, weil alles nur so vor sich hingedümpelt ist. Etwas mehr Spannung wäre schon super gewesen. [FAZIT] Das hier war bereits mein zweiter Thriller von Wiebke Lorenz und wieder hat mir etwas gefehlt, diesmal die Spannung. Auch wenn die Story wirklich einen super Plot hatte, war es mir teilweise etwas zu unspektakulär. Dennoch war es ein guter Thriller mit realen Charakteren und einem überraschenden Ende. Ich denke, ich werde noch einen Thriller von Wiebke Lorentz austesten müssen. :)

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Mit "Alles muss versteckt sein" habe ich meinen zweiten Thriller von Wiebke Lorenz gelesen. Nach dem grandiosen, spannenden Buch "Bald ruhest du auch" hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die größtenteils auch erfüllt wurden. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, ich wurde sofort wieder warm mit dem leichten Schreibstil der Autorin. Wir lernen Marie kennen, die sich wegen einer grausamen Tat an ihrem Freund Patrick in der Psychiatrie befindet. Wir lernen ihren Tagesablauf dort, ihre Zimmergenossen, ihren behandelnen Arzt Jan kennen und merken mit der Zeit und in den zahlreichen Gesprächen mit ihrem Arzt mit der Zeit kennen, dass Marie so gar nicht ein typisches Täterprofil aufweist, und nach und nach zweifelt nicht nur Marie, sondern auch ihr Arzt an ihrer Schuld und versuchen, dem wahren Täter auf die Spur zu kommen. Die Geschichte rund um Marie wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine Strang spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Marie in der Psychiatrie und zeigt, wie Marie sich ihrem Arzt nach und nach immer mehr öffnet und ihre Vergangenheit erzählt. Der zweite Strang in dieser Geschichte ist dann die Vergangenheit und erzählt Maries Geschichte vor ihrer Erkrankung. Durch Maries Erzählungen, natürlich in der Ich-Perspektive, lernen wir sie sehr gut kennen, erfahren, was für ein Mensch sie ist, wie sie lebt und welch schlimme Dinge sie vor einigen Jahren durchleben musste. Wiebke Lorenz verwebt gekonnt nach und nach diese beiden Handlungsstränge und arbeitet so auf ein fulminantes Ende hin. Die Geschichte wird, je mehr man über Maries Vergangenheit kennenlernt, immer spannender und da Marie bei ihren Erzählungen immer bei der spannendsten Stelle stoppt, muss man so natürlich immer weiter lesen. Das Ende konnte ich zum Teil so voraussehen, wie es dann auch passiert ist, einige Dinge jedoch auch nicht, beispielsweise hätte ich niemals mit diesem Täter gerechnet. Leider wirkt das Ende für meinen Geschmack aber ein bisschen zu konstruiert und unglaubwürdig, nichtsdestotrotz hat das Buch viel Potenzial und bietet Nervenkitzel, Spannung und lässt den Leser atemlos zurück. "Alles muss versteckt sein" hat mich nicht enttäuscht! Es ist ein wirklich spannender Thriller mit einer überaus interessanten Thematik, über die ich so auch noch nicht gelesen habe. Man merkt wirklich, wie sehr sich die Autorin für das Buch mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das Ende wirkte leider ein wenig zu konstruiert, ist aber dennoch lesbar und durchaus überraschend. Wer Wiebke Lorenz noch nicht kennt, sollte sich definitiv mal eins ihrer Bücher ansehen! :) Ich danke dem Diana Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

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Von Anfang an war ich gefangen in „Alles muss versteckt sein“. Es war sofort spannend die Gespräche zwischen Marie und ihren Psychiater miterleben zu dürfen. Ich spürte die ganze Zeit dieses Interesse erfahren zu müssen, was passiert ist. Durch die Gespräche lernen wir Marie näher kennengelernt. Man erfährt eigentlich so gut wie alles aus ihrem Leben. Was sie alles einstecken musste und wie ihre schreckliche Krankheit begonnen hat. Aber auch schöne Momente dürfen wir mit Marie teilen. Wir lernen den Ex-Mann von Marie kennen. Ihren neue Liebe und deren Geschwister. Alles, was vor dieser Mordnacht passiert ist. Denn jede Kleinigkeit wird von dem Psychiater durchleuchtet und als Leser nimmt man exklusiv an diesen Gesprächen teil. Ich konnte mich so gut in Marie hineinversetzen, wie schrecklich diese Gedanken sein müssen. Wiebke Lorenz nimmt hier kein Blatt vor den Mund und die Gedanken von Marie sind teilweise wirklich erschreckend und kommen sehr real rüber. Kein Wunder, das sie immer Angst hatte, diese Szenarien in die Wirklichkeit umzusetzen. Wir erfahren, dass Marie wegen Mord an ihrem Freund verurteilt und in einer Einrichtung eingesperrt wurde. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Alltag aus der Einrichtung gewünscht. Auch wenn wir natürlich ein wenig erfahren. Wir lernen auch andere Menschen kennen. Besonders interessant fand ich den Charakter von Hannah. Dieser ist mir wirklich extrem im Kopf geblieben. Da würde ich unglaublich gerne eine eigene Geschichte lesen. Denn Hannah hat eine gespaltene Persönlichkeit, in ihr leben mehr Personen, die sich nach vorne drängen. Also ebenfalls eine Krankheit, die interessant, spannend und fürchterlich ist. Hannah hat ihr eigenes Buch verdient. Selbstverständlich steht in „Alles muss versteckt sein“ Maries Krankheit im Vordergrund. Denn ohne diese Krankheit hätte Marie wohl ein völlig normales Leben führen können. Es ist erstaunlich, was die Psyche alles verursachen kann und ich denke noch oft an das Buch zurück. Es hat mich auf keinen Fall nach dem Lesen losgelassen. Was den Schluss angeht, habe ich zwar schon einiges erahnen können, doch getrübt wurde mein Lesevergnügen dadurch nicht. Fazit: Eine interessante und spannende Krankheit die Wiebke Lorenz in ihrem Thriller „Alles muss versteckt sein“ verwendet hat. Es ist mal etwas völlig anderes. Ich war von Anfang an gefangen und habe noch nach dem Lesen oft über Marie und ihr Leben nachdenken müssen. Eine Geschichte, die nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

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